#21

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 16:51
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #18
wenn ich das so richtig gelesen habe...
Die militärische Abwehr, Teil des MfS hat Mitarbeiter ausgebildet und verpflichtet, die dann mit der Legende "wehpflichtiger Grenzsoldat" bzw Unteroffizier in verschiedene Grenzkompanien kamen, dort gemeinsam mit einem Soldaten/Uffz in den Grenzdienst geschickt wurden, der im Verdacht stand, Fahnenflucht zu begehen und sollten diesen ständig im Auge behalten. Gegebenenfalls unter Einsatz ihres Lebens und der Schusswaffe die Fahnenflucht/ den Grenzdurchbruch verhindern. Der Tod eines oder beider Beteiligten wurde von denen, die den Einsatz befohlen, billigend in Kauf genommen. Toter Verräter - tja, halt Pech und/oder toter Tschekist = Held.
Perverse Denke von denen, die so etwas befehlen und organisieren.

Den verdächtigen potentiellen Fahnenflüchtigen irgendwo hin zu versetzen, wo er wenig ausrichten kann, wäre ja wohl viel zu einfach gewesen.....

Sicher, jeder von uns ehemaligen Grenzsoldaten hätte in eine Situation kommen können, wo wir plötzlich unter Lebensgefahr eine Fahnenflucht verhindern sollten (oder mit abhauen) - aber sich planmässig per Befehl/Verpflichtung sich in eine solche Situation begeben - ist für mich undenkbar.
Das es angesichts solcher Dinge auch ein ehemaliger "regulärer" Offizier der GT wie Rainmann unwohl wird, kann ich gut nachvollziehen. Bei aller Überzeugung für die Sache - solche Machenschaften sind für mich planmässiger Mord.

Gruss Hartmut


Vorab, ich kann natürlich nur über das berichten, was ich selber erlebt habe und, wie gesagt einen Befehl, wie er im Eingang steht, habe ich nie erhalten.

In meinem vorbereiteten, dann aber abgeblasenen Einsatz, der ein Vorbereitungszeitfenster von 3 Tagen hatte, ging es um die umfassende Aufklärung einer Person die im Verdacht stand, FF auch unter Einsatz der Waffe begehen zu wollen. Die Ausgangs-Info stammte von ihm selbst, aufgeschnappt durch einen IM irgendeiner anderen Diensteinheit des MfS. Danach soll er innerhalb eines begrenzten Personenkreises die Absicht geäussert haben, bei der nächsten Möglichkeit auch mit der Kaschi die Fliege zu machen. Natürlich wurde er umgehend aus dem Grenzdienst herausgelöst, er kam wohl aus dem Urlaub und wurde Schreiber beim Hauptfeld. Ich sollte in die Küche der GK und von dortaus die Verbindung zu ihm herstellen. Dazu sollte ich auf seine Stube ziehen, zum gleichen Zeitpunkt wurde in seiner Stube ein Bett frei. Meine Aufgabe hatte nichts mit dem Gebrauch der Schusswaffe zu tun sondern bestand eben in der Ermittlung von Hinweisen auf die, eben auch strafbare Vorbereitung auf eine FF. Dazu gehörte z.B. die Abklärung seiner Reaktionen auf die Versetzung in die Schreibstube oder der Ermittlung von Hinweisen auf das Vorhandensein von pers. Unterlagen (Zeugnisse etc.) usw.
Er kam also auch nicht mehr o.w. an seine Waffe und ich als Küchenbulle hätte auch bestenfalls mit dem Küchenmesser werfen können, was aber nicht zu meiner Ausbildung gehörte.

