#1

Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 19:46
von Lutze | 8.033 Beiträge

ab wann durfte man in der DDR einen Ausreiseantrag stellen,
um in die Bundesrepublik überzusiedeln
gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 19:58
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
ab wann durfte man in der DDR einen Ausreiseantrag stellen,
um in die Bundesrepublik überzusiedeln
gruss Lutze


http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Ausreiseantrag

Wohl ab Bestand der Mauer 1961...ergebe auch Sinn.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#3

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:02
von Lutze | 8.033 Beiträge

ich konnte hier im Forum lesen,dass es in den 60ziger Jahren
nicht bekannt war,einen Ausreiseantrag zu stellen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#4

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:06
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #3
ich konnte hier im Forum lesen,dass es in den 60ziger Jahren
nicht bekannt war,einen Ausreiseantrag zu stellen
Lutze


Habe mir einige Statistiken angeschaut...es taucht immer der Zeitraum ab 61 auf...aber du weißt ja wie das mit Statistiken so ist. Interessant wäre auch...wer und wann war der 1. und mit welcher Begründung.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

zuletzt bearbeitet 07.04.2013 20:19 | nach oben springen

#5

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:08
von turtle | 6.961 Beiträge

Aus Wlkipedia,

Ein Antrag auf „ständige Ausreise“ in den Westen Deutschlands, also Auswanderung, war in den Gesetzen der DDR an sich nicht vorgesehen. Wenn ein DDR-Bürger einen solchen stellte, konnten die Behörden diesen allerdings nicht ignorieren, da er aus ihrer Sicht eine nicht akzeptable Absage an den „real existierenden Sozialismus“ darstellte. Der Ausreiseantrag wurde von den Antragstellern oft mit einem Antrag auf Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft gemäß § 10 DDR-Staatsbürgergesetz verbunden.

Angenommen wurden die Anträge bei der Abteilung Inneres des Rates des jeweiligen Kreises oder Stadtbezirks. Diese Abteilungen handelten eng zusammen mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das die Antragsteller beobachtete. Wartezeiten bis zur möglichen Genehmigung reichten von einigen Monaten bis zu einigen Jahren.

Rechtliche Grundlage [Bearbeiten]

Viele Ausreisewillige beriefen sich bei der Antragstellung auf ihr Recht auf Freizügigkeit aus der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 und/oder auf Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO vom 10. Dezember 1948:


„1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.“


„2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“

Anträge auf dauerhafte Ausreise in westliche Länder wurden zunächst generell abgelehnt. Anträge auf vorübergehende Ausreise in diese Länder wurde nur Reisekadern gewährt. In seltenen Fällen wurde die Ausreise Personen, die in der DDR nicht mehr erwünscht waren, vorübergehend oder dauerhaft gestattet.


Ich persönlich wusste nichts von der Möglichkeit einen Ausreiseantrag stellen zu können. (in den 60er Jahren)


zuletzt bearbeitet 07.04.2013 20:13 | nach oben springen

#6

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:20
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #4
Zitat von Lutze im Beitrag #3
ich konnte hier im Forum lesen,dass es in den 60ziger Jahren
nicht bekannt war,einen Ausreiseantrag zu stellen
Lutze


Habe mir einige Statistiken angeschaut...es taucht immer der Zeitraum ab 61 auf...aber du weißt ja wie das mit Statistiken so ist. Interessant wäre auch...wer und wann war der 1. war und mit welcher Begründung.

schön wäre schon zu erfahren,wer in den 60ziger Jahren mit einen gestellten
Ausreiseantrag in den Westen konnte
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#7

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:32
von buschgespenst | 623 Beiträge

Vielleicht hilft dieser Link weiter, über die Problematik der Ausreise und Anträge.

http://www.aus-der-ddr.de/artikel/ausrei...war-aid_45.html

Ich kenne nur die Verordnung zur Regelung von Fragen der Familienzusammenführung und der Eheschließung zwischen Bürgern der Deutschen Demokratischen Republik und Ausländern vom 15. September 1983

Sie gab Ausreisewilligen neuen Auftrieb, da sie zum ersten Mal die Möglichkeit haben, sich auf eine Norm – wenngleich kein Gesetz – zu beziehen.

bernd


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
Bernd
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#8

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:34
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Gut. Was soll ich jetzt aus den Beiträgen für Schussfolgerungen ziehen?

Gibt wohl hier im Forum nur zwei Vorgaben.
1. Es gab keine Ausreise - nur Freikauf durch den Westen nach Jahrelanger Haft und Verfolgung durch den Staat.
2. Es gab Ausreise - man hätte einfach nur einen Antrag stellen sollen und abwarten.


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#9

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 20:35
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #4
Zitat von Lutze im Beitrag #3
ich konnte hier im Forum lesen,dass es in den 60ziger Jahren
nicht bekannt war,einen Ausreiseantrag zu stellen
Lutze


Habe mir einige Statistiken angeschaut...es taucht immer der Zeitraum ab 61 auf...aber du weißt ja wie das mit Statistiken so ist. Interessant wäre auch...wer und wann war der 1. war und mit welcher Begründung.


Vor dem 13. August 1961 stellte wohl niemand einen Ausreiseantrag, sondern begab sich einfach nach Westberlin. Nach Erscheinen des Artikels im Neuen Deutschland am 13. August

http://www.1000dokumente.de/index.html?c...v=100&nav=&l=de
werden wohl nicht wenige sofort zum VP Revier geströmt sein und eine "besondere Bescheinigung für das Überschreiten der Grenzen nach