Die Andersdenkenden in der DDR

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20.09.2013 21:12 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2013 21:15)
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#76
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Andersdenkende in der DDR,ist doch das Thema,
im DDR-Gefängnis habe ich einige damals kennengelernt,
es spielten viele Gründe dazu,
unter anderen,ich weiß jetzt nicht, ob das schon mal
erwähnt wurde,
die Familienzusammenführung war oft ein Grund dafür,
ein Elternteil ist im Westen geblieben,nach dem Motto,
stellst einen Ausreiseantrag zwecks Familienzusammenführung,
und dann lassen sie dich ausreisen,leider war das nicht immer so,
da denkt man schon anders,wenn man die Familie für einige Zeit
nicht mehr sehen darf
Lutze


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20.09.2013 21:19 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2013 21:27)
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#77
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@4.Zug 4.Kompanie GAR-40

Ich habe 4 wohl geratene Kinder, von denen 3 im sozialen Bereich arbeiten und einer stolzer Proletarier ist. Zumindest war das sein Argument als er in der 12. Klasse das abi abgebrochen hat, weil er nach zwei Bewerbungen seinen Traumberuf lernen konnte - Busfahrer bei der BVG - nennt sich aber irgenwie anders.

Und ich? Verzichte aufs Auto, schon seit 16 Jahren, kaufe nur soviel wie ich verbrauche, habe nur 4 Paar Schuhe, keine Handtasche, habe ein fast freundschaftliches Verhältnis zu meiner ALDI - Verkäuferin, stehe in Bus und Bahn auf, wenn ältere Menschen zusteigen, nutze mein Handy ausschließlich zum Telefonieren, nach Möglichkeit nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, schreibe nebenbei meine Kindheitserinnerungen auf, vielleicht wird es auch mal mehr, verwöhne meinen Lebensgefährten, überzuege ihn fleißig links von CDU/FDP zu wählen, unterstütze Menschen in schwierigen Lebenslagen und wenn ich ihnen nur mit selbstgemachten Eis eine Freude mache.

Ich höre gerne zu. Ich habe die mir unerklärliche Gabe, dass sich mir Menschen öffenen. Es kann passieren, dass mir eine wildfremde Frau oder auch Mann in der Straßenbahn zwischen Rathaus Pankow und Berlin Niederschönhausen ihr halbes Leben erzählen.Und das reicht manchmal um ihnen ein Lächeln zu entlocken und sie den Rücken durchdrücken und für einen Moment ein wenig fröhlicher sind.

LG von der grenzgaengerin


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20.09.2013 21:25
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#78
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #69
Bauen wir einen Schnellen Brüter oder einen Dual Fluid Reaktor.



Hallo,
eine nette Idee, aber nach 70 Jahren Kerreaktorentwicklung ist bisher noch keine auch kommerziell erfolgreiche und akzeptabel sichere Brüter-Baureihe rausgekommen. Und ähnlich wie die Fusionsfreunde immer von "in 50 Jahren" reden so die Brüterfreaks von etwa noch 25 Jahre Entwicklungszeit....

Mir erscheint daß zu ungewiß um auf dann einen NÖTIGEN Erfolg zu wetten, dagegen ist Windkraft, Photovoltaik, Pumspeicherung massiv ausgebaut und Kohle und Gas auf 10% des aktuellen Verbrauchs reduziert in etwa 20 Jahren sicher erreichbar. Dazu Umbau der Sozial- Wirtschafts- und Siedlungstruktur in Richtung "kurze Wege, eine Erinenrung an DDR-Tugenden wie lange nutzen, reparieren statt wegwerfen ist auch sehr hilfreich. Übrigens Verkehr, um 1960 wohnten und arbeiteten über 90% der DDR-Bevölekrung weniger als 4km von einem Bahnhof entfernt.... Das geht auch elektrisch, siehe Bad Schandau und die Kirnischtztalbahn, ginge auch für Güter, siehe VW in Dresden.......

