#41

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 17:11
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #39
Zitat von passport im Beitrag #37


Die bundesdeutschen Behörden lehnten mehere Anträge der DDR in der Transitkommission zum Einsatz von Drogenhunden der Zollverwaltung der DDR bei ausgesuchten Fahrzeugen im vertragsgebundenen Transit ab. Daher gab es keine Drogenkontrollen auf den Transitstrecken von und nach WB.

Was den Wiederverkauf von eingezogenen Fahrzeugen betrifft, können nur die leitenden MA der betreffenden VEB,s berichten. Alles andere wäre "Spekulatius".

passport


rot Das betraf doch aber nur den Transitverkehr, oder?
Bei besuchsweisen Einreisen in die DDR fanden dann wohl doch u.U. Drogenkontrollen im Rahmen der normalen Zollkontrolle statt, oder?

Wenn nicht, würden mich doch glatt meine Aufzeichnungen vom Zoll-Lehrgang vom 26. 3. - 6. 4.1990 etwas irritieren.


andy




So habe ich das auch geschrieben, kein Einsatz von Drogenspürhunden im vertragsgebundenen Transit WB
Ansonsten siehe Post 38 !

passport


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#42

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 21:15
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #20
Beispiel vertragsgebundener Transit Berlin-West

Ein oder mehere Fahrzeuge wurden für eine Straftat auf dem Hoheitsgebiet der DDR benutzt. Im Zusammenhang mit dem § 213 oder in Kombination mit den § 105/213. Diese Tatwerkzeuge wurden beschlagnahmt. Dabei war es uninteressant ob es sich um Privat,-Firmen oder Leihfahrzeuge handelte.
Die eingezogenen Fahrzeuge wurden später dem VEB Maschinenhandel oder dem VEB Schrotthandel zugeführt zur weiteren Verwendung.
Alkoholisierte Personen durften selbstverständlich ihre Fahrzeuge behalten.

passport



Berichtigung :

Laut Info eines Insiders wurden Fahrzeuge ihren Besitzer zurückgegeben, wenn bei der Gerichtsverhandlung festgestellt wurde, das der Halter ohne Wissen des Eigentümers das Kfz für eine Straftat benutzte.

passport


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#43

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 21:39
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #33
Zitat Rostocker:
Zu Frage 1 und 2---Ich glaube schon,das der Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt hat und mit Sicherheit hat man auch nach Drogen gefahndet.Oder glaubste Du,die DDR wollte sich auf internationaler Ebene nachsagen lassen.Das sie Drogentransporte zu lassen tut.
Zu Frage 3. Mit Sicherheit wurden auch Drogenkuriere die man erwischt hat,festgesetzt und nach DDR Recht abgeurteilt.Da musste man nicht extra in Bonn nachfragen--ob sie es dürfen oder nicht.Und mit wahrscheinlicher Sicherheit,wird es nach der Haftentlassung auch ein Transitverbot gegeben haben.Und das war doch ganz OK: Ach ja,es gab mal eine Sendung bei der Reihe--Der Staatsanwalt hat das Wort---wo es um Drogenschmuggel über die Transitwege der DDR nach Westberlin ging.Viele Aufnahmen wurden auch in WB gedreht.
Zu letzten Frage.Es ist doch vollkommend schnuppe,an wem die Fahrzeuge dann verkauft wurden.Fakt ist auf jeden Fall,das mit diesen Fahrzeugen in einen Staat, Straftaten begangen wurden.Gegen geltendes Recht was dort bestand.Und das ist heute nicht anders wie damals. Beispiel:Wenn ein Ausländischer Staatsbürger mit seinen Kfz in der Bundesrepublik eine Straftat begeht,nach geltenden Recht.Dann wird doch sein Kfz auch beschlagtnahmt.Oder nicht? Oder darf dann ein Angehöriger mit den Fahrzeug weiterfahren?
Aber bei der 1 bis 3 Frage,kommt mir das so vor.Nun sucht man krampfhaft nach etwas,wo man auf die untergegangene DDR wieder eindreschen kann.Aber das sind meine persönlichen Vermutungen.


