#21

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 18:55
von Rainman2 | 5.762 Beiträge
Ach ja, wenn die Politik einen Begriff in den Mund nimmt, ist es immer ein wenig so, wie bei einem Kind, das in der Puppenkiste wühlt, den Kaspar rausholt, ihn hochhebt und laut ruft: "Böse". Ja, die DDR war eine Erziehungsdiktatur. Schön. Und nun?

Nehmen wir mal den Vater der proletarisch-revolutionären Erziehungsdiktatur hervor:
"Das politische Klassenbewusstsein kann dem Arbeiter nur von außen gebracht werden, das heißt aus einem Bereich außerhalb des ökonomischen Kampfes, außerhalb der Sphäre der Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmern. Das Gebiet, aus dem allein dieses Wissen geschöpft werden kann, sind die Beziehungen aller Klassen und Schichten zum Staat und zur Regierung, sind die Wechselbeziehungen zwischen sämtlichen Klassen. Deshalb darf man auf die Frage: Was ist zu tun, um den Arbeitern politisches Wissen zu vermitteln? - nicht allein die Antwort geben, mit der sich in den meisten die Praktiker begnügen - ...- nämlich die Antwort: 'Zu den Arbeitern gehen'. Um den Arbeitern politisches Wissen zu vermitteln, müssen die Sozialdemokraten in alle Klassen der Bevölkerung gehen, müssen sie die Abteilungen ihrer Armee in alle Richtungen aussenden." (W.I. Lenin, "Was tun?", Erschienen März 1902, hier aus: Lenin Werke Band 5, Dietz Verlag Berlin 1959, S. 436)

Das ist die Formulierung des Kampfprogramms, das man heute geflissentlich unter den Begriff der Erziehungsdiktatur stellt. Ein Bestandteil der Diktatur des Proletariats. War so, oder wurde zumindest versucht. Und nun? Nun zieht jemand den Begriff aus der Puppenkiste und ruft: "Böse". Ich nehme mal nicht an, dass derjenige Marxist oder gar Leninist ist. Insofern lohnt sich der Aufwand der Auseinandersetzung kaum bis gar nicht.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#22

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 19:02
von Fritze (gelöscht)
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Na und meine Firma ist auch ne Diktatur ! Alle machen was der Chef sagt .

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#23

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 19:16
von DoreHolm | 7.703 Beiträge
Zitat von Fritze im Beitrag #22
Na und meine Firma ist auch ne Diktatur ! Alle machen was der Chef sagt .


Das glaubst Du doch nicht wirklich ? Die tun so.


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#24

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 20:26
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zum Thema,

ich selbst bin Jahrgang 1959 und habe durch besondere familiäre, völlig unpolitische Umstände in der DDR den Kindergarten, die ersten Schuljahre mit üblichem Hort, und die "reiferen" Jahre in der EOS durchlebt.
Nach meiner ungetrübten Erinnerung hatte meine alleinerziehende Mutter (Vater war verstorben) stets Kontakt zu den Bildungseinrichtungen ihrer Kinder, wir waren drei, ich der Jüngste.
Zunächst kann man wohl festschreiben, dass wir zu jener Zeit mit den auch heute üblichen Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens vertraut gemacht wurden.
Zugegeben schlich sich in den 70er Jahren die poliisch-agitatorische Komponenete mit ein, jedoch wurde jeder Schüler immer noch individuell gemäß seiner Herkunft betreut, undzwar im wahrsten Sinne der Worte.

Eine Erziehungsdiktatur hat es nach meiner Erinnerung nicht gegeben, wohl aber aus heutiger Sicht eine den damaligen Lehrern und Erziehern aufgebürdete Last, ihre pädagogischen Fähigkeiten strenger an systempolitisch vorgegebene Maßstäbe der Frau Honecker zu orientieren? Undzwar im Huckepackverfahren, Lehrer tragen das naturwissenschaftliche Wissen mit der Demagogie in die Klassenzimmer?

Das Thema Bildung wird wohl immer kontrovers zwischen Ost und West diskutiert werden, aber 1 und 1 sind nunmal zwei, und die Herleitung mathematischer Gleichungen waren uns in der 12. Klasse geläufig ohne Ende...

Ich bestreite nicht, dass es in den 80er Jahren in der DDR eine politisch verschärfte Volksbildung gab, aber von Erziehungsdiktatur zu sprechen erscheint trotz allem befremdlich, unrealistisch und heute unnötig polarisierend.

VG Huf

werner, silberfuchs60, Küchenbulle 79 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 20:59
von Rainman2 | 5.762 Beiträge
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #24
... Eine Erziehungsdiktatur hat es nach meiner Erinnerung nicht gegeben, wohl aber aus heutiger Sicht eine den damaligen Lehrern und Erziehern aufgebürdete Last, ihre pädagogischen Fähigkeiten strenger an systempolitisch vorgegebene Maßstäbe der Frau Honecker zu orientieren? Undzwar im Huckepackverfahren, Lehrer tragen das naturwissenschaftliche Wissen mit der Demagogie in die Klassenzimmer? ...

Hallo Ex-Huf,

naja, aber darum geht es bei dem Begriff im ursprünglichen Sinne eben nicht. Auch wenn da das Wort Erziehung auftaucht und man es im ersten Moment mit der Schule verbindet, geht es doch um etwas anderes. Und das ist die Erziehung der Arbeiterklasse und auch der anderen Klassen und Schichten im Sinne der Partei der Arbeiterklasse. Die Grundlage ist dabei die Annahme, dass das Klasseninteresse der Arbeiterklasse den grundlegenden Forderungen an ein Gemeinwohl entspricht. Das aber die Arbeiterklasse nicht von sich aus (aktionistisch) das dazu zugrunde liegende Wissen aufbauen kann und im Grunde in der Auseinandersetzung mit dem Kapital eher nach lediglich materiellen Verbesserungen, nicht aber nach der gesellschaftlichen Veränderung strebt (trade-unionistisch), bedarf es eines "bewussten und organisierten Vortrupps der Arbeiterklasse" der auch der Träger der Erziehung ist. In der Phase einer Revolution und in der Phase des Sozialismus kann dies, laut Grundannahme, auch eine Minderheit sein. Insofern ist der Begriff der Erziehungsdiktatur, auch wenn er hier eher wie ein propagandistischer Kampfbegriff daherkommt, eigentlich ein Bestandteil der Diktatur des Proletariats. Und mit Proletariat war zu Lenins Zeiten die Mehrheit in der Gesellschaft gemeint, die dank ihrer Erziehung die Reife erhält, auch demokratisch zu herrschen. Hat so nicht ganz geklappt. Kommt davon, wenn man das mit der Diktatur übertreibt und der bewusste und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse sich damit begnügt, nur noch Vortrupp zu sein.

Soviel zu dem Begriff an sich. Ich glaub aber nicht, dass der Typ von der CDU das so gemeint hat. Somit bleibt der Begriff schwammig und die Auseinandersetzung verkommt zum großen Glibberwerfen.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#26

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:02
von suentaler | 1.923 Beiträge
Na zum Glück gibt es in der BRD keine Erziehungsdiktatur.
Deshalb hat dieses 82 Millionen-Land wohl auch 7,5 Millionen Analphabeten. Das sind fast 10 %.
Solche "Erfolge" hatte die DDR mit ihrer Erziehungsdiktatur natürlich nicht vorzuweisen.

[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#27

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:19
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #24
... Eine Erziehungsdiktatur hat es nach meiner Erinnerung nicht gegeben, wohl aber aus heutiger Sicht eine den damaligen Lehrern und Erziehern aufgebürdete Last, ihre pädagogischen Fähigkeiten strenger an systempolitisch vorgegebene Maßstäbe der Frau Honecker zu orientieren? Undzwar im Huckepackverfahren, Lehrer tragen das naturwissenschaftliche Wissen mit der Demagogie in die Klassenzimmer? ...

Hallo Ex-Huf,

naja, aber darum geht es bei dem Begriff im ursprünglichen Sinne eben nicht. Auch wenn da das Wort Erziehung auftaucht und man es im ersten Moment mit der Schule verbindet, geht es doch um etwas anderes. Und das ist die Erziehung der Arbeiterklasse und auch der anderen Klassen und Schichten im Sinne der Partei der Arbeiterklasse. Die Grundlage ist dabei die Annahme, dass das Klasseninteresse der Arbeiterklasse den grundlegenden Forderungen an ein Gemeinwohl entspricht. Das aber die Arbeiterklasse nicht von sich aus (aktionistisch) das dazu zugrunde liegende Wissen aufbauen kann und im Grunde in der Auseinandersetzung mit dem Kapital eher nach lediglich materiellen Verbesserungen, nicht aber nach der gesellschaftlichen Veränderung strebt (trade-unionistisch), bedarf es eines "bewussten und organisierten Vortrupps der Arbeiterklasse" der auch der Träger der Erziehung ist. In der Phase einer Revolution und in der Phase des Sozialismus kann dies, laut Grundannahme, auch eine Minderheit sein. Insofern ist der Begriff der Erziehungsdiktatur, auch wenn er hier eher wie ein propagandistischer Kampfbegriff daherkommt, eigentlich ein Bestandteil der Diktatur des Proletariats. Und mit Proletariat war zu Lenins Zeiten die Mehrheit in der Gesellschaft gemeint, die dank ihrer Erziehung die Reife erhält, auch demokratisch zu herrschen. Hat so nicht ganz geklappt. Kommt davon, wenn man das mit der Diktatur übertreibt und der bewusste und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse sich damit begnügt, nur noch Vortrupp zu sein.

Soviel zu dem Begriff an sich. Ich glaub aber nicht, dass der Typ von der CDU das so gemeint hat. Somit bleibt der Begriff schwammig und die Auseinandersetzung verkommt zum großen Glibberwerfen.

ciao Rainman


Hallo @Rainman2 ,

natürlich kannst Du die zuvor gemeinten Begrifflichkeiten in ihren Zusammenhängen wesentlich besser beschreiben, als mir das je gelingen würde!
Dessen ungeachtet bleiben meine angeführten Tatsachen bestehen, allerdings zugegeben, als Erscheinung und nicht als Wesen....

In einem werden wir wohl nicht einig:(?) Nach meinem Eindruck gab es in der DDR in den 1970er Jahren keine Erziehungsdiktatur!!!

Beste Grüße von Huf

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#28

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:23
von Moskwitschka (gelöscht)
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lch würde Dr. Reiner Haselhoff nicht unterschätzen. Ich denke er hat den Begriff gezielt eingesetzt.

Ein weiterer Auszug aus seiner Rede:

"Eine 2008 durchgeführte Befragung von Schülerinnen und Schülern aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg hat gravierende Wissenslücken offenbart. Je geringer das Wissen über die DDR war, desto positiver wurde sie beurteilt. Deshalb ist Aufklärung wichtig."

Und nun zur Person:

"Nach dem Abitur 1972 an der Erweiterten Oberschule „Philipp Melanchthon“ in Halle leistete er von 1972 bis 1973 seinen Grundwehrdienst als Bausoldat der NVA in Halle ab. Von 1973 bis 1978 absolvierte er ein Studium der Physik an der Technischen Universität Dresden und der Humboldt-Universität Berlin, welches er als Diplom-Physiker beendete. Anschließend war er von 1978 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltschutz in Wittenberg tätig. 1991 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. nat. an der Humboldt-Universität Berlin mit der Arbeit Entwicklung von Messgeräten auf der Basis der linearen Laser-Absorptionsspektrometrie zur empfindlichen Molekülgas-Konzentrationsmessung unter dem Aspekt des Einsatzes in der Umweltkontrolle. Von 1992 bis 2002 war Haseloff Direktor des Arbeitsamtes Wittenberg."

http://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Haseloff

Ich denke der wußte wovon er spricht. Ich habe Lenin auch nicht vergessen.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 27.05.2013 22:15 | nach oben springen

#29

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:23
von Lutze | 8.039 Beiträge
Zitat von suentaler im Beitrag #26
Na zum Glück gibt es in der BRD keine Erziehungsdiktatur.
Deshalb hat dieses 82 Millionen-Land wohl auch 7,5 Millionen Analphabeten. Das sind fast 10 %.
Solche "Erfolge" hatte die DDR mit ihrer Erziehungsdiktatur natürlich nicht vorzuweisen.

wird man heutzutage als mehrmaliger Schulschwänzer
nicht von der Polizei zur Schule gebracht?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#30

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:46
von werner | 1.591 Beiträge
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #28
lch ich würde Dr. Reiner Hasselhoff nicht unterschätzen. Ich denke er hat den Begriff gezielt eingesetzt.

