X

#121

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 12:49
von DoreHolm | 10.435 Beiträge | 15258 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds DoreHolm
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten • Absender: Marder, Heute 11:30
quote Diesen Beitrag zitieren

Es gab bzw gibt bei uns eine Sprachregelung. „ Sagen sie nicht Feind sprechen Sie vom Gegner“ . Dieser Regelung bin ich bis heute treu geblieben und finde sie richtiger. Ein „Feindbild“ hat so etwas ideologisches und stimuliert die Soldaten indem man versucht sie in eine Richtung zu erziehen.

Ob ich jetzt hier die richtigen Worte gefunden habe, weiß ich nicht. Ich hoffe man versteht was ich meine.
Gruß Marder


Wimr wurde in unserer Einheit ausschließlich durch die Vorgesetzten von "Feind" gesprochen. "Gegner" eher selten, kam auf die Situation an. "Gegnerische Kräfte" , "der Gegner hat ....." u.s.w. Da keine unmittelbare Gefahr drohte, fiel unter den GWD der Begriff "Feind" kaum. Es waren bewaffnete Menschen von der anderen Seite, mit denen man umgangsmäßig etwas vorsichtig zu sein hat, wenn man von Umgang überhaupt sprechen kann. Natürlichwar uns jederzeit bewußt, daß sich das von einer Stunde auf die andere radikal ändern konnte, aber dieser Gedanke wurde weitestgehend verdrängt. Die Einstellung zu ihnen hätte sich wohl schlagartig geändert, wenn es zum bewaffneten Konflikt gekommen wäre und deren Kugeln uns um die Ohren geflogen wären. In Friedenzeiten waren sie, zumindest für mich, Leute, die mein Interesse weckten.


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#122

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 12:54
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #118
Wir schulden den fürs Vaterland Gefallenen ein aufrichtiges Gedenken. Deutsche und Franzosen, Seite an Seite begraben, ist das nicht ein Vorläufer Europas, bevor es überhaupt gegründet wurde? Die Vereinigung von 6 Gemeinden, ruft das nicht in uns hervor, was wir heute „La Communité des Communes“ (die Gemeinschaft der Gemeinden) nennen? Heute noch verdanken wir einer früheren Einwohnerin unseres Dorfes, sowie dem Verein ehemaliger Kriegsteilnehmer, die großzügige Instandhaltung unseres Grabmals der Gefallenen.
Ich war berührt von der Veranstaltung und dem Erhalt des Denkmales für die deutschen Soldaten auch über die Zeit der beiden Weltkriege hinweg bis heute.

Entteuscht war ich davon, dass sich von den neun angeschriebenen und eingeladenen Gemeinden nur zwei überhaupt gemeldet haben. Wobei sich unser damaliger Gemeinderat sich auch ablehnend geäußert hatten. Nur der Umstand, dass der Bürgermeister die Zusammenhänge zwischen dem Gefallenen und meiner Familie kannte führte dazu, dass er mir die Enladung gegeben hat und mich gebeten hat die Gemeinde zu vertreten.

Kontrollstreife


Grenzläufer und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2018 13:19 | nach oben springen

#123

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 13:51
von bolzo (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds bolzo
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Etwas zu dem von Bernd k5 eingestellten Schriftstücken.
In der politischen Führung hat man aber viel "Gehirnschmalz" verwendet um all diese Dinge an den einfachen Soldaten zu bringen. Wie bekannt sein sollte, auch der Führung eines Btl. oder einer Kp., kümmert sich der Soldat nach mehrmaliger Berieselung durch seine Offz. einen .......dreck um das Gelabere. Vielleicht war das bei der NVA bei einigen schon durch das Elternhaus rot angehauchten Soldaten anders.
So wie ich mich erinnere, wurde dies Art der Schulung, so wie sie von dir dokumentiert wird, nicht durchgeführt. Es nannte sich damals wohl "Staatsbürgerlicher Unterricht".
Aber schön, das du den ehem. BW Soldaten solch einen Einblick in die Psyche unserer damaligen Roten Gegner gibst. Bei Übungen wurden nämlich die aus dem Osten kommenden Soldaten mit einem roten Bändchen an der Schulterklappe gekennzeichnet.
Abens saßen wir "Blauen" dann vereint mit den "Roten" in der Kneipe und haben gemeinsam den "Sieg" über wen auch immer gefeiert. Mit dabei die Briten, Holländer, Kanadier.
bolzo


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2018 13:53 | nach oben springen

#124

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 14:19
von furry | 5.303 Beiträge | 10837 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds furry
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von bolzo im Beitrag #123

