Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

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03.10.2013 17:33
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#1
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Hallo und gleich einmal meine Frage in die Runde, wer kennt dieses Buch und wer hat es gelesen?

Es ist im Sommer erschienen mit dem Titel:

Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergangsstelle Berlin Friedrichstraße
vom Autor Philipp Springer.

Ich habe gerade so einige Rezensionen in den bekannten Online-Buchhandlungen gelesen und ich denke, da hat der Autor ein brisantes Thema am Wickel. Viel Lob aber auch Tadel hat er eingesteckt. Ich habe mir das Buch besorgt und muss auch zugeben, dass da einiges an den Bildunterschriften nicht stimmt. Der Kühlschrank ist wie ein Kritiker schreibt, nun wirklich ein Panzerschrank und der präsentierte "Betreterausweis" für den Westteil vom Bahnhof, ist in Wirklichkeit nichts mehr als ein normaler Betriebsausweis der DDR. Da hätte die PKE und jeder Grenzer sich kaputtgelacht, wenn er den vorgelegt hätte. Oder?

Was mein Ihr zum Buch, welches ja so gelobt wird?

Gruß der Glatte


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03.10.2013 17:58 (zuletzt bearbeitet: 03.10.2013 18:13)
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#2
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Hi, Rainer
Also----ich habs und es wird mit Sicherheit nicht im Bücherschrank verstauben.
Natürlich hat Hr. Springer da Fehler eingebaut , wohl unvermeidlich , wenn ein Historiker sich mit einem " Fachgebiet" auseinandersetzt, das ja bei aller Mühe nicht das seine ist. Da ich bei der Buchvorstellung im Tränenpalast dabei war , hab ich die Gelegenheit genutzt und ein wenig mit ihm "geschwatzt".
Offensichtlich ein Mensch, der seinem Gesprächspartner zuhört und auf dessen Meinung Wert legt. Meine " Revisionsliste" hat Hr. S. mittlerweile erhalten und auch darauf reagiert. Mal sehen , was draus wird.
Und noch: Kühlschrank ist wo? -Ist mir nicht aufgefallen.
73 Hans


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04.10.2013 01:45
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#3
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Hallo Hans,
der Kühlschrank soll auf dem Foto Seite 75 unten stehen. Also für mich ist das kein dkk H 171 und auch kein "Minkie". Die Seite 94 hat auch einen schönen Text in der Spalte rechts. Solche Fehler sollte man da nicht machen. Zuerst wird über die Unmöglichkeit einer Flucht mit dem D-Zug oder S-Bahn oben in Richtung Westen gesprochen und dann kommt der Satz:

In den Bahnhof Friedrichstraße durften die Züge dagegen nicht mit mehr als 10 km/h einfahren - offensichtlich aus Furcht vor einem ohne Halt gen Westen durchrasenden Zug .

Na, ich denke die aufgelegten Gleissperren hätten sich darauf gefreut und die restlichen fast zwei Kilometer bis zur Grenze, wären sicherlich auch keine Kremserfahrt ins Grüne geworden.
Na ja, eines steht fest Mühe und Schweiß stecken im Buch genug drin, allerdings auch viele Fehler. Ich frage mich natürlich auch, warum im Buch die Opfer der Tunnelflutung von 1945 in Frage gestellt werden?

