#281

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 06.05.2013 15:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Liebe Barbara,

es kommt darauf an, wie man Buben definiert. Ich bin der Meinung, dass die Ditschenenden in unserer Gesellschaft sehr gewieft sind beim Steineschnellen und eine große Fangemeinde haben.

Unsere Buben hier im Forum sind schon Klasse Typen mit denen man sich gut messen kann Und manchmal hüpfen unsere Steine öfter als die der Buben.

LG von der grenzgaengerin

Ach so, der Wirtschaftsflüchtling. Liegt mir iregendwie im Blut das flüchten Seit 1992 habe ich fast ausschließlich im alten Westberlin oder den alten Bundesländern gearbeitet. Ich war trotz Kinder mobil und flexibel. Aber Stempel der Gesellschaft haben mir noch nie viel ausgemacht. Von asozial bis Rabenmutter, diese Vorurteile die mir, egal ob in der DDR oder später in Gesamtdeutschland, entgegengebracht wurden, haben mich stark gemacht. Da kann ich über den Begriff Wirtschaftsflüchtling nur milde lächeln.

Gegenfrage. Sind die, die sich weigern ausbeuten zu lassen auch Wirtschaftsflüchtlinge ?


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#282

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 14.05.2013 17:44
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #279


.... Was ist mit dem Begriff "Wirtschaftsflüchtlinge", sind das die in ein "Steuerparadies" gehen oder sind das Menschen aus der dritten Welt oder gar DDR Bürger die aus wirtschaftlichen Gründen über die Grenze sind, für jeden hat das gleiche Wort einen anderen Maßstab. Diese Worte können nur im Zusammenhang mit der Situation bewertet werden und dann sind sie wieder abhängig vom Denkmuster des Bewerters.





Ich möchte gerne hier die Diskussion wieder aufgreifen.

ich hatte den Begriff "Wirtschschaftsflüchtling" in die Diskussion "Sackgassen-Sprache" eingebracht weil ich neulich eine äußerst hitzige Auseinandersetzung im größeren Kreis hatte: es ging um EU, Migration, Asyl.....

Mir fiel plötzlich auf, wie abwertend der Begriff "Wirtschaftsflüchling" gebraucht wurde. Wie sehr Menschen, in diesem Fall ging es um Afrikaner, reduziert werden und wie unglaublich zynisch das ist:
in dem Sinne ist z.B. ein Wirtschaftsflüchtling jemand, der in seinem Heimatland nicht unmittelbar vom Hungertod bedroht und der Gefahr unmittelbarer politischer Verfolgung ausgesetzt ist.
Ich habe einen ziemlich muti-kulturellen Bekanntenkreis und schon viele Geschichten von Menschen gehört, die bei uns nach einer Perspektive suchen, die sie zuhause niemals bekommen können, obwohl sie dort nicht verhungern und unmittelbar vom Tode bedroht sind. Einer meine Freunde ist mit einem falschen Pass erwischt worden und sagte: ich wollte einfach nur arbeiten können! Was er auch getan hat: 12 Std.-Schichten - die Lackiererei in einem großen Autokonzern reinigen, eine Arbeit für die sich kein Personal fand, 6 Tage die Woche im Schichtdienst, ca. 7 EUR. - Das Gericht hat seine ehrliche Absicht anerkannt und milde geurteilt, heute ist er überzeugter (Pass-)Deutscher, und zwar ein sehr fleißiger - Steuerzahler.
Andere erzähten von "Rechtssicherheit", die sie noch nie erlebt haben, Original-Zitat "Wenn die deutsche Polizei dich verhaftet, dann hast du wirklich was verbrochen!" Der Betreffende kommt aus einem Land, wo du z.T. das Überqueren einer Straße dem anwesenden Verkehrspolizist bezahen musst, weil dieser sonst seine Kinder nicht ernähren kann... Das Land ist kein Hungerland!
Tja, so sehen u.a. andere Menschen von außen auf unseren Staat, auf den hier so viel geschimpft wird....

Was ich sagen will: "Wirtschaftsflüchtling" greift nicht im geringsten, wenn es um eine menschliche Perspektive geht, eine Perspektive, die jeder von uns haben wollte, würde er in einem sog. 3-Welt-Land leben.
Die Diskussion ging dann weiter über diese Milliarden-schwere Projekt der Sicherung der europäischen Außengrenzen.


anderer Aspekt:
DDR-Bürger hatte oben auch erwähnt, dass z.T. auch DDR-Flüchtlinge als "Wirtschaftsflüchtlinge" bezeichnet wurden, ich habe diese Bezeichnung auch in dem ein oder anderen Thread gelesen. Ich habe aber bei den Fluchtgeschichten, die hier erzählt wurden, nicht ein einziges Mal als Grund gelesen, dass derjenige z.B. "ein schickes Auto" haben wollte und deshalb eine im Zweifel tödliche Grenze überquerte. Die Gründe waren vielmehr, dass der persönliche Lebensweg dermaßen eingeschränkt wurde, dass man keine andere Möglichkeit mehr für sich sah....



Was meint ihr?


