#41

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 21:43
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #34
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #33
War es in der DDR gesetzlich gedeckt durch Erpressung und Lügen zwischenmenschliche Beziehungen zu zerstören?
Kennst Du doch sicher diese Methoden, mindestens aus dem Lehrbuch?


Dann nenne uns doch einfach das Gesetz, Paragraph sowieso.
Bisher waren nur die Parolen der Hubertusknaben zu hören.



Ich frage mich weshalb ein ehemaliger AGT ständig leicht nervig diesen Hubertus Knabe ins Spiel bringen muss.
Der tangiert uns doch eigentlich zweitens, mit dem hat doch eher die weinrote Waffenfarbe ein tiefgründigeres Problem.
Man kann doch bestimmt ganz einfach die Gruppenfarbe wechseln, vermutlich.


zuletzt bearbeitet 22.05.2013 21:49 | nach oben springen

#42

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 21:52
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #25
Zitat von Bugsy im Beitrag #22
Zitat von Jobnomade im Beitrag #20
Ich würde auch nicht in Uniform (wenn ich denn noch eine hätte) zu irgendwelchen Traditionstreffen gehen. Ich habe meine Uniform am Ende des Wehrdienstes leichten Herzens wieder abgegeben.

Gruss Hartmut

Lieber Hartmut,

obgleich ich deine Einwände durchaus verstehe, hier eine andere Sicht der Dinge:

Einer der stolzesten Momente meiner Armeekarriere war, also ich am 11. November 1968 in Dublin an der "Remembrance Day" Zeremonie teilnahm. Auch mit dabei waren mein Vater, mit seinen Orden aus dem Zweiten Weltkrieg, und mein Großvater, mit seinen Orden aus dem Ersten Weltkrieg. Und ich natürlich auch, in Uniform und mit meinen Orden aus dem "Kalten Krieg“. Im Jahre danach war so etwas nicht mehr möglich, da hatten die Unruhen in Nordirland schon angefangen und brachten damit die alten Feindseligkeiten den Briten gegenüber abermals zum Vorschein.

Auch heute trage ich beim selben Anlass jedes Jahr die Orden meiner Vorfahren. Allerdings die Orden meines Großvaters umfassen auch den so genannten “Black and Tan Medal“ mit “Cormac“ (aktiver Kämpfer) Zusatz. Den hat er sich im irischen Unabhängigkeitskrieg 1918 – 1922 verdient. So erstaunlich das auch heute klingt, aber mein Großvater kämpfte erst MIT der britischen Armee in Frankreich und anschließend GEGEN sie daheim! Viele Kameraden erkennen den Orden und einige haben schon zu veranlassen versucht, mir das Tragen zu verbieten – was denen ja bis anhin nicht gelungen ist, da der Orden offiziell, und anerkannt, damals von der irischen Regierung verliehen wurde.

Du siehst also, dass auch Veteranen anderer Armeen mit ähnlichen Vorurteilen, und unlogischen Dämlichkeiten, zu kämpfen haben.

Es ist mir mit meinem Eingangsbeitrag eigentlich darum gegangen, aufzuzeigen, wie unterschiedlich mit den verschiedenen "Regimen" umgegangen worden ist. Mittlerweile haben sich daraus andere Themen ergeben. Die begrüße ich zwar, aber sie übertünchen das, was ich mit dem Anstoß erreichen wollte.

Für diejenigen, die noch dabei sind: Es geht um die demokratische (und da hapert es gewaltig noch) Behandlungen von Menschen, die ihren vom Staat verlangten Dient erledigt haben. Dazu gehören nach meinem Dafürhalten nicht nur die Grenzdienste, sondern auch Mitglieder der Stasi, deren Tätigkeit stets von den gültigen DDR Gesetzen gedeckt waren. Pikanterweise, bekamen sowohl der BND als auch der MAD der BRD erst Ende 1990 eine formelle gesetzliche Grundlage für ihre jeweiligen Tätigkeiten. Tja, sieh man an!

MsG



Welche Tätigkeiten der Stasi meinst Du denn?
Meinst Du es war durch DDR Gesetze gedeckt, ganze Familien durch Erpressung , Lügen und Einschüchterung zu "Zersetzten"?
Das Hauptaugenmerk der Stasi lag bekanntermaßen auf der eigenen Bevölkerung.
Was weißt Du denn von der Art und Weise wie die Stasi ihre "Elemente" in der DDR "bearbeitet" hat?





