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#321

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 11:16
von Kurt | 933 Beiträge | 2 Punkte
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Zitat von Dandelion im Beitrag #320
Mein folgender Beitrag passt zwar nur bedingt zur Überschrift, aber da ich hier schon mal über ein verkehrsrelevantes Thema geschrieben habe, mache ich einfach weiter.

Heute habe ich einen recht informativen Beitrag über den Flughafen Kassel-Calden gehört: DAS Luftverkehrsdrehkreuz in der Mitte Deutschlands, mit 8 (in Worten: acht) Linienverbindungen. Nein, nicht pro Stunde, nein, auch nicht pro Tag, sondern pro Woche. Acht. Ich fasse es nicht.

Da wird für schlappe 271 Millionen Euro ein Flughafen in die Landschaft geklotzt, für den es keinen, aber absolut auch gar keinen Bedarf gibt: Im Umkreis von 125 km gibt es vier weitere Regionalflughäfen und der Riesenairport Frankfurt ist auch gerade mal nur 165 km entfernt. Und der ist von Kassel aus hervorragend per Auto wie auch per Bahn erreichbar.

Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie sich da irgendein Regionalfürst derartig durchsetzen konnte, sich sein persönliches Denkmal bauen konnte, ohne daran gehindert zu werden. Und das in einer Zeit, in der die Straßen verrotten, Brücken wegen Einsturzgefahr gesperrt werden müssen und Züge auf bestimmten Streckenabschnitten nur noch im Kutschentempo fahren dürfen, weil Gleise und Unterbau marode sind.

Der Bericht endete mit dem Hinweis, dass heute, an einem Freitag, quasi rush-hour (oder besser: rush-day?) in Calden herrschen würde: Freitags würde es zwei Starts und Landungen geben. Gezeigt wurde eine Turboprop-Maschine aus Split, aus der die fast unübersehbare Zahl von 20 Passagieren quoll. Der Kommentar dazu war leicht süffisant: Es gab deutlich mehr Zuschauer als Passagiere.

Aber man kann es auch positiv sehen: Die Gefahr, dass sich starke Bürgerinitiativen gegen Fluglärm bilden werden, dürfte vernachlässigbar sein




Danke Dandelion!

Bleibt nur zu ergänzen, daß die Lufthansa sogar extra ein Callcenter für diesen Flughafen dort einrichtete. Inzwischen ist auch das Geschichte....

Gruß, Kurt


Grstungen386 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#322

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 11:59
von furry | 4.066 Beiträge | 2177 Punkte
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@Dandelion, dann will ich noch den Main-Donau-Kanal und den neuen Containerhafen von Wilhelmshaven hinzufügen.
Auch wenn letzterer erst ein paar Monate alt ist.
Auf beigefügter Website sieht man, wie sich in Bremerhafen die Pötte fast stapeln und Wilhelmshaven ist leer.

www.marinetraffic.com/ais/de/


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#323

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 12:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge | 19 Punkte
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Zitat von Dandelion im Beitrag #320
.

Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie sich da irgendein Regionalfürst derartig durchsetzen konnte, sich sein persönliches Denkmal bauen konnte, ohne daran gehindert zu werden. Und das in einer Zeit, in der die Straßen verrotten, Brücken wegen Einsturzgefahr gesperrt werden müssen und Züge auf bestimmten Streckenabschnitten nur noch im Kutschentempo fahren dürfen, weil Gleise und Unterbau marode sind.




