Vorstellung Wossi EK 83 1

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16.07.2013 11:41
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#1
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Genossen Soldaten, Unteroffiziere, Fähnriche und Offiziere!

Mario, geboren 1961 kurz vor dem Mauerbau auf der schönen Ostseeinsel Rügen, möchte sich kurz vorstellen.


Nach 10 Jahren Schulausbildung ( POS ) und anschliessender Forstlehre, leistete ich meinen freiwilligen Dienst in den Reihen der NVA von 05/1980 bis 04/1983. Die ersten 6 Monate war ich an der früheren Unteroffiziersschule " Kurt Bennewitz " der Landstreitkräfte in Delitzsch. Danach folgten 2 1/2 Jahre Truppendienst als Truppführer Feldkabelbau im Panzerregiment " Arthur Becker " Goldberg ( Nachrichtenkompanie ).

Mit der gesicherten Staatsgrenze der DDR kam ich erst nach meiner Militärzeit in Berührung, von 1983-1986 absolvierte ich erfolgreich ein Forstdirektstudium an der früheren Ingenieurschule für Forstwirtschaft Schwarzburg.
Als junger Forstingenieur kam ich dann in den StFB ( Staatl. Forstwirtschaftsbetrieb ) Bad Salzungen, genau in die Oberförstereien Dermbach bzw. Vacha.
Zuerst erhielt ich den roten Passierschein für das erweiterte Grenzgebiet, im Regelfall fuhr ich mit meinem Dienstmoped S 50 über den Kontrollpunkt Dorndorf in Richtung Sünna, Buttlar, Vacha...


Später erhielt ich dann sogar den grünen Passierschein, er berechtigte mich zum Eintritt in den eigentlichen Grenzbereich. Dort sollten dann volkswirtschaftlich dringende Arbeiten ( Land- und Forstwirtschaft ) erfüllt werden.
Mit ausgewählten Waldarbeitern und Forstrückeschlepper wurde ich immer durch das gleiche Tor in den sogenannten Todesstreifen gelassen, dieses Tor befand sich nach meiner Erinnerung zwischen Sünna und Buttlar.
Beide Passierscheine sind noch in meinem Besitz, der grüne Passierschein war noch gültig, als es die DDR schon nicht mehr gab.

Ich persönlich war mehrfach am Metallgitterstreckzaun, erinnere mich auch an ein metallenes Wehr ( in der Ulster ) zur Abwehr von Flüchtlingen.

Eigentlich bin ich quer durch die DDR bzw. BRD gewandert ( Dranske und Sassnitz auf Rügen, Neubrandenburg, Klueß bei Güstrow, Goldberg, Schwarzburg, Bad Salzungen...).

Seit fast 24 Jahren lebe, arbeite und jage ich nun im Schwabenländle ( Nordschwarzwald ), freue mich auf interessante Kontakte und ehrlich- sachlichen Austausch hier im Forum.

Demnächst mehr vom WOSSI EK 83 1

P.S. Während meiner aktiven Dienstzeit wurde ich mal mit einem Brief an die Eltern ausgezeichnet, diesen originalen Brief habe ich auch noch in meinem Besitz.


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16.07.2013 11:50
#2
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Stillgestanden, die Augen links...
Hallo Wossi Ek 83 1, Herzlich Willkommen und lies Dich ein.

Weggetreten..

Gruß silberfuchs60


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16.07.2013 13:59
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#3
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Herzliches Willkommen und "Rührn ". Da hast Du ja gewissen Einblick in Grenzabläufe erhalten und kennst auch die Gegebenheiten.
Ich selbst wurde auch bei Absicherung von Land-und Forstarbeiten eingesetzt. Habe mit dem damaligen Förster etliche Gespräche geführt.
Fachlich war er gut drauf ,schade,daß er als gebürtiger Schlesier nicht in die norddeutsche Landschaft passte. Ich glaube ,der hatte richtig Heimweh .

MfG Fritze


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16.07.2013 19:09
avatar  Lutze
#4
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ein Förster im Todesstreifen,
ich freue mich auf deine Beiträge,
ein herzliches Hallo
gruß Lutze


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16.07.2013 19:18
#5
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@Lutze,
nicht gleich "Todesstreifen".
Er war an der "grünen Grenze" wegen des Holzeinschlages.

Herzlich willkommen auch von mir, stell den ehem. Grenzern ruhig deine Fragen.
Auch bin ich auf deine Erlebnisse mit den Grenzern gespannt.

Gruß Andreas


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16.07.2013 19:24
avatar  Lutze
#6
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #5
@Lutze,
nicht gleich "Todesstreifen".
Er war an der "grünen Grenze" wegen des Holzeinschlages.

