Brandbekämpfung auf dem Vorgelagerten

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01.08.2013 03:03von Batrachos
Frage
Brandbekämpfung auf dem Vorgelagerten

Hallo,
Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor:
Auf dem Vorgelagerten Hoheitsgebiet der DDR bricht ein Brand aus und gerät ausser Kontrolle.
Wie wäre denn die Vorgehensweise gewesen um den Brand schnell zu löschen.
Gab es speziell augebildete AGT? Hätte man die nötige Technik dazu gehabt,das Feuer zu löschen?
Kann mir gut vorstellen das es gerade im unwegsamen Gelände ( Harz) es fast unmöglich gewesen wäre,
mit Feuerwehren an den Ort des Geschehens zu kommen.
Hätte man die Feuerwehr unbürokratisch in den Schutzstreifen bzw aufs Vorgelagerte gelassen?
Denn nicht jeder bei der Feuerwehr hätte die richtige Blutgruppe gehabt,um in den Schutzstreifen bzw aufs
Vorgelagerte zu kommen. Für solche Prüfungen wäre auch wenig Zeit gewesen.
Hätte man die Hilfe Bundesdeutscher Feuerwehren in Anspruch genommen?
Sie wären ja viel schneller am Ort des Geschehens gewesen.
Gab es für solche Situationen einen Notfallplan und wer durfte dies entscheiden?
Hätte man in der kurzen Zeit genügend AGT für die Bewachung der Floriansjünger auf die Beine gestellt? (50-100 Mann)
Hat es solche Situationen mal gegeben das es gebrannt hat im Schutzstreifen oder auf dem Vorgelagerten?
Wenn der Brand auf Bundesdeutscher Seite übergesprungen wäre,hätte man dann Hand in Hand gearbeitet?
Oder hätte jeder sein eigenes Süppchen gekocht.
Wer hätte in so einer Ausnahmesituation die Befehlsgewalt?

Edit: Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen mit einmal.

Mfg Batrachos

01.08.2013 07:24von Pit 59
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Sehr gute Fragen Daniel,sehr gute,ich denke aber die sind nicht so leicht zu Beantworten, auch für mich Interessante Fragen,weil ich ja auch Feuerwehr Erfahrung habe.
Ich habe an der Hessengrenze in dem einen Jahr keinen Brand erlebt,aber die Frage habe ich mir beim Dienst am Schlagbaum schon gestellt,"Müssen Fahrzeuge mit Sondersignal eigentlich Kontrolliert werden" Oder der Leichenwagen der zu einem Grenzdorf fuhr ?
Die Dörfer hatten ja eine eigene Feuerwehr,aber wie waren die am Tag personell besetzt? Die meisten fuhren zum Beispiel nach Eisenach zur Arbeit.
Dann war ja auch die Technik nichts besonderes,meist nur ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger),welcher auch ein Zugfahrzeug brauchte.
Ich will mir gar nicht Vorstellen wenn in unserer Waldreichen Gegend ein Feuer ausgebrochen wäre.
Ich denke aber wir hätten auch keine "Fremde" Hilfe in Anspruch genommen, das wäre "Unser" Feuer gewesen.
Wie, und mit welchen Kräften und Mitteln, wäre Interessant gewesen.

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01.08.2013 08:15von ( gelöscht )
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Wenn man die Breite des vorgelagerten Gebietes und die Vegetationsdichte darauf bedenkt, wird es wohl kaum zu Feuersbrünsten gekommen sein, einen Grasbrand bekommt man schon mit Feuerpatschen in den Griff.
Im Schutzstreifen war dichterer Bewuchs, wenn es da gebrannt hätte wäre es aber auch nicht übergegriffen, K6 war ja immer da.
Wenn drüben der angrenzende Wald gebrannt hätte und etwas Löschwasser wäre in den Osten geweht, dann hätte wohl auch keiner durchs Megaphon gebrüllt "Ich fordere sie auf zu unterlassen das Hoheitsgebiet der DDR mit Wasser zu bespritzen"

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01.08.2013 08:21von Pit 59
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Wenn man die Breite des vorgelagerten Gebietes und die Vegetationsdichte darauf bedenkt, wird es wohl kaum zu Feuersbrünsten gekommen sein, einen Grasbrand bekommt man schon mit Feuerpatschen in den Griff.
Im Schutzstreifen war dichterer Bewuchs, wenn es da gebrannt hätte wäre es aber auch nicht übergegriffen, K6 war ja immer da.