Das liegt daran, daß der Regionalfürst mit der Arbeitzplätze- Keule kommt und der Rest der Parlamentarier auf "Autopilot" steht und mangels Qualifikation, solche Projekte realistisch einzuschätzen und vielfach auch mangels Zeit, die von den -zig Nebenjobs in Anspruch genommen wird, diesen Irrsinn nicht verhindern kann.
In den Parlamenten läuft das so ab, daß sich alles dem Argument "Gewerbesteuern" und "Arbeitsplätze" unterordnet, so wie sich früher alles nur um "Weltfrieden" und "Klassenkampf" gedreht hat, ohne die Probleme "um die Ecke" zu sehen.
Dieser kleine Unterschied zwischen Weitsicht und Weitsichtigkeit und der importierte Größenwahn (siehe Nachwendeprojekte der Neufünfländer) kostet unsere Steuermilliarden, wie z.B. Riesenspaßbäder und etliche Verkehrsprojekte Deutsche Einheit.
Es sind oft klitzekleine Stellschrauben, die man in der Alt- BRD längst hätte erkennen müssen um so etwas zu verhindern, das ist zum einen die Splittung der Gewerbesteuern Bund- Land- Kommune (anstatt sie komplett am Standort zu lassen...nur so kommt die einstimmige egobasierte Zustimmung zustande) sowie die Abschaffung der bauvolumenbezogenen Tabellenhonorare der Projektanten.



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#324

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 15:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Nun haben wir schon 3 Mythen der Bundesrepublik: das Wirtschaftswunder, den Elbe- Seitenkanal als Panzerbollwerk und das Argument Arbeitsplätze.

Man Barbara, hier wird gerade die Geschichte der Bundesrepublik neu geschrieben und Du bist nicht dabei.

LG von der grenzgaengerin


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#325

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 15:59
von Svenni1980 | 672 Beiträge | 1 Punkte
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Zitat von Kurt im Beitrag #321
Zitat von Dandelion im Beitrag #320
Mein folgender Beitrag passt zwar nur bedingt zur Überschrift, aber da ich hier schon mal über ein verkehrsrelevantes Thema geschrieben habe, mache ich einfach weiter.

Heute habe ich einen recht informativen Beitrag über den Flughafen Kassel-Calden gehört: DAS Luftverkehrsdrehkreuz in der Mitte Deutschlands, mit 8 (in Worten: acht) Linienverbindungen. Nein, nicht pro Stunde, nein, auch nicht pro Tag, sondern pro Woche. Acht. Ich fasse es nicht.

Da wird für schlappe 271 Millionen Euro ein Flughafen in die Landschaft geklotzt, für den es keinen, aber absolut auch gar keinen Bedarf gibt: Im Umkreis von 125 km gibt es vier weitere Regionalflughäfen und der Riesenairport Frankfurt ist auch gerade mal nur 165 km entfernt. Und der ist von Kassel aus hervorragend per Auto wie auch per Bahn erreichbar.

Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie sich da irgendein Regionalfürst derartig durchsetzen konnte, sich sein persönliches Denkmal bauen konnte, ohne daran gehindert zu werden. Und das in einer Zeit, in der die Straßen verrotten, Brücken wegen Einsturzgefahr gesperrt werden müssen und Züge auf bestimmten Streckenabschnitten nur noch im Kutschentempo fahren dürfen, weil Gleise und Unterbau marode sind.

Der Bericht endete mit dem Hinweis, dass heute, an einem Freitag, quasi rush-hour (oder besser: rush-day?) in Calden herrschen würde: Freitags würde es zwei Starts und Landungen geben. Gezeigt wurde eine Turboprop-Maschine aus Split, aus der die fast unübersehbare Zahl von 20 Passagieren quoll. Der Kommentar dazu war leicht süffisant: Es gab deutlich mehr Zuschauer als Passagiere.

Aber man kann es auch positiv sehen: Die Gefahr, dass sich starke Bürgerinitiativen gegen Fluglärm bilden werden, dürfte vernachlässigbar sein




Danke Dandelion!

Bleibt nur zu ergänzen, daß die Lufthansa sogar extra ein Callcenter für diesen Flughafen dort einrichtete. Inzwischen ist auch das Geschichte....

