#21

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:00
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #20
Beispiel vertragsgebundener Transit Berlin-West

Ein oder mehere Fahrzeuge wurden für eine Straftat auf dem Hoheitsgebiet der DDR benutzt. Im Zusammenhang mit dem § 213 oder in Kombination mit den § 105/213. Diese Tatwerkzeuge wurden beschlagnahmt. Dabei war es uninteressant ob es sich um Privat,-Firmen oder Leihfahrzeuge handelte.
Die eingezogenen Fahrzeuge wurden später dem VEB Maschinenhandel oder dem VEB Schrotthandel zugeführt zur weiteren Verwendung.
Alkoholisierte Personen durften selbstverständlich ihre Fahrzeuge behalten.

passport

so langsam wird es für mich immer interessanter,wenn es um beschlagnahmte
LKW-Fauhrzeuge ging,könnte ich mir vorstellen,das die auch zum VEB-Deutrans
gingen,aber die dann in den Transitverkehr nach Westdeutschland einzusetzen,
glaube ich nicht,wäre wohl zu riskannt gewesen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#22

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:16
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von EMW im Beitrag #17
Zitat von Harra318 im Beitrag #4
Wenn ich eine Zwischenfrage zu dem Thema stellen dürfte?
Warum sind bei einem Unfall ( in der DDR ) mit Beteiligung KFZ und Person die Amtlichen Kennzeichen sofort abgedeckt worden ?

Das lese ich hier zum ersten Mal. Ich habe viele Unfälle gesehen. Auch mit Fahrzeugen aus Westeuropa. Darunter auch welche der eigenen Verwandschaft. Da wurde nie was abgedeckt.




1989 warst du nach deinen eigenen Aussagen 7 Jahre alt."Maximal", wenn es den 1989 war und nicht eher.Wenn du als Kind schon viele Unfälle gesehen hast konzentriertes du dich wahrscheinlich auf solche Details. Mag sein, ein Kind ist vielleicht heller als das andere.Trotzdem staune ich über dich, dass du im vorbeifahren als Mitfahrer auf solche Kleinigkeiten geachtet hast.Oder war es rein zufällig vor dem Eintreffen der Polizei. Ich in meinem gesetzten Alter muss mich dagegen sehr konzentrieren wenn ich den Eignungstest absolviere, für Führerscheinklasse D. Unter anderen läuft ein Film mit mehreren Episoden, danach, muss ich wieder geben was ich in den Filmausschnitten gesehen habe. Zum Beispiel: Fahrrad, Ampel, Fußgänger, Verkehrsschild vor der Kreuzung ,auch hinter der Kreuzung............ und andere Kleinigkeiten.
Von mir bekommst Du nachträglich noch den Preis:"Hellstes Kind des Landes"


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#23

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:19
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #18
Zitat von Harra318 im Beitrag #8
... Schreibe morgen mehr dazu.

Sooo! Jetzt isses schon halber achte durch uuuund ...
Bis jetzt kein harras318 angemeldet heut, geschweige denn das versprochene '... mehr dazu'.

Da kann man jetzt viel Spekulatius noch auftischeln, zum Beispiel wenn der hoffentlich noch zu beschreibende Vorfall sich in den 80er abspielte, ist vielleicht auch schlicht und ergreifend die Nummertafel aus den damals gerade in Mode gekommenen Kennzeichhaltern rausgefallen, nach einem Auffahrunfall?



abgesehen davon@94 von dem versprochenen, ein Beispiel passt zu dem Thema.Das zweite Beispiel was eine gewisse Ähnlichkeit hat müsste in ein anderes Thema aufgenommen werden. Ich bin noch am suchen, wird aber garantiert auch mal kommen.
Zum anderen, warum soll ich Hektik vertreiben. Wir haben hier ehemaliger Offiziere die sich auch zu einem Thema äußern wollten und haben es bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht gemacht.

