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#1

Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 19:43
von SEG15D | 1.345 Beiträge | 869 Punkte
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Wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, gehörte bei mir ab der 6. oder 7. Klasse ein zweimal im Jahr
anberaumter Termin beim Direx dazu. Grund waren nicht etwa schlechte Leistungen, im Gegenteil.
Das WKK meines Heimatkreises interessierte sich ab da für männlichen Nachwuchs als Berufsoffizier bei den bewaffneten
Organen für einen.
Es war dann ein uniformierter "Gesprächspartner", der einem die Vorzüge einer Längerverpflichtung schmackhaft
machen wollte und sollte.
In meiner Erinnerung hab ich noch heute das ungute Gefühl in der Bauchgegend gegenwärtig, nur nichts
Verbindliches zu sagen und letztenendlich "genagelt" zu werden. Obwohl eine solche, wenngleich sogar schriftlich
gegebene Zusage auch nach damaligem Recht absolut nicht verbindlich gewesen wäre, wurde versucht, an das
eigene Ehrgefühl vom gegebenen Wort zu appellieren um zum Ziel zu kommen, einer Längerverpflichtung.
Von meiner Erziehung her war ich darauf geeicht, hellhörig zu sein, wenn ein "Händler" seine "Ware" in allzu
hohen Tönen anpreist und die Katze nicht im Sack zu kaufen...
Dennoch hat es schon mental viel Kraft gekostet, diesen Versuchen erfolgreich zu widerstehen.
Jedesmal hatte ich Angst, durch etwas falsch Gesagtes in einen Frage-Antwort-Kreis zu geraten, aus dem ich dann
argumentativ keinen Ausweg gewußt hätte.
Am Ende bin ich Sieger geblieben, allerdings nicht zum Nulltarif: Abschluß 10.Klasse Durchschnitt 1,2 Abschluß mit
Auszeichnung Fehlanzeige!
Meine angestrebte Berufsausbildung mit Abitur in der Fachrichtung Mikroelektronik wurde abgelehnt,
stattdessen eine Ausbildung als Nähmaschinenmechaniker angeboten, auch mit Abitur.
Sehr witzig für einen, der mit Lötkolben und Schaltungen seit dem 11. Lebensjahr hantierte.
Natürlich, als Längerdienender bekam ich einen Einsatz in dieser Richtung sofort versprochen....Nachtigall...

Ich weiß heute, welche unrühmliche Rolle mein damaliger Direktor gespielt hat, jedoch heute lache ich über
solche kleinkarierten Typen. Die neue Zeit hat gezeigt, auch ohne diese Dinge kann man leben und sich etwas leisten.
Man muß nur, eben wie schon immer, bereit sein jederzeit zu lernen....

Mich interessieren Eure Erfahrungen in diesm Bereich sehr, habt Ihr es ähnlich erlebt?

SEG15D



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#2

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 21:01
von Gohrbi | 575 Beiträge
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...so ähnlich....in der 8.Klasse habe ich solche Zusagen glatt abgelehnt. Dafür
durfte ich dann auf die POS...die EOS war als Sohn eines Intelligenzlers...na ja....
Die 2. Nachfrage dann in der 10. habe ich geblockt mit UaZ...das reicht und später sehn wir weiter....
...so richtig hartnäckig war aber zu der Zeit keiner...hatte meine Wünsche, also LSK/LV und FuTT
vorgegeben und hat auch nach der Lehre gleich so geklappt.


zuletzt bearbeitet 21.08.2013 21:02 | nach oben springen

#3

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 21:10
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 35 Punkte
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War eigentlich ein recht freundliches und kurzes Gespräch da man sich von Anfang an einig war. Es ging dann später eben nur in eine andere Richtung, nur das wusste ja damals noch keiner... ich zumindest nicht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#4

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 21:37
von Unner Gräzer | 406 Beiträge | 40 Punkte
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Ich empfand diese Gespräche auch immer als sehr unangenehm. Erst hat der Offizier, ich glaube es war ein Oberstleutnant, den Kumpeltypen raushängen lassen und wenn das dann nicht zog, wurde der Ton etwas barscher und zum Schluss war es nur noch laut. Ich erzählte das dann zu Hause und beim nächsten "Termin" stand unangemeldet mein Vater mit da. Das war ein Spass ! Mein Vater den Offizier gleich gedutzt, der war natürlich stinkig, dass ihn ein Zivilist und Nichtgenosse so anquatscht. Ich weiss nicht mehr, wer von den beiden zum Schluss lauter gebrüllt hat, der Direx hat das Treiben dann beendet und ich hatte das ganze letzte Schuljahr Ruhe vor diesen Herren.



