#81

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 12:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #76
Am sinnigsten finde ich den Spruch "Die DDR war eine Burg".
Ach wie gut behütet waren wir doch, die bösen Männer wurden alle weggehaftet und zur Not auch mal einen Kopf kürzer gemacht, halt einfach "Frösi" (fröhlich sein und singen).



... die Frösi-Republik - sozusagen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#82

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 13:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #78
Ich sag es mal so,so lange es in diesen Staat Kinderarmut gibt.Solange kann man nicht gerade von Kinderfreundlichkeit reden.Und um noch mal auf die ehm.DDR zurückzukommen.Ich kann mich nicht dran erinnern,das ein Kind von zu Hause aus kein Pausenbrot mitbekommen hat.Aber heute gibt es ja Hilfsorganisationen wo Kinder wenigstens am Tag mal eine Warme Speisung bekommen. So nun können sich einige User wieder voll ins Zeug legen.


war Anfang der 50 er Jahre weitverbreitet, dass kein Pausenbrot da war. Einfach weil alles sehr ärmlich war nach dem verlorenen Krieg. Wir bekamen aber Schulspeisung, immer so ne fettige Suppe/Brühe. Ich bekam sie nicht runter.Habe ich nicht gut in Erinnerung


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#83

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 13:49
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

Die viel gerühmte DDR- Kinderbetreuung war auch ein Teil ihres Unterganges. Die Subventionierung auf "Teufel komm raus" war wirtschaftlich nicht zu halten. Genauso wie Lebensmittel zu stark subventioniert wurden, wurde auch die Kinderbetreuung subventioniert. Sorry hart gesagt "Masse statt Klasse".

Den Menschen wurde die Entscheidung "pro kind" zu leicht gemacht. Ehekredit und pro Kind 1000 Mark erlassen, sinnlos. das war wohl kein Schub für den Leistungswillen. Ich sehe meine Kindheit in der DDR als sehr gut an, aber ich sehe heute auch die wirtschaftlichen und menschlichen Folgen.
auch in der DDR haben sich schwangere Frauen vor Kneipen geprügelt...., es wurde ja so leicht gemacht und Verantwortung wurde abgenommen.

Jeder sollte wissen, ein Kind bedeutet Einschränkungen und auch damit das Bewußtsein- will ich das wirklich? und keine Verlagerung der Verantwortung auf Gesellschaft und Staat.

Wichtig ist nur eine gerechte Entlohnung der Arbeitsleistung und dadurch die freie Entscheidung will ich Kinder und will ich auch die Verantwortung dafür übernehmen und kann ich mir das leisten.

So nun viele Grüße aus dem Gebiet "zwischen den Fronten" und schönen Sonntag.


nach oben springen

#84

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 14:27
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #78
Ich sag es mal so,so lange es in diesen Staat Kinderarmut gibt.Solange kann man nicht gerade von Kinderfreundlichkeit reden.Und um noch mal auf die ehm.DDR zurückzukommen.Ich kann mich nicht dran erinnern,das ein Kind von zu Hause aus kein Pausenbrot mitbekommen hat.Aber heute gibt es ja Hilfsorganisationen wo Kinder wenigstens am Tag mal eine Warme Speisung bekommen. So nun können sich einige User wieder voll ins Zeug legen.


Es gibt ja auch keine Kinderarmut hier.Wo soll die sein ?



nach oben springen

#85

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 15:45
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #84
Zitat von Rostocker im Beitrag #78
Ich sag es mal so,so lange es in diesen Staat Kinderarmut gibt.Solange kann man nicht gerade von Kinderfreundlichkeit reden.Und um noch mal auf die ehm.DDR zurückzukommen.Ich kann mich nicht dran erinnern,das ein Kind von zu Hause aus kein Pausenbrot mitbekommen hat.Aber heute gibt es ja Hilfsorganisationen wo Kinder wenigstens am Tag mal eine Warme Speisung bekommen. So nun können sich einige User wieder voll ins Zeug legen.


Es gibt ja auch keine Kinderarmut hier.Wo soll die sein ?

