Feindbild der Bundeswehr zu DDR-Zeiten

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11.12.2013 22:06
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danke @GZB1
genau die meinte ich.haben uns überschnitten....
MkG
HG


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11.12.2013 22:19
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#77
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Jo, allet klaro Werner.


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14.12.2013 16:12
avatar  glasi
#78
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Zitat von GZB1 im Beitrag #37
Habsch doch immer gewußt, das die BW ne reine Statisten-Truppe war....

Nun ja. Es war aber nicht immer so lau. Es gab auch andere Zeiten. Auch für mich nach der Wende. Als es nach Bosnien und in denn Kosovo ging. Da war Schluss mit lustig. Mein normaler Wehrdienst war nach der AGA sehr locker. Und so muß es nach meiner Meinung auch sein. Wenn mann schon junge Leute mitten aus dem Leben reißt dann muß mann sie nicht noch Schinden bis aufs Blut.


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07.04.2018 12:10
#79
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Zitat von ChristianAC im Beitrag #48
Hach ja......da kommen Erinnerungen hoch

Unsere eigenen logistischen Planungen haben wir eigentlich auch immer recht gut hinbekommen, wenn auch manchmal
gezwungenermassen

Leider hatte der Kamerad beim Versorgungfeldwebel eine absolut unleserliche Sauklaue. Als er 11 Karton Reiningungsdochte
bestellen sollte, wunderte man sich, warum die Lieferung so lange dauerte.
Klar wurde dies, als die Bundesbahn anrief, dass am Güterbahnhof die 11 Wagons Dochte bereit stehen würde.
Nach Entnahme der eigentlich bestellten 11 Karton weigerte sich die DB leider den Rest wieder ins Depot zu karren.
Also musste entsprechender logistischer Aufwand getrieben werden, um den Mist dann per LKW wieder ins Depot zu bringen.

Wenn wir in unserer Einheit einen östlichen Spion gehabt hätten und als exemplarisch erkannt worden wären,.......ich will es mir gar nicht
ausmalen.

Der Laden war über alle Masse unkoordiniert.

Trotzdem war es eine schöne Zeit.

War selber in der Versorgung beim Bund tætig und halte das fuer ein Geruecht,also Fakenews nach heutigen Massstæben, erstens kamen die Kartons von einer Nachschubkompanie,die sie von einen Depot geliefert bekommen hat und selbst wenn man mal mehr wie ueblich bestellt hatte,kamen Nachfragen von seiten des TVB oder Matgruppe,also ich denke mal das diese Geschichten egal wo sie gelaufen sein sollten eh nur Geschichten sind.


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09.04.2018 08:50
#80
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Es steht dir frei das als FakeNews zu empfinden.

Ich gehörte zu der Transporteinheit, die den Mist wieder ins Depot gekarrt hat.

Mvh

Christian


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01.11.2018 15:02
#81
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In meiner Zeit in den 80ern als Wehrpflichtiger bei der Feldjägertruppe kann ich mich nicht erinnern, jemals dienstlich Worte wie DDR, NVA oder Feind gehört zu haben. Da war nur ganz allgemein von den Truppen des Warschauer Paktes oder von einem „Gegner, der aus östlicher Richtung kommend an der Zonengrenze aufmarschiert“ die Rede.

Im Kameradenkreis wurde aber bei bestimmten Ausbildungen wie z.B. Schwere-Panzerfaust-Schiessen auf Panzer darstellende alte VW-Bullis oder Minenanbringung unter Panzer, von denen wir uns überrollen lassen mussten, schon diskutiert, ob man so etwas im Verteidigungsfall im Wissen, „dass da Deutsche drin sitzen“, tatsächlich machen würde. Allgemeiner Tenor bei uns Wehrpflichtigen war damals: In Hannover oder im Ruhrgebiet ja, denn was haben gegnerische Panzer in der Bundesrepublik zu suchen. In Magdeburg oder Thüringen nein, denn was haben wir in der Zone zu suchen.