So wie ich mich erinnere, wurde dies Art der Schulung, so wie sie von dir dokumentiert wird, nicht durchgeführt. Es nannte sich damals wohl "Staatsbürgerlicher Unterricht".
bolzo


So,so, Du erinnerst Dich?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
nach oben springen

#125

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 14:32
von Westfale63 | 126 Beiträge | 3078 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Westfale63
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Ich stelle mir grade vor, bei uns wehrpflichtigen „Staatsbürgern in Uniform“ wäre irgendein Ausbilder im Unterricht auf die Idee gekommen, von DDR + NVA als Ausland + Feind zu faseln. Da hätten aber so manche von uns (auch solche ohne ausländische + feindliche Oma in der Zone) unter Protest den Raum verlassen, zum Brief oder Telefon gegriffen und Bad Godesberg informiert,

https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrbeauft...hen_Bundestages

was dem betreffenden Hauptmann oder Major zumindest mittelschweres Theater bereitet hätte.


Grenzläufer und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#126

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 14:39
von berndk5 | 1.852 Beiträge | 14953 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @bolzo , Hallo @Kontrollstreife und Hallo alle ihr anderen, die hier lest und schreibt.

Bitte immer § 1 beachten, ich will hier niemanden berieseln- die Zeiten sind seit 29 Jahren durch.....
§ 2 den überwiegenden Teil sehe ich heute anders, man hatte ja fast 30 Jahre Zeit die Realität zu lernen....

Gerne möchte ich diese Dinge hier offen legen und deren Zusammenhang in der damaligen Zeit erklären- , bitte haltet einen Moment inne und denkt nach,
worum es mir wirklich geht, und was da hier konkret gezeigt wird.

Ein jeder Leser wird unterscheiden (müssen, ob er will oder nicht) zwischen der staatsbürgerlich Bildung der "Bürger in Uniform" und der "Politisch-ideologischen Bildung und Erziehung" auf der anderen Seite des Vorhangs. Man solle bitte auch davon ausgehen, dass da keine Stümper oder Hans Wurst´e im stillen Kämmerlein irgendwelchen Schrott zusammengeschrieben haben- man hat sich da schon ernsthaft Gedanken gemacht und diesen "Bildungs- und Erziehungskomplex" mit sehr viel Aufwand und Akribie betrieben. Darauf möchte ich eingehen, wenn es gewünscht wird.

Noch ein Gedanke sei erwähnt. Natürlich ist es für die ehemaligen DDR-ler (egal ob NVA oder GT) heute leicht, besonders wenn man schon immer skeptisch war, zu behaupten- dass einen dieses ganze Zeug nicht im Geringsten beeinflusst hat. Heute sagt man auch sehr leicht, dass man es schon immer wußte. Dies ist zumindest teilweise ein Trugschluss, der durch das heutige Wissen und Erleben aus den letzten 28 Jahren bestärkt wird.
Wer will denn schon heute etwas anderes zugeben, meist ist man sich dieser Tatsache selbst gar nicht mehr bewußt. Die negativen Seiten der DDR, insbesondere auch die permanten Anstrengungen Alle und Jeden irgendwie vom Sozialismus und sonst was zu überzeugen, sie sind heute bewußter in Erinnerung, als man sich dessen damals bewußt war. Wie muss man heute lächeln oder ist frustriert, wenn man mal Plakate aus der damaligen Zeit sieht/liest ? Damals war das normal, mal hat vielleicht mal nen Witz darüber gemacht und gut war`s.

Wie wenige waren damals aktiv auf Konfrontation (die meisten davon haben ihren Weg genommen), wie viele haben einfach nur "ihr Zeug gemacht" um nicht anzuecken und die Tage `rum zu kriegen. Das ist in keiner weise zu kritisieren, soll es auch gar nicht.
Aber ich muss ganz klar behaupten, dass diese Maschinerie der "politisch-ideologischen" Beeinflussung trotz aller Leugnung und Gleichgültigkeit nicht ohne Wirkung geblieben war.

Wenn ihr das wollt, kann ich hier ja mal einige Dinge dazu ausrollen. Ich habe auch für mich selbst da absolut keine Tabus, und stelle mich auch den Fragen, soweit ich die beantworten kann.

Auch durch die von mir zu beschreibenden Absichten, Zwecke und erhofften Wirkungen solle sich bitte niemand provoziert fühlen. Wer es nicht möchte, soll es sagen- dann lasse ich es . Wer es nicht verkraftet, kann vielleicht derweil ein anderes Thema lesen. Hick-Hack möchte ich aber auf gar keinen Fall provozieren.

Auf eure sachlichen und kritischen Fragen und Bemerkungen freue ich mich sehr.
Bis später.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
1941ziger, DoreHolm und Westfale63 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#127

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 14:59
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Natürlich hat die Dauerberieselung gewirkt.