Doch, Zermatt,

es gibt sie. Sie tritt an vielen Stellen nicht offensichtlich zutage. Die Zahlen und Fakten sind auch nicht ganz so einfach, dass in große Schlagzeilen passen. Ich empfehle Dir (und anderen) dazu den "UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2011/2012". Du findest im unteren Teil der Seite die Links zum vollständigen Bericht, zur Zusammenfassung und zu Grafiken. Das Problem: Jenseits von Verhungern und Erfrieren erscheint Armut immer nur als ein Relativum. Man kann es also leicht verleugnen. Und doch gibt es sie.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#86

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 23:44
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #83
Die viel gerühmte DDR- Kinderbetreuung war auch ein Teil ihres Unterganges. Die Subventionierung auf "Teufel komm raus" war wirtschaftlich nicht zu halten. Genauso wie Lebensmittel zu stark subventioniert wurden, wurde auch die Kinderbetreuung subventioniert. Sorry hart gesagt "Masse statt Klasse".

Den Menschen wurde die Entscheidung "pro kind" zu leicht gemacht. Ehekredit und pro Kind 1000 Mark erlassen, sinnlos. das war wohl kein Schub für den Leistungswillen. Ich sehe meine Kindheit in der DDR als sehr gut an, aber ich sehe heute auch die wirtschaftlichen und menschlichen Folgen.
auch in der DDR haben sich schwangere Frauen vor Kneipen geprügelt...., es wurde ja so leicht gemacht und Verantwortung wurde abgenommen.

Jeder sollte wissen, ein Kind bedeutet Einschränkungen und auch damit das Bewußtsein- will ich das wirklich? und keine Verlagerung der Verantwortung auf Gesellschaft und Staat.

Wichtig ist nur eine gerechte Entlohnung der Arbeitsleistung und dadurch die freie Entscheidung will ich Kinder und will ich auch die Verantwortung dafür übernehmen und kann ich mir das leisten.

So nun viele Grüße aus dem Gebiet "zwischen den Fronten" und schönen Sonntag.


wenn du dir mal rot mark verinnerlichen würdest , käme man auf einen großen wiederspruch ??? da du in der ddr eine einigermaßen gute bildung geniesen durftest sind dir die jetzigen tatsachen wohl bekannt !!! bevor ich mir in diesem land etwas leisten kann, und um nicht zu vergessen meinem kind, gehöhrt nicht nur harte arbeit dazu sondern auch die dafür entsprechende ausbildung oder nur bildung !!!
aber da dieses in diesem land stark vernachlässigt wird hatt man ja für solche zwecke kinderklappen eingerichtet wo überforderte und minderbemittelte jugendliche ihre kinder 'entsorgen' können !!! guten tag deutschland !!! schon die existens solcher 'klappen' ( immerhin ein 'überlebensraum' für 'neugeborene' ) ist schon für mich ein kränkelnter Staat !!!



nach oben springen

#87

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 23:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #86
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #83
Die viel gerühmte DDR- Kinderbetreuung war auch ein Teil ihres Unterganges. Die Subventionierung auf "Teufel komm raus" war wirtschaftlich nicht zu halten. Genauso wie Lebensmittel zu stark subventioniert wurden, wurde auch die Kinderbetreuung subventioniert. Sorry hart gesagt "Masse statt Klasse".

Den Menschen wurde die Entscheidung "pro kind" zu leicht gemacht. Ehekredit und pro Kind 1000 Mark erlassen, sinnlos. das war wohl kein Schub für den Leistungswillen. Ich sehe meine Kindheit in der DDR als sehr gut an, aber ich sehe heute auch die wirtschaftlichen und menschlichen Folgen.
auch in der DDR haben sich schwangere Frauen vor Kneipen geprügelt...., es wurde ja so leicht gemacht und Verantwortung wurde abgenommen.

Jeder sollte wissen, ein Kind bedeutet Einschränkungen und auch damit das Bewußtsein- will ich das wirklich? und keine Verlagerung der Verantwortung auf Gesellschaft und Staat.

Wichtig ist nur eine gerechte Entlohnung der Arbeitsleistung und dadurch die freie Entscheidung will ich Kinder und will ich auch die Verantwortung dafür übernehmen und kann ich mir das leisten.