Kohle, Öl und Gas deutlich weniger verbraucht gibt auch Zeit um evtl., wenn es gelingt, im Jahre 2150 Fusions- und Brütewrkraftwerke zu betreiben....


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20.09.2013 21:31
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#79
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Mit 17 Mio. von Dir hätten wir eine echte Alternative werden können.


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20.09.2013 21:36
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#80
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Willi,

Atomenergie ist deshalb so mies, weil nach dem schnellen Geld keiner Lust hat, für die Folgen zu sorgen. Das überlassen die Absahner dann gern der Gesellschaft, und die Politik ist damit wie immer mal überfordert, weil, dafür gibt es keine Lobby


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20.09.2013 21:41
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#81
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #79
Mit 17 Mio. von Dir hätten wir eine echte Alternative werden können.


Tja, aber man wollte mich ja nicht Und viele andere auch nicht.

Und mit der hier öffentlich geäußerten Meinung, das Menschen wie ich am Untergang der DDR schuld sein sollen, kann ich auch leben.

LG von der grenzgaengerin


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20.09.2013 22:14
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#82
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über dieses Thema muß ich viele Jahre zurückdenken,
gerade als Jugendlicher habe ich kein Blatt vor dem Mund
genommen,unser Lehrmeister war auch nicht gerade begeistert,
wie ich die sozialistische Entwicklung sehe,
für mich war die Solidarnosc ein sehr streitbares Thema,
er meinte,warum ist der Walesa nur im Ausland zu sehen,
er kann doch in Polen seinen Landsleuten sagen,wo er hinausmöchte,
ja toll hab ich ihn erwiedert,dann sperren sie ihn ein,
und so war es auch,
über seinen Friedensnobelpreis habe ich mich getreut,
es stimmt @ Grenzgängerin,Sympatie hatte ich mit meiner Meinung
von anderen Lehrlingen,
es stimmt auch,keiner hat den Mund aufgemacht,
wenn es um dieses Thema damals in der Berufsschule ging,
da stand ich alleine da
Lutze


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23.09.2013 11:25
#83
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Etwas verspätet aber hoffentlich nicht zu spät auch einen Beitrag zum Thema von mir.
@grenzgaengerin nahm eine Äußerung von mir aus einem anderen Thread, nämlich 'spinnerte Bürgerrechtsbewegte' mit zum Anlass um diesen Thread zu eröffnen.
Vielleicht sollte ich notwendigerweise mal erklären wieso ich auf diese Bemerkung und/oder Einschätzung eines Teiles dieser Menschen gekommen bin.

Zu DDR Zeiten hatte ich durchaus Randberührungen zu einem Teil derer welche Heute als "Andersdenkende" bezeichnet werden.

Mein persönliches Leben, einen Teil habe ich hier im Forum verstreut durchaus dargelegt aber wichtige Punkte möchte ich in Kurzform nochmals Zusammenfassen.
Meine Eltern haben mich nicht im und zum blinden Glauben an und für die herrschende Ideologie in der DDR erzogen sondern durchaus zu einem Menschen der sich seine eigene Meinung erarbeitet und auch bewahrt hat, was nicht immer auf Zustimmung seiner Umwelt traf.