Der Eine hat es sich angenommen, den Anderen hat es weiter abgestoßen.

Ich bin weit davon entfernt hellseherische Fähigkeiten zu besitzen, aber das die DDR nicht ewig existieren würde habe ich gehofft/geahnt.

Als ich 77 entlassen wurde bin ich davon ausgegangen, dass die Grenze noch länger Bestand haben würde und ich wahrscheinlich nicht wieder in die Gegend fahren könnte.

Ich kann und will ja auch nicht für andere GWD schreiben, aber mir ist die politische Schiene auf den Senkel gegangen und hat nur innere Abwehr hervorgerufen.

Meine Kumpels haben das ähnlich gesehen, ansonsten hätte ich mich da noch weiter zurückgezogen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der überwiegende Teil der GWD sich von Urlaub zu Urlaub gehangelt hat und mehr am Abschneiden des Bandmaßes interessiert war als am Waffenreinigen.

Ob sich da nun Profis an der Erstellung der Schulungshefte abgemüht haben oder Laien ist mir egal, ich habe sie nur als sehr plump empfunden.

Kontrollstreife


nach oben springen

#128

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 15:11
von berndk5 | 1.852 Beiträge | 14953 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Es ist offensichtlich doch besser, wenn ich mich hier zurückziehe.
Die Absicht diesen Komplex nachträglich aufzuwerten oder jemandem etwas zu unterstellen lag mir fern. Lassen wir es einfach dabei bewenden.
Es gibt genug andere Themen.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#129

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 16:18
von Gert (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Gert
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von berndk5 im Beitrag #126
Hallo @bolzo , Hallo @Kontrollstreife und Hallo alle ihr anderen, die hier lest und schreibt.

Bitte immer § 1 beachten, ich will hier niemanden berieseln- die Zeiten sind seit 29 Jahren durch.....
§ 2 den überwiegenden Teil sehe ich heute anders, man hatte ja fast 30 Jahre Zeit die Realität zu lernen....

Gerne möchte ich diese Dinge hier offen legen und deren Zusammenhang in der damaligen Zeit erklären- , bitte haltet einen Moment inne und denkt nach,
worum es mir wirklich geht, und was da hier konkret gezeigt wird.

Ich habe auch für mich selbst da absolut keine Tabus, und stelle mich auch den Fragen, soweit ich die beantworten kann.

Auch durch die von mir zu beschreibenden Absichten, Zwecke und erhofften Wirkungen solle sich bitte niemand provoziert fühlen. Wer es nicht möchte, soll es sagen- dann lasse ich es . Wer es nicht verkraftet, kann vielleicht derweil ein anderes Thema lesen. Hick-Hack möchte ich aber auf gar keinen Fall provozieren.

Auf eure sachlichen und kritischen Fragen und Bemerkungen freue ich mich sehr.
Bis später.


