Disco in der DDR

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03.08.2013 15:40
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#31
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94

Genau das war gloobsch mit 'gut gemeint' gemeint *grins*
Na egal, zum Schwarzlicht fallen mir noch die leuchtenden Gin-Tonics ein.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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03.08.2013 15:57
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#32
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Deine Anlage war dann aber auch im Westen schon eine gehobene Ausrüstung, das Geld muss ja erwirtschaftet werden. Ich beispielsweise habe meist Veranstaltung für rund 300 Leute gefahren. Als PA waren das 2 Bassgitarren Aktivboxen, dazu 4 große Vermona PA-Boxen mit Entstufe (Bezeichnung gerade nicht im Kopf), sowie 4x RFT Corona (3-Wege Kompaktbox) an von einem tollen Elektroniker veredelten HSV-920 Verstärker. einen Vermona Equalizer an der Summe des Mischpultes (HiFI-Studio 506). Da dran Mikro 2x Shure S-58 und 3 RFT-Mikros (Welche waren das blos noch). Zwischen Mikros und Mischpult war ein Bandecho (Quasi Selbstbau mit einem ursprünglich defekten Tesla B-116 Tonband).
Zuspieler waren ein Plattenspieler SP-3001, 2x Geracord GC-6030 (Später GC-6131, S-3000, HMK D-100) Sowie ein Geracord GC-6010 als Reserve.

Lichtorgeln waren per selbstgebauten Panel zu schalten. Meist war ein zweiter Bediener dabei, der Rhytmusgefühl hatte und das Licht per Hand steuerte. Das fehlt heute manchmal, das Licht wird oft, nicht immer, völlig Einfallslos gesteuert.

Für die Pausen wurde meist ein Spulentonbandgerät (B-116) vorproduziert.


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03.08.2013 16:14 (zuletzt bearbeitet: 03.08.2013 16:14)
avatar  RalphT
#33
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Zitat
Deine Anlage war dann aber auch im Westen schon eine gehobene Ausrüstung, das Geld muss ja erwirtschaftet werden.


Keine Frage, absolut richtig. Wir hatten auch ein Fassungsvermögen von ca. 4.000 Gästen.

Zitat
Da dran Mikro 2x Shure S-58 und 3 RFT-Mikros


Oh, ihr hattet auch Mikros von Shure? Das sind gute Teile.

Unsere Ansteuerung von Musik, war etwas außergewöhnlich. Nicht wie jetzt jeder vermuten würde, von der schwarzen Scheibe - nein. Es waren zu Anfangszeiten drei Nakamichi Tapedecks DR-2 im Einsatz. Plattenspieler ging nicht. Der "Druck" von vorne war zu groß. Die Nadel wäre wohl öfters mal gesprungen.

Zitat
Das fehlt heute manchmal, das Licht wird oft, nicht immer, völlig Einfallslos gesteuert.


Ja das stimmt leider. Ich sehe das heute immer wieder, leider auch bei uns im Laden. Ein richtiger LJ lebt mit der Musik.

Zitat
Für die Pausen wurde meist ein Spulentonbandgerät (B-116) vorproduziert.


Äh Pausen?? Gabs da Butterbrote ? Nee jetzt mal im Ernst, was meinst Du mit Pausen? Oder waren technische Hänger, wo die Plattenspieler ihren Dienst versagten?


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03.08.2013 16:25
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#34
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Zitat
Nakamichi Tapedecks DR-2


Das ist natürlich die 747 der Kassettendecks.

Der Plattenspieler war eigentlich gar nicht als Zuspieler, sondern manchmal brachte jemand Platten mit, die neu waren und natürlich von westlich der Elbe. Die wurden kopiert.

Pausen: Du wolltest ja auch mal eine Rauchen.

Muss erst mal los...


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03.08.2013 16:41 (zuletzt bearbeitet: 03.08.2013 16:41)
avatar  Gohrbi
#35
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #26
Gohobi, 24,
nein, die Sonne ist woanders.
Ich weiß nicht was du meinst.
Wenn du vom Markt richtung Geschwister Scholl Schule gehst, findest du ein langes, gelbes Gebäude ;,Stieger Volkshaus,, mit Saal, Bühne und Ränge.
Dort fanden immer die Tanztees und kleine Rockkonzerte staat. Ich war 1965 einmal zum Tanz. Seit ca 1968 wurde das Gebäude geschlossen.
Nach der Schule steht ,,der Stern,, eine alte Eisenacher Kneipe. Ist schon ewig geschlossen.
Die Sonne steht an der Ecke Georgen/Hospital straße in der Nähe vom Schwarzen Brunnen.



Wenn es das "Stieger Volkshaus " war, muß das später geschlossen haben. Ich war 69/70
in der 9. + 10. Kl in der 9.POS und da waren wir noch zum Tanz dort. Woanders war ich in Eisenach nicht zum Tanz.
In Unkeroda hatten wir ja in den beiden kneipen ja den Urlaubertanz. Ab Herbst 70 war ich dann in Erfurt.


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03.08.2013 19:50
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#36
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Zitat von EMW im Beitrag #34

Zitat
Nakamichi Tapedecks DR-2

Das ist natürlich die 747 der Kassettendecks.

Der Plattenspieler war eigentlich gar nicht als Zuspieler, sondern manchmal brachte jemand Platten mit, die neu waren und natürlich von westlich der Elbe. Die wurden kopiert.

Pausen: Du wolltest ja auch mal eine Rauchen.

Muss erst mal los...



Ja, und für Geld gabs alles. Entweder für DM oder eben dementsprechend mehr M. Nur, ich wollte DDR-Technik, wegen der einfacheren Beschaffung von Ersatzteilen. Allerdings habe ich Kombiköpfe von YAMAHA eingebaut, die sind härter und haben dementsprechend länger gehalten.


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03.08.2013 23:01
#37
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Verdammt lang her. Um meinen Namen“ Harra „ alle Ehre zu machen, in diesem Ort war es so gewesen zu meiner Armeezeit, dass man auf Gäste gewartet hat.
Wenn ich in den“ Urlaub“ gefahren bin, was sich damals mein Heimatort nannte, war ich darauf angewiesen bei einen Discobesuch meinen Armeeausweis als Eintrittskarte vorzuweisen. Ansonsten war kein reinkommen möglich. Der Eintrittspreis von 2,10 DDR Mark war akzeptabel. Wenn man bei der Ordnungsgruppe, oder dem Personal von der Gastronomie einen guten Stand hatte(Schmiergeld), war ein reinkommen auch gut möglich, grade bei der Freitagsdisco oder dem Samstagtanz. Wer Zeit hatte, sich von 16:00 Uhr an, anzustellen und zwei Karten verlangte konnte sozusagen 100 % rausschlagen, oder neue Beziehungen schaffen. Ab 20:00 Uhr waren Preise von 10 DDR Mark normal.
Positiv fand ich damals zumindest, dass die Anfangszeit und die Endzeit der Disco relativ normal war, somit konnte man, mit seiner neuen Bekanntschaft wenigstens den Abend „gemütlich“() ausklingen lassen,oder hatte Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.


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