Nehmen wir einmal an...

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03.07.2013 10:00von Angelo
Frage
Nehmen wir einmal an...

Ein kleines Szenario,dass sich vielleicht so hätte abspielen können.
Wir schreiben das Jahr 1987 Hans und Peter,wandern entlang der innerdeutschen Grenze,obwohl die Hinweisschilder eindeutig vor einem Grenzübertritt warnen, treibt es Hans ins vorgelagerte Hoheitsgebiet. Er wagt sich über den Grenzpfahl hinaus bis zum Zaun vor. Doch dann greift sich Hans an die Brust und bricht bewusstlos zusammen. Peter steht auf der Westdeutschen Seite und überlegt,was er jetzt machen soll ? Er ruft den Rettungsdienst über die 112.Die Grenzposten werden auf der Ostseite aufmerksam auf den Vorfall. Peter traut sich nicht,die Grenze zu überschreiten aus Angst vor Verhaftung.


Dieses Beispiel hätte oder hat sich vielleicht mal so zugetragen.
Jetzt meine Frage,wie war das vorgehen,der DDR Grenztruppen in diesem Fall ? Hätte der Rettungsdienst West,zum Patient vordringen dürfen,auch wenn dieser schon auf DDR Hocheitsgebiet gelegen hat ? Der Rettungsdienst West war mit Notarzt innerhalb von 5 Min an der Einsatzstelle. Es ging um leben und tot. Hans hatte einen Herzkreislaufstillstand

(Stellt euch die Situation einfach wir auf dem Headerbild vor)
(Namen frei erfunden)

03.07.2013 10:02von GZB1
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Im Grundsatz erstmal Nein, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Rettungs- und Bergungsarbeiten hatten von Seiten der DDR zu erfolgen, manchmal auch leider mit zeitlicher Verzögerung und entsprechenden Folgen.

03.07.2013 10:04von ( gelöscht )
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Ja ,aber nur wenn der Rettungsdienst sich verpflichtet , nach dem Zusammenbruch der DDR ein gesamzdeutsches Forum mit aufklärendem Charakter zu eröffnen !

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03.07.2013 10:05von Angelo
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Das würde bedeuten,der Rettungsdienst West,hätte zuschauen müssen wie Hans stirbt ? Was wäre passiert wenn der Notarzt beschlossen hätte,wir retten Hans egal was passiert....

03.07.2013 10:07von ( gelöscht )
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Angelo, keine Chance für Hans. Er hält sich bereits in einem anderen Staat auf. Die Rettungskräfte müssen von DDR-Seite aus kommen.
Das ist die Theorie. Wie es in der Praxis ausgesehen hätte....

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03.07.2013 10:10von Angelo
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Ich hätte Hans nicht sterben lassen,wenn ich in der Situation der Kollegen gewesen wäre,hätte ich mein Zeug genommen und wäre zu ihm gelaufen und ich bin mir sicher,von den Grenztruppen hätte mich keiner daran gehindert. Sorry so Herzlos wäre keiner gewesen...

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03.07.2013 10:11von GZB1
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@Angelo, in Richtung BRD durfte nicht geschossen werden, und eh jemand von den GT ins Vorgelagerte gegangen wäre hätte es etwas gedauert. Es wäre vermutlich bei einer mündlichen wütenden Zurückweisung durch AGT ( ...Hier sprechen die GT der DDR verlassen sie unverzüglich das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik..) geblieben und einer nachfolgenden akribischen Untersuchung des Vorfalls durch die V2000.

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03.07.2013 10:17von RudiEK89
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Zitat von GZB1 im Beitrag #7
@Angelo, in Richtung BRD durfte nicht geschossen werden, und eh jemand von den GT ins Vorgelagerte gegangen wäre hätte es etwas gedauert. Es wäre vermutlich bei einer mündlichen wütenden Zurückweisung der AGT ( ...Hier sprechen die GT der DDR verlassen sie unverzüglich das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik..) geblieben und einer nachfolgenden akribischen Untersuchung der Vorfalls durch die V2000.

Das denke ich auch, die Posten hätten sich mit dem Megafon die Seele aus dem Hals gebrüllt "Sie befinden sich auf dem Hoheitsgebiet der DDR" aber bis die Gakl am Ort gewesen wären, wäre Hans schon im Rettungswagen und Richtung Krankenhaus unterwegs.

Gruß Andreas

03.07.2013 10:25von ( gelöscht )
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Wieder eine der üblichen Provokationen.
Ich hätte das über GMN gemeldet und dann wäre die Sache für mich erledigt gewesen.
Sicher wäre ein zusätzlicher Posten aufgezogen.
Evtl. hätten die Aufklatscher sich die Sache mal aus der Nähe angesehen.

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03.07.2013 10:26von ( gelöscht )
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #8
Zitat von GZB1 im Beitrag #7
@Angelo, in Richtung BRD durfte nicht geschossen werden, und eh jemand von den GT ins Vorgelagerte gegangen wäre hätte es etwas gedauert. Es wäre vermutlich bei einer mündlichen wütenden Zurückweisung der AGT ( ...Hier sprechen die GT der DDR verlassen sie unverzüglich das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik..) geblieben und einer nachfolgenden akribischen Untersuchung der Vorfalls durch die V2000.

Das denke ich auch, die Posten hätten sich mit dem Megafon die Seele aus dem Hals gebrüllt "Sie befinden sich auf dem Hoheitsgebiet der DDR" aber bis die Gakl am Ort gewesen wären, wäre Hans schon im Rettungswagen und Richtung Krankenhaus unterwegs.

Gruß Andreas


So ist es am wahrscheinlichsten ,selbst wenn die Notbehandlung länger dauerte bis die Grenzer da sind. Dem Rettung Sanitäter aus dem Westen, wär nicht viel passiert, Vernehmen, ermahnen und danach wieder ab in den Westen. Große negative Schlagzeilen im Westen wollte die DDR auch nicht.

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03.07.2013 10:33von glasi
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Guten Morgen. Wieviel Meter waren es eigentlich von der Grenzsäule bis zum Zaun?

03.07.2013 10:49von Rostocker
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Das ist wieder so ein Horrorszenarium was hier eingestellt wird. Erstens kann man 1987 nicht mehr mit den 50er und 60 Jahren vergleichen.Wo man sagt,dann hätte man gleich geschossen.Wenn ich als Grenzer so einen Vorfall von B-Turm beobachtet hätte-dann wäre erstmal ne Meldung an die Führungsstelle gegangen. Und von dort wäre weiter entschieden worden,als erstes würde die Grenzstreife auftauchen und später der ganze Rummel.Und wenn in der Zwischenzeit die Rettungssanitäter West erste Hilfe leisten im vorgelagerten Gebiet.Da wäre überhaupt nichts passiert im Prinzip, ging doch dann, von der Rettungsaktion keine Bedrohung aus.Ja nachdenken sollte man schon etwas.
Wenn ich an meine Zeit zurück denke 74/75,wieviel Zivilpersonen hatten da nicht das vorgelagerte Gebiet betreten und was passiert nichts.Ausser ne kleine Zurückweisung --aber ohne Megafon--und ne Meldung an die Füst und das war es dann auch schon.Und noch was--wenn der BGS schon 2 Kühe aus dem Morast am Schalsee auf DDR Gebiet gelegen ausfliegen durfte.Dann wäre auch bei der Rettung des kleinen Jungen nichts passiert. Also was solls--Horrorszenarium wieder einpacken.

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03.07.2013 10:50von ( gelöscht )
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #8
Zitat von GZB1 im Beitrag #7
@Angelo, in Richtung BRD durfte nicht geschossen werden, und eh jemand von den GT ins Vorgelagerte gegangen wäre hätte es etwas gedauert. Es wäre vermutlich bei einer mündlichen wütenden Zurückweisung der AGT ( ...Hier sprechen die GT der DDR verlassen sie unverzüglich das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik..) geblieben und einer nachfolgenden akribischen Untersuchung der Vorfalls durch die V2000.

Das denke ich auch, die Posten hätten sich mit dem Megafon die Seele aus dem Hals gebrüllt "Sie befinden sich auf dem Hoheitsgebiet der DDR" aber bis die Gakl am Ort gewesen wären, wäre Hans schon im Rettungswagen und Richtung Krankenhaus unterwegs.

Gruß Andreas


Die Posten hatten kein Megafon mit im Grenzdienst mit, nur mal so zur Anmerkung. Ich jedenfall nicht, an der grünen Grenze in der Rhön.
Die Posten konnten auch nicht mal schnell so auf das "Vorgelagerte" gehen. Da war ein 3-m-Streckmetallzaun dazwischen, Anfang der 80er Jahre noch mit Minen gespickt. Ab und an gab es ein verschlossenes Tor im Zaun - der Schlüssel dazu lag - wo ??? --- möglicherweise in der Führungsstelle.
Um das "vorgelagerte" von DDR-Seite zu betreten, mussten im diesem Bereich des Tores die Minen abgeschaltet werden (Führungspunkt) und der Schlüssel vor Ort sein. Das ging nur mit Anmeldung beim Führungpunkt.
Grenzaufklärer haben diese Stelle passiert - nach Anmeldung im Führungspunkt.
Was die "gewöhnlichen" Grenzer tun konnten, wenn sie einen solchen Vorfall bemerkten:
Sofort per Grenzmeldenetz oder Funk, falls vorhanden, an den Führungspunkt melden und weitere Anweisungen abwarten.
Keinesfalls "einfach mal so" über die Grenze schiessen - jedenfalls nicht auf einen unbewaffneten Zivilisten oder einen offensichtlich unbewaffneten Rettungssanitäter oder Notarzt.
Eins ist klar - zusätzliche Zeit hätte das vielleicht gekostet, bis die "offiziellen Amtswege" hier die richtigen, vernünftigen Entscheidungen getroffen hätten.

@Angelo - denkst Du wirklich, ich hätte auf unseren König geschossen ?
Dann hätte ich mich nie getraut, in die Schar Deiner Untertanen zu kommen ......

Gruss Hartmut
EDIT: Ergänzung, die Situation auf dem Header-Bild:
@Angelo, der DDR-Grenzer auf dem Bild, auf dem "Vorgelagerten" ist ein Grenzaufklärer, ein Berufssoldat. Der weiss, was er in einer solchen Situation zu tun hat. Sicher werden hier noch Antworten von ehemaligen Berufssoldaten der GT kommen, die das ausfühlich erklären.
Einer unserer Admins war GAKL - aber da erzähle ich Dir sicher nichts Neues.

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03.07.2013 10:53von Rostocker
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #8
Zitat von GZB1 im Beitrag #7
@Angelo, in Richtung BRD durfte nicht geschossen werden, und eh jemand von den GT ins Vorgelagerte gegangen wäre hätte es etwas gedauert. Es wäre vermutlich bei einer mündlichen wütenden Zurückweisung der AGT ( ...Hier sprechen die GT der DDR verlassen sie unverzüglich das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik..) geblieben und einer nachfolgenden akribischen Untersuchung der Vorfalls durch die V2000.

Das denke ich auch, die Posten hätten sich mit dem Megafon die Seele aus dem Hals gebrüllt "Sie befinden sich auf dem Hoheitsgebiet der DDR" aber bis die Gakl am Ort gewesen wären, wäre Hans schon im Rettungswagen und Richtung Krankenhaus unterwegs.

Gruß Andreas


Andreas--Das ist ja schon fast eine Beleidigung---Was sollten wir Grenzer ,denn noch alles mitschleppen--ich meinte das Megafon.

03.07.2013 10:55von RudiEK89
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Natürlich hatte der Grenzposten kein Megafon mit. Ich schrieb dies, weil ich auf der Fürst Bockelnhagen, mehrere Vorfälle hatte, wo Besucher das Hoheitsgebiet betreten hatte. Die Fürst hatte schon ein Megafon (Tschuldigung).

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