Das vorgelagerte Hoheitsgebiet, ein Teil der Grenzsperranlagen der DDR, war ein bis zu 500 m breiter Streifen zwischen dem Grenzzaun und dem Grenzverlauf zu Westdeutschland. Dieser Streifen wurde durch die DDR von Grenzaufklärern (GAK) ueberwacht. Im Volksmund wurde dieses Gebiet auch oft Niemandsland bezeichnet, obwohl dies offensichtlich falsch ist.

Rainman2

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Meine erste Grenzstreife auf dem Vorgelagerten hatte ich bereits als Offizier (Polit) kurz nach meiner Zuversetzung in die Grenzsichernde Einheit. Die Streifenform nannte sich \"Kontrolle Grenzmarkierung\". Postenführer war der KC. Eine spezielle Einweisung gab es nicht. Die Grenzaufklärer, die mitgingen, wussten, was zu tun ist und bnei mir setzte man es einfach voraus. Immerhin hatte ich ja insgesamt 4 Jahre Ausbildung, da musste ich sowas gelernt haben. Aus dieser Art der Ignoranz, mit der man junge Offiziere permanent auflaufen ließ, entstand viel Verunsicherung und Frust. Ansonsten war lediglich das Passieren des Grenzzaunes mit den Minenanlagen für mich etwas eigen. Aber schon nach wenigen Minuten hatten wir einfach nur zu tun. Unter anderem hatten wir die Grenzsäulen zu überprüfen und kleinere Schäden auszubessern.




Mike59

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Wie war das eigentlich? Ich habe hier im Forum mal gelesen es war wie eine Art Ritterschlag. Na kann man auch so sagen. Ich bin das erste mal in meinem 6. oder 7. Dienstjahr bei der GT auf dem \"vorgelagerten Hoheitsgebiet\" gewesen. Sagt ja einiges. Ist aber im Nachhinein Wurscht. Minen gab es da schon keine mehr, höchstens ein paar die übersehen worden waren ansonsten war es interessant und nervig. Nervig: weil wir jedes mal kurz nach Sonnenaufgang durch den Zaun sind und uns dann durch den ganzen Wildwuchs bis an die Grenzlinie durchkämpfen mussten. Die ganze Uniform verdreckt und klitsch nass bis zum Sa.. und dann hast du auch schon der Diensthabenden BGS Streife gegenüber gestanden. Wir sahen aus wie die übernächtigten Wilddiebe und die Jungens kamen im kurzen Hemd mit gebügelter Hose ungläubig schauend aus Ihrem VW Bus gekrochen. So haben wir die Sieghaftigkeit des Sozialismus bis in die fordere Linie repräsentiert. Als ich mal die Sprache darauf brachte habe ich nur böse Blicke geerntet.

In einem Grenzbereich hatten wir so eine Art \"internationaler Grenzpfad\" alle benutzten den gleichen Trampelpfad nur um die Grenzsteine entzweite der sich. Bei einer der besagten Kontrollen der Grenzmarkierungen war mal ein Offz. vom GB. oder Gr. mit von der Partie, was jahrelang keine Sau interessierte wurde auf einmal zum Politikum. Es musste durch den Wildwuchs ein separater Weg nur für uns angelegt werden. Na durch wen wohl? klar durch uns GAK. dabei war es schon kaum zu schaffen die vorhanden Grenzlinie vom Bewuchs frei zu halten. Die Forderung bestand es muss von Grenzstein zum nächsten freie Sicht sein. Die GK hatte für solche Arbeiten drei GAK auf dem Vorgelagerten und Freundwärts einen Sicherungsposten. also 5 Mann die haben in der täglichen Planung zur Sicherstellung des Grenzdienstes gefehlt. Also sind diese Arbeiten nur zwei höchstens drei mal im Monat durchgeführt worden. Die Natur war meist schneller.



Graywolf1958

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Im Abschnitt der Bootskompanie des GR 38 bestand das Vorgelagerte Hoheitsgebiet aus einen schmalen Uferstreifen der rest war Waser der Hafel bzw. des Heiligen See (Spandau). Ich bin das Gebiet einmal nach einer Meldung aus dem Spandauer Krankenhaus (Einlieferung einer Person starke Unterkühlung) daraufhin haben wir in unseren Abschitt nach Anzeichen eines Grenzdurchbruches gesucht. Leider fanden eine andere Kontrollgruppe meiner Einheit in einem sumpfigen Gelände Sachen und Papiere der Person. Damit war dann eine ziemlich lange Ähra der Durchbruchfreiheit im Abschnitt vorbei und der Stern unser KC´s begann zu sinken. Er wurde später in GAR Oranienburg als KC der Transportkompanie Stra...versetzt. Unser damalige Peiteisäkretär spielte dabei eine unrühmliche Rolle, wurde ja dann auch der neue KC, was für mich auch Anlaß war eine mir angeotenen Versetzung als Zugführer an der Uffz.Schule "Egon Schulz" anzunehmen. Ansonsten habe ich öfters mit meinen GSB Uferkontrolle gefahren. Eine willkommne Abwechslung um den trott auf der Führungsstelle zu entgehen.




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Etwas verwundert war ich, dass mit keiner Zeile dieses doch bewegende Ereignis vor 59 Jahren am 13. August 1961 hier angesprochen wurde.Gewundert aus dem Grunde, weil hier manchmal wesentlich geringere Dingeangesprochen werden.
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