#1

Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 19.06.2009 18:05
von Angelo | 12.396 Beiträge

Ich habe hier noch eine Aufnahme aus dem Jahre 1989 gefunden es zeigt die ehemalige Innerdeutsche Grenze bei Grasleben (Niedersachsen)Ich habe natürlich auch gleich versucht das passende Stück bei Google Maps zu finden und denke das ich auch fündig geworden bin.




So und hier ist die Google Map zu dem oberen Bild ich bin mir aber nicht ganz sicher ob das auch wirklich stimmt.


Größere Kartenansicht

Es müßte das Anwesen rechts am Waldrand sein. Vielleicht hat jemand mehr Informationen ?


zuletzt bearbeitet 16.07.2012 18:13 | nach oben springen

#2

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 19.06.2009 18:28
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Das ist zwischen Weferlingen und Grasleben.Nördlich von Helmstedt die B 244 etwas hoch fahren und auf die L 651 einbiegen.


Angelo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 07.07.2009 18:04
von Ernest | 210 Beiträge

Hallo,

zu den obigen Bildern habe ich einige Informationen. Habe dort 1972/73 gedient.
Die Straße ( heute L43 ) war zu meiner Zeit die Trennungslinie zwischen der damaligen 10. GK Döhren,
wo ich 15 Monate gedient hatte und der 11. Grenzkompanie Walbeck.

Das auf dem oberen Bild zu sehende Gehöft gehörte Georg Becker.
Wir waren sehr oft dort, wenn wir an der Trennungslinie eingesetzt waren, da er interessanter Weise
ein Gehege mit Wildschweinen hatte.

Vor dem Grenzpfeiler ( obiges Bild ) hatte man auf Graslebener Seite eine Aussichtstribüne aufgebaut.
Es kamen auch sehr oft Schaulustige.
Auf dem Googlebild sieht man links oben einen hellen Waldstreifen.
Das war die ehemalige Minensperre. Sie wurde 1972 gesprengt. Zeitgleich wurde im vorderen Grenzbereich der
3-Meterzaun errichtet.

Gruß
Herbert


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#4

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 07.07.2009 18:23
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Was mir bei diesem Foto auffällt-die Grenzsäule steht sehr nah an der Grenzlinie,1 oder 2 Meter,die
Säulen wurden doch alle 4 bis 5 zurückversetzt(wegen der Souvenirjäger),hat man die vergessen?



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#5

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 07.07.2009 18:52
von Ernest | 210 Beiträge

Also das sah zu meiner Zeit schon so aus. Gleich hinter dem Zaun war jedenfalls an dieser Stelle die Grenze.
Speziell in unserem Abschnitt gab es einige Stellen, wo das der Fall war.
Darum hatte man wohl auch dort die Tribüne oder Besucherplattform aufgebaut. Man war hautnah am Geschehen.
Wenn du mal richtig bei Goggle guckst, dann wirst du sehen, wie sich linker Hand der Abstand auch vergrößert. Zwischen
3-Meterzaun und Grenze befanden sich dort noch die Reste einer alten Ziegelei.
Rechts, auf den Bildern nicht mehr zu erkennen, verlief der Bahndamm. Die Züge fuhren bis zur Grenze vor und
sozusagen von hinten in den Bahnhof Weferlingen ein.
Da man vom Zug aus alles gut einsehen konnte, hatten die Walbecker auch desöfteren mit versuchten Grenzdurchbrüchen zu tun.

Der Grenzbereich dort lag in einer kleinen Senke. Hauptsächlich im Frühjahr und Herbst lag dort alles im Nebel und war nicht einzusehen.
Aus dem Grund war auch der gesamte Bereich mit Signalgeräten gespickt. Richtung Bahndamm befand sich ein Beobachtungsturm
(aus Holz).
Wie gesagt.......das war 1972/73. Holztürme waren später bestimmt nicht mehr "in".

Gruß
Herbert


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#6

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 06.10.2009 19:41
von Rollo (gelöscht)
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Jawohl , stimmt.....

