#421

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.08.2013 00:15
von ABV | 4.202 Beiträge

Entschuldigung Chris
der Autor ist ein gewisser Günter Neue. Aber der war nun wirklich bei der DVP. Ist ja auch etwas irritierend, wenn Klaus Pfaffenholz draufsteht und Günter Neue drinsteckt.

Gruß Uwe


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#422

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.08.2013 01:28
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #421
Entschuldigung Chris
der Autor ist ein gewisser Günter Neue. Aber der war nun wirklich bei der DVP. Ist ja auch etwas irritierend, wenn Klaus Pfaffenholz draufsteht und Günter Neue drinsteckt.

Gruß Uwe


..............ungeachtet dessen ist ein kleiner Fehler beim Koll. Neue. Die ersten Funksysteme bei der DVP waren nicht die U300 Systeme sondern die UKW Verkehrsfunkanlage 10 Watt. Erst aus dieser wurde das System U300.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#423

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.08.2013 01:46
von ABV | 4.202 Beiträge

Au weia Chris. Und ich habe ihn als Experten angepriesen.
Beim Lesen seines Berichtes bin ich auf Dinge gestoßen, die ich so nicht für möglich gehalten hatte. Zum Beispiel das man mit dem Telefon Kontakt ins Funknetz aufnehmen konnte. Oder umgekehrt. Und das über sehr weite Entfernungen. Erlebt hatte ich das in der Praxis nicht. Die Regel war eher, dass du ein paar hundert Meter vom VPKA entfernt, mit den "Handfunken" mitunter keinen Funkkontakt zum ODH herstellen konntest.
In Berlin haben wir, über den Kanal 1, die Autotelefongespräche in Westberlin mithören können. Keine Ahnung wie das möglich war. Auf jeden Fall fanden wir das hochinteressant. Man durfte sich dabei bloß nicht erwischen lassem.

Gruß Uwe


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#424

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.08.2013 03:18
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #423
Au weia Chris. Und ich habe ihn als Experten angepriesen.
Beim Lesen seines Berichtes bin ich auf Dinge gestoßen, die ich so nicht für möglich gehalten hatte. Zum Beispiel das man mit dem Telefon Kontakt ins Funknetz aufnehmen konnte. Oder umgekehrt. Und das über sehr weite Entfernungen. Erlebt hatte ich das in der Praxis nicht. Die Regel war eher, dass du ein paar hundert Meter vom VPKA entfernt, mit den "Handfunken" mitunter keinen Funkkontakt zum ODH herstellen konntest.
In Berlin haben wir, über den Kanal 1, die Autotelefongespräche in Westberlin mithören können. Keine Ahnung wie das möglich war. Auf jeden Fall fanden wir das hochinteressant. Man durfte sich dabei bloß nicht erwischen lassem.

Gruß Uwe


Ich weiß auch nicht alles......................hatte mich vor einiger zeit mit RFT Funk beschäftigt. D.h. mein Wissen.
Egal....................ja @Uwe die Möglichkeit Draht-Funk Verbindungen herzustellen war ab dem U 600 System möglich. Voraussetzung war das Bedienpult UPS 6.7. Mit Hilfe dessen könnte sowohl Selektivruffunk, Gruppenruffunk als auch Funk-Draht Verbindungen hergestellt werden. Mit Einführung des U 700 System von RFT war es sogar möglich - ähnlich dem heutigen Handybetrieb - drahtlose Telefongespräche zu führen. Damit meine ich nicht den Sprechfunk - sondern die dratlose Telefonie, wo die Möglichkeit bestand sich ins Festnetz einzuwählen bzw. zu einer Festnetznummer eine Verbindung herzustellen. Jedoch war dieses System noch nicht ausgereift und die weitere Entwicklung wurde von den Ereignissen in der DDR überholt.
Übrigens gab es diese Funk-Draht Verbindung nicht nur bei der DVP - auch bei den GT d. DDR hier mit Einführung des U700 System bestand diese Möglichkeit sogar auf den Führungsstellen. Das UBS 75 (Bedienpult) welches auf den FüSt installiert war, bot technisch gesehen die Möglichkeit.

Zu deiner Feststellung, dass ihr mit den RFT Funkgeräten den Autofunk in der politisch selbstständigen Einheit Berlin (West) hören konntet, kann ich nicht erklären. Mir ist nur bekannt, dass die Funkfrequenzen der DVP im 2m Band lagen und beginnend ab 152,000 Mhz aufwärts mit 25 Mhz Schritten sendete. Ich glaube die Deutsche Reichsbahn war auch im 2m Band angesiedelt jedoch im Frequenzbereich 164,000 Mhz und der Taxifunk irgendwo bei 174,00 Mhz.........................


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#425

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.08.2013 09:51
von 94 | 10.792 Beiträge

Das Mithören der B-Netz-Telefongespräche dürfte möglich gewesen sein. Laut oebl.de wurden ab 1982 KKL (Kanäle Kleiner Leistung) geschaffen, die vor allen in Ballungsgebieten für Entlastung sorgten. Diese um 3,92MHz versetzten Kanäle wurden bei Vollauslastung aller Standard-Kanäle dazugeschaltet. Und damit dürften dann einige Kanäle des Unterbandes genau im Empfangbereichs der UFT/S im 2m-Band gelegen haben. Zum genauen Ausrechnen, welche Kanäle das betroffen haben könnte, kann man ja folgende Liste nutzen ...


Quelle: http://www.polizeilada.de/html/vp_funk.html

P.S. Die Überleitung von Telefonaten in das Funknetz wurde mit einer speziellen Floskel eingeleitet, welche den Festnetzteilnehmer auf die nun einzuhaltende Funkdisziplin hinwies. War wimre ein recht (un-)beliebtes Thema zur Abschlußprüfung im Fach Nachrichten an der OHS.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 05.08.2013 10:13 | nach oben springen

#426

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.08.2013 16:04
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich im Beitrag #424
Zitat von ABV im Beitrag #423
Au weia Chris. Und ich habe ihn als Experten angepriesen.
Beim Lesen seines Berichtes bin ich auf Dinge gestoßen, die ich so nicht für möglich gehalten hatte. Zum Beispiel das man mit dem Telefon Kontakt ins Funknetz aufnehmen konnte. Oder umgekehrt. Und das über sehr weite Entfernungen. Erlebt hatte ich das in der Praxis nicht. Die Regel war eher, dass du ein paar hundert Meter vom VPKA entfernt, mit den "Handfunken" mitunter keinen Funkkontakt zum ODH herstellen konntest.
In Berlin haben wir, über den Kanal 1, die Autotelefongespräche in Westberlin mithören können. Keine Ahnung wie das möglich war. Auf jeden Fall fanden wir das hochinteressant. Man durfte sich dabei bloß nicht erwischen lassem.

Gruß Uwe


Ich weiß auch nicht alles......................hatte mich vor einiger zeit mit RFT Funk beschäftigt. D.h. mein Wissen.
Egal....................ja @Uwe die Möglichkeit Draht-Funk Verbindungen herzustellen war ab dem U 600 System möglich. Voraussetzung war das Bedienpult UPS 6.7. Mit Hilfe dessen könnte sowohl Selektivruffunk, Gruppenruffunk als auch Funk-Draht Verbindungen hergestellt werden. Mit Einführung des U 700 System von RFT war es sogar möglich - ähnlich dem heutigen Handybetrieb - drahtlose Telefongespräche zu führen. Damit meine ich nicht den Sprechfunk - sondern die dratlose Telefonie, wo die Möglichkeit bestand sich ins Festnetz einzuwählen bzw. zu einer Festnetznummer eine Verbindung herzustellen. Jedoch war dieses System noch nicht ausgereift und die weitere Entwicklung wurde von den Ereignissen in der DDR überholt.
Übrigens gab es diese Funk-Draht Verbindung nicht nur bei der DVP - auch bei den GT d. DDR hier mit Einführung des U700 System bestand diese Möglichkeit sogar auf den Führungsstellen. Das UBS 75 (Bedienpult) welches auf den FüSt installiert war, bot technisch gesehen die Möglichkeit.

Zu deiner Feststellung, dass ihr mit den RFT Funkgeräten den Autofunk in der politisch selbstständigen Einheit Berlin (West) hören konntet, kann ich nicht erklären. Mir ist nur bekannt, dass die Funkfrequenzen der DVP im 2m Band lagen und beginnend ab 152,000 Mhz aufwärts mit 25 Mhz Schritten sendete. Ich glaube die Deutsche Reichsbahn war auch im 2m Band angesiedelt jedoch im Frequenzbereich 164,000 Mhz und der Taxifunk irgendwo bei 174,00 Mhz.........................



Bei der DR wurden Funkanlagen im 2m- und 4m-Band verwendet, u.a. bei der S-Bahn Berlin. Während der alte Funk (Geräte der UFT 2xx, 3xx bzw. 4xx-Serie) nur die Übermeittlung von Abfertigungs- und Nothaltauftrag von der Aufsicht zum Triebwagenführer ermöglichte, erlaubte der neue Funk (UFT 7xx-Serie) auch Wechselsprechen, wenn z.B. der Triebwagenführer bei Störung am Fahrzeug mitteilen wollte, daß er nicht abfahren kann. Auch der Rangierfunk basierte auf der UFT 7xx-Serie.



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#427

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 23:29
von ABV | 4.202 Beiträge



Hier ein interessanter Filmbeitrag zum Thema Volkspolizei


Viel Spaß beim Anschauen

Gruß an alle
Uwe


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zuletzt bearbeitet 08.08.2013 00:45 | nach oben springen

#428

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 27.09.2013 20:38
von chantre | 425 Beiträge

Mal ein Ausflugstip. Neu und interessant. Polizeimuseum in Pritzwalk

http://www.maz-online.de/Lokales/Prignit...-die-Erinnerung


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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#429

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 22:21
von ABV | 4.202 Beiträge

Zum umstrittenen Thema " Volkspolizei und Staatssicherheit", habe ich folgenden interessanten Link gefunden:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....56343320,d.Yms

Wer dem Link folgt, stößt auf die Lageberichte der Führungsgruppe der " BdVP Neubrandenburg", vom Oktober bis Dezember 1989.

Was mich beim Lesen beeindruckte, war unter anderem der Umstand, dass im Dezember 1989 bemängelt wurde, " dass in den Dokumenten einiger Volkspolizeikreisämter noch immer Hinweise auf ein enges Verhältnis zum früheren MfS und der SED vorhanden seien."

Ich schlussfolgere daraus, dass demnach in den VP-Dienststellen im Herbst 1989, ebenfalls zu massiven Akten / Dokumentenvernichtungen gekommen sein muss.

Wobei mir das Ziel, " das vormals enge Verhältnis zum MfS und zur SED zu verschleiern", absolut bescheuert vorkommt.

War man in den oberen Etagen der VP wirklich so naiv, um zu glauben das eine solche Spurenvernichtung von Erfolg gekrönt sein könnte?

Jetzt drängt sich natürlich die naheliegende Aussage auf, " dass musst du doch selbst am besten wissen."

Ja, im November / Dezember erhielten die Abschnittsbevollmächtigten des VPKA Seelow die mündliche Weisung, sämtliche nicht mehr benötigten, in den Dienstzimmern lagernden Unterlagen, zu vernichten.

Meine Vorgänger hatten tatsächlich ein beachtliches Archiv angelegt. Welches aus Einsatzberichten, Rapporten, den Kopien von Strafanzeigen und Vernehmungen sowie über eine Sammlung abgelehnter Reiseanträge ins "NSW" bestand.

Dieses "Archiv" reichte bis in die fünfziger Jahre zurück. Und wäre heute von unschätzbaren historischen Wert.

Ich könnte mir heute noch selbst ohrfeigen, dass ich der Weisung damals nachgekommen bin.

Wirklich belastende Dinge fanden sich in den Dokumenten meines Wissens nach jedoch nicht.

Damals verbuchte ich die Aktion als übliche Paranoia vor der "Rache der Bürgerbewegungen".

Das aber tatsächlich gezielt versuchte die Spuren der jahrehntelangen Zusammenarbeit zwischen VP und MfS aus den Dokumenten zu tilgen, um die VP vor der Bevölkerung in einem günstigeren Licht da stehen zu lassen, halte ich für absolut verwerflich!

Gruß an alle
Uwe


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zuletzt bearbeitet 13.11.2013 22:22 | nach oben springen

#430

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 14.11.2013 10:57
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #429
Wer dem Link folgt, ...
Mit der Haltbarkeit des Contents solcher steuermittelfinanzierten Websites wie landesbeauftragter.de wars ja nun nicht immer zum Besten bestellt. Der nächste Praktikant und schwups, ... ein neues CMS und der schöne Link iss beim Deifi.
Na egal, also siehe Anhang ...


Dateianlage:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen und (falls vorhanden) Vorschau-Grafiken der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
LStU-MV_Herbstritt_Lageberichte_VP_1989.pdf LStU-MV_Herbstritt_Lageberichte_VP_1989.pdf

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zuletzt bearbeitet 14.11.2013 10:58 | nach oben springen

#431

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 14.11.2013 19:49
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #429
Zum umstrittenen Thema " Volkspolizei und Staatssicherheit", habe ich folgenden interessanten Link gefunden:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....56343320,d.Yms

Wer dem Link folgt, stößt auf die Lageberichte der Führungsgruppe der " BdVP Neubrandenburg", vom Oktober bis Dezember 1989.

Was mich beim Lesen beeindruckte, war unter anderem der Umstand, dass im Dezember 1989 bemängelt wurde, " dass in den Dokumenten einiger Volkspolizeikreisämter noch immer Hinweise auf ein enges Verhältnis zum früheren MfS und der SED vorhanden seien."

Ich schlussfolgere daraus, dass demnach in den VP-Dienststellen im Herbst 1989, ebenfalls zu massiven Akten / Dokumentenvernichtungen gekommen sein muss.

Wobei mir das Ziel, " das vormals enge Verhältnis zum MfS und zur SED zu verschleiern", absolut bescheuert vorkommt.

War man in den oberen Etagen der VP wirklich so naiv, um zu glauben das eine solche Spurenvernichtung von Erfolg gekrönt sein könnte?

Jetzt drängt sich natürlich die naheliegende Aussage auf, " dass musst du doch selbst am besten wissen."

Ja, im November / Dezember erhielten die Abschnittsbevollmächtigten des VPKA Seelow die mündliche Weisung, sämtliche nicht mehr benötigten, in den Dienstzimmern lagernden Unterlagen, zu vernichten.

Meine Vorgänger hatten tatsächlich ein beachtliches Archiv angelegt. Welches aus Einsatzberichten, Rapporten, den Kopien von Strafanzeigen und Vernehmungen sowie über eine Sammlung abgelehnter Reiseanträge ins "NSW" bestand.

Dieses "Archiv" reichte bis in die fünfziger Jahre zurück. Und wäre heute von unschätzbaren historischen Wert.

Ich könnte mir heute noch selbst ohrfeigen, dass ich der Weisung damals nachgekommen bin.

Wirklich belastende Dinge fanden sich in den Dokumenten meines Wissens nach jedoch nicht.

Damals verbuchte ich die Aktion als übliche Paranoia vor der "Rache der Bürgerbewegungen".

Das aber tatsächlich gezielt versuchte die Spuren der jahrehntelangen Zusammenarbeit zwischen VP und MfS aus den Dokumenten zu tilgen, um die VP vor der Bevölkerung in einem günstigeren Licht da stehen zu lassen, halte ich für absolut verwerflich!

Gruß an alle
Uwe

eine Frage habe ich dazu,
hattest du das Archiv alleine vernichtet?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 14.11.2013 19:55 | nach oben springen

#432

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 14:54
von furry | 3.580 Beiträge

Beim Thema Mielke kam die Verkehrsregulierung aufs Tapet. Eine Frage an die Angehörigen der Gendarmerie. Können Polizisten heute Verkehr regeln wie in vergangenen Zeiten?
Beispiel: Unfall auf der Autobahn, Verkehrsmeldung: Bitte benutzen sie die ab Abfahrt xy die Umleitung z.
Fährt man von der Autobahn, steht an der Umleitungsstraße zwar ein Polizeiauto, ansonsten keine Aktivitäten. Da staut und wartet dann der ganze Autobahnverkehr auf einen Traktor, der die Dorfstrasse angetuckert kommt. Wäre es nicht möglich, durch eine Verkehrsregulierung diesen Dorfstraßenverkehr mal kurzzeitig anzuhalten, damit die Autobahnabfahrt frei wird?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#433

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 14:59
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #432
Beim Thema Mielke kam die Verkehrsregulierung aufs Tapet. Eine Frage an die Angehörigen der Gendarmerie. Können Polizisten heute Verkehr regeln wie in vergangenen Zeiten?
Beispiel: Unfall auf der Autobahn, Verkehrsmeldung: Bitte benutzen sie die ab Abfahrt xy die Umleitung z.
Fährt man von der Autobahn, steht an der Umleitungsstraße zwar ein Polizeiauto, ansonsten keine Aktivitäten. Da staut und wartet dann der ganze Autobahnverkehr auf einen Traktor, der die Dorfstrasse angetuckert kommt. Wäre es nicht möglich, durch eine Verkehrsregulierung diesen Dorfstraßenverkehr mal kurzzeitig anzuhalten, damit die Autobahnabfahrt frei wird?


ich bin keiner von der gendarmerie,ABER ich weiß das es zumindest hier in berlin-spandau noch geübt wird ....regelmässig z.b wird hier die ampel an der kreuzung falkenseer chausee/zeppelin.str abgeschaltet ,man schiebt 2 "böcke" auf die strasse und die "neuen"können regeln/regulieren üben .ist immer wieder interessant wer noch handzeichen kennt...


zuletzt bearbeitet 20.01.2014 15:02 | nach oben springen

#434

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 15:03
von icke46 | 2.593 Beiträge

Apropos Handregelung:

Bei mir in der Fahrschule gabs den schönen Merksatz, wenn man eine verkehrsregelnde "Weisse Maus" sah: "Brust und Rücken - Bremse drücken".

Gab es so eine ähnliche Eselsbrücke im DDR-Fahrunterricht auch?

Gruss

icke



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#435

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 15:05
von Hans | 2.166 Beiträge

Gute Frage-nächste Frage.
Es klang ja bei meiner Antwort schon durch -es gibt da Unterschiede.
Nun bin ich als ex-Trapojaner ja kein Superwinkerich und schon gar keine Winkmietze, aber ich habs eben gelernt.
Zwei mal. Einmal bei Trapos -es könnte ja passieren, das man mal nen Bahnübergang regeln muß- und einmal bei der Stadtförsterei Berlin.
Bei dem zweiten Lehrgang war der Ausbilder der Meinung , das eine Ampelschaltung viel schneller ist, als die beiden Pol.-Beamten auf der Kreuzung.
Eine der Teilnehmerinnen war Heidi, Berliner Kraftfahrern ev. noch bekannt als ex.-Winkmieze vom Rosenthaler Platz. Ob der Ausbilder seine Meinung danach geändert hat, weiß ich nicht. Notwendig währe es.
Also Ausbildung zum Regeln :ja-wird auf der Pol.-Schule gelehrt. Über den Rest kann man sich streiten. Verständlich?
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#436

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 15:19
von furry | 3.580 Beiträge

Eine Ampel, wenn nicht durch Sensoren gesteuert, arbeitet ihr Programm ab. Egal wieviel Verkehr aus den jeweiligen Richtungen kommt. Ein Polizist kann hier entscheiden, ob er dem stärkeren Verkehrsfluss den Vorrang gibt und dafür einen Traktor und zwei Radfahrer, wenn auch vorfahrtberechtigt, mal einen Moment warten lässt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#437

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 15:38
von Hans | 2.166 Beiträge

Genau so ist das. Und auch ne Sensorampel schlagen Könnerinnen wie Heidi locker.
Und zu Icke-Klar den Spruch gabs -der stammt wohl noch aus Kaisers Zeiten. Ach der Spruch: seh ich ihn von der Seite an,weiß ich daß ich fahren kann - und sowas.
Verwechselungsgefahr bestand nur bei dem Spruch : Der Regelposten ist umzufahren. - Der hieß im Original anders!
73 Hans


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#438

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 15:45
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #434
Apropos Handregelung:

Bei mir in der Fahrschule gabs den schönen Merksatz, wenn man eine verkehrsregelnde "Weisse Maus" sah: "Brust und Rücken - Bremse drücken".

Gab es so eine ähnliche Eselsbrücke im DDR-Fahrunterricht auch?
Gruss
icke



Den Spruch kenne ich auch. War wohl allgemeingültig und stammte bestimmt noch von vor 1945. Da gab´s ja auch schon Verkehr.



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#439

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 16:21
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #438
Den Spruch kenne ich auch. War wohl allgemeingültig und stammte bestimmt noch von vor 1945. Da gab´s ja auch schon Verkehr.


OT: Und im Juni 1946 auch, wenn Du verstehst @DoreHolm .


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#440

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.01.2014 17:34
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #439
Zitat von DoreHolm im Beitrag #438
Den Spruch kenne ich auch. War wohl allgemeingültig und stammte bestimmt noch von vor 1945. Da gab´s ja auch schon Verkehr.


OT: Und im Juni 1946 auch, wenn Du verstehst @DoreHolm .



Rot: Habe ich mit Absicht so formuliert und damit gerechnet, daß jemand drauf reinspringt



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