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01.11.2018 15:11
avatar  berndk5
#82
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Hallo @Westfale63 , toll Dein Beitrag #81 , leider kann ich Dir nicht mit dem gleichen Tenor antworten. Bei uns in der damaligen DDR war das alles viel krasser ausgeprägt.

Leider hatte man (ich) damals noch nicht die Sichtweise und das Wissen von heute. Ich melde mich hier morgen noch einmal ausführlicher.


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01.11.2018 15:26
#83
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Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur noch an einen Lehrgang mit den Kraftstofffässern auf den Panzern. Wir sollten darauf zielen, schießen, dann würde denen da drin etwas warm.

Wie geschrieben, wem direkt etwas warm wurde, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, ist 38 Jahre her.

MfG Berlin


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01.11.2018 16:29
#84
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Ich denke dieses Thema ist unerschöpflich und wie man seinen Gegner sah oder sehen sollte entsprang und entspringt noch immer einem vorbereitendem Krieg gegen Köpfe meist in Form von Bildern.
Ein NATO Soldat wurde uns ja meist mit einer Art Bitbullgesicht gezeigt ... jedenfalls so das es doch irgendwie Angst erzeugend war.
Auf der anderen Seite waren wir ja die Schießwüdigen Zonengrenzer die auf jeden armen Hasen ballerten.
Wir könnten uns ja auch mal die Frage stellen,wie haben wir unsere jeweiligen "Verbündeten" gesehen, ich denke wir im Osten könnten da bei den angehörigen der Sowjettruppen sehr gespaltene Gedanken haben ... weil Bilder die wir zu sehen bekamen und die Realität weit auseinander gingen.


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01.11.2018 16:51
#85
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Ich habe noch das Buch "Der Reibert" von 1987, ein Handbuch für Soldaten aller Truppengattungen der Bundeswehr.
Auf den 160+322+32 Seiten findet sich keinerlei Agitation gegen die DDR oder den Warschauer Pakt.

Auf Seite 8 liest man über die Aufgabe der Bundeswehr:
Das Grundgesetz weist der Bundeswehr eine auschließlich defensive Aufgabe zu. Die Worte >>defensive Aufgabe<< sind extra fett gedruckt.


Weiter kann man lesen:
Im Frieden trägt die Bundeswehr durch Abschreckung zur Sicherung und Friedenserhaltung bei.
Im Verteidigungsfall wahrt die Bundeswehr gemeinsam mit den Streitkräften der Bündnispartner die Unversehrtheit des eigenen Gebietes oder stellt sie wieder her.


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01.11.2018 17:17
#86
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #85
Ich habe noch das Buch "Der Reibert" von 1987, ein Handbuch für Soldaten aller Truppengattungen der Bundeswehr.
Auf den 160+322+32 Seiten findet sich keinerlei Agitation gegen die DDR oder den Warschauer Pakt.

Auf Seite 8 liest man über die Aufgabe der Bundeswehr:
Das Grundgesetz weist der Bundeswehr eine auschließlich defensive Aufgabe zu. Die Worte >>defensive Aufgabe<< sind extra fett gedruckt.
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Dort steht auch noch. --im Frieden trägt die Bundeswehr durch Abschreckung zu Sicherheit und Friedenserhaltung bei--- Ja Abschreckung, ist wohl in jeder Armee gang und gebe.

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Weiter kann man lesen:
Im Frieden trägt die Bundeswehr durch Abschreckung zur Sicherung und Friedenserhaltung bei.
Im Verteidigungsfall wahrt die Bundeswehr gemeinsam mit den Streitkräften der Bündnispartner die Unversehrtheit des eigenen Gebietes oder stellt sie wieder her.