Ist die alte Straße zwischen Grasleben und Weferlingen.
Das mit der Ziegelei stimmt auch...ist linker Hand aus Grasleben kommend im Wald vor der ehemaligen Grenze zu finden .

In der Senke rechter Hand geht der Dorfbach aus Grasleben in Richtung Weferlingen unter der ehemaligen Grenze hindurch . Davor liegen die Graslebener Klärteiche...deshalb Nebel.
Aber gerade an dieser Stelle durchbrachen in den 80er Jahren mit einer Raupe 2 oder 3 Personen die Grenze .
Da schliefen , Gott sei Dank , einige Grenzer den Schlaf der Gerechten.
Der Beobachtungsturm am Bahndamm ( zur der Zeit aus Beton) war angeblich nicht besetzt , weil baufällig..
Und an der Stelle des Baches waren wohl keine Minen , weil sich dort auch oft Wild aufhielt , die sonst immer die Minen ausgelöst hätten . Meine Rehwild .

Da ich zu der Zeit bei der Bundeswehr war , in Grasleben wohnte , und zur der Uhrzeit gerade zum Dienst wollte, als es an der Grenze krachte , fuhr ich die paar Meter zur Grenze , und sah die Raupe noch , wie sie auf Westseite fuhr .

Sie hatte , laut Zeitungsberichten , über 80 Einschläge von Splitter der Selbstschussanlagen...soweit ich mich erinnern kann..

Kenne den Bereich auch sehr gut, da ich oft auf hölzernen Aussichtsturm auf Westseite war, und zu heutiger Zeit dort oft zu Fuss unterwegs bin.
Gibt da noch viel zu sehen.....Sage nur Gazelle..!


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#7

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 06.10.2009 20:55
von karl143 (gelöscht)
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Hallo Rollo,
und hier ist der Bericht zu der Flucht mit der Planierraupe. Nach dem link etwas herunterscrollen.

http://www.wolfgangroehl.de/Grenzbilder/...enzbilder02.htm

War damals sehr spektakulär. Und dem auf dem Foto abgebildeten Major H. war es sicherlich etwas peinlich, die Raupe zurückzuholen.


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#8

RE: Spurensuche an der ehemaligen Grenze bei Grasleben

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 12.11.2013 18:33
von StabPL | 456 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #6
Jawohl , stimmt.....

Ist die alte Straße zwischen Grasleben und Weferlingen.
Das mit der Ziegelei stimmt auch...ist linker Hand aus Grasleben kommend im Wald vor der ehemaligen Grenze zu finden .

In der Senke rechter Hand geht der Dorfbach aus Grasleben in Richtung Weferlingen unter der ehemaligen Grenze hindurch . Davor liegen die Graslebener Klärteiche...deshalb Nebel.
Aber gerade an dieser Stelle durchbrachen in den 80er Jahren mit einer Raupe 2 oder 3 Personen die Grenze .
Da schliefen , Gott sei Dank , einige Grenzer den Schlaf der Gerechten.
Der Beobachtungsturm am Bahndamm ( zur der Zeit aus Beton) war angeblich nicht besetzt , weil baufällig..
Und an der Stelle des Baches waren wohl keine Minen , weil sich dort auch oft Wild aufhielt , die sonst immer die Minen ausgelöst hätten . Meine Rehwild .

Da ich zu der Zeit bei der Bundeswehr war , in Grasleben wohnte , und zur der Uhrzeit gerade zum Dienst wollte, als es an der Grenze krachte , fuhr ich die paar Meter zur Grenze , und sah die Raupe noch , wie sie auf Westseite fuhr .

Sie hatte , laut Zeitungsberichten , über 80 Einschläge von Splitter der Selbstschussanlagen...soweit ich mich erinnern kann..

Kenne den Bereich auch sehr gut, da ich oft auf hölzernen Aussichtsturm auf Westseite war, und zu heutiger Zeit dort oft zu Fuss unterwegs bin.
Gibt da noch viel zu sehen.....Sage nur Gazelle..!


Hallo Rollo, ich würde gerne einen Kontakt zu dir herstellen!
StabPL



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