Ein weiterer Auszug aus seiner Rede:

"Eine 2008 durchgeführte Befragung von Schülerinnen und Schülern aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg hat gravierende Wissenslücken offenbart. Je geringer das Wissen über die DDR war, desto positiver wurde sie beurteilt. Deshalb ist Aufklärung wichtig."

Und nun zur Person:

"Nach dem Abitur 1972 an der Erweiterten Oberschule „Philipp Melanchthon“ in Halle leistete er von 1972 bis 1973 seinen Grundwehrdienst als Bausoldat der NVA in Halle ab. Von 1973 bis 1978 absolvierte er ein Studium der Physik an der Technischen Universität Dresden und der Humboldt-Universität Berlin, welches er als Diplom-Physiker beendete. Anschließend war er von 1978 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltschutz in Wittenberg tätig. 1991 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. nat. an der Humboldt-Universität Berlin mit der Arbeit Entwicklung von Messgeräten auf der Basis der linearen Laser-Absorptionsspektrometrie zur empfindlichen Molekülgas-Konzentrationsmessung unter dem Aspekt des Einsatzes in der Umweltkontrolle. Von 1992 bis 2002 war Haseloff Direktor des Arbeitsamtes Wittenberg."

http://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Haseloff

Ich denke der wußte wovon er spricht. Ich habe Lenin auch nicht vergessen.

LG von der grenzgaengerin


Wenn ich seine Vita so lese, staune ich schon. Also irgendwas stimmt da nicht.
Denn nach offizieller Lesart und der auch hier im Forum von einigen regelmäßig verbreiteter Darstellung konnten nur systembejahende Menschen eine solche wissenschaftliche Laufbahn hinlegen. Eine Wehrpflicht als Bausoldat hätte wohl nach landläufiger Meinung erhebliche berufliche Nachteile nach sich gezogen.
Seine tatsächliche Karriere spricht aber eine andere Sprache. Zumindest scheint er nach 1990 irgendwie verrissen zu haben oder hat beim Genuss der neuen Freiheit überdreht.

Für seinen dramatischen Karriereknick im geeinten Deutschland macht er also nun die diktatorische Prägung durch die DDR verantwortlich.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#31

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:46
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Zitat

wird man heutzutage als mehrmaliger Schulschwänzer
nicht von der Polizei zur Schule gebracht?



Eher nicht. Die haben selten Zeit dafür. Auf dem Dorf eher aber in HH?

Ich habe eh´so das Gefühl, dass die Bildung resigniert hat......wenn der Schüler nicht will, dann soll er doch.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#32

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 21:53
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und was ist damit? Seine offizielle HP:

1972 – 1973
Grundwehrdienst in Halle (vorzeitige Entlassung)

http://www.reiner-haseloff.de/zur-person

LG von der grenzgaengerin

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#33

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 22:22
von werner | 1.591 Beiträge
Der Widerspruch ist nicht in seiner Laufbahn selbst, sondern in der verbreiteten Meinung über die persönlichen Möglichkeiten und seiner Vita.

Für mich ist seine Laufbahn in der DDR eher ein Zeichen dafür, dass die landläufige These, dass "Waffenverweigerer" generell erhebliche berufliche Konsequenzen zu tragen hatten, und dass nur SED-Mitglieder eine Karrierechance bekommen haben, einfach nicht stimmt.

Neben der Kanzlerin ist auch er ein klares Zeichen dafür, dass Leistung sehr wohl von Bedeutung war, wenn man eine Karriere machen wollte und nicht das Parteibuch.

Und, ja, er weiß sehr wohl, was er wann von sich gibt. Sonst wäre er kein Politiker geworden.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#34

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 23:48
von CASI | 78 Beiträge
Moin,

Zum Thema Erziehungsdikatur:
Das ist schwierig. Sind nicht eigentlich alle Politischen Systeme eine Erziehungsdiktatur?
Ich gehe einmal etwas in die Geschichte.
Mein Urgroßvater wurde 1896 unter Kaisers Zeiten geboren. Er wurde Kaiserlich Preußisch erzogen und zog mit Pauken und Trompeten in den ersten Weltkrieg. 1918 kam er dann schwerverletzt (Er war in Verdun) zurück und wurde dann als Schwergeschädigter bei der Reichsbahn untergebracht.
1926 wurde mein Großvater geboren. 1933, als der NAZI Wahnsinn begann war der 7 Jahre alt.
Mein Urgroßvater war natürlich bei diesem Wahsinn dabei, ging es doch nach dem ersten Weltkrieg und den Entbehrungen der Nachkriegszeit (Ich sage nur Hyperinflation) endlich wieder Bergauf! (Nein, ich vergleiche die DDR nicht mit den Nazis!! - nur das Prinzip jeglicher Erziehungsdiktatur!)
Weiter geht´s:
Mein Großvater, natürlich in der HJ bekam natürlich mit 14 Jahren (er war genauso wie ich Technikbegeistert) einen Ausbidungsplatz im Technischen Bereich als Flugmotorenmechaniker auf dem nahegelegenen Fliegerhorst. Natürlich war der überglücklich und rackerte rackerte ran. 1944 wurde er nach angefangener ME163 Pilotenspezialausbildung dann doch noch gezogen. Er hat mir 1998 als ich mit Opa einmal zusammen Urlaub in der Normandie gemacht habe gesagt, das dieses sein Gück war! - Die ME163 hat fast keiner überlebt! - Er hätte den Vogel im Kampf auf den Endsieg auch geflogen, obwohl er wusste das die Überlebenschance nicht wirkich groß war.
Anfang 1945 kam er in Britische Gefangenschaft und kehrte Anfang 1946 völlig fertig ins fast unzerstörte Westfalen zurück zurück.
Heirat 1947, Vater war unterwegs, man kann es sich nicht vorstellen unter welchen Bedingungen, er hatte wieder einen Job beim Tommy auf dem übernommenen Fliegerhorst.
Danach Neuanfang in der noch nicht existenten BRD und um das ganze einmal abzukürzen, hat prima funktioniert. Soviel zur Geschichte.
Was ich damit sagen möchte: Jeder, aber auch jeder ist das Kind des Systems in dem er groß geworden ist.
Ich bin 1970 geboren in Westfalen. Ich bin in vielen Dingen ein Westfälischer Sturkopp. Meine Kindheit in der Bundesrepublik war klasse und ich möchte diese nicht missen. Nach Realschulabschluss 1988 musste ich zwar 27 Bewerbungen schreiben, aber mit etwas Vitamin B (so was gab es auch im Westen) klappte das auch. In dem Betrieb bin ich heute noch und es geht mir gut.
In der alten Bundesrepublik gab es zumindest bei mir und in meinem Umkreis weder in Schule noch irgendwo anders eine politische Färbung oder Führung. Ich durfte mir meine eigene Meinung bilden. (Jetzt eine bitte an die Rotgefärbten: Nicht ausrasten! ;-) )
Natürlich wurden wir immer durch die vorhandenen Medien gesteuert. Das ganze lief wesentlich subtiler ab. Ich bin in einer Bundesrepublik groß geworden, die einfach nur funktionierte. Hemut Schmidt war und ist ein Idol, Birne (ab 82) war doof. Die Kommunisten wurden nur selten in der Schule erwähnt, man hat es nur im Ferni wahrgenommen, das die Böse sind. ;-)
1988 wurde es im Ferni interessant, die DDR brodelte vor sich hin und ist 1990 nach der Grenzöffung zusammengebrochen.
Ich war völlig baff und habe mir das ganze ab 2/90 selber angeschaut. Ich war
1) entsetzt aufgrund der vorhandenen Infrastruktur!
2) Nach etwas Eingewöhnung doch überrascht, das doch eigentich alles halbwegs funktionierte.
3) Das Improvisationstalent der DDR Bürger.
Das war eine neue Erfahrung! :-)
Um jetzt wieder den Faden zur Erziehungsdiktatur zu finden:

Seitdem und aus der Familiengeschichte weis ich, das jegliches Regime seine Kinder formt.
Sei es durch intensive Kaiserliche Färbung, sei es durch "Braunfärbung", sei es durch "Rotfärbung", sei es durch "Buntfärbung" die ich genossen habe. ;-) - Die letzte ist definitiv die Substilste, aber die bislang für mich immernoch beste, aber das ist nur meine Meinung.

Ich meine, das man die Geschichte achten und studieren sollte um die gemeinsame Zukunft zu gestalten.!

Viele Grüße
Carsten


Jobnomade und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 27.05.2013 23:50
von Moskwitschka (gelöscht)
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In meinem Eingangsthread stand ich unter dem Eindruck des threads "Verdummung der Kinder in Amerika" , wo man sich trefflich über das wie und warum Gedanken gemacht hat. Aber auch über die unendliche Geschichte der Symbole der DDR, die in mehreren threads behandelt werden. Für mich Nebenkriegsschauplätze über die man sich gut austauschen kann, obwohl da mehr oder weniger rechtliche Klarheit gibt.

Beim Schreiben meines Beitrages für diesen thread sind mir 2 Unterlassungen unterlaufen.

1. Habe ich versäumt darauf hinzuweisen, dass Herr Haselhoff Ministerpräsident von Sachsen - Anhalt ist. Ehrlich gesagt, bin ich davon ausgegangen, das dies in der Forumgemeinde bekannt ist.

2. Habe ich leider verkürzt dargestellt, dass "Erziehungsdiktatur" mir in der Geschichtsaufarbeitung seitens der CDU erstmalig untergekommen ist. Beim Schreiben habe ich nur gedacht - Vermeide jetzt bloß andere Schlagworte wie "Siegerjustiz", "Unrechtsstaat" u.ä. wie es vordergründig aus der Richtung der CDU schallt.

Was ich aber bewußt vermieden habe, diese Rede von einem ehemaligen DDR - CDU Mitglied, als neue Stufe in der Auseinandersetzung mit der der DDR - Geschichte darzustellen, da es ein sehr persönliches Bauchgefühl ist.

Von vielen Seiten wird gefordert, dass man wegkommt von der Fokussierung auf Stasi, MfS und dann kommt im Bundestag Herr Haselhoff daher und haut so ganz nebenbei Pflöcke für eine neue Weide ein. Und weil keiner was damit anzufangen weiß, wird es von allen abgenickt.

Und als am Wochenende mehr oder weniger die Schulerlebnisse in den Mittelpunkt der Erinnerungen getreten sind, habe ich mich schon gefragt, was ist neben dem letzten Schultag noch so hängen geblieben ist - von dem was man gelernt hat.

Bei Herrn Haselhoff mehr als man denkt.

LG von der grenzgaengerin


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.05.2013 23:55 | nach oben springen

#36

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 28.05.2013 08:25
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von CASI im Beitrag #34
Moin,