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#5

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 22:00
von Batrachos | 1.549 Beiträge | 21 Punkte
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Hallo,

Ich glaube es war 7. oder 8. Klasse bei uns,da kam mitten im Unterricht unser Direx rein.
Er zeigte auf genau 2 Leute bei uns aus der Klasse und sagte Du unDu mitkommen.
Wir folgten dann beide ins Direktorenzimmer.
Dort war dann unser Direx und unser Geschichtslehrer anwesend ( ein Uniformierter war damals nicht anwesend),
und machte uns den Dienst bei der NVA und GT schmackhaft.
Es ging genauer um unsere Berufswünsche. Ich wollte damals Koch werden.
Er sagte wörtlich,es gibt im Kreis Nordhausen nur 2 Kochlehrstellen,aber das wäre kein Problem 1 davon zu bekommen,
wenn ich mich für mindestens 10 Jahre verpflichten würde. Auch finanzielle Aspekt wurde angesprochen.
Hörte sich für mich damals gut an,und sagte zu mich für 10 Jahre bei der NVA zu verpflichten,
da mein älterer Bruder ja damals sich auch für 10 Jahre verpflichtet hat.
Unser Direx schrieb auch damals für uns die Bewerbungen,wir brauchten uns um nichts zu kümmern.
Später wurden wir dann ins FDJ-Bewerberkollektiv aufgenommen,und hatten weitere Annehmlichkeiten,
aber das ist eine andere Geschichte.

MfG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
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#6

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 22:02
von Harzwanderer | 3.273 Beiträge | 1077 Punkte
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Und bist Du Koch geworden?



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#7

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 21.08.2013 22:33
von Batrachos | 1.549 Beiträge | 21 Punkte
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@Harzwanderer

Ja das bin ich,allerdings hatte unser Direx damit nichts mehr zu tun.
Das war nämlich 1990 wo ich dann nach Niedersachsen in die Lehre gegangen bin.
Da hatten die kein Einfluß mehr drauf.
Und ab November 89 haben sie uns fallen lassen wie heiße Kartoffeln,da hat es keinen mehr interessiert.
Jeder mußte sein eigenes Süppchen kochen und zu sehen wie er zurecht kommt.
Aber hab es ja im Enddeffekt auch alleine geschafft,meine Wunschlehrstelle zu bekommen.

MfG Batrachos


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#8

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 14:06
von Jobnomade | 1.380 Beiträge | 8 Punkte
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als ich 1969 an die EOS in Görlitz kam, hiess es gleich zu Beginn der 9.Klasse seitens der Schulleitung:

Bildet Euch ja nicht ein, das aus Euch mal Ärzte oder Ingenieure werden - die Jungs werden Offizier, die Mädels Lehrerin. Basta.

So gings dann die 4 Jahre weiter, bis nahezu jeder Junge die Bereitschaftserklärung unterschrieben hatte.
Was soll ich sagen - das Leben kam doch etwas anders.

Jahre später beim Klassentreffen:
Von den Jungs ist genau einer NVA-Offizier geworden (später dann, Anfang der 90er wurde er Bauunternehmer). Die Söhne und Töchter von stadtbekannten Ärzten hatten alle Medizin studiert. Ja... Lehrer und Lehrerinnen - da gab es schon ein paar. Einer wurde dann in den 90ern Pharmavertreter. Und Jobnomade hatte Informationstechnik studiert, statt Nachrichtenoffizier zu werden. Ein Arzt hatte das Ruder buchstäblich in letzter Minute herumgerissen.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 22.08.2013 14:06 | nach oben springen

#9

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 15:55
von Heckenhaus | 6.921 Beiträge | 8189 Punkte
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So wie ich das hier lese, habt ihr bezüglich der Ausgangsfrage alle eine "schlechte Kindheit" gehabt.
Bei mir damals wurde nur und ausschließlich bei der Erfassung zum Wehrdienst in einem Gespräch versucht,
den zukünftigen Helden der NVA eine Zusage abzuringen. Ich habe von Anfang an abgelehnt, und auf die abschließende
Frage, am Ende des Gesprächs, wie ich nun darüber denke, kam lediglich : Ich bleibe dabei.
Somit war das Thema für mich ein für alle Mal durch.


.
.

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zuletzt bearbeitet 22.08.2013 15:55 | nach oben springen

#10

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 16:25
von Jobnomade | 1.380 Beiträge | 8 Punkte
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #9
So wie ich das hier lese, habt ihr bezüglich der Ausgangsfrage alle eine "schlechte Kindheit" gehabt.