Grenzwolf,schon mal was von Funkenflug bei Wind gehört ? Wo hättest Du so schnell die Feuerpatschen und die Leute dazu hergenommen ?
Schon mal bei einem Waldbrand dabei gewesen ?
Ganz so einfach wäre es mit Sicherheit nicht gewesen

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01.08.2013 08:25von ( gelöscht )
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Wenn man die Breite des vorgelagerten Gebietes und die Vegetationsdichte darauf bedenkt, wird es wohl kaum zu Feuersbrünsten gekommen sein, einen Grasbrand bekommt man schon mit Feuerpatschen in den Griff.
Im Schutzstreifen war dichterer Bewuchs, wenn es da gebrannt hätte wäre es aber auch nicht übergegriffen, K6 war ja immer da.


Grenzwolf,schon mal was von Funkenflug bei Wind gehört ? Wo hättest Du so schnell die Feuerpatschen und die Leute dazu hergenommen ?
Schon mal bei einem Waldbrand dabei gewesen ?
Ganz so einfach wäre es mit Sicherheit nicht gewesen



Hast ja recht, aber hast du auf dem Vorgelagerten so richtigen Wald gesehen?

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01.08.2013 08:48von ( gelöscht )
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Vom Hörensagen eines Postenpaares kann ich nur sagen das ein Brand im Vorgelagerten Gebiet gar nicht so einfach von unserer Seite aus zu bekämpfen war .
Es ereignete sich im Sommer 83 im Werratal im Postengebiet Klein Töpfer folgendes :
Auf Anweisung wurden ab und an ,um BGS und Zoll zu verwirren (nannte sich Tarn und Täuschungshandlung) ,Handleuchtzeichen verschossen .
Diese mussten wohl mal weg wegen Ablaufdatum .So geschah was eigendlich nicht geschehen sollte ,irgendwann trieb ein Handleuchtzeichen ab und verursachte im vorgelagerten einen Grasbrand .Dieser wurde sofort an die Führungsstelle gemeldet .Der meldete den Brand in die Kompanie,die mobilisierte alle Kräfte die Feindwärts bestätigt waren zur Brandbekämpfung an die Brandstelle .
Da wir aber zu diesem Zeitpunkt noch sm70 am Zaun hatten wurde die Brandbekämpfung noch schwieriger .
Es mussten erst das Minenfeld abgeschaltet werden ,dann musste die Sicherheitszeit eingehalten werden wegen dem Reststrom und dann durfte erst das Tor zum vorgelagerten Gebiet geöffnet werden .
Da dieses Tor aber nicht am Brandherd lag mussten die eingeteilten Kräfte ,Unteroffz und Offz ,da Soldaten und Gefreite selten feindwärts bestätigt waren ,zum Brandherd eilen .ZU Fuss und mit Feuerlöschutensilien .
Technisches Gerät zur Brandbekämpfung gab es in unserer Kompanie nicht .Und die Feuerwehrkräfte aus den umliegenden Ortschaften waren nicht Feindwärtsbestätigt .Ein Dilemma .

Aber das Feuer war ja nicht nur von unserer Seite aus bemerkt worden .Nein !
Die schönen Westfeuerwehren standen ja schon da um in Aktion treten zu können falls das Feuer auf das Gebiet der BRD übergreift .
Löschen durfen sie das Feuer auf DDR Gebiet nicht ,denn das wäre ja eine Grenzverletzung gewesen .
Die Feuerwehrleute fragten die am Brandherd eintreffenden Angehörigen der Grenztruppen ob sie denen helfen sollen .Aber soviel man weiss durfte ja keine Antwort gegeben werden weil das ja eine versuchte Kontaktaufnahme gewesen wäre .So mussten die Westler abwarten und zuschauen wie die Einsatzkräfte mit Feuerpatschen die eine Asbestmatte vorn aufgespannt hatten das Feuer bekämpften .

Es handelte sich nur um Grasbrand ,weil im vorgelagerten Gebiet keine Bäume wachsen durften.

Lange rede kurzer Sinn , das Feuer griff nicht auf das Gebiet der BRD über und es wurde gelöscht .

Und wir durften Keine Handleuchtzeichen mehr verschiessen zur Tarn und Täuschungshandlung .
So haben wir das erzählt bekommen von dem Postenpaar was an der Aktion beteiligt war .

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03.08.2013 13:24von Batrachos
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Hallo,
Hab grad noch was interessantes zur Brandbekämpfung und Hilfe
zwischen Ost und West gefunden. Viel Spaß beim lesen.
hier der Link dazu.
http://www.mdr.de/echt/feuer-an-der-inne...-grenze100.html

Mfg Batrachos

03.08.2013 13:33von ( gelöscht )
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Habe Brand direkt an Grenzlinie verfolgt, Feuerwehr aus Fulda bot an, Schlauch auf DDR-Gebiet zu halten, wurde ihnen untersagt, sie wollten ja DDR nicht betreten, nein, es musste extra FW aus Eisenach anrücken, welcher Schwachsinn...., lustig, BGS kannte Interna unseres KC, sie fragten ihn immer: "Knäcke, was macht Deine Grösste, ist sie schon eingeschult...???