@berndk5 , danke für diesen Post. Ich möchte dazu ein wenig schreiben aus meiner Sicht, soweit ich mich noch erinnern kann.
ich möchte erst mal den Zeitraum beschreiben, in dem ich diente. 2.5.1963 - 31.10.1964, ziemlich genau 5 Monate später am 31.3.1965 habe ich die DDR verlassen, natürlich illegal anders ging es ja nicht.
In dieser Zeit lief die Propaganda des kalten Krieges auf Hochtouren, die DDR wurde auf westlicher Seite nur als Zone oder Sowjetzone oder Pankower Regime genannt.Den Begriff BRD gab es noch nicht, man sprach von WD oder Westdeutschland oder Westzonen.
Hinter uns lag die Kubakrise 1962, das Berlin Ultimatum Chrustschows 1958 ( er wollte entgegen den Verträgen von Potsdam, Jalta und London die Westsektoren von Berlin einsacken ), Der Mauerbau 1961. Beide Seiten beschimpften sich auf das Übelste. Wir Bürger der DDR waren seit dem 13.August eingesperrt. Die Mär vom antifaschistischen Schutzwall glaubte kein Mensch, zumindest in meinem persönlichen Bereich Familie, Freunde, Arbeitskollegen nicht. Bilder vom Ausbau der Grenzbefestigungen lieferte uns in Thüringen die ARD(andere Weststationen gab es noch nicht ) Man war informiert.
Ich war bei der 6.GBK an der Ostsee stationiert, Grundausbildung in Greifswald Ladebow auf einem ehemaligen Marinefliegerhorst der deutschen Kriegsmarine. Das Ausbildungspersonal teilweise weltkriegserfahren, der Spieß war im Russlandfeldzug und als Unteroffz. 1945 demobilisiert. Der KC war vom Alter mindestens auch Kriegsteilnehmer, desgleiche der Polit aber der war altersmäßig ein Grenzfall kann also höchstens noch Flakhelfer gewesen sein.
Ich habe mich immer gefragt, wie man solche ideologischen Bocksprünge machen kann von der Naziwehrmacht gleich wieder in die nächste Uniform hüpfen und weitermachen ,1956.
Politunterricht war entsprechend haßerfüllt gegen Nato, Bundeswehr usw. Ich glaubte kein Wort, weil ich die Jahre zuvor schon von der SED gemobbt wurde, um mal einen heute gängigen Ausdruck zu nutzen. Man verwehrte mir ein gute Schulausbildung, eine höhere Schulausbildung und natürlich ein evtll anschließendes Studium.
Der Grund, den ich vermute , mein ( Stief)Vater war selbstständiger Handwerksmeister, für Ulbricht und Konsorten die Hassfigur schlechthin. So wurden die Regimegegner selbst herangezogen.
Habe versucht in Abendschulen die Ausbildung zu verbessern was mir auch teilweise gelang.. ( 10. Klasse Mittlere Reife wie das damals hieß ) Diese Schwierigkeiten formten mich und ließen eine Gegnerschaft in mir reifen. In der Armee versuchte ich die Methode von "Urlaub zu Urlaub mit Hilfe des Massbandes" mich durchzuhangeln.
Aber ab und zu habe ich ein zu schnelles Mundwerk und das passierte auch im Politunterricht. Der Polit spielte Ton-Aufnahmen aus " Radio Luxemburg" ( Vorläufer von RTL ) vor, um zu beweisen, dass es sich um ideologische Kriegführung handelte, die dieser Sender verbreitete, die Diversion und all solche Dinge in der DDR bewirken sollte. Ich sagte, dieser Sender ist doch toll, hat schicke Musik usw. Na da war aber etwas los. Ich erhielt einen ordentlichen verbalen Rüffel. Tage später auf der Stube hörten wir ebenfalls tolle Westmusik ( Beatles waren gerade im Steigflug ihrer Karriere ) und da kommt doch der Verbindungsoffz. der Stasi, ein Leutnant z.S. ( den Begriff 2000er gab es damals noch nicht oder wir kannten ihn nicht) . Wir haben ganz erschreckt die Musik ausgemacht. Da kommt der doch näher und sagt scheißfreudlich , lassen sie doch an den Sender, ist doch schicke Musik. Ich dachte mir über ihn, was bist du doch für ein demagogisches, verlogenes Subjekt. So dachte ich oft über die Offiziere nach, ob sie den Müll, den sie uns erzählten auch selber glaubten. Ich konnte mich angesichst solcher Erlebnisse nicht vorstellen, dass das alles echt war.Zumindest war es teilweise Maskerade , was da an Politprogramm abgespult wurde. All solche Vorkommnisse verfestigten meinen Hass auf diesen Staat. Hass ist auch eine´starkes Gefühl und setzt Kräfte frei, die ich dann in die Planung und Umsetzung meiner Flucht aus diesem Staat investierte.
An dem Tag, als ich die andere Seite erreichte, war ich sehr glücklich nun auf der richtigen Seite zu stehen.Ich habe mir geschworen, mein ganzes Leben lang werde ich keiner Partei angehören. Das habe ich eingehalten, denn nirgendwo wird soviel gelogen wie in politischen Parteien.


Harsberg, 1941ziger, DoreHolm, berndk5, linamax, Grenzläufer und LO-Fahrer haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#130

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 16:47
von Grenzläufer | 4.626 Beiträge | 19040 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Grenzläufer
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von berndk5 im Beitrag #128
Es ist offensichtlich doch besser, wenn ich mich hier zurückziehe.
Die Absicht diesen Komplex nachträglich aufzuwerten oder jemandem etwas zu unterstellen lag mir fern. Lassen wir es einfach dabei bewenden.
Es gibt genug andere Themen.


Das von dir veröffentlichte Material ist ein interessantes Dokument der Zeitgeschichte. Danke für das einstellen @berndk5, Hut ab vor dieser Offenheit.

Es ist jetzt müßig zu schreiben.....man sollte diese Texte mir den Texten im Handbuch der Soldaten der Bundeswehr von damals dagegen stellen.
Wären wir als Wehrpflichte mit so einer Propaganda gegen die DDR beglückt worden, wir hätten uns verwundert die Augen gerieben. Die Ausbilder wären unglaubwürdig geworden. Der Soldat der NVA war nicht unserer Feind, sondern es hätte der Cousin eines von uns Wehrpflichtigen sein können. Nicht selten wurde darüber offen diskutiert, wie es schon der Westfale schrieb. Nicht wenige von uns Bundeswehrsoldaten hatten Verwandtschaft in der DDR.
Wir hatten einen Unteroffizier, geboren und aufgewachsen in Berlin-West, der hatte seine "halbe" Verwandtschaft bei der NVA.

