Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

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20.08.2013 20:23
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#76
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@ Icke:
so wie von dir beschrieben und nicht anders wars!


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20.08.2013 20:24 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2013 20:26)
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#77
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Ja klar. Aber wer dort mehr tauschen wollte, konnte das (dort) auch nur 1 zu 1 machen.
Ich hatte bei der Ausreise meistens Ostmark vom Mindestumtausch übrig und hab dafür mir ein Depotkonto bei der DDR-Staatsbank eingerichtet, das ich mir bei der Einreise immer zusätzlich abgehoben habe. Bei Mehrtagesfahrten durfte man dann davon tanken. Jedenfalls in der Provinz.


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20.08.2013 20:35
avatar  icke46
#78
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Ist zwar hier bei den Geisterbahnhöfen OT, aber ich will doch die Geschichte mit den Schwarztauschern noch los werden.
Ich hatte mich nach der Einreise über Friedrichstraße mal entschlossen, zu Fuß zum Alex zu gehen, statt mit der S-Bahn Friedrichstraße - Marx-Engels-Platz - Alex zu fahren. Man sieht ja fussläufig doch ein bisschen mehr als aus der S-Bahn.

Jedenfalls sprangen da plötzlich aus einer Hofeinfahrt zwei in Jeans-Anzüge gekleidete Typen und fragten mich, ob ich Geld wechseln will. Ich sagte nein, mit den 25 M komme ich gut hin, ausserdem war sowieso auch Verwandtenbesuch auf dem Plan, so dass man noch weniger brauchte. Sagten die beiden, dass macht doch nichts, ich könnte bis zu 1.000 DM umtauschen und bei der Ausreise wieder zurücktauschen. Zum Beweis schwenkten sie einen Westberliner Reiseführer, wo das so drin stehen würde.

Ich habe dann schnell die Fliege gemacht, aber mir den ganzen Tag vorgestellt, was gewesen wäre, wenn ich bei der Ausreise 1.000 M in DM hätte tauschen wollen. Man kann nur hoffen, dass denen keiner auf den Leim gegangen ist, wobei es wohl eher unwahrscheinlich war, dass jemand mit 1.000 DM in der Tasche in die DDR einreist. Aber auch bei 100 DM wäre das für den Betreffenden ein schmerzlicher Verlust gewesen.

Gruss

icke


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20.08.2013 20:37
#79
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Rein theoretisch hätte man bei der Ausreise Probleme bekommen können, falls man in der DDR schwarz gewechselt hätte.
g43p625-Zoll-und-Devisenerklaerung-Vorderseite.html#viewport
Allerdings war das Verschenken von Devisen nicht verboten, nur das Tauschen..
Theo


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20.08.2013 20:37 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2013 20:38)
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#80
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Nachweislich offiziell über dem Mindestumtausch bei der Einreise-Staatsbank getauscht konnte man evtl. zurücktauschen? Habe ich aber nie gemacht.


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20.08.2013 20:39
avatar  icke46
#81
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #80
Nachweislich offiziell über dem Mindestumtausch bei der Einreise-Staatsbank getauscht konnte man evtl. zurücktauschen? Habe ich aber nie gemacht.


Das ist genau der Punkt, den die beiden Jungs zu erwähnen vergessen hatten - offiziell umgetauschtes Geld konntest Du natürlich wieder zurücktauschen.

Gruss

icke


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20.08.2013 20:44
#82
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Ja es gab sogar ein Merkblatt
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/file/id/56425
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/593852/page/2
Gemacht hat das vermutlich keiner, jedenfalls nicht, wer bei Bekannten getauscht hat...äh Bekannte beschenkt hat..
Theo


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20.08.2013 22:48
#83
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Aus : By Michel Benedetti On August 16, 2011 · 4 Comments · In branding

Operative Psychologie

Von Hannover aus fuhr die Bahn bis zum Grenzübergang Helmstedt-Marienborn. Hier versahen sage und schreibe 1000 DDR-Grenzsoldaten, Zöllner, Stasimitarbeiter und Zivilangestellte ihren Dienst. Alle Abfertigungsgebäude wurden größer als nötig gebaut, um die Reisenden einzuschüchtern, die Stasi nannte das „Operative Psychologie“. Einschüchternd wirkte auch der Volkspolizist (Vopo), der die Türen der Coupés aufriss und mit sächsischen Akzent “Ausweise” oder “Pässe” schnarrte, ich weiss nicht mehr welches von beiden, aber mit solche einem Menschen wollte man keine Diskussionen führen


Der Schreiber erzählt nur nach was bei Führungen auf den ehemaligen Autobahn-Grenzübergang Marienborn/Autobahn erzählt wird.
Die Güst Marienborn/Eisenbahn war ein eigenständiger Grenzübergang mit eigener PKE/GZA

Auf dem Grenzbahnhof arbeiteten 1000 Personen ? Na, da hat er wohl falsch abgeschrieben.

