Spionage

11.09.2013 20:23
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NSA-Affäre: Verfassungsschutz überfliegt US-Konsulat in Frankfurt

Zwischen Deutschland und den USA bahnt sich diplomatischer Streit an: Der deutsche Verfassungsschutz hat versucht, das US-Generalkonsulat in Frankfurt auszuspähen. Ein offenbar mit Spionagetechnik ausgerüsteter Hubschrauber der Bundespolizei überflog das Gelände. Nach Medienberichten wurde der Einsatz von höchster Stelle - direkt aus dem Kanzleramt - angeordnet.
Helikopter der Bundespolizei Ein Helikopter der Bundespolizei hat das US-Konsulat in Frankfurt überflogen. © dpa/Wolfgang Mendorf

Die Bundesregierung bestätigte, dass ein Hubschrauber der Bundespolizei das Gebäude im Auftrag des Verfassungsschutzes überflogen habe. Nähere Angaben wollte Regierungssprecher Steffen Seibert jedoch nicht machen. In dem Gebäude soll sich ein geheimer Horchposten des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) befinden. Der "Focus" berichtet, dass das Gebäude mit Spezialkameras fotografiert worden sei.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wurde der Einsatz am 28. August direkt aus dem Kanzleramt angeordnet. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge geht er auf Kanzleramtschef Ronald Pofalla zurück, der auch für die Geheimdienste zuständig ist. Seibert sagte, der Flug sei "im Rahmen der Zuständigkeiten und der Gesetze, die den Verfassungsschutz leiten", erfolgt. Was die Aktion erbrachte, sagte er nicht.
NSA befürchtete "schweren Schaden" in Beziehungen

Die Bundesregierung bestätigte, dass die amerikanische Botschaft in Berlin wegen des Hubschrauberflugs beim Auswärtigen Amt vorstellig wurde. Ein Ministeriumssprecher sagte: "Das war im Wesentlichen ein Informationsaustausch zu diesem Fall." Dagegen hatte der "Focus" berichtet, dass die Amerikaner förmlich Protest eingelegt hätten.

Dem politisch heiklen Einsatz vorausgegangen waren Berichte des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden, dass in dem US-Konsulat in Frankfurt eine Abhöreinrichtung der US-Geheimdienste installiert sei. Offenbar waren sich die Agenten bewusst, auf welch dünnem diplomatischen Eis sie operieren: Die Existenz der Lauscheinheiten in Botschaften und Konsulaten sei unter allen Umständen geheim zu halten, heißt es in dem Ende August vom Nachrichten-Magazin "Spiegel" veröffentlichten Material. Wenn sie bekannt würden, würde das "den Beziehungen zum jeweiligen Gastland schweren Schaden zufügen", so ein NSA-Dokument. (jfi/dpa)


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11.09.2013 20:39
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#2
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Hallo Fritze,

In den Augen der Amerikaner sind wir doch nur Gäste in unserem Land. Wahrscheinlich hätte Herr Pofalla zuerst in Washington fragen müssen, ob der Hubschrauber da über FF/M kreisen darf.
Unglaublich, daß die USA auch noch förmlichen Protest einlegen, wenn ihre Spionageaktivitäten in Augenschein genommen werden.

Viele Grüße,

Kurt


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11.09.2013 20:40
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#3
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Jetzt wird Pofalla niemals Bundeskanzler!


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11.09.2013 20:40
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#4
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Zitat von Fritze im Beitrag #1
NSA-Affäre: Verfassungsschutz überfliegt US-Konsulat in Frankfurt

Die totale Überwachung (30)


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11.09.2013 21:26
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#5
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In einer Villa in Wien unterhält die NSA auch einen Horchposten.

http://www.format.at/articles/1337/524/3...schangriff-wien

Letzten Sonntag haben sich 200 "Architekturfreunde" dorthin aufgemacht, um die Villa ausgiebig zu fotografieren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/2...la-1952279.html


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12.09.2013 08:37
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Zitat von suentaler im Beitrag #5
In einer Villa in Wien unterhält die NSA auch einen Horchposten.

http://www.format.at/articles/1337/524/3...schangriff-wien

Letzten Sonntag haben sich 200 "Architekturfreunde" dorthin aufgemacht, um die Villa ausgiebig zu fotografieren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/2...la-1952279.html
hier ist auch ein Bericht dazu:
http://derstandard.at/1378248415089/Freu...iener-NSA-Villa


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12.09.2013 09:09
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#7
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Zitat von damals wars im Beitrag #3
Jetzt wird Pofalla niemals Bundeskanzler!


Gott sei Dank.


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12.09.2013 15:54
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#8
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Die Internetdienste haben Angst. Sie können sich einer Zusammenarbeit mit den amerikanischen Geheimdiensten nicht entziehen.
Die Chefin von Yahoo fürchtet sogar, in's Gefängnis geworfen zu werden.....im Musterland der Freiheit und Demokratie.

http://de.nachrichten.yahoo.com/yahooche...1--finance.html


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12.09.2013 20:58
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#9
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Zitat von Kurt im Beitrag #8
Die Internetdienste haben Angst. Sie können sich einer Zusammenarbeit mit den amerikanischen Geheimdiensten nicht entziehen.
Die Chefin von Yahoo fürchtet sogar, in's Gefängnis geworfen zu werden.....im Musterland der Freiheit und Demokratie.

http://de.nachrichten.yahoo.com/yahooche...1--finance.html


Ganz vorsichtig nochmal leicht besorgt nachgefragt, du unterrichtest Kinder in Geschichte und nimmst Geld dafür?


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12.09.2013 21:39
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#10
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KID

... kann ich nur sagen bei der ganzen Sache.

Jens


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12.09.2013 21:58
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#11
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Zitat von KID im Beitrag #10
... kann ich nur sagen bei der ganzen Sache.

Jens



Hallo Jens,

Welche Macht hat ein solches Geheimgericht in den USA, welches die Yahoo-Chefin erwähnt? Wird dieser Zweig der Justiz vom Senat oder dem Repräsentantenhaus kontrolliert?

Viele Grüße,

Kurt


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