Erschreckend sind diese Propagandatexte nicht, es zeigt einfach nur mit welchen Methoden Menschen indoktriert werden sollten.
Natürlich haben Besuche aus der Bundesrepublik dieser Indoktrination geschadet.
Erich Mielke hatte darauf hingewiesen:
>>Probleme bereitete uns die Öffnung nach Westen, für die Honecker eintrat. Mir war klar, daß die ständige Zunahme von Besuchen aus der BRD - von Politikern ebenso wie von Privaten - zersetzend wirken mußte.<<
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681238.html


Ich würde dich bitten, berndk5, weitere Seiten zu veröffentlichen und bin sicher, ich sehe das nicht alleine so.


Das ist der Jammer dieser Welt,
Dass all die Dummheit der Millionen
Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
Frech an des Genius Schwingen heftet,
Ihr zerrt aus seinem hohen Land,
Bis er zu Boden sinkt entkräftet.
Kurt Eisner
1941ziger, Ehli, Ebro und Westfale63 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2018 18:13 | nach oben springen

#131

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 16:54
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo berndk5,

Ich werde mich aus dem Thema etwas ausklinken. Schreib Du ruhig weiter denn viele sind daran interessiert.

Meine Meinung dazu kennst Du ja und ich muss es nicht laufend wiederholen.

Kontrollstreife


zuletzt bearbeitet 04.11.2018 16:55 | nach oben springen

#132

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 19:45
von DoreHolm | 10.435 Beiträge | 15258 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds DoreHolm
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Gert # 129: Ausbildungspersonal teilweise weltkriegserfahren, der Spieß war im Russlandfeldzug und als Unteroffz. 1945 demobilisiert. Der KC war vom Alter mindestens auch Kriegsteilnehmer, desgleiche der Polit aber der war altersmäßig ein Grenzfall kann also höchstens noch Flakhelfer gewesen sein.
Ich habe mich immer gefragt, wie man solche ideologischen Bocksprünge machen kann von der Naziwehrmacht gleich wieder in die nächste Uniform hüpfen und weitermachen ,1956.


Doch, das geht. In alle Richtungen und erforderlichenfalls auch wieder zurück "wenn´s mal anders kommt". Ich meine, auch viele Uffze und auch untere Offz-Ränge waren keine enthusiastischen NSDAP-Anhänger. Für sie war Soldat ein Beruf. Mitunter Offz. geworden nicht von der Pika an, sondern weil durch die vorherige berufliche Stellung und Bildungsabschluss gleich in einem solchen Rang eingesetzt. Auch der Wechsel von der Wehrmacht in die spätere BW erschien von der Ideologie her vielen als unproblematisch, obwohl es ja eine völlig andere Armee sein sollte mit ganz anderer Orientierung. Man sollte bedenken,es wurden mit der Einziehung einer sehr großen Anzahl Wehrpflichtiger auch jede menge Offe gebraucht. Woher sollten die sonst so schnell kommen, wenn nicht aus der Zivilgesellschaft ? Umgekehrt auch die Offze der NVA, die vom Bund übernommen wurden. Soldat als Beruf, den damaligen Gegner heute mit anderen Augen sehen, seine Familie weiter ernähren zu können gerade in dieser unsicheren Zeit was die soziale Seite betrifft. Solche Wechsel findet man wohl in allen bewaffneten Organen bei grundsätzlicher Änderung der politischen Bedingungen. Diejenigen, die es aus ideologischen Gründen ablehnen zu wechseln, ist das zwar ehrenhaft, aber letztlich müssen sie sich einen anderen Broterwerb suchen. Ich gehe nicht davon aus, daß alle NVA-Offze, die übernommen wurden, ihre ideologische Grundorientierung völlig abgelegt haben. Ein Rest bleibt immer, ein gewisser kritischer Blick auf die Militärpolitik Allein schon deshalb, weil sie vergleichen können und ideologische Beeinflussung auch von einer anderen Seite kennen. Aber wie schon gesagt, es sind Berufssoldaten, da agitiert man nicht politisch.
Im Zivilleben ist es doch ebenso, wenn auch schlecht zu ergleichen. Für einen VEB-Betrieb arbeiten und nun für eine Unternehmer, der diesen Betrieb übernommen hat. Hätte da jemand ein Problem damit ? Wohl kaum. Einer der Hauptunterschiede dann wohl Leistungsanforderung und Zurückhaltung bei Kritik an der Firmenleitung.
Nur mal so als Beispiel: Mein Vater diente 1943-45 in einer kleinen, relativ autarken Transporteinheit der Luftwaffe in Norwegen. Es waren 17 Mann. Ein Offz , ein Uffz und der Rest Soldaten. Er sagte, es war ein liberaler Haufen. Mit NSDAP hatte niemand etwas am Hut. Vom Elternhaus war mein Vater sozialdemokratisch erzogen. Auch der Offz war vorher Zivilist. Wurde ein Neuer zu ihnen versetzt (war mal ein Fähnrich), der besonders 150%ig war, wurde er nach kurzer Zeit an die Ostfront weggelobt. Also warum sollten die Probleme damit haben, nach der Kapitulation anderen Herren zu dienen ? Ich spreche jetzt nicht von solchen, für die Kampf und Krieg der Sinn des Lebens zu sein schien.


