Grenzsicheung CSSR zur BRD

18.07.2013 22:37
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#1
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Eher wenig Kenntnis habe ich zu den Grenzsicherungsanlagen zwischen der ehemaligen CSSR ( Böhmen ) und der BRD.
Ich vermute, der Aufbau der Grenzsicherung war ähnlich sicher und aufwändig wie an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Hat es da in früheren Zeiten auch Austausch bzw. Informationsfluss gegeben?
Vereinzelt hat es ja auch Versuche von DDR- Bürgern gegeben, über diese gesicherte Grenze in die Bundesrepublik zu kommen.

Gab es an dieser Grenze auch Hundelaufanlagen?

Im Bereich des sogenannten Dreiländerecks bei

- Regnitzlosa ( Landkreis Hof )
- Eichigt ( Vogtlandkreis ) und
- Tschechisches Gebiet ( Böhmen )

dürfte es ja auch zu Begegnungen Grenztruppen der CSSR, der DDR und dem Bundesgrenzschutz gekommen sein.

Gibt es heute eigentlich Freundschaften zwischen Grenzern aus Ost und West, die sich früher bewaffnet als " Gegner " gegenüber standen?


Gruss der Wossi


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18.07.2013 22:44
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#2
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Zitat von Wossi EK 83 1 im Beitrag #1
Eher wenig Kenntnis habe ich zu den Grenzsicherungsanlagen zwischen der ehemaligen CSSR ( Böhmen ) und der BRD.
Ich vermute, der Aufbau der Grenzsicherung war ähnlich sicher und aufwändig wie an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Hat es da in früheren Zeiten auch Austausch bzw. Informationsfluss gegeben?
Vereinzelt hat es ja auch Versuche von DDR- Bürgern gegeben, über diese gesicherte Grenze in die Bundesrepublik zu kommen.

Gab es an dieser Grenze auch Hundelaufanlagen?

Im Bereich des sogenannten Dreiländerecks bei

- Regnitzlosa ( Landkreis Hof )
- Eichigt ( Vogtlandkreis ) und
- Tschechisches Gebiet ( Böhmen )

dürfte es ja auch zu Begegnungen Grenztruppen der CSSR, der DDR und dem Bundesgrenzschutz gekommen sein.

Gibt es heute eigentlich Freundschaften zwischen Grenzern aus Ost und West, die sich früher bewaffnet als " Gegner " gegenüber standen?


Gruss der Wossi


Na wenn du so geringe Kenntnisse hast - dann versuch es doch mal im Internet. Selbst in diesem Forum gibt es eine Suchmaschine.


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18.07.2013 23:04
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#3
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also ich habe da etwas Erfahrung. Die Grenzabfertigung in Waidhaus/Rozvadov ( diesen Grenzübergang zwischen Bayern und Böhmen benutzte ich überwiegend) war in den 70ern ähnlich unangenehm wie an der DDR Grenze. Es gab kaum eine Unterschied bei der willkürlichen Behandlung zwischen PKE und CSSR Grenztruppen. Habe mal um Mitternacht am Schlagbaum in Rozvadov bei 13 Grad minus 1 1/2 Stunden warten müssen, obwohl nix los war. Wahrscheinlich haben die Grenzbeamten Eishockey im TV geschaut. Das Markenzeichen kommunistischer Diktaturen, den obligatorischen Stacheldrahtzaun, habe ich auch in diesen Höhen des Böhmerwaldes gesehen ( ca 600 m hoch ). Auch existierte offenbar eine 5 km Sperrzone, wie ich bei der Ausreise feststellen konnte mit entsprechender Kontrolle, ob man überhaupt berechtigt ist, in diese Grenzzone hineinzufahren.
Etwas entspannter war der Grenzübergang Mikulov/Drasenhofen an der österreichischen/tschechischen Grenze auf der österreichischen Bundesstrasse 7 von Wien kommend, den ich gelegentlich auch benutzte. Der lag mitten in Weinbergen, was vielleicht zu einer entspannteren Athmosphäre beitrug


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18.07.2013 23:14
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#4
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Übrigens haben wir im Forum einen tschechischen Grenzer (Pohranicnik)

Ich glaube da hapert es mit dem deutsch, unter Mitglieder ist er, und hat eine Homepage


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19.07.2013 07:51
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#5
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94

Zitat von turtle im Beitrag #4
..., und hat eine Homepage

Seit über einem Jahr nun hier ... pohranicnik.blogspot.com
Und hier übergesetzt ... http://translate.google.com/translate?u=...om/&sl=cs&tl=de

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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19.07.2013 08:37
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#6
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Hallo Wossi,

Hier steht schon sehr viel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzbefest...im_Kalten_Krieg

Ein Unterschied war zum Beispiel der Starkstromzaun...

