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#1

Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 17:14
von turtle | 6.961 Beiträge | 74 Punkte
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Ich hatte als Kind noch Religionsunterricht ,glaube aber das es freiwillig war. Überhaupt war die Religion und Glauben in der DDR bis auf das Eichsfeld eher rückläufig. Trotzdem erinnere ich mich das es auch in der DDR verschiedene Freikirchen gab. Krankenhäuser wie das Diakonissen Haus in Leipzig , wo der Träger die evangelische Kirche war und immer noch ist.die Schwestern trugen ihre Tracht ,an den Wenden hingen Kruzifixe ,Gebetet wurde da auch ,war natürlich kein muss. Mit der Selbstverbrennung von Brüsewitz und mit Schwerter zu Pflugscharen wurde das Verhältnis zur Kirche nicht besser. Kann mir gut vorstellen das da einige Gruppen argwöhnisch bewacht wurde. Zu Zeiten der Wende hatten die Kirchen ja viel Zulauf. Aber wie ist das heute? Sind die Kirchen wieder leer ? Das Zeugen Jehovas früher in der DDR als Wehrdienstverweigerer in Haft mussten wurde im Forum schon geschrieben. Ich bin heute kein religiöser Mensch mehr. Trotzdem würde mich so einiges Interessieren wie war das mit der Religion in der DDR. Vielleicht gibt es bei uns im Forum welche die darüber schreiben können. Nicht nur über Christen., Juden ,Orthodoxe, Freikirchen gab es doch auch verschiedene. Wie war das mit Studenten und Gastarbeitern mit muslimischen Glauben ? Hatten die einen Gebetsraum ? Wie war das nach der Wende wenn die Religion angegeben wurde , und Kirchensteuer abgezogen wurden. Einen Militärseelsorger dürfte es eher nicht gegeben haben ,oder?


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#2

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 17:21
von RudiEK89 | 2.029 Beiträge | 321 Punkte
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Und das Bethanienkrankenhaus in Leipzig nicht vergessen.
Die Schwestern in sangen an der Geburtsstätte meiner ältesten Tochter evang. Lieder.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#3

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 17:29
von turtle | 6.961 Beiträge | 74 Punkte
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Da gab es bestimmt noch mehr ,im Süden , das St. Elisabeth-Krankenhaus war und ist immer noch ein katholisches Krankenhaus .


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#4

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 17:34
von RudiEK89 | 2.029 Beiträge | 321 Punkte
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@turtle
Das ist unweit davon, eben auch im Süden.
Die Schwestern fragten aber vorher höflich, ob sie auch singen dürfen.
War mal eine neue Erfahrung für einen jungen Vater wie mich.


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#5

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 17:51
von Pit 59 | 11.298 Beiträge | 5863 Punkte
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Meine Mutter war sehr gläubig,ich erinnere mich noch das sie immer sagte "Junge versündige Dich nicht"
Sie hat auch immer für das Katholische Krankenhaus in Weimar gespendet. Als sie dann mit 49 jahren den "Lieben Gott" mal brauchte muss der wohl anderweitig unterwegs gewesen sein. Sie starb mit wie gesagt 49 Jahren.
Über meine Einstellung zur Kirche muss mich Niemand fragen.

Gruß Peter


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 18:32
von schulzi | 1.921 Beiträge | 652 Punkte
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wir hatten anfang der 80ziger eine gruppe von 5 praktikanten aus den irak es waren ingeneurschüler für textilverarbeitung für diese musste der betrieb einen einen gebetsraum bereit stellen, sehr zum leidwesen der mädels aus den spinnsaal den es war der einzige raucherraum auf der etage


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 18:49
von RudiEK89 | 2.029 Beiträge | 321 Punkte
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@turtle
Du schreibst, zur Wende hatte die Kirche viel Zulauf.
Da fällt mir in Leipzig nur die Nikolaikirche mit ihren Friedensgebeten ein.
Die Thomaskirche war wohl nicht immer "offen"
Denn ich bewachte 1990 die Privatadresse des Pfarrers der Thomaskirche, weil man sein Klingelschild "rot" bemahlt hat.
Ich fühlte mich, als wenn ich beim Missionsschutz gewesen wäre.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
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#8