02_24 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2018 20:01 | nach oben springen

#133

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 19:56
von berndk5 | 1.852 Beiträge | 14953 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @Gert , prima Dein Beitrag. Passt wie die Faust aufs Auge ! Warum ?
Ist doch klar !
Ich bin Jahrgang 1956 , zu Deiner Dienstzeit war ich sieben, bei Deiner Entlassung 8 Jahre alt. Da gab es auch noch kein Streckmetall oder auch als MGZ bezeichnet.
Genauso wie sich seit Deiner Zeit der Dienst und die dienstlichen Bedingungen, die Ausbildung der Soldaten und das ganze "drum herum" verändert hat, genauso hat man auch an der "politisch-ideologischen Arbeit (piA) gewerkelt mit dem Ziel der Perfektionierung.
Da gab es Plakatwände mit Parolen an der Grenze (hab ich in einem Museum gesehen), Flugblattaktionen mit Ballons, etc. Die Aktionen mit dem Freiheitssender oder dem Deutschen Soldatendender waren dann wohl die nächste Nummer. Aber irgendwann ging das ja auch nicht mehr.

Mit der piA der eigenen Leute war es doch sicherlich ähnlich. Anfänglich mit plumpen Parolen begonnen, entwickelte man auch dieses System permanent weiter.
Ich kann natürlich nur auf die Dinge eingehen, die ich in meinem Truppendienst erlebt und auch selbst praktiziert habe.

Der User @Kontrollstreife möge mir glauben, ich war niemals so naiv zu glauben dass ausgerechnet mein Politunterricht mit meiner Schulungsgruppe der Unteroffiziere der GK eine solche Wirkung hat, dass im Anschluss daran nur noch stramme Grenzer, politisch gestählt zum Dienst marschieren.
So blöd konnte man eigentlich gar nicht sein.
Dennoch habe ich mich schon angestrengt, auf der Grundlage der Themenvorgabe einen intereessanten Unterricht zu gestalten. Aber mehr dazu später.

Der User @Grenzläufer schreibt einfach mit seinen Worten, worum es mir eigentlich geht. Das, wozu ich hier schreiben will .

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #130
Erschreckend sind diese Propagandatexte nicht, es zeigt einfach nur mit welchen Methoden Menschen indoktriert werden sollten.Natürlich haben Besuche aus der Bundesrepublik dieser Indoktrination geschadet.Erich Mielke hatte darauf hingewiesen:>>Probleme bereitete uns die Öffnung nach Westen, für die Honecker eintrat. Mir war klar, daß die ständige Zunahme von Besuchen aus der BRD - von Politikern ebenso wie von Privaten - zersetzend wirken mußte.<<
Auch eine Gegenüberstellung kann man ja mal versuchen, zumal mir ein Freund der mal in der Bundeswehr gedient hatte sein "Handbuch" , also den originalen "REIBERT" geschenkt hat. Soweit sind wir aber noch nicht.
Also Kontrollstreife, wir wollen hier keine Beweihräucherung betreiben. Wir wollen das "Ding" nur mal sezieren, um zu sehen, wie es funktioniert hat- mehr nicht.
Über dessen Erfolgsquote brauchen wir auch nicht zu streiten, die Geschichte hat vor fast 30 Jahren entschieden.

Also im Besten Sinne, bis später.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#134

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 20:56
von Grenzläufer | 4.626 Beiträge | 19040 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Grenzläufer
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Rostocker im Beitrag #93
Guter Kumpel,der leider vorige Woche verstorben ist. War in den 60er Jahren bei der Bundeswehr, bei den Funkern im Westharz. Wir unterhielten uns mal über Gegner und Feind (im Prinzip kommt beides auf das gleiche raus ): Er antwortete mir--natürlich war der WP und die NVA unser Feind und so haben wir es auch gesehen.
Naja heute gibt es halt nur noch die Guten.