@schnatterinchen, Du hast nicht irghendwo Recht, Du kannst so argumentieren, weil Du durch Deine Erinnerungen, die (vermutlich) durch Erlebtes beweisbar, unterlegbar sind, eine Zeitzeugin bist. Mir geht es ähnlich.

Der Mensch vergleicht aber nun mal gern, was auch irgendwo und m. Ea. zu einer realistischen Meinungsbildung, Meinungsformung führt. Die SED- Ideologie nannte es nicht untreffend Klassenstandpunkt. Meinen Klassenstandpunkt sehe ich heute nicht als Arbeiter, Ausgebeuteter...oder was auch immer. Generationsbedingt vererbt als "ewig Angeschissener".

Damit möchte ich sagen, das was die Stasi (MfS) einst für politische Zwecke zersetzt hat zur Sicherung des Alleinherschaftsanspruches einer Mordbubenriege führender SED- Köpfe zersezt jetzt eine aktuelle Politik des Großkapitals, der Finanzhaie und Interessenverbände. Letztere nennt man wohl treffender Lobbyisten...oder an allem möglichen Dingen des alltäglichen Lebens des normalen Steuerzahlers Unsummen von Geld-Verdienern!

Wo bitte, ist da noch so viel oder überhaupt Unterschied...?

Wenn Du mehr und Konkreteres wissen möchtest, gern per PM.

Als bekennender Ossi möchte ich klar von mir sagen, auch wenn ich gewaltige Unterschiede und Fortschritte von DDR zu BRD nie leugnen werde, allein schon die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung, nicht übersehbare Verbesserungen in der materiellen Lebensqualität:

Irgendwie sind wir vom Regen in die Traufe gekommen...! Und nich nur die ehem. DDR- ler...

josy95


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zuletzt bearbeitet 22.05.2013 21:57 | nach oben springen

#43

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 21:55
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #41


Ich frage mich weshalb ein ehemaliger AGT ständig leicht nervig diesen Hubertus Knabe ins Spiel bringen muss.
Der tangiert uns doch eigentlich zweitens, mit dem hat doch eher die weinrote Waffenfarbe ein tiefgründigeres Problem.
Man kann doch bestimmt ganz einfach die Gruppe wechseln, vermutlich.



Nein, ich glaube, da wird nicht so differenziert...
http://www.avaaz.org/de/petition/Verbot_...en_ist/?kDAQzab
Theo


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#44

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:01
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #43
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #41


Ich frage mich weshalb ein ehemaliger AGT ständig leicht nervig diesen Hubertus Knabe ins Spiel bringen muss.
Der tangiert uns doch eigentlich zweitens, mit dem hat doch eher die weinrote Waffenfarbe ein tiefgründigeres Problem.
Man kann doch bestimmt ganz einfach die Gruppe wechseln, vermutlich.



Nein, ich glaube, da wird nicht so differenziert...
http://www.avaaz.org/de/petition/Verbot_...en_ist/?kDAQzab
Theo


Achso, der hubertanische Feldzug gegen alles vermeintlich bösem.
Man sollte den Mann nicht allzu ernst nehmen.
Hier geht es ja um Schüsse an der Grenze und ich persönlich saß nicht in Hohenschönhausen auf dem Wachturm sondern an der Grenze und für die Aufarbeitung brauch ich den H.K. wirklich nicht.
Ständig bei allem dieses Wort "Hubertusknaben"( wer sind die gegenständlich überhaupt?) nachzuplappern hat mich einfach leicht gestört, mehr nicht.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.05.2013 22:08 | nach oben springen

#45

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:05
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat
Wie über ein Verbot der NPD sollte auch das Relativieren kommunistisch-stalinistischen Unrechts, das Repräsentieren in Uniformen der NVA und des MfS geahndet werden.



Hat da jemand einen Hilfsschulabschluss zugeschanzt bekommen, oder wie lässt sich dieser Satzbau erklären?

Auch dieser Satz zeugt nicht gerade von überbordender Intelligenz.