Viele Grüße vom Glatten


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04.10.2013 09:46 (zuletzt bearbeitet: 04.10.2013 09:48)
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#4
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Hallo,Rainer und Rest der Gemeinde....
Oh ja , der Kühlschrank.....diente wohl mehr dem Aufbewahren von "heißen" Akten. Ist selbstredent ein "Panzerschrank",aber eben weiß-na ja.
Bei den eisenbahntechnischen Details auf dem Bahnhof haben sich auch so einige Fehler eingeschlichen, die dem Reichseisenbahner in mir ins Auge springen, und viele Zitate aus anderen-teils recht "berühmten" Werken, von" anderen Historikern" sind schlechtweg falsch bzw. massiv übertrieben oder dem herrschenden Mainstream geschuldet.Bei der Einfahtgeschwindikeit in Fri. hat der Autor bzw. seine Zeitzeugen m.M.nach einfach eine Fehlinterpretation gemacht, ein Durchfahren war seit Einbau der Gleissperren vor dem Westkopf von Bstg.A def. nicht möglich. Und -wie hoch ist denn die Einfahrtgeschwindikeit in einen normalen Bf.? Bekanntlich sollte der Zug ja spätestens vor dem Ausfahrtsignal zum stehen kommen.
Das mit dem Ausweis-- denk mal Du meinst den Betr.-Ausweis Mitropa - auch klar--den mußte der Lagerrist schon auf der Dienstauftragsstelle gegen den Betretungsausweis "umtauschen", um den Westteil betreten zu können.
Aber der Bf. Fri war wohl schon immer ein Ort, an dem sich Geschichten "emporringeln" und Myhten gedeien.Das beste Beispiel dafür ist m.M. nach die Fehlinterpretation der Aufsichtstürme auf Bstg. C und B. Da wußt ich echt nicht-lachen oder aufheulen.
Im Beitrag "Geisterbahnhöfe" hab ich ein wenig versucht, degegen anzuschreiben, bzw. den Bahnhof aus meiner Sicht zu zeigen. Schaus mal an, ev. hilfts. Wenn nicht, frag , vieleicht springt ja auch der eine oder andere noch auf das Thema.
Bis neulich-
73 Hans


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04.10.2013 10:36
#5
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Aufgelegte Gleissperren auf Gleis A? War die Schutzweiche und das Stumpfgleis nicht vollkommen ausreichend?

Die niedrige Geschwindigkeit bei der Einfahrt sind mir auch aufgefallen. Ich vermute, man hatte Angst, dass bei dem Gedränge jemand unter den Zug kommen könnte. Bei 10kmh kann der Lokführer noch bremsen, wenn das Gleis nicht frei ist. Der berühmte weisse Strich auf dem Fernbahnsteig und das Aufgebot an Uniformierten, welche diesen Strich damals eisern verteidigten, hatten wohl weniger grenzpoliziliche und mehr bahnpolizeiliche Gründe. Die wartenden Fahrgäste waren ja alle schon grenz- und zollamtlich kontrolliert.
Theo


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04.10.2013 11:15 (zuletzt bearbeitet: 04.10.2013 13:59)
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#6
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Hallo, Gemeinde...... Hi, Theo.
Die Gleissperren auf Gl. 1 und 2-- .


Da gab es aus MfS-Sicht ein Problem. Die Weiche 21 (?) ist eine sogenn. Doppelkreuzungsweiche. Wenn die Fahrstraße für einen Zug auf Gl.1 festgelegt ist, kann ein Zug ( Kleinwagen oder Sonstwas ) von Gl.2 sozusagen hinterherfahren. Dabei "Fährt dieser Zug die Weiche auf" , ohne Probleme im Bezug auf entgleisen zu haben- ist technisch bedingt. Für den Einbau der Gleissperren war auch extra eine Ausnahmegenehmigung des Min. für Verkehrswesen notwendig, da Gleissperren in "Hauptbahnen" eigendlich nicht vorgesehen sind. (Die Gleissperren übrigens nicht mit den Streckenanschlägen bei der S-Bahn verwechseln.) Ein Grund für langsames Einfahren von Ost nach Fri. dürften sie allerdings auch gewesen sein,-wobei-mäßgeblich ist bahntechnisch der zur verfügung stehende Bremsweg, der Lokführer will ja "pünktlich" zum stehen kommen. Eisenbahntechnik sieht eben pupeinfach aus , ist aber nicht so.
Zum weißen Strich : Zum Teil hast Du ev. Recht, aber die Hauptursache für den Strich und die (teilweise) auch verwendeten" Absperrelemente" hatten schon den Grund, eine Kontrolle des Zuges (noch leer) durch Zoll/PKE zu ermöglichen, bevor die Reisenden einstiegen. Das dieses kein absoluter Overkill war, haben einige Festnahmen von 213ern bewiesen, der Mensch ist eben erfindungsreich. -Anbei noch: die Gleispläne von Fri. die so durchs Net geistern , weisen erhebliche Differenzen auf,-bis hin zur Gleislage und so. M.M. nach sind die von Gordon Charles die genauesten.
Ausreichend? oder doch mehr Eisenbahnchinesisch ?
73 , Hans


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04.10.2013 13:24
#7
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Das Blitzzeichen! Offenbar gab es auch östlich Gleissperren...
Theo


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04.10.2013 13:57
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#8
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Hi...