Muuuuuuuaaaaah.....was hast du sonst so alles gehört? Was hat dir dein Politoffizier noch alles beigebracht?

Ich gebe zu, du hast uns ehemalige Bundeswehrsoldaten entlarvt.
Da wir am Wochenende in den warmen Betten unserer Freundinnen verhindert waren, einen imperialistischen Großangriff durchzuführen, bedienten wir uns anderer Methoden. Ich verrate dir eins, bitte nicht weiter sagen, es bleibt unter uns.
Ich war und bin ein Diversant, ein Bonner Ultra. Wir haben gezielt die Genossen, die kein gestähltes Klassenbewustsein hatten und felsenfest an den Marxismus-Leninismus glaubten, durch unser imperialistisches Propagandafernsehen getäuscht. Die Speerspitze unserer kontrarevolutionären Diversion war die Agitationssendung Tutti Frutti. Da nicht alle so eine revolutionäre Wachsamkeit wie du an den Tag legten, haben unsere kulturimperialistischen Sirenengesänge gefruchtet.

.....festeggia con noi
Cin cin primizie siamo cin cin
cin cin fruttine prelibate cin cin
Sbucciate e shekerate cin cin
con ghiaccio, zucchero e l’amore per te, tanto ce n’è per far
cin cin c’innamoriamo cin cin.

Cin cin @Rostocker


Das ist der Jammer dieser Welt,
Dass all die Dummheit der Millionen
Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
Frech an des Genius Schwingen heftet,
Ihr zerrt aus seinem hohen Land,
Bis er zu Boden sinkt entkräftet.
Kurt Eisner
linamax, IM Kressin, thomas 48 und Westfale63 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2018 22:34 | nach oben springen

#135

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 04.11.2018 21:02
von berndk5 | 1.852 Beiträge | 14953 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @Rostocker, Ich finde den Beitrag #134 mal echt lustig- das sollte man wohl auch nach so einer langen Zeit durchaus auch ohne Reue können. Man sollte es als Scherz verstehen und sich nicht gleich verkrampfen und wieder mit dem Salvenwerfer zurückschießen - es sei denn man hat ähnlich guten Humor im Rohr ! Dann gerne mal Feuer frei! - auch wenn es nicht so direkt die Spass-Seite ist....... (noch nicht....)


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
Damals87 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2018 21:03 | nach oben springen

#136

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 05.11.2018 08:49
von Rostocker | 9.139 Beiträge | 8486 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rostocker
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #134
Zitat von Rostocker im Beitrag #93
Guter Kumpel,der leider vorige Woche verstorben ist. War in den 60er Jahren bei der Bundeswehr, bei den Funkern im Westharz. Wir unterhielten uns mal über Gegner und Feind (im Prinzip kommt beides auf das gleiche raus ): Er antwortete mir--natürlich war der WP und die NVA unser Feind und so haben wir es auch gesehen.
Naja heute gibt es halt nur noch die Guten.


Muuuuuuuaaaaah.....was hast du sonst so alles gehört? Was hat dir dein Politoffizier noch alles beigebracht?

Ich gebe zu, du hast uns ehemalige Bundeswehrsoldaten entlarvt.
Da wir am Wochenende in den warmen Betten unserer Freundinnen verhindert waren, einen imperialistischen Großangriff durchzuführen, bedienten wir uns anderer Methoden. Ich verrate dir eins, bitte nicht weiter sagen, es bleibt unter uns.
Ich war und bin ein Diversant, ein Bonner Ultra. Wir haben gezielt die Genossen, die kein gestähltes Klassenbewustsein hatten und felsenfest an den Marxismus-Leninismus glaubten, durch unser imperialistisches Propagandafernsehen getäuscht. Die Speerspitze unserer kontrarevolutionären Diversion war die Agitationssendung Tutti Frutti. Da nicht alle so eine revolutionäre Wachsamkeit wie du an den Tag legten, haben unsere kulturimperialistischen Sirenengesänge gefruchtet.

.....festeggia con noi
Cin cin primizie siamo cin cin
cin cin fruttine prelibate cin cin
Sbucciate e shekerate cin cin
con ghiaccio, zucchero e l’amore per te, tanto ce n’è per far
cin cin c’innamoriamo cin cin.