RE: Religion in der DDR

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 19:19
von turtle | 6.961 Beiträge | 74 Punkte
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Mir ging es nicht speziell nur um Leipzig. Mir fiel auf das die Kirchen in der DDR damals viel Zulauf hatten. Aber eine Art Protest war das schon.
Habe das gefunden:http://suite101.de/article/wende-198990-...-kirchen-a45393

Wende 1989/90: Rolle der Kirchen

• 09.05.2008
• Lars Hartfelder
Die Kirchen der DDR spielten im Wendeprozess 1989/90 eine entscheidende Rolle. Sie waren Ausgangspunkt der Demonstrationen und friedlichen Revolution.
Im friedlichen Wendeprozess 1989/90 nahmen die Kirchen eine entscheidende Rolle ein. Innerhalb der Gotteshäuser und in ihrem Umfeld wurde der politische Umbruch wesentlich mit vorbereitet. In deren „Schutzraum“ konnte oppositionelles Handeln 1989 geplant und später in den Massendemonstrationen weiterentwickelt werden. Ein Vorteil der Kirchen bestand darin, dass sie in der DDR nahezu flächendeckend präsent waren und die Menschen in allen Regionen erreichten.
Evangelische und katholische Kirche
Die evangelische Kirche der DDR nahm die Führungsposition innerhalb der Kirchen bei der friedlichen Revolution von 1989 ein. Die einzigen Vertreter einer bürgerlichen Gegenelite stammten nicht zufällig aus den Kreisen der evangelischen Kirchen, aus Pfarrhäusern und Oberkirchenräten, aus Präsidialkanzleien und evangelischen Akademien. Pfarrer waren trotz enger Verflechtung zwischen Kirche und Staat, Menschen, mit denen frei gesprochen werden konnte. Von Kirchen und Gemeindesälen gingen die ersten großen Demonstrationen aus. Viele Politiker der ersten Stunde waren Pfarrer. Der ersten frei gewählten Volkskammer brachte dies auch den Titel „Pastoren-Parlament“ ein. In der späteren Friedensbewegung 2003 im Kontext des Irak-Kriegs nahmen die Kirchen wieder eine führende Rolle ein. Die katholische Kirche der DDR beteiligte sich ebenfalls an der friedlichen Revolution, hatte aber im Vergleich zur Evangelischen aufgrund der geringeren Präsenz keinen großen Einfluss. Die beiden großen Kirchen in der DDR arbeiteten nicht kontraproduktiv – im Gegenteil. Sie gingen, wenn es möglich war, häufig gemeinsam auf die Straßen.
Friedensgebete und Demonstrationen
In vielen ostdeutschen Städten spielten die Friedensgebete im Herbst 1989 eine bedeutende Rolle für die Entwicklung im politischen Umbruchprozess. Sie stellten neben den Friedensandachten und anderen kirchlichen Veranstaltungen einen Kristallisierungspunkt dar und bildeten häufig den Ausgangspunkt von Demonstrationen. In Leipzig versammelten sich beispielsweise nach Beendigung der Friedensgebete hunderte Menschen auf dem Platz vor der Nikolaikirche - das war der Beginn der Montagsdemonstrationen in Leipzig. Sie bildeten mit weiteren Schaulustigen die protestierende Menschenmenge. Bei den spontanen Demonstrationen ging es nicht nur allein um den Kampf auf der Straße, sondern auch um die Legitimität dieser Zusammenkünfte.
Wegbereiter für die friedliche Revolution
Die Kirchen der DDR waren ein wichtiger Wegbereiter für die friedliche Revolution im Wendeprozess 1989/90. Der Aufruf zur Gewaltfreiheit und die oft unter Kerzenschein stattfindenden friedlichen Demonstrationen legten die Hemmschwelle für die zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließende Gewaltanwendung des SED-Regimes erheblich höher. Gleichermaßen nutzten die Menschen die Symbolkraft religiöser Riten. Sie nahmen an Friedensgebeten teil, zündeten Kerzen an oder gingen zu Gottesdiensten, egal ob sie Gläubige oder Atheisten waren. Der gesellschaftliche Grundkonsens einigte fast alle DDR-Bürger. Während der Herbsttage 1989 entwickelte sich so in Ostdeutschland ein starkes Gemeinschaftsgefühl, dessen Grundpfeiler „Freiheit“, „Menschenwürde“,


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 19:26 | nach oben springen


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