Viele Grüße, Kurt


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19.07.2013 15:32
#7
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"Mobility, Vigilance, Justice"

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19.07.2013 16:12
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#8
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Die Grenze BRD-CSSR war vielerorts, auf den ersten Blick, eine Gruene Grenze. Vorallem im Sommer, bei Wildwuchs . Zusehen gabs mancherorts im Winter umso mehr. Mit. Fernglas. In Bayrisch Eisenstein gabs immer etwas zusehen. Auch bei Eschlkam isw. Im Sommer wurden hauefig Wanderer die sich auf CSSR Gebiet verirrt hatten verhaftet, danach ueber den naechsten Grenzuebergang wieder abgeschoben. Die Tschechen waren angeblich kulant bei solchen Sachen, es gab eine Absprache zwischen Bayern und der CSSR fuer solche Faelle. Die Tschechen wollten keinen Aerger, wegen so etwas. Daher wurden die Leute schnell wieder in die BRD abgeschoben. In der 80er Jahren auf jeden Fall.


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19.07.2013 18:51 (zuletzt bearbeitet: 19.07.2013 18:51)
#9
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #8
Die Grenze BRD-CSSR war vielerorts, auf den ersten Blick, eine Gruene Grenze. Vorallem im Sommer, bei Wildwuchs . Zusehen gabs mancherorts im Winter umso mehr. Mit. Fernglas. In Bayrisch Eisenstein gabs immer etwas zusehen. Auch bei Eschlkam isw. Im Sommer wurden hauefig Wanderer die sich auf CSSR Gebiet verirrt hatten verhaftet, danach ueber den naechsten Grenzuebergang wieder abgeschoben. Die Tschechen waren angeblich kulant bei solchen Sachen, es gab eine Absprache zwischen Bayern und der CSSR fuer solche Faelle. Die Tschechen wollten keinen Aerger, wegen so etwas. Daher wurden die Leute schnell wieder in die BRD abgeschoben. In der 80er Jahren auf jeden Fall.



Ale Bereiche außerhalb von Grenzübergängen werden als Grüne Grenze benannt.
Für Absprachen/Verhandlungen mit der Regierung der CSSR war grundsätzlich die Bundesregierung zuständig.
Grob dargestellt:
Der Grenzbeauftragte (gabs ab 1970 für die Grenze zur CSSR) der Bayerischen GrePo nahm unter anderem für gewisse Bereiche diese Funktion wahr.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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19.07.2013 21:07
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#10
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Als ich 15 oder 16 war bin ich mit den Eltern an der bayrischen - CSSR Grenze entlang wandern gegangen. Die Grenze verlief mitten durch den Wald und war nur durch einen einfachen Drahtzaun markiert. CSSR Grenzschuetzer sah man keine. Aber die Einheimischen haben uns gewarnt das die Grenze sehr gut bewacht wird und das sich CSSR Grenzer gut getarnt im Unterholz verstecken und sofort jeden festnehmen der dies Grenze auch nur minimal ueberschreitet.


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19.07.2013 21:44
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#11
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An der Grenze entlanggehen, das konnte ich nicht. Allerdings habe ich Sumava (Böhmerwald) 1983, 1985 und 1988 zum Skilanglauf besucht. Wir wohnten in Kvilda und konnten, parallel zum Grenzverlauf die Loipe bis Modrava nutzen. Die Grenze zur BRD blieb dabei immer 4000 Meter Luftlinie von uns entfernt.
Die Grenzsoldaten fuhren mit Schneemobilen hinaus und hatten immer ein Auge auf uns. Weit wäre man nicht gekommen..., auch nicht auf den "Germinas". Es kam mir aber auch nie in den Sinn.

Gruß,

Kurt


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20.07.2013 00:46
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#12
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Zitat von Kurt im Beitrag #11
An der Grenze entlanggehen, das konnte ich nicht. Allerdings habe ich Sumava (Böhmerwald) 1983, 1985 und 1988 zum Skilanglauf besucht. Wir wohnten in Kvilda und konnten, parallel zum Grenzverlauf die Loipe bis Modrava nutzen. Die Grenze zur BRD blieb dabei immer 4000 Meter Luftlinie von uns entfernt.
Die Grenzsoldaten fuhren mit Schneemobilen hinaus und hatten immer ein Auge auf uns. Weit wäre man nicht gekommen..., auch nicht auf den "Germinas". Es kam mir aber auch nie in den Sinn.

Gruß,

Kurt



Manche DDR Leute waren zb. in Babylon urlaub. Da war ein Badesee mit Campingplatz und Holzhuetten. Danach war gleich Grenzgebiet zu Uebergang Folmava - Furth im Walde. Da waren im Sommer einige DDR Autos zu sehen. Manche wollten auch Fluchtmoeglichkeiten abklaeren.So wie auch in Sopron, nahe Oesterreichische Grenze. Fuer manche waren zb. Urlaube in Jugosslawien, und Fluege nach Kuba, mit. Zwischenstopp in Gandet -Kanada, legale Fluchtmoeglichkeiten. CSSR war nicht unmoeglich, aber schwer zum Ahauen


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07.10.2017 16:06
#13
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Moin,
wenn man diesen Filmbericht so sieht, könnte man fast Denken, das die Grenzsicherung eine lustige Sache war.


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