Unfug im Dienst an der Grenze :-)

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30.06.2009 11:33
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#1
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Ich finde es ganz schön, auch von den lustigen Dingen im Dienst zu berichten, wie z.B. hier:
https://www.forum-ddr-grenze.de/t992f50-P...Soldaten-1.html
Auch ich kann mich noch an so manchen Unfug erinnern, der zwar teilweise gefährlich und verboten war, aber den stupiden Dienst und die depressive Grundstimmung glättete.
So kann ich mich an eine Art der "Völkerverständigung" erinnern, wobei wir, ein GZD-Beamter und ich, uns gegenseitig unsere Ausrüstung zeigten. Er begann, vermutlich aus Langeweile, damit, seine Waffe, seine Brotbüchse und die Thermosflasche auf die Gleise zu legen. Dann beobachtete er uns. Wir legten darauf hin unsere Waffen, auf das Geländer der Kontrollbrücke der GÜST. Ebenfalls stellten wir unsere Standard-Alu-Brotbüchse und die Thermosflaschen darauf. Nun beobachteten wir uns minutenlang durchs Fernglas.
In diesem Zusammenhang würde ich mich riesig freuen, von jenem Beamten einmal etwas zu erfahren. Er machte seinen Dienst, wenn ich mich richtig erinnere, für das Zollamt Goslar im Jahr 1986.
So, was habt ihr so alles für Unsinn gemacht?


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30.06.2009 11:45
avatar  TOMMI
#2
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Naja, so ein bisschen Blödsinn haben wir auch gemacht.
So zum Beispiel Spielereien mit dem PSG (Posten-Signalgerät, eine
Art Selbstschussanlage für Platzpatronen oder Leuchtgeschosse).
Mit den Leuchtgeschossen ein bisschen Silvester gespielt oder
die Geräte, die mit Platzpatronen geladen waren haben wir genutzt,
um mit Tannenzapfen, Ästen, Dreck, Moos oder ähnlichen Sachen zu
schießen. Diese Sachen wurden dann ordnungsgemäß bei der Führungsstelle
als Wartung oder Probeauslösung angemeldet.

Ein andermal wurde vom LO aus dem gegenüberstehenden VW-Bus des BGS
das entrollte Bandmaß gezeigt, was von dort mit Einschalten des
Blaulichts und einem kurzen "Tatü-Tata" quittiert wurde.


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30.06.2009 12:03
avatar  sentry
#3
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- Maßbandausrollen von einer Brücke über die Autobahn-GÜSt, als unten ein Bus GI's durchfuhr (betretenes Weggucken im Bus)
- nachts mit dem Scheinwerfer den Dämmerungsschalter auf der Eisenbahn-GÜSt angeleuchtet - GÜSt für ein paar ewig lange Sekunden zappenduster
- britische Soldaten, die an der Eisenbahn-GÜSt ihre Sterlin-MPi aus dem Zugfenster auf unsere Beschauerbrücke anlegten mit einer chromglänzenden Gammakanone (rausgeschraubter Thermöseneinsatz) "in die Flucht geschlagen"

Ich hör' 'mal auf. Je länger ich nachdenke, desto mehr kommt mir in den Sinn...viel mehr


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30.06.2009 14:42
avatar  Pitti53
#4
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mach nur weiter sentry.interessant was bei uns in marienborn so abging


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30.06.2009 15:07
avatar  sentry
#5
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Na ja, da müsste man den Unfug erstmal kategorisieren (Echter Unfug, Zeitvertreib, Diensterleichterungen, Blauäugigkeiten, Rituale, "Operatives Zusammenwirken" oä.).
Man kann davon ausgehen, dass mir zu jeder Kategorie 'was einfallen würde...nicht immer war dabei die Grenzsicherheit gewährleistet...


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01.07.2009 09:40
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#6
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Das liest sich aber schön - einfach weiter machen...


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01.07.2009 15:44
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#7
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ein ek hatte als uvd ins wachbuch unter "besondere vorkommnisse"
folgendes geschrieben, (z.b.)14.25uhr habe keine lust,
16.51uhr habe immer noch keine lust. seine ablöse, kein ek,
schrieb dann rein, 19.24uhr auch ich habe keine lust.
dann hat natürlich der baum gebrannt...


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01.07.2009 18:24
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#8
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Hallo,
wir haben nachts eine weiße Leuchtkugel in einen Indikationsteich (kleiner Teich, zur Prüfung ob irgendwelchwe Chemikalien das Bach-Wasser, das aus der damaligen BRD zu uns rüber floss, verunreinigt hatten) geschossen. Es sah sehr gut aus, wie der Teich von innen her zu leuchten begann. Am nächsten Tag war es nicht mehr lustig, da einige Fische verendet waren. Die Wasserproben ergaben zum Glück nichts.