So nun viele Grüße aus dem Gebiet "zwischen den Fronten" und schönen Sonntag.


wenn du dir mal rot mark verinnerlichen würdest , käme man auf einen großen wiederspruch ??? da du in der ddr eine einigermaßen gute bildung geniesen durftest sind dir die jetzigen tatsachen wohl bekannt !!! bevor ich mir in diesem land etwas leisten kann, und um nicht zu vergessen meinem kind, gehöhrt nicht nur harte arbeit dazu sondern auch die dafür entsprechende ausbildung oder nur bildung !!!
aber da dieses in diesem land stark vernachlässigt wird hatt man ja für solche zwecke kinderklappen eingerichtet wo überforderte und minderbemittelte jugendliche ihre kinder 'entsorgen' können !!! guten tag deutschland !!! schon die existens solcher 'klappen' ( immerhin ein 'überlebensraum' für 'neugeborene' ) ist schon für mich ein kränkelnter Staat !!!



Hallo Frank, ich möchte ja nicht persönlich werden, aber wenn ich deinen Post und die darin enthaltenen Schreibfehler sehe, würde ich mich an deiner Stelle mit Vorträgen über schlechte Bildung in diesem Lande etwas zurückhalten. Du kennst ja die Geschichte mit dem Glashaus.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#88

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 21.04.2013 23:55
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #84
[quote=Rostocker|p248094]Ich sag es mal so,so lange es in diesen Staat Kinderarmut gibt.Solange kann man nicht gerade von Kinderfreundlichkeit reden.Und um noch mal auf die ehm.DDR zurückzukommen.Ich kann mich nicht dran erinnern,das ein Kind von zu Hause aus kein Pausenbrot mitbekommen hat.Aber heute gibt es ja Hilfsorganisationen wo Kinder wenigstens am Tag mal eine Warme Speisung bekommen. So nun können sich einige User wieder voll ins Zeug legen.


Es gibt ja auch keine Kinderarmut hier.Wo soll die sein ?[/quote]

irgendwie habe ich das gefühl du lebst sehr abgeschieden oder willst diese tatsache in unserer gesellschaft nicht unbedingt ins 'auge' fassen und oder verdrängen ??? begib dich doch einfach mal in urbane 'brennpunkte' und sehe die wahre realität in diesem land !!!



nach oben springen

#89

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 00:05
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #87
Zitat von frank im Beitrag #86
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #83
Die viel gerühmte DDR- Kinderbetreuung war auch ein Teil ihres Unterganges. Die Subventionierung auf "Teufel komm raus" war wirtschaftlich nicht zu halten. Genauso wie Lebensmittel zu stark subventioniert wurden, wurde auch die Kinderbetreuung subventioniert. Sorry hart gesagt "Masse statt Klasse".

Den Menschen wurde die Entscheidung "pro kind" zu leicht gemacht. Ehekredit und pro Kind 1000 Mark erlassen, sinnlos. das war wohl kein Schub für den Leistungswillen. Ich sehe meine Kindheit in der DDR als sehr gut an, aber ich sehe heute auch die wirtschaftlichen und menschlichen Folgen.
auch in der DDR haben sich schwangere Frauen vor Kneipen geprügelt...., es wurde ja so leicht gemacht und Verantwortung wurde abgenommen.

Jeder sollte wissen, ein Kind bedeutet Einschränkungen und auch damit das Bewußtsein- will ich das wirklich? und keine Verlagerung der Verantwortung auf Gesellschaft und Staat.

Wichtig ist nur eine gerechte Entlohnung der Arbeitsleistung und dadurch die freie Entscheidung will ich Kinder und will ich auch die Verantwortung dafür übernehmen und kann ich mir das leisten.

So nun viele Grüße aus dem Gebiet "zwischen den Fronten" und schönen Sonntag.


wenn du dir mal rot mark verinnerlichen würdest , käme man auf einen großen wiederspruch ??? da du in der ddr eine einigermaßen gute bildung geniesen durftest sind dir die jetzigen tatsachen wohl bekannt !!! bevor ich mir in diesem land etwas leisten kann, und um nicht zu vergessen meinem kind, gehöhrt nicht nur harte arbeit dazu sondern auch die dafür entsprechende ausbildung oder nur bildung !!!
aber da dieses in diesem land stark vernachlässigt wird hatt man ja für solche zwecke kinderklappen eingerichtet wo überforderte und minderbemittelte jugendliche ihre kinder 'entsorgen' können !!! guten tag deutschland !!! schon die existens solcher 'klappen' ( immerhin ein 'überlebensraum' für 'neugeborene' ) ist schon für mich ein kränkelnter Staat !!!