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03.08.2013 16:13von ( gelöscht )
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #8
Habe Brand direkt an Grenzlinie verfolgt, Feuerwehr aus Fulda bot an, Schlauch auf DDR-Gebiet zu halten, wurde ihnen untersagt, sie wollten ja DDR nicht betreten, nein, es musste extra FW aus Eisenach anrücken, welcher Schwachsinn...., lustig, BGS kannte Interna unseres KC, sie fragten ihn immer: "Knäcke, was macht Deine Grösste, ist sie schon eingeschult...???


gesetzt den Fall, da wäre ein richtiger Waldbrand ausgebrochen. Sicher hätte die Grenzschneise ein Übergreifen auf das jeweils andere Territorium behindert, aber ein Grasbrand hätte schon ausbrechen können. Wie verhielten sich die Minen bei Feuer ? Explodierten sie reihenweise ?

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03.08.2013 22:02von ( gelöscht )
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #8
lustig, BGS kannte Interna unseres KC, sie fragten ihn immer: "Knäcke, was macht Deine Grösste, ist sie schon eingeschult...???


Ist zwar völlig vom Thema weg, ich muß aber doch mal fragen: Du hast das selber erlebt?
Ist aus meiner Sicht völlig undenkbar!!!!!!

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03.08.2013 23:21von Thunderhorse
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Zitat von Gert im Beitrag #9
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #8
Habe Brand direkt an Grenzlinie verfolgt, Feuerwehr aus Fulda bot an, Schlauch auf DDR-Gebiet zu halten, wurde ihnen untersagt, sie wollten ja DDR nicht betreten, nein, es musste extra FW aus Eisenach anrücken, welcher Schwachsinn...., lustig, BGS kannte Interna unseres KC, sie fragten ihn immer: "Knäcke, was macht Deine Grösste, ist sie schon eingeschult...???


gesetzt den Fall, da wäre ein richtiger Waldbrand ausgebrochen. Sicher hätte die Grenzschneise ein Übergreifen auf das jeweils andere Territorium behindert, aber ein Grasbrand hätte schon ausbrechen können. Wie verhielten sich die Minen bei Feuer ? Explodierten sie reihenweise ?




Es kam vor dass das Feuer durchgegangen ist.

Zu den Minen, Ja es passierte öfters dass bei Brand in der Minensperre die Minen detonierten.

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04.08.2013 11:24von Hansteiner
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Ich kann mich auch an einen Grasbrand erinnern. Südl. des Bhf. Eichenberg waren der BP "Schmiedeköpfe" der US-Armee. Im Sichtbereich der Fhrst. GK Hohengandern ( FB-3 und BT-11 ) " Haus Koch ". Der Brand ging von den dort aufgestellten Wohncontainern aus.
Zum löschen war glaube ich die Wehren aus Eichenberg und Witzenhausen angerückt, die das Feuer auch schnell im Griff hatten!
Der Einsatz von Kräften von uns wäre problematisch gewesen, denn ich kann mich in unseren Abschnitten an KEINE Gasse im GZ1 erinnern!
Auch nach der Installation der SM- 70 nicht. Wenn doch, dann muß es nach meiner Zeit geschehen sein.
Vielleicht kann einer dazu was sagen ?

Gruß H.

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04.08.2013 21:10von Thunderhorse
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #12
Ich kann mich auch an einen Grasbrand erinnern. Südl. des Bhf. Eichenberg waren der BP "Schmiedeköpfe" der US-Armee. Im Sichtbereich der Fhrst. GK Hohengandern ( FB-3 und BT-11 ) " Haus Koch ". Der Brand ging von den dort aufgestellten Wohncontainern aus.
Zum löschen war glaube ich die Wehren aus Eichenberg und Witzenhausen angerückt, die das Feuer auch schnell im Griff hatten!
Der Einsatz von Kräften von uns wäre problematisch gewesen, denn ich kann mich in unseren Abschnitten an KEINE Gasse im GZ1 erinnern!
Auch nach der Installation der SM- 70 nicht. Wenn doch, dann muß es nach meiner Zeit geschehen sein.
Vielleicht kann einer dazu was sagen ?

Gruß H.


In welchem Jahr, ungefähr?

04.08.2013 23:54von exDieter1945
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Passend zum Thema, ein Ausschnitt aus meinem Super-8-Film "Die hässliche Grenze".
Bei Minen-Sprengungen bei Zweedorf entzündete sich in den 70er Jahren das trockene Gras im Minenfeld und im "Vorgelagerten.

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05.08.2013 00:02von Schlutup
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Danke @exDieter1945, diesen Film habe ich 2 Tage gesucht

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