DDR-Bürger 1984 in Mosambik getötet

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30.06.2013 16:20
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#16
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #15
Zitat von seaman im Beitrag #12
Die südafrikanische Luftwaffe war über Mosambique aktiv.
Spionageflugzeuge,ferngesteuerte Flugzeuge mit Sprengsätzen waren das kleinere Übel.
Südafrika flog gezielte Raketenangriffe gegen Objekte des ANC und ihren Sympathisanten.Meist befanden sich diese Ziele in Wohnbezirken und es gab viele zivile Opfer.
In Erinnerung ist mir ein Angriff auf einen Kindergarten in Matola 1983.Hier kamen viele Kinder ums Leben .

Auch Rhodesien hat Mosambique bombardiert.

seaman-
der dort Flakgeschütze auf Hoteldächern kennenlernte.

ANC=African National Congress


- Aber nicht im gesamtem Luftraum von Mocambique !!! Der Angriff auf Matola ist bekannt. Matola liegt aber als Hauptstadt der Provinz Maputo im grenznahem Bereich zu Südafrika.
- Das war vor 1980, denn nach dem Antritt von Robert Mugabe war dann auch Schluß mit Rhodesien.

Vierkrug



Vierkrug,
wenn Matola allen bekannt wäre,hätte es keine Fragen zu Luftangriffen hier gegeben.
Bei Rhodesien habe ich geschrieben"hat"auch bombardiert-klar bis 1980.
Ansonsten schrieb ich,die südafrikanische Luftwaffe war über Mosa aktiv.Von irgendeinem gesamten Luftraum kann ich da nichts herauslesen.
Wo Matola liegt ist mir auch bekannt.

seaman


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30.06.2013 16:38 (zuletzt bearbeitet: 30.06.2013 17:08)
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#17
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Ich habe schon verstanden !!!


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30.06.2013 16:56
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#18
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Auf den Spuren der eigenen Vergangenheit.
Seit Jahren habe ich dieses Vorhaben schon im Kopf. Begonnen habe ich damit im März/April mit meiner Cuba-Reise. Im Oktober steht Russland an und für das kommende Jahr dann südliches Afrika.
Bin noch am Überlegen, ob ich Mocambique - Besuch - Maputo mit der Safari im Kruger - Nationalpark oder Moatize mit einer Safari im Selous Game Reserve von Tansania aus über den Malawi-See verbinde.
Hintergedanke dabei auch, die Big Five vor die Linse zu bekommen, denn dazu fehlte mir damals die Gelegenheit und Möglickeit.

Vierkrug


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30.06.2013 18:26
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#19
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Zitat von seaman im Beitrag #16
Zitat von Vierkrug im Beitrag #15
Zitat von seaman im Beitrag #12
Die südafrikanische Luftwaffe war über Mosambique aktiv.
Spionageflugzeuge,ferngesteuerte Flugzeuge mit Sprengsätzen waren das kleinere Übel.
Südafrika flog gezielte Raketenangriffe gegen Objekte des ANC und ihren Sympathisanten.Meist befanden sich diese Ziele in Wohnbezirken und es gab viele zivile Opfer.
In Erinnerung ist mir ein Angriff auf einen Kindergarten in Matola 1983.Hier kamen viele Kinder ums Leben .

Auch Rhodesien hat Mosambique bombardiert.

seaman-
der dort Flakgeschütze auf Hoteldächern kennenlernte.

ANC=African National Congress


- Aber nicht im gesamtem Luftraum von Mocambique !!! Der Angriff auf Matola ist bekannt. Matola liegt aber als Hauptstadt der Provinz Maputo im grenznahem Bereich zu Südafrika.
- Das war vor 1980, denn nach dem Antritt von Robert Mugabe war dann auch Schluß mit Rhodesien.