Wie es in den 70'ern gewesen ist kann ich nicht sagen, da habe ich noch im Sandkasten gespielt.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.04.2013 16:54 | nach oben springen

#22

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 16:57
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #20
Zitat von Jobnomade im Beitrag #18
wenn ich das so richtig gelesen habe...
Die militärische Abwehr, Teil des MfS hat Mitarbeiter ausgebildet und verpflichtet, die dann mit der Legende "wehpflichtiger Grenzsoldat" bzw Unteroffizier in verschiedene Grenzkompanien kamen, dort gemeinsam mit einem Soldaten/Uffz in den Grenzdienst geschickt wurden, der im Verdacht stand, Fahnenflucht zu begehen und sollten diesen ständig im Auge behalten. Gegebenenfalls unter Einsatz ihres Lebens und der Schusswaffe die Fahnenflucht/ den Grenzdurchbruch verhindern. Der Tod eines oder beider Beteiligten wurde von denen, die den Einsatz befohlen, billigend in Kauf genommen. Toter Verräter - tja, halt Pech und/oder toter Tschekist = Held.
Perverse Denke von denen, die so etwas befehlen und organisieren.

Den verdächtigen potentiellen Fahnenflüchtigen irgendwo hin zu versetzen, wo er wenig ausrichten kann, wäre ja wohl viel zu einfach gewesen.....

Sicher, jeder von uns ehemaligen Grenzsoldaten hätte in eine Situation kommen können, wo wir plötzlich unter Lebensgefahr eine Fahnenflucht verhindern sollten (oder mit abhauen) - aber sich planmässig per Befehl/Verpflichtung sich in eine solche Situation begeben - ist für mich undenkbar.
Das es angesichts solcher Dinge auch ein ehemaliger "regulärer" Offizier der GT wie Rainmann unwohl wird, kann ich gut nachvollziehen. Bei aller Überzeugung für die Sache - solche Machenschaften sind für mich planmässiger Mord.

Gruss Hartmut

Hallo Jobnomade,

ich würde bevor ich zu so starken Worten wie Mord greife, die Frage stellen: Wie viele wurden durch solche Mitarbeiter erschossen? Mit ist da kein Fall bekannt, was aber auch an meinen Wissenslücken liegen kann. Das waren nicht irgendwelche Kommissare, die hinter der Front mit dem MG in die Reihen schossen, um "Verräter" aufzuhalten. Zunächst war es eine relativ selten eingesetzte Form der militärischen Abwehr. Und diese sollte ja eigentlich nach Möglichkeit zum Erfolg kommen, bevor jemand abhaut oder erschossen wird.

ciao Rainman


Hallo Rainman,

mir ist auch kein Fall bekannt.
Mit den allgemeinen Schusswaffengebrauchsbestimmungen und der Vergatterung zum Grenzdienst hat dieser "Schiessbefehl" ja nun offensichtlich auch nichts zu tun. Und das "Restrisiko" Fahneflucht im Grenzdienst, nun das hatten wir alle. Dank der Vorauswahl bei der Musterung zu den Grenztruppen bereits minimiert.
Nein, weshalb ich hier so drastische Worte wähle: Durch Versetzung der Verdächtigen konnte so ein drohendes Problem ja auch gelöst werden - ohne Tote. Das ist für mich die weitaus humanere Lösung - statt 2 Menschenleben zu riskieren.
Nein, Du hattest solche Dinge nicht zu entscheiden und ich auch nicht. Meine Worte sind an Leute adressiert, die unsere Diskussion darüber wahrscheinlich sowieso nicht interessiert. Gut, dass das Ganze Vergangenheit ist.

Gruss Hartmut


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zuletzt bearbeitet 15.04.2013 17:06 | nach oben springen

#23

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 20:11
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

danke für die Aufklärung, andy,

Deine Geschichte klingt nun weniger dramatisch. Zumindest wäre es hier wahrscheinlich nicht zu einem von "höherer Warte" geplanten Kampf auf Leben und Tod mit Schusswaffe an der Grenze gekommen. Bestenfalls zu einem Handgemenge bei Enttarnung und Festnahme. Und dann wieder ein paar Legenden, um das Ganze zu vertuschen.
Hier sage ich mal: unter den damaligen Umständen - eine vergleichweise harmlose Sache. Wenn auch sehr unangenem für den betroffenen "Verräter".