Ach männoo , wieder die Ideologiekeule.

Wollte doch nur fragen. Aber ehrliche Antworten gab es ja in der DDR auch schon nicht.
Und die Frage nach dem Verbleib eines rechtmässig beschlagnahmten ausländischen Autos in der DDR ist doch nicht schnuppe sondern interessant wohin ein Auto verkauft wird für das es im Mangelwirtschaftsland DDR keine Ersatzteile und keinen Service gab. Ganz ideologiefrei.

mit den Ersatzteilen war das kein grosses Problem,unser ehemaliger Lagerchef hat oft
erzählt,das er Ersatzteile in die DDR gebracht hatte,ich muss dazu sagen,es handelte
sich ausschließlich um VOLVO-Ersatzteile,er ist immer über den Grenzübergang
Lübeck in die die DDR gefahren,irgendwann hatte er die Nervereien bei den
Grenzkontrollen satt und hat sich direkt an der Grenze darüber beschwert,warum das
immer so lange dauert,mit den Kommentar,dann könnt ihr das nächste mal die
Ersatzteile selber abholen,er hatte sich dann mit einen höheren Dienstangestellten
der DDR-Grenzorgane unterhalten,und seit dem hatte er freie Fahrt ohne grössere
Kontrollen bekommen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#44

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 20.04.2013 08:09
von Polter (gelöscht)
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beschlagnahmte Westfahrzeuge

Nun, ein nettes unterhaltsames Thema ! Wiedermal fein zum Kaffee und zum aufregen. Ein Aufreger sicherlich nicht.
Wieviel Westfahrzeuge wurden eigentlich so jährlich im Durchschnitt beschlagnahmt? 5, 10 oder gar xxx ? Konnten mit den beschlagnahmten
Westfahrzeugen der hier hintergründig unterstellte Bedarf der DDR - Elite mit den Schrottkarren der Fluchthelfer gedeckt werden? Lachhaft !

Wer fuhr denn in der DDR von der Elite überhaupt Westfahrzeuge ? Honecker ! Der hatte wohl 3 für Dienst und Freizeit, was solls. Kamen aber nicht auch im Krankentransport Volvo zum Einsatz ? Volvo wirds erfreut haben, auch die Gewährleistung ! Ob Volvo sich eine Zickerei eines
Transporteurs an der DDR - Grenze gefallen lassen hätte, wage ich zu bezweifeln. Für solche Transporte standen die Unternehmen in langer
Reihe Schlange !
Aber, daß das Fahren eines Westfahrzeuges ein Privileg gewesen war - da muß was drann sein ! Herr Gauck fuhr ja, von der Stasi offensichtlich
befürwortet, auch ein Westfahrzeug. Beschlagnahmtes?


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#45

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 20.04.2013 10:46
von Lutze | 8.039 Beiträge

warum sollte der Herr Gauck mit einen beschlagnahmten Westauto herumgefahren sein?,
und ob das überhaupt ein Privileg war,als Privatmensch in der DDR ein Westauto zu besitzen,
bezweifel ich,ein Bekannter von mir hatte damals von seiner Verwandschaft aus dem Westen
einen neuen Peugeot bekommen,der hatte sich sehr darüber gefreut,aber immer die Angst im
Nacken gehabt,hoffentlich geht da nichts kaputt,und eine Garage hat er sich auch angemietet,
weil er die Befürchtung hatte,sein schönes neue Auto könnte über Nacht beschädigt werden,
er hätte lieber einen Genex-Wartburg gehabt
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#46

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 20.04.2013 11:18
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Ja der über 200 seitige Genex Katalog, der war sehr begehrt in der DDR, habe mehrere mitgebracht..
http://www.kraftfuttermischwerk.de/genex...katalog1986.pdf
Für die persönliche Stimmung der Bürger und das gesellschaftliche Klima in der DDR war die Kombination von Mangelwirtschaft in M und der Überfluss von Intershop und Genex in DM eine politische Katastrophe, eine tickende Bombe mit Zeitzünder sozusagen: Der offzielle Offenbarungseid, dass die DM mehr wert ist als die M; oder übertragen die BRD mehr Lebenswert bringt als die DDR..
Gab es (inoffizielle) Kritiker? Gerade das MfS hätte eigentlich grosse Bedenken haben müssen: Denn Zufriedenheit der Bürger ist der beste Garant für Ruhe und Ordnung in der Gesellschaft, Unzufriedenheit öffnet die Schleusen für staatsfeindliche Parolen.
Theo


Harzwanderer und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 20.04.2013 12:05
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Wer fuhr denn in der DDR von der Elite überhaupt Westfahrzeuge ?



