DDR-Bürger 1984 in Mosambik getötet

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04.07.2013 21:35
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#46
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Der Mitteldeutsche Rundfunk recherchierte auch mal....
Die Renamo behauptet, sie wären es nicht gewesen. Die Frelimo schweigt. Die DDR hatte nach der Obduktion der Leichen auch so ihre Zweifel.

https://www.youtube.com/watch?v=7aQ3Ftmoj_c

Eigentlich hatten die Renamo-Kämpfer M16 aus Südafrika bekommen, bezahlt von der Bundesrepublik Deutschland. Warum wurden die DDR-Bürger mit Kalaschnikows umgebracht?
Die Bewacher waren verschwunden. Im Bericht des MfS kann man auch lesen, daß an der gleichen Stelle vorher ein Überfall auf einen PKW mit anschließender Ermordung der Insassen stattgefunden hat. Mocambique hat den versprochenen Untersuchungsbericht nie an die DDR geliefert.

Ein zweiter Bericht beschäftigt sich mit den Madgermans, die Vierkrug schon erwähnte.

https://www.youtube.com/watch?v=Ud5wWdpY9oU


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04.07.2013 23:06 (zuletzt bearbeitet: 04.07.2013 23:12)
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#47
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@Kurt - wie bereits geschrieben und auch der Obduktionsbefund es aussagt, wurden die DDR-Bürger durch Projektile aus der MPi "Kalaschnikow" (AK 47) getötet. Einige aus Nahdistanz mit gezielten Schüssen (Details nenne ich hier nicht).
Auch wenn die RENAMO mit M 16 ausgestattet waren, so hatten sie auch sogenannte "Beutewaffen" im Einsatz und das waren u.a. auch Kalaschnikows. Weitaus schlimmer waren die Massaker, die gegen die eigene Bevölkerung verübt wurden, denn dort wurde teilweise eine weitaus brutalere Waffe eingesetzt, die Machete.
Die RENAMO kann heute viel behaupten, sie sitzen ja mittlerweile mit im Boot. Gegenüber Joaquim Chissano, dem Nachfolger von Samora Machel, hatte ich schon damals meine Bedenken. Und die waren doch nicht so unbegründet, wenn man weiß, wen Chissano heute vertritt.
Seit 2005 vertritt Joaquim Chissano als Non-Executive-Direktor das südafrikanische Bergbauunternehmen African Rainbow Minerals. Darüber hinaus ist er Stellvertretender Vorsitzender und Direktor des aus Kanada stammenden und in Kaptstadt angesiedelten Bergbauunternehmen TEAL Exploration and Mining Inc., woran African Rainbow Minerals als Mehrheitsaktionär beteiligt ist. Zugleich ist er Direktor bei dem südafrikanischen Goldbergbauunternehmen Harmony Gold.
Alle diese Unternehmen werden von Patrice Motsepe geführt. Motsepe ist ein südafrikanischer Unternehmer, Milliardär und in leitenden Positionen bei verschiedenen südafrikanischen Bergbauunternehmen. Zu seinem Konzern African Rainbow Minerals gehören Platin-, Gold-, Nickel-, Kupfer-, Eisen- und Kohlebergwerke. Selbst im Krisenjahr 2009 erwirtschafteten Motsepes Unternehmen einen operativen Gewinn von fast 600 Millionen Dollar.

Mehr braucht man wohl nicht zu schreiben. Ich versteige ich mich auch nicht in weitere Spekulationen. Die jetzige Frau von Nelson Mandela, ist die Witwe von Samora Machel.

Es ist nicht mehr das Mocambique, wofür einst Eduardo Mondlane und Samora Machel mit der FRELIMO kämpften und ihr Leben ließen. Ich werde Samora Machel immer in ehrender Erinnerung behalten.
Ich sehe ihn noch heute bei einem Essen, wo mit dem Messer gekonnt eine gefüllte Blätterteigpastete, wie mit der Machete zerteilte und sich über die erschrockenen Blicke der anwesenden Gäste amüsierte. Auch das war Samora. Wenn das FRELIMO-Lied gespielt wurde, war er einer der Ersten der sich unter die Massen mischte, mitsang und auch mittanzte.