Zum Thema Erziehungsdikatur:
Das ist schwierig. Sind nicht eigentlich alle Politischen Systeme eine Erziehungsdiktatur?
Ich gehe einmal etwas in die Geschichte.
Mein Urgroßvater wurde 1896 unter Kaisers Zeiten geboren. Er wurde Kaiserlich Preußisch erzogen und zog mit Pauken und Trompeten in den ersten Weltkrieg. 1918 kam er dann schwerverletzt (Er war in Verdun) zurück und wurde dann als Schwergeschädigter bei der Reichsbahn untergebracht.
1926 wurde mein Großvater geboren. 1933, als der NAZI Wahnsinn begann war der 7 Jahre alt.
Mein Urgroßvater war natürlich bei diesem Wahsinn dabei, ging es doch nach dem ersten Weltkrieg und den Entbehrungen der Nachkriegszeit (Ich sage nur Hyperinflation) endlich wieder Bergauf! (Nein, ich vergleiche die DDR nicht mit den Nazis!! - nur das Prinzip jeglicher Erziehungsdiktatur!)
Weiter geht´s:
Mein Großvater, natürlich in der HJ bekam natürlich mit 14 Jahren (er war genauso wie ich Technikbegeistert) einen Ausbidungsplatz im Technischen Bereich als Flugmotorenmechaniker auf dem nahegelegenen Fliegerhorst. Natürlich war der überglücklich und rackerte rackerte ran. 1944 wurde er nach angefangener ME163 Pilotenspezialausbildung dann doch noch gezogen. Er hat mir 1998 als ich mit Opa einmal zusammen Urlaub in der Normandie gemacht habe gesagt, das dieses sein Gück war! - Die ME163 hat fast keiner überlebt! - Er hätte den Vogel im Kampf auf den Endsieg auch geflogen, obwohl er wusste das die Überlebenschance nicht wirkich groß war.
Anfang 1945 kam er in Britische Gefangenschaft und kehrte Anfang 1946 völlig fertig ins fast unzerstörte Westfalen zurück zurück.
Heirat 1947, Vater war unterwegs, man kann es sich nicht vorstellen unter welchen Bedingungen, er hatte wieder einen Job beim Tommy auf dem übernommenen Fliegerhorst.
Danach Neuanfang in der noch nicht existenten BRD und um das ganze einmal abzukürzen, hat prima funktioniert. Soviel zur Geschichte.
Was ich damit sagen möchte: Jeder, aber auch jeder ist das Kind des Systems in dem er groß geworden ist.
Ich bin 1970 geboren in Westfalen. Ich bin in vielen Dingen ein Westfälischer Sturkopp. Meine Kindheit in der Bundesrepublik war klasse und ich möchte diese nicht missen. Nach Realschulabschluss 1988 musste ich zwar 27 Bewerbungen schreiben, aber mit etwas Vitamin B (so was gab es auch im Westen) klappte das auch. In dem Betrieb bin ich heute noch und es geht mir gut.
In der alten Bundesrepublik gab es zumindest bei mir und in meinem Umkreis weder in Schule noch irgendwo anders eine politische Färbung oder Führung. Ich durfte mir meine eigene Meinung bilden. (Jetzt eine bitte an die Rotgefärbten: Nicht ausrasten! ;-) )
Natürlich wurden wir immer durch die vorhandenen Medien gesteuert. Das ganze lief wesentlich subtiler ab. Ich bin in einer Bundesrepublik groß geworden, die einfach nur funktionierte. Hemut Schmidt war und ist ein Idol, Birne (ab 82) war doof. Die Kommunisten wurden nur selten in der Schule erwähnt, man hat es nur im Ferni wahrgenommen, das die Böse sind. ;-)
1988 wurde es im Ferni interessant, die DDR brodelte vor sich hin und ist 1990 nach der Grenzöffung zusammengebrochen.
Ich war völlig baff und habe mir das ganze ab 2/90 selber angeschaut. Ich war
1) entsetzt aufgrund der vorhandenen Infrastruktur!
2) Nach etwas Eingewöhnung doch überrascht, das doch eigentich alles halbwegs funktionierte.
3) Das Improvisationstalent der DDR Bürger.
Das war eine neue Erfahrung! :-)
Um jetzt wieder den Faden zur Erziehungsdiktatur zu finden:

Seitdem und aus der Familiengeschichte weis ich, das jegliches Regime seine Kinder formt.
Sei es durch intensive Kaiserliche Färbung, sei es durch "Braunfärbung", sei es durch "Rotfärbung", sei es durch "Buntfärbung" die ich genossen habe. ;-) - Die letzte ist definitiv die Substilste, aber die bislang für mich immernoch beste, aber das ist nur meine Meinung.

Ich meine, das man die Geschichte achten und studieren sollte um die gemeinsame Zukunft zu gestalten.!

Viele Grüße
Carsten




Hallo Carsten,

Deine ausführliche Familiengeschichte über 4 Generationen ist einer der besten Beiträge, den ich bisher in diesem Forum gelesen habe.
Und Deinen Schlussatz kann ich (und sicher viele andere hier) zu 100 % unterschreiben.