Es gibt keinen "Punkt" in meinem Leben an dem ich festmachen könnte das meine teilweise kritische, aber nicht ablehnende, Sicht auf die Verhältnisse dazu führte das ich in "andersdenkende Gegnerschaft" ging .....
Bis zur 10. Klasse gab es kaum Probleme in der Schule, auch fleißiger Pionier/FDLer gewesen; Zwecks der "gesellschaftlichen Arbeit" welche sich in Beurteilungen immer gut machte ......
Prekärer wurde es in der Berufsausbildung/Abi wo die Stabülererin bei mir eine sehr starke negativ-bürgerlich-westliche Einstellung erkannte. Vielleicht hatte ich ihre Aufforderung über bestimmte Themen zu diskutieren insofern falsch verstanden da ich dachte sie will meine und nicht eine offizielle, politisch genehme Meinung mit meinen Worten hören.
Massiver Ärger ........
Studium, auch aus Idealismus, so sehe ich es heute, und vielleicht weil es auch "dazugehörte" damit sein "Bekenntnis" zum Staat etc. abzugeben, Kandidat der Partei geworden und nach einem Jahr die Hürde der 'Aufnahme' geschafft ......
Während des Studiums, so das Gefühl, noch eine relativ freie und ungezwungene Diskussion auch über heikle Themen ......
Nach dem Studium geriet ich Arbeits- und Parteimäßig in eine Atmosphäre, welche; anders kann ich sie nicht bezeichnen; vom Geiste Stalin durchweht war.
Entsprechende Konflikte waren Vorprogrammiert, was sich unter anderem Arbeitsmäßig in einer Vielzahl von Aktennotizen über Gespräche und Disziplinarmaßnahmen in meiner Kaderakte wiederspiegelte, neben den 'üblichen' Parteierziehungsmaßnahmen .......
Ein Beispiel:
Nachdem die Partei Anfang der siebziger "Erkannte" das lange Haare bei Jugendlichen weder die Weltrevolution noch den Staat DDR in ihren Grundfesten erschüttern schnitt ich mir die Haare millimertkurz ........
Bereits Mitte der Siebziger waren sehr kurze Haare bei männlichen Personen ein untrügliches Zeichen das diese Person rechtes Gedankengut vertritt bzw. mindestens mit ihm sympathisiert ........
Also eine Entwicklung vom bürgerlich-negativen Element zum Rechten .......
Trotzdem hielt ich auch diese Vorhaltungen für die Verwirrung einzelner Personen, welche allerdings, mein Pech, die hoheitliche Bestimmung über mein berufliches und parteiliches Weiterkommen hatten.

Nach einem Wechsel aus dem 'Stalindunst' in den von Honecker wurde es nicht besser sondern nur subtiler ........
Es dauerte gut vier Jahre bis ich nicht nur "weichgekocht" war, sondern auch meines Berufes und jeglicher Perspektive beraubt, mit Schimpf und Schande aus Arbeit und Partei gejagt mit der Perspektive Arbeitslos = Asozial in der DDR stand.
Die sich mir wiederholt andienende helfende Hand; wir regeln das für sie wenn sie mit uns zusammenarbeiten; habe ich auch in dieser Situation dankend abgelehnt ......

Irgendwie bin ich ohne auszureisen wieder auf die Beine gekommen.
Kontakte zu Bürgerbewegten, jeglichen Couleurs hatte ich aber doch sehr konspirativ und zurückhaltend .......
Der "Staat" hat mir demonstriert, auch in meinem Umfeld, was mit "Andersdenkenden" passieren kann, da war das ganze Programm bei, bis zur Abschiebung.

Einige aus meinem Bekanntenkreis sind ausgereist ......
Und da komme ich zu dem Zwiespalt der mich betrifft. Es waren in der Erinnerung nicht unbedingt Leute welche im Lande etwas verändern wollten und damit an Mauern stießen, sondern sie kamen mit sich selbst und ihrem Leben nicht zurecht und waren der irrigen Meinung das sich ihre ureigenen Probleme in einer anderen Gesellschaft in Wohlgefallen auflösen würden ......
Ein anderer Teil driftete in Richtungen wie 'New Age', Esoterik, Theosopie ab oder hing den Idealen einer konsequent basisdemokratischen Form; keine Mehrheitsentscheidung, sondern wir diskutieren solange bis alle davon überzeugt sind, nach .....

Alle (fast) im letzten Abschnitt genannten hatte ich im Auge als ich den Begriff 'spinnerte' verwendete. Es ist eine persönliche Sache, halt aus eigenem Erleben und Erfahrungen ......