Zitat
Verbot von politischen Symbolen unter denen Unrecht geschehen ist



Was will man da nun Verbieten, nur politische Symbole oder alles was mit diesen Staaten zu tun hat? Bei einem derartigen Gesetz würde ich anschließend gerichtlich erst einmal die staatlichen Symbole der Hälfte aller EU-Länder verbieten lassen. Frankreich - Algerien, Spanien - Franco und so weiter. Da müsste der Gesetzgeber schon sehr genau formulieren und nicht einfach so einen Text ausarbeiten, der den Gedanken solch schlichter Gemüter Rechnung tragen würde.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 22.05.2013 22:12 | nach oben springen

#46

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:08
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #44
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #43
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #41


Ich frage mich weshalb ein ehemaliger AGT ständig leicht nervig diesen Hubertus Knabe ins Spiel bringen muss.
Der tangiert uns doch eigentlich zweitens, mit dem hat doch eher die weinrote Waffenfarbe ein tiefgründigeres Problem.
Man kann doch bestimmt ganz einfach die Gruppe wechseln, vermutlich.



Nein, ich glaube, da wird nicht so differenziert...
http://www.avaaz.org/de/petition/Verbot_...en_ist/?kDAQzab
Theo


Achso, der hubertanische Feldzug gegen alles vermeintlich bösem.
Man sollte den Mann nicht allzu ernst nehmen.
Hier geht es ja um Schüsse an der Grenze und ich persönlich saß nicht in Hohenschönhausen auf dem Wachturm sondern an der Grenze und für die Aufarbeitung brauch ich den H.K. wirklich nicht.




@Grenzwolf62, so sehe ich diesen "Knaben" auch! Ein etwas in den wohltuenden Klang seiner eigenen Stimme verliebten Selbstdarsteller mit gewissen Ehren der aktuellen Politik der Verklärung und versuchten Ablenkung *).

*) Ablenkung von aktuell brisanten und hochnotpeinlichen politiischen Themen

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#47

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:13
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #45

Zitat
Wie über ein Verbot der NPD sollte auch das Relativieren kommunistisch-stalinistischen Unrechts, das Repräsentieren in Uniformen der NVA und des MfS geahndet werden.


Hat da jemand einen Hilfsschulabschluss zugeschanzt bekommen, oder wie lässt sich dieser Satzbau erklären?

Auch dieser Satz zeugt nicht gerade von überbordender Intelligenz.

Zitat
Verbot von politischen Symbolen unter denen Unrecht geschehen ist




@FeliksD., lass mich mal bitte nicht ganz dumm sterben..., von wem ist das von Dir zitierte "Zitat"

Mach bitte schnell, ich muß ins Bett, der Wecker bimmelt erbarmungslos um 4 Uhr wie einst das Mfs und heute die bundesdeutsche Polizei wegen Lapalien...der IM..., der Nacbar XY hat gesagt...

josy95


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#48

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Aus dem Link im Beitrag #43 von Theo...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#49

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:17
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #48
Aus dem Link im Beitrag #43 von Theo...





...auch auf Geheiss dessen, das den Smily EINIGE wieder total provokant interpretieren!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#50

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:20
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #48
Aus dem Link im Beitrag #43 von Theo...



Nachtrag:

Alles klar!

Rest per PM!

josy95


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#51

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:39
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Bugsy im Beitrag #29
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #25
Welche Tätigkeiten der Stasi meinst Du denn?
Meinst Du es war durch DDR Gesetze gedeckt, ganze Familien durch Erpressung , Lügen und Einschüchterung zu "Zersetzten"?
Das Hauptaugenmerk der Stasi lag bekanntermaßen auf der eigenen Bevölkerung.
Was weißt Du denn von der Art und Weise wie die Stasi ihre "Elemente" in der DDR "bearbeitet" hat?

Bei der Stasi waren nicht nur „Menschenschänder“ a la Hubertus Knabe beschäftigt, sondern allerlei andere, die zwar auch bei dem Verein angestellt waren, aber mit der direkten Überwachung der Bevölkerung nicht das Geringste zu tun hatten. Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass sie alle ihre Arbeit verrichtet haben im Glauben, dass sie ihrem Staat dienten. Wenn dann Jahrzehnte später Leute kommen und behaupten, dass sie deshalb zu verurteilen sind, weil sie einem „Unterdrückungsapparat“ angehörten, dann ist das nach meinem Dafürhalten nicht angebracht.