Gruss Hartmut


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#24

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 21:00
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #23
danke für die Aufklärung, andy,

Deine Geschichte klingt nun weniger dramatisch. Zumindest wäre es hier wahrscheinlich nicht zu einem von "höherer Warte" geplanten Kampf auf Leben und Tod mit Schusswaffe an der Grenze gekommen. Bestenfalls zu einem Handgemenge bei Enttarnung und Festnahme. Und dann wieder ein paar Legenden, um das Ganze zu vertuschen.
Hier sage ich mal: unter den damaligen Umständen - eine vergleichweise harmlose Sache. Wenn auch sehr unangenem für den betroffenen "Verräter".

Gruss Hartmut


Ob es Legenden bedurfte, um eine FF, die sich noch im Vorbereitungsstadium befand zu vertuschen weiss ich nicht. Vielleicht kann Rainman was dazu sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass solche Dinge in den Linieneinheiten auch ausgewertet wurden - und sei es zur Abschreckung.

Übrigens:
Von den eigentlichen Endergebnissen der Einsätze haben die HIME im Regelfall wenn überhaupt auch nur durch ganz nebenbei fallengelassene Bemerkungen der FO erfahren - das Ergebnis des Einsatzes war für den Job ja auch nicht wichtig und deswegen durften wir das auch nicht wissen. Die Folgen meines Strausberger Einsatzes habe ich erst nach der Wende durch ein zufälliges Zusammentreffen mit meinem damaligen FO erfahren.


andy


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#25

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 21:11
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #24
Zitat von Jobnomade im Beitrag #23
... Bestenfalls zu einem Handgemenge bei Enttarnung und Festnahme. Und dann wieder ein paar Legenden, um das Ganze zu vertuschen.
Hier sage ich mal: unter den damaligen Umständen - eine vergleichweise harmlose Sache. Wenn auch sehr unangenem für den betroffenen "Verräter".

Gruss Hartmut


Ob es Legenden bedurfte, um eine FF, die sich noch im Vorbereitungsstadium befand zu vertuschen weiss ich nicht. Vielleicht kann Rainman was dazu sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass solche Dinge in den Linieneinheiten auch ausgewertet wurden - und sei es zur Abschreckung.
...

Hallo Andy, hallo Jobnomade,

nein, kann ich nicht. Wir wurden in solchen Fällen auch nicht informiert. Es kam einfach nur ein Befehl, dass Soldat x umgehend aus der Grenzkompanie abgezogen wird und in den Stab zu begleiten ist. Dann hieß es Seesack packen, rein in die Pappe und ab ging es. Eine Auswertung habe ich bei keinem Fall abgezogener Soldaten erlebt. Das ergäbe auch letzten Endes nicht viel Sinn. Die Gründe für eine Fahnenflucht waren wohl immer sehr individuell. Und uns gegenüber wäre ein verdeckter Einsatz dekonspiriert worden. Nein, uns reichte sowieso der Befehl. Und wenn wir nachfragten, bekamen wir eh nur selten eine Antwort.

ciao Rainman


Edit: Ich denke mal, dass die meisten Abversetzungen aus der GK eher "vorbeugend" als mit dem konkreten Verdacht erfolgten. War ja bei mir nicht anders. Technisch hatte ich ja auch eine Fahnenflucht angedroht, aber nichts hätte mir ferner gelegen als das.


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 15.04.2013 21:13 | nach oben springen

#26

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 21:30
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von andy im Beitrag #24
Zitat von Jobnomade im Beitrag #23
... Bestenfalls zu einem Handgemenge bei Enttarnung und Festnahme. Und dann wieder ein paar Legenden, um das Ganze zu vertuschen.
Hier sage ich mal: unter den damaligen Umständen - eine vergleichweise harmlose Sache. Wenn auch sehr unangenem für den betroffenen "Verräter".

Gruss Hartmut


Ob es Legenden bedurfte, um eine FF, die sich noch im Vorbereitungsstadium befand zu vertuschen weiss ich nicht. Vielleicht kann Rainman was dazu sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass solche Dinge in den Linieneinheiten auch ausgewertet wurden - und sei es zur Abschreckung.
...

