#1

Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 17:27
von Moskwitschka (gelöscht)
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Bei meiner Recherche zu einem anderen Thema bin ich über Artikel in der ZEIT und im Spiegel von 1977 auf folgenden Bericht der BStU gestoßen:

"Am 7. Oktober 1977 findet anlässlich des Festes zum 28. Jahrestag der Gründung der DDR auf dem Alexanderplatz am Fernsehturm ein Konzert statt, an dem etwa 20.000 Personen teilnehmen. Nach einem Unfall, bei dem neun Jugendliche in einen Luftschacht stürzen und sich schwer verletzten, wird das Konzert abgebrochen. Es kommt zu schweren Ausschreitungen zwischen der Volkspolizei und Jugendlichen. Noch am Abend werden 313 Personen verhaftet, in den nächsten Tagen weitere 155. Bis heute sind die genauen Umstände der Auseinandersetzungen unklar."

http://www.bstu.bund.de/DE/Presse/Themen...html?nn=3418830

http://www.bstu.bund.de/DE/Presse/Themen...html?nn=3418830

War damals jemand dabei? Kann sich jemand daran erinnern?

Konzerte am Alex waren immer sehr beliebt. An dem Tag spielte die Gruppe "Express".

Hier noch ein Spiegelartikel aus der Zeit: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40764074.html

LG von der grenzgaengerin


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#2

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 17:50
von Gert | 12.354 Beiträge

interessanter Artikel, besonders bemerkenswert finde ich diese Einstellung :
Ebenfalls aus dem Stimmungsbereicht der HA I wird ein Oberst folgendermaßen wiedergegeben: "An dieser Entwicklung sind wir selbst schuld. In der Erziehung werden Fehler gemacht, da wir die Überzeugungsarbeit in den Vordergrund stellen. Solche Jugendlichen müssen gezwungen werden, sich so zu bewegen, wie wir es wollen, z.B. durch Arbeitserziehung wenn notwendig auch mit dem Gummiknüppel." (Quelle, BStU, MfS HA I Nr. 19110)

Ja, so habe ich sie in Erinnerung. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Ein beliebter Satz der (Volks)genossen : wir können auch anders eine weitere Redewendung zur Disziplinierung ihnen missliebiger Personen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#3

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 18:00
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

War schon mal Thema denke ich...


Edit:/ Komisch, find nix mehr dazu.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 15.05.2013 18:02 | nach oben springen

#4

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 18:10
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
War schon mal Thema denke ich...


@Feliks

ich habe mit der Suchfunktion mit verschiedenen Schlagworten nichts gefunden. Kannst Du mir einen Tipp geben?

@all

Es geht mir unter anderem darum, inwieweit dieses Thema "durchgereicht" wurde im Rahmen von FDJ - Versammlungen. Denn wenig später versammelte sich ja die Jugend in Berlin zum "Fest des Roten Oktober" anläßlich des 60. Jahrestages der Oktoberrevolution. Ich war damals schon "raus" aus meiner FDJ - Gruppe.

"Zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution werden 2002 Feste gefeiert“, witzelt man in der DDR: „Eins in Moskau, eins in Leningrad und zweitausend in der DDR.“ Im Beteuern „ewiger Freundschaft zur Sowjetunion“ war die DDR schon immer groß. Obwohl das genaue Datum des Festes der 7. November ist, kamen bereits an vier Tagen im Oktober über 100 000 Kinder und Jugendliche zum „Fest des Roten Oktober“ in Ostberlin zusammen. 40 Millionen Mark soll dieser Höhepunkt der Festivitäten gekostet haben."

http://www.zeit.de/1977/47/unter-gefecht...komplettansicht

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 15.05.2013 18:14 | nach oben springen

#5

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 18:14
von damals wars | 12.143 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #2


Ja, so habe ich sie in Erinnerung. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Ein beliebter Satz der (Volks)genossen : wir können auch anders eine weitere Redewendung zur Disziplinierung ihnen missliebiger Personen.




Gert schwelgt wieder in seinen Erinnerungen an die Nazizeit....