Gruß Harra (s) 318


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:37
von Lutze | 8.039 Beiträge

sieste @94,jetzt ist der Harra318 da,und du bist weg,nur etwas Geduld,
aber dein Erlebnis mit den abgedeckten Kennzeichen,fehlt noch
Lutze


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#25

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:40
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #24
sieste @94,jetzt ist der Harra318 da,und du bist weg,nur etwas Geduld,
aber dein Erlebnis mit den abgedeckten Kennzeichen,fehlt noch
Lutze



# 4 sagt was anderes aus


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#26

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:43
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #24
sieste @94,jetzt ist der Harra318 da,und du bist weg,nur etwas Geduld,
aber dein Erlebnis mit den abgedeckten Kennzeichen,fehlt noch
Lutze



# 4 sagt was anderes aus

ich bin davon ausgegangen,das du so etwas gesehen hast,
woher kommt diese Info?
Lutze


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#27

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:45
von Harra318 | 2.514 Beiträge

zwischen # 4 und # 8 bestehen Unterschiede,oder nicht ????????????


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#28

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:49
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #27
zwischen # 4 und # 8 bestehen Unterschiede,oder nicht ????????????

darum geht es doch,ich möchte nur so viel wie möglich
in Erfahrung bringen
Lutze


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#29

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 18.04.2013 21:55
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #28
Zitat von Harra318 im Beitrag #27
zwischen # 4 und # 8 bestehen Unterschiede,oder nicht ????????????

darum geht es doch,ich möchte nur so viel wie möglich
in Erfahrung bringen
Lutze


ich schreib dir am Wochenende PM mit beiden Erlebnissen,weil es dein Thema ist und du viel Interesse zeigst.Aber wie gesagt das 2.Beispiel passt nicht in dieses Thema.
(am Wochenende ist sowieso sch.........,tes Wetter )


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#30

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 08:01
von schnatterinchen (gelöscht)
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Hat eigentlich Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt?
Nach Drogen gefahndet wurde eher nicht . Oder? Wenn ein Drogenkurier "zufällig" erwischt wurde , wurde der festgesetzt oder abgeschoben und erhielt dann Transitverbot?
Zu dem im vorherigen Post angesprochenen VEB Maschinenhandel hätte ich noch eine Frage.An wen wurden denn hochwertige beschlagnahmte Westfahrzeuge verkauft?


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#31

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 08:51
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #30
Hat eigentlich Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt?
Nach Drogen gefahndet wurde eher nicht . Oder? Wenn ein Drogenkurier "zufällig" erwischt wurde , wurde der festgesetzt oder abgeschoben und erhielt dann Transitverbot?
Zu dem im vorherigen Post angesprochenen VEB Maschinenhandel hätte ich noch eine Frage.An wen wurden denn hochwertige beschlagnahmte Westfahrzeuge verkauft?


Zu Frage 1 und 2---Ich glaube schon,das der Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt hat und mit Sicherheit hat man auch nach Drogen gefahndet.Oder glaubste Du,die DDR wollte sich auf internationaler Ebene nachsagen lassen.Das sie Drogentransporte zu lassen tut.
Zu Frage 3. Mit Sicherheit wurden auch Drogenkuriere die man erwischt hat,festgesetzt und nach DDR Recht abgeurteilt.Da musste man nicht extra in Bonn nachfragen--ob sie es dürfen oder nicht.Und mit wahrscheinlicher Sicherheit,wird es nach der Haftentlassung auch ein Transitverbot gegeben haben.Und das war doch ganz OK: Ach ja,es gab mal eine Sendung bei der Reihe--Der Staatsanwalt hat das Wort---wo es um Drogenschmuggel über die Transitwege der DDR nach Westberlin ging.Viele Aufnahmen wurden auch in WB gedreht.
Zu letzten Frage.Es ist doch vollkommend schnuppe,an wem die Fahrzeuge dann verkauft wurden.Fakt ist auf jeden Fall,das mit diesen Fahrzeugen in einen Staat, Straftaten begangen wurden.Gegen geltendes Recht was dort bestand.Und das ist heute nicht anders wie damals. Beispiel:Wenn ein Ausländischer Staatsbürger mit seinen Kfz in der Bundesrepublik eine Straftat begeht,nach geltenden Recht.Dann wird doch sein Kfz auch beschlagtnahmt.Oder nicht? Oder darf dann ein Angehöriger mit den Fahrzeug weiterfahren?
Aber bei der 1 bis 3 Frage,kommt mir das so vor.Nun sucht man krampfhaft nach etwas,wo man auf die untergegangene DDR wieder eindreschen kann.Aber das sind meine persönlichen Vermutungen.