Hallo Frank, ich möchte ja nicht persönlich werden, aber wenn ich deinen Post und die darin enthaltenen Schreibfehler sehe, würde ich mich an deiner Stelle mit Vorträgen über schlechte Bildung in diesem Lande etwas zurückhalten. Du kennst ja die Geschichte mit dem Glashaus.




lieber gerd , du kannst persönlich werdern wie du willst !!! wenn du kein anderes problem mit mir hast als meine grammatik , habe ich ja alles richtig gemacht !!! schreibe lieber über den inhalt !!! gilt auch für alle anderen !!! ich meinerseits sehe drüber weg, und glaube mir, bei dir habe ich auch so manches gesehen !!!



nach oben springen

#90

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 01:34
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #80
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #75
Ich bins nochmal, ich schreibe halt so gerne, habt Nachsicht mit dem Rainer weil, er will immer alles ganz genau wissen.

Mal ne Frage an uns westdeutschen Landsleute. Wie wahr das eigendlich in den sagen wir 60/70/80er Jahren weil ich da nicht so informiert bin mit Kindergärtenplätzen bei Euch.? Gab es da welche so von den Kommunen oder Kirchen oder Privat? Oder war eben die Mutti Zuhause (half vielleicht mal auf dem Wochenmarkt aus) und der Papa malochte/arbeitete, war sozusagen der Alleinverdiener? Oder ihr wart bei der Oma/Opa gut untergebracht so wie das auch im Osten üblich war, ja wie war das bei Euch so in der Kinderzeit?

Lebensläufer


HalloRainer, wir hatten 2 KleinKinder. Die blieben bis zum 3.Lebensjahr zu Hause und meine Frau hat sie betreut. Dann kamen sie mit 3 Jahren in den städtischen Kindergarten nahe bei unserem Haus( sie konnten allein zu Fuss dort hingehen ) anschließend Schule. Währendessen hatt meine Frau noch an der Heinrich-Heine-Universität >Düsseldorf studiert ( Pädagogik > Lehramt ) und ich ging zu den Kapitalisten um mich gehörig ausbeuten zu lassen. Da ich in der Schule aufgepasst habe, war die Ausbeutung meiner Arbeitskraft für die Kapitalisten etwas kostspieliger als der Durchschnitt. Das versetzte uns in die Lage, auch als Alleinverdiener so zu handeln und auch noch die Hypotheken für unser Haus zu bedienen.
Wir hatten weder Oma noch Opa vor Ort, aber ein Netzwerk von "Fruende "(rheinisch)und Nachbarn so hat man sich gegenseitig geholfen und so handhaben wir es in unserer "Rentnerrepublik" heute noch ( wir haben in einer EFH -Siedlung als junge Mittdreißiger alle vor 30 - 35 Jahren gebaut und sind gemeinsam hier alt geworden) Reicht das als Antwort ?
edit Fähler


im grunde genommen lese ich hier raus nur das du beim 'kapitalisten' sehr viel geld nach hause gebracht hast ? dadurch auch in der lage warst dein eigenes kleines reich auf zu bauen ! legitim ! wie sieht es mit den familien aus die damals nicht die begünstigten und 'alleinverdiener' waren ??? was willst du mir hier erzählen ?? die gesundheits - bildung - und jugend politik der ddr sucht hier ihres gleichen !! nicht umsonst wurden polikliniken, neurer art, wieder aktiviert , warum wohl ???
letztes rot mark: reicht mir auf keinen fall !!!



nach oben springen

#91

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 01:43
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

@frank

Für mich kein Widerspruch. Ja, ich habe eine angenehme Kindheit in der DDR verlebt und ich denke ich hatte auch eine gute Schulbildung. Nur die Art der Finanzierung ist heute für mich zweifelhaft. Wie konnte es Ehekredite geben und dann noch pro Kind 1000 Mark Rückzahlung erlassen werden?
Nicht jeder wollte heiraten, es soll ja auch Menschen in der DDR gegeben haben die ohne Trauschein zusammenleben wollten, sollen die auf ein Teil ihres Einkommens verzichten nur weil andere den Stand der Ehe vorzogen? Genau das gleiche Dilemma bei der Wohnungsvergabe.
Wir haben ja die Quittung bekommen, Leistungswille wurde durch Subventionspolitik teilweise zerstört.
Mit den sog. Luxusgütern wurde die Kaufkraft abgeschöpft und ein Großteil des Erlöses wurde zur Deckung der Subventionen genommen. Brötchen 5 Pfennig und der Farbfernseher 4000 Mark, Ergebnis mit den Brötchen wurden Schweine gefüttert und jeder der sich was schaffen wollte bezahlte die "Haustiere" von Subventionsbetrügern mit.
Ähnlich sah es auch bei der "Kindersubventionierung" aus.