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#6

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 18:15
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
War schon mal Thema denke ich...


Edit:/ Komisch, find nix mehr dazu.



Hier u.a. Feliks:

07.10.1977 Auseinandersetzungen am Fernsehturm/ Alex


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#7

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 18:17
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #2
interessanter Artikel, besonders bemerkenswert finde ich diese Einstellung :
Ebenfalls aus dem Stimmungsbereicht der HA I wird ein Oberst folgendermaßen wiedergegeben: "An dieser Entwicklung sind wir selbst schuld. In der Erziehung werden Fehler gemacht, da wir die Überzeugungsarbeit in den Vordergrund stellen. Solche Jugendlichen müssen gezwungen werden, sich so zu bewegen, wie wir es wollen, z.B. durch Arbeitserziehung wenn notwendig auch mit dem Gummiknüppel." (Quelle, BStU, MfS HA I Nr. 19110)

Ja, so habe ich sie in Erinnerung. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Ein beliebter Satz der (Volks)genossen : wir können auch anders eine weitere Redewendung zur Disziplinierung ihnen missliebiger Personen.




Ich glaube dieser Satz hat bei den Volksdemokraten auch noch Gültigkeit.


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#8

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 18:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #6

07.10.1977 Auseinandersetzungen am Fernsehturm/ Alex



Danke Alfred

Habe jedoch keine Antworten auf meine Fragen gefunden.

@ Admins

Von mir aus können die Themen wegen der Übersichtlichkeit im Forum zusammengelegt werden.

LG von der grenzgaengerin


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#9

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 19:27
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Habe ich nie gehört.


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#10

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 21:20
von Gert | 12.354 Beiträge

gelöscht


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 16.05.2013 03:05 | nach oben springen

#11

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 15.05.2013 22:59
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #9
Habe ich nie gehört.

... gegen 19 Uhr, während eines Konzerts der Rockgruppe "Express", neun Jugendliche in einen mehrere Meter tiefen Lüftungsschacht am Fernsehturm gestürzt. Weil die Krankenwagen wegen der Menschenmassen nicht zu der Unglücksstelle vordringen konnten, versuchten Polizeieinheiten, einen Weg durch die Menge zu bahnen. Plötzlich kamen Sprechchöre auf: "Nieder mit dem Bullenpack". Als die Polizisten gegen die Rufer vorgehen wollten, eskalierte die Situation. ...

Der komplette Artikel in der BZ trug die Schlagzeile Blutige Erdbeeren unterm Fernsehturm
http://www.berliner-zeitung.de/10810590,9840578.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#12

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 17.05.2013 21:07
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #4
Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
War schon mal Thema denke ich...


@Feliks

ich habe mit der Suchfunktion mit verschiedenen Schlagworten nichts gefunden. Kannst Du mir einen Tipp geben?

@all

Es geht mir unter anderem darum, inwieweit dieses Thema "durchgereicht" wurde im Rahmen von FDJ - Versammlungen. Denn wenig später versammelte sich ja die Jugend in Berlin zum "Fest des Roten Oktober" anläßlich des 60. Jahrestages der Oktoberrevolution. Ich war damals schon "raus" aus meiner FDJ - Gruppe.

"Zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution werden 2002 Feste gefeiert“, witzelt man in der DDR: „Eins in Moskau, eins in Leningrad und zweitausend in der DDR.“ Im Beteuern „ewiger Freundschaft zur Sowjetunion“ war die DDR schon immer groß. Obwohl das genaue Datum des Festes der 7. November ist, kamen bereits an vier Tagen im Oktober über 100 000 Kinder und Jugendliche zum „Fest des Roten Oktober“ in Ostberlin zusammen. 40 Millionen Mark soll dieser Höhepunkt der Festivitäten gekostet haben."

http://www.zeit.de/1977/47/unter-gefecht...komplettansicht

LG von der grenzgaengerin




Nabend Grenzgaengerin....

"durchgereicht"...Du meinst "ausgewertet",ausdiskutiert?

Gruss BO


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#13

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 17.05.2013 22:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #12


Nabend Grenzgaengerin....