Ah, Du hast olle Gorden gefunden.
Allerdings--- Das ist eine seiner "schwachen" Karten. Vergleich doch mal das Bild vom Westkopf mit der Zeichnung, auf dem Bild sind zwei Gsp. , auf der Karte nur eine .(Man kann am besten die beiden Signale sehen)
Man muß aber dazusagen, das sich das "Gleisbild" des Bahnhofes Fri. in dieser Hinsicht im Laufe der Jahre schon mal änderte. Und- im EB-Forum sind Gsp und Streckenanschläge auf Fri. ein überaus beliebtes Streit-und Spekulationsobjekt. Von 1 plus zwei Gsp bis 2 plus 4 und und findet man da jede Variante. Meine Variante ist dann noch ne andere, aber das zu beweisen, ist nicht möglich. ( Ich bekomm jetzt bestimmt wieder Prügel bei meinen Mitpufferküssern ) Wenn gewünscht, bau ich mal einen Bericht "Betriebsablauf auf Fri. aus T.-Sicht". erfordert aber Vorbereitungszeit.
73 Hans


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04.10.2013 18:57
avatar  Lutze
#9
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fuhren auch Mitarbeiter der Grenzübergangsstelle Friedrichstraße
zum Lehrter Bahnhof oder Bahnhof Zoo,und sind dort mit der
nächsten S-Bahn wieder zurückgefahren?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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04.10.2013 19:16
#10
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Zitat von Lutze im Beitrag #9
fuhren auch Mitarbeiter der Grenzübergangsstelle Friedrichstraße
zum Lehrter Bahnhof oder Bahnhof Zoo,und sind dort mit der
nächsten S-Bahn wieder zurückgefahren?
Lutze



Na klar Lutze, ausgerüstet mit Forum-Schecks und der DDR-Fahne


Schönen Gruß aus dem Süden der Republik ohne Forum-Schecks

passport


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04.10.2013 19:19
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#11
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Hallo Lutze , den Stempel vom Passport , der wahr Gold wert . ratata


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04.10.2013 19:20
avatar  Lutze
#12
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Zitat von passport im Beitrag #10
Zitat von Lutze im Beitrag #9
fuhren auch Mitarbeiter der Grenzübergangsstelle Friedrichstraße
zum Lehrter Bahnhof oder Bahnhof Zoo,und sind dort mit der
nächsten S-Bahn wieder zurückgefahren?
Lutze



Na klar Lutze, ausgerüstet mit Forum-Schecks und der DDR-Fahne


Schönen Gruß aus dem Süden der Republik ohne Forum-Schecks

passport

hälst du das wirklich so ungewöhnlich?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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04.10.2013 19:23
#13
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Zitat von Lutze im Beitrag #12
Zitat von passport im Beitrag #10
Zitat von Lutze im Beitrag #9
fuhren auch Mitarbeiter der Grenzübergangsstelle Friedrichstraße
zum Lehrter Bahnhof oder Bahnhof Zoo,und sind dort mit der
nächsten S-Bahn wieder zurückgefahren?
Lutze



Na klar Lutze, ausgerüstet mit Forum-Schecks und der DDR-Fahne


Schönen Gruß aus dem Süden der Republik ohne Forum-Schecks

passport

hälst du das wirklich so ungewöhnlich?
Lutze



Wenn wir mal von den Mitarbeiter der DR absehen, eindeutig JA


passport


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04.10.2013 19:28
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#14
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Abend , Gemeinde.....

Eigendlich schon beantwortet : Weder in der S-Bahn noch in den Fernzügen. Aber eine Frage bleibt natürlich : Passport , was hätten die hypotetischen Mitfahrer dort mit Forumschecks anfangen sollen ?
73 Hans


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04.10.2013 19:29
#15
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Zitat von Hans im Beitrag #14
Abend , Gemeinde.....

Eigendlich schon beantwortet : Weder in der S-Bahn noch in den Fernzügen. Aber eine Frage bleibt natürlich : Passport , was hätten die hypotetischen Mitfahrer dort mit Forumschecks anfangen sollen ?
73 Hans



Das war der Spassfaktor

passport


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