Niemand braucht sich hier dafür zu rechtfertigen, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort geboren wurde und demzufolge in einem bestimmten politischen System grossgeworden ist - und folgerichtig von diesem geprägt wurde.
Meine Grossväter waren auch für den Kaiser im ersten Weltkrieg. Und mein Vater, Jahrgang 1922 war - wie so viele - bei der HJ, beim Reichsarbeitsdienst, dann bei der Wehrmacht, Obergefreiter. Dann Kriegsgefangener.
Freiwillig ? Wohl kaum.
Welche Alternernative hatte er ?
Konzentrationslager oder Strafbattalion.....
Alle, die heute meinen, dass sie selbstverständlich diesen Weg gewählt hätten, möchte ich in der Situation mal erleben... und dann sollen sie berichten.
Meine Kindheit und Jugend war in der DDR - ich kannte den anderen Teil Deutschlands nicht. Als die Mauer gebaut wurde, war ich 8 Jahre alt.
Ich hatte keine Verwandschaft im westlichen Teil und bin in einer Gegend grossgeworden, wo nicht mal Westfernsehen möglich war.
Folgerichtig verlief meine Erziehung ganz im Sinne der DDR-Staatsführung:
Jungpionier, Thälmann-Pionier, FDJ-ler, Schulabschluss und Studium, SED-Mitglied, Wehrpflicht als Grenzsoldat.
Als 26-jähriger Grenzer habe ich dann zum ersten mal den "Westen" gesehen - über den Grenzzaun hinweg. Und das war für mich ein richtig komisches Gefühl....
Die Zweifel, ob das alles so sinnvoll ist, kamen bei mir in den Folgejahren, ich begann viele Dinge kritisch zu hinterfragen.
Und somit habe ich auch aktiv das Ende der DDR "mitgestaltet".
Ja, es "funktionierte eigentich alles halbwegs - dank Improvisationstalent der DDR Bürger".
Aber es wäre nicht mehr lange so weitergegangen, da hätte auch das Improvisationstalent nichts mehr abfangen können.
Nach kurzer Arbeitslosigkeit in Dresden, gleich mit der Einführung der D-Mark, verordnete ich mir einen "Intensivlehrgang Kapitalismus" ab Herbst 90 bei Zeitarbeitsunternehmen in Nürnberg.
Hat mir nichts geschadet - Jahre später war ich in der bürgerlichen Gesellschaft "angekommen" und konnte ab da souverän mit einigen Dingen umgehen.
Und wer mir heute besserwisserisch vorhält, dass ich ja doch viel früher hätte einige Dinge wissen müssen und er ja selbstverständlich "Widerstand" geleistet hätte - der soll's mal unter den Rahmenbedingungen anders machen und dann berichten - ich bin gespannt.


Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
CASI hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.05.2013 08:34 | nach oben springen

#37

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 28.05.2013 10:55
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Fritze im Beitrag #22
Na und meine Firma ist auch ne Diktatur ! Alle machen was der Chef sagt .


Wenn du deine Brigaden einteilst sagst du aber nicht "du bist der Timur und das ist dein Trupp"?


zuletzt bearbeitet 28.05.2013 10:56 | nach oben springen

#38

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 28.05.2013 11:30
von Gert | 12.356 Beiträge
also meine Erfahrung ist, dass meine Lehrer einen ziemlich autoritären Stil hinlegten. Widerworte waren kaum erwünscht. Man hatte im Sinn der neuen Ideologie zu funktionieren, wenn nicht hat das System zurückgeschlagen.

Das waren aber die Anfangsjahre der DDR, die 50er, und wir hatten natürlich Lehrer , die in den 20 er Jahren und davor geboren wurden. Die sind mit dem wilhelminischen Kadavergehorsam aufgewachsen , der ja wiederum in der Weimarer Republik von der Generation Lehrer davor an diese Kinder weitergegeben wurde, zusätzlich verstärkt in der Nazizeit. Auch wenn die Lehrer, die mich unterrichteten, nach 45 den Persilschein ( nicht belastet durch NS zeit) bekamen, so waren sie doch von dieser autoritären Zeit geprägt. Allerdings passten diese Autoritätsallüren ins Konzept der neuen Herren, die waren genauso gestrickt-
Nach allem was ich später in der Bundesrepublik hörte, wäre es mir aber auf dieser Seite nicht viel anders ergangen, hier spukte der selbe Geist durch die Schulen. Das änderte sich erst in den 70 er Jahren, als diese Alten nach und nach pensioniert wurden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#39

RE: Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

in DDR Politik Presse 28.05.2013 11:35
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #37
[quote=Fritze|p257363]Na und meine Firma ist auch ne Diktatur ! Alle machen was der Chef sagt .


Wenn du deine Brigaden einteilst sagst du aber nicht "du bist der Timur und das ist dein Trupp"?


Nee, die reissen sich um die Arbeit ,bevor sie dieselbe verpasst bekommen . Also wohl doch diktatorische Erziehung !?

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