Was die Problematik der "Andersdenkenden" im allgemeine oder grundsätzlich betrifft.
Viel zu schnell war man, sprich die vermeintlichen Entscheidungsträger des Staates, dabei diese in die Schublade der Gegner zu stecken.
Kritik wurde viel zu oft mit Gegnerschaft gleichgesetzt und entsprechend geandet.
Wobei ich hier ganz bewußt zwischen einer Kritik an bestehenden Verhältnissen und Verwerfungen und Gemeckere darüber am Frühstückstisch auf Arbeit oder Abends am Kneipentisch unterscheiden möchte.
Und selbst bei Kritik muß ich differenzieren ob die Kritik aus der konsequenten Ablehnung bestehender Verhältnisse heraus geäußert wurde oder in der Absicht bestehende Verhältnisse positiv zu verändern.
Da aber die "herrschende Partei" die einzig wahre Wahrheit gepachtet hatte betrachtete sie jegliche Kritik als Affront gegen sich und ahndete sie entsprechend.
Keine "Fehlerdiskussion", keine "Fraktionsbildung", in Zeiten des Bürgerkrieges in Russland was unter den damaligen konkreten Bedingungen eventuell berechtig war, wurde monolitisch und unverrückbar festgeschrieben für alle Zeiten und trieb kritische Geister entweder in die innere Emigration, Resignation und/oder außer Landes.

Ich gehe durchaus konform mit der Ansicht von St. Wolle welcher der Auffassung ist das die Ereignisse welche letztendlich den Umbruch im Herbst '89 herbeiführten, vorrangig von solchen Menschen vorangetrieben wurden welche zu dieser Zeit um die 40 Jahre waren.
Genau diese 40Jährigen hatten die Ideale und Vorstellungen eine Idee von 1968, nämlich die eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz für sich konserviert und versuchten sie mit 20jähriger Verspätung nochmal umzusetzen ......
.... und es ging wieder schief .......

Soweit meine Meinung dazu.

Ach so, ich betrachte mich für damals nicht unbedingt als "Andersdenkender", sondern eher als kritischen Geist mit eigener Meinung.


Gruß
Nostalgiker


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23.09.2013 13:25
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#84
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Hallo,
in welchen Kreisen der SED, der Behörden oder Staatsicherheit wurden denn wirtschaftspolitische ( damit sehr wichtige staatliche ) Fragen erörtert und diskutiert.

Ich denke z.B. an die Frage Grundmittel, also Investionen, in den Ausbau der Braunkohleverstromung und Brikettproduktion samt Transportkapazuzitäten

ODER

Investionen in die Effektivität der Fertigungsprozesse und Gebäude um damit den Stom- und Heizwärmebedarf je Industrieprodukt oder Wohnung zu senken?

Wer lieferte dazu Daten über Kosten, wer prüfte die, damit die Entscheidungen sachlich richtig wurden?


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23.09.2013 13:46
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#85
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In der SED- Kreisleitung gab es eine Abt. Wirtschaft, in der ich gearbeitet habe. Auch gab es eine Arbeitsgruppe Wissenschaft und Technik, deren Organisator ich auch war. Solche Themen, wie Du sie ansprichst wurden regelmäßig erörtert und politisch geführt. Daneben gab es beim Rat des Kreises entsprechende Abteilungen. Investitionsentscheidungen wurden in den Betriebs- oder Kombinatsleitungen getroffen, vorher aber in den Räten des Kreises (Kreisplankommission) und auch in den SED- Kreisleitungen vorgelegt und entschieden. Besondere Schwerkunktaufgaben standen unter strikter Kontrolle durch die jeweiligen Staatsorgane und die SED-Kreis- und Bezirksleitungen.