Dieser Unsinn wird bei jeder Führung behauptet. Die Dienstgebäude waren nun mal Zweckbebäude, nicht schön aber praktisch. Sie hatten nur eine Aufgabe, den ständig ansteigenden Reiseverkehr zu bewältigen. Auf meinen Fachschulzeugnis der JHS Potsdam steht kein Fach mit der Bezeichnung "Operative Psychologie oder Operative Grenzpsychologie"

Ok, wer hier länger im Forum ist, weiß das kein Volkspolizist Grenzdokumente an einer Güst kontrollierte. Lustig wird es aber mit dem "sächsischen Akzent". Komisch das Reisende, egal aus welcher Himmelsrichtung sie in die DDR einreisten, behaupteten die Kontrolleure sprechen alle sächsisch
Ich habe 15 Jahre in Marienborn gedient, da gab es nicht eine einzigen Sachsen. Man muss nämlich wissen, das jeder Verwaltungsbezirk in der DDR die Mitarbeiter selber stellen musste
.

passport


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20.08.2013 22:53 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2013 22:54)
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#84
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Der kam doch nur kurz als Tourist. Wenn Du jedes Wort von dem auf die Goldwaage legst, wirst Du immer kleine Fehler finden. Es sind halt dessen persönliche Eindrücke gewesen. Die PKE waren sowieso von der Stasi. Ob man sie nun für Grenztruppen oder Volkspolizisten hielt.

Erzähle hier mal von der Schweiz und lass es einen Schweizer zerlegen. Der findet auch Fehler, wenn er will.


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20.08.2013 23:39
avatar  icke46
#85
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #84
Der kam doch nur kurz als Tourist. Wenn Du jedes Wort von dem auf die Goldwaage legst, wirst Du immer kleine Fehler finden. Es sind halt dessen persönliche Eindrücke gewesen. Die PKE waren sowieso von der Stasi. Ob man sie nun für Grenztruppen oder Volkspolizisten hielt.

Erzähle hier mal von der Schweiz und lass es einen Schweizer zerlegen. Der findet auch Fehler, wenn er will.


Das Problem ist für mich ein anderes. Natürlich war das Prozedere bei der Einreise in die DDR oder im Transit ein anderes als zum Beispiel seinerzeit von der Bundesrepublik nach Holland, Dänemark oder Frankreich. Das war so, und das sollte man auch so darstellen.

Nur gibt es nach meinem Eindruck bei vielen, die darüber berichten, die Neigung zur Übertreibung - und das hat dann mit historisch korrekter Darstellung nichts mehr zu tun. Irgendwie warte ich, überspitzt gesprochen, auf einen Bericht darüber, dass man sich zwecks Entlausung an den Grenzübergängen nackt ausziehen musste, um nach dem Grenzübertritt sich irgendwelche Textilien aus dem Haufen zu greifen.

Ist das jetzt überspitzt? Im Moment würde ich sagen ja - aber wie sieht das in 3 Jahren aus???

Gruss

icke


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21.08.2013 08:39
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#86
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Ja,die Darstellungen der Reisenden,weiter verklärt durch die Medien,das ist eine Sache,die nicht immer der Wahrheit entspricht.
Wir können nur Richtigstellen,in welcher Art,das kommt auf den Fall an.Von daher,Icke,bleib entspannt.Was anderes bleibt nicht übrig.
Und überspitzt nenne ich es nicht.Realistich ist wohl das besser passende Wort.


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21.08.2013 09:52
#87
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Einen schönen guten Morgen. Es ist ja etwas O.T. das Thema Kontrolle, aber ich habe mal an Bord der Eisenbahnfähre nach Gedser neben einigen Leuten gestanden, die sich über die Kontrolle auf der GÜST in Warnemünde unterhalten haben. Ein Vielfahrer sagte sinngemäß das die Kontrollen zwar scharf, aber korrekt sind. Ihm wurde jedesmal der Tagesgruß angeboten und die Papiere verlangt, das alles in gutem Deutsch und nicht unfreundlich.
Ach so, dort habe ich als Matrose gearbeitet. Jaja, als Matrose bei der Eisenbahn.
Peter, der Zaunkönig

März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße


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21.08.2013 10:03
avatar  Gohrbi
#88
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..war der U-Bahnhof "Stadtmitte" auch ein Geisterbahnhof....nee oder? Da sind wir mal
als "langhaarige Bombenleger" 71 drin gewesen....fuhr aber keine Bahn, der Bahnhof absolut leer.
Da offen, mußte er doch wohl in Betrieb gewesen sein?
Wir sind dann weiter zur Schützenstraße zur Mauer. Von da sind wir dann mit nem "Lada",
ohne Türklinken hinten, weitergefahren worden. Waren dann noch 2 Stunden bei netten
Uniformierten und wurden dann zum Zug gebracht.


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21.08.2013 10:21
#89
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"Stadtmitte" war bis 1961 Umsteigebahnhof.
http://www.berliner-untergrundbahn.de/mi.htm

Hier unter dem Fussboden war die Treppe zur Linie 6 (die ab 1961) im Transit durchfahren wurde.
Vorher und nach der Wende führte die Treppe in den sogenannten "Mäusetunnel

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4usetunnel

Theo


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21.08.2013 11:32
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#90
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Auf dem Zwischenpost des Mäusetunnels vor der Treppe zur U2 befand sich bis zur Sanierung 1990 auch noch Werbeplakate.

Zum einen für Toilettseife sowie eine Ausstellungsplakat "nato-Agenten ohne Chance- eine Ausstellung des Ministeriums für Staatssicherheit"


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