Cin cin @Rostocker




Wo ist hier ein Zusammenhang, zu meinen Ausführungen


nach oben springen

#137

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 05.11.2018 12:16
von berndk5 | 1.852 Beiträge | 14953 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @Rostocker , es ist halt so, wie bei vielen anderen Themen auch. Bei dem einen Bundeswehrsoldaten ist mal was vom Feind gesagt worden, bei den anderen hat man es halt umschrieben.
Es ist ja sicherlich im Verlauf der Jahrzehnte und der wechselnden politischen Großwetterlage immer mal auch mit unterschiedlicher Intensität und Brisanz zu diesem Problemkreis agiert worden.
An die Bezeichnungen SBZ, Zone oder der Osten hatte man sich ja sowieso gewöhnt.
Es bestand mit Sicherheit nicht die Absicht, Dir irgendwas zu unterstellen - es ist halt nur (auch in der Alt-BRD) zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten auch mal etwas unterschiedliches gesagt worden zum "Thema Feind" .
Lass es uns nicht überbewerten. Danke für Deine Sachlichkeit.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
Damals87 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#138

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 05.11.2018 12:35
von bolzo (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds bolzo
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Das es zwischen knallharten BW-Soldaten und der gleichen Art aus der NVA zu Reibereien bei solch einem Thema kommt liegt in der Natur der Sache.
Jeder der hier schreibenden Nutzer ist heute in einem gewissen Alter, vielleicht sogar schon Rentner, und hat viele Jahre Lebenserfahrung hüben oder drüben gesammelt. So hat jeder auch seine Gedankenwelt geformt und gefestigt.
Aber machen wir uns doch nichts vor, auch im Alter kann man noch etwas lernen und sich fort entwickeln.
Darum meine Bitte, weitermachen und über damalige und heutige Gefühle und Empfindungen reden. Wer redet kann sich seiner Probleme entledigen.
Also, Bernd, weiter deine Info´s über pol. Schulung veröffentlichen.
Und wenn es von Seiten der BW solche Belege gibt, her damit. Wir leben in einem Land wo alles auf den Tisch gehört. (Ich schreibe deshalb in Klammern, weil das nur ein eigenes Thema werden könnte. DIE GESTRIGE SENDUNG DER ARD ÜBER DIE LEAKS ÜBER DEN FUSSBALLSPORT).
Also bitte beim Thema Feindbild ......... bleiben.
Ich erwähnte das in Klammern geschrieben nur um klar zu machen, dass wir über alles reden müssen und können.
bolzo


Damals87, GKUS64 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#139

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 05.11.2018 13:59
von Grenzläufer | 4.626 Beiträge | 19040 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Grenzläufer
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von bolzo im Beitrag #138
Das es zwischen knallharten BW-Soldaten und der gleichen Art aus der NVA zu Reibereien bei solch einem Thema kommt liegt in der Natur der Sache. (...)



Wir gehörten nicht zu den knallharten, wir gehörten zu den härtesten der Knallharten, also zu den Ultra-Mega-Knallharten, das hatte ich doch schon in Beitrag #134 geschreiben.

Mir liegt der Reibert von 1987 der Bundeswehr (Heer) -Handbuch für den Soldaten- vor, jetzt muss mir nur noch jemand sagen wo der NVA-Soldat als Feind auftaucht.
Ich veröffentliche jede Seite.
Auf jeden Fall werde ich den Reibert beim nächsten Treffen einem EX-DDR-Bürger zur Einsicht vorlegen.
Der arme Kerl darf dann für die Fachexperten auf die Suche nach dem "Feind NVA-Soldat" gehen........
und wenn er dann nichts findet, sucht er immer noch......und sucht.....und sucht....und sucht.....viel Spaß.


Das ist der Jammer dieser Welt,
Dass all die Dummheit der Millionen
Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
Frech an des Genius Schwingen heftet,
Ihr zerrt aus seinem hohen Land,
Bis er zu Boden sinkt entkräftet.
Kurt Eisner
Westfale63 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.11.2018 17:01 | nach oben springen

#140

RE: Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

in DDR Zeiten 05.11.2018 14:35
von berndk5 | 1.852 Beiträge | 14953 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @Grenzläufer nur einen Beitrag vor Deinem 134èr , also in #133 hatte ich da geschrieben, dass ich auch so einen "Reibert" geschenkt bekommen habe. Leider bin ich wegen anderer Sachen noch nicht dazu gekommen es ( das Büchlein) zu lesen.

Damit erfährt die treue Leserschaft, dass es hier noch nicht an Originaldokumenten beider Seiten mangelt und wir noch reichlich Themeninhalte einstellen können. Werden wir auch tun.

In diesem Sinne , bis später...................


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
Westfale63 und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
6 Mitglieder und 11 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: buja
Besucherzähler
Heute waren 325 Gäste und 34 Mitglieder, gestern 1575 Gäste und 136 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 16220 Themen und 693218 Beiträge.

Heute waren 34 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 178 Benutzer (29.09.2019 19:19).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen