#1

die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 14:51
von Lutze | 11.011 Beiträge | 17468 Punkte

für viele Tiere war das Grenzgebiet ein Rückzugsgebiet,
die Berichte über das grüne Band finde ich interessant,
konnte man als Grenzer auch schöne Naturerlebnisse beobachten?
gruß Lutze


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wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren

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#2

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 15:29
von Mike59 | 10.631 Beiträge | 11570 Punkte

Zitat von Lutze im Beitrag #1
für viele Tiere war das Grenzgebiet ein Rückzugsgebiet,
die Berichte über das grüne Band finde ich interessant,
konnte man als Grenzer auch schöne Naturerlebnisse beobachten?
gruß Lutze


Sicher, das war schon möglich. Kann mich noch an einen Postenpunkt erinnern da sind die Rotschwänzchen unter unseren Stiefeln umher gehüpft und haben die Krumen vom Postenbrot aufgepickt. Oder du hast die Postentasche etwas länger nicht beaufsichtigt und hast dann Mäuse drin gehabt. Lustig war auch immer wenn die "Stadtkinder" in der Nacht das erste mal einen Fuchs bellen hörten. Heißt das bei Füchsen bellen?
Ja, in den 8 h war viel Zeit für Naturbeobachtungen.


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zuletzt bearbeitet 30.06.2013 15:29 | nach oben springen

#3

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 15:30
von Kimble | 398 Beiträge | 288 Punkte

Hallo Lutze,
du bist ja seit einigen Tagen ein sehr fleißiger Themen- Eröffner, schön das es dir wieder besser geht.

Wenn ich mich erinnere, wenn ich die Wahl gehabt hätte, wo ich den Wehrdienst ableisten soll,
da hätte ich sicher die GT gewählt. Wegen der schönen Natur.
Bei mir war die Vorstellung so in Richtung bewaffneter Wandertag mit viel Zeit zum abhängen.
Das dir Wirklichkeit auch anders sein konnte, habe ich hier im Forum gelernt.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"

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#4

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 16:19
von Bugsy • ( Gast )
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Auf der westlichen Seite gab es auch immer viel Natur. Nun bin ich mir gar nicht sicher, ob es dort auch so eine Art "Sperrzone" gab, aber ich glaube eher nicht. Da waren schon Dörfer und so, aber sie lagen einige Kilometer "landeinwärts“. Ich nehme an, dass weil die Grenzzone wirtschaftlich uninteressant war, wurde dort wenig investiert und so wurde der Natur sich selbst weitgehend überlassen.

Da konnte man allerhand an Tieren und Vögel beobachten. Es war herrlich. Etwas südlich von Lauenburg habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Wildschweinfamilie gesehen (sagt man "Familie“ dazu?). Jedenfalls so eine Herde, oder wie es auch heißt. Es müssen wohl ca. zehn Tiere gewesen sein, mit vielen kleinen dabei, die aber komischerweise gestreift waren. Drei von den Viechern haben sich uns gestellt und da ist mir echt die Muffe gegangen. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass Wildschweine so ähnlich sind wie unsere Schweine daheim, bloß ein bisschen dünner vielleicht. Aber die sind absolut riesig! Wir waren zu sechst und sind gleich auf die Bäume. Es ist überraschend, wie schnell man klettern kann, wenn die nackte Panik dabei ist. Dann haben sich die Tiere abgedreht und sind davongelaufen. Ich kann es mir eingebildet haben, aber es schien mir, als hätten die uns auch beim Fortgehen ein paar verächtliche Blicke zugeworfen. Bis zum Abend und den Treff mit den anderen Kameraden war die Wildschweinherde auf einige hundert angewachsen, wie das nun mal bei Soldaten ist, wenn sie ihre Geschichten zum Besten geben.

Füchse hat man auch haufenweise gesehen, auch mit ihren Jungtieren. Auf der Ostseite waren immer befestigten Wege, aber wir liefen meistens nur über Pfade. Obwohl es hier und da schon ein Stück Straße gab. Ich fand es immer schön dort und vor allen Dingen wirklich friedlich, auch wenn wir und die so genannte "Gegenseite“ bewaffnet waren. Was irgendwie, für mich zumindest, nicht ganz zum Bild passte.

MsG


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#5

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 16:26
von Pit 59 | 12.553 Beiträge | 12532 Punkte

Auf der westlichen Seite gab es auch immer viel Natur@Bugsy

Bugsy und Du denkst die Natur hat vor dem zaun aufgehört ,naja vieleicht waren die Blätter an den Bäumen im Westen etwas grüner?
Nee im Ernst jetzt,das eine Jahr an der grünen war schon wie Urlaub.Wir an der Hessengrenze mit viel Wald,Wiesen,Feldern.
Das alles bei freier Unterkunft mit Vollverpflegung,ach nee sgar noch Geld dafür bekommen.Berlin kenne ich nicht,aber ich denke wir an der grünen haben schon das grosse Los gezogen.


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#6

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 16:34
von Bugsy • ( Gast )
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #5
Auf der westlichen Seite gab es auch immer viel Natur@Bugsy

Bugsy und Du denkst die Natur hat vor dem zaun aufgehört ,naja vieleicht waren die Blätter an den Bäumen im Westen etwas grüner?
Nee im Ernst jetzt,das eine Jahr an der grünen war schon wie Urlaub.Wir an der Hessengrenze mit viel Wald,Wiesen,Feldern.
Das alles bei freier Unterkunft mit Vollverpflegung,ach nee sgar noch Geld dafür bekommen.Berlin kenne ich nicht,aber ich denke wir an der grünen haben schon das grosse Los gezogen.

Stimmt was du sagst, Pit. Das habe ich ein wenig blöd formuliert. Was ich meinte, war dass ich nur von der westlichen Seite berichten kann, die Kameraden hier wissen ob der Ostseite viel mehr als ich, weil ich nie dort war. Was ich aber immer wieder beeindrückend fand, war eben diese sehr friedliche Stimmung an der Grenze und in der Natur. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich Teil des Ganzen war.

MsG

MsG.


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#7

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 17:04
von Krepp | 694 Beiträge | 1587 Punkte

Zitat von Bugsy im Beitrag #4
.... Etwas südlich von Lauenburg habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Wildschweinfamilie gesehen (sagt man "Familie“ dazu?). Jedenfalls so eine Herde, oder wie es auch heißt.


Hallo,

Deutschkurs für @Bugsy


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#8

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 19:27
von Bugsy • ( Gast )
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Zitat von Krepp im Beitrag #7
[quote=Bugsy|p268741].... Etwas südlich von Lauenburg habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Wildschweinfamilie gesehen (sagt man "Familie“ dazu?). Jedenfalls so eine Herde, oder wie es auch heißt.


Hallo,

Deutschkurs für @Bugsy [/quote
Also merci vielmals für den Beitrag, Krepp. Nun weiß ich, dass eine Sammlung von Wildschweinen nun "Rotte" heißt. Wer hätte das gedacht. Eine Rotte von Wildschweinen.

Ich merke aber, dass du ob der Größe der garstigen Viecher gar kein Wort verlierst. Die sind, glaube mir, gewaltig! Will ich nur mal so gesagt haben.

MsG


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#9

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 19:31
von exgakl | 7.960 Beiträge | 3744 Punkte

Zitat von Mike59 im Beitrag #2
Zitat von Lutze im Beitrag #1
für viele Tiere war das Grenzgebiet ein Rückzugsgebiet,
die Berichte über das grüne Band finde ich interessant,
konnte man als Grenzer auch schöne Naturerlebnisse beobachten?
gruß Lutze


Sicher, das war schon möglich. Kann mich noch an einen Postenpunkt erinnern da sind die Rotschwänzchen unter unseren Stiefeln umher gehüpft und haben die Krumen vom Postenbrot aufgepickt. Oder du hast die Postentasche etwas länger nicht beaufsichtigt und hast dann Mäuse drin gehabt. Lustig war auch immer wenn die "Stadtkinder" in der Nacht das erste mal einen Fuchs bellen hörten. Heißt das bei Füchsen bellen?
Ja, in den 8 h war viel Zeit für Naturbeobachtungen.


ja Mike... man nennt so m.E. beim Fuchs bellen... ein herrliches Geräusch, erinnerte mich immer irgendwie an ein schreiendes Kind


Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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#10

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 20:01
von Fritze • ( Gast )
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Rohrdommel und Nachtreiher waren auch nicht zu verachten. Letzterer klang immer als ob se ner Frau den Hals abdrehen.


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#11

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.06.2013 21:36
von DoreHolm | 12.046 Beiträge | 23457 Punkte

Unser Kompanieabschnitt war das Stück zwischen Havel/Erlengrund/Fichtewiese und der Laszinswiese, der Grenze zum Nachbarregiment. Wenn man sich Google Earth ansieht, erkennt man, daß die Grenze ein größeres geschlossenes Waldgebiet durchschneidet. Es galt damals als der wildreichste Abschnitt der Grenze um Berlin. Das Wild scherte sich damals nicht um die Grenze. Dieser vorrostete Stacheldraht war kein Hinderniss für Wildschweine. Der damalige Stadtkommandant, GM Poppe, kam manchmal dort zur Jagd. Interessant waren demzufolge die Streifengänge weit vorn am KS kurz vor der Grenze. Wildschweinrotten am frühen Morgen im Sommer sahen wir öfter, sogar in einem Abstand von wenigen Zehnermetern. Kurz mit dem MPi-Schloss geklappert, und sie verschwanden im Unterholz. Dachse gab es, Rotwild natürlich, Hasen, Igel und etliche verwilderte Hauskatzen. Nachts hatten wir dann einige Übung, um an der Art der Laufgeräusche zu wissen, welches Tier das war, Vogel, Maus, Igel oder größere Tiere. Glühwürmchen haben wir gefunden. Mein Interesse war auch die Astronomie. Mit dem Nachtglas und eben etwas weietr weg von der Lichtverschmutzung der Großstadt konnte man dann die einzelnen Sternbilder und bedeutende Einzelsterne und interstellare Nebel suchen.


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#12

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 00:46
von Moskwitschka • ( Gast )
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #5

Nee im Ernst jetzt,das eine Jahr an der grünen war schon wie Urlaub.Wir an der Hessengrenze mit viel Wald,Wiesen,Feldern.
Das alles bei freier Unterkunft mit Vollverpflegung,ach nee sgar noch Geld dafür bekommen.Berlin kenne ich nicht,aber ich denke wir an der grünen haben schon das grosse Los gezogen.


Da fehlen mir die Worte.

LG von der grenzgaengerin




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#13

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 01:01
von Vogtländer • ( Gast )
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@ Dore:
So ein nicht-lichtverschmutzter Sternenhimmel ist immer wieder schön anzusehen.
Hach,wie gern sitze ich im Garten in so einer lauen Sommernacht bei Sternenhimmel!Nur die Frösche vom Talsperrenvorbecken stören immer mit ihrem Quackterror!Sonst wärs ja auch heile Welt!


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#14

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 06:47
von Krepp | 694 Beiträge | 1587 Punkte

Zitat von Bugsy im Beitrag #8
Ich merke aber, dass du ob der Größe der garstigen Viecher gar kein Wort verlierst. Die sind, glaube mir, gewaltig! Will ich nur mal so gesagt haben.


Hallo,
ja ich weis.
Nachtschicht am B-Turm GR6/Abschnitt12 kurz vor TL. Dann Fußstreife zur TL (Pieper Katen)
Plötzlich wildes Geraschel und sich bewegende dunkle Schatten. X1 waren wir in dem
kleinen Bunker (Eule?) verschwunden. Lange Zeit später dann wieder raus mit Waffe im Anschlag.
Das war das einzigste mal, wo ich wärend des Dienstes durchgeladen hatte.


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Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin



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#15

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 07:08
von Pit 59 | 12.553 Beiträge | 12532 Punkte

Da fehlen mir die Worte.

LG von der grenzgaengerin

Das glaube ich Dir sehr gerne.Mir haben nicht nur die Worte gefehlt,ich war sogar Sprachlos
Die armen Mucker,die wissen gar nicht was sie verpasst haben.


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#16

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 07:51
von Lebensläufer • ( Gast )
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a Mike..." man nennt so m.E. beim Fuchs bellen... ein herrliches Geräusch, erinnerte mich immer irgendwie an ein schreiendes Kind"

Also ich weiß nicht so recht exgakl..... "schreiendes Kind" Das klingt eher wie wenn Einer keine Luft mehr bekommt und den Nachthimmel anfleht das ihm der Onkel Doktor für seine Stimmbänder nen Löffel Hustensaft verschreibt. Bei die Katzen und ihren Turteleien(der war gut...Turtel...eien) geh ich ja noch mit mit dem Kindergeschrei aber bei die Füchse???

Übrigens Füchse, sind die nicht ne Untergattung der Hunde was deren Gene betrifft?

Lebensläufer

PS. "Ein ganz kleiner Fuchs rannte einmal auf einer meiner Zeitungstouren im Lichtkegel vom Scheinwerfer um sein Leben. Statt das dumme Tier den Lichtkegel verlies hetzte der kleine Kerl auf seinen kurzen Beinchen fast hundert bis zweihundert Meter vor mir her., immer rechts links, immer wieder rein in den Lichtkegel ich wurde fast verrückt. Dann wollte ich schon anhalten und den zarten Dussel von der Fahrbahn tragen da schaffte er es irgendwie ins Getreidefeld. Ich dachte so...na endlich haste es geschnallt Fuchskind " das man wirklich vom Pfad abweichen muss um einfach nur zu überleben...oder besser einmal was anderes zu erleben"

Ab und an in Wochenabständen sehe ich den Kerl(nun schon ein stattliches Kerlchen) in der Nacht fast an derselben Stelle" und immer grüßt er mich mit einem kurzen Nicken seiner Augen die in der Dunkelheit wie glühende Sterne aussehen. Sein Freund großer Rainer war ja auch mal jung, trampelte nie lange nur auf einem Pfad herum"


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#17

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 08:00
von Rostocker | 9.714 Beiträge | 12362 Punkte

Lasse mal das Politische weg hier.Ja Grenzer und Natur.Echt gesagt war lieber auf Schicht in den Sommermonaten draußen als in der GK Wenn man in der Frühschicht draußen auf den B Turm am Schalsee saß und es wurde hell und die Sonne ging auf.Das fand ich klasse.Das erinnerte mich dann immer an meiner Arbeitsstelle--wie in Warnemünde von Osten her die Sonne übern Breitling aufging.Oder wenn in den Morgenstunden der Fischer auf den Schalsee fuhr um seine Netze einzuholen.Da gab es bei uns einen Postenplatz,der war zwischen Zarrentin und Lassahn.Ich glaub es war Techin,da wurde man am Dorfrand abgesetzt und musste den PP zu Fuß beziehen.Das war immer ein schöner Spaziergang.Ja über Natur,konnte ich mich als Großstädter damals nicht beklagen. Wenn ich jedes mal die Mucker in ihren Kasernen übers Wochenende gesehen habe in Rostock,da kamen einen so die Gedanken.Wo man sich sagte,man haste Glück gehabt das du nicht bei den Verein gelandet bist.Heute würde ich sagen,hatte bei der Fahne am Kanten--jeden Tag Ausgang in Richtung Natur.


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#18

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 11:52
von Jobnomade • ( Gast )
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Hallo miteinander....

klar war das Grenzerdasein ein "naturnaher Job".
Ich erinnere mich an eine Nachtschicht im Sommer 79 in der Rhön, da liefen im Morgengrauen, so kurz vor unserer Ablösung 2 Dachse wenige Meter vor uns über den Weg. Und Wildschweine in der Dämmerung oder nachts im Busch - das war Alltag.
Und die blumenübersäten Sommerwiesen..... haben mich zu dieser Geschichte inspiriert:
Ein Sommertag in der Rhön
Die Landschaft der Rhön hat sich in den Jahren nicht verändert - sie ist zeitlos schön und un so eine Zeitreise passiert einem ganz schnell, wenn man die Gedanken dort schweifen lässt.

Gruss Hartmut




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zuletzt bearbeitet 01.07.2013 11:53 | nach oben springen

#19

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 11:58
von Jobnomade • ( Gast )
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #16
a Mike..." man nennt so m.E. beim Fuchs bellen... ein herrliches Geräusch, erinnerte mich immer irgendwie an ein schreiendes Kind"

Also ich weiß nicht so recht exgakl..... "schreiendes Kind" Das klingt eher wie wenn Einer keine Luft mehr bekommt und den Nachthimmel anfleht das ihm der Onkel Doktor für seine Stimmbänder nen Löffel Hustensaft verschreibt. Bei die Katzen und ihren Turteleien(der war gut...Turtel...eien) geh ich ja noch mit mit dem Kindergeschrei aber bei die Füchse???

Übrigens Füchse, sind die nicht ne Untergattung der Hunde was deren Gene betrifft?

Lebensläufer

PS. "Ein ganz kleiner Fuchs rannte einmal auf einer meiner Zeitungstouren im Lichtkegel vom Scheinwerfer um sein Leben. Statt das dumme Tier den Lichtkegel verlies hetzte der kleine Kerl auf seinen kurzen Beinchen fast hundert bis zweihundert Meter vor mir her., immer rechts links, immer wieder rein in den Lichtkegel ich wurde fast verrückt. Dann wollte ich schon anhalten und den zarten Dussel von der Fahrbahn tragen da schaffte er es irgendwie ins Getreidefeld. Ich dachte so...na endlich haste es geschnallt Fuchskind " das man wirklich vom Pfad abweichen muss um einfach nur zu überleben...oder besser einmal was anderes zu erleben"

Ab und an in Wochenabständen sehe ich den Kerl(nun schon ein stattliches Kerlchen) in der Nacht fast an derselben Stelle" und immer grüßt er mich mit einem kurzen Nicken seiner Augen die in der Dunkelheit wie glühende Sterne aussehen. Sein Freund großer Rainer war ja auch mal jung, trampelte nie lange nur auf einem Pfad herum"


Lebensläufer,

vielleicht ist der kleine Fuchs ein (Seelen-)Verwandter von Dir ????
Nur mal so als Denkanstoss...

Gruss Hartmut


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#20

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 12:51
von Duck | 1.742 Beiträge | 21 Punkte

Ich finde Hartmut die Rhön hat zwei "Gesichter" einmal die schönen Sommertage mit der schon von mir beschriebenen Feldlerche, die lustig vor sich hin trällerte und dann aber auch die kalten und nebligen Nächte, wo Du im Unterholz gesessen hast und um dich rum nicht sehend aber hörend die "Schwarzkittel-Bande".


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08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)



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