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#32

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 09:14
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #31
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #30
Hat eigentlich Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt?
Nach Drogen gefahndet wurde eher nicht . Oder? Wenn ein Drogenkurier "zufällig" erwischt wurde , wurde der festgesetzt oder abgeschoben und erhielt dann Transitverbot?
Zu dem im vorherigen Post angesprochenen VEB Maschinenhandel hätte ich noch eine Frage.An wen wurden denn hochwertige beschlagnahmte Westfahrzeuge verkauft?


Zu Frage 1 und 2---Ich glaube schon,das der Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt hat und mit Sicherheit hat man auch nach Drogen gefahndet.Oder glaubste Du,die DDR wollte sich auf internationaler Ebene nachsagen lassen.Das sie Drogentransporte zu lassen tut.
Zu Frage 3. Mit Sicherheit wurden auch Drogenkuriere die man erwischt hat,festgesetzt und nach DDR Recht abgeurteilt.Da musste man nicht extra in Bonn nachfragen--ob sie es dürfen oder nicht.Und mit wahrscheinlicher Sicherheit,wird es nach der Haftentlassung auch ein Transitverbot gegeben haben.Und das war doch ganz OK: Ach ja,es gab mal eine Sendung bei der Reihe--Der Staatsanwalt hat das Wort---wo es um Drogenschmuggel über die Transitwege der DDR nach Westberlin ging.Viele Aufnahmen wurden auch in WB gedreht.
Zu letzten Frage.Es ist doch vollkommend schnuppe,an wem die Fahrzeuge dann verkauft wurden.Fakt ist auf jeden Fall,das mit diesen Fahrzeugen in einen Staat, Straftaten begangen wurden.Gegen geltendes Recht was dort bestand.Und das ist heute nicht anders wie damals. Beispiel:Wenn ein Ausländischer Staatsbürger mit seinen Kfz in der Bundesrepublik eine Straftat begeht,nach geltenden Recht.Dann wird doch sein Kfz auch beschlagtnahmt.Oder nicht? Oder darf dann ein Angehöriger mit den Fahrzeug weiterfahren?
Aber bei der 1 bis 3 Frage,kommt mir das so vor.Nun sucht man krampfhaft nach etwas,wo man auf die untergegangene DDR wieder eindreschen kann.Aber das sind meine persönlichen Vermutungen.


Vermutungen, Rostocker , ich denke mit diesem Wort beantwortest du deine Fragen selbst. Mir ist nicht bekannt bzw ich habe noch nicht davon gehört auf welcher gesetzlicher Grundlage Autos ausländischer Bürger beschlagnahmt werden, die eine Unfall in D verursachen. Selbstverständlich müssen sie ode rihre Versicherung Schadenersatz leisten wie es auch unter deutschen Unfallteilnehmern üblich ist.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#33

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 09:18
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat Rostocker:
Zu Frage 1 und 2---Ich glaube schon,das der Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt hat und mit Sicherheit hat man auch nach Drogen gefahndet.Oder glaubste Du,die DDR wollte sich auf internationaler Ebene nachsagen lassen.Das sie Drogentransporte zu lassen tut.
Zu Frage 3. Mit Sicherheit wurden auch Drogenkuriere die man erwischt hat,festgesetzt und nach DDR Recht abgeurteilt.Da musste man nicht extra in Bonn nachfragen--ob sie es dürfen oder nicht.Und mit wahrscheinlicher Sicherheit,wird es nach der Haftentlassung auch ein Transitverbot gegeben haben.Und das war doch ganz OK: Ach ja,es gab mal eine Sendung bei der Reihe--Der Staatsanwalt hat das Wort---wo es um Drogenschmuggel über die Transitwege der DDR nach Westberlin ging.Viele Aufnahmen wurden auch in WB gedreht.
Zu letzten Frage.Es ist doch vollkommend schnuppe,an wem die Fahrzeuge dann verkauft wurden.Fakt ist auf jeden Fall,das mit diesen Fahrzeugen in einen Staat, Straftaten begangen wurden.Gegen geltendes Recht was dort bestand.Und das ist heute nicht anders wie damals. Beispiel:Wenn ein Ausländischer Staatsbürger mit seinen Kfz in der Bundesrepublik eine Straftat begeht,nach geltenden Recht.Dann wird doch sein Kfz auch beschlagtnahmt.Oder nicht? Oder darf dann ein Angehöriger mit den Fahrzeug weiterfahren?
Aber bei der 1 bis 3 Frage,kommt mir das so vor.Nun sucht man krampfhaft nach etwas,wo man auf die untergegangene DDR wieder eindreschen kann.Aber das sind meine persönlichen Vermutungen.