Ich will keineswegs die Übergriffe der einzelnen Stasi-Angehörigen recht- link- mittel- oder sonst wie fertigen, denn die Vorwürfe, die gegen die Stasi immer wieder in regelmäßigen Abständen hervorgebracht werden, sind in der heutigen Zeit genauso auf die Sicherheitskräfte sämtlicher „Demokratien“ anwendbar, sei das nun die USA, GB, Frankreich oder auch Gesamtdeutschland.

Da ich nur eine kurze Zeit in der damaligen DDR verbrachte, bin ich natürlich nicht so gut über die Tätigkeit der Stasi informiert, wie diejenigen, die dort aufgewachsen sind. Dennoch habe ich eine ganze Menge mitbekommen. Ich persönlich wurde auch überwacht, erlitt aber ansonsten keine Nachteile dadurch. Das kann ich anderseits nicht von den britischen Geheimdiensten behaupten, die mich bei Besuchen in GB zwischen 1978 und 1993 insgesamt 7 Mal festnahmen. Und warum? Weil ich Ire bin und damit automatisch ein Mitglied der IRA. Als sie mich Anfang 1978 aufgriffen, sagten sie mir ins Gesicht, dass sie überzeugt waren, dass ich von der Stasi, KGB, usw. angestiftet worden bin, nach England zu fahren, um eine revolutionäre Zelle dort aufzubauen. Und all das ohne auch die geringsten Beweise. Aufgrund dessen wähne ich mich schon in der Lage, mir ein, sicherlich dürftiges, Urteil über die Stasi zu bilden.

MsG


rot mark.@Bugsy
Das erklärt natürlich deine Haltung den Engländern gegenüber. Aber es ist nicht mein Recht das zu kritisieren, das ist ein interne Angelegenheit des UK.
Wo ich aber Kritik anmelde : du siehst das MfS als eine Geheimdienst wie jeden anderen, der Informationen sammelt. Dem widerspreche ich. Das stimmt nur zum Teil und betrifft den Spionageapparat des MfS die sogenannte HVA. Der Personalanteil der HVA am MfS war aber nur ein Bruchteil des gesamten Personals. Mehr als 90 % des MfS war orientiert auf die eigene Bevölkerung, das heisst es kontrollierte das eigen Volk, ich sage es war darüber hinaus noch ein Repressionsinstrument der Staatspartei SED zur Niederhaltung des eigenen Volkes . Das MfS war mit umfangreichen polizeilichen und anklägerischen Vollmachten einschl. U Haftanstalten ausgestattet. All diese letztgenannten Merkmale hat weder BND noch Verfassungsschutz. Dieser Vergleich hinkt auf der ganzen Linie. Es gibt in der deutschen Geschichte Parallelen für einen solchen "Gemischtwarenladen" wie das MfS, die ich aber hier nicht benennen darf, sonst fliege ich aus dem Forum. Mach dir bitte selbst Gedanken


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:40
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #45

Zitat
Wie über ein Verbot der NPD sollte auch das Relativieren kommunistisch-stalinistischen Unrechts, das Repräsentieren in Uniformen der NVA und des MfS geahndet werden.


Hat da jemand einen Hilfsschulabschluss zugeschanzt bekommen, oder wie lässt sich dieser Satzbau erklären?

Auch dieser Satz zeugt nicht gerade von überbordender Intelligenz.

Zitat
Verbot von politischen Symbolen unter denen Unrecht geschehen ist



Was will man da nun Verbieten, nur politische Symbole oder alles was mit diesen Staaten zu tun hat? Bei einem derartigen Gesetz würde ich anschließend gerichtlich erst einmal die staatlichen Symbole der Hälfte aller EU-Länder verbieten lassen. Frankreich - Algerien, Spanien - Franco und so weiter. Da müsste der Gesetzgeber schon sehr genau formulieren und nicht einfach so einen Text ausarbeiten, der den Gedanken solch schlichter Gemüter Rechnung tragen würde.