Vierkrug


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02.04.2014 13:47
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#48
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Offensichtlich eine hochwirksame Waffe
https://www.youtube.com/watch?v=1sSWry6Z0IU


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02.04.2014 14:15
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#49
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was hat eigentlich die DDR motiviert, sich um einen Hungerleiderstaat wie Mosambik zu kümmern, wo sie doch selbst nicht gerade in wirtschaftlicher Hinsicht ausgestattet war, wie "Meister Propper"


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02.04.2014 14:22
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#50
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Solidarität ist für dich ein Fremdwort? Gab natürlich auch wirtschaftliche Hintergründe. Steinkohle Eisenerz, Kaffeeanbau sollte Wirtschaftslage entspannen und der DDR helfen.Fischfang vor Mocambique brachte Devisen ein.
mfg jan


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02.04.2014 14:26
avatar  Pit 59
#51
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Zitat von Gert im Beitrag #49
was hat eigentlich die DDR motiviert, sich um einen Hungerleiderstaat wie Mosambik zu kümmern, wo sie doch selbst nicht gerade in wirtschaftlicher Hinsicht ausgestattet war, wie "Meister Propper"




Mensch Gert,Solidarität da waren wir ganz GROSS Mosambik,Angola, und mir wird schlecht Luis Corvalan


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02.04.2014 14:28
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#52
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Was hat jetzt der Chilene damit zu tun?
Jan


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02.04.2014 15:03
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#53
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Ich zahle doch auch schon seit 25 Jahren Soli oder ?


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02.04.2014 17:35
#54
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Zitat von elster427 im Beitrag #50
Solidarität ist für dich ein Fremdwort? Gab natürlich auch wirtschaftliche Hintergründe. Steinkohle Eisenerz, Kaffeeanbau sollte Wirtschaftslage entspannen und der DDR helfen.Fischfang vor Mocambique brachte Devisen ein.
mfg jan


Nicht zu vergessen die weltweite Auseinandersetzung. Jeder Block versuchte Einfluß zu gewinnen und suchte deswegen Verbündete.
Mir fällt da spontan Angola ein: MPLA versus Unita.
Das hat diesen Ländern geschadet.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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02.04.2014 17:41 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2014 17:43)
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#55
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Zitat von elster427 im Beitrag #50
Solidarität ist für dich ein Fremdwort? Gab natürlich auch wirtschaftliche Hintergründe. Steinkohle Eisenerz, Kaffeeanbau sollte Wirtschaftslage entspannen und der DDR helfen.Fischfang vor Mocambique brachte Devisen ein.
mfg jan


Wirtschaftliche Beweggründe waren ausschlaggebend für die internationalistische Solidarität der DDR.
Welche Länder in denen es nichts gab wurden denn von der DDR unterstützt?
Außerdem die Verbreitung des Sozialismus in alle Welt.
War trotz schöner Bilder unter dem Strich alles erfolglos.


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02.04.2014 18:03
#56
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #55
Zitat von elster427 im Beitrag #50
Solidarität ist für dich ein Fremdwort? Gab natürlich auch wirtschaftliche Hintergründe. Steinkohle Eisenerz, Kaffeeanbau sollte Wirtschaftslage entspannen und der DDR helfen.Fischfang vor Mocambique brachte Devisen ein.
mfg jan


Wirtschaftliche Beweggründe waren ausschlaggebend für die internationalistische Solidarität der DDR.
Welche Länder in denen es nichts gab wurden denn von der DDR unterstützt?
Außerdem die Verbreitung des Sozialismus in alle Welt.
War trotz schöner Bilder unter dem Strich alles erfolglos.


Ja Schnatter,anders rum sah es genauso aus.Selbst in den Irak wollte man die Demokratie bringen. Und was geschah--man bomte sie verdient wieder raus, so wie in Afganistan wo man schon auf der Flucht ist.Da haben sich die Großmächte nicht viel genommen.


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02.04.2014 18:10 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2014 18:11)
#57
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es geht immer um irgendwelche Interessen, i. d. R. wirtschaftliche. Sollte dabei die Möglichkeit bestehen, das eigene System zu installieren - um so besser. Für Länder, wo ausschließlich Haferflocken angebaut werden, interessiert sich kein Mensch.

friedliche Grüße Andreas

Hätte es Auschwitz und Stalingrad nicht gegeben, dann hätte es Mauer und Marienborn nicht geben müssen.


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03.04.2014 19:22
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#58
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Zitat von Lutze im Beitrag #1
wer erinnert sich daran?,
auf die Fahrt nach Unango wurden 4 DDR-Bürger aus einem
Hinterhalt von Rebellen erschossen
gruß Lutze



Ich möchte mal korrigieren und konkretisieren.
Es wurden keine vier DDR-Bürger, sondern insgesamt acht DDR-Bürger getötet. Dazu wurden ein Jugoslawe und fünf Bürger aus Mocambique getötet.
Am 6. Dezember 1984, gegen 8.30 Uhr wurden bei einem Bandenüberfall zunächst sieben DDR-Bürger getötet, ein weiterer erlag zehn Tage später seinen Verletzungen. Die DDR-Landwirtschaftsspezialisten, die in Mocambique solidarische Unterstützung bei der Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion leisteten, wurden in ihrem Fahrzeugkonvoi auf dem Weg zu ihrer Arbeit auf der Staatsfarm Unango überfallen und beschossen. Die Banditen waren mit Maschinenwaffen ausgerüstet.
Die HA IX des MfS führte die Untersuchung. Drei Tage nach dem Massaker wurden die DDR-Opfer im Institut für Gerichtliche Medizin der Humboldt-Universität zu Berlin obduziert. Dort erfolgte die Festlegung, dass der Leichenöffnung eine Röntgenuntersuchung vorausgeht, die als vorrangige Aufgabe die Feststellung von Fremdkörpern hatte und zudem Hilfe bei möglichen Identifizierungsproblemen sein konnte. Durch das Fehlen der zur Zeit des Vorfalles getragenen Kleidung, durch teilweise medizinische Wundversorgung und postmortale Veränderungen (stark fortgeschrittene Fäulnis durch tropische Bedingungen) waren die Befunderhebungen erschwert.
In allen Fällen trat der Tod als Folge von Schussverletzungen ein. Es konnte anhand der Sektionsergebnisse weiterhin festgestellt werden, dass der überwiegende Anteil der Schüsse den in Bauchlage befindlichen Opfern beigebracht worden war. Bei einigen Getöteten mit mehreren Schussverletzungen fanden sich die typischen Folgen des zusammengefassten Feuers mit Feuerstößen, d. h., die Schussverletzungen zeigten unterschiedliche Vitalitätsgrade. Nahschusszeichen sowie die andersartiger Gewalteinwirkung fehlten in allen Fällen. In vier Fällen führten Brustkorbdurchschüsse zum Tode, in zwei Fällen Schädelschüsse. Bei den beiden restlichen Opfern trat der Tod durch Gefäßverletzungen im Hals- und Schulterbereich ein.


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04.04.2014 00:00 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2014 00:01)
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#59
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S51

Oder einfacher formuliert, die Opfer hatten sich ergeben und lagen wehrlos auf dem Bauch als sie getötet wurden. Mancher hier würde von "Hinrichtung" schreiben. Da es keine Nahschußzeichen gab, trifft dies wohl eher nicht zu.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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15.04.2014 20:31
avatar  Merkur
#60
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Zitat von S51 im Beitrag #59
Oder einfacher formuliert, die Opfer hatten sich ergeben und lagen wehrlos auf dem Bauch als sie getötet wurden. Mancher hier würde von "Hinrichtung" schreiben. Da es keine Nahschußzeichen gab, trifft dies wohl eher nicht zu.


Darüber kann man geteilter Meinung sein.


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