Kinderreich (ab 3 Kinder) =

- bessere Wohnungsschancen
- 3000 Mark Erlass Ehekredit
- Zuschüsse im Bereich der Versorgung

und als Bonus "Onkel" Honecker als Paten....

Da doch lieber weniger Subventionen und auch geringere Preise für "Luxusgüter", der Leistungswille wäre postiv beeinflusst worden, damit auch die Wirtschaft gestärkt. Das Argument Produktivkräfte hätte durch höhere Produktivität kompensiert werden müssen.

Das Thema Rente grenzt eh an ein "sittenwidriges" Pyramidensystem. Wenn angeblich heute 4 Menschen für einen die Rente absichern, dann 16 für 4 und, und.... Ein Jeder hat in seinem Leben volkswirtschaftlich Werte geschaffen, ein Teil dieser Wertschöpfung muß für die Altersvorsorge dienen. heute weiß ich wo der größte Teil des erschaffenen Wertes landet, nur wo er damals hinging ist mir noch nicht ganz klar

Klar das System heute ist nicht sehr Kinderfreundlich, aber bitte nicht wieder diese Subventionswirtschaft. Ich denke ich falle vom Glauben ab, das aus meinem Munde.
Aber ernsthaft, ich bin kein freund dieses Systems und mir ist bewußt es gibt hier Kinderarmut (wobei Armut nicht nur an den primären Lebensbedingungen festgemacht werden kann) und es gibt auch keine Chancengleichheit. Aber der vergleich DDR - BRD hinkt hier. Nicht Subventionen sondern ein gerechter Verdienst oder auch das Bedingungungslose Grundeinkommen können hier greifen. Dann ist jeder in der Lage seine "Wunschkinder" auf gutem sozialen Niveau und mit Chancengleichheit erwachsen werden zu lassen.


nach oben springen

#92

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 06:12
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #91

Kinderreich (ab 3 Kinder) =

- bessere Wohnungsschancen
- 3000 Mark Erlass Ehekredit
- Zuschüsse im Bereich der Versorgung



@ddr-bürger, nur mal zur Richtigstellung eine Anmerkung zum Jungehekredit.
Mit der Einführung dieses Kredites gab es für jedes geborene Kind 1000 Mark, unabhängig vom Ehekredit und Auszahlung in Raten. Erste Rate bei Besuch der Schwangerenberatung, zweite Rate bei Geburt und dritte Rate bei Besuch der Mütterberatung.
Den zinslosen Ehekredit über 5000 Mark gab es dann noch zusätzlich, war aber an Bedingungen wie Alter und Einkommen des Ehepaares gebunden. Laufzeit 8 Jahre. Für die Geburt des ersten Kindes wurden 1000 Mark, für das zweite 1500 Mark und für das dritte 2500 Mark erlassen.
Bei regelmäßiger Ratenzahlung und Geburt eines dritten Kindes im achten Jahr bekam man den bis dahin eingezahlten Kreditabtrag von fast 5000 Mark zurückerstattet.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 22.04.2013 06:19 | nach oben springen

#93

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 09:10
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

Danke furry, für die berichtigung der zahlen. nur ändert das etwas an der Aussage?

Ich finde es richtig, daß sich um Kinder gekümmert wird. Ich finde es aber nicht richtig wie die finanzielle Lösung in der DDR geschah. Auch höre ich oft von der Verantwortung der Schulen für die Erziehung, auch hier liegt eine Schieflage vor. Die Schulen sind in erster Linie verantwortlich für Bildung, für Erziehung ist die Familie verantwortlich.
jder sollte doch gerade in dieser gesellschaft begriffen haben "alles hat seinen Preis" und das auch die Erziehung von Kindern. Es sollte aber auch mal hinterfragt werden, ob ich lieber ein Kind aufziehe und das im vernünftigen Rahmen.


nach oben springen

#94

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 09:18
von furry | 3.562 Beiträge