Hallo Feliks, gibt es den Straftatbestand des groben Unfugs noch?
Das tragen von Uniformen ehemaliger bewaffneter deutscher Verbände, also der NVA, VP, Wehrmacht, SS u.s.w. an öffentlichen Orten, ausgenommen solche halbprivaten Events wie alte Barbara, könnten ja mit einem Ordnungsgeld von 100€ belegt werden.
Wem das nicht zu viel ist kann sich weiter kostümieren und der Rest lässt es halt.


zuletzt bearbeitet 22.05.2013 22:53 | nach oben springen

#53

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 22:47
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #37

Ich würde hier gerne was zum Thema Siegerjustiz lesen.

seaman


Dieses Wort wurde vielfach nach dem WK II von Nazis verwendet, um die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse zu delegitimieren.
Reicht das als Erklärung, seaman ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#54

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 23:48
von damals wars | 12.186 Beiträge

Wenn man schon zitiert, dann bitte mit Quelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Siegerjustiz:

Auch die Aufarbeitung der Vergangenheit der Deutschen Demokratischen Republik wird zuweilen als „Siegerjustiz“ bezeichnet, insbesondere hinsichtlich des strafrechtlichen Rückwirkungsverbotes.
Das gilt nämlich nicht für ehemalige DDR- Bürger, weil die DDR so böse war.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#55

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 22.05.2013 23:50
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #51
Zitat von Bugsy im Beitrag #29
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #25
Welche Tätigkeiten der Stasi meinst Du denn?
Meinst Du es war durch DDR Gesetze gedeckt, ganze Familien durch Erpressung , Lügen und Einschüchterung zu "Zersetzten"?
Das Hauptaugenmerk der Stasi lag bekanntermaßen auf der eigenen Bevölkerung.
Was weißt Du denn von der Art und Weise wie die Stasi ihre "Elemente" in der DDR "bearbeitet" hat?

Bei der Stasi waren nicht nur „Menschenschänder“ a la Hubertus Knabe beschäftigt, sondern allerlei andere, die zwar auch bei dem Verein angestellt waren, aber mit der direkten Überwachung der Bevölkerung nicht das Geringste zu tun hatten. Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass sie alle ihre Arbeit verrichtet haben im Glauben, dass sie ihrem Staat dienten. Wenn dann Jahrzehnte später Leute kommen und behaupten, dass sie deshalb zu verurteilen sind, weil sie einem „Unterdrückungsapparat“ angehörten, dann ist das nach meinem Dafürhalten nicht angebracht.

Ich will keineswegs die Übergriffe der einzelnen Stasi-Angehörigen recht- link- mittel- oder sonst wie fertigen, denn die Vorwürfe, die gegen die Stasi immer wieder in regelmäßigen Abständen hervorgebracht werden, sind in der heutigen Zeit genauso auf die Sicherheitskräfte sämtlicher „Demokratien“ anwendbar, sei das nun die USA, GB, Frankreich oder auch Gesamtdeutschland.

Da ich nur eine kurze Zeit in der damaligen DDR verbrachte, bin ich natürlich nicht so gut über die Tätigkeit der Stasi informiert, wie diejenigen, die dort aufgewachsen sind. Dennoch habe ich eine ganze Menge mitbekommen. Ich persönlich wurde auch überwacht, erlitt aber ansonsten keine Nachteile dadurch. Das kann ich anderseits nicht von den britischen Geheimdiensten behaupten, die mich bei Besuchen in GB zwischen 1978 und 1993 insgesamt 7 Mal festnahmen. Und warum? Weil ich Ire bin und damit automatisch ein Mitglied der IRA. Als sie mich Anfang 1978 aufgriffen, sagten sie mir ins Gesicht, dass sie überzeugt waren, dass ich von der Stasi, KGB, usw. angestiftet worden bin, nach England zu fahren, um eine revolutionäre Zelle dort aufzubauen. Und all das ohne auch die geringsten Beweise. Aufgrund dessen wähne ich mich schon in der Lage, mir ein, sicherlich dürftiges, Urteil über die Stasi zu bilden.

MsG


rot mark.@Bugsy
Das erklärt natürlich deine Haltung den Engländern gegenüber. Aber es ist nicht mein Recht das zu kritisieren, das ist ein interne Angelegenheit des UK.
Wo ich aber Kritik anmelde : du siehst das MfS als eine Geheimdienst wie jeden anderen, der Informationen sammelt. Dem widerspreche ich. Das stimmt nur zum Teil und betrifft den Spionageapparat des MfS die sogenannte HVA. Der Personalanteil der HVA am MfS war aber nur ein Bruchteil des gesamten Personals. Mehr als 90 % des MfS war orientiert auf die eigene Bevölkerung, das heisst es kontrollierte das eigen Volk, ich sage es war darüber hinaus noch ein Repressionsinstrument der Staatspartei SED zur Niederhaltung des eigenen Volkes . Das MfS war mit umfangreichen polizeilichen und anklägerischen Vollmachten einschl. U Haftanstalten ausgestattet. All diese letztgenannten Merkmale hat weder BND noch Verfassungsschutz. Dieser Vergleich hinkt auf der ganzen Linie. Es gibt in der deutschen Geschichte Parallelen für einen solchen "Gemischtwarenladen" wie das MfS, die ich aber hier nicht benennen darf, sonst fliege ich aus dem Forum. Mach dir bitte selbst Gedanken