Gruß, Kurt


Zumal es im Umkreis von gut 100 km schon Regionalflughäfen gibt. Dortmund, Paderborn-Lippstadt und Hannover! Da hat sich der ehem. Ministerpräsident von Hessen ein Denkmal setzen wollen. Und selbst "mein" Heimatflughafen Paderborn-Lippstadt, der für seine Größe schon recht gut ausgelastet ist, fährt Verluste ein. Das Ding in Calden ist ein Scheitern mit Ansage. Allen Rufen aus Westfalen zum Trotz.... Der "König" von Hessen musste das Ding durchsetzen!!


Weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt!!

Affen die hoch hinaus wollen, entblößen Ihren ..... (Hintern)!!


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#326

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 17:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge | 19 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #324
Nun haben wir schon 3 Mythen der Bundesrepublik: das Wirtschaftswunder, den Elbe- Seitenkanal als Panzerbollwerk und das Argument Arbeitsplätze.

Man Barbara, hier wird gerade die Geschichte der Bundesrepublik neu geschrieben und Du bist nicht dabei.

LG von der grenzgaengerin


Na wie Du siehst, ist die Aufbereitung noch nicht zu Ende.
Manche Statements aus Barbaras Link zum Wirtschaftswunder ( MDR- Sendung) kommen einer Lebensbeichte gleich und es gab Gründe, warum die alten Herren vom VW- Konzern nicht früher mit solchen Kenntnissen den wirtschaftlichen und politischen Alltag der BRD bereichert haben, nämlich daß die Millionen noch nicht verdient und die Seilschaften von damals noch existenzrelevant waren.
Solche Modelle haben sich auch in der Nachwendezeit wiederholt, ich erinnere an die geheimen Aufzeichnungen vom Treuhandmanager Klaus Schucht, der dieses Werk erst 10 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht sehen wollte.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16961425.html
Warum macht einer so etwas ?
Weil er weiß, daß diese Betrügerökonomie allein durch solche Schweinereien am Laufen gehalten wird und daß ein Volk solche Politiker zum Teufel jagen würde, von den weißkragenkriminellen Wirtschaftsbossen ganz schweigen und Kohls Ehrenwort ist nur einer von tausend weiteren Mißtönen in diesem Konzert der Falschspieler.
Weil er weiß, daß die Politiker vor Ort vollkommen überrannt und vom Kartell der Besitzenden in den Würgegriff genommen wurden, besonnene Politiker wurden Ruck Zuck aussortiert und auf Linie gebracht (oder wo sind die Protagonisten der Bürgerbewegung...Hallo...) , so gesehen lag sowohl nach dem Zweiten Weltkrieg als auch nach der Wende alles in den Händen der jeweiligen Besatzungsmächte.
Hier wird nichts neu geschrieben, verehrte Grenzgängerin, es äußern sich in solchen Geschichtsdokus und Forschungsprojekten lediglich Zeitzeugen, die bald das Zeitliche segnen werden.



Damals87 und Bugsy haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#327

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 29.07.2013 11:53
von Moskwitschka (gelöscht)
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Na dann holen wir doch mal einen anderen thread aus der Versenkung.

Zur Vergangenheit der BRD gehört auch die SPD und Herbert Wehner. Auch ein Mythos?

LG von der grenzgaengerin


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#328

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 29.07.2013 12:26
von SET800 | 3.112 Beiträge | 78 Punkte
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #3
Wie habt Ihr Euch als Alt-Bundis eine Vereinigung vorgestellt? Es wurde doch damals das "Alleinvertretungsrecht" für alle Deutschen propagiert, die DDR war ja als Staat nicht anerkannt.


Hallo,
Alleinvertreungsanspruch war eine politische Sache. Für mich als Bürger der BRD war die DDR ein legitimer anderer Staat, allerdings mit historischen komplzierten Verknüpfungen.
Eine Wiedervereinigung hätte ich mir mit dem Bundesland-Ost oder allenfalls ein Thüringen-Sachsen-Südland und Neupreussen inkl.Anschluß von Mecklenburg gewünscht, Nebenergebniss weniger durzufütternde Politiker.....
Rechlich hätten die VEB und Kombinate erhalten werden sollen! "Pleite" waren die ja nur durch den Trick der "DM-Eröffnungsbilanz"! Kapitalerhöhungen für Investionen als "Grundmittel" wurden ja staatlicherseits von der Zentralbank als nicht zu tilgende Kredite den Kombinaten, Wohnungsbaugenossenschaften und LPG vergeben, Gewinne dagegen weitgehnd abgeschöpft.



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#329

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 29.07.2013 13:09
von eisenringtheo | 10.182 Beiträge | 3700 Punkte
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Zitat von SET800 im Beitrag #328
(...)
Rechlich hätten die VEB und Kombinate erhalten werden sollen! "Pleite" waren die ja nur durch den Trick der "DM-Eröffnungsbilanz"! Kapitalerhöhungen für Investionen als "Grundmittel" wurden ja staatlicherseits von der Zentralbank als nicht zu tilgende Kredite den Kombinaten, Wohnungsbaugenossenschaften und LPG vergeben, Gewinne dagegen weitgehnd abgeschöpft.



Ein separates Währungsgebiet "Ost" wäre erforderlich gewesen, um die DDR Wirtschaftsstrukturen kostengünstig und sozialverträglich umzuwandeln. Bei Beitrittskandidaten zur EU rechnet man mit zehn oder mehr Jahren, um sie EU tauglich zu machen.
Ein derartiges Vorgehen war politisch ausgeschlossen. Wer solche Gedanken äusserte, der war in allen massgebenden Parteien weg vom Fenster. Mit solchen Gedanken konnte man bei CDU, CSU, FDP, SPD und ihren politischen Schwesterparteien der auslaufenden DDR keinen Blumentopf gewinnen: Hauptsache gewählt werden. Wenn nach der Wahl das Chaos ausbricht, wird man dann schon eine Lösung suchen. Gewählt ist gewählt! Für Versprechen, die gebrochen werden, gibt es immer Schuldige: die "Sachzwänge", die ungünstige "Wirtschaftsentwicklung", Kompromisse mit dem Koalitionspartner, Sturheit der Opposition. Und ganz wichtig: Viel reden, aber nichts sagen

Theo
Theo


Damals87 und chantre haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#330

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 12:19
von Barbara (gelöscht)
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der millionste Gastarbeiter - kam im September 1964

Am vergangene Wochenende fand in Köln eine Erinnernungsveranstaltung zu diesem Thema statt:

"Am 8. September fand in der Halle des Bahnhofes Köln-Deutz die Veranstaltung "Armando Rodrigues de Sá, der millionste Gastarbeiter, das Moped und die bundesdeutsche Einwanderungsgesellschaft" statt. Erinnert wurde die Beschenkung des millionsten Gastarbeiters durch den Arbeitgeberverband vor 40 (50) Jahren. Mit der Feier am authentischen Ort wurden über 500.000 Migrantinnen und Migranten aus Spanien und Portugal gewürdigt, die an diesem Bahnhof ankamen, um in Deutschland zu arbeiten. Zwei wissenschaftliche Tagungen mit ausgewiesenen Experten in der Jugendherberge Köln-Deutz erweiterten den Blick auf die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Einwanderungsgesellschaft. Ein umfangreiches Filmprogramm zur Eröffnung und zum Abschluss der Gesamtveranstaltung zeigte seltene Fundstücke zur Migration aus dem WDR-Archiv."


http://www.angekommen.com/iberer/Doku/Doku.html

Die Enkel von Armando Rodrigues de Sá wurden ins Rathaus eingeladen.


Ich bin zur portugiesischen Festveranstaltung ins Museum Rautenstrauch-Joest gegangen, als Höhepunkt gab es ein wunderbares Fado-Konzert, ein Video davon lade ich demnächst noch hoch.

Auf der Internetseite findet man außerdem persönliche Geschichten um die Immigration, Flucht vor Armut, vor politisch rigiden Systemen - auf der Suche nach einer Perspektive im unbekannten Deutschland. Mal lesen?

http://www.angekommen.com/iberer/01/01crespo.html
.


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#331

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 12:35
von Sperrbrecher | 2.243 Beiträge | 3033 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #330
Mit der Feier am authentischen Ort wurden über 500.000 Migrantinnen und Migranten aus Spanien und Portugal gewürdigt, die an diesem Bahnhof ankamen, um in Deutschland zu arbeiten. .

Ansonsten erzählt man uns doch immer, dass es die Türken waren, die unmittelbar nach dem Krieg nach Deutschland kamen und das Land aus Trümmern wieder aufgebaut haben.

Was stimmt den nun ?


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 15.09.2014 12:35 | nach oben springen

#332

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 12:54
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50 Jahre Anwerbe-Abkommen ziwschen BRD und Türkei - das war 2011.

http://lebenswege.rlp.de/sonderausstellu...chland-tuerkei/


Extra für dich, Sperrbrecher - der millionste türkische Gastarbeiter Ismael Bahadir:




https://www.youtube.com/watch?v=I_Mn3eIhuiE
.


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#333

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 13:35
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Löblich der Mann.


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#334

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 15:13
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Nachtrag zu #330:

"Ich bin zur portugiesischen Festveranstaltung ins Museum Rautenstrauch-Joest gegangen, als Höhepunkt gab es ein wunderbares Fado-Konzert, ein Video davon lade ich demnächst noch hoch": hier ist es:



"Estrada Fado Group"


Der Musiker auf der rechten Seite der Bühne ist Türke und spielt eine Saz-Bağlama - in einer portugisischen Fado-Truppe - passt gut, finde ich.

Die gesamte Veranstaltung war dem Gedenken aller Einwanderer gewidmet.

"Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen." (Max Frisch)


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#335

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 20:51
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #331
Ansonsten erzählt man uns doch immer, dass es die Türken waren, die unmittelbar nach dem Krieg nach Deutschland kamen und das Land aus Trümmern wieder aufgebaut haben.

Was stimmt den nun ?
Na da mal zwei rethorische Fragen ... wer ist man und wer ist uns *fragendgrins*

So, nu aber mal die Fakten: (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung )
1955 ... Italien
1960 ... Griechenland und Spanien
1961 ... Türkei (hatte mittelbar was mit dem 13. August zu tun)
1963 ... Marokko
1964 ... Portugal
1965 ... Tunesien
1968 ... Jugoslawien


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#336

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.09.2014 20:59
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Damals waren das noch "Gastarbeiter", Menschen die in der BRD gebraucht wurden und auch arbeiten wollten......

Heute sieht die Situation etwas anders aus, dank Automatisierung und der sich ergebenden Arbeitslosigkeit ist der Bedarf an diesen zusätzlichen Arbeitskräften wohl nicht mehr vorhanden, auch hat sich das Bild der "Gäste" geändert. Die damals von den Gastarbeitern angestrebte Integration ist heute für die "Einwanderer" kein Thema mehr.
Auch möchte ich nicht vergessen, das in der BRD die "Gastarbeiter" für meist unterbezahlte und unbeliebte Tätigkeiten eingesetzt wurden. Dafür haben wir ja heute genug "Menschenmaterial" im eigenen Land, dank Zeitarbeit und befristeten Verträgen.


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#337

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 17.09.2014 11:32
von Sperrbrecher | 2.243 Beiträge | 3033 Punkte
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #336
Damals waren das noch "Gastarbeiter", Menschen die in der BRD gebraucht wurden und auch arbeiten wollten......

Türken in Deutschland (aus Wikipedia)

Anzahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland bis 1945
1878: 41
1893: 198
1917: 2046
1925: 1164
1933: 585
1938: 3310
1945: 79

Zahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland (bis 1990 nur altes Bundesgebiet)
1961: 6.800 türkische Staatsangehörige
1971: 652.000
1981: 1.546.000
1991: 1.780.000
1998: 2.110.000
1999: 2.054.000
2001: 1.998.534, davon 746.651 (37,36 %) in der Bundesrepublik Deutschland geboren.
2004: 1.764.318
2006: 1.738.831
2007: 1.713.551
2008: 1.688.370
2009: 1.658.083
2010: 1.629.480
2011: 1.607.161
2012: 1.575.717
2013: 1.549.808

Nicht zu vergessen diejenigen, die zwar einen deutschen Pass besitzen, sich aber trotzdem als Türken bezeichnen (und auch so verhalten).


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 17.09.2014 11:34 | nach oben springen

#338

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 17.09.2014 11:59
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #336
Damals waren das noch "Gastarbeiter", Menschen die in der BRD gebraucht wurden und auch arbeiten wollten......

Heute sieht die Situation etwas anders aus, dank Automatisierung und der sich ergebenden Arbeitslosigkeit ist der Bedarf an diesen zusätzlichen Arbeitskräften wohl nicht mehr vorhanden, auch hat sich das Bild der "Gäste" geändert. Die damals von den Gastarbeitern angestrebte Integration ist heute für die "Einwanderer" kein Thema mehr.
Auch möchte ich nicht vergessen, das in der BRD die "Gastarbeiter" für meist unterbezahlte und unbeliebte Tätigkeiten eingesetzt wurden. Dafür haben wir ja heute genug "Menschenmaterial" im eigenen Land, dank Zeitarbeit und befristeten Verträgen.




Nein, die Integration war weder von den Gastarbeitern noch von den deutschen Behörden angestrebt, genau darin fußen die Probleme dessen, was man heute als die Bildung von "Parallellgesellschaften" bezeichnet.


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#339

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 17.09.2014 11:59
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #337
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #336
Damals waren das noch "Gastarbeiter", Menschen die in der BRD gebraucht wurden und auch arbeiten wollten......

Türken in Deutschland (aus Wikipedia)

Anzahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland bis 1945
1878: 41
1893: 198
1917: 2046
1925: 1164
1933: 585
1938: 3310
1945: 79

Zahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland (bis 1990 nur altes Bundesgebiet)
1961: 6.800 türkische Staatsangehörige
1971: 652.000
1981: 1.546.000
1991: 1.780.000
1998: 2.110.000
1999: 2.054.000
2001: 1.998.534, davon 746.651 (37,36 %) in der Bundesrepublik Deutschland geboren.
2004: 1.764.318
2006: 1.738.831
2007: 1.713.551
2008: 1.688.370
2009: 1.658.083
2010: 1.629.480
2011: 1.607.161
2012: 1.575.717
2013: 1.549.808

Nicht zu vergessen diejenigen, die zwar einen deutschen Pass besitzen, sich aber trotzdem als Türken bezeichnen (und auch so verhalten).






Was willst du mit diesen Zahlen sagen?
.


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#340

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 17.09.2014 12:37
von linamax | 2.341 Beiträge | 1300 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #339
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #337
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #336
Damals waren das noch "Gastarbeiter", Menschen die in der BRD gebraucht wurden und auch arbeiten wollten......

Türken in Deutschland (aus Wikipedia)

Anzahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland bis 1945
1878: 41
1893: 198
1917: 2046
1925: 1164
1933: 585
1938: 3310
1945: 79

Zahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland (bis 1990 nur altes Bundesgebiet)
1961: 6.800 türkische Staatsangehörige
1971: 652.000
1981: 1.546.000
1991: 1.780.000
1998: 2.110.000
1999: 2.054.000
2001: 1.998.534, davon 746.651 (37,36 %) in der Bundesrepublik Deutschland geboren.
2004: 1.764.318
2006: 1.738.831
2007: 1.713.551
2008: 1.688.370
2009: 1.658.083
2010: 1.629.480
2011: 1.607.161
2012: 1.575.717
2013: 1.549.808

Nicht zu vergessen diejenigen, die zwar einen deutschen Pass besitzen, sich aber trotzdem als Türken bezeichnen (und auch so verhalten).






Was willst du mit diesen Zahlen sagen?
.

Na , ganz einfach es sind zu viele hier in Deutschland .



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