"durchgereicht"...Du meinst "ausgewertet",ausdiskutiert?

Gruss BO



Hallo Boelleronkel,

genau in diesem Sinne. Obwohl ausdiskutiert wohl weniger, oder?

LG von der grenzgaengerin


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#14

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 18.05.2013 07:10
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #13
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #12


Nabend Grenzgaengerin....

"durchgereicht"...Du meinst "ausgewertet",ausdiskutiert?

Gruss BO



Hallo Boelleronkel,

genau in diesem Sinne. Obwohl ausdiskutiert wohl weniger, oder?

LG von der grenzgaengerin




.....ausdiskutiert...oeffentlich natuerlich nicht!
Bis heut Abend ick muss

Gruss BO


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#15

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 18.05.2013 22:31
von Boelleronkel (gelöscht)
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Hallo Grenzgaengerin....

Hoffe das "Musikfest war stressfrei"....

Meine Betrachtung derartiger Vorfaelle,auch wenn moeglichst meist offiziell unter den Teppich gekehrt,weil derartige Auswuechse von jungen soz. Persoenlichkeiten gabs ja eijentlich in der DDR nicht.
Man trug eben keinen Parker und kein Fleischerhemd....

Aus meiner Sicht stimmt die Einschaetzung(eines der Artikel) vollends,ein Ordnungsgruppenmitglied mit roter Armbinde ,ein Polizist mit Hund und etwas Stress haben damals voellig ausgereicht um eine mittlere bis grosse Schlaegerei "anzuzetteln".
Meine Meinung bezieht sich auf Feste wie Bluetenfest Werder,Kanrneval Vasungen,Luebben,Sandbahnrennen Teterow...etc...
Groessere Auseinandersetzungen in Kulturhaeusern,Grossgaststaetten mit Saal sind mir untergekommen.

Da gings dann schon mal mit Jaegerzaunlatte und Messer zur Sache.
Eine Waldgaststaette...etwas entfernt von der naechsten Stadt...da kam kein ABV am spaeten Abend vorbeigeschliddert um etwas "Ordnung zuschaffen
Es sei denn,der Mann hatte die Reife und Erfahrung oder die Ausstahlung eines gewissen Unikats...

Was Berlin betrifft,mir ist aus einer Kleinstadt ein Mann bekannt ,der dort war und per Knueppel so geschlagen wurde,dass er ein Invalide war....
Fakt ist... er war ein voellig an Randale Unbeteiligter...aber wenn eine Menge erst einmal in den "Wahnsinn"geraet,dann gibs kein halten mehr.
Eine Entschaedigung gabs nicht,er urde ueber die Sozialversicherung der DDR invalidisiert und bekam eine Rente.

Was das diskutieren ueber derartige Vorfaelle betrifft,so kann ich Dir aus 20 Jahren Mugge und Beschaeftigung mit kulturellen Dingen sagen,Nee,jedenfalls wenn was gemunkelt wurde...da war was los....war richtig schlimm....wurde folgendes immer akkut...

So ein kleiner Besuch ab einer FDJ Kreisleitung aufwaerts,da gabs unter ein paar Augen schon mal ein paar Saetze.
Jede Stadt hatte ja auch so seine "Experten"...den entlassenen Boxer des TSC,die gestandenen Kampftrinker und stattlichen Typen,die manchmal eben auch einfach auf Krawall auswaren.....da genuegte ein Blick und auf gings....

Die Veranstaltungsmeldungen wurden exakter geprueft...(Erlaubniswesen des VPKA)
Die Schwerpunktklubs,also wo das "normale gemeine Volk hinging(keine Klubhaeuser der Betriebe etc.) wurden besonders von der Abteilung Kultur der Raete der Staedte,der Kreiskabinette fuer Kulturarbeit,der FDJ Kreisleitung beaeugt.....
Die Frage von FDJ Ordnungsgruppen kam immer wieder auf,wurde aber aus meiner Sicht von den erfahrenen Klubleitern abgewiesen,da nicht alle Jugendklubs(Jugendklubs der FDJ waren)..