Rot: Hallo Gert, wie kommst Du auf die 90% ? Du bist schnell bei der Hand, mal gleich aus der Hüfte heraus was in den Raum zu stellen. Wenn Du alle mitrechnest, die sich mit Wirtschaftsverbrechen, Unfällen, Havarien, schweren Straftaten und dergleichen erstmal nicht vordergründig politisch motivierten Ereignissen, dann kann das mit den 90% stimmen. Recht gebe ich Dir und das ist auch von Angehörigen der MfS-Gruppe hier schon so dargelegt worden (obwohl das wiederum auch nicht in´s Konzept von einigen Scharfmachern passt), daß das Politbüro der SED bestimmte, was das MfS macht und womit es sich beschäftigt. Auch, daß eine Menge Mitarbeiter hätten eingespart werden können, wenn sich nur mit den wirklich staatsgefährdenden Aktivitäten befasst wurde und nicht mit Kleinigkeiten und Banalitäten. Letzteres wurde, wimre, auch schon vor einiger Zeit hier durch einen User der Gruppe so geschrieben. Eben wie bei der EU, die sich u.a. mit dem Krümmungsradius der Gurken und Bananen beschäftigen und das als äußerst wichtig halten.



passport und Bugsy haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 00:01
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #55
Zitat von Gert im Beitrag #51
Zitat von Bugsy im Beitrag #29
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #25
Welche Tätigkeiten der Stasi meinst Du denn?
Meinst Du es war durch DDR Gesetze gedeckt, ganze Familien durch Erpressung , Lügen und Einschüchterung zu "Zersetzten"?
Das Hauptaugenmerk der Stasi lag bekanntermaßen auf der eigenen Bevölkerung.
Was weißt Du denn von der Art und Weise wie die Stasi ihre "Elemente" in der DDR "bearbeitet" hat?

Bei der Stasi waren nicht nur „Menschenschänder“ a la Hubertus Knabe beschäftigt, sondern allerlei andere, die zwar auch bei dem Verein angestellt waren, aber mit der direkten Überwachung der Bevölkerung nicht das Geringste zu tun hatten. Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass sie alle ihre Arbeit verrichtet haben im Glauben, dass sie ihrem Staat dienten. Wenn dann Jahrzehnte später Leute kommen und behaupten, dass sie deshalb zu verurteilen sind, weil sie einem „Unterdrückungsapparat“ angehörten, dann ist das nach meinem Dafürhalten nicht angebracht.

Ich will keineswegs die Übergriffe der einzelnen Stasi-Angehörigen recht- link- mittel- oder sonst wie fertigen, denn die Vorwürfe, die gegen die Stasi immer wieder in regelmäßigen Abständen hervorgebracht werden, sind in der heutigen Zeit genauso auf die Sicherheitskräfte sämtlicher „Demokratien“ anwendbar, sei das nun die USA, GB, Frankreich oder auch Gesamtdeutschland.

Da ich nur eine kurze Zeit in der damaligen DDR verbrachte, bin ich natürlich nicht so gut über die Tätigkeit der Stasi informiert, wie diejenigen, die dort aufgewachsen sind. Dennoch habe ich eine ganze Menge mitbekommen. Ich persönlich wurde auch überwacht, erlitt aber ansonsten keine Nachteile dadurch. Das kann ich anderseits nicht von den britischen Geheimdiensten behaupten, die mich bei Besuchen in GB zwischen 1978 und 1993 insgesamt 7 Mal festnahmen. Und warum? Weil ich Ire bin und damit automatisch ein Mitglied der IRA. Als sie mich Anfang 1978 aufgriffen, sagten sie mir ins Gesicht, dass sie überzeugt waren, dass ich von der Stasi, KGB, usw. angestiftet worden bin, nach England zu fahren, um eine revolutionäre Zelle dort aufzubauen. Und all das ohne auch die geringsten Beweise. Aufgrund dessen wähne ich mich schon in der Lage, mir ein, sicherlich dürftiges, Urteil über die Stasi zu bilden.

