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#21

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 14.06.2013 13:38
von Stuelpner | 177 Beiträge | 17 Punkte
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Es gab Elektronikbaukästen, mit denen man sich kleine Minisender bauen konnte (1 Transistor). Diese arbeiteten auf 137 kHz (?), durften jedoch nur mit einem kurzen Kabel an Radios angeschlossen werden. Schloß man eine Antenne an, ging's bei mir bis über die Straße zum Kumpel, der den gleichen Baukasten hatte. Diese Frequenz war generell für Versuchszwecke freigegeben.

Gruß Stuelpner


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#22

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 14.06.2013 15:33
von RalphT | 936 Beiträge | 322 Punkte
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Zitat von Stuelpner im Beitrag #21
Es gab Elektronikbaukästen, mit denen man sich kleine Minisender bauen konnte (1 Transistor). Diese arbeiteten auf 137 kHz (?), durften jedoch nur mit einem kurzen Kabel an Radios angeschlossen werden. Schloß man eine Antenne an, ging's bei mir bis über die Straße zum Kumpel, der den gleichen Baukasten hatte. Diese Frequenz war generell für Versuchszwecke freigegeben.

Gruß Stuelpner


Weißt Du noch von welcher Marke die waren? 137 kHz ist unter dem Langwellenbereich, mit einem normalen Radiowar diese Frequenz nicht zu empfangen. Hast Du zu diesem Sender noch etwas an Details? Also, nur Träger oder auch Modulation AM oder FM?



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#23

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 14.06.2013 17:07
von buschgespenst | 1.146 Beiträge | 1653 Punkte
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Es müsste dieser Baukasten gewesen sein!? So was hatte bernd auch.


http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-.../PolyTronic.htm

bernd


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
94 und RalphT haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 14.06.2013 20:31
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Zitat von RalphT im Beitrag #22
Zitat von Stuelpner im Beitrag #21
Es gab Elektronikbaukästen, mit denen man sich kleine Minisender bauen konnte (1 Transistor). Diese arbeiteten auf 137 kHz (?), durften jedoch nur mit einem kurzen Kabel an Radios angeschlossen werden. Schloß man eine Antenne an, ging's bei mir bis über die Straße zum Kumpel, der den gleichen Baukasten hatte. Diese Frequenz war generell für Versuchszwecke freigegeben.

Gruß Stuelpner


Weißt Du noch von welcher Marke die waren? 137 kHz ist unter dem Langwellenbereich, mit einem normalen Radiowar diese Frequenz nicht zu empfangen. Hast Du zu diesem Sender noch etwas an Details? Also, nur Träger oder auch Modulation AM oder FM?


Der Baukasten hieß "ELEKTRONIK I ". War der Vorgänger der Polytronik Baukästen. Ich hatte auch so einen Baukasten und wir haben auch diesen
LW -Sender nachgebaut und Versuche damit unternommen. Der Baukasten enthielt dazu zwei Spulen. Eine für MW und eine für LW. Weiterhin enthielt
er einen HF -Transistor russische Schreibweise GT122 A sowie zwei NF - Transistoren vom Typ GC 117. Hier wariierte die Bestückung auch zu russischen MP 20. Größere Reichweiten mit dem russischen HF -Transistor GT122 zB. über die Strasse halte ich pers. für sehr unwarscheinlich. Jedenfalls konnte man mit der Schaltung einen kleinen LW - Oszillator aufbauen, den man mit kurzen Drähten in die Antennenbuchse des Radios steckte. Um die erforderliche (freigegebene) Frequenz zu erhalten, mußte man den 500pF Drehkondensator voll eindrehen. Dann kam man auf eine Frequenz von ca. 280 kHz. Was dem äußersten Ende des LW Bereichs zuzuordnen ist.
Spätere Baukästen wurden mit SI - Transistoren bestückt, soweit wie ich mal gesehen hatte.
Heute gibt es ähnliche kleine "MW - Sender" mit einem Transistor für ein paar Cent zu kaufen. Vom Prinziep der selbe Aufbau und man könnte diese Dinger auch für Lang Welle ohne großen Aufwand umbasteln. Nur der kleine Transistor, der heute dort seinen Dienst tut, bringt auch nicht mehr als ein paar Meter bei einer Versorgungsspannung von 9Volt. Und im Baukasten damals war die Spannung 6Volt, bereitgestellt von 4 x 1,5 V Batterien
Die Modulation war AM.


RalphT hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 16.06.2013 16:26
von StabsfeldKoenig | 2.972 Beiträge | 282 Punkte
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Im Bereich der VHF-Kanäle 2-4 (in Berlin nicht mit Fernsehen belegt) konnte ich in meiner Kinderzeit in der DDR mit dem Fernseher einen Funksender empfangen (mutmaßlich ein nicht Postzugelassenes Funk-Telefon aus Westberlin).


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#26

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 16.06.2013 16:53
von buschgespenst | 1.146 Beiträge | 1653 Punkte
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Wurde da englisch gesprochen? Diese Telefone (nach US-Standard) sendeten auf Frequenzen im
Bereich 46 MHz bzw. 49 MHz.
Der Bereich der ehemaligen Kanäle 2-4 war in einer Vielzahl von Ländern
neben dem "Rundfunkdienst" auch dem "festen und beweglichen Funkdienst" zugewiesen.
Konkret hat das Militär diesen Bereich (mit)benutzt,

bernd


Mein Erzgebirge,
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(Edwin Bauersachs)
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#27

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2013 02:09
von StabsfeldKoenig | 2.972 Beiträge | 282 Punkte
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Es wurde deutsch gesprochen, meist belanglose Privatgespräche. Und in der Nähe lag die Grenze zum französischen Sektor.


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#28

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2013 08:09
von Stuelpner | 177 Beiträge | 17 Punkte
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Zitat von EK78GR24 im Beitrag #24
Zitat von RalphT im Beitrag #22
Zitat von Stuelpner im Beitrag #21
Es gab Elektronikbaukästen, mit denen man sich kleine Minisender bauen konnte (1 Transistor). Diese arbeiteten auf 137 kHz (?), durften jedoch nur mit einem kurzen Kabel an Radios angeschlossen werden. Schloß man eine Antenne an, ging's bei mir bis über die Straße zum Kumpel, der den gleichen Baukasten hatte. Diese Frequenz war generell für Versuchszwecke freigegeben.

Gruß Stuelpner


Weißt Du noch von welcher Marke die waren? 137 kHz ist unter dem Langwellenbereich, mit einem normalen Radiowar diese Frequenz nicht zu empfangen. Hast Du zu diesem Sender noch etwas an Details? Also, nur Träger oder auch Modulation AM oder FM?


Der Baukasten hieß "ELEKTRONIK I ". War der Vorgänger der Polytronik Baukästen. Ich hatte auch so einen Baukasten und wir haben auch diesen
LW -Sender nachgebaut und Versuche damit unternommen. Der Baukasten enthielt dazu zwei Spulen. Eine für MW und eine für LW. Weiterhin enthielt
er einen HF -Transistor russische Schreibweise GT122 A sowie zwei NF - Transistoren vom Typ GC 117. Hier wariierte die Bestückung auch zu russischen MP 20. Größere Reichweiten mit dem russischen HF -Transistor GT122 zB. über die Strasse halte ich pers. für sehr unwarscheinlich. Jedenfalls konnte man mit der Schaltung einen kleinen LW - Oszillator aufbauen, den man mit kurzen Drähten in die Antennenbuchse des Radios steckte. Um die erforderliche (freigegebene) Frequenz zu erhalten, mußte man den 500pF Drehkondensator voll eindrehen. Dann kam man auf eine Frequenz von ca. 280 kHz. Was dem äußersten Ende des LW Bereichs zuzuordnen ist.
Spätere Baukästen wurden mit SI - Transistoren bestückt, soweit wie ich mal gesehen hatte.
Heute gibt es ähnliche kleine "MW - Sender" mit einem Transistor für ein paar Cent zu kaufen. Vom Prinziep der selbe Aufbau und man könnte diese Dinger auch für Lang Welle ohne großen Aufwand umbasteln. Nur der kleine Transistor, der heute dort seinen Dienst tut, bringt auch nicht mehr als ein paar Meter bei einer Versorgungsspannung von 9Volt. Und im Baukasten damals war die Spannung 6Volt, bereitgestellt von 4 x 1,5 V Batterien
Die Modulation war AM.


Die Baukästen kamen von der späteren Firma EPSA aus Saalfeld und waren die Vorgänger des ELEKTRONIK I, die Anschlüsse wurden noch nicht gesteckt, sondern geschraubt. Zum Verkabeln wurde versilberter Kupferdraht mitgeliefert. Zeitschiene: Ender der 60er. Transistoren waren GC 100 und GF 105 (bzw. OC xxx -Typen), noch keine russischen Typen. Die 137 kHz wurden problemlos erreicht, der Betrieb über die Straße fand statt. Antennen waren am Gartenzaun entlang gespannte Drähte von ca. 10 m Länge, Erde waren die Blitzableiter der Häuser. Die Sender waren amplitudenmoduliert.

Gruß Stuelpner


zuletzt bearbeitet 17.06.2013 08:18 | nach oben springen

#29

RE: CB-Funk und Schwarzsendeanlagen in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2013 10:16
von Stuelpner | 177 Beiträge | 17 Punkte
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Ich habe jetzt den von mir genannten Baukasten gefunden:

http://www.experimentierkasten-board.de/...c.php?f=30&t=33

Gruß Stuelpner


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