DDR-Bürger 1984 in Mosambik getötet

  • Seite 3 von 6
02.07.2013 11:57 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 11:59)
avatar  seaman
#31
avatar

Es waren sehr viele Berufsgruppen aus der DDR in Mosambique vertreten und so unterschiedlich werden auch die Wege dorthin gewesen sein.
Die DDR hatte sich zu solidarischer Hilfe für dieses Land entschieden,wenn auch nicht ganz ohne Eigennutz im Auge,nun musste sie tätig werden.
Der eine erfuhr es beim Kadergespräch,den anderen erwischte es beim Studium.Manche wurden aus dringlichen Problemem einfach zu Hause angerufen.
Denke aber,weitestgehend und überwiegend war es auf freiwilliger Basis,bei anderen mit etwas Einsicht in die Notwendigkeit und sanften Druck.
Es waren,Fischer,Staatswissenschaftler,Lehrer,landwirtschaftliche Fachleute,Diplomaten.Facharbeiter aus vielen Bereichen,Ökonomen,Sicherheitsoffiziere und Spezialisten des Bergbaus.Das ist aber nur ein Ausriss dieser Palette.Nicht zu vergessen auch dabei die Jugendbrigade der FDJ vor Ort.Es gab viele organisatorische Probleme und die DDR betrat fast Neuland.
Es war auch personell eine riesige logistische Aufgabe zu meistern.
Klar,für manche waren auch ein paar Illusionen dabei,die sich mitunter zerschlugen.Sie haben dieses Land mit gestaltet,durch Gesetze,Konzeptionen,Lehrpläne und in der Finanzwirtschaft.Es waren tausende DDR-Bürger im Laufe der Jahre vor Ort und daher ist dieses Zeitfenster Mosambique untrennbar mit der DDR-Geschichte verbunden.
Aber,es war eine Herausforderung an überwiegend junge Menschen aus der DDR diese Aufgabe zu meistern.Klar auch,etwas lockte das ferne Land.
Dschungelnächte und Sandstrände am Indischen Ozean unter Palmen....
Wenn dann Versorgungsengpässe,Lagermentalität und tropische Belastungen und Krankheiten später dazu kamen,zerschlugen sich manche Träume.Als nächtliche Schiessereien und persönliche Bedrohungen intensiver wurden,dann hatte die Realität auch den Letzten eingeholt.
Viele,die damals dort tätig waren,sind heute aber zu recht stolz auf das damals Geleistete.
Manche bezahlten diesen Einsatz mit ihren Leben.

seaman-
sorry für das Schriftbild,schreibe etwas ungeübt mit solch einem ipad auf den Knien...


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 12:13 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 14:23)
avatar  ( gelöscht )
#32
avatar
( gelöscht )

Hier einmal eine Leseprobe aus dem Buch "Wir haben Spuren hinterlassen ! Die DDR in Mosambik - Erlebnisse ..." herausgegeben von Matthias Voss

http://books.google.de/books?id=3WL_nCEc...0Maputo&f=false

Was die Tätigkeit des MfS anbetrifft, so hat Ulrich van der Heyden im Kapitel "Zwischen Solidarität und Risiko" seine Sichtweise wiedergegeben. Einige Informationen lagen ihm im Detail jedoch nicht vor. - etwas zurückscrollen zu diesem Kapitel.

FDJ - Freundschaftsbrigaden arbeiteten in Vila Moatize am Bau und der Leitung eines Facharbeiterausbildungszentrum (1980 - 1985) und in Matundo am Bau einer Bergarbeiter - Wohnsiedlung (1982 - 1985). Dieser Teil der FDJ-Geschichte ist auch ein Teil des neuen Projektes, vom dem ich bereits vor Wochen berichtete. Es nimmt zwischenzeitlich Konturen an.

Vierkrug


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 12:25
avatar  ( gelöscht )
#33
avatar
( gelöscht )

Die Arbeit der Freundschaftsbrigaden in Angola werden doch dann nicht fehlen, oder?

"Mit den beiden Thüringern war die FDJ-Brigade in Gabela nun vollzählig, verfügte über 22 gut ausgebildete Fachleute, alles Freiwillige. Die meisten kamen aus Betrieben des "IFA Kombinats Fortschritt Landwirtschaft" und waren mit dem Bau und der Reparatur von Motoren sowie landwirtschaftlichen Geräten vertraut. "In unserer Brigade arbeiteten Elektriker, Landmaschinenschlosser, Tischler. "

http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel105354.html

LG von der grenzgaengerin

War das jetzt OT


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 12:28 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 12:49)
avatar  seaman
#34
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 12:43 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 12:46)
avatar  ( gelöscht )
#35
avatar
( gelöscht )

Eine Bemerkung noch zum # Beitrag 31 - es waren vordergründig hohe Fach- und Sachkompetenz, gepaart mit entsprechender charakterlicher Eignung, wie auch eine langjährige Berufserfahrung bei der Auswahl und dem Einsatz der Spezialisten ausschlaggebend - nicht zuletzt mußten auch bestimmte kaderpolitische Anforderungen erfüllt sein, die einen längerfristigen Einsatz rechtfertigten. Mocambique galt nicht als SW-Wirtschaftsgebiet.

@grenzgängerin
Wir verfügen über einen sehr reichhaltigen Fundus an Fotos und anderen Dokumenten des Einsatzes der FDJ-Freundschaftsbrigaden, nicht nur über deren Einsatz in Mocambique und in Angola. Es haben sich zahlreiche Protagonisten schon gemeldet, die diesen Teil auch dokumentieren. Aber noch sind wir nicht soweit.