MsG


rot mark.@Bugsy
Das erklärt natürlich deine Haltung den Engländern gegenüber. Aber es ist nicht mein Recht das zu kritisieren, das ist ein interne Angelegenheit des UK.
Wo ich aber Kritik anmelde : du siehst das MfS als eine Geheimdienst wie jeden anderen, der Informationen sammelt. Dem widerspreche ich. Das stimmt nur zum Teil und betrifft den Spionageapparat des MfS die sogenannte HVA. Der Personalanteil der HVA am MfS war aber nur ein Bruchteil des gesamten Personals. Mehr als 90 % des MfS war orientiert auf die eigene Bevölkerung, das heisst es kontrollierte das eigen Volk, ich sage es war darüber hinaus noch ein Repressionsinstrument der Staatspartei SED zur Niederhaltung des eigenen Volkes . Das MfS war mit umfangreichen polizeilichen und anklägerischen Vollmachten einschl. U Haftanstalten ausgestattet. All diese letztgenannten Merkmale hat weder BND noch Verfassungsschutz. Dieser Vergleich hinkt auf der ganzen Linie. Es gibt in der deutschen Geschichte Parallelen für einen solchen "Gemischtwarenladen" wie das MfS, die ich aber hier nicht benennen darf, sonst fliege ich aus dem Forum. Mach dir bitte selbst Gedanken



Rot: Hallo Gert, wie kommst Du auf die 90% ? Du bist schnell bei der Hand, mal gleich aus der Hüfte heraus was in den Raum zu stellen. Wenn Du alle mitrechnest, die sich mit Wirtschaftsverbrechen, Unfällen, Havarien, schweren Straftaten und dergleichen erstmal nicht vordergründig politisch motivierten Ereignissen, dann kann das mit den 90% stimmen. Recht gebe ich Dir und das ist auch von Angehörigen der MfS-Gruppe hier schon so dargelegt worden (obwohl das wiederum auch nicht in´s Konzept von einigen Scharfmachern passt), daß das Politbüro der SED bestimmte, was das MfS macht und womit es sich beschäftigt. Auch, daß eine Menge Mitarbeiter hätten eingespart werden können, wenn sich nur mit den wirklich staatsgefährdenden Aktivitäten befasst wurde und nicht mit Kleinigkeiten und Banalitäten. Letzteres wurde, wimre, auch schon vor einiger Zeit hier durch einen User der Gruppe so geschrieben. Eben wie bei der EU, die sich u.a. mit dem Krümmungsradius der Gurken und Bananen beschäftigen und das als äußerst wichtig halten.



Dore, Gert hat bestimmt zu Hause so eine tibetanische Gebetsmühle stehen. Es ist immer die gleiche Leier.




Hier eine Abwandlung eines alten Spruches
Was Hänschen (Gertchen) nicht lernt, lernt Hans (Gert) nimmermehr.

passport


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#57

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 00:01
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #35
Hast Du so einmal einen Nebenbuhler ausgestochen oder wie kommst Du darauf?

Oft liegt es ja in der Natur des Menschen, dass er es darauf anlegt eine zwischenmenschliche Beziehung zu stören, wenn er sich davon einen Vorteil (z.B. einen der beiden Partner) verspricht. Ausspannen nannten wir das in Jugendzeiten wohl, ein Gesetz dagegen wäre mir aber nicht bekannt.

Solltest Du eine ernsthafte Diskussion über die Rechtsgrundlagen des MfS im Sinn haben, dann gebe ich Die gerne einen Link zum einlesen. Einige Fragen erübrigen sich dann da wir das Thema hier schon angeschnitten hatten.

Das mit der gesetzlichen Grundlage der Stasi Aktivitäten habe ich nicht leichtfertig in die Tastatur gehämmert, denn trotz der ständigen Desinformation, dass die Stasi quasi eine "illegale Organisation“ war, waren deren Aktivitäten stets von Ministerialerlässen und den entsprechenden Staatsgesetzen gedeckt. Das wurde ausdrücklich 1995 vom Verfassungsgericht sogar bestätigt. Darin hieß es wortlautmäßig: „Die Mitglieder der DDR Geheimdienste – wie die Geheimdienste aller anderen Staaten der Welt – führten die Tätigkeiten aus, die von den Gesetzen ihres Staates erlaubt waren, wobei sie zeitweilig keine andere Wahl hatten, als sich denen zu beugen.“

Ungeachtet dessen, was nun der eine oder andere für angebracht hält, war das, was die Stasi machte, was ich aber keineswegs gutheißen kann, sozusagen "gesetzlich in Ordnung".

Was mich nach wie vor an der ganzen Sache stört, ist die bewusste Abkehr von der gezielten Anwendung des eigentlich universallen Gleichberechtigungsprinzips. Kein Mensch, und erst recht nicht die Mehrzahl der ehemaligen DDR-Bürger, käme auf die Idee die Stasi in Schutz zu nehmen. Ich auch nicht! Die Jungs waren eine echte Plage, daran ist nicht zu rütteln. Was mich massiv stört, ist, dass deren "Verfolgung“, die wirklich unnachgiebig ist und sich mitunter ins menschliche zerstörerische ausweitet, keinerlei gemein-gesellschaftlichen Ziele erfüllt und schon gar nicht den gewünschten "Schlusspunkt" herbeiführen kann.

Die Einstellung zu den ehemaligen "Leiter“ der DDR, steht im krassen Gegensatz, zu dem, was wirklich geschah.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#58

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 06:53
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Eine Plage, also etwas Gottgesantes... ist dass nicht etwas zuviel der Ehre?

Da es hier nicht das Thema ist möchte ich Dir diesen Thread ans Herz legen... hat Mfs auch verbrecherische Methoden angewendet??

Ab Seite 3 geht es dort auch um die Rechtsgrundlagen des MfS, daher habe ich eigentlich keine Lust dies alles noch einmal zu schreiben.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.05.2013 06:56 | nach oben springen

#59

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 07:23
von SEG15D | 1.121 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #52
Zitat von Feliks D. im Beitrag #45

Zitat
Wie über ein Verbot der NPD sollte auch das Relativieren kommunistisch-stalinistischen Unrechts, das Repräsentieren in Uniformen der NVA und des MfS geahndet werden.


Hat da jemand einen Hilfsschulabschluss zugeschanzt bekommen, oder wie lässt sich dieser Satzbau erklären?

Auch dieser Satz zeugt nicht gerade von überbordender Intelligenz.

Zitat
Verbot von politischen Symbolen unter denen Unrecht geschehen ist


Was will man da nun Verbieten, nur politische Symbole oder alles was mit diesen Staaten zu tun hat? Bei einem derartigen Gesetz würde ich anschließend gerichtlich erst einmal die staatlichen Symbole der Hälfte aller EU-Länder verbieten lassen. Frankreich - Algerien, Spanien - Franco und so weiter. Da müsste der Gesetzgeber schon sehr genau formulieren und nicht einfach so einen Text ausarbeiten, der den Gedanken solch schlichter Gemüter Rechnung tragen würde.



Hallo Feliks, gibt es den Straftatbestand des groben Unfugs noch?
Das tragen von Uniformen ehemaliger bewaffneter deutscher Verbände, also der NVA, VP, Wehrmacht, SS u.s.w. an öffentlichen Orten, ausgenommen solche halbprivaten Events wie alte Barbara, könnten ja mit einem Ordnungsgeld von 100€ belegt werden.
Wem das nicht zu viel ist kann sich weiter kostümieren und der Rest lässt es halt.






Also willst Du mir das Schneeräumen im Winter mit der dafür bestens geeigneten Watte-FDU unter Ordnungsstrafe stellen? Feiner Ansatz!
Dann mach doch Nägel mit Köpfen: Bekleidungsgeld für ne Wattekombi nach FDGO-Standard für Tauschwillige!
Bezweifle allerdings, das der von Dir angestrebte Satz von 100 Teuronen dafür ausreicht....
Selten soviel undemokratischen Stumpfsinn gelesen, bedroht eine alte NVA-Uniform schon die Demokratie der westlichen Welt?

SEG15D



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#60

RE: Schüsse an der Grenze. Dann Siegerjustiz?

in Mythos DDR und Grenze 23.05.2013 07:25
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #37

Ich würde hier gerne was zum Thema Siegerjustiz lesen.

seaman


Die hat in der BRD nach 1989 nicht stattgefunden! Sonst müßten die Knäste hierzulande immer noch voll sein mit diesen Opfern.


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