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23.09.2013 14:33
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#86
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #85
In der SED- Kreisleitung gab es eine Abt. Wirtschaft, in der ich gearbeitet habe. Auch gab es eine Arbeitsgruppe Wissenschaft und Technik, deren Organisator ich auch war. Solche Themen, wie Du sie ansprichst wurden regelmäßig erörtert und politisch geführt. Daneben gab es beim Rat des Kreises entsprechende Abteilungen. Investitionsentscheidungen wurden in den Betriebs- oder Kombinatsleitungen getroffen, vorher aber in den Räten des Kreises (Kreisplankommission) und auch in den SED- Kreisleitungen vorgelegt und entschieden. Besondere Schwerkunktaufgaben standen unter strikter Kontrolle durch die jeweiligen Staatsorgane und die SED-Kreis- und Bezirksleitungen.



wieviel Zeit ist vergangen, bis solche Entscheidungen diskutiert, getroffen und umgesetzt wurden ?
das würde mich mal interessieren.


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23.09.2013 14:48
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#87
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Das hing immer vom Umfang der Investition und dem jeweilgen Planungsaufwand ab. Auf jeden Fall hat es immer viel zu lange gedauert, das die Kapazitäten nie ausreichend zur Verfügung standen, insbesondere gab es die größten Engpässe immer in der Bauwirtschaft. Besondere Priorität hatten bei uns im Bezirk Dresden die Vorhaben auf dem Gebiet der Mikroelektronik, z.B. ZMD Dresden. Ich selbst habe miterlebt, wie bei uns die Fertigung von Hohlseide (für Dialysegeräte) umgesetzt wurde, was relativ schnell passierte, weil damit Importe abgelöst werden konnten.


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21.10.2013 22:06
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#88
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #85
In der SED- Kreisleitung gab es eine Abt. Wirtschaft, in der ich gearbeitet habe. Auch gab es eine Arbeitsgruppe Wissenschaft und Technik, deren Organisator ich auch war. Solche Themen, wie Du sie ansprichst wurden regelmäßig erörtert und politisch geführt. Daneben gab es beim Rat des Kreises entsprechende Abteilungen. Investitionsentscheidungen wurden in den Betriebs- oder Kombinatsleitungen getroffen, vorher aber in den Räten des Kreises (Kreisplankommission) und auch in den SED- Kreisleitungen vorgelegt und entschieden. Besondere Schwerkunktaufgaben standen unter strikter Kontrolle durch die jeweiligen Staatsorgane und die SED-Kreis- und Bezirksleitungen.



Soso,man lernt hier im Forum ja nie aus....

Buchempfehlung meinerseits....

1.)Handwoerterbuch der Wirtschaftswissenschadt (HdWW) hier findest Du auch die Unterstellungsmuster wer war wem direkt verantwortlich....


2.)Parteitreu,Plangem,Professionell "Generaldirektoren und das Prinzip der Einzelleitung"

Beitragsfrei zu gurgeln und als Gurgel Book lesbar

Gruessli BO


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21.10.2013 22:22
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#89
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Zitat von SET800 im Beitrag #84
Hallo,
in welchen Kreisen der SED, der Behörden oder Staatsicherheit wurden denn wirtschaftspolitische ( damit sehr wichtige staatliche ) Fragen erörtert und diskutiert.

Ich denke z.B. an die Frage Grundmittel, also Investionen, in den Ausbau der Braunkohleverstromung und Brikettproduktion samt Transportkapazuzitäten

ODER

Investionen in die Effektivität der Fertigungsprozesse und Gebäude um damit den Stom- und Heizwärmebedarf je Industrieprodukt oder Wohnung zu senken?

Wer lieferte dazu Daten über Kosten, wer prüfte die, damit die Entscheidungen sachlich richtig wurden?



Nabend SET....

Alle Kombinate hatten Investabteilungen,alle hatten einen Bereich Oekonomie und alle hatten Hauptbuchhalter.....wobei der Hauptbuchhlter dem Finanzministerium unterstand....

