#221

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 19:19
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Welches "Organ" hat eigentlich innerhalb der SED ermittelt, wenn es die Stasi nicht machen durfte? Gab es da einen eigenen Parteigeheimdienst oder wie lief das? Wie nannte sich die Abteilung?

Bei Naumann, immerhin PB-Mitglied, in Wandlitz soll die Stasi ja innen das Haus abgehört haben. Seine Frau hat jedenfalls berichtet, dass Mielke ihre privaten Gespräche im Haus kannte und sogar kommentierte.


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#222

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 19:20
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #218
Blödsinn,meiste da konnten alle abhauen?

Ja das Gerücht gabs. Ich vermute, die verstärkte Grenzbewachung war der Grund dafür. Und gleichzeitug auch eine Vorsichtsmassnahme als Reaktion auf das Gerücht.
Theo


zuletzt bearbeitet 18.06.2014 19:22 | nach oben springen

#223

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 19:22
von Kalubke | 2.291 Beiträge

...das war die so genannte ZPKK, die Zentrale Parteikontrollkommission. Sie hat der Untersuchungsabteilung des MfS auch das "Beweismaterial" gegen die nach dem Willen von Ulbricht aus der SED zu entfernenden Westemigranten vorgelegt (Noel Field Affäre).

Gruß Kalubke



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2014 19:25 | nach oben springen

#224

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 19:37
von PF75 | 3.291 Beiträge

17. Juni und 13. August waren auch noch 75/76 Tage mit verstärkter Grenzsicherung,da ging alles raus was greifbar war und die Offiziere nahmen sogar ihre AK mit.


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#225

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 20:20
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #222
Zitat von Greso im Beitrag #218
Blödsinn,meiste da konnten alle abhauen?

Ja das Gerücht gabs. Ich vermute, die verstärkte Grenzbewachung war der Grund dafür. Und gleichzeitug auch eine Vorsichtsmassnahme als Reaktion auf das Gerücht.
Theo



Gut,ich habe keine Ahnung.Aber wenn,hätten wir geschossen.Mit Sicherheit.
Greso


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#226

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 20:31
von Greso | 2.377 Beiträge

Ich habe sogar auf einen Oberstleutnant Los.. geschossen,weil er nicht angemeldet war. wollte nur mal mit einen Minister zur Jagd.Ich bekam 2 Tage Sonderurlaub und der Oberstleutnant,wäre bald gestorben (vor Angst) das war 1966 in Barneberg,Schlagbaum Hötenslebener Strasse.
Greso


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#227

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 23:02
von Kalubke | 2.291 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #226
Ich habe sogar auf einen Oberstleutnant Los.. geschossen,weil er nicht angemeldet war. wollte nur mal mit einen Minister zur Jagd.Ich bekam 2 Tage Sonderurlaub und der Oberstleutnant,wäre bald gestorben (vor Angst) das war 1966 in Barneberg,Schlagbaum Hötenslebener Strasse.
Greso


..wo wollten die denn da jagen? Da ist doch weit und breit nur Acker.

Gruß Kalubke



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#228

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 23:10
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Zitat von Kalubke im Beitrag #227
Zitat von Greso im Beitrag #226
Ich habe sogar auf einen Oberstleutnant Los.. geschossen,weil er nicht angemeldet war. wollte nur mal mit einen Minister zur Jagd.Ich bekam 2 Tage Sonderurlaub und der Oberstleutnant,wäre bald gestorben (vor Angst) das war 1966 in Barneberg,Schlagbaum Hötenslebener Strasse.
Greso


..wo wollten die denn da jagen? Da ist doch weit und breit nur Acker.

Gruß Kalubke


Schon mal was von Feldjagd gehört ?


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#229

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 23:32
von Kalubke | 2.291 Beiträge

Gabs da im Grenzgebiet mehr Hasen und Rebhühner als anderswo? Die Felder wurden im GG doch auch bewirtschaftet, oder?



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#230

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 23:43
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Die kamen bestimmt von woanders ,um mal den ostzonalen Weizen zu kosten ,oder auch nur um der soz. Landwirtschaft Schaden zu zufügen !


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#231

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 18.06.2014 23:54
von Kalubke | 2.291 Beiträge

Am Brandenburer Tor hoppelten damals auch jede Menge Karnickel rum. Das waren aber eher "gelernte DDR-Karnickel" wegen der hohen "Beeteinfassung", über die sie auch nicht rüber kamen und die West-Karnickel aus'm Tiergarten nicht reinkamen.



zuletzt bearbeitet 19.06.2014 00:01 | nach oben springen

#232

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 16:31
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #178
@schnatterinchen , Du scheinst wirklich in die Baumschule gegangen zu sein.
Das Thema Panzer und Niederschlagung des faschistischen Putsches, wie er in der DDR offiziell genannt wurde, mit Hilfe der sowjetischen Freunde war ganz offizieller Schulstoff, Fach Geschichte wenn ich mich nicht irre.

