Grenzdurchbruch mit allen Mitteln verhindern

09.08.2013 00:24
#1
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moin moin!

Es sollte ja mit allen Mitteln ein Grenzdurchbruch verhindert werden.
Manchmal mussten die Zöllner auch hilflos vom Westufer aus mit ansehen, wie NVA-Patrouillen gnadenlos gegen Flüchtlinge vorgingen: "Sie hatten einen jungen Mann im Wasser bemerkt und forderten ihn auf, an Bord zu kommen. Als er sich weigerte, überfuhren sie ihn einfach. Seine Leiche wurde am nächsten Tag am Ostufer angespült."

Ging es wirklich so weit? Natürlich ist erschießen auch nicht schöner.
Quelle: http://www.ndr.de/geschichte/grenzenlos/...102_page-2.html


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09.08.2013 00:36
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#2
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1
moin moin!

Es sollte ja mit allen Mitteln ein Grenzdurchbruch verhindert werden.
Manchmal mussten die Zöllner auch hilflos vom Westufer aus mit ansehen, wie NVA-Patrouillen gnadenlos gegen Flüchtlinge vorgingen: "Sie hatten einen jungen Mann im Wasser bemerkt und forderten ihn auf, an Bord zu kommen. Als er sich weigerte, überfuhren sie ihn einfach. Seine Leiche wurde am nächsten Tag am Ostufer angespült."

Ging es wirklich so weit? Natürlich ist erschießen auch nicht schöner.
Quelle: http://www.ndr.de/geschichte/grenzenlos/...102_page-2.html


Tja, leider ging es so weit.
Richtig innerlich gewollt hat das wohl keiner von den jungen Männern von 18 bis 27, aber wenn du nur ein Werkzeug bist konnte so etwas durchaus geschehen.


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09.08.2013 05:23
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#3
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ABV

Die Handlungsweise der Grenzer war aber nicht mit den Gesetzen der DDR gedeckt. Ich würde sogar von einer gezielten Tötung des Flüchtlings sprechen. Möglicherweise war die Bootsbesatzung mit der Situation überfordert. Trotzdem fällt es mir schwer, dafür Verständnis aufzubringen. Es agb ganz sicher andere Mittel, um den Mann zu stellen.

Gruß Uwe

09.08.2013 08:13 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2013 08:14)
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#4
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Selber habe ich an der Westgrenze 1969 gedient. Was aber alles über den Dienst draußen am Kanten geschildert wird , oh ,oh .
In den verschiedenen Foren schildern viele ehemalige Grenzer ihre schönsten Erlebnisse an der Grenze. Da wurde gesoffen , gegrillt und nachts wechselweise geschlafen .Wer hat denn aufgepasst ,was ist geschehen wenn jemand einen Durchbruch versuchte , hatte der Flüchtige Pech , wenn er plötzlich zu spät gesehen wurde , gab es dann nur noch." Mit allen Mitteln den Grenzdurchbruch zu verhindern ".
Hat sich denn schon jemand hier diese Frage gestellt ? mfG ratata


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09.08.2013 08:34
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#5
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Solche Zwischenfälle sind wahrscheinlich die Ausnahme. Die meisten Grenzer haben ihre Menschlichkeit auch in Stresssituation bewahren können. Und trotzdem habe auch ich miterlebt, dass einige unserer Offiziere, oder Angehörige der "Firma", welche die Grenzverletzer abholte,
diese erniedrigten und demütigten.


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09.08.2013 16:07
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#6
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94

Was mich an dem Artikel der Lüneburger Lokalreporterin Gisela Jaschik etwas verwundert, zwei andere tragische Schicksale werden mit Datum und eines sogar mit Ort angegeben. Doch gibt es für diese recht allgemein gehaltene Darstellung Manchmal mussten die Zöllner auch hilflos vom Westufer aus [...] am Ostufer angespült. überhaupt eine Referenz? Oder mal anders gefragt, weiß Günther Steinbiss gerade in diesem spektakulären Fall das Datum nimmer?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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09.08.2013 18:54
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#7
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Hallo, das ist ja alles bald mindestens 25 Jahre her. Juristisch verjährt Mord ja nie, gab ( wieviele ) es aber in den Jahren bis jetzt Verurteilungen wegen Mord von bundesdeutschen Gerichten wegen "DDR-Grenzvorkommnissen"?

Mordmerkmale: Heimtücke, niedrige Beweggründe, Bereicherung, Verdeckung anderer Straftaten usw!

Mitzählen würde ich Mordanklagen die aber wegen nichteindeutiger Täterzuordnung mit Freisprüchen gegen eine Gruppe von Angeklagten führten, also die Beweisaufnahme auf Mord erkannte aber mangels eindeutigen Täter nicht zum Urteil führte?


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09.08.2013 19:15
avatar  ABV
#8
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ABV

Zitat von 94 im Beitrag #6
Was mich an dem Artikel der Lüneburger Lokalreporterin Gisela Jaschik etwas verwundert, zwei andere tragische Schicksale werden mit Datum und eines sogar mit Ort angegeben. Doch gibt es für diese recht allgemein gehaltene Darstellung Manchmal mussten die Zöllner auch hilflos vom Westufer aus [...] am Ostufer angespült. überhaupt eine Referenz? Oder mal anders gefragt, weiß Günther Steinbiss gerade in diesem spektakulären Fall das Datum nimmer?


Gemeint ist dieser Vorfall:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/vo...90,9465482.html

Gruß Uwe

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