Fuer Kombinatstypische in Ihren "Eigenheiten"gabs dann die Abteilungen Zweigtypische Ayusruestungen

Die Direktoren Wisschenschaft und Technik hatten die Vorgaben der Ministerien an die Generaldirektoren umzusetzen.

Beispiel.......

20 Betriebe eines Kombinates erarbeiten in Ihrem Hause einen Investplan um die Produktion von Produkt X demendsprechend zu steigern.
Sollte sich auch in DDR rechnen.

sagen wir mal Gesamtbedarf an Investitionen 200 Mill.DDR Mark
dvon Bau 40Mill DDR Mark
Anlagentechnik 160 Mill DDR Mark
davon Vakutamittel 62 Mill DDR Mark Verrechnungssatz 6.24 macht rund 1o Millionchen z.B Westmark

Nach 3/5 Jahren Planung und Stress,Valutamittel zusammengestrichen,jeder Betrieb bekommt ein bissle,aber die gesamte Linie steht meist nie oder Haeppchenweise.... Mach watt drauss!

Was uns nicht umbringt haertet uns ab....Vorwaerts immer rueckwaerts nimmer.....Willkommen in Absurdistan

Gruessli BO


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21.10.2013 22:41
#90
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #89
Zitat von SET800 im Beitrag #84
Hallo,
in welchen Kreisen der SED, der Behörden oder Staatsicherheit wurden denn wirtschaftspolitische ( damit sehr wichtige staatliche ) Fragen erörtert und diskutiert.

Ich denke z.B. an die Frage Grundmittel, also Investionen, in den Ausbau der Braunkohleverstromung und Brikettproduktion samt Transportkapazuzitäten

ODER

Investionen in die Effektivität der Fertigungsprozesse und Gebäude um damit den Stom- und Heizwärmebedarf je Industrieprodukt oder Wohnung zu senken?

Wer lieferte dazu Daten über Kosten, wer prüfte die, damit die Entscheidungen sachlich richtig wurden?



Nabend SET....

Alle Kombinate hatten Investabteilungen,alle hatten einen Bereich Oekonomie und alle hatten Hauptbuchhalter.....wobei der Hauptbuchhlter dem Finanzministerium unterstand....

Fuer Kombinatstypische in Ihren "Eigenheiten"gabs dann die Abteilungen Zweigtypische Ayusruestungen

Die Direktoren Wisschenschaft und Technik hatten die Vorgaben der Ministerien an die Generaldirektoren umzusetzen.

Beispiel.......

20 Betriebe eines Kombinates erarbeiten in Ihrem Hause einen Investplan um die Produktion von Produkt X demendsprechend zu steigern.
Sollte sich auch in DDR rechnen.

sagen wir mal Gesamtbedarf an Investitionen 200 Mill.DDR Mark
dvon Bau 40Mill DDR Mark
Anlagentechnik 160 Mill DDR Mark
davon Vakutamittel 62 Mill DDR Mark Verrechnungssatz 6.24 macht rund 1o Millionchen z.B Westmark

Nach 3/5 Jahren Planung und Stress,Valutamittel zusammengestrichen,jeder Betrieb bekommt ein bissle,aber die gesamte Linie steht meist nie oder Haeppchenweise.... Mach watt drauss!

Was uns nicht umbringt haertet uns ab....Vorwaerts immer rueckwaerts nimmer.....Willkommen in Absurdistan

Gruessli BO

Grün: Da solche Gründe meist nicht als Entschuldigungen angesehen wurden, wurden kreative Lösungen gesucht und vielfach auch gefunden. Sozus. aus Sch... Bonbons machen. Nicht ohne Grund wird dem erfahrenen DDR-Bürger heute auch vom westlichen Nachbarn bescheinigt, sich vielfach selbst helfen zu können, wo erfahrene Altbundis das Telefon nehmen und auf den Service warten.









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