Wachposten, Waffeneinsatz, absolute oder relative Frage?

16.07.2013 11:00
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Hallo,
ich finde es falsch daß über die Schußwaffeneinsatzvorschriften der DDR-Organe oft ( Mauermuseum ) absolut und ohne
Betrachtung der Gesamtumstände geurteilt wird.

Ein Beispiel wesentlich brutaler Schußwaffeneinsatzvorschriften gab es auf dem Bundesgebiet für einige Militärflugplätze.

In der Nähe von Atomwaffen waren gelbe Bodenmarkierungen bei deren Überschreitung das US-Wachpersonal die Befehlslage
hatte sofort tödlich zu schiessen, OHNE Warnruf oder Warnschuß!

Also ähnlich der "Postenpflicht" in deutschen Konzentrationslagern....

Ich denke davon war das DDR-Grenzregime weit entfernt.


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2013 11:28
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Zitat von SET800 im Beitrag #1
Hallo,
ich finde es falsch daß über die Schußwaffeneinsatzvorschriften der DDR-Organe oft ( Mauermuseum ) absolut und ohne
Betrachtung der Gesamtumstände geurteilt wird.

Ein Beispiel wesentlich brutaler Schußwaffeneinsatzvorschriften gab es auf dem Bundesgebiet für einige Militärflugplätze.

In der Nähe von Atomwaffen waren gelbe Bodenmarkierungen bei deren Überschreitung das US-Wachpersonal die Befehlslage
hatte sofort tödlich zu schiessen, OHNE Warnruf oder Warnschuß!

Also ähnlich der "Postenpflicht" in deutschen Konzentrationslagern....

Ich denke davon war das DDR-Grenzregime weit entfernt.



Hallo SET800.

rot markiert: Das hast Du völlig richtig erkannt.
100 % Zustimmung meinerseits.

Gruss Hartmut


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2013 11:39
avatar  matloh
#3
avatar

Wieviele Tote gab es durch Schusswaffeneinsatz bei derartigen Atomanlagen in der BRD?

cheers matloh


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2013 12:20
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Zitat von matloh im Beitrag #3
Wieviele Tote gab es durch Schusswaffeneinsatz bei derartigen Atomanlagen in der BRD?
cheers matloh


Ich vewrmute keine weil keiner so blöd oder naiv war es auszuprobieren ob und in welchem Umfang die Wachen es auch
ernst meinen!


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2013 13:26
#5
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #1


In der Nähe von Atomwaffen waren gelbe Bodenmarkierungen bei deren Überschreitung das US-Wachpersonal die Befehlslage
hatte sofort tödlich zu schiessen, OHNE Warnruf oder Warnschuß!



Quelle? Belege? DDR Propaganda? Märchenstunde?
Theo


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2013 14:41
#6
avatar

Hallo,

mein Standort lag in Fußnähe zu dem US-Standort, wo die 96 Cruise Missiles stationiert waren, sowie Pershing II und Flieger-A-Bomben.

Von einer Schußwaffengebrauchsbestimmung derart, wie oben beschrieben, war uns nichts bekannt, weder offiziell (Wachausbildung) noch inoffiziell, noch durch Latrinenparolen.
Abgesehen von dem, was durch die Friedensbewegung bekannt wurde, war dieser US-Standort ein weißer Fleck auf unserer Karte.

Selbst gesehen habe ich Gänse, die auf einem mehrere Meter breiten Grasstreifen hinter der Außenmauer "Streife liefen".

Grüße aus Hessen


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2013 15:29
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Ein Unterschied ist auch, die einen wollten rein und die anderen wollten raus.
Das ein Soldat zu verhindern hat das einer rein kommt ist klar.
Zu verhindern das einer raus kommt ist eine sonderbare Aufgabe für einen Soldaten.
Mit einem Berliner aus meiner Stube lehnte ich mal auf der Turmfensterbrüstung, wir schauten so runter und er meinte: "Du, ick wees nich, wenn det der antifaschistische Schutzwall is, dann sitzen ja eijendlich die Faschisten uff der falschen Seite"


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2013 09:07
avatar  94
#8
avatar
94

Ahja, 'sofort Tödlich', sozusagend waidgerecht? Mann, Mann, Mann ...
Aber wie die 'Probleme' sich ähneln, auch so ein Atomwaffenbewacher schläft nicht, er ruht nur ...

spiegel.de/politik/ausland/usa-soldaten-schliefen-bei-bewachung-von-atombomben-codes-ein-a-567943.html
spiegel.de/politik/ausland/minot-air-force-base-us-militaer-suspendiert-atomwaffen-aufseher-a-898947.html

Achso, soweit ich weiß, trennen die 'dicken gelben Striche' auf das Vorfeld vom Rollfeld.
Und auf's Rollfeld zu Fuß ... na Soeiner gehört eigentlich erschossen, odär?