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02.07.2009 07:17
avatar  S51
#9
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S51

Mai 1984, Abschnitt Schierke, GP 9xx (dreieckiger Pfahl). Meldung 13/81, Dokumentierer X(damals ganz neu, nicht ich): Die Briten haben eine Birke geklaut. Einfach abgesägt! Antwort PF: Wo ist sie jetzt? Dokumentierer: Am dritten Landrover hinten drangebunden (wo bei den anderen sonst die Antenne ist). PF: Alles schön dokumentieren, Meldung machen. Anwort KGSi: Schön. Dokumentierer: Und jetzt? KGSi: Ist egal, hätten wir sowieso abgesägt.


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03.07.2009 21:07
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#10
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Zitat von sentry
- Maßbandausrollen von einer Brücke über die Autobahn-GÜSt, als unten ein Bus GI's durchfuhr (betretenes Weggucken im Bus)
- nachts mit dem Scheinwerfer den Dämmerungsschalter auf der Eisenbahn-GÜSt angeleuchtet - GÜSt für ein paar ewig lange Sekunden zappenduster
- britische Soldaten, die an der Eisenbahn-GÜSt ihre Sterlin-MPi aus dem Zugfenster auf unsere Beschauerbrücke anlegten mit einer chromglänzenden Gammakanone (rausgeschraubter Thermöseneinsatz) "in die Flucht geschlagen"

Ich hör' 'mal auf. Je länger ich nachdenke, desto mehr kommt mir in den Sinn...viel mehr


Der mit der "Gammakanone" ist wirklich klasse- noch besser als unsere Brotbüchsen-Kamera.
Der Scheinwerfer war ein sehr beliebtes Spielzeug. Sehr gut wenn sich eine Kontrollstreife anschleichen wollte. Sobald wir "verdächtige Bewegung" bemerkt haben, ist einer aufgestanden und ganz unauffällig zum Scheinwerfer. Dann im ausgeschalteten Zustand grob ausgerichtet und "Schalter an!" - Volltreffer und "U-Boot versenkt" (U-Boot=Unterleutnant). Dann ganz unschuldig an die FüSt gemeldet, dass Kontrollstreife im Postenbereich XY unterwegs ist. Der Genosse hat sicher eine Weile gebraucht um ich wieder an die Dunkelheit zu gewöhnen.


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03.07.2009 23:31
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#11
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hallo ihr keimegrante hier habe damals in ellrich meinen stellvertre. kc auflaufen lassen.er kahm mit trabbi kübel auf kontrollfahrt schaltet sein licht aus vom trabbi.da es ja so war grenzverletzer nach zu ahmenhabe ich ihn aufgelascht.granate war ja fiffig hat den pes draht an der mülltonne fest angebracht sodass er mit seinem aufklärungstrabbi drinnen hängen geblieben ist-ich dannes war ihm eine leere das man das nicht thun sollte.


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28.08.2009 14:06
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#12
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Hi,

wir haben mal aus Jux einen Amiheli -AH1- in einer Nachtschicht mit Standscheinwerfer angeleuchtet, der sich gerade in einer Standschwebe an der Abschnittsgrenze Vacha/Vitzeroda (Tor1?)befand und haben uns dann in die Büsche geschmissen, total bekloppt...wenn man drüber nachdenkt.
Ich war jung, sorry.

MfG


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01.10.2009 00:07
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#13
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Hi,

wir hatten bei uns im Abschnitt einen kleinen Bachlauf. Dort wurden immer kleine geschnitzte Wassermühlen gebaut. Einer hat dann mal ein paar kleine Hämmer an die Mühlen gebastelt. Das Klappern war schon vom weiten zu hören...

Gruß


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01.10.2009 00:46
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#14
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Auch wir hatten viel Blödsinn im Kopf.Eine Sache war-Neben der Güst Bergen/Salzwedel,es war unser letzter Postenpunkt an der Dumme,kam eigentlich täglich ein Bulli vom BGS oder GZD.Wenn es dunkel wurde haben wir denen immer mit der Taschenlampe Rot gegeben.Sie antworteten ebenfalls mit Rot über ihre Bremslichter am Bulli und machten ihr Blaulicht an.Dann antworteten wir mit Weißlicht.

Oder bevor es raus an den Kanten ging,es war schon dunkel und wir saßen auf dem ELLO,hat bei Abfahrt vor der Kompanie der Polit aus allen Taschenlampen rot gesehen und es wurde mit den Knarren Abgang geklopft.
Nach dem Grenzdienst mußten wir dann oft zu Fuß in die Kompanie zurück maschieren.Aber das war es uns wert.Ihr könnt glauben,wir sind öfters gelaufen....


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01.10.2009 01:22
#15
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Ja das Abgangsklopfen kenne ich auch noch,vor allen gegen den Heizkörper.War im ganzen Bau zu hören,da hat so mancher Tagedrücken bekommen.Aber wie sagt man--es war ganz Normal.


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