Wenn es nach Deiner "Erinnerung" nur als hochgeheime Information zu DDR Zeiten gehandelt wurde ist das Dein Problem aber versuch doch nicht Deine Wissens Defizite dem Staat anzulasten.

Gruß
Nostalgiker



Es gibt doch ein ganz bekanntes Foto zum 17. Juni 1953, welches auch im Geschichtsbuch für die 10. Klasse enthalten war, aber auch in Zeitungen und Zeitschriften bei Artikeln zum selben Thema mehrfach verwendet wurde.

Es müßte eigentlich jeder das Bild vom brennenden HO-Kaufhaus am Potsdamer Platz kennen. Ob eigentlich jemals die Brandstifter ermittelt wurden?



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#233

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 17:42
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #210
Zitat von Georg im Beitrag #208
Herr Bahr, Egon ist ein sehr kluger Mann ! Aber eben auf der anderen Seite !
Warum sollte der RIAS oder der BND ihre Unschuldsrolle aufgeben ? Ihre Beackerung der allerersten Anfänge einer alternativen Gesellschaft, auch Kommunismus genannt, fiel auf fruchtbaren Boden. Die Probleme, die zum 17. Juni führten, die Schwächen der SED - Führung und auch der Führung der KPdSU sind bekannt. Es paßt nicht in die " zeitgemäße Darstellung " der Ereignisse, wenn da etwa alte Nazis, RIAS und BND mitgewirkt haben. Und nach meiner Meinung wie ein Initialzünder ! Alle Streikenden haben zufällig den RIAS gehört. Der fast zeitgleiche Beginn der Aktion..... Der hat auf seine Geldgeber, seinen Besitzer gehört, auch als zum Rückzug geblasen wurde.
Hat eigentlich in diesem Zusammenhang irgend jemand schon mal die Tätgkeit der Geheimarmeen, gefördert von Adenauer, ausgerüstet vom BND......untersucht? Wenigstens wurde hier im Forum schon drübber geschrieben.
Also nix veröffentlichen,was den Mythos des spontanen Volksaufstandes gestört wird. Jedenfalls nicht ohne Not.

Der erste Titel des Buches von Stefan Heym lautete viel treffender: Der Tag X



Schon lustig, das als Streikende beim RIAS auftauchten und wollten, das der RIAS ihre Forderungen senden sollte, die Amerikaner sich dafür stark machten, dass das Wort "Generalstreik" nicht verwendet werden durfte...............Im übrigen schuddelst du da was durcheinander: Die ersten Streiks begannen am 16.6., da hatte der RIAS noch gar nix gesendet. Is aber auch egal, wird an deiner weinroten Meinung eh nix ändern...........War halt wie immer der böse Klassenfeind schuld. Wahrscheinlich waren auch die Ereignisse 1989 von Westen aus gesteuert......



Weinrote Meinung - wenn dies mein verstorbener Vater tät lesen können. Er wär stolz auf mich. Als Offizier der VP, im Rang eines VP Rates, ist
er für mich im Nachhinein ein über jeden Zweifel erhabener Teilnehmer der Ereignisse im den 17. Juni 1953 geworden. Als Kommandeur hat er mit seiner Mannschaft die ihm anvertraute Dienststelle verteidigt...........

Ach, egal das Stöckchen ist zu klein. Ich machs mir doch einfach und biete was zum Lesen an.

http://www.grenztruppen-der-ddr.de/BuT/J...chenbericht.pdf


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#234

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 17:56
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #233
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #210
Zitat von Georg im Beitrag #208
Herr Bahr, Egon ist ein sehr kluger Mann ! Aber eben auf der anderen Seite !
Warum sollte der RIAS oder der BND ihre Unschuldsrolle aufgeben ? Ihre Beackerung der allerersten Anfänge einer alternativen Gesellschaft, auch Kommunismus genannt, fiel auf fruchtbaren Boden. Die Probleme, die zum 17. Juni führten, die Schwächen der SED - Führung und auch der Führung der KPdSU sind bekannt. Es paßt nicht in die " zeitgemäße Darstellung " der Ereignisse, wenn da etwa alte Nazis, RIAS und BND mitgewirkt haben. Und nach meiner Meinung wie ein Initialzünder ! Alle Streikenden haben zufällig den RIAS gehört. Der fast zeitgleiche Beginn der Aktion..... Der hat auf seine Geldgeber, seinen Besitzer gehört, auch als zum Rückzug geblasen wurde.
Hat eigentlich in diesem Zusammenhang irgend jemand schon mal die Tätgkeit der Geheimarmeen, gefördert von Adenauer, ausgerüstet vom BND......untersucht? Wenigstens wurde hier im Forum schon drübber geschrieben.
Also nix veröffentlichen,was den Mythos des spontanen Volksaufstandes gestört wird. Jedenfalls nicht ohne Not.

Der erste Titel des Buches von Stefan Heym lautete viel treffender: Der Tag X



Schon lustig, das als Streikende beim RIAS auftauchten und wollten, das der RIAS ihre Forderungen senden sollte, die Amerikaner sich dafür stark machten, dass das Wort "Generalstreik" nicht verwendet werden durfte...............Im übrigen schuddelst du da was durcheinander: Die ersten Streiks begannen am 16.6., da hatte der RIAS noch gar nix gesendet. Is aber auch egal, wird an deiner weinroten Meinung eh nix ändern...........War halt wie immer der böse Klassenfeind schuld. Wahrscheinlich waren auch die Ereignisse 1989 von Westen aus gesteuert......



Weinrote Meinung - wenn dies mein verstorbener Vater tät lesen können. Er wär stolz auf mich. Als Offizier der VP, im Rang eines VP Rates, ist
er für mich im Nachhinein ein über jeden Zweifel erhabener Teilnehmer der Ereignisse im den 17. Juni 1953 geworden. Als Kommandeur hat er mit seiner Mannschaft die ihm anvertraute Dienststelle verteidigt...........

Ach, egal das Stöckchen ist zu klein. Ich machs mir doch einfach und biete was zum Lesen an.

http://www.grenztruppen-der-ddr.de/BuT/J...chenbericht.pdf




You made my day.........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#235

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 18:00
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #233
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #210
Zitat von Georg im Beitrag #208
Herr Bahr, Egon ist ein sehr kluger Mann ! Aber eben auf der anderen Seite !
Warum sollte der RIAS oder der BND ihre Unschuldsrolle aufgeben ? Ihre Beackerung der allerersten Anfänge einer alternativen Gesellschaft, auch Kommunismus genannt, fiel auf fruchtbaren Boden. Die Probleme, die zum 17. Juni führten, die Schwächen der SED - Führung und auch der Führung der KPdSU sind bekannt. Es paßt nicht in die " zeitgemäße Darstellung " der Ereignisse, wenn da etwa alte Nazis, RIAS und BND mitgewirkt haben. Und nach meiner Meinung wie ein Initialzünder ! Alle Streikenden haben zufällig den RIAS gehört. Der fast zeitgleiche Beginn der Aktion..... Der hat auf seine Geldgeber, seinen Besitzer gehört, auch als zum Rückzug geblasen wurde.
Hat eigentlich in diesem Zusammenhang irgend jemand schon mal die Tätgkeit der Geheimarmeen, gefördert von Adenauer, ausgerüstet vom BND......untersucht? Wenigstens wurde hier im Forum schon drübber geschrieben.
Also nix veröffentlichen,was den Mythos des spontanen Volksaufstandes gestört wird. Jedenfalls nicht ohne Not.

Der erste Titel des Buches von Stefan Heym lautete viel treffender: Der Tag X



Schon lustig, das als Streikende beim RIAS auftauchten und wollten, das der RIAS ihre Forderungen senden sollte, die Amerikaner sich dafür stark machten, dass das Wort "Generalstreik" nicht verwendet werden durfte...............Im übrigen schuddelst du da was durcheinander: Die ersten Streiks begannen am 16.6., da hatte der RIAS noch gar nix gesendet. Is aber auch egal, wird an deiner weinroten Meinung eh nix ändern...........War halt wie immer der böse Klassenfeind schuld. Wahrscheinlich waren auch die Ereignisse 1989 von Westen aus gesteuert......



Weinrote Meinung - wenn dies mein verstorbener Vater tät lesen können. Er wär stolz auf mich. Als Offizier der VP, im Rang eines VP Rates, ist
er für mich im Nachhinein ein über jeden Zweifel erhabener Teilnehmer der Ereignisse im den 17. Juni 1953 geworden. Als Kommandeur hat er mit seiner Mannschaft die ihm anvertraute Dienststelle verteidigt...........

Ach, egal das Stöckchen ist zu klein. Ich machs mir doch einfach und biete was zum Lesen an.

http://www.grenztruppen-der-ddr.de/BuT/J...chenbericht.pdf




Das sind die Lagemeldungen und Berichte vom/nach dem 17. Juni 1953 der VP, MfS, KVP etc. wesentlich Interessanter


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#236

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 18:08
von Georg | 1.003 Beiträge

Ich biete doch noch etwas Lesestoff an. Zum RIAS !