Wolfgang Vogel fuhr einen protzigen, gold-metallic Mercedes (S-Klasse) mit Ost-Berliner Nummer. Der parkte sehr oft in der Nähe meiner Uni in einem West-Berliner Villenviertel in der Fabeckstraße. Immer vor dem selben Haus. Dort scheint der noch eine Wohnung oder so gehabt zu haben. Bin viele Male dran vorbei geradelt. Habe Vogel dort auch gesehen.

http://www.chromjuwelen.com/images/cache...h860211_16b.jpg

http://www.morgenpost.de/printarchiv/pol...-gestorben.html


zuletzt bearbeitet 20.04.2013 13:52 | nach oben springen

#48

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 20.04.2013 14:02
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Gab es (inoffizielle) Kritiker? Gerade das MfS hätte eigentlich grosse Bedenken haben müssen: Denn Zufriedenheit der Bürger ist der beste Garant für Ruhe und Ordnung in der Gesellschaft, Unzufriedenheit öffnet die Schleusen für staatsfeindliche Parolen.



@theo, da das mfs evtl. versagungsgründe bei verwandten 1. grades überprüfte waren auch die gründe für die antragstellung auf ständige übersiedlung sehr wohl bekannt. mehr als 90 % aller antragsteller bemängelten die versorgungslage und die eingeschränkten reisemöglichkeiten. selbstverständlich ist das mfs gegenüber der partei ihrer informationspflicht nachgekommen...
was daraus gemacht wurde ist doch hinlänglich bekannt


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#49

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 21.04.2013 09:37
von Polter (gelöscht)
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Wie so oft - Geduld ist in der Geschichtsbetrachtung das Zauberwort - sagt wieder mal Graf Bonto.

In Berlin, Blankenburger Straße 85 - 105 befand sich zu DDR - Zeiten das volkseigene Unternehmen: Maschinen-und Material- Reserven ( MMR )

Durch dieses Unternehmen wurden alle Dienstfahrzeuge, die aus den Beständen des Staates ( Ministerien, auch Parteien u.ä. )
ausgemustert wurden, vermarktet. Hier waren nach Zeitzeugen alle Fahrzeugtypen zu haben - bis zum Tschaika !
Vermarktet wurden auch Betriebsfahrzeuge von DDR - Unternehmen, wie Taxi..........
1982 hatte der Zeitzeuge dort einen Wartburg W 353 (?) mit einer Laufleistung von 80 000 Km für 7800.- Mark erworben

Zu den durch Gerichtsbeschluß beschlagnahmten Fahrzeugen: Auch diese Fahrzeeuge wurden durch das Unternehmen verscherbelt.
Dort kaufen konnte jeder DDR - Bürger. Eine Preisliste kann ich nicht auftreiben.
Allerdings gab es bei der Vermarktung der beschlagnahmten Fahrzeuge eine Einschränkung ! Es wurde das Fernsehen und die Filmindustrie
bedient. So kamen " die Schrottkarren der Fluchthelfer " doch noch mal eine Hauptrolle - so der Zeitzeuge !


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#50

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 21.04.2013 12:17
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #49
Wie so oft - Geduld ist in der Geschichtsbetrachtung das Zauberwort - sagt wieder mal Graf Bonto.