Hallo Andy, hallo Jobnomade,

nein, kann ich nicht. Wir wurden in solchen Fällen auch nicht informiert. Es kam einfach nur ein Befehl, dass Soldat x umgehend aus der Grenzkompanie abgezogen wird und in den Stab zu begleiten ist. Dann hieß es Seesack packen, rein in die Pappe und ab ging es. Eine Auswertung habe ich bei keinem Fall abgezogener Soldaten erlebt. Das ergäbe auch letzten Endes nicht viel Sinn. Die Gründe für eine Fahnenflucht waren wohl immer sehr individuell. Und uns gegenüber wäre ein verdeckter Einsatz dekonspiriert worden. Nein, uns reichte sowieso der Befehl. Und wenn wir nachfragten, bekamen wir eh nur selten eine Antwort.

ciao Rainman


Edit: Ich denke mal, dass die meisten Abversetzungen aus der GK eher "vorbeugend" als mit dem konkreten Verdacht erfolgten. War ja bei mir nicht anders. Technisch hatte ich ja auch eine Fahnenflucht angedroht, aber nichts hätte mir ferner gelegen als das.

muss mal nachfragen,den Seesack gepackt, und ab ging es mit der Pappe,wohin?,
in eine andere Einheit,vielleicht sogar nach Schwedt?als Polit-Offizier hätte mich das wohl
interessiert,deine Arbeit bestannt doch darin,die Notwendigkeit der Grenze den Leuten
verständlich zu machen?sehe ich das falsch?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 15.04.2013 21:36 | nach oben springen

#27

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 15.04.2013 21:54
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #26
... muss mal nachfragen,den Seesack gepackt, und ab ging es mit der Pappe,wohin?,
in eine andere Einheit,vielleicht sogar nach Schwedt?als Polit-Offizier hätte mich das wohl
interessiert,deine Arbeit bestannt doch darin,die Notwendigkeit der Grenze den Leuten
verständlich zu machen?sehe ich das falsch?
Lutze

Hallo Lutze,

man muss unterscheiden zwischen einer Abversetzung und dem Antreten einer Strafe. Wenn jemand nach Schwedt ging, war er in der Regel schon eine Weile nicht mehr in der Kompanie. Die Untersuchung i.d.R. durch den Militärstaatsanwalt wurden mindestens im Regimentsstab geführt. Die Unterbringung erfolgte dann auch mal in der Stabskompanie, wobei ich das eigentlich nur ab Berufsunteroffizier erlebt habe. Die bekamen dann ein Einzelzimmer mit Bewachung. Aber das waren dann wirklich die Fälle, wo Straftaten oder schwere Delikte vorlagen und da wussten wir natürlich worum es ging.

Ich meinte hier die Abversetzung auf Befehl. Das musste keine Strafversetzung sein. Das konnte auch eine zeitweise Versetzung sein. Das lief so ab, dass wir einen Anruf aus dem Bataillonsstab bekamen: "Der Soldat Sowiso ist zu versetzen und ist mit kompletter B/A bis X Uhr durch einen Offizier oder den Hauptfeldwebel zum Bataillons- ggf. Regimentsstab zu bringen. Er hat sich dort zu melden bei XYZ." Wenn man dann nachfragte, bekam man entweder gesagt, dass dazu keine Informationen vorliegen. Es gab aber auch besondere Weisungen, zum Beispiel, dass der Soldat ab dem Zeitpunkt da er den Befehl zur Abversetzung erhalten hat unter ständiger Aufsicht zu bleiben hat. Vielleicht gab es auch mal den Hinweis, dass da irgendwas in seiner Familie ist oder so etwas, aber mehr auch nicht.

Bei aller Neugier hatten wir damals einen der wichtigsten Grundsätze militärischer Geheimhaltung zu respektieren: Jeder darf/soll nur soviel wissen, wie er zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben braucht. Das war uns seit der Ausbildung eingeimpft und das haben wir natürlich berücksichtigt. Wenn es keine Antworten gab, gab es auch kein weiteres Nachfragen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 08:22
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo miteinander,

so eine Abversetzung auf Befehl habe ich ja selbst erlebt - am Ende des 2.DHJ von Kaltenwestheim nach Vacha. Ohne Begründung.
Nur "Sachen packen, in einer Stunde werden Sie abgeholt".
Und die Kollegen vom MfS rätseln ja heute noch darüber herum:
Operative Maßnahme "Jobnomade"
Ich konnte mir das genau so wenig erklären und von meinen damaligen Vorgesetzten wusste sicher kaum jemad etwas darüber.
Ja, die damalige Informationspolitik war eben ein bisschen anders...