Ach männoo , wieder die Ideologiekeule.

Wollte doch nur fragen. Aber ehrliche Antworten gab es ja in der DDR auch schon nicht.
Und die Frage nach dem Verbleib eines rechtmässig beschlagnahmten ausländischen Autos in der DDR ist doch nicht schnuppe sondern interessant wohin ein Auto verkauft wird für das es im Mangelwirtschaftsland DDR keine Ersatzteile und keinen Service gab. Ganz ideologiefrei.


Gert und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 10:10
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #32


Vermutungen, Rostocker , ich denke mit diesem Wort beantwortest du deine Fragen selbst. Mir ist nicht bekannt bzw ich habe noch nicht davon gehört auf welcher gesetzlicher Grundlage Autos ausländischer Bürger beschlagnahmt werden, die eine Unfall in D verursachen. Selbstverständlich müssen sie ode rihre Versicherung Schadenersatz leisten wie es auch unter deutschen Unfallteilnehmern üblich ist.




Das ist die Einziehung. Ein Verkehrsunfall führt nicht zur Einziehung:
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__74.html
In der DDR waren laut Gesetz die Anforderungen weitaus niedriger als in der Bundesrepublik Deutschland
StGB (DDR)
§ 56. Einziehung von Gegenständen.
(1) Gegenstände, die zu einer vorsätzlichen Straftat benutzt werden oder zur Benutzung bestimmt sind oder die durch eine solche Tat erlangt oder hervorgebracht werden, können eingezogen werden. Sind solche Gegenstände veräußert worden, kann auch ihr Erlös eingezogen werden. Die eingezogenen Gegenstände werden mit Rechtskraft des Urteils Volkseigentum
2) Gegenstände, die in sozialistischem Eigentum stehen, sowie Gegenstände, deren Einziehung vom Gesetz durch andere Organe vorgesehen ist, unterlieben nicht der gerichtlichen Einziehung.
(3) Gegenstände, die einer Person durch die Straftat rechtswidrig entzogen wurden, werden nur eingezogen, wenn der Geschädigte nicht mehr feststellbar ist. Zur Straftat benutzte oder zur Benutzung bestimmte Gegenstände, die nicht Eigentum des Täters oder Beteiligten sind, können eingezogen werden, wenn der Eigentümer die ihm zur Verhinderung eines Mißbrauchs dieser Gegenstände obliegende Sorgfaltspflicht verletzt hat oder wenn die Einziehung zum Schutze der Gesellschaft notwendig ist..


Zumindestens nach dem Wortlaut konnte auch ein schuldhafter Verkehrsunfall zur Einziehung führen, ebenso Verstösse gegen das Strassenverkehrsordnung, wenn sie als vorsätzliche Straftaten beurteilt wurden (Verbrechen und Vergehen). Reine Verfehlungen führten nicht zum Einzug.
http://www.verkehrsportal.de/board/index...entry1057358647
http://www.verkehrsportal.de/board/index...entry1057367247
Theo


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#35

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 10:30
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #32
Zitat von Rostocker im Beitrag #31
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #30
Hat eigentlich Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt?
Nach Drogen gefahndet wurde eher nicht . Oder? Wenn ein Drogenkurier "zufällig" erwischt wurde , wurde der festgesetzt oder abgeschoben und erhielt dann Transitverbot?
Zu dem im vorherigen Post angesprochenen VEB Maschinenhandel hätte ich noch eine Frage.An wen wurden denn hochwertige beschlagnahmte Westfahrzeuge verkauft?