Vierkrug


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 13:34
avatar  ( gelöscht )
#36
avatar
( gelöscht )

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #30
Wie kamen eigentlich die DDR-Bürger dorthin in den Einsatz? Wurde man einfach hinbefohlen oder war das irgendwie freiwillig? Und wie weit wusste man vorher, wie heiss es dort auch politisch ist?


Grundlage für den Einsatz von DDR-Spezialisten in Mocambique bildeten entsprechende Abkommen zwischen beiden Ländern und ihren Regierungen. Die Zusammenarbeit der DDR mit der FRELIMO geht bis auf Anfang der 60iger zurück. Rainer Grajek hat es sehr schön auf seiner Hompage publiziert

http://www.rainergrajek.de/mosambik-und-die-ddr

Nicht alle potentiellen Kandidaten für einen möglichen Einsatz in Mocambique, stimmten diesem im Gespräch dann auch zu - besonders nach den Ereignissen im Jahr 1984 wurde es zunehmend schwieriger.

Vierkrug


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 19:05
avatar  ( gelöscht )
#37
avatar
( gelöscht )

Zitat von Vierkrug im Beitrag #29

Die "Madgermanes", wie man in Mocambique...



Ist das Bild in der DDR aufgenommen wurden, oder in Mosambik?


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 19:08
avatar  ( gelöscht )
#38
avatar
( gelöscht )

Natürlich DDR - ich dachte, dass man das am Hintergrund erkennen würde.


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 19:22
avatar  ( gelöscht )
#39
avatar
( gelöscht )

Zitat von Vierkrug im Beitrag #38
Natürlich DDR - ich dachte, dass man das am Hintergrund erkennen würde.

Nö, war viel zu klein.


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 20:42
avatar  ( gelöscht )
#40
avatar
( gelöscht )

Zitat von Vierkrug im Beitrag #38
Natürlich DDR - ich dachte, dass man das am Hintergrund erkennen würde.


Klar, sieht man doch am Kfz-Kennzeichen.


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 20:46 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 22:21)
avatar  ( gelöscht )
#41
avatar
( gelöscht )

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #30
Wie kamen eigentlich die DDR-Bürger dorthin in den Einsatz? Wurde man einfach hinbefohlen oder war das irgendwie freiwillig? Und wie weit wusste man vorher, wie heiss es dort auch politisch ist?


Wie heiß es dort politisch ist, wußte jedes Kind, denn im Schulunterricht (Fach: deutsche Sprache und Literatur) wurde ein Buch behandelt, welches sich "Das Brot der Tropen" nannte. Ich habe es immer noch im Schrank. Zwar beschreibt der Autor (Jürgen Leskien) die Ereignisse in Angola, aber diese ähnelten denen in Mocambique.


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 20:53
avatar  seaman
#42
avatar

Zitat von Kurt im Beitrag #41
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #30
Wie kamen eigentlich die DDR-Bürger dorthin in den Einsatz? Wurde man einfach hinbefohlen oder war das irgendwie freiwillig? Und wie weit wusste man vorher, wie heiss es dort auch politisch ist?


Wie heiß es dort politisch ist, wußte jedes Kind, denn im Schulunterricht (Fach: deutsche Sprache und Literatur) wurde ein Buch behandelt, welches sich "Das Brot der Tropen" nannte. Ich habe es immer noch im Schrank. Zwar beschreibt der Autor die Ereignisse in Angola, aber diese ähnelten denen in Mocambique.


Es gibt noch ein anderes:
Titel
"Angolanisches Tagebuch"

Da wird sogar mein Schiff mehrfach drin erwähnt.

seaman


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 22:17
avatar  ( gelöscht )
#43
avatar
( gelöscht )

Zitat von Kurt im Beitrag #40
Zitat von Vierkrug im Beitrag #38
Natürlich DDR - ich dachte, dass man das am Hintergrund erkennen würde.


Klar, sieht man doch am Kfz-Kennzeichen.



@Kurt Nichtgrenzern fällt sowas nicht auf !


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 22:19
avatar  ( gelöscht )
#44
avatar
( gelöscht )

Zitat von seaman im Beitrag #42
Zitat von Kurt im Beitrag #41
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #30
Wie kamen eigentlich die DDR-Bürger dorthin in den Einsatz? Wurde man einfach hinbefohlen oder war das irgendwie freiwillig? Und wie weit wusste man vorher, wie heiss es dort auch politisch ist?


Wie heiß es dort politisch ist, wußte jedes Kind, denn im Schulunterricht (Fach: deutsche Sprache und Literatur) wurde ein Buch behandelt, welches sich "Das Brot der Tropen" nannte. Ich habe es immer noch im Schrank. Zwar beschreibt der Autor die Ereignisse in Angola, aber diese ähnelten denen in Mocambique.


Es gibt noch ein anderes:
Titel
"Angolanisches Tagebuch"

Da wird sogar mein Schiff mehrfach drin erwähnt.

seaman



Das hab ich noch im Kopf "Ondjango " Angolanisches Tagebuch von Jürgen Leskin ? Junge Welt 1981/1982 ?


 Antworten

 Beitrag melden
02.07.2013 22:28 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 22:29)
avatar  ( gelöscht )
#45
avatar
( gelöscht )

Zitat von Fritze im Beitrag #43
Zitat von Kurt im Beitrag #40
Zitat von Vierkrug im Beitrag #38
Natürlich DDR - ich dachte, dass man das am Hintergrund erkennen würde.


Klar, sieht man doch am Kfz-Kennzeichen.



@Kurt Nichtgrenzern fällt sowas nicht auf !


Darauf habe ich nicht geachtet, weil das Bild so klein war. Andererseits fuhren PKW aus der DDR durchaus auch im Ausland mit DDR-Kennzeichen!
...Nichtwartburgstädtern fällt sowas natürlich nicht auf....


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!