@ddr-bürger, mir ging es nicht darum, Deine Aussage in Frage zu stellen. Mein Anliegen war nur, für die User, denen diese Kreditvergabe nicht so ganz genau bekannt ist, diese detailiert darzustellen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
nach oben springen

#95

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 09:57
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Bei Lebensläufers Burg - Beschreibung fiel mir das Bild mit der Käseglocke ein. Kaum hat man im November 1989 sie ein wenig gelüftet, waren nicht wenige außer Rand und Band. Wo war da auf einmal die sozialistische Moral geblieben, die die Menschen über Jahrzehnte geprägt haben soll? Wo waren die Menschen, die im Geiste des Friedens und des Sozialismus zu allseitig gebildeten, charakterfesten und körperlich gestählten Menschen erzogen wurden? Wo waren die, die sauber und anständig gelebt haben und die Familie geachtet haben?

Ich erinnere nur an die vielen verlassenen Kinder, die von einem Tag auf den anderen ohne Eltern waren:

http://www.dctp.tv/filme/verlassene-kinder/

Nun kann man sagen, das waren Einzelfälle. Aber es war die Spitze des Eisberges. Denn es ging dann Schlag auf Schlag weiter.

Waren es nicht (wenn ich mich richtig erinnere) die Subventionen für Kinderbekleidung die im Januar 1990 abgeschafft wurden? Gut, im Ausgleich gab es mehr Kindergeld. Doch es war ein eindeutiges Zeichen. In der Schublade von Günter Mittag lag schon seit Jahren eine lange Liste von abzuschaffenden Subventionen. Doch begonnen wurde bei den Kindern. Ein untrügliches Zeichen.

Wo wurde denn im Januar 1990 gestreikt? In einem Hellersdorfer Kindergarten.

....

Und wenn wir ehrlich sind, waren und sind die Kinder egal in welchem Land in erster Linie ein "Wirtschaftsfaktor". Und spätestens seit dem Mauerfall wurde auch dem letzten klar, dass es auch in der DDR so war.

Ist es denn kinderfreundlich wenn im alltäglichen Sprachgebrauch von der "Unwirksamkeit von familienpolitschen Instrumenten spricht"? Kindergeld sei "wenig effektiv", Ehegattensplitting "ziemlich unwirksam". Da werden von der Bundesregierung Gutachter beauftragt um Licht in den Dschungel bringen und folgendes feststellen:

"Bei ihrer Untersuchung haben die Gutachter erstmals versucht, auch die langfristigen Folgen der Förderinstrumente und die Wechselwirkungen mit dem Steuer- und Sozialsystem zu berücksichtigen. Die tatsächlichen Kosten etwa einer Kindergelderhöhung liegen demnach "in etwa beim Doppelten der nominalen direkten Kosten"."

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...k-a-881168.html

Ist es ein Zeichen von Kinderfreundlichkeit des Staates, wenn bei immer mehr Menschen das Kind als "Kostenfaktor" in der Familienplanung erscheint?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 22.04.2013 10:16 | nach oben springen

#96

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 10:22
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

@grenzgängerin

letztendlich sind Kinder ein "Kostenfaktor" in der Familie. Und das sollte auch bei der "Familienplanung" berücksichtigt werden. Wer sich pro Kind entscheidet in dem Bewußtsein, das dies auch finanzielle Einschränkungen bedeutet, der geht auch anders mit den Kindern um.
heute das ist ein Extrem und die DDR war ein Extrem.
Ich habe mit meinem Einkommen die drei Kinder meines Bruders zu DDR Zeiten "mitfinanziert" (der übrigens heute die DDR als bösen Unrechtsstaat sieht), ich habe Grundsteuern, Gebäudeversicherung und persönliche Plackerei für mein Eigenheim gehabt (ohne staatl. Kredit), er bekam eine Dreiraum Neubauwohnung für 60-70 Mark Miete (Grund 3 Kinder), wer hat das wohl mitbezahlt? Ich führe das Beispiel nur an (da ich die Verhältnisse kannte) um zu zeigen wie motivierend das für andere war..... Und dann noch Kommentare: "bist doch schön blöd, ich bekomme noch bezahlt wenn ich mal Fenster streiche und wenn ich Ruhe haben will fahre ich in die Datsche und du machst dich für die Bude krumm.....