Zu Frage 1 und 2---Ich glaube schon,das der Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt hat und mit Sicherheit hat man auch nach Drogen gefahndet.Oder glaubste Du,die DDR wollte sich auf internationaler Ebene nachsagen lassen.Das sie Drogentransporte zu lassen tut.
Zu Frage 3. Mit Sicherheit wurden auch Drogenkuriere die man erwischt hat,festgesetzt und nach DDR Recht abgeurteilt.Da musste man nicht extra in Bonn nachfragen--ob sie es dürfen oder nicht.Und mit wahrscheinlicher Sicherheit,wird es nach der Haftentlassung auch ein Transitverbot gegeben haben.Und das war doch ganz OK: Ach ja,es gab mal eine Sendung bei der Reihe--Der Staatsanwalt hat das Wort---wo es um Drogenschmuggel über die Transitwege der DDR nach Westberlin ging.Viele Aufnahmen wurden auch in WB gedreht.
Zu letzten Frage.Es ist doch vollkommend schnuppe,an wem die Fahrzeuge dann verkauft wurden.Fakt ist auf jeden Fall,das mit diesen Fahrzeugen in einen Staat, Straftaten begangen wurden.Gegen geltendes Recht was dort bestand.Und das ist heute nicht anders wie damals. Beispiel:Wenn ein Ausländischer Staatsbürger mit seinen Kfz in der Bundesrepublik eine Straftat begeht,nach geltenden Recht.Dann wird doch sein Kfz auch beschlagtnahmt.Oder nicht? Oder darf dann ein Angehöriger mit den Fahrzeug weiterfahren?
Aber bei der 1 bis 3 Frage,kommt mir das so vor.Nun sucht man krampfhaft nach etwas,wo man auf die untergegangene DDR wieder eindreschen kann.Aber das sind meine persönlichen Vermutungen.


Vermutungen, Rostocker , ich denke mit diesem Wort beantwortest du deine Fragen selbst. Mir ist nicht bekannt bzw ich habe noch nicht davon gehört auf welcher gesetzlicher Grundlage Autos ausländischer Bürger beschlagnahmt werden, die eine Unfall in D verursachen. Selbstverständlich müssen sie ode rihre Versicherung Schadenersatz leisten wie es auch unter deutschen Unfallteilnehmern üblich ist.




Gert,ich schrieb von begangenen Straftaten--ich glaube auch nicht,das wegen eines Unfalles,die DDR damals gleich das Fahrzeug beschlagtnahmt hat.Da wird es wohl in den Transitabkommen auch dazu Regelungen gegeben haben.


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#36

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 15:57
von andy | 1.199 Beiträge

Was die Drogen angeht - ja sie spielten im Grenzverkehr eine Rolle und ich habe gerade mal mein Aufzeichnungsbuch, das ich während meines Gastspieles beim DDR-Zoll führte, rausgesucht.
Dem entnehme ich, dass ich im Erkennen der damasls wichtigsten Drogen geschult wurde: Kokain, Crack, Heroin, Morphine und synthetische Drogen wie LSD. Ob der DDR-Zoll auch Drogen-Suchhunde eingesetzt hat weiss ich nicht aber dazu kann passport sicher was sagen.

Meine damaligen Aufzeichnungen betrafen neben den Rauschgiftarten auch die Wirkungsweisen, das nötige Zubehör sowie das Aussehen und Eigenschaften wie Konsistenz, Geruch und Geschmack usw.

Des weiteren wurden Verhaltensweisen beim Auffinden von Drogen geschult die nicht darauf hinwiesen, dass es dabei Kaffee und Kuchen gab.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
zuletzt bearbeitet 19.04.2013 15:57 | nach oben springen

#37

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 16:07
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #30
Hat eigentlich Drogentransport nach WB über die Transitstrecke für die Behörden der DDR eine Rolle gespielt?
Nach Drogen gefahndet wurde eher nicht . Oder? Wenn ein Drogenkurier "zufällig" erwischt wurde , wurde der festgesetzt oder abgeschoben und erhielt dann Transitverbot?
Zu dem im vorherigen Post angesprochenen VEB Maschinenhandel hätte ich noch eine Frage.An wen wurden denn hochwertige beschlagnahmte Westfahrzeuge verkauft?


Die bundesdeutschen Behörden lehnten mehere Anträge der DDR in der Transitkommission zum Einsatz von Drogenhunden der Zollverwaltung der DDR bei ausgesuchten Fahrzeugen im vertragsgebundenen Transit ab. Daher gab es keine Drogenkontrollen auf den Transitstrecken von und nach WB.