Gruss Hartmut


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zuletzt bearbeitet 16.04.2013 08:22 | nach oben springen

#29

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 09:01
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wie schnell ist man überhaupt in die Nähe so einer FF geraten?
Hat schon ein unbedachtes "Am liebsten würd ich abhauen" gereicht oder musste schon konkret ein Mitgenosse gefragt werden wie er die Sache sieht?
Das in Andys Fall die "Strafe" darin bestand das der "staubige" Soldat, so wurden bei uns etwas sonderbare Genossen genannt, Schreiber wurde, erstaunt mich etwas, denn den Posten zu ergattern war ja mehr eine Belobigung.


zuletzt bearbeitet 16.04.2013 09:07 | nach oben springen

#30

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 09:18
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Mich hat es auch ein wenig gewundert, dass der Verdächtige ausgerechnet Schreiber wurde - aus einem anderen Grund:
Der Schreiber - als Gehilfe des Hauptfeldwebel - hatte doch am ehesten Zugang zu allerlei interessanten und auch sensiblen Informationen, Personaldaten, Planungsunterlagen. Sollte diesem eine Fahnenflucht mit Absetzen in den Westen glücken, waren die Infos beim Gegner.
Ein Einsatz des Betreffenden in der Küche wäre aus meiner Sicht - innerhalb der Grenzkompanie - die einzige einigermassen "ungefährliche" Möglichkeit gewesen..
Aber, nun ja, wie hiess es: "Die Genossen werden sich schon 'was dabei gedacht haben"

Gruss Hartmut


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zuletzt bearbeitet 16.04.2013 09:20 | nach oben springen

#31

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 09:20
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #29
Wie schnell ist man überhaupt in die Nähe so einer FF geraten?
Hat schon ein unbedachtes "Am liebsten würd ich abhauen" gereicht oder musste schon konkret ein Mitgenosse gefragt werden wie er die Sache sieht?
Das in Andys Fall die "Strafe" darin bestand das der "staubige" Soldat, so wurden bei uns etwas sonderbare Genossen genannt, Schreiber wurde, erstaunt mich etwas, denn den Posten zu ergattern war ja mehr eine Belobigung.


Hallo Grenzwolf,

er musste in die KMS und damit gab es nicht viele Möglichkeiten. Als Fahrer, Schlosser oder Koch hätte er irgendetwas von diesen Qualifikationen mitbringen müssen. Blieb nur noch Ladewart und Schreiber. Und Ladewart war ja nun der Entspannungsurlaub schlechthin.

Ansonsten: Bei einer Bemerkung war man sofort draußen (Bei mir: Wenn das so weitergeht, frühstücke ich bald in Weimarschmieden). Einfach nur daher gesagt und man sah die Grenze für eine Weile oder überhaupt nicht mehr. Ich denke, bei den Verdachtsmomenten, von denen Andy hier spricht, ging es mehr um Anzeichen (merkwürdige Fragen, wenig Kontakt in der Einheit oder nach draußen, Verhaltensauffälligkeiten im Grenzdienst), aus denen man den Verdacht ableitete, da könne etwas sein.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#32

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 09:21
von Mike59 | 7.972 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #27
Zitat von Lutze im Beitrag #26
... muss mal nachfragen,den Seesack gepackt, und ab ging es mit der Pappe,wohin?,
in eine andere Einheit,vielleicht sogar nach Schwedt?als Polit-Offizier hätte mich das wohl
interessiert,deine Arbeit bestannt doch darin,die Notwendigkeit der Grenze den Leuten
verständlich zu machen?sehe ich das falsch?
Lutze

Hallo Lutze,

man muss unterscheiden zwischen einer Abversetzung und dem Antreten einer Strafe. Wenn jemand nach Schwedt ging, war er in der Regel schon eine Weile nicht mehr in der Kompanie. Die Untersuchung i.d.R. durch den Militärstaatsanwalt wurden mindestens im Regimentsstab geführt. Die Unterbringung erfolgte dann auch mal in der Stabskompanie, wobei ich das eigentlich nur ab Berufsunteroffizier erlebt habe. Die bekamen dann ein Einzelzimmer mit Bewachung. Aber das waren dann wirklich die Fälle, wo Straftaten oder schwere Delikte vorlagen und da wussten wir natürlich worum es ging.