Der bessere Weg,war der ,die Weiber die Ihre Krawalljungs eigentlich im Griff hatten,auf die ruhige Seite zu ziehen und zu hoffen,das Ihr Einfluss gross genug ist und die Ihre Jungs im "Schach Halten"
Eine rote Armbinde schon am Eingang und der Abendkasse war in der Provinz eher der Aufhaenger zur Randale!

Erstmal so dazu....

Soweit erstmal

Gruss BO


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#16

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 23:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Was ist an den Gerüchten dran, dass der Film "Blutige Erbeeren" - ein Kult - Film für viele Jugendliche aus der DDR, nach den Vorfällen am Fernsehturm 1977 aus dem Repertoire der Kinos rausgenommen wurde?

"...der Streifen auch heute noch nach mehr als 30 Jahren seine Qualitäten. Und das liegt auch an der Musik von Joni Mitchell, Crosby, Stills, Nash & Young, John Lennon und Paul McCartney. Als die Studenten im Kreis kniend den Angriff der Nationalgarde erwarten, singen sie "Give peace a chance" und schlagen dazu rhythmisch auf den Boden. "Das wurde immer wieder nachgeahmt", erinnert sich Schöner. "Wenn auf Discos dieses Lied gespielt wurde, fanden sich die Leute zum Kreis. " Es kursierte sogar das Gerücht, Jugendliche hätten auf diese Art einen Versorgungsschacht auf dem Alexanderplatz zum Einstürzen gebracht. Allein durch die wiederkehrenden rhythmischen Bewegungen. Der Film, sagt Schöner, sei dann relativ schnell wieder aus den DDR-Kinos verschwunden."

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/im...0,10114568.html

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 22.05.2013 23:50 | nach oben springen

#17

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 09:30
von moreau | 384 Beiträge

Der bessere Weg,war der ,die Weiber die Ihre Krawalljungs eigentlich im Griff hatten,auf die ruhige Seite zu ziehen und zu hoffen,das Ihr Einfluss gross genug ist und die Ihre Jungs im "Schach Halten"
Eine rote Armbinde schon am Eingang und der Abendkasse war in der Provinz eher der Aufhaenger zur Randale!


Da muss ich dir aber heftigst widersprechen. Ich war in einem Jugendclub und FDJ-Ordnungsgruppe. Wir hatten immer die Armbind sichtbar am Körper ( nicht "Mann" da die holde Weiblichkeit auch mit von der Partie war)und nie wesentliche Probleme. Gab es eine Schlägerei auf'm Saal brauchte nur Einer von uns hin und schon war Ruhe. Im Normalfall. Bei härteren Auseinandersetzungen flogen schon mal deren Kinn samt Mann quer durch den Saal weil die sie einen "Tatsch" von uns eingefangen haben. In der Hinsicht waren wir sehr Humorlos. Danach flogen die aus dem Saal (bitte auch wörtlich nehmen) inkl. einem Hausverbot. Ab und an sahen wir uns auch mal einen Kerl mit Messer gegenüber (aber immer Fremde aus der nahe gelegenen Großstadt) aber für solche Kunden hatten wir einen speziellen Lehrgang von unseren Freunden und Helfern erhalten. Also auch nicht das große Problem. Im Nachhinein. Aus heutiger Sicht. Damals sah das schon etwas anders aus.
Die Norm war das sich die "Kontrahenden" außerhalb unseres Zuständigkeitsbereiches bearbeitet haben. Nur der zweite Gewinner kam manchmal angekrochen um sich von uns wieder provisorisch zusammenflicken zu lassen.
Aber sonst war das alles Easy.

Gruß
Moreau


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#18

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 10:11
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #4
Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
War schon mal Thema denke ich...


@Feliks

ich habe mit der Suchfunktion mit verschiedenen Schlagworten nichts gefunden. Kannst Du mir einen Tipp geben?