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#283

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 14.05.2013 17:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Liebe Barbara,

ich habe schon verstanden, worauf es hinauf lief, doch ist der Begriff "Wirtschaftsflüchtling" in meinen Augen kein Sackgassen - Begriff, im Sinne von unterschiedlicher Deutung in Ost und West.

Der ist so was von eindeutig, das es gut in ein Thema passt: Wieviel Zuwanderung BRAUCHT Deutschland. Auch im Zusammenhang mit der hohen Jugendarbeitslosigkigkeit im Süden der EU.

Nicht falsch verstehen.

LG von der grenzgaengerin


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#284

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 14.05.2013 18:13
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #283
Liebe Barbara,

ich habe schon verstanden, worauf es hinauf lief, doch ist der Begriff "Wirtschaftsflüchtling" in meinen Augen kein Sackgassen - Begriff, im Sinne von unterschiedlicher Deutung in Ost und West.

Der ist so was von eindeutig, das es gut in ein Thema passt: Wieviel Zuwanderung BRAUCHT Deutschland. Auch im Zusammenhang mit der hohen Jugendarbeitslosigkigkeit im Süden der EU.

Nicht falsch verstehen.

LG von der grenzgaengerin




Liebe Grenzgängerin,

mein ganzer Themenvorschlag ist eigentlich gar nicht ausschließlich auf Ost-West reduziert gemeint gewesen.

Ich verstehe, dass man diesen Begriff in gewisser Weise für die Gründe von Arbeitsmigrationen innerhalb D's oder EU's verwenden kann.

ich habe einfach ein Problem damit, dass er auch wieder so schnell für alles Mögliche gebraucht werden kann und damit wird die einseitige Abqualifizierung von Menschen und ihren Schicksalen befördert. Das wollte ich damit sagen.....


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#285

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 14.05.2013 21:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #265


......

Das bringt mich zu deiner Apfel-Ernte-Geschichte (ich mag deine Geschichten sehr, das weißt du!):
weißt du wer sich in deinem Beispiel gar nicht "kommunistisch" verhalten hat? Die Lehrerin! Eine ganz schlechte Pädagogin!

Ein Kind, dass sich soviel Mühe gibt, muss "belohnt" werden! Nicht um Konkurrenz zu fördern oder den Egoismus, sondern weil ein Kind Anerkennung braucht! Für sein Selbstgefühl. Zumal es durch seine Arbeitsleistung doch auch Vorbild ist. Also eine gute Pädagogin hätte das geschafft, dass Hackel erstens sein Schlauchboot bekommt und hätte es so vermitteln können, dass die anderen nicht neidisch darauf sind, sondern es ihnen Ansporn ist. Und eine gemeinsame Überlegung wegen eines Beitrags zur Klassenkasse hätte das gar nicht ausgeschlossen. - So aber ist der Eindruck entstanden, dass es dieser Lehrerin darum ging selbst eine guten "kommunistischen" Eindruck zu machen. Kommunismus hat sie sebst aber nicht befördert. Denn Hackel war demotiviert und die anderen wurden letztlich für ihren geringen Einsatz "belohnt".
(Alle Eltern wissen wovon ich spreche.)

Hier möchte ich meine Idee zum Kommunismus ein bisschen weiter spinnen:
ist das, was der Kommunismus zum Ziel hat - den "guten" und "gerechten" Menschen - nicht eigentlich die Voraussetzung für die Ziel-Erreichung?
Mein Bild vom Menschen: es liegt die Möglichkeit "des Guten" und "des Bösen" in jedem von uns drin. Kinder beginnen erst im Alter von 4-5 Jahren ein "moralisches Gefühl" zu entwickeln, vorher sind sie im Stadium des "hau-drauf und mach kaputt". "Wir" als Pädagogen geben ihnen darum Regeln und leben diese bestenfalls auch vor!

Dennoch ist nachgewiesen, dass bereits Babys auf der Ebene der Spiegelneuronen "emphatisch" reagieren: sie weinen, wenn das andere weint!

Das bedeutet, das "Gute" und das "Mitgefühl" sind in jedem bereits vorhanden, die Herausforderung ist, dass dieses entwickelt wird und gestärkt wird - damit es den Kampf gegen das "Böse" (Destruktive) gewinnen kann. Das ist aber eine Gegenwarts-Aufgabe. Kann man das durch "System" erreichen?

Die Grundvoraussetzung für die "gute" Entwicklung des Menschen ist, ihm individuell das Gefühl zu geben "gut" (gewollt, akzeptiert, wahrgenommen) zu sein und ihm damit eine Chance zu geben,eine Balance zu finden zwischen einem gesunden Egoismus und dem mitfühlenden Denken und Handeln.
Ich möchte damit nicht warten müssen, "bis irgendwann mal Kommunismus ist"!
Wir leben jetzt!


Siehst Du Barbara, wenn es schon zu einer solch banalen Geschichte wie auf der Apfelplantage so viel Interpretationsspielraum gibt, wie soll man dann von der führenden Partei erwarten, daß sie die Ideallinie fährt bei den viel komplexeren Vorgängen auf der kommunistischen Großbaustelle DDR, die ähnlich aus dem Ruder gelaufen ist wie der Stuttgarter Hauptbahnhof.
Die Parole "Jeder jeden Tag mit guter Bilanz", "Mein Arbeitsplatz- mein Kampfplatz für den Frieden" oder "Jeder liefert jedem Qualität" ( weitere http://www.ddr-losungen.de/html/datenbank.php?beginwith=J ) heißt wohl soviel, daß jeder in seinem Bereich das Optimale rausholen möge und die Lehrerin hätte sich besser um den Mathestoff kümmern sollen, allerdings war sie auch gleichzeitig Klassenlehrerin, wobei die Geschichte ja in meinem Sinne ausgegangen war (...nur weil Du nicht im Konjunktiv geschrieben hattest), das Geld kam schließlich nicht in die Klassenkasse und das Schlauchboot wurde gekauft.
Deine Grundidee, daß der Kommunismus funktionieren könnte, wenn er uns in die Wiege gelegt werden würde und er uns später von Eltern, Verwandten; Mitschülern, Arbeitskollegen und Nachbarn vorgelebt werden würde finde ich sehr sympatisch.
Ich hatte aber schon anderswo angedeutet, daß ein solcher Neustart ohne vorausgegangene Katastrophe nicht zu haben sein wird.



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#286

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 14.05.2013 21:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #274
Ich möchte gerne den Begriff

"Wirtschaftsflüchtling"

in die Diskussionsrunde werfen.

Was verstehen wir eigentlich darunter?




Nun nachdem sich Jobnomade Hartmut schon geäußert hat, möchte ich noch anmerken, daß der Treibstoff für die Flucht nicht immer das Geld ist.
Zum Wirtschaftsflüchtling wurde ich 2005 erst als mir die Staatsbahn anbot, ab sofort in die Zeitarbeit mit 85 % des bisherigen Lohnes zu wechseln, sofern ich meinen beruflichen Status als DB- Mitarbeiter bewahren möchte.
Meine Auslastung im Zugfahrdienst (km- Leistung damals x 5 = heutige km- Leistung bei der Privatbahn) und meine finanzielle Freiheit (Mieteinnahmen + Kapitalerträge = Nettolohn DB) lassen auf den ersten Blick einen solchen Wechsel zur Privatbahn gar nicht plausibel erscheinen aber allein dieser Angriff eines Bahnvorstands, der sich innerhalb von fünf Jahren die Gehälter versechsfacht, reichte für diese Entscheidung aus und ich habe sie trotz aller Widrigkeiten niemals bereut, wie ich schon häufig hier geschrieben hatte.
Hätte es einen solch kriminellen Vorstand mit dem dazugehörigen politischen Rückenwind einer kriminellen Schröder- SPD nicht gegeben, würde ich für dieses Geld heute arbeiten, ohne gegen den Bahnvorstand (Chef= 500.000 Euro/ Jahr...alles o.k.) zu hetzen, was ich übrigens außerhalb der Internetanonymität auch tue.
Ich weiß, was andere im Osten verdienen, daß der Friseur nur 6,35 kostet und man für 5-6 Euro in der Gaststätte Mittagessen bekommt, es gäbe keinen Grund für irgendwelchen Frust meinerseits aber das Gefühl ausgebeutet zu werden, macht einen auch 23 Jahre nach der Wende noch zum Klassenkämpfer und Linkswähler.
Die da oben unterschätzen die Sensibilität ihres Volkes im Zusammenhang mit der ethischen Verdreckung dieses Wirtschaftssystems und die Filter dieses Schmutzes können nur von der richtigen Partei am Wahltag gereinigt werden, die anderen wollen entweder nur an der Anlage basteln, damit die Maschine scheinbar noch weiter läuft, oder ihn ganz rausbauen mit der Konsequenz, daß sich die Maschine irgendwann komplett festrammelt.
Das sind die Botschaften aus den Talkshows (siehe hier...es gibt -zig weitere...http://www.ardmediathek.de/das-erste/har...mentId=14579660 ), das sind die Flickschuster, die ihr Volk für dumm verkaufen mit ihren jeweiligen Repräsentanten des Wirtschaftslebens.
Wirtschaftsflüchtlinge werden immer besser getarnt mit einer atemberaubenden Kreativität, daß einem fast die Spucke wegbleibt, ich selbst wußte das schon lange vor dieser Sendung, das ist unser Alltag mit dem ich auf Schritt und Tritt konfrontiert werde.



zuletzt bearbeitet 14.05.2013 22:18 | nach oben springen

#287

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 16.05.2013 12:36
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #286
Zitat von Barbara im Beitrag #274
Ich möchte gerne den Begriff

"Wirtschaftsflüchtling"

in die Diskussionsrunde werfen.

Was verstehen wir eigentlich darunter?