So würde ich meine Kindheit und Jugend nun nicht bezeichnen.
Und das die Schulleitung der EOS angehalten war, die "Zahlen" zu erfüllen, ist doch irgendwie logisch, oder.
Ein klein bisschen moralischer Druck auf die jungen Leute war damals doch ein legitimes Mittel.
Schon vergessen ?
Naja, vielleicht haben wir in verschiedenen DDR's gelebt....

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 22.08.2013 16:25 | nach oben springen

#11

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 16:43
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #9
So wie ich das hier lese, habt ihr bezüglich der Ausgangsfrage alle eine "schlechte Kindheit" gehabt.
Bei mir damals wurde nur und ausschließlich bei der Erfassung zum Wehrdienst in einem Gespräch versucht,
den zukünftigen Helden der NVA eine Zusage abzuringen. Ich habe von Anfang an abgelehnt, und auf die abschließende
Frage, am Ende des Gesprächs, wie ich nun darüber denke, kam lediglich : Ich bleibe dabei.
Somit war das Thema für mich ein für alle Mal durch.


@Heckenhaus, Du musst sicher auch mal auf das Geburtsdatum derjenigen sehen, die hier berichten. Mich, Jahrgang 51, hat auch niemand während der EOS-Zeit gefragt, ob ich denn nicht länger dienen wollte. Diese Frage stand bei der Musterung an.
In den folgenden Jahren wurden aber Abiturienten vermehrt in die Mangel genommen, länger zu dienen, verbunden mit der Option, den gewünschten Studienplatz zu bekommen. Auf diese Weise sollte sicher auch die Qualität des Uffz.-Chorps verbessert werden. Ich weiß nicht, wie es bei Dir war, aber zu meiner Zeit waren die UaZ nicht die Hellsten.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#12

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 19:19
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einige in meiner Klasse wurden auch angesprochen,
einer hatte sich rechtzeitig für 10 Jahre verpflichtet,
mich hat man in Ruhe gelassen,
die Noten in Staatsbürgerkunde waren schlecht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#13

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 20:05
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In der Schule gab es bei uns keine solchen Anwerbeversuche, die kräftige "Bearbeitung" setzte ab der Musterung ein.


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#14

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 22.08.2013 20:35
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@Lutze
An den Zensuren lag es eher nicht. Westverwandtschaft in der Familie, oder gar 213er ?
Dein Zensurenschnitt hätte sich durch so eine Verpflichtung auf wundersame Weise stark verbessert, nehme ich mal an.
In sofern warste eben wirklich kein guter DDR- Bürger. In Stabü wußte man doch, welche Phrasen erwartet und gut belohnt wurden.

Ernsthafte Anwerbeversuche gingen so ab der 7. Klasse los. Auf Elternabenden wurde das Thema zuerst angesprochen.

Der Zeitpunkt der Musterung ist an sich schon etwas spät. Weil da ist beruflich ja schon eine Richtung festgelegt.

Trotzdem wurde bei der Musterung bestimmt auch noch mal gerne was in der Richtung versucht.
Speziell bei mir war ja schon alles scheinbar geregelt, mit Wachregiment und so.
Da gab es dann bei der Musterung selber keinerlei Versuche mehr.

Noch kurz am Rande, weil es leicht neben dem Thema ist.
Die Musterung ist nach meinem eigenem Erleben (ich wurde in Ost und West jeweils einmal gemustert) fast 100% identisch.
Nur, dass es in der DDR den Wehrdienstausweis mit der ALU- Erkennungsmarke sofort ausgehändigt gab. In der BRD nicht.
---


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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zuletzt bearbeitet 22.08.2013 20:37 | nach oben springen

#15

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 23.08.2013 08:57
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Zitat von furry im Beitrag #11
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #9
So wie ich das hier lese, habt ihr bezüglich der Ausgangsfrage alle eine "schlechte Kindheit" gehabt.
Bei mir damals wurde nur und ausschließlich bei der Erfassung zum Wehrdienst in einem Gespräch versucht,
den zukünftigen Helden der NVA eine Zusage abzuringen. Ich habe von Anfang an abgelehnt, und auf die abschließende
Frage, am Ende des Gesprächs, wie ich nun darüber denke, kam lediglich : Ich bleibe dabei.
Somit war das Thema für mich ein für alle Mal durch.