@all

Es geht mir unter anderem darum, inwieweit dieses Thema "durchgereicht" wurde im Rahmen von FDJ - Versammlungen. Denn wenig später versammelte sich ja die Jugend in Berlin zum "Fest des Roten Oktober" anläßlich des 60. Jahrestages der Oktoberrevolution. Ich war damals schon "raus" aus meiner FDJ - Gruppe.

"Zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution werden 2002 Feste gefeiert“, witzelt man in der DDR: „Eins in Moskau, eins in Leningrad und zweitausend in der DDR.“ Im Beteuern „ewiger Freundschaft zur Sowjetunion“ war die DDR schon immer groß. Obwohl das genaue Datum des Festes der 7. November ist, kamen bereits an vier Tagen im Oktober über 100 000 Kinder und Jugendliche zum „Fest des Roten Oktober“ in Ostberlin zusammen. 40 Millionen Mark soll dieser Höhepunkt der Festivitäten gekostet haben."

http://www.zeit.de/1977/47/unter-gefecht...komplettansicht

LG von der grenzgaengerin



Die Kosten von 40 Millionen kann ich mir schon gut vorstellen. Ich habe damals als Pionier von 12 Jahren an einer Großveranstaltung im Walter- Ulbrich-Stadion teilgenommen. Jeder Pionier wurde vorher mit einer modischen "Pionierkutte" eingekleidet, die er nach der Veranstaltung auch behalten konnte.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#19

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 10:36
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #16
Was ist an den Gerüchten dran, dass der Film "Blutige Erbeeren" - ein Kult - Film für viele Jugendliche aus der DDR, nach den Vorfällen am Fernsehturm 1977 aus dem Repertoire der Kinos rausgenommen wurde?

"...der Streifen auch heute noch nach mehr als 30 Jahren seine Qualitäten. Und das liegt auch an der Musik von Joni Mitchell, Crosby, Stills, Nash & Young, John Lennon und Paul McCartney. Als die Studenten im Kreis kniend den Angriff der Nationalgarde erwarten, singen sie "Give peace a chance" und schlagen dazu rhythmisch auf den Boden. "Das wurde immer wieder nachgeahmt", erinnert sich Schöner. "Wenn auf Discos dieses Lied gespielt wurde, fanden sich die Leute zum Kreis. " Es kursierte sogar das Gerücht, Jugendliche hätten auf diese Art einen Versorgungsschacht auf dem Alexanderplatz zum Einstürzen gebracht. Allein durch die wiederkehrenden rhythmischen Bewegungen. Der Film, sagt Schöner, sei dann relativ schnell wieder aus den DDR-Kinos verschwunden."

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/im...0,10114568.html

LG von der grenzgaengerin




Bekannte von mir,sagte mir mal.Dieser Film kam damals in der BRD erst garnicht in die Kinos.Zu sehr waren da die Erinnerungen an die 68erJahre.


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#20

RE: Jugendkrawalle am Berliner Alexanderplatz 1977

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 18:53
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #19


Bekannte von mir,sagte mir mal.Dieser Film kam damals in der BRD erst garnicht in die Kinos.Zu sehr waren da die Erinnerungen an die 68erJahre.


Das kann ich so bestätigen. Mein Lebensgefährte, ein waschechter "Wessi" kennt den Film nicht.

Ich habe ihn vor ca. 3 Jahren das erste Mal seit 1973 auf premiere/sky wieder gesehen. Ich habe Rotz und Wasser geheult. Wegen der Erinnerungen? Wegen der Handlung? Wegen der Musik? Ich weiß es nicht. Es scheint vieles zusammen gekommen zu sein.

Seit ein paar Wochen oder Monaten liegt er bei uns als DVD im Regel. Warum wir uns den noch nicht gemeinsam angesehen haben? Ich glaube, ich muss einen richtig guten Tag haben, um mich wieder diesen Erinnerungen zu stellen.

Aber zurück zum Thema.

War es ein gezieltes Gerücht oder Tatsache, dass der Lüftungsschacht am Fernsehturm durch das rhytmische Klatschen im Oktober 1977eingebrochen ist und die Auschreitugen zur Folge hatten?

LG von der grenzgaegerin


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