Nun nachdem sich Jobnomade Hartmut schon geäußert hat, möchte ich noch anmerken, daß der Treibstoff für die Flucht nicht immer das Geld ist.
Zum Wirtschaftsflüchtling wurde ich 2005 erst als mir die Staatsbahn anbot, ab sofort in die Zeitarbeit mit 85 % des bisherigen Lohnes zu wechseln, sofern ich meinen beruflichen Status als DB- Mitarbeiter bewahren möchte.
Meine Auslastung im Zugfahrdienst (km- Leistung damals x 5 = heutige km- Leistung bei der Privatbahn) und meine finanzielle Freiheit (Mieteinnahmen + Kapitalerträge = Nettolohn DB) lassen auf den ersten Blick einen solchen Wechsel zur Privatbahn gar nicht plausibel erscheinen aber allein dieser Angriff eines Bahnvorstands, der sich innerhalb von fünf Jahren die Gehälter versechsfacht, reichte für diese Entscheidung aus und ich habe sie trotz aller Widrigkeiten niemals bereut, wie ich schon häufig hier geschrieben hatte.
Hätte es einen solch kriminellen Vorstand mit dem dazugehörigen politischen Rückenwind einer kriminellen Schröder- SPD nicht gegeben, würde ich für dieses Geld heute arbeiten, ohne gegen den Bahnvorstand (Chef= 500.000 Euro/ Jahr...alles o.k.) zu hetzen, was ich übrigens außerhalb der Internetanonymität auch tue.
Ich weiß, was andere im Osten verdienen, daß der Friseur nur 6,35 kostet und man für 5-6 Euro in der Gaststätte Mittagessen bekommt, es gäbe keinen Grund für irgendwelchen Frust meinerseits aber das Gefühl ausgebeutet zu werden, macht einen auch 23 Jahre nach der Wende noch zum Klassenkämpfer und Linkswähler.
Die da oben unterschätzen die Sensibilität ihres Volkes im Zusammenhang mit der ethischen Verdreckung dieses Wirtschaftssystems und die Filter dieses Schmutzes können nur von der richtigen Partei am Wahltag gereinigt werden, die anderen wollen entweder nur an der Anlage basteln, damit die Maschine scheinbar noch weiter läuft, oder ihn ganz rausbauen mit der Konsequenz, daß sich die Maschine irgendwann komplett festrammelt.
Das sind die Botschaften aus den Talkshows (siehe hier...es gibt -zig weitere...http://www.ardmediathek.de/das-erste/har...mentId=14579660 ), das sind die Flickschuster, die ihr Volk für dumm verkaufen mit ihren jeweiligen Repräsentanten des Wirtschaftslebens.
Wirtschaftsflüchtlinge werden immer besser getarnt mit einer atemberaubenden Kreativität, daß einem fast die Spucke wegbleibt, ich selbst wußte das schon lange vor dieser Sendung, das ist unser Alltag mit dem ich auf Schritt und Tritt konfrontiert werde.





Lieber Hackel, schön wieder von dir zu lesen!
Ich hatte die "Hart aber Fair"-Sendung auch gesehen und teile deine Meinung, dass wir es zum Teil mit einem unglaublichen Zynismus und auch mit erschreckend großer Dummheit zu tun haben.

Jedoch "ethische Verdreckung" (auch das teile ich, würde es vielleicht anders ausdrücken) ist nicht allein auf Politiker und Wirtschaftsentscheider zu reduzieren.
Das ist ein Phänomen, dass grundsätzliche im "Menschlichen" existiert, Ethik ist nicht einfach "da", sie muss immer und immer wieder auf's Neue errungen werden, von jedem Einzelnen und auch da, wo uns keiner zuguckt, sondern wo man ganz allein ist mit seinen Wertvorstellungen, wo keiner klatscht, wo man nur "den eigene Spiegel" hat.
Du glaubst doch bestimmt auch nicht, dass es Menschen gibt die "nur" gut sind oder?
Um wieviel anspruchsvoller ist es, solches Denken auf poltische Systeme zu übertragen, das "Gute" (Richtige) nicht nur denken sondern auch tun, auch wenn keiner hinguckt....

In vielerlei Hinsicht bin ich "klassenkämpferisch" aber ganz bei dir...


zuletzt bearbeitet 16.05.2013 12:46 | nach oben springen

#288

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 16.05.2013 12:44
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #282
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #279


.... Was ist mit dem Begriff "Wirtschaftsflüchtlinge", sind das die in ein "Steuerparadies" gehen oder sind das Menschen aus der dritten Welt oder gar DDR Bürger die aus wirtschaftlichen Gründen über die Grenze sind, für jeden hat das gleiche Wort einen anderen Maßstab. Diese Worte können nur im Zusammenhang mit der Situation bewertet werden und dann sind sie wieder abhängig vom Denkmuster des Bewerters.





Ich möchte gerne hier die Diskussion wieder aufgreifen.

ich hatte den Begriff "Wirtschschaftsflüchtling" in die Diskussion "Sackgassen-Sprache" eingebracht weil ich neulich eine äußerst hitzige Auseinandersetzung im größeren Kreis hatte: es ging um EU, Migration, Asyl.....