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2013 13:30
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Zitat von 94 im Beitrag #8
Ahja, 'sofort Tödlich', sozusagend waidgerecht? Mann, Mann, Mann ...
Aber wie die 'Probleme' sich ähneln, auch so ein Atomwaffenbewacher schläft nicht, er ruht nur ...

spiegel.de/politik/ausland/usa-soldaten-schliefen-bei-bewachung-von-atombomben-codes-ein-a-567943.html
spiegel.de/politik/ausland/minot-air-force-base-us-militaer-suspendiert-atomwaffen-aufseher-a-898947.html

Achso, soweit ich weiß, trennen die 'dicken gelben Striche' auf das Vorfeld vom Rollfeld.
Und auf's Rollfeld zu Fuß ... na Soeiner gehört eigentlich erschossen, odär?



UNBEDINGT !!!


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2013 14:14
avatar  Alfred
#10
avatar

Dies dürften wohl wichtige Grundlagen gewesen sein :


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2013 14:16
avatar  Alfred
#11
avatar

Rückseite:


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2013 17:27
#12
avatar

Hallo,

@ Alfred, danke, aber das UZwGBw war (und ist) nur für die BW maßgeblich, so auch für mich damals an meinem Standort, somit ein wenig o.T.

Interessant wäre das für in der BRD stationierte US-Truppen gültige Pendant.

Grüße aus Hessen


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2013 20:48
avatar  Alfred
#13
avatar

Vielleicht können dies unsere Freunde beschaffen.


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2013 00:52
avatar  ABV
#14
avatar
ABV

Zitat von SET800 im Beitrag #1
Hallo,
ich finde es falsch daß über die Schußwaffeneinsatzvorschriften der DDR-Organe oft ( Mauermuseum ) absolut und ohne
Betrachtung der Gesamtumstände geurteilt wird.

Ein Beispiel wesentlich brutaler Schußwaffeneinsatzvorschriften gab es auf dem Bundesgebiet für einige Militärflugplätze.

In der Nähe von Atomwaffen waren gelbe Bodenmarkierungen bei deren Überschreitung das US-Wachpersonal die Befehlslage
hatte sofort tödlich zu schiessen, OHNE Warnruf oder Warnschuß!

Also ähnlich der "Postenpflicht" in deutschen Konzentrationslagern....

Ich denke davon war das DDR-Grenzregime weit entfernt.


Warum in aller Welt, sollten denn die Posten "tödlich schießen", sprich den Eindringlich unbedingt erschießen? Klingt gelinde gesagt, verdammt unlogisch.


Gruß Uwe


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2013 08:18
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Zitat von Damals87 im Beitrag #12
Hallo,

@ Alfred, danke, aber das UZwGBw war (und ist) nur für die BW maßgeblich, so auch für mich damals an meinem Standort, somit ein wenig o.T.

Interessant wäre das für in der BRD stationierte US-Truppen gültige Pendant.

Grüße aus Hessen


Nicht das Allgmeine vor PX-Läden und Unterkünften sondern an nuklear-sites, das ist hier die Frage!


Um 1985/1986 erlebte ich im Spessart eine mir kritisch vorkommende Situation.
Moutainbikes waren damals absolut neu, wir fuhren schneefrei im Winter unsere "Spezialwege". Auf einer Forststraße war eine mobile Raketeneinheit in Manöverstellung gegangen, durch Posten auf der Forststaße abgeriegelt. Wir kammen aber fast "dowwnhill" in der Abenddämmerung ohne es zu ahnen direkt in die Stellung. Die Postenaufstellung war damals noch nicht auf schnelle LEISE Radfahrer von allen
Seiten evtl. kommend angepasst. Im Spessart und der "Fulda-gap" wurden damals sehr viele Manöver gefahren, auch mit mobilen "Pershing-Einheiten".

*Mein MTB im Oktober 1985 gekauft war das erste in der Stadt,


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!