In Berlin, Blankenburger Straße 85 - 105 befand sich zu DDR - Zeiten das volkseigene Unternehmen: Maschinen-und Material- Reserven ( MMR )

Durch dieses Unternehmen wurden alle Dienstfahrzeuge, die aus den Beständen des Staates ( Ministerien, auch Parteien u.ä. )
ausgemustert wurden, vermarktet. Hier waren nach Zeitzeugen alle Fahrzeugtypen zu haben - bis zum Tschaika !
Vermarktet wurden auch Betriebsfahrzeuge von DDR - Unternehmen, wie Taxi..........
1982 hatte der Zeitzeuge dort einen Wartburg W 353 (?) mit einer Laufleistung von 80 000 Km für 7800.- Mark erworben

Zu den durch Gerichtsbeschluß beschlagnahmten Fahrzeugen: Auch diese Fahrzeeuge wurden durch das Unternehmen verscherbelt.
Dort kaufen konnte jeder DDR - Bürger. Eine Preisliste kann ich nicht auftreiben.
Allerdings gab es bei der Vermarktung der beschlagnahmten Fahrzeuge eine Einschränkung ! Es wurde das Fernsehen und die Filmindustrie
bedient. So kamen " die Schrottkarren der Fluchthelfer " doch noch mal eine Hauptrolle - so der Zeitzeuge !

dort konnte jeder DDR-Bürger ein Auto kaufen?,
oder doch nur bestimmte DDR-Bürger,sowas hätte sich doch wie
ein Lauffeuer sich rumgesprochen,musste man sich dort anmelden,
und wie lange musste man auf ein Auto warten?,
das könnte der Zeitzeuge sicherlich auch noch beantworten
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#51

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 21.04.2013 12:57
von Polter (gelöscht)
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Habe keine Mühe gescheut und noch mal telefoniert.

Dort konnte jeder DDR - Bürger ein Fahrzeug kaufen ! Die Wartezeit auf den Wartburg war, nach Erinnerung des Zeitzeugen, zwei Jahre. Wie
lange man auf einen Käfer warten mußte bzw. welche Preise - keine Angaben. Bezahlt wurde ausschließlich in DDR - Mark.


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 21.04.2013 16:50
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Pfarrer erheilten teilweise über die Westkirchen (Dienst-???)Fahrzeuge. Die Kirchen in der DDR wurden aus dem Westen unterstützt.



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#53

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 21.04.2013 18:12
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Ja der über 200 seitige Genex Katalog, der war sehr begehrt in der DDR, habe mehrere mitgebracht..
http://www.kraftfuttermischwerk.de/genex...katalog1986.pdf
Für die persönliche Stimmung der Bürger und das gesellschaftliche Klima in der DDR war die Kombination von Mangelwirtschaft in M und der Überfluss von Intershop und Genex in DM eine politische Katastrophe, eine tickende Bombe mit Zeitzünder sozusagen: Der offzielle Offenbarungseid, dass die DM mehr wert ist als die M; oder übertragen die BRD mehr Lebenswert bringt als die DDR..
Gab es (inoffizielle) Kritiker? Gerade das MfS hätte eigentlich grosse Bedenken haben müssen: Denn Zufriedenheit der Bürger ist der beste Garant für Ruhe und Ordnung in der Gesellschaft, Unzufriedenheit öffnet die Schleusen für staatsfeindliche Parolen.
Theo


Kritiker?
Die hätten sogar ihre Oma verscherbelt wenn die einer hätte haben wollen (für Valuta), die pfiffen auf dem letzten Loch, da gab es keine Skrupel, gleich recht nicht gegenüber den einfachen Werktätigen.


zuletzt bearbeitet 21.04.2013 18:40 | nach oben springen

#54

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 21.04.2013 21:25
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Pfarrer erheilten teilweise über die Westkirchen (Dienst-???)Fahrzeuge. Die Kirchen in der DDR wurden aus dem Westen unterstützt.


Kenne einen katholischen DDR-Pfarrer, der hatte einen normalen Wartburg, brauchte aber auch wirklich ein Auto für seine extrem vielen Dienstfahrten in entlegene Orte. Westautos waren da unüblich.