Mir fiel plötzlich auf, wie abwertend der Begriff "Wirtschaftsflüchling" gebraucht wurde. Wie sehr Menschen, in diesem Fall ging es um Afrikaner, reduziert werden und wie unglaublich zynisch das ist:
in dem Sinne ist z.B. ein Wirtschaftsflüchtling jemand, der in seinem Heimatland nicht unmittelbar vom Hungertod bedroht und der Gefahr unmittelbarer politischer Verfolgung ausgesetzt ist.
Ich habe einen ziemlich muti-kulturellen Bekanntenkreis und schon viele Geschichten von Menschen gehört, die bei uns nach einer Perspektive suchen, die sie zuhause niemals bekommen können, obwohl sie dort nicht verhungern und unmittelbar vom Tode bedroht sind. Einer meine Freunde ist mit einem falschen Pass erwischt worden und sagte: ich wollte einfach nur arbeiten können! Was er auch getan hat: 12 Std.-Schichten - die Lackiererei in einem großen Autokonzern reinigen, eine Arbeit für die sich kein Personal fand, 6 Tage die Woche im Schichtdienst, ca. 7 EUR. - Das Gericht hat seine ehrliche Absicht anerkannt und milde geurteilt, heute ist er überzeugter (Pass-)Deutscher, und zwar ein sehr fleißiger - Steuerzahler.
Andere erzähten von "Rechtssicherheit", die sie noch nie erlebt haben, Original-Zitat "Wenn die deutsche Polizei dich verhaftet, dann hast du wirklich was verbrochen!" Der Betreffende kommt aus einem Land, wo du z.T. das Überqueren einer Straße dem anwesenden Verkehrspolizist bezahen musst, weil dieser sonst seine Kinder nicht ernähren kann... Das Land ist kein Hungerland!
Tja, so sehen u.a. andere Menschen von außen auf unseren Staat, auf den hier so viel geschimpft wird....

Was ich sagen will: "Wirtschaftsflüchtling" greift nicht im geringsten, wenn es um eine menschliche Perspektive geht, eine Perspektive, die jeder von uns haben wollte, würde er in einem sog. 3-Welt-Land leben.
Die Diskussion ging dann weiter über diese Milliarden-schwere Projekt der Sicherung der europäischen Außengrenzen.


anderer Aspekt:
DDR-Bürger hatte oben auch erwähnt, dass z.T. auch DDR-Flüchtlinge als "Wirtschaftsflüchtlinge" bezeichnet wurden, ich habe diese Bezeichnung auch in dem ein oder anderen Thread gelesen. Ich habe aber bei den Fluchtgeschichten, die hier erzählt wurden, nicht ein einziges Mal als Grund gelesen, dass derjenige z.B. "ein schickes Auto" haben wollte und deshalb eine im Zweifel tödliche Grenze überquerte. Die Gründe waren vielmehr, dass der persönliche Lebensweg dermaßen eingeschränkt wurde, dass man keine andere Möglichkeit mehr für sich sah....



Was meint ihr?














Ach ja Hackel, was meinst du eigentlich zu dem von mir oben beschriebenen Aspekt von "Wirtschaftsflüchtling"?

Dass z.B. das "fette Europa" - also WIR, und "fett" ist es nun mal im Vergleich zu der wirtschaftlichen Situation von Menschen (nicht Staaten!!!) weltweit - diese Menschen als bloße Konsumenten abqualifiziert? Und deshalb mit massenhaft Geld diese auszusperren (was m.E. niemals gelingen wird). Diese sozialen Konflikte stehen uns noch bevor, bzw. unseren Kindern....


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#289

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 02.06.2013 22:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #288
Zitat von Barbara im Beitrag #282
[blau][quote=ddr-bürger|p251392]

.... Was ist mit dem Begriff "Wirtschaftsflüchtlinge", sind das die in ein "Steuerparadies" gehen oder sind das Menschen aus der dritten Welt oder gar DDR Bürger die aus wirtschaftlichen Gründen über die Grenze sind, für jeden hat das gleiche Wort einen anderen Maßstab. Diese Worte können nur im Zusammenhang mit der Situation bewertet werden und dann sind sie wieder abhängig vom Denkmuster des Bewerters.

[/blau


Ach ja Hackel, was meinst du eigentlich zu dem von mir oben beschriebenen Aspekt von "Wirtschaftsflüchtling"?

Dass z.B. das "fette Europa" - also WIR, und "fett" ist es nun mal im Vergleich zu der wirtschaftlichen Situation von Menschen (nicht Staaten!!!) weltweit - diese Menschen als bloße Konsumenten abqualifiziert? Und deshalb mit massenhaft Geld diese auszusperren (was m.E. niemals gelingen wird). Diese sozialen Konflikte stehen uns noch bevor, bzw. unseren Kindern....







Mit Sicherheit sind Wirtschaftsflüchtlingsströme keine Einbahnstraße, wie man in dieser kleinen Parodie (ab 1:14:00) http://www.youtube.com/watch?v=WZvawAEHLLk , vernehmen kann.
Einerseits das Investivkapital "bei Laune" zu halten und andererseits die Einwanderung junger Arbeitskräfte wohldosiert zu fördern ist angesichts unserer demografischen Situation eine enorme Herausforderung für die Zukunft.
Mit persönlich sind die belebten Straßen westdeutscher Großstädte mit hohem Ausländeranteil allemal lieber als einstmals gleichgroße ostdeutsche Städte mit ihren entvölkerten Straßenzügen, aufgegebenen Geschäften und Geisterbahnhöfen.
Von den ca. zehn Hotels, die ich auf meinen Arbeitswegen planmäßig anlaufe kommen offensichtlich keine mehr ohne jene "Wirtschaftsflüchtlinge" aus, von den Spargelfeldern, Obstplantagen und Erdbeeranbaugebieten ganz zu schweigen.
Soziale Konflikte drohen nur, wenn man voreingenommen und feindseelig an die Problematik heran geht, wie es Rechtsradikale aber auch nur einfach frustrierte Zeitgenossen quer durch alle Schichten gerne tun.
Denen muß mal jemand klar machen, daß in einer Stadt wie Halle mit lediglich 1,5 % Ausländeranteil z.B. anteilig mehr Kinder von Hartz 4 leben als beispielsweise in der neuen Millionenstadt Köln mit einem mehrfach höheren Anteil an Ausländern.
http://www.crp-infotec.de/01deu/einwohne...ndeslaender.gif
Inwiefern man nun Ausländer formal mit Wirtschaftsflüchtlingen gleich setzen kann, läßt sich nicht klären, fakt ist aber, daß unser Gemeinwesen ohne Nachfrager jeglicher Art, also nicht nur als Konsumenten sondern auch als Schüler, Patienten, Klienten, Fahrgäste im ÖPNV oder Studenten kollabieren wird und wenn Deutschland diese "Nachfrager" nicht intern stellen kann, ist Zuwanderung unerläßlich.



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#290

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 06.06.2013 18:18
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #289
Zitat von Barbara im Beitrag #288
Zitat von Barbara im Beitrag #282
[blau][quote=ddr-bürger|p251392]

.... Was ist mit dem Begriff "Wirtschaftsflüchtlinge", sind das die in ein "Steuerparadies" gehen oder sind das Menschen aus der dritten Welt oder gar DDR Bürger die aus wirtschaftlichen Gründen über die Grenze sind, für jeden hat das gleiche Wort einen anderen Maßstab. Diese Worte können nur im Zusammenhang mit der Situation bewertet werden und dann sind sie wieder abhängig vom Denkmuster des Bewerters.

[/blau


Ach ja Hackel, was meinst du eigentlich zu dem von mir oben beschriebenen Aspekt von "Wirtschaftsflüchtling"?

Dass z.B. das "fette Europa" - also WIR, und "fett" ist es nun mal im Vergleich zu der wirtschaftlichen Situation von Menschen (nicht Staaten!!!) weltweit - diese Menschen als bloße Konsumenten abqualifiziert? Und deshalb mit massenhaft Geld diese auszusperren (was m.E. niemals gelingen wird). Diese sozialen Konflikte stehen uns noch bevor, bzw. unseren Kindern....







Mit Sicherheit sind Wirtschaftsflüchtlingsströme keine Einbahnstraße, wie man in dieser kleinen Parodie (ab 1:14:00) http://www.youtube.com/watch?v=WZvawAEHLLk , vernehmen kann.
Einerseits das Investivkapital "bei Laune" zu halten und andererseits die Einwanderung junger Arbeitskräfte wohldosiert zu fördern ist angesichts unserer demografischen Situation eine enorme Herausforderung für die Zukunft.
Mit persönlich sind die belebten Straßen westdeutscher Großstädte mit hohem Ausländeranteil allemal lieber als einstmals gleichgroße ostdeutsche Städte mit ihren entvölkerten Straßenzügen, aufgegebenen Geschäften und Geisterbahnhöfen.
Von den ca. zehn Hotels, die ich auf meinen Arbeitswegen planmäßig anlaufe kommen offensichtlich keine mehr ohne jene "Wirtschaftsflüchtlinge" aus, von den Spargelfeldern, Obstplantagen und Erdbeeranbaugebieten ganz zu schweigen.
Soziale Konflikte drohen nur, wenn man voreingenommen und feindseelig an die Problematik heran geht, wie es Rechtsradikale aber auch nur einfach frustrierte Zeitgenossen quer durch alle Schichten gerne tun.
Denen muß mal jemand klar machen, daß in einer Stadt wie Halle mit lediglich 1,5 % Ausländeranteil z.B. anteilig mehr Kinder von Hartz 4 leben als beispielsweise in der neuen Millionenstadt Köln mit einem mehrfach höheren Anteil an Ausländern.
http://www.crp-infotec.de/01deu/einwohne...ndeslaender.gif
Inwiefern man nun Ausländer formal mit Wirtschaftsflüchtlingen gleich setzen kann, läßt sich nicht klären, fakt ist aber, daß unser Gemeinwesen ohne Nachfrager jeglicher Art, also nicht nur als Konsumenten sondern auch als Schüler, Patienten, Klienten, Fahrgäste im ÖPNV oder Studenten kollabieren wird und wenn Deutschland diese "Nachfrager" nicht intern stellen kann, ist Zuwanderung unerläßlich.



Danke für deine Erläuterungen Hackel, die ich absolut teile!

Und es kommen eben Menschen nicht wahr? Nicht "Wirtschaftsflüchtlinge" !
Jede(r) mit Geschichte, mit Hoffnungen, mit Wünschen für eine Zukunft.
Ich mag einfach diese pragmatisch/technischen Begrifflichkeiten nicht, wenn es um denkenden fühlende Individuen geht.

Dein "Ausländer-Toleranz" - Aspekt ist sehr interessant.
Im Hinblick auf Köln ist es tatsächlich so, dass es hier verhältnismäßig wenig Probleme bzgl. interkultuellen "Zusammenstößen" gibt, trotz Stadtteilen mit verhältnismäßig hohem Migrationsanteil.
(siehe Köln-Ehrenfeld, das ist der Stadtteil mit dem wirklich großen Moschee-Neubau.)
Die kommen da alle ziemlich gut klar.

Vielleicht ist ein solches Thema auch nochmal einen neuen Thread wert.......


seaman und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#291

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 13:28
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #284
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #283
Liebe Barbara,

ich habe schon verstanden, worauf es hinauf lief, doch ist der Begriff "Wirtschaftsflüchtling" in meinen Augen kein Sackgassen - Begriff, im Sinne von unterschiedlicher Deutung in Ost und West.

Der ist so was von eindeutig, das es gut in ein Thema passt: Wieviel Zuwanderung BRAUCHT Deutschland. Auch im Zusammenhang mit der hohen Jugendarbeitslosigkigkeit im Süden der EU.

Nicht falsch verstehen.

LG von der grenzgaengerin

Liebe Grenzgängerin,

mein ganzer Themenvorschlag ist eigentlich gar nicht ausschließlich auf Ost-West reduziert gemeint gewesen.

Ich verstehe, dass man diesen Begriff in gewisser Weise für die Gründe von Arbeitsmigrationen innerhalb D's oder EU's verwenden kann.

ich habe einfach ein Problem damit, dass er auch wieder so schnell für alles Mögliche gebraucht werden kann und damit wird die einseitige Abqualifizierung von Menschen und ihren Schicksalen befördert. Das wollte ich damit sagen.....



Ich nehme den Faden hier mal wieder auf, weil ich heute einen Zwischenruf gelesen habe welcher meiner Meinung nach hier gut passt.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...n-a-929301.html


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#292

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 15:25
von West_Tourist (gelöscht)
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Wir hier Im Westen sind die Verlierer. Der Neuen Nachkriegsordnung der Etablierten . Sie wollen uns mit Mukti-Kulti ausdünnen. Die Migr....grund sind die NR.1 . Wir Einheim.....die NR.2. Hier stirbt jeden Tag ein Stück Deutschland. Deutschland schafft sich selber ab. Wie soll das in 20 jahren hier aussehen ? Es zittern schon die Lose....und der Würfel fällt ?

Das Volk steht.....Der Sturm....?

Der Honigmann sagt ? Ulfkotte sagt ?


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#293

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 15:58
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von West_Tourist im Beitrag #292
Wir hier Im Westen sind die Verlierer. Der Neuen Nachkriegsordnung der Etablierten . Sie wollen uns mit Mukti-Kulti ausdünnen. Die Migr....grund sind die NR.1 . Wir Einheim.....die NR.2. Hier stirbt jeden Tag ein Stück Deutschland. Deutschland schafft sich selber ab. Wie soll das in 20 jahren hier aussehen ? Es zittern schon die Lose....und der Würfel fällt ?

Das Volk steht.....Der Sturm....?

Der Honigmann sagt ? Ulfkotte sagt ?


Jetzt weiß ich wenigstens was "Sackgassen Sprache" bedeutet.


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#294

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 16:09
von West_Tourist (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #281
Liebe Barbara,

es kommt darauf an, wie man Buben definiert. Ich bin der Meinung, dass die Ditschenenden in unserer Gesellschaft sehr gewieft sind beim Steineschnellen und eine große Fangemeinde haben.

Unsere Buben hier im Forum sind schon Klasse Typen mit denen man sich gut messen kann Und manchmal hüpfen unsere Steine öfter als die der Buben.

LG von der grenzgaengerin

Ach so, der Wirtschaftsflüchtling. Liegt mir iregendwie im Blut das flüchten Seit 1992 habe ich fast ausschließlich im alten Westberlin oder den alten Bundesländern gearbeitet. Ich war trotz Kinder mobil und flexibel. Aber Stempel der Gesellschaft haben mir noch nie viel ausgemacht. Von asozial bis Rabenmutter, diese Vorurteile die mir, egal ob in der DDR oder später in Gesamtdeutschland, entgegengebracht wurden, haben mich stark gemacht. Da kann ich über den Begriff Wirtschaftsflüchtling nur milde lächeln.

Gegenfrage. Sind die, die sich weigern ausbeuten zu lassen auch Wirtschaftsflüchtlinge ?



Mehr Zuzug....Mehr Arbeitslose


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#295

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 16:12
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #291
Zitat von Barbara im Beitrag #284
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #283
Liebe Barbara,

ich habe schon verstanden, worauf es hinauf lief, doch ist der Begriff "Wirtschaftsflüchtling" in meinen Augen kein Sackgassen - Begriff, im Sinne von unterschiedlicher Deutung in Ost und West.

Der ist so was von eindeutig, das es gut in ein Thema passt: Wieviel Zuwanderung BRAUCHT Deutschland. Auch im Zusammenhang mit der hohen Jugendarbeitslosigkigkeit im Süden der EU.

Nicht falsch verstehen.

LG von der grenzgaengerin

Liebe Grenzgängerin,

mein ganzer Themenvorschlag ist eigentlich gar nicht ausschließlich auf Ost-West reduziert gemeint gewesen.

Ich verstehe, dass man diesen Begriff in gewisser Weise für die Gründe von Arbeitsmigrationen innerhalb D's oder EU's verwenden kann.

ich habe einfach ein Problem damit, dass er auch wieder so schnell für alles Mögliche gebraucht werden kann und damit wird die einseitige Abqualifizierung von Menschen und ihren Schicksalen befördert. Das wollte ich damit sagen.....



Ich nehme den Faden hier mal wieder auf, weil ich heute einen Zwischenruf gelesen habe welcher meiner Meinung nach hier gut passt.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...n-a-929301.html




Danke Mike für's Einstellen.

Das ist ja vielleicht empörend was die junge Frau in dem Artikel beschreibt !
Wir sind ja schön öfter bei Forumsbeiträgen zu dem Schluss gekommen, dass die jüngere Genration schon lange woanders ist und sich gar nicht mehr für die jüngere deutsche Geschichte und damit der Geschichte ihrer Eltern interessiere.

Wenn man aber einen solchen Artikel liest werden wir alle eines Besseren belehrt. Wir müssen - auch mit unseren Kindern und mit deren Kindern, falls die schon soweit sind - immer wieder reden, vielleicht ist rund um die Feiertage dazu eine gute Gelegenheit - ich nehme mir das jedenfalls vor.
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#296

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 16:14
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #292
Wir hier Im Westen sind die Verlierer. Der Neuen Nachkriegsordnung der Etablierten . Sie wollen uns mit Mukti-Kulti ausdünnen. Die Migr....grund sind die NR.1 . Wir Einheim.....die NR.2. Hier stirbt jeden Tag ein Stück Deutschland. Deutschland schafft sich selber ab. Wie soll das in 20 jahren hier aussehen ? Es zittern schon die Lose....und der Würfel fällt ?

Das Volk steht.....Der Sturm....?

Der Honigmann sagt ? Ulfkotte sagt ?




Hast du den Artikel den Mike verlinkt hat, gelesen? Was meinst du konkret dazu?
.


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#297

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 16:42
von West_Tourist (gelöscht)
avatar

Zitat von Barbara im Beitrag #296
Zitat von West_Tourist im Beitrag #292
Wir hier Im Westen sind die Verlierer. Der Neuen Nachkriegsordnung der Etablierten . Sie wollen uns mit Mukti-Kulti ausdünnen. Die Migr....grund sind die NR.1 . Wir Einheim.....die NR.2. Hier stirbt jeden Tag ein Stück Deutschland. Deutschland schafft sich selber ab. Wie soll das in 20 jahren hier aussehen ? Es zittern schon die Lose....und der Würfel fällt ?

Das Volk steht.....Der Sturm....?

Der Honigmann sagt ? Ulfkotte sagt ?




Hast du den Artikel den Mike verlinkt hat, gelesen? Was meinst du konkret dazu?
.




Das stimmt schon irgendwie . Ost und Westdeutschland haben sich nach der Wende unterschiedliche entwickelt. Die Virtuelle Spaltung geht in vielen Köpfen, auf beiden Seiten weiter. Vorangetrieben durch Politiker wie zb. Thierse mit seiner Schwabenflut am Prenzlauer Berg. r

Hinzu kommen noch andere wie Platzeck ,Wagenknecht, Gysy ,Angela und Co. Vom Bundesgauckler ganz zu schweigen. Betbruder Joachim. Der heillige Joachim zu Rostock. Vorbeter der Etablierten. Und ihrer Neuen US-EU-Kolonie namens BRD-Gmbh.


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#298

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 05.12.2013 16:47
von damals wars | 12.143 Beiträge

Taschentuch geb.
Böse Ossi-Ultras.
Werden aber auch im Substanzlosen Westen gewählt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#299

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 17.03.2014 15:25
von Barbara (gelöscht)
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Gutmensch


ist ja ein inzwischen beliebtes Wort im Forum geworden, um einen anderen TN (meistens) abzuqualifizieren.

Daher möchte ich es gerne mal in die Debatte einwerfen.
Was ist darunter zu verstehen?
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#300

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 17.03.2014 15:36
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #299
Gutmensch


ist ja ein inzwischen beliebtes Wort im Forum geworden, um einen anderen TN (meistens) abzuqualifizieren.

Daher möchte ich es gerne mal in die Debatte einwerfen.
Was ist darunter zu verstehen?
.


Hier ist der Gutmensch sehr treffend beschrieben, paßt auch, wenn die satirischen Anteile, auf die hingewiesen wird,
weggelassen werden.

http://de.wikimannia.org/Gutmensch

Mehr muß man eigendlich nicht dazu ergänzen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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andyman und CASI haben sich für diesen Beitrag bedankt
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