Vierkrug



Vierkrug,
wenn Matola allen bekannt wäre,hätte es keine Fragen zu Luftangriffen hier gegeben.
Bei Rhodesien habe ich geschrieben"hat"auch bombardiert-klar bis 1980.
Ansonsten schrieb ich,die südafrikanische Luftwaffe war über Mosa aktiv.Von irgendeinem gesamten Luftraum kann ich da nichts herauslesen.
Wo Matola liegt ist mir auch bekannt.

seaman



Hallo Seaman,

meine Frage entstand nur durch den zeitlichen und geographischen Zusammenhang - 1984 im Norden von Mocambique.
Aber der Name Matola sagte mir wirklich nichts.
Sag mal, warst Du als Seemann in Mocambique oder in anderer Funktion?
Immerhin waren bis zu 1200 DDR-Bürger gleichzeitig dort, wenn auch hauptsächlich in der Landwirtschaft und im Bergbau.
Hat Dein Schiff den von Vierkrug genannten Tiefseehafen Nacala angesteuert, um Kohle zu holen?

Viele Grüße,

Kurt


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30.06.2013 18:41
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#20
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Zitat von Kurt im Beitrag #19
Zitat von seaman im Beitrag #16
Zitat von Vierkrug im Beitrag #15
Zitat von seaman im Beitrag #12
Die südafrikanische Luftwaffe war über Mosambique aktiv.
Spionageflugzeuge,ferngesteuerte Flugzeuge mit Sprengsätzen waren das kleinere Übel.
Südafrika flog gezielte Raketenangriffe gegen Objekte des ANC und ihren Sympathisanten.Meist befanden sich diese Ziele in Wohnbezirken und es gab viele zivile Opfer.
In Erinnerung ist mir ein Angriff auf einen Kindergarten in Matola 1983.Hier kamen viele Kinder ums Leben .

Auch Rhodesien hat Mosambique bombardiert.

seaman-
der dort Flakgeschütze auf Hoteldächern kennenlernte.

ANC=African National Congress


- Aber nicht im gesamtem Luftraum von Mocambique !!! Der Angriff auf Matola ist bekannt. Matola liegt aber als Hauptstadt der Provinz Maputo im grenznahem Bereich zu Südafrika.
- Das war vor 1980, denn nach dem Antritt von Robert Mugabe war dann auch Schluß mit Rhodesien.

Vierkrug



Vierkrug,
wenn Matola allen bekannt wäre,hätte es keine Fragen zu Luftangriffen hier gegeben.
Bei Rhodesien habe ich geschrieben"hat"auch bombardiert-klar bis 1980.
Ansonsten schrieb ich,die südafrikanische Luftwaffe war über Mosa aktiv.Von irgendeinem gesamten Luftraum kann ich da nichts herauslesen.
Wo Matola liegt ist mir auch bekannt.

seaman



Hallo Seaman,

meine Frage entstand nur durch den zeitlichen und geographischen Zusammenhang - 1984 im Norden von Mocambique.
Aber der Name Matola sagte mir wirklich nichts.
Sag mal, warst Du als Seemann in Mocambique oder in anderer Funktion?
Immerhin waren bis zu 1200 DDR-Bürger gleichzeitig dort, wenn auch hauptsächlich in der Landwirtschaft und im Bergbau.
Hat Dein Schiff den von Vierkrug genannten Tiefseehafen Nacala angesteuert, um Kohle zu holen?

Viele Grüße,

Kurt


Nein,
nach Nacala sind mal Panzer verschifft worden.Mit Kohle hatte ich nichts zu tun.
War als Seemann dort und auch anderweitig tätig.

seaman


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30.06.2013 18:59 (zuletzt bearbeitet: 30.06.2013 19:00)
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#21
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Mocambique,1976.

Eine angespannte Lage für die junge Regierung unter Führung der FRELIMO dort.
Wirtschaftsboykott,Sabotage und militärische Aggressionsakte von Seiten der damaligen Apartheid-Regierung und dem Smithregime aus Rhodesien.
In Maputo wurden Vorkehrungen zur Luftabwehr getroffen,es war ein Heerlager.Flakgeschütze wurden mittels Hubschrauber auf die Hochhäuser transportiert und dort installiert,das Bedienungspersonal wohnte auf den Dächern.
Bisher zielten die Luftschläge aber vorrangig auf andere Provinzen um das Land aufzuspalten.Wer mit der Geschichte dieses Landes vertraut ist,wird sich an den Begriff "Korridor von Beira" erinnern.
Diese Bedrohungslage wurde auch von der damaligen mocambikanischen Regierung erkannt.Aus dieser prekären Situation heraus,wandte sich die FPLM an die DDR,mit der Bitte um dringende Hilfe,da sie nicht über schweres Gerät verfügten.
Es wurde eine Lieferung von Panzern des Typs T-34 vereinbart,die aus NVA-Beständen ausgemustert und nach Mocambique verschifft wurden.
Dieser Transport sollte natürlich möglichst geheim ablaufen.
Unter den in Maputo wirkenden gegnerischen Geheimdiensten und dem diplomatischen Korps waren darüber aber schon Infos durchgesickert und die Abdeckung dieser Lieferung nicht mehr zu verschleiern.
Nun musste man versuchen diesen Transport nicht unter der unmittelbaren Beobachtung des Gegners an Land zu verbringen.Günstig wirkte sich bei den ergriffenen Gegenmaßnahmen aus,daß es um die Weihnachtszeit war und das meiste internationale Botschaftspersonal zu den Feiertagen ausgedünnt war.Es waren also nur noch die "Unabkömmlichen" vor Ort-sprich in Maputo.
Hier,in diesem Hafen, wurde laut gestreuten Gerüchten auch dieser Transport erwartet.Dafür,um dieses Gerücht zu untermauern, liefen dann alle Maßnahmen vor Ort ab.Es wurden Schwerlastkräne in den Hafen beordert und installiert,Sicherheitskräfte und Armee riegelten den Hafen hermetisch ab....
In den internationalen Hotels von Maputo saßen die Männer vom CIA,die Informanten und die Agenten Südafrikas,die immer unruhiger wurden als das Schiff mit der brisanten Ladung n i c h t dort eintraf.
Das besagte Schiff war schon lange in den Tiefseehafen Nacala umgeleitet worden und konnte dort ungestört seine Ladung löschen....
Als nicht unbedeutenden Nebeneffekt,gelang es den mocambikanischen Sicherheitskräften bei dieser Aktion,gegnerische Geheimdienstmitarbeiter zu identifizieren bzw.festzunehmen.


Nachsatz:
" In einem Buch von Oberst (HVA) Bernd Fischer (Diplomat mit zwei Berufen) wird darauf hingewiesen, welche Rolle damals die Aufklärung der HVA durch Nutzung von Mitarbeitern unter den Besatzungen der Deutschen Seereederei spielte.Gerade in der Region Westafrika bzw. Nordafrika.Er würdigt in diesem Buch die Verdienste von Kapitänen ,Offizieren und (H)IM unter den Besatzungen der DSR an den verschiedensten Schauplätzen der Weltpolitik.Von Chile,Ghana,Libanon,Nicaragua,Mosambique bis Vietnam und v.a.m."

seaman


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01.07.2013 21:32
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#22
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Wer zu diesem Thema mehr erfahren möchte:

http://www.weltbild.de/3/14737331-1/buch...nterlassen.html

Eines der umfangreichsten und sachlichsten Bücher zum Thema.

seaman


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01.07.2013 21:40
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#23
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Ich hab noch einen 30 Euro -Gutschein für Weltbild . Sollte ich etwa ?


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01.07.2013 21:42 (zuletzt bearbeitet: 01.07.2013 21:49)
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Zitat von Fritze im Beitrag #23
Ich hab noch einen 30 Euro -Gutschein für Weltbild . Sollte ich etwa ?


Wenn Dich das Thema interessiert ist es gut angelegtes Geld.
Hier schreiben Zeitzeugen.

seaman


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01.07.2013 22:08 (zuletzt bearbeitet: 01.07.2013 22:22)
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#25
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@Fritze - es gibt noch ein sehr gutes Buch über die Hilfe der DDR in Mocambique von Rainer Grajek. Kann ich Dir auch empfehlen.
Titel des Buches "Berichte aus dem Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik"



Vierkrug


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02.07.2013 10:00 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 10:02)
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#26
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Persönlicher Epilog zu Mocambique.
Nach den Ereignissen des Jahres 1984 gab es eine Reihe von Veränderungen auch in der vor-Ort-Arbeit mit der CARBOMOC. Zunehmend wurde die fachlich-organisatorische Zusammenarbeit durch die Spezialisten aus Zwickau (aus dem ehemaligem Steinkohlenwerk "Martin Hoop") und der Bergakademie Freiberg wahrgenommen. Seitens der Generaldirektion / Kombinatsleitung wurde Dr. Gert B. durchgängig als Koordinator eingesetzt. U.v.a. Maßnahmen griffen dann in der Folge.

Was ich zum damaligem Zeitpunkt auch nicht wußte, war das Engagement der DDR, hier in Gestalt der Hochseefischerei, beim Aufbau und Ausbau der mocambiquanischen Garnelenfischerei. Und wie es im Leben oftmals spielt, waren hierbei die Frosttrawler, die auf der Elbewerft in Boizenburg gebaut wurden, maßgeblich beteiligt. Im Besonderem die "Kattegat"



Auch ein Zufall, denn vor Jahren traf ich bei einem Treffen der Fallschirmjäger der DDR einen Ehemaligen des Fallschirmjägerbataillons "Willi Sänger", der über viele Jahre bei der Hochseefischerei der DDR tätig war und aus persönlicher Erfahrung seine Eindrücke beim Mocambique - Einsatz auf der "Kattegat" schilderte.

Es gibt auch hierüber entsprechende Literatur in Gestalt nachfolgend genannten Buches

In den Folgejahren liefen dann die Unterlagen und Dokumente, den Steinkohlenabbau in Mocambique betreffend, dann nur noch über meinen Schreibtisch, denn im Jahr 1984 wurde seitens der DDR die nächste Großbaustelle eröffnet und somit endeten meine vor-Ort-Aktivitäten in Afrika.
Das neue Kapitel kann man auch mit der Überschrift versehen: "Es war in einer Sternennacht am Rande des Urals". Aber das ist schon wieder eine andere Thematik, auf die hier im Forum anscheinend noch keiner eingestiegen ist, obwohl es hier auch entsprechende Zeitzeugen gibt.

Ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, im kommenden Jahr doch die Variante "Kruger-Nationalpark" in Südafrika mit Besuch von Maputo anzugehen, da der Reiseveranstalter als Zielflughafen auch die Hauptstadt Mocambiques im Repertoire hat. Dann natürlich Besuch "Xenon-Haus", Hafen u.v.m. auf dem Programm.

Vierkrug


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02.07.2013 10:20
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #26


Das neue Kapitel kann man auch mit der Überschrift versehen: "Es war in einer Sternennacht am Rande des Urals". Aber das ist schon wieder eine andere Thematik, auf die hier im Forum anscheinend noch keiner eingestiegen ist, obwohl es hier auch entsprechende Zeitzeugen gibt.




Da kann Dir geholfen werden, Vierkrug.

Ich lege einfach mal 'ne Spur. Russland - Meine Liebe (3)

Vielleicht folgt jemand der Fährtre.

LG von der grenzgaengerin


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02.07.2013 10:26
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Hier noch ein interessanter Link zu Mocambique

http://www.luroko.de/einsatz/mosambik/mosambik6.html

@grenzgängerin, damals ist auch keiner so richtig darauf eingestiegen. Ich dachte, unser "Edelmetallfüchslein" nimmt den Köder auf.

Vierkrug


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02.07.2013 10:42 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 10:42)
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Kleine Ergänzung

Die "Madgermanes", wie man in Mocambique die 16.000 bis 20.000 Menschen nennt, die vor Jahrzehnten in der damaligen DDR gearbeitet, studiert oder einen Beruf erlernt hatten, geben nicht auf. Seit 23 Jahren fordern sie den Anteil ihres Verdienstes, den die DDR-Regierung damals direkt an die Regierung in Maputo überwiesen hatte. Sie haben dieses Geld bis heute noch nicht von der mocambiquanischen Regierung erhalten, obwohl sie einen Rechtsanspruch darauf haben.


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02.07.2013 11:08
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Wie kamen eigentlich die DDR-Bürger dorthin in den Einsatz? Wurde man einfach hinbefohlen oder war das irgendwie freiwillig? Und wie weit wusste man vorher, wie heiss es dort auch politisch ist?


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