#61

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.07.2013 20:30
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #46
Briefeschreiben? Gehörte doch auch zum Grenzeralltag nich wahr. Also ich schrieb jeden Tag einen Brief an meine Frau, meine Eltern schonmal garnicht und an den Betrieb, den VEB gleich überhaupt nicht. Denn Letzterer hatte kurz nach meiner Einberufung mitbekommen, das der Rainer und Kollegen(Jugendbrigade) auf einer der letzten Baustellen mit dem Aufmaß, der Abrechnung (um die 200 %) derart geschummelt hatten, das unsere Lohntüten sowas von prall gefüllt waren, es war eine Freude.

Nur der Rainer "War auf Wacht für den Frieden" unterlag der Militärgerichtsbarkeit und nicht mehr der vom VEB und somit verging die Zeit, verging die Strafe über lange 18 Monate. Aber ich schweife ab. Die Briefe um das nochmal hervorzuheben waren Ventile(allgemein jetzt), die Ventile des Soldaten zum Ablassen jeglicher ...wie nenn ich das jetzt...hat Einer die richtige Bezeichnung?

Lebensläufer


Ihr habt euren Betrieb um 100% beschissen und es war eine Freude?
Solche Klein-Gauner haben auch die DDR auf dem Gewissen und die Organe hätten mal lieber solche ins Loch wandern lassen wie diesen Fernseh-Techniker um den hier die Wogen so hochwallten.


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zuletzt bearbeitet 02.07.2013 20:56 | nach oben springen

#62

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.07.2013 09:07
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe Grenzwolf mit:

"Ihr habt euren Betrieb um 100% beschissen und es war eine Freude?
Solche Klein-Gauner haben auch die DDR auf dem Gewissen und die Organe hätten mal lieber solche ins Loch wandern lassen wie diesen Fernseh-Techniker um den hier die Wogen so hochwallten."

Sinngemäß Gwolf schrieb das schonmal Einer vom EX MfS hier, ich glaube der Feliks wars? Ich schrieb dann ...auch wieder sinngemäß:"Ist wirklich lange her Feliks,und hättst mal damals besser aufpassen müssen denn jetzt ist es zu spät...zu spät, einfach zu spät wenn im Grab die eigene Pf....e steht"

Ist alles Geschichte Gwolf, schönste DDR-Geschichte.

Lebensläufer


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#63

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.07.2013 09:19
von Fritze (gelöscht)
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Aber es wirft auch nach so langer Zeit , ein bezeichnendes Licht auf Dich LL !


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#64

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.07.2013 12:11
von Diskus303 | 485 Beiträge

OT an

anderseits:

jeder Kapitalist (ob Groß oder Kleinkapitalist) ist doch irgendwie (systembedingt) ein Betrüger, denn logischerweise gibt es da, wo es Gewinner gibt zwangsläufig auch Verlierer (Keine Berge ohne Täler...)

OT aus


Gruß Axel
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zuletzt bearbeitet 03.07.2013 12:14 | nach oben springen

#65

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 14:02
von Nick | 452 Beiträge

Wie lage war den der Postenführerlehrgang und wie lange war den die Zeit in einer Grenzausbildungsregiment?


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#66

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 15:17
von Gelöschtes Mitglied
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Ich kann mich an einen Postenführerlehrgang beim besten Willen nicht erinnern.


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#67

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 15:59
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #66
Ich kann mich an einen Postenführerlehrgang beim besten Willen nicht erinnern.


Sowas gabs auch bei uns nicht,gar keine Zeit gehabt


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#68

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 17:02
von icke-ek71 (gelöscht)
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postenführer ist man geworden und zwar an dem tag wo die ek,s gegangen sind!!eine schulung gab es nicht!!es gab aber auch ,man nannte die bei uns damals treibhausgurken,die vorzeitig postenführer wurden!!beliebt waren die in der grenzkompanie nicht..das waren soldaten die vorbildlich ihren dienst machten!!und durch diensteifer der kompanieleitung aufgefallen sind!!ich kann mich daran erinnern das diese soldaten von den gefreiten und auch den soldaten gemieden wurden!!!LG Bernd


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#69

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 17:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Nick im Beitrag #65
Wie lage war den der Postenführerlehrgang und wie lange war den die Zeit in einer Grenzausbildungsregiment?

Das kommt drauf an, wann. Die Pfeffis oder auch Frösche genannten Balken kamen Ende der 60er. Der Lehrgang mit abschließender Prüfung dauerte von einen halben über zwei Tage oder fand auch garnicht statt, mehr dazu zum Beispiel hier ... Postenführer
Die Ausbildungszeit im GAR wurde in den 80ern von sechs Monaten auf drei Monate verkürzt, das hing auch mit dem etwas erhöhten Personalbedarf zusammen, welcher nach dem Abbau der Minensperren und der Umstellung Bataillons- auf Kompaniesicherung sowie der Umstrukturierung der III. Bataillone zur Hinterlandsicherungen entstand. Auch da findet sich Einiges dazu in den Forumstiefen, auch da mußte halt mal suchfunktionieren *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#70

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 17:27
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Das war zu meiner Zeit anders. Ausbildung im GAR waren 3 Monate, danach Versetzung (in meinem Fall in die GK). Postenführer wurde man bei uns gewöhnlich schon lange vor dem 3. DHJ. Der Postenführerlehrgang waren 3 oder 4 Tage, weiß ich leider nicht mehr ganz genau, und wurde in meinem Fall beim Stab 3. GB GR20 (Ilsenburg Mahrholzberg) durchgeführt. Nach bestandener Prüfung, und es war ziemlich schwierig nicht zu bestehen, bekam man das 1.Paar "Frösche" überreicht und konnte von da an als Postenführer eingesetzt werden. Bei mir war das ca. 4 Monate nach der Versetzung an den Kanten, d.h. ich war kurz nach Beginn des 2 DHJ schon Postenführer und das war bei uns eher die Regel als die Ausnahme.


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#71

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 17:29
von Krepp | 533 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #68
postenführer ist man geworden und zwar an dem tag wo die ek,s gegangen sind!!eine schulung gab es nicht!!es gab aber auch ,man nannte die bei uns damals treibhausgurken,die vorzeitig postenführer wurden!!beliebt waren die in der grenzkompanie nicht..das waren soldaten die vorbildlich ihren dienst machten!!und durch diensteifer der kompanieleitung aufgefallen sind!!ich kann mich daran erinnern das diese soldaten von den gefreiten und auch den soldaten gemieden wurden!!!LG Bernd

Hallo,
hier muß ich als "Betroffener" mal wiedersprechen.
Mag sein das es im Einzelfall so war, aber allgemeingültig auf keinen Fall.
Ich konnte keine Veränderung zum eigenen wie auch zum 3DHJ feststellen, diese hatten mich übrigens auch "empfohlen".
Zur Auswahl stehen eventuell noch andere Gründe: Feindwärtsbestätigung, Fachwissen u.a.
Ich war im 3.DHJ dann übrigens GF und mehrmals feindwärts mit Gakl auf Grenzkontrolle.

Achja, Postenführerlehrgang hatte ich auch. ca. 1Woche. Glaub es war im Stab in Schönberg.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#72

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 17:47
von micky | 29 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #35
Ich habe ja damals auch die Quali-Spange gemacht. War das nicht sowas wie eine schriftliche Prüfung über alle mögliche
Themen des Grenzdienstes? Wie habt ihr es in Erinnerung?


Gruß H.

ich habe damals (1967) einen Lehrgang für Regulierer erfolgreich abgeschlossen,dafür gab es die Quali-Spange.
Eine extra Prüfung musste man nicht ablegen.
Gruß micky


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#73

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:28
von PF75 | 3.291 Beiträge

75/76 wurde man Postenführer wenn die EK-s nach Hause gingen außer man hatte sich dämlich angestellt oder irgendwelche anderen Delikte zu Buche stehen.Gefreite wurden fast alle und so bekamen alle das gleich "Gehalt " (für PF gabs damals noch nix extra )


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#74

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:36
von Lutze | 8.029 Beiträge

eine Frage zum Postenführer,
lief der immer hinter den anderen Grenzer
als Postenpaar?,
mir wäre da mulmig geworden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#75

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:39
von PF75 | 3.291 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #74
eine Frage zum Postenführer,
lief der immer hinter den anderen Grenzer
als Postenpaar?,
mir wäre da mulmig geworden
Lutze



Wenn Neue kamen wurde ja Dienst nach Vorschrift gemacht (mehr oder weniger ),da lief der Neue vorne ,im Laufe derZeitging man auch nebeneinander oder jeder für sich(je nach örtlicher gegebenheit )


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#76

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:47
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Genau so war es bei uns auch.Mit der Zeit spielte sich das alles ein.

VG H.



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#77

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:48
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #73
75/76 wurde man Postenführer wenn die EK-s nach Hause gingen außer man hatte sich dämlich angestellt oder irgendwelche anderen Delikte zu Buche stehen.Gefreite wurden fast alle und so bekamen alle das gleich "Gehalt " (für PF gabs damals noch nix extra )


Naja so oder so ähnlich war es wohl überall. Das würde bedeuten der PF-Lehrgang ging ein halbes Jahr. Vielleicht verwechselt hier einer die Vorbereitung und die Abnahme für die Q-Spange PF als solch einen Lehrgang?
Die Vorbereitungen für die Q-Spange waren ein paar h Selbststudium, Inhalt Befehl PF an Po und Inhalte einer B-Meldung sowie andere Basics wie man heute so schön sagt. Dafür gab es dann wimre 75 Märker und wohl eine der vom Aussehen her beliebtesten Soldatenauszeichnungen.


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#78

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:53
von Lutze | 8.029 Beiträge

die Postenpaare wurden zu jeder Schicht neu eingeteilt,
gab es da nicht mal Bedenken,mit dem muß ich die Schicht schieben?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#79

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 18:56
von PF75 | 3.291 Beiträge

Wegen derSicherheit sehr selten,höchstens wenn man den nicht ab konnte bzw. er einem auf den Senkel ging.


Lutze, hundemuchtel 88 0,5 und Nick haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#80

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.12.2013 20:25
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von Lutze im Beitrag #78
die Postenpaare wurden zu jeder Schicht neu eingeteilt,
gab es da nicht mal Bedenken,mit dem muß ich die Schicht schieben?
Lutze

Hallo Lutze
Zu meiner Zeit gab es nur Kompaniesicherung. So nun Rechne mal, bei 80zig Mann komplette Kompanie mit allem Drum und Dran.
Was meinst Du wie oft man mit den gleichen Kamerad Draußen war.


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