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01.11.2018 19:12
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#87
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Ich kann mich noch erinnern (in den 50er Jahren), als die DDR mit einem "Soldatensender" auf Mittelwelle, versucht hat die Soldaten der Bundeswehr zu beeinflussen. Jeden Tag in den frühen Abendstunden um 19 Uhr? kam diese Sendung (1 Stunde) Ansage ca. 10 Minuten vor Sendungsbeginn immer in Wiederholung "Hier ist der deutsche Soldatensender" dann drei mal so ein Gong bum bum bum. Also nach den 10 Minuten Ankündigung begann die Sendung für die Soldaten der Bundeswehr. Man brachte Reportagen aus den Kasernen der Bundeswehr von Alarmübungen mit schreienden Vorgesetzten und unzufriedenen Soldaten, von den abendlichen Stubendurchgängen , von privaten Gesprächen der Soldaten mit dem Reporter über die Sorgen und Nöte und die Unzufriedenheit der Soldaten der Bundeswehr. Es hörte sich damals so an, als wären diese Tonaufnahmen echt, aber waren diese Aufnahmen wirklich echt? Oder für diese Propagandasendung extra angefertigt worden? Ich weiß es nicht. Aber so hat die DDR mit diesem Sender versucht die Soldaten der Bunderwehr mit Propaganda und Hetze gegen die Bundeswehr und die BRD zu beunruhigen. Ich habe diesen Sender auch oft heimlich gehört, weil es damals für mich auch manchmal interessant war.

Cambrino


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01.11.2018 20:34
#88
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Ergänzend noch zu meinem Beitrag Nr. 81 bzgl. Bundeswehraufenthalt östlich der Demarkationslinie (also: auf DDR-Gebiet): Derartiges kam in meiner Zeit nur einmal bei einem Unterricht auf:

Folgende Lage im Verteidigungsfall: Sie sind in einer Ortschaft zwischen Helmstedt und Magdeburg als Polizeichef eingesetzt. Gegen Mitternacht werden auf der Hauptkreuzung zeitgleich erwartet: Ein US-Sanitätsbataillon aus unzähligen Radfahrzeugen voll mit Verwundeten, das zurück in die Bundesrepublik will. Und eine deutsch-britische Kolonne mit rund 70 Panzern, die von links kommt und geradeaus weiterfahren will. Wem geben Sie Vorfahrt, wen lassen Sie warten?

Da kam schon unter uns Wehrpflichtigen die Diskussion auf: Moment mal, wir als Bundeswehr im Osten? Was von unserem Hörsaalleiter (Berufsoffizier) so begründet wurde: Der Frontverlauf wird nicht immer dem Grenzverlauf entsprechen, da muß man dann auch ein paar Tage mal ein paar Kilometer rüber, um den Angreifer zurückzuwerfen.
Auch die richtige Antwort auf die Vorfahrt-Frage (Vorfahrt der Panzer) stieß bei einigen von uns auf Ablehnung nach dem Motto: Das ist doch absolut unmenschlich gegenüber den Verwundeten. Reaktion des Berufsoffiziers: Ja, leider, aber die Panzer können verhindern, dass es noch viel mehr Opfer bei uns gibt. Da kann jede Minute zählen.

Damals hat aber kaum einer von uns damit gerechnet, wirklich mal in solche Lagen zu kommen. Wir haben auf die atomare Abschreckung vertraut, Stichwort NATO-Doppelbeschluss, für den ich den Altkanzlern Schmidt und Kohl noch heute dankbar bin.
Hierzu ein kleiner Pressebericht:
https://www.welt.de/politik/deutschland/...sein-Leben.html

PS: Wenn ich daran denke, dass ich als Wehrpflichtiger schon in Friedenszeiten nicht nur andere Wehrpflichtige, sondern auch Zeitsoldaten, die unerlaubt bzw. eigenmächtig abwesend waren, daheim aufsuchen und wieder ihrer dienstlichen Verwendung zuführen musste, will ich mir lieber nicht vorstellen, wie viele Bundeswehrsoldaten im Verteidigungsfall aus Angst getürmt und sicherlich auch von nennenswerten Teilen der zivilen Bevölkerung (aufkommende Friedensbewegung) unterstützt worden wären. Da hätte ich so schon genug zu tun gehabt.