Was den Wiederverkauf von eingezogenen Fahrzeugen betrifft, können nur die leitenden MA der betreffenden VEB,s berichten. Alles andere wäre "Spekulatius".

passport


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#38

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 16:30
von passport | 2.638 Beiträge

Soweit ich mich erinnern kann, gab es auf der Güst Marienborn/A. keine Drogenspürhunde. Fahrzeugkontrollen des GZA wurden nur in der DDR-Einreise/Ausreise bzw im Transit 3. Staaten (Polen, CSSR und Schweden) durchgeführt.
Zollhunde kamen nur zum Einsatz bei der LKW-Ausreise DDR und Ausreise 3. Staaten. Diese Hunde waren abgerichtet zum Aufspüren versteckter Personen. Bei vorläufigen Festnahmen §213 bzw § 105/213 wurden ebenfalls Zollhunde als Sicherung plus ihrer Geruchsfähigkeit eingesetzt

passport


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#39

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 16:56
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #37


Die bundesdeutschen Behörden lehnten mehere Anträge der DDR in der Transitkommission zum Einsatz von Drogenhunden der Zollverwaltung der DDR bei ausgesuchten Fahrzeugen im vertragsgebundenen Transit ab. Daher gab es keine Drogenkontrollen auf den Transitstrecken von und nach WB.

Was den Wiederverkauf von eingezogenen Fahrzeugen betrifft, können nur die leitenden MA der betreffenden VEB,s berichten. Alles andere wäre "Spekulatius".

passport


rot Das betraf doch aber nur den Transitverkehr, oder?
Bei besuchsweisen Einreisen in die DDR fanden dann wohl doch u.U. Drogenkontrollen im Rahmen der normalen Zollkontrolle statt, oder?

Wenn nicht, würden mich doch glatt meine Aufzeichnungen vom Zoll-Lehrgang vom 26. 3. - 6. 4.1990 etwas irritieren.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#40

RE: beschlagnahmte Westfahrzeuge

in Mythos DDR und Grenze 19.04.2013 17:02
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #32


Vermutungen, Rostocker , ich denke mit diesem Wort beantwortest du deine Fragen selbst. Mir ist nicht bekannt bzw ich habe noch nicht davon gehört auf welcher gesetzlicher Grundlage Autos ausländischer Bürger beschlagnahmt werden, die eine Unfall in D verursachen. Selbstverständlich müssen sie ode rihre Versicherung Schadenersatz leisten wie es auch unter deutschen Unfallteilnehmern üblich ist.




Das ist die Einziehung. Ein Verkehrsunfall führt nicht zur Einziehung:
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__74.html
In der DDR waren laut Gesetz die Anforderungen weitaus niedriger als in der Bundesrepublik Deutschland
StGB (DDR)
§ 56. Einziehung von Gegenständen.
(1) Gegenstände, die zu einer vorsätzlichen Straftat benutzt werden oder zur Benutzung bestimmt sind oder die durch eine solche Tat erlangt oder hervorgebracht werden, können eingezogen werden. Sind solche Gegenstände veräußert worden, kann auch ihr Erlös eingezogen werden. Die eingezogenen Gegenstände werden mit Rechtskraft des Urteils Volkseigentum
2) Gegenstände, die in sozialistischem Eigentum stehen, sowie Gegenstände, deren Einziehung vom Gesetz durch andere Organe vorgesehen ist, unterlieben nicht der gerichtlichen Einziehung.
(3) Gegenstände, die einer Person durch die Straftat rechtswidrig entzogen wurden, werden nur eingezogen, wenn der Geschädigte nicht mehr feststellbar ist. Zur Straftat benutzte oder zur Benutzung bestimmte Gegenstände, die nicht Eigentum des Täters oder Beteiligten sind, können eingezogen werden, wenn der Eigentümer die ihm zur Verhinderung eines Mißbrauchs dieser Gegenstände obliegende Sorgfaltspflicht verletzt hat oder wenn die Einziehung zum Schutze der Gesellschaft notwendig ist..


Zumindestens nach dem Wortlaut konnte auch ein schuldhafter Verkehrsunfall zur Einziehung führen, ebenso Verstösse gegen das Strassenverkehrsordnung, wenn sie als vorsätzliche Straftaten beurteilt wurden (Verbrechen und Vergehen). Reine Verfehlungen führten nicht zum Einzug.
http://www.verkehrsportal.de/board/index...entry1057358647
http://www.verkehrsportal.de/board/index...entry1057367247
Theo


Dank Theo für die Präzisierung der Umstände, die zur Einziehung des Fahrzeuges führen konnte.. Da ist aber schon bei der Beurteilung wieder so ein "Gummiband" eingebaut, wie man es in einigen Gesetzen der DDR wiederfindet.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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