http://www.deutschlandfunk.de/die-stunde...ticle_id=131583

und

http://www.grh-ev.org/assets/applets/GRH...tion-2-2013.pdf

insbesodere das Ziatat: "Egon Bahr, 1953 Chefredakteur des RIAS. In sei
-
nem Buch „Zu meiner Zeit“ berichtet er offen darüber, wie er im RIAS erschie
-
nene Vertreter der Streikleitung der Bauarbeiter in der Stalinallee, die bis dahin
über keine Liste von Forderungen verfügten, empfing, die aus der Sicht des
RIAS als erforderlich betrachteten politischen Forderungen mit ihnen beraten
hat und ihnen in fünf oder sechs Punkten formulierte. Die wurden dann über den
Sender als Position der Streikleitung am 16. und 17. Juni von den Abend- bis in
die Morgenstunden stündlich verbreitet......und weiter...Egon Bahr wörtlich:
„...stellten wir zu unse
-
rer Überraschung fest: Überall waren die Forderungen, die wir in meinem Zim
-
mer mit der Streikleitung aus der Stalin-Allee formuliert hatten, und zwar auch
in dieser Reihenfolge, übernommen worden. Gerade weil es keine Organisation
gegeben hatte, war unbestreitbar: Der RIAS war, ohne es zu wissen und ohne es
zu wollen, zum Katalysator des Aufstandes geworden. Ohne den RIAS hätte es
den Aufstand so nicht gegeben.“
Die jungeWelt hat die Lehre daraus auf den Punkt gebracht.
Aber auch der Rest des Lesestoffes ist interessant.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#237

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 18:09
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Erstaunlich wie ihr in 15 min 53 Seiten gesichtet habt.

Aber egal. Hier bemüht sich jemand seine Sicht der Dinge darzustellen, zumal da anscheinend auch Erinnerungen eines Familieangehörigen verbunden sind (und das finde ich schon hoch interessant), und wird einfach weggebügelt.

Mein Vater kann mir leider nichts vom 17. Juni erzählen, weil er zu der Zeit nicht in Deutschland war. Ich kann mich nur noch an die unterschiedliche Bewertung von ihm und meinem Großvater erinnern. Ein ewiger Streit zwischen den beiden.

LG von der Moskwitschka


Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#238

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 18:17
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #237
Erstaunlich wie ihr in 15 min 53 Seiten gesichtet habt.

Aber egal. Hier bemüht sich jemand seine Sicht der Dinge darzustellen, zumal da anscheinend auch Erinnerungen eines Familieangehörigen verbunden sind (und das finde ich schon hoch interessant), und wird einfach weggebügelt.

Mein Vater kann mir leider nichts vom 17. Juni erzählen, weil er zu der Zeit nicht in Deutschland war. Ich kann mich nur noch an die unterschiedliche Bewertung von ihm und meinem Großvater erinnern. Ein ewiger Streit zwischen den beiden.

LG von der Moskwitschka




Nicht nur mein Vater.....
Ich hab auch den Gegenpol gehört. Einen Rädelsführer ! 1954 angeklagt als Rädelsführer und der Spionage. Urteil 25 Jahre ! 1955 Rehabilitierung.
Auf mein Bohren hinsichtlich der Spionage für den BND kam die Antwort, daß ihm Spionage vor Gericht nicht bewiesen werden konnte. Er war ein
bekennender Feind der DDR, der seine Strafe hätte hingenommen und nicht gejammert hat. Auch nach 1990 nicht.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#239

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 18:33
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Vielleicht überlegst Du es Dir noch mal @Georg und machst es Dir nicht einfach, sondern etwas mühsamer und schreibst mit Deinen Worten? Es wird es der interessierten Leserschaft bestimmt einfacher machen Dir zu folgen.

Die Gefahr, dass man hier zerpflückt wird, besteht bei jedem Thema. Selbst beim Wetter.

LG von der Moskwitschka


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#240

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 19:13
von Kalubke | 2.291 Beiträge

Meine Mutter hatte den 17. Juni als Lehrling im LEW Hennigsdorf miterlebt. Sie erzählte, dass der ganze Betrieb streikte und alle durch Reinickendorf und Wedding bis zum Potsdamer Platz marschert sind. Dort trafen sie dann auf Streikende aus anderen Betrieben. Es gab verschiedene Redner, die neben der Rücknahme der Normerhöhungen ohne Lohnausgleich, auch freie Wahlen und die Beendigung der Spaltung Deutschlands forderten. Sie sagte, dass die Reden durchaus vernünftig klangen, eher nicht wie eine zügellose Hetze gegen die DDR. Als die Schießerei anfing, Panik ausbrach und alles drunter und drüber ging, hat sie sich vom Potsdamer Platz aus nach Westberlin in Sicheheit gebracht und ist von dort wieder zurück nach Hennigsdorf gefahren. Es muss für sie ein schockierendes Erlebnis gewesen sein, denn seit dem war sie nur noch äußerst ungern in großen Menschenmassen unterwegs.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 19.06.2014 19:14 | nach oben springen


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