@Heckenhaus, Du musst sicher auch mal auf das Geburtsdatum derjenigen sehen, die hier berichten. Mich, Jahrgang 51, hat auch niemand während der EOS-Zeit gefragt, ob ich denn nicht länger dienen wollte. Diese Frage stand bei der Musterung an.
In den folgenden Jahren wurden aber Abiturienten vermehrt in die Mangel genommen, länger zu dienen, verbunden mit der Option, den gewünschten Studienplatz zu bekommen. Auf diese Weise sollte sicher auch die Qualität des Uffz.-Chorps verbessert werden. Ich weiß nicht, wie es bei Dir war, aber zu meiner Zeit waren die UaZ nicht die Hellsten.



...so kann ich die Aussage nicht stehen lassen....in der Truppe und später an der Uffz Schule waren mir die Nichtabiturienten am liebsten.
Die Jungs mit den 2 linken Händen gab es bei den Abileuten vermehrt. Die schlimmsten waren die, die vom WKK ihren Facharbeiter bekamen. Für 10 Jahre verpflichtet und dumm wie Stulle.(kann ich das so schreiben? hab ja niemand direkt angesprochen)
Ich hab mich getraut, einer davon wurde bei mir kein Uffz.....hab ich abgelehnt.....ist durch die Prüfungen gefallen......konnte auch ein Nachprüfer vom Stab nicht verhindern.


zuletzt bearbeitet 23.08.2013 08:58 | nach oben springen

#16

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 23.08.2013 11:08
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Zitat von Gohrbi im Beitrag #15
Zitat von furry im Beitrag #11

@Heckenhaus, Du musst sicher auch mal auf das Geburtsdatum derjenigen sehen, die hier berichten. Mich, Jahrgang 51, hat auch niemand während der EOS-Zeit gefragt, ob ich denn nicht länger dienen wollte. Diese Frage stand bei der Musterung an.
In den folgenden Jahren wurden aber Abiturienten vermehrt in die Mangel genommen, länger zu dienen, verbunden mit der Option, den gewünschten Studienplatz zu bekommen. Auf diese Weise sollte sicher auch die Qualität des Uffz.-Chorps verbessert werden. Ich weiß nicht, wie es bei Dir war, aber zu meiner Zeit waren die UaZ nicht die Hellsten.



...so kann ich die Aussage nicht stehen lassen....in der Truppe und später an der Uffz Schule waren mir die Nichtabiturienten am liebsten.
Die Jungs mit den 2 linken Händen gab es bei den Abileuten vermehrt. Die schlimmsten waren die, die vom WKK ihren Facharbeiter bekamen. Für 10 Jahre verpflichtet und dumm wie Stulle.(kann ich das so schreiben? hab ja niemand direkt angesprochen)
Ich hab mich getraut, einer davon wurde bei mir kein Uffz.....hab ich abgelehnt.....ist durch die Prüfungen gefallen......konnte auch ein Nachprüfer vom Stab nicht verhindern.



@Gohrbi, ich bestreite nicht, dass Uffze mit einem ordentlichen Facharbeiterabschluss die Geeigneteren für den Truppendienst waren. Aber soweit ich mich erinnere, waren die aber in der damaligen Zeit auch nicht leicht für einen längeren Dienst zu bekehren und die sich leicht bekehren ließen, waren die anderen. Während meiner BePo-Zeit kannte ich einige von denen aus ihrem Zivilleben persönlich. Mit den hätte ich nicht vor noch während der Dienstzeit ein Bier getrunken.
Es muss doch einen Grund gehabt haben, dass man Abiturienten mit allen möglichen Zückerli (Studienplatzwahl und Extrastipendium) umworben hat. Da ging es doch nicht nur um die vorgesehene Stückzahl.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#17

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 24.08.2013 14:14
von Gohrbi | 575 Beiträge
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...besonders anfällig für längere Dienstjahre waren oft die, die im zivilen Lenen
Anerkennungsdefizite hatten. Sie dachten mit der Uniform/Dgrd. kommt das dann von allein.
Wie du schon schreibst...Studium....begehrte Berufe....waren schon Zugpferde. Da die fachlich Guten immer
weniger wurden, die länger dienen wollten, mußte halt der Rest überzeugt werden.


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 24.08.2013 14:17
von schnatterinchen (gelöscht)
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Was da bei uns an der Schule alles so als UaZ rekrutiert wurde . Oijoijoijoi!


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#19

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 24.08.2013 14:28
von Alfred | 7.421 Beiträge | 1776 Punkte
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Mit dem Studium war doch klar geregelt.



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#20

RE: Anwerbung als Längerdienende während der Schulzeit

in DDR Staat und Regime 24.08.2013 14:31
von glasi | 2.816 Beiträge | 17 Punkte
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Zitat von Alfred im Beitrag #19
Mit dem Studium war doch klar geregelt.



Ich will ja nicht übertreiben. Aber das hat ja schon etwas von Erpressung.



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