Hinzu kommt das nicht immer unproblematische Zusammenspiel mit Truppen der verbündeten NATO-Staaten. Nur ein kleines Beispiel: Irgendeine Landstraßenkreuzung nachts in Norddeutschland, irgendein Manöver, irgendeine britische Panzerkolonne, ich mittendrin stehend an meiner Blaulichtkarre, die Karte studierend. Ein Höllenlärm. Plötzlich deutete mein verkehrsregelnder Streifenkollege auf meine Schirmmütze, denn soeben hatte ein britischer Panzerkommandant von oben darauf gerotzt. Da stoppte ich sofort die Kolonne, forderte britische Military Police als Unterstützung an und knöpfte mir den Mann vor. Später Lob meines Kompaniechefs: Richtig so, bloß nichts gefallen lassen von den Tommys, schließlich sind wir hier in Deutschland. – Ich bin mir sicher, dass es im Verteidigungsfall nicht für den Briten, sondern für mich einen Anschiss gegeben hätte: Sind Sie denn bescheuert, wegen ein bisschen gelber Rotze den marschierenden Panzerverband 20 Minuten lahm zu legen?

Kurzum: Der Verteidigungsfall wäre schon allein auf NATO-Seite ein Chaos ohne Ende geworden - und das alles ohne jegliche „Mitwirkung“ von aus östlicher Richtung angreifenden Gegnern. Nicht auszudenken, wenn die bei meinen Einsätzen auch noch irgendwo um die Ecke gekommen wären.


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01.11.2018 20:56
#89
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Mein Hobbykumpel, Olt. bei der NVA, 1990 als major entlassen, erzählte mir einmal von dem Funkverkehr der BW bei grenznahen Manövern. Da hatten sich ganze Einheiten nachts im Gelände verfrantzt. Er meinte noch, daß er das beruhigend fand, daß es Chaos bei ähnlichen Aktionen nicht nur bei der NVA gibt.


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01.11.2018 22:51
#90
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Zitat von Cambrino im Beitrag #87
Ich kann mich noch erinnern (in den 50er Jahren), als die DDR mit einem "Soldatensender" auf Mittelwelle, versucht hat die Soldaten der Bundeswehr zu beeinflussen. Jeden Tag in den frühen Abendstunden um 19 Uhr? kam diese Sendung (1 Stunde) Ansage ca. 10 Minuten vor Sendungsbeginn immer in Wiederholung "Hier ist der deutsche Soldatensender" dann drei mal so ein Gong bum bum bum. Also nach den 10 Minuten Ankündigung begann die Sendung für die Soldaten der Bundeswehr. Man brachte Reportagen aus den Kasernen der Bundeswehr von Alarmübungen mit schreienden Vorgesetzten und unzufriedenen Soldaten, von den abendlichen Stubendurchgängen , von privaten Gesprächen der Soldaten mit dem Reporter über die Sorgen und Nöte und die Unzufriedenheit der Soldaten der Bundeswehr. Es hörte sich damals so an, als wären diese Tonaufnahmen echt, aber waren diese Aufnahmen wirklich echt? Oder für diese Propagandasendung extra angefertigt worden? Ich weiß es nicht. Aber so hat die DDR mit diesem Sender versucht die Soldaten der Bunderwehr mit Propaganda und Hetze gegen die Bundeswehr und die BRD zu beunruhigen. Ich habe diesen Sender auch oft heimlich gehört, weil es damals für mich auch manchmal interessant war.

Cambrino
Ja ja der Deutsche Soldatensender


https://www.youtube.com/watch?v=7h2wNJuTeqg


https://www.youtube.com/watch?v=QDnpu4wY9qI


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