Ich meinte hier die Abversetzung auf Befehl. Das musste keine Strafversetzung sein. Das konnte auch eine zeitweise Versetzung sein. Das lief so ab, dass wir einen Anruf aus dem Bataillonsstab bekamen: "Der Soldat Sowiso ist zu versetzen und ist mit kompletter B/A bis X Uhr durch einen Offizier oder den Hauptfeldwebel zum Bataillons- ggf. Regimentsstab zu bringen. Er hat sich dort zu melden bei XYZ." Wenn man dann nachfragte, bekam man entweder gesagt, dass dazu keine Informationen vorliegen. Es gab aber auch besondere Weisungen, zum Beispiel, dass der Soldat ab dem Zeitpunkt da er den Befehl zur Abversetzung erhalten hat unter ständiger Aufsicht zu bleiben hat. Vielleicht gab es auch mal den Hinweis, dass da irgendwas in seiner Familie ist oder so etwas, aber mehr auch nicht.

Bei aller Neugier hatten wir damals einen der wichtigsten Grundsätze militärischer Geheimhaltung zu respektieren: Jeder darf/soll nur soviel wissen, wie er zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben braucht. Das war uns seit der Ausbildung eingeimpft und das haben wir natürlich berücksichtigt. Wenn es keine Antworten gab, gab es auch kein weiteres Nachfragen.

ciao Rainman


Es bestand auch die Möglichkeit einer Abversetzung aus der Linie in die Stabskompanie des GR. Verbunden mit einem "Kasernenarest" von mehreren Wochen bis Monaten (wie bei mir). Nachdem man dann wieder in der Spur lief durfte man sich bewehren.


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#33

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 09:22
von Udo | 1.267 Beiträge

Naja, ob das immer ein Belobigungsposten war? Der Hauptfeld steht ständig neben dir, jeder Sackstand ist Dein Mittelpunkt, selten mal wirklich frische Luft und im Gras liegen, ständiges Schreibmaschine quälen. Ein Druckposten war es allemal, aber Belobigung??? Da war ich doch lieber draußen.


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#34

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 09:59
von hardi24a | 331 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #30
Mich hat es auch ein wenig gewundert, dass der Verdächtige ausgerechnet Schreiber wurde - aus einem anderen Grund:
Der Schreiber - als Gehilfe des Hauptfeldwebel - hatte doch am ehesten Zugang zu allerlei interessanten und auch sensiblen Informationen, Personaldaten, Planungsunterlagen. Sollte diesem eine Fahnenflucht mit Absetzen in den Westen glücken, waren die Infos beim Gegner.
Ein Einsatz des Betreffenden in der Küche wäre aus meiner Sicht - innerhalb der Grenzkompanie - die einzige einigermassen "ungefährliche" Möglichkeit gewesen..
Aber, nun ja, wie hiess es: "Die Genossen werden sich schon 'was dabei gedacht haben"

Gruss Hartmut



Mhhh, ja, als Schreiber mußt Du erstmal zum Grenzdienst eingeteilt werden um dann o.g. "brisante Zeug" an den "Mann" zu bringen !!!


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#35

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 10:01
von Gert | 12.355 Beiträge

ja sie( das MfS) hatten wenig oder gar kein Vertrauen in uns Grenzsoldaten. Meine Dienstzeit ist ja nun schon fast 50 Jahre her ( eingerückt 2.Mai 1963) aber eine Erinnerung hat sich bei mir gut festgesetzt. Da hatten wir einen jungen Leutnant, der kam ab und zu zu uns auf die Stube. Der hatte so eine übertrieben Freundlichkeit an sich, dass er schon wieder verdächtig wirkte. Einmal kam er rein und wir hatten "Feindsender" auf dem Radio. Einer versuchte noch schnell umzuschalten, aber er sagte "lassen sie doch ist doch schöne Musik". Er versuchte wohl auf diese plumpe Art unser Vertrauen zu gewinnen. Wir waren jedoch vorsichtig Die Bezeichnung 2000-er kannten wir damals noch nicht für diese Offiziere. Es war eben ein Parteiarmee und die SED hatte wohl auch nur zu dieser 100 %ig Vertrauen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#36

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 10:09
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #35
ja sie( das MfS) hatten wenig oder gar kein Vertrauen in uns Grenzsoldaten. Meine Dienstzeit ist ja nun schon fast 50 Jahre her ( eingerückt 2.Mai 1963) aber eine Erinnerung hat sich bei mir gut festgesetzt. Da hatten wir einen jungen Leutnant, der kam ab und zu zu uns auf die Stube. Der hatte so eine übertrieben Freundlichkeit an sich, dass er schon wieder verdächtig wirkte. Einmal kam er rein und wir hatten "Feindsender" auf dem Radio. Einer versuchte noch schnell umzuschalten, aber er sagte "lassen sie doch ist doch schöne Musik". Er versuchte wohl auf diese plumpe Art unser Vertrauen zu gewinnen. Wir waren jedoch vorsichtig Die Bezeichnung 2000-er kannten wir damals noch nicht für diese Offiziere. Es war eben ein Parteiarmee und die SED hatte wohl auch nur zu dieser 100 %ig Vertrauen.



Nein, Gert,

es gab kein Vertrauen. Schon gar kein 100%-iges. Vertrauen gab es auf der menschlichen Ebene. Aber auf Ebene der Partei konnte jeder in die Schusslinie geraten. Interessanterweise hat man sich das dann aber selbst oft angekreidet: Mangelndes Klassenbewusstsein, fehlende Wachsamkeit waren da durchaus auch Selbstvorwürfe. Dahinter stand ein einfacher Grundsatz: Mögen einzelne Parteifunktionäre in Einzelfragen irren, die Partei in ihrer Gesamtheit hat recht. Tja, jeder Glaubensgrundsatz klingt, seiner Grundlage beraubt, etwas komisch.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 10:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von hardi24a im Beitrag #34
Zitat von Jobnomade im Beitrag #30
Mich hat es auch ein wenig gewundert, dass der Verdächtige ausgerechnet Schreiber wurde - aus einem anderen Grund:
Der Schreiber - als Gehilfe des Hauptfeldwebel - hatte doch am ehesten Zugang zu allerlei interessanten und auch sensiblen Informationen, Personaldaten, Planungsunterlagen. Sollte diesem eine Fahnenflucht mit Absetzen in den Westen glücken, waren die Infos beim Gegner.
Ein Einsatz des Betreffenden in der Küche wäre aus meiner Sicht - innerhalb der Grenzkompanie - die einzige einigermassen "ungefährliche" Möglichkeit gewesen..
Aber, nun ja, wie hiess es: "Die Genossen werden sich schon 'was dabei gedacht haben"

Gruss Hartmut



Mhhh, ja, als Schreiber mußt Du erstmal zum Grenzdienst eingeteilt werden um dann o.g. "brisante Zeug" an den "Mann" zu bringen !!!



...oder unbemerkt das Kompaniegelände verlassen, welches ja nicht weit von der Grenze entfernt ist. Und wenn der Schreiber vorher auch noch Grenzer war, hat er auch noch ein wenig Ortskenntnis im Grenzabschnitt.
Alles in allem - eine riskante Sache.

Gruss Hartmut


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#38

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 10:31
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #35
ja sie( das MfS) hatten wenig oder gar kein Vertrauen in uns Grenzsoldaten. Meine Dienstzeit ist ja nun schon fast 50 Jahre her ( eingerückt 2.Mai 1963) aber eine Erinnerung hat sich bei mir gut festgesetzt. Da hatten wir einen jungen Leutnant, der kam ab und zu zu uns auf die Stube. Der hatte so eine übertrieben Freundlichkeit an sich, dass er schon wieder verdächtig wirkte. Einmal kam er rein und wir hatten "Feindsender" auf dem Radio. Einer versuchte noch schnell umzuschalten, aber er sagte "lassen sie doch ist doch schöne Musik". Er versuchte wohl auf diese plumpe Art unser Vertrauen zu gewinnen. Wir waren jedoch vorsichtig Die Bezeichnung 2000-er kannten wir damals noch nicht für diese Offiziere. Es war eben ein Parteiarmee und die SED hatte wohl auch nur zu dieser 100 %ig Vertrauen.



Nein, Gert,

es gab kein Vertrauen. Schon gar kein 100%-iges. Vertrauen gab es auf der menschlichen Ebene. Aber auf Ebene der Partei konnte jeder in die Schusslinie geraten. Interessanterweise hat man sich das dann aber selbst oft angekreidet: Mangelndes Klassenbewusstsein, fehlende Wachsamkeit waren da durchaus auch Selbstvorwürfe. Dahinter stand ein einfacher Grundsatz: Mögen einzelne Parteifunktionäre in Einzelfragen irren, die Partei in ihrer Gesamtheit hat recht. Tja, jeder Glaubensgrundsatz klingt, seiner Grundlage beraubt, etwas komisch.

ciao Rainman


Hallo rainman, wenn ich das so lese, bin ich heilfroh dass ich den Werbeversuchen der NVA im Mai 1963 nicht nachgegeben habe. Sie bearbeiteten mich in Rostock-Markgrafenheide am Tage der Einberufung 2 Stunden lang, die Offizierslaufbahn bei der Marine zu machen. Prinzipiell fand ich das damals schon interessant, d.h. auf dem Schiff zu dienen entweder in nautischer oder technischer Laufbahn. Zum Glück haben diese Werbeoffiziere auch den politischen Aspekt deutlich hervorgehoben, den eine Offizierskarriere bei der NVA beinhaltete. Da bekam ich aber Zweifel, weil ich innerlich schon eine Menge Zweifel an diesem Staat hatte.(Der Mauerbau 2 Jahre zuvor hatte mein Bild der DDR restlos ins Negative abdriften lassen) An dieser Stelle habe ich den Werbern durch die Blume zu verstehen gegeben, dass wir nicht auf der gleichen Frequenz funken.Da war das Gespräch zu meiner Erleichterung beendet.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#39

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 12:35
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Ich sage mal so.FF war doch für den Grenzer kein Problem.Auch als Einzelperson nicht.Mal als Beispiel angefügt:Wenn ich als Objektwache eingeteilt war.Und die Kompanie fuhr raus zum Grenzdienst.Dann wusste man vorher schon-in etwa,wer mit wem raus ging und auf welchen Postenplatz.Und wenn man dann zu Nachtzeit als Objektwache für 2 Std aufzog.Dann hatte man genügend Zeit,für eine Flucht.


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#40

RE: wenig Vertrauen?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2013 12:42
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #29
Wie schnell ist man überhaupt in die Nähe so einer FF geraten?
Hat schon ein unbedachtes "Am liebsten würd ich abhauen" gereicht oder musste schon konkret ein Mitgenosse gefragt werden wie er die Sache sieht?
Das in Andys Fall die "Strafe" darin bestand das der "staubige" Soldat, so wurden bei uns etwas sonderbare Genossen genannt, Schreiber wurde, erstaunt mich etwas, denn den Posten zu ergattern war ja mehr eine Belobigung.




Ja, Fragen über Fragen und es wird ein stochern im Nebel bleiben. Aus heutiger Sicht meine ich, dass das Zeitfenster zum Handeln sicher sehr klein war. Bei mir waren es gerade 3 Tage von der Erstinfo bis zum ausrücken. Wahrscheinlich blieb den Jungs von der 2000 auch nicht viel mehr Zeit zum handeln und letztendlich sollte der "Deliquent" ja auch nichts von mgl. Verdachtsmomenten merken - dann im Zweifel eher die Belobigung als die Strafversetzung.

Nichts genaues weiss man halt nicht. Ich wusste damals lediglich, dass es um den Schreiber (seinen Namen kannte ich nicht) und die mgl. Vorbereitung einer bewaffneten FF geht.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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