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#55

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 22.04.2013 13:54
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #53
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Ja der über 200 seitige Genex Katalog, der war sehr begehrt in der DDR, habe mehrere mitgebracht..
http://www.kraftfuttermischwerk.de/genex...katalog1986.pdf
Für die persönliche Stimmung der Bürger und das gesellschaftliche Klima in der DDR war die Kombination von Mangelwirtschaft in M und der Überfluss von Intershop und Genex in DM eine politische Katastrophe, eine tickende Bombe mit Zeitzünder sozusagen: Der offzielle Offenbarungseid, dass die DM mehr wert ist als die M; oder übertragen die BRD mehr Lebenswert bringt als die DDR..
Gab es (inoffizielle) Kritiker? Gerade das MfS hätte eigentlich grosse Bedenken haben müssen: Denn Zufriedenheit der Bürger ist der beste Garant für Ruhe und Ordnung in der Gesellschaft, Unzufriedenheit öffnet die Schleusen für staatsfeindliche Parolen.
Theo


Kritiker?
Die hätten sogar ihre Oma verscherbelt wenn die einer hätte haben wollen (für Valuta), die pfiffen auf dem letzten Loch, da gab es keine Skrupel, gleich recht nicht gegenüber den einfachen Werktätigen.



@ Grenzwolf
Die Brüder Grimm haben das Märchen ganz anders erzählt. Von der Oma, Deinen Vorfahren und dem Rotkäppchen! Kinder wollten sie
erschrecken ! Und Du?
Hier mal eine moderne Variante:


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#56

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 22.04.2013 14:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #52
Pfarrer erheilten teilweise über die Westkirchen (Dienst-???)Fahrzeuge. Die Kirchen in der DDR wurden aus dem Westen unterstützt.


Dann frage doch einmal den amtierenden Bundespräsidenten, wer ihn zu DDR-Zeiten zu einem VW-Bus verholfen hat - doch nicht die Evangelische Kirche aus dem Westen.


zuletzt bearbeitet 22.04.2013 14:06 | nach oben springen

#57

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 22.04.2013 14:13
von Gelöschtes Mitglied
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Wir hatten in der Kombinatsleitung zwei dunkelblaue Peugeot 305, die u.a. seitens der DDR aus Frankreich importiert wurden.

Vierkrug

Kann mich noch erinnern, wie der Berliner Volksmund die Kennzeichen an den "Westwagen" deutete. Die Kennzeichen der Volvos lauteten IBM (Ich bin Millionär) - die Besitzer des Golf bekamen die Kennzeichen IBN (Ich bin Neureich).
Auch einige Trabifahrer erwischte der spöttische Volksmund. Denn wer in Berlin zu dieser Zeit seinen neuen Trabi erhielt, bekam das Kennzeichen IAS (Ich armes Schwein).


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#58

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 22.04.2013 14:23
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #57
Die Kennzeichen der Volvos lauteten IBM (Ich bin Millionär) - die Besitzer des Golf bekamen die Kennzeichen IBN (Ich bin Neureich).
Auch einige Trabifahrer erwischte der spöttische Volksmund. Denn wer in Berlin zu dieser Zeit seinen neuen Trabi erhielt, bekam das Kennzeichen IAS (Ich armes Schwein).


Das mit IBM beziehungsweise IBN kannte ich ja - das mit IAS ist mir neu.

Bleibt nur die spannende Frage, ob in der Zulassungsstelle jemand sass, der als Traumberuf eine Ensemblemitgliedschaft in der "Distel" im Auge hatte .

Gruss

icke



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#59

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 22.04.2013 15:10
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Vierkrug:
Dann frage doch einmal den amtierenden Bundespräsidenten, wer ihn zu DDR-Zeiten zu einem VW-Bus verholfen hat - doch nicht die Evangelische Kirche aus dem Westen.


Keine Auskunft vom Bundespräsidialamt! Erzähl mal wer @Vierkrug. Was hatte oder mußte er denn dafür tun.


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#60

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 22.04.2013 15:25
von seaman | 3.487 Beiträge

Die BV Rostock des MfS hat, während der Phase zur Gewinnung Gaucks als IM,ihm jede Menge persönliche Vorteile und Sondererlaubnisse erteilt.
Dazu gehörte u.a., auf Wunsch von Gauck, die dann durch das MfS veranlasste Einführung eines VW-Transporters in die DDR über GENEX für persönliche Zwecke.

seaman


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