#21

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 11:09
von schnatterinchen (gelöscht)
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War zwar ein paar Takte früher mit den Rosenbergs aber auch nicht besser!Aber wollten wir im Sozialismus nicht immer die besseren Menschen sein?
Wurden in den 80gern eigentlich im Westen auch alkoholkranke Ostspione abgeknallt? Äh, ich meine natürlich rechtskräftig verurteilt und heimlich hingerichtet,heimlich verbrannt und heimlich verscharrt?
In der DDR haben ja Leute schon für weniger eine Kugel in den Hinterkopf bekommen.


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#22

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 11:13
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #11
Zitat von SCORN im Beitrag #10
es gibt wohl nichts schlimmeres für einen Spion oder Kundschafter wie wenn sich der Dienstherr verweigert oder gar aufhört zu existieren!
Kommt dann noch Verrat mit ins Spiel so kann es schnell "Zappenduster" aussehen!.

Im Fall Baumann kommt wohl ein fachliches und moralisches Totalversagen des BND der Sache am nächsten!

Frage: gibt es eigentlich überhaupt eine "Erfolgsstory" vom BND zu berichten, ich meine nicht die "Früchte" welche ihm ohne sein Zutun in den Schoß gefallen sind?


Ja, es gibt ihn noch.



Bei der Erfolgsstory fällt mir doch spontan ein, daß es dem BND gelungen ist 10 000 Spitzel in der DDR zum Einsatz zu bringen.
Ein weiterer Erfolg war die qualifizierte Mitarbeit des BND um den Irak - Krieg der USA zu starten.


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#23

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 11:27
von schnatterinchen (gelöscht)
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Polter:
Bei der Erfolgsstory fällt mir doch spontan ein, daß es dem BND gelungen ist 10 000 Spitzel in der DDR zum Einsatz zu bringen.
Ein weiterer Erfolg war die qualifizierte Mitarbeit des BND um den Irak - Krieg der USA zu starten.Polter Ende



Einen von denen kannte ich sogar.Der hatte im Nachbardorf ne Kneipe an der Hauptstraße und hat bei den Russenkolonnen die oft bei uns durchkamen die LKWs und die Achsen gezählt und dann irgendwie konspirativ weitergemeldet.Damals wußte natürlich keiner was davon. Dann war der plötzlich weg und nicht mehr gesehen.Wimre war das 1984-85.Dann ist durchgesickert, daß der 6Jahre gekriegt hat.Die hat er aber nicht ganz absitzen müßen.Aus bekannten Gründen.Aber ein Spitzel war der nicht . Eher ein Kundschafter für den Klassenfeind.


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#24

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 13:17
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
Auch wenn dieser Baumann ein Verräter war, ist ja im Grunde genommen jeder Spion, Aufklärer, Agent u.s.w, er tut mir trotzdem Leid, zum Tode verurteilt werden ist schon eine harte Strafe, zumal man ja keinen umgebracht hat oder dergleichen.
Ob da nun der Kinkel noch was hätte machen können, vielleicht ja und vielleicht nein, verurteilt und hingerichtet haben ihn letztendlich seine ehemaligen Genossen.
Gut, in seiner Stellung hätte er wissen müssen was auf so einem Verrat steht, trotzdem vom rein menschlichen her sind solche Fälle tragisch, Kinkel hin oder her.
Was immer auffällt ist das zweierlei Maß, einer muss über die Klinge springen, ein anderer nicht, kann es sein das auch Exempel statuiert wurden?




Das zweierlei Maß - sicher ! Den Baumann läßt man erschießen ! Der BND - Spion, der mit seinen Lügen den Irak - Krieg verschuldet hat, der
lebt, nach meiner Meinung, unter dem Schutz des BND, mit falschen Namen und auf Kosten der Steuerzahler unbehelligt in Deutschland. Ohne Anklage. Wieviel Tote gab es im Irak - Krieg bis jetzt? ca 1 000 000 !
Bei zweierlei Maß - nicht zu vergleichen, gelle?


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#25

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 13:43
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wie jetzt? ein Mann vom BND und im Pentacon drücken die auf den Kriegsknopf?


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#26

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 13:59
von Polter (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #25
Wie jetzt? ein Mann vom BND und im Pentacon drücken die auf den Kriegsknopf?


" Das aktuelle Geständnis des irakischen BND-Informanten, Rafid Ahmed Alwan al-Janabi, oder „Curveball“ wie sein Deckname in Geheimdienst- kreise war, er hätte alles über irakische Chemiewaffen erfunden und nur gelogen, zeigt die Mitschuld Deutschlands am Irakkrieg. Gegenüber dem Guardian gab er jetzt zu, er hätte Saddam Hussein gehasst und deshalb dem BND das erzählt was sie hören wollten. Sie haben seine Lügen geschluckt und an die CIA weitergeben, woraus dann die Bush-Regierung ihren Hauptkriegsgrund aufbaute. "

Quelle:http://alles-schallundrauch.blogspot.co....-man-einen.html


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#27

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 14:13
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Polter im Beitrag #24
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
Auch wenn dieser Baumann ein Verräter war, ist ja im Grunde genommen jeder Spion, Aufklärer, Agent u.s.w, er tut mir trotzdem Leid, zum Tode verurteilt werden ist schon eine harte Strafe, zumal man ja keinen umgebracht hat oder dergleichen.
Ob da nun der Kinkel noch was hätte machen können, vielleicht ja und vielleicht nein, verurteilt und hingerichtet haben ihn letztendlich seine ehemaligen Genossen.
Gut, in seiner Stellung hätte er wissen müssen was auf so einem Verrat steht, trotzdem vom rein menschlichen her sind solche Fälle tragisch, Kinkel hin oder her.
Was immer auffällt ist das zweierlei Maß, einer muss über die Klinge springen, ein anderer nicht, kann es sein das auch Exempel statuiert wurden?




Das zweierlei Maß - sicher ! Den Baumann läßt man erschießen ! Der BND - Spion, der mit seinen Lügen den Irak - Krieg verschuldet hat, der
lebt, nach meiner Meinung, unter dem Schutz des BND, mit falschen Namen und auf Kosten der Steuerzahler unbehelligt in Deutschland. Ohne Anklage. Wieviel Tote gab es im Irak - Krieg bis jetzt? ca 1 000 000 !
Bei zweierlei Maß - nicht zu vergleichen, gelle?



Ich meinte nicht deinen BND-Kram sondern zweierlei Maß mit Umgang der DDR-Gerichtsbarkeit mit West-Spionen aus den eigenen Reihen, da gabs ja sicherlich genug und so Anfang der 80er mussten ja mindestens 3 "springen", der Trebeljahr war doch auch einer wenn ich mich nicht täusche.
Die Jahre vorher war die Hinrichtungsquote scheinbar etwas geringer, aber Spione werden da wohl auch enttarnt worden sein.
Der pöse BND ist so bissel dein Hobby, gelle


zuletzt bearbeitet 12.04.2013 14:13 | nach oben springen

#28

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 14:18
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ja @Polter,
übel und verantwortungslos dieser Typ . Bin ich bei Dir.
Ich denke da haben die Herren Beamten vom BND um ihr Weltniveau zu beweisen wieder schön Sch... gebaut.Und denen vom CIA hats gefallen weil ja ihre Chefs solche Nachrichten brauchten.
Eine gewisse Mitschuld kann man dem BND sicher zuweisen aber die hauptsächliche Verantwortung für diesen falschen Krieg trägt die Bush-Regierung.
Und was den Verbleib dieses Typen anbetrifft hat der BND demgegenüber auch eine gewisse Verantwortung.Die Entscheidung zum Krieg hat ja nicht der getroffen sondern der hat "nur" gelogen.Wenn auch mit katastrophalen Folgen.
Das Geheimdienstgeschäft ein übles Geschäft ohne Moral und Anstand egal wo und für wen.


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#29

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 14:21
von Gert | 12.354 Beiträge

da gab es mal einen Verräter, der sogar eine Bundesregierung zum Einsturz brachte. Er hatte so einen französisch klingenden Namen. Hätte man ihn nach den Masstäben der DDR Justiz nicht auch ......!!


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#30

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 14:23
von schnatterinchen (gelöscht)
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Aber sowas von.........!!


zuletzt bearbeitet 12.04.2013 14:23 | nach oben springen

#31

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 14:29
von Polter (gelöscht)
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Damit es nicht wieder heißt: Ablenkung, Kinkel und andere hochholen und Endlosschleife.....

Hochaktuell !



Terrorvorwurf gegen BND
Brisante Aussage im Luxemburger »Bombenleger«-Prozeß: Bundeswehr-Offizier soll im Auftrag der NATO Attentate organisiert haben
Von Peter Wolter, Luxemburg
Am Flughafen Findel (Luxemburg) nach einem Sprengstoffanschlag a
Am Flughafen Findel (Luxemburg) nach einem Sprengstoffanschlag am 9. November 1985
Foto: Archiv der Zeitung vum Letzebuerger Vollek
Die Luxemburger Staatsanwaltschaft setzt zusätzliche Kriminalbeamte ein, um den Aussagen des Duisburger Historikers Andreas Kramer nachzugehen, sein 2012 verstorbener Vater habe zwischen 1984 und 1986 in Luxemburg 18 Sprengstoffattentate organisiert. Unter Eid hatte Kramer am Dienstag und Mittwoch im »Bombenleger«-Prozeß vor der Kriminalkammer des Landes ausgesagt, der Ex-Bundeswehrhauptmann habe für den Bundesnachrichtendienst (BND) gearbeitet. Er habe in Deutschland die Untergrundarmee der NATO (»stay-behind«) geleitet und sei auch für die Attentate auf das Münchner Oktoberfest und den Bahnhof von Bologna (beide 1980) verantwortlich gewesen.

An den Attentaten in Luxemburg war laut Kramer neben dem Geheimdienst des Landes und dem BND der britische MI 6 beteiligt. Bis 1986 habe die NATO die Strategie verfolgt, mit Hilfe ihrer Geheimarmeen Terroranschläge zu verüben, um sie linken Gruppen in die Schuhe zu schieben und so einen politischen Rechtsruck zu befördern. Die Beteiligung der NATO an derartigen Anschlägen war Anfang der 90er Jahre u.a. durch Parlamentsausschüsse in Belgien und Italien nachgewiesen worden. Deutsche Medien hatten das Thema kaum aufgegriffen.

Die 18 Anschläge in Luxemburg galten vor allem Strommasten des Ener­gieversorgers Cegedel. In Bekennerschreiben forderten die Täter Geld – alle vereinbarten Übergaben scheiterten jedoch. Schon damals war vermutet worden, daß die Forderungen nur zur Täuschung erhoben wurden. Es fiel auch auf, daß die Täter über die Fahndungen der Polizei informiert waren.

Angeklagt sind die ehemaligen Angehörigen der »Bridgade Mobil de la Gendarmerie«, Marc Scheer und Jos Wilmes, gegen die schon seit Jahren ermittelt wurde. Kramer sagte aus, er habe seinen Vater 2009 auf diese Namen angesprochen, der habe sie als Beteiligte jedoch ausgeschlossen. Mindestens drei der acht Erpresserbriefe habe sein Vater selbst geschrieben. Das Gericht ließ Kramer noch in einer Sitzungspause eine DNA-Probe abnehmen, um zu prüfen, ob er mit dem Briefeschreiber verwandt ist. Eine wichtige Enthüllung machte Gaston Vogel, Verteidiger der Angeklagten: Er legte Dokumente vor, die beweisen, daß der damalige luxemburgische Premierminister Jacques Santer von »Stay-behind«-Aktionen wußte.

»Herr Kramer ist viel zu wichtig, als daß wir das hier so abhaken könnten«, begründete Staatsanwalt Georges Oswald am Mittwoch seinen Antrag auf zusätzliche Untersuchungen der Kriminalpolizei. Es gebe Widersprüche und Kramers Mitteilungsfreude werfe viele Fragen auf. In der Luxemburger Presse waren Vermutungen aufgetaucht, Kramer sei ein Hochstapler.

Zu seinem persönlichen Hintergrund sagte Kramer, sein Vater habe von Anfang an versucht, ihn in die Aktivitäten von »stay behind« – auch als »Gladio« bekannt – einzubeziehen. Er habe kaum Namen genannt, ihn aber weitgehend auf dem laufenden gehalten. Daß er seinen eigenen Sohn rekrutiert habe, erkläre sich dadurch, daß er ihn so optimal unter Kontrolle habe halten können. Darüber hinaus habe er gedroht, ihn umzubringen, falls er etwas ausplaudere. »Ich habe das sehr ernst genommen«, sagte Kramer in einer Prozeßpause zu jW. »Er war buchstäblich ein Rechtsextremist, ein Terrorist und Mörder, der über Leichen ging. Jetzt, wo er tot ist, fühle ich mich wie befreit – ich kann endlich über diese Machenschaften sprechen.«

Quelle: jungeWelt vom12.04.2013

Mal schauen, wann andere Medien das Thema aufgreifen oder ein mutiger Staatsanwalt.

rot: Herr Kinkel war 1980 Chef des BND


zuletzt bearbeitet 12.04.2013 14:33 | nach oben springen

#32

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 14:34
von schnatterinchen (gelöscht)
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Und Kinkel wußte davon?


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#33

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 17:12
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

@ Wolzow:

zwar sehr vorsichtig umschrieben- aber wiederum auch deutlich. tatsächlich waren es ganze lkw- ladungen die abtransportiert wurden und die bürgerbewegten waren willfähige handlager - nix mit nur zusehen.




Die Buergerbewegungen die die DDR zum Fall brachten waren in dieser Hinsicht mehr als kurzsichtig. Die BRD Propagandasten hatten da leider leichtes Spiel diese Leute fuer ihre eigenen mehr als zweifelhaften Ziele einzuspannen.


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#34

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 12.04.2013 21:11
von Polter (gelöscht)
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Die Story des Herrn Kinkel geht in der jungen Welt vom 13.04.2013 weiter:


»Mein Vater hat Münchner Bombe mitgebaut«
Gespräch mit Andreas Kramer. Über das Sprengen von Strommasten in Luxemburg, über das Attentat auf das Oktoberfest im Jahre 1980 und darüber, welche Rolle Kramer senior dabei gespielt haben soll
Interview: Peter Wolter
26. September 1980: Wenige Stunden nach der Explosion. Die Bombe
26. September 1980: Wenige Stunden nach der Explosion. Die Bombe war in einem Papierkorb versteckt
Foto: dpa
Andreas Kramer (49) wohnt in Duisburg und arbeitet als Historiker. 1991–92 war er Chefarchivar im 1. Untersuchungsausschuß des 12. Deutschen Bundestages. Gegenstand des Ausschusses war die Bewertung der Tätigkeit des DDR-Funktionärs Alexander Schalck-Golodkowski.

In Luxemburg läuft zur Zeit ein Prozeß gegen zwei Polizeibeamte, die beschuldigt werden, im Auftrage der geheimen »Gladio/Stay-behind«-Truppe der NATO in den 80er Jahren an Bombenanschlägen auf Strommasten teilgenommen zu haben. Sie wohnen in Duisburg und haben sich als Zeuge gemeldet – wie sind Sie auf diesen Prozeß aufmerksam geworden?
Ich hatte davon gelesen und mich sofort mit dem Anwalt der Angeklagten in Verbindung gesetzt. In einer von einem Luxemburger Notar beglaubigten eidesstattlichen Erklärung habe ich eine Aussage gemacht, die dazu führte, daß ich vom Luxemburger Kriminalgericht als Zeuge geladen wurde. Und dort habe ich unter Eid ausführlich zu allem ausgesagt, was ich von meinem Vater über die Luxemburger Attentate wußte: Er war nämlich daran beteiligt, im Auftrag der NATO.

Warum hat Ihr Vater Ihnen das alles erzählt?
Er hatte beruflich keine Freunde und konnte sich niemandem anvertrauen. Er zog mich ins Vertrauen, weil er mich als »Gladio/Stay-behind«-Agenten aufbauen wollte. Nach meiner Ausbildung sollte ich mit seinem Team Operationen planen und ausführen. Der Fall der Berliner Mauer und das Ende des Kalten Krieges haben dann die Pläne meines Vaters allerdings zunichte gemacht.

Aus Ihrer Zeugenaussage geht hervor, daß Sie über ein beträchtliches Detailwissen verfügen. Woher haben Sie das?
Fast ausschließlich von meinem Vater Johannes Kramer, er ist im November 2012 in Saarbrücken verstorben. Er war offiziell Hauptmann der Bundeswehr, hatte 1958 als Rekrut mit mittlerer Reife bei den Panzeraufklärern angefangen und sich hochgedient. 1970 wurde er nach Bonn in das Verteidigungsministerium versetzt, wurde auch ins Ausland abkommandiert.

Er arbeitete aber tatsächlich beim Bundesnachrichtendienst (BND), von dem er heimlich ein zweites Gehalt bezog – und zwar das eines Obersts. Meine Mutter nannte ihn scherzhaft »Hauptmann de luxe«. Mit dem offiziellen Dienstgrad Hauptmann mußte er schon mit 52 pensioniert werden – danach hat er aber seine Tätigkeit für den Geheimdienst fortgesetzt.

Hauptmann ist kein besonders hoher Dienstgrad für wichtige und geheime Verwendungen …
Er hat 1967 auch die Militärische Führungsakademie in Hamburg-Altona besucht, ein erfolgreicher Abschluß ist die Voraussetzung zur Ernennung zum Major. Er blieb aber Hauptmann – warum, weiß ich nicht, ich vermute, er hat es absichtlich versiebt. Dennoch wurde er später in den Generalstab versetzt, in die Abteilung G 4 – verantwortlich für logistische Unterstützung.

Dort hat er wohl die entscheidenden Leute kennengelernt und seine Verbindungen geknüpft. Auch zum späteren Viersterne-General Leopold Chalupa, der 1983 Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Europa Mitte (AFCENT) wurde und es bis 1987 blieb. Der war in der für die Attentate in Frage kommende Zeit sein höchster Vorgesetzter, von ihm kamen letztlich die Befehle.

Wie ist Ihr Vater denn an den BND geraten?
So weit ich weiß, wurde er 1965 angeworben. Schon vorher hatte er viele Kontakte zu hochrangigen NATO-Offizieren, wie zum Beispiel zum späteren Generalinspekteur Ulrich de Maizière. Mit ihm war er sogar befreundet. Oder zu Johann Adolf Graf von Kielmansegg, der 1967 und 1968 an der Spitze von AFCENT stand. Diese höchstrangigen Verbindungen waren ihm später sicher sehr nützlich dabei, seine Aktivitäten abzudecken und im Falle des Auffliegens auf Rückendeckung zu hoffen. Er fühlte sich also komplett abgesichert.

Aber Ihr Vater hatte doch seine Aufgaben in der Stabsabteilung G 4. Wie konnte er da nebenher für den BND arbeiten? Oder war sein Hauptmannsjob nur die Abdeckung nach außen hin?
Er leitete eine Logistikabteilung und hatte damit Zugang zu ziemlich allen Arten von Sprengstoff, Munition und Waffen. Im Laufe der Zeit hat er für »Gladio/Stay-behind« 50 Waffenlager angelegt, die meisten entlang der Grenze zur DDR, bis runter zur damaligen CSSR. Diese Geheimarmee hatte die Aufgabe, im Falle eines sowjetischen Einmarsches hinter der Front Anschläge zu verüben. Die Waffenlager hat er übrigens regelmäßig kontrolliert, sie waren in Wäldern und an abgelegenen Orten versteckt.

Haben Sie selbst solche Lager gesehen?
Nein, er hätte mich auch niemals mitgenommen. Das wäre in seiner eigenen Vorstellungswelt der wohl schwerste Verstoß gegen die Geheimhaltung gewesen. Ich war ja auch erst 17 Jahre alt und ging noch zur Schule, als 1981 das Waffenlager im niedersächsischen Uelzen aufflog.

Das Uelzener Lager wurde bei den Ermittlungen nach dem Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest entdeckt, bei dem im Jahr zuvor 13 Menschen getötet und über 200 teils schwer verletzt wurden. Festgenommen wurde der rechtsextreme Forstbeamte Heinz Lemke – der wurde aber erhängt in seiner Zelle gefunden, bevor ihn die Staatsanwaltschaft vernehmen konnte. War er auch bei Gladio?
Mein Vater hatte ihn angeworben, als Forstbeamter erregte er ja keinen Verdacht, wenn er die Waldbestände durchging. Er war einer dieser »nützlichen Idioten«, wie mein Vater später die Männer etikettierte, die er in Luxemburg angeworben hatte. Lemke hatte den Auftrag, das Lager zu überwachen und auch wohl die Waffen zu warten, so weit es nötig war. Die Polizei hat immerhin automatische Waffen gefunden, 14000 Schuß Muni­tion, 50 Panzerfäuste, 156 kg Sprengstoff, 230 Sprengkörper und 258 Handgranaten. Er sollte wohl auch kontrollieren, ob Feuchtigkeit eindringt – bestimmte Sprengstoffe dürfen nicht naß werden.

Was wissen Sie über den Tod von Lemke? Kurz zuvor hatte er noch angekündigt, er wolle über die Hintermänner auspacken.
Mein Vater erzählte mir lediglich, daß zwei seiner Leute – BND-Agenten – Lemke im Gefängnis aufgesucht hätten. Ich vermute mal, daß sie ihm nahegelegt haben, sich selbst umzubringen, sonst würden sie es tun. Ich vermute, daß es wohl auf letzteres hinauslief.

Im Zusammenhang mit dem Oktoberfest-Attentat ist ein zweiter Zeuge auf mysteriöse Weise umgekommen. Der hatte den Anschlag gesehen, wollte auch aussagen. Ich vermute, daß er bewußt ausgeschaltet wurde – hinzu kam, daß er aus der Schwulenszene kam. Mein Vater haßte Homosexuelle, er sagte mal, man müsse solche Leute aus dem Weg räumen.

Er hatte aber nicht nur solche Sprüche drauf, in anderen Zusammenhängen gebrauchte er gerne das Wort »Untermenschen«. Er hat es sogar mal zu mir gesagt, zu seinem eigenen Sohn! Er hat sich wirklich haarsträubende Sachen herausgenommen – aber er war immerhin mein Vater, nicht irgendwer. Er hat mir sogar gedroht, mich umzubringen, wenn ich etwas ausplaudere – ich habe das durchaus ernst genommen.

Natürlich hatte ich auch eine emotionale Bindung zu ihm. Umgekehrt war das sicher auch der Fall – er hat mich sicher geschätzt und vielleicht sogar geliebt. Immerhin hat er ja versucht, mich für »Gladio/Stay-behind« zu gewinnen und für eine spätere Tätigkeit in diesem Bereich auszubilden. Seinen eigenen Sohn zu rekrutieren, ist eigentlich die effektivste Art, zuverlässige und jederzeit kontrollierbare Mittäter zu gewinnen. Ich wurde daher auch in allen möglichen Disziplinen unterrichtet: Fallschirmspringen, Sprengstoffe, Waffen, Sporttauchen, Fechten.

Ich will meinen Vater in seinem ganzen, widersprüchlichen Wesen verstehen – aber leider war er ein echter Rechtsradikaler, durch und durch.

Zurück zum Oktoberfestanschlag. Was hatte Ihr Vater damit zu tun?
Andreas Kramer
Andreas Kramer
Foto: Peter Wolter
Er hat die Bombe mitgebaut. Zusammen mit anderen NATO-Offizieren hat er Komponenten aus verschiedenen Einrichtungen besorgt: Die Zünder kamen aus dem Lager Uelzen, aus England wurde ein ausrangierter Feuerlöscher aus den 50er Jahren beschafft, der mit Sprengstoff und Nägeln gefüllt wurde. Um keinen Verdacht zu erregen, sollte alles irgendwie selbstgebastelt aussehen. Und rein zufällig fand wenige Tage nach dem Attentat die Bundestagswahl statt: Der CSU-Politiker Franz-Josef Strauß wollte Kanzler werden. Noch Fragen?

Gundolf Köhler, der Attentäter, kam selbst ums Leben, als die Bombe explodierte. Er hatte Kontakt zur »Wehrsportgruppe Hoffmann«, gegen die dann auch ermittelt wurde. Was hatte dieser Verein damit zu tun?
Mein Vater hatte Köhler und andere angesprochen. Auch den Chef der Truppe, Karl-Heinz Hoffmann selbst. Der wollte aber nichts mit der NATO zu tun haben und hätte sicher einen Riesenärger bereitet, wenn er das herausbekommen hätte. Die Anwerbungsgespräche liefen, wie mein Vater mir stolz erzählte, etwa so: Ihr wollt sicher mal richtig Krieg spielen. Wir alten Kameraden haben da so unsere Verbindungen, wir können euch helfen …

Das Bundesamt für Verfassungsschutz war übrigens dicht an Köhler dran. Er und andere wurden im Rahmen der Operation »Wandervogel« noch 22 Stunden vor dem Attentat massiv observiert.

Und dann kam die Staatssicherheit der DDR ins Spiel: Agenten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) haben sich einfach an das Operationsteam des Verfassungsschutzes, das Köhler beschattete, drangehängt, wie aus den später ausgewerteten Akten hervorging. Sie haben die Spur bis zu einer Garage in Donaueschingen verfolgt, wo offenbar die Bombe gebaut wurde.

Mein Vater war damals übrigens mehrmals in Donaueschingen. Er hat die Komponenten, die er brauchte, unter Mitwirkung des niederländischen Militärgeheimdienstes I & O zusammengestellt.

Wie bitte? Ein niederländischer Geheimdienst?
Die I & O hatte ihr Hauptquartier in Wassenaar bei Den Haag. Die US-Navy hatte damals im Marinestützpunkt Den Helder ein riesiges Sprengstoffdepot, aus dem sich die westlichen Geheimdienste unter der Hand bedienen konnten, ohne daß das in den Bestandslisten vermerkt wurde.

Wissen Sie, welche Sprengstoffe benutzt wurden bei dem Oktoberfest-Attentat?
Es war ein Mix verschiedener Sprengstoffe. Von vornherein wurde darauf geachtet, die Bombe so zu konstruieren, daß sie hundertprozentig funktionierte, aber nach der Detonation keine Rückschlüsse darauf zuließ, daß Experten ihre Hand im Spiel hatten. Es mußte also mehr oder weniger laienhaft aussehen.

Flüchtige Sprengstoffe schieden für diese Bombe natürlich aus. Mein Vater – der ja ausgebildeter Sprengmeister war – experimentierte mit neuen Verbindungen, er wollte einen Sprengstoff einführen, der nicht so leicht nachweisbar ist. Das Material für die Bombe wurde mit Privatwagen aus den Niederlanden gebracht, u. a. auch auf einer Urlaubsreise meiner Familie – unser damaliges Kennzeichen war BN-AE 500. Das sagte mir mein Vater aber erst, nachdem die Bombe in München hochgegangen war. Nicht zu fassen!

Hat es Ihren Vater denn völlig kalt gelassen, daß so viele Menschen ums Leben kamen oder schwer verletzt wurden?
Sicherlich nicht, er sagte, er habe das so nicht gewollt. Als ihm langsam bewußt wurde, was er da angerichtet hatte, zog er sich in sein Zimmer zurück und wollte zwei Tage lang mit niemandem sprechen. Wahrscheinlich war es auch ein Schock für ihn, wenn er sich im Spiegel betrachtete und sagen mußte: Da steht ein gewissenloser Mörder.

War von vornherein einkalkuliert, daß Köhler dabei über die Klinge springt?
Die Bombe war meines Wissens so vorbereitet, daß der Attentäter mit in die Luft fliegt.

Wie sah die Befehlskette aus? Wer hat in der NATO die Befehle gegeben, wer hat sie nach unten durchgereicht?
Bis 1980 stand der US-General Alexander Haig dem »Supreme Allied Command of Europe« (SACEUR) vor, danach kam Bernard Rogers, ebenfalls US-General. Darunter stand das »Allied Clandestine Committee« (ACC) – darin sind fast alle bedeutenden NATO-Offiziere vertreten, die sich regelmäßig zu Beratungen über Geheimoperationen treffen. Dabei ging es nicht nur um die »Feindaufklärung« – sprich: Warschauer Pakt, Sowjetunion –, sondern auch um Operationen innerhalb der NATO-Staaten.

Mein Vater hat dem ACC regelmäßig Bericht erstattet, obwohl er nur im militärischen Rang eines Hauptmanns war. Gleichrangig mit dem ACC war das »Allied Forces Northern Europe« (AFNORTH) – in der die wichtigsten Streitkräfte der NATO vertreten waren, natürlich auch die britische Rheinarmee. Der Sitz war im niederländischen Brunssum, zugeordnet war die »Central Army Group Europe« (CENTAG), der Luxemburgs Geheimdienstchef Charles Hoffmann unterstand. Der bekam damals seine Befehle direkt vom Kommandeur der AFNORTH – das war von 1983 bis 1987 der Bundeswehrgeneral Leopold Chalupa.

Es gab in AFORTH allerdings Spannungen: Diesem Gremium stand bis 1967 jeweils ein französischer General vor, nachdem sich Frankreich jedoch aus der NATO zurückzog, nahm ein deutscher Offizier diese Aufgabe war.

Seitdem gab es Spannungen – Charles Hoffmann, der die Interessen der Benelux-Staaten vertrat, gehörte nämlich zu denjenigen, die eher mit Frankreich sympathisierten. Die französischen Dienste haben sich damals übrigens nicht an »Gladio/Stay-behind«-Aktivitäten in anderen Ländern beteiligt, wohl aber solche Aktionen im eigenen Land durchgezogen. Dazu gehörte der Anschlag, der 1986 in Paris auf die Galerie Lafayette verübt wurde – dazu bekannte sich dann eine als links auftretende Gruppe namens »Action directe«. Dabei gab es 14 Tote, schlimme Sache.

Mein Vater war damals General Chalupa direkt unterstellt, während Charles Hoffmann, der Luxemburger Geheimdienstchef, seine Befehle direkt von der CENTAG erhielt. Ich will Chalupa nicht schlecht reden – nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst hat er sich sehr um Verständigung bemüht, er hatte die Rolle des militärischen Hardliners abgelegt. Er engagierte sich im Zivilleben in der Friedensbewegung und wurde Präsident des Fußballclubs Alemannia Aachen. Mein Vater kannte ihn persönlich. Er hat sich allerdings privat in meinem Beisein über Chalupas Aktivitäten lustig gemacht.

De Maizière – Generalinspekteur der Bundeswehr von 1966 bis 1972 – war mehrere Mal bei uns zu Besuch. Nach dem Attentat auf das Oktoberfest in München ließ er sich allerdings nicht mehr blicken.

Sie haben vor dem Luxemburger Gericht ausgesagt, Ihr Vater sei auch an dem Attentat auf den Bahnhof von Bolanga beteiligt gewesen, bei dem 1980 Menschen ums Leben kamen. Was wissen Sie darüber?
Mein Vater arbeitete eng mit Agenten des italienischen Militärgeheimdienstes ­SIFAR bis 1977 und ab 1977 mit der ­SISMI zusammen. Er war bestens über die Anschlagsvorbereitungen in Bologna informiert.

Die Vorsitzende Richterin des Luxemburger Kriminalgerichts hat Ihre Aussagen als »abenteurlich« bezeichnet, eine Tageszeitung stellte die Frage, ob Sie vielleicht gar ein Hochstapler seien. Wie wollen Sie sich solchen Vorwürfen entziehen? Gibt es vielleicht Dokumente, die Ihre Aussagen stützen könnten?
Ich betone entschieden, daß ich kein Hochstapler, sondern Historiker bin – ein gewissenhafter Forscher also. Die Luxemburger Gerichtsvorsitzende wird von mir noch erstklassiges Geheimdienstmaterial bekommen, das meine Aussagen stützt.

Wenn Ihre Berichte stimmen – müssen Sie nicht damit rechnen, auch irgendwann gewaltsam aus dem Verkehr gezogen zu werden?
Wenn mir etwas zustoßen sollte, wäre doch klar, von welcher Seite das kam. Die Sicherheitsbehörden sollten eher daran denken, mich zu schützen. Und noch besser wäre es, wenn energisch und ohne Ansehen der Person aufgrund meiner Aussage auch in Deutschland ermittelt werden würde.



Hintergrund dazu: Daniele Ganser, »NATO- Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung« Orell Füssli, Zürich 2008, ISBN 978-3-280-06106-0, 24,95 Euro (erhältlich über den jW-Shop)


1980 war Herrn Kinkel's Amtszeit! Er war nicht mehr in der Probezeit. Sein Auftrag war doch: Delegitimierung der DDR !

So nebenbei noch Informationen, wie der BND und andere Geheime arbeiten.

Schönes Wochenende!


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#35

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 21.04.2013 13:19
von Polter (gelöscht)
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Der Bombenleger Prozeß in Luxemburg geht weiter !

Die Premiers Junker und Santer sind vorgeladen, weil sie wußten und nichts taten. Zur Erinnerung: Der Zusammenhang des z.Z. stattfindene
Bombenleger Prozeß in Luxemburg und BND Chef Kinkel:

" Vor dem Kriminalgericht hatte vergangene Woche der Duisburger Historiker Andreas Kramer unter Eid ausgesagt, sein Vater Johannes Kramer sei hochbezahlter Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND) gewesen und habe die Luxemburger Attentate im Auftrag der NATO koordiniert. Er sei auch Organisator des Bombenattentates vom 26. Oktober 1980 auf das Münchner Oktoberfest gewesen. Sein Vater habe ihm erzählt, daß in die Luxemburger Attentate neben dem SREL und dem BND auch der britische Auslandsgeheimdienst MI 6 verwickelt waren. "

Warum wird gegen Hernn Kinkel kein Ermittlungsverfahren eröffnet? Kein öffentliches Interesse? Es gab doch deutsche Opfer in München !
Tote und Verletzte - unschuldige Menschen ! Ist das alles gedeckt durch den Kampf gegen eine Idee - den Kommunismus ?

Den ganzen Artikel zum Prozeß hier: http://www.jungewelt.de/2013/04-20/061.php
Der Bombenleger Prozeß und die Hintergründe werden in übrigen Medien nicht erwähnt!


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#36

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 21.04.2013 13:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Polter im Beitrag #35
Der Bombenleger Prozeß in Luxemburg geht weiter !

Die Premiers Junker und Santer sind vorgeladen, weil sie wußten und nichts taten. Zur Erinnerung: Der Zusammenhang des z.Z. stattfindene
Bombenleger Prozeß in Luxemburg und BND Chef Kinkel:

" Vor dem Kriminalgericht hatte vergangene Woche der Duisburger Historiker Andreas Kramer unter Eid ausgesagt, sein Vater Johannes Kramer sei hochbezahlter Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND) gewesen und habe die Luxemburger Attentate im Auftrag der NATO koordiniert. Er sei auch Organisator des Bombenattentates vom 26. Oktober 1980 auf das Münchner Oktoberfest gewesen. Sein Vater habe ihm erzählt, daß in die Luxemburger Attentate neben dem SREL und dem BND auch der britische Auslandsgeheimdienst MI 6 verwickelt waren. "

Warum wird gegen Hernn Kinkel kein Ermittlungsverfahren eröffnet? Kein öffentliches Interesse? Es gab doch deutsche Opfer in München !
Tote und Verletzte - unschuldige Menschen ! Ist das alles gedeckt durch den Kampf gegen eine Idee - den Kommunismus ?

Den ganzen Artikel zum Prozeß hier: http://www.jungewelt.de/2013/04-20/061.php
Der Bombenleger Prozeß und die Hintergründe werden in übrigen Medien nicht erwähnt!


Die sind alle gekauft oder haben Angst davor vom BND eine Bombe untergejubelt zu bekommen.


zuletzt bearbeitet 21.04.2013 13:47 | nach oben springen

#37

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 04.05.2013 14:12
von Polter (gelöscht)
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In einem anderem Thema ( Brigadegeneral Klein ) wurde ich gefragt, ob es neben der "jungenWelt" noch andere seriöse Quellen gibt. Ich denke zu
solchen brisanten Themen nicht. Ich halte die "jungeWelt" für seriös, weil sie bisher noch keiner Medienlüge überführt wurde.

Zurück zu diesem Thema: Der Terrorprozeß in Luxemburg geht weiter. Zwischenzeitlich wurde bekannt, daß der Bundestagsabgeordnete
Ströbele eine Anfrage im Bundestag zum Geschehen stellen will. Ein Fernsehsender soll eine Dokumentation vorbereiten. Mal abwarten. Ein Interview des ZDF mit dem Sohn des Stay-Behind-Leiter des Bundesnachrichtendienstes, Johannes Kramer (Alias Cello) ist angeblich nicht gesendet worden. Weitere Informationen hier:

Quelle: http://www.glaronia.com/2013/04/15/luxem...gen-involviert/
Copyright © Glaronia.com
" Auch hätte sein unter Eid vor Gericht aussagender Sohn in Gesprächen erfahren, dass sein Vater für das blutige Attentat 1980 auf dem Münchner Oktoberfest verantwortlich gewesen war.....Attentate in Italien, Belgien oder München waren Teil eines Beschlusses auf höchstem NATO-Niveau. Hier benannte man das Allied Clandestine Committee, in welchem auch Luxemburg mit eingebunden war. Jenes Allied Clandestine Committee soll damals von dem direkten Vorgesetzten von Kramer Senior geführt worden sein. Bei dieser Person handelt es sich um den deutschen General Leopold Chalupa, der ehemalige Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Euro Mitte (CENTAG)." Für mich wird Kinkels Weste immer dunkler.


zuletzt bearbeitet 04.05.2013 14:13 | nach oben springen

#38

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 04.05.2013 16:40
von Gert | 12.354 Beiträge

wer ist Kinkel ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#39

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 04.05.2013 17:40
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #38
wer ist Kinkel ?




FPD, ex. Bundesjustizminister (....mit "Vergangenheit")


Theo


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#40

RE: Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

in Spionage Spione DDR und BRD 04.05.2013 18:23
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #38
wer ist Kinkel ?



War das nicht der Typ, der Möllemanns Fallschirm gepackt hatte?


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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