Herzlich willkommen auch von mir, stell den ehem. Grenzern ruhig deine Fragen.
Auch bin ich auf deine Erlebnisse mit den Grenzern gespannt.

Gruß Andreas

unser neues Mitglied nennt ihn so,
aber lassen wir ihn erst hier im Forum einlesen
Lutze


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16.07.2013 20:09
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#7
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Einen Foerster haben wir schon immer gesucht !
Herzlich willkommen


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16.07.2013 20:15
avatar  Mike59
#8
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Zitat von Wossi EK 83 1 im Beitrag #1
...
...
Zuerst erhielt ich den roten Passierschein für das erweiterte Grenzgebiet, im Regelfall fuhr ich mit meinem Dienstmoped S 50 über den Kontrollpunkt Dorndorf in Richtung Sünna, Buttlar, Vacha...


Später erhielt ich dann sogar den grünen Passierschein, er berechtigte mich zum Eintritt in den eigentlichen Grenzbereich. Dort sollten dann volkswirtschaftlich dringende Arbeiten ( Land- und Forstwirtschaft ) erfüllt werden.
Mit ausgewählten Waldarbeitern und Forstrückeschlepper wurde ich immer durch das gleiche Tor in den sogenannten Todesstreifen gelassen, dieses Tor befand sich nach meiner Erinnerung zwischen Sünna und Buttlar.
...
....



Hört sich an wie der "Lindig" zwischen Pferdsdorf und Wenigentaft. Warst du auch im Bereich Oberzella?

Willkommen im Forum.


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16.07.2013 22:44
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#9
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Heute möchte ich ein Thema anschneiden, welches mich wirkich bewegt.
1980 war ich für 6 Monate an der Unteroffiziersschule " Kurt Bennewitz ", Fachrichtung V Nachrichten in Delitzsch.
Nach meinem Wissen war Kurt Bennewitz ein Antifaschist/ Kommunist aus der Eilenburger Arbeiterbewegung. Für seine Überzeugung saß er längere Zeit im Zuchthaus, wurde 1945 bei Kamphfandlungen erschossen.

Die noch heute existierende Unteroffiziersschule des Heeres trägt seit 1992 den Namen "Feldwebel Erich Boldt ". Er verstarb am 16.11.1961auf dem Truppenübungsplatz Putlos. Mit seinem eigenen Körper fing er die Explosionskraft einer in den Graben zurück rollenden Handgranate auf und rettete wohl so 2 Untergebenen der Bundeswehr das Leben.

Der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß sprach von " vorbildlicher Pflichterfüllung ", ähnliche Formulierungen wurden ja auch in allen bewaffneten Organen der DDR verwendet.

Beide Männer gaben ihr Leben, nur eben für unterschiedliche Ideale bzw. in unterschiedlichen Situationen.

Welches Leben, welches Blut hat einen " höheren " Wert?
Die Verleihung des neuen Namens erfolgte im November 1992 in Anwesenheit der Witwe und des Sohnes Boldt.

Wie würden Angehörige von Kurt Bennewitz diese Umbennnung auffassen???


Wossi EK 83 1


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16.07.2013 23:37
avatar  Hans55
#10
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Hier sind wohl nach der Wende einige Namen geändert worden! http://de.wikipedia.org/wiki/Kyffh%C3%A4user-Kaserne


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17.07.2013 05:51 (zuletzt bearbeitet: 17.07.2013 11:03)
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#11
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Willkommen hier im Forum, da biste ja auf deiner Wanderung auch bei mir vorbeigekommen.

P.S. Du hast die Genossen Generäle vergessen, oder den Genossen General.


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17.07.2013 10:56
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#12
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Willkommen in unserer Runde,

@Wossi EK 83 1........
Hier schreiben nicht nur ehemalige "Genossen Soldaten, Unteroffiziere, Fähnriche und Offiziere" sondern auch zivile Zeitzeugen des Kalten Krieges...

Ich übrigens 1979/80 in der Grenzkompanie Vacha - und Fortarbeiten im Schutzstreifen durfte ich auch mal absichern (Sommer 79 in der Hohen Rhön, Nähe Kaltenwestheim)

Gruss Hartmut


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17.07.2013 20:37
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#13
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Hallo Wossi,

ich freu mich über Jeden, der hier das Korps der 8. MSD würdig, souverän und heldenhaft vertritt.

Weichmolch


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17.07.2013 20:49
#14
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jobnomade, ich muß dich mal loben.
Wollte mich auch schon beschweren,, es gab in der DDR auch viele Bürger die keine Genossen waren.


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22.07.2013 16:46
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#15
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( gelöscht )

Stimmt, die waren dann Genossinnen.


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