Meine Freundin bekam keine Wohnung, da sie ja allein stehend und Kinderlos war. Solche Arten von Subventionen waren der Untergang.....

Die "Wahrheit" liegt irgendwo in der Mitte, die Möglichkeiten sollten geschaffen werden und jder sollte auf Grund seines Einkommens in der Lage sein seine Kinder "vernünftig" aufzuziehen. Das ist aber nur Möglich wenn in der gesamten Gesellschaft die soziale Schieflage gemildert wird, aber das scheint ja hier keine Thema zu sein.


nach oben springen

#97

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 11:35
von Freundschaft | 81 Beiträge

[quote=Gert|

war Anfang der 50 er Jahre weitverbreitet, dass kein Pausenbrot da war. Einfach weil alles sehr ärmlich war nach dem verlorenen Krieg. Wir bekamen aber Schulspeisung, immer so ne fettige Suppe/Brühe. Ich bekam sie nicht runter.Habe ich nicht gut in Erinnerung

[/quote]

Schon klar Gert, du hängst immer noch dem verlorenem Krieg hinterher?
Falls ich Dich falsch verstanden haben sollte, dass du dem verlorenem Krieg nach trauerst, dann entschuldige ich mich hiermit schon mal!
Oder es erklärt sich mir dann so einiges, dass Du deshalb einem sich entwickelndem sozialistischem Land, wie die DDR es war, nichts positives zu gestehen kannst !?

Ich kann nur sagen, zum Glück wurde der Krieg verloren!


nach oben springen

#98

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 11:48
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Oder es erklärt sich mir dann so einiges, dass Du deshalb einem sich entwickelndem sozialistischem Land, wie die DDR es war, nichts positives zu gestehen kannst !? @Freundschaft

Ja,die Entwicklungen gingen schleppend voran,und für das Grün haben nicht mal 40 Jahre gereicht.


nach oben springen

#99

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 11:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Freundschaft im Beitrag #97
[quote=Gert|

war Anfang der 50 er Jahre weitverbreitet, dass kein Pausenbrot da war. Einfach weil alles sehr ärmlich war nach dem verlorenen Krieg. Wir bekamen aber Schulspeisung, immer so ne fettige Suppe/Brühe. Ich bekam sie nicht runter.Habe ich nicht gut in Erinnerung




Schon klar Gert, du hängst immer noch dem verlorenem Krieg hinterher?
Falls ich Dich falsch verstanden haben sollte, dass du dem verlorenem Krieg nach trauerst, dann entschuldige ich mich hiermit schon mal!
Oder es erklärt sich mir dann so einiges, dass Du deshalb einem sich entwickelndem sozialistischem Land, wie die DDR es war, nichts positives zu gestehen kannst !?

Ich kann nur sagen, zum Glück wurde der Krieg verloren!

[/quote]

@Freundschaft
kannst du mir mal ein Motiv sagen, mit dem man einem verlorenen Krieg nachtrauert? Entschuldigung angenommen.
Es erklärt sich gar nichts. Meine Einstellung zum Kommunismus hat nichts mit dem letzten Krieg zu tun, sie hat etwas zu tun mit meinen Erlebnissen, die ich mit den damaligen Proleten in der DDR ( oder hiessen sie Proletarier?) hatte. Dass du das anders erlebt hast, kann man schon an deinem Nick erkennen. In meinem Profil kannst du auch sehen, dass ich als knapp einjähriger die letzte Schlacht in Thüringen gegen die Amerikaner mitgemacht habe. Das nur mal zum Krieg. Jetzt bin ich aber fast OT oder ist das ganze nicht auch zum Lachen ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#100

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 12:13
von Freundschaft | 81 Beiträge

naja pit, die brd hat es bis heute nicht geschaft (64 jahre) ein kinderfreundliches land zu sein!

gert, es ist deine aussage über den "verlorenen krieg" gewesen und welches motiv man dafür braucht wissen nur die verlierer!

na dann noch einen schönen tag


frank hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Onkel Wackelflügel wird 90
Erstellt im Forum Leben an der Berliner Mauer von Blanco
12 12.10.2010 15:23goto
von EK 82/2 • Zugriffe: 1079

Besucher
1 Mitglied und 24 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 468 Gäste und 28 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14358 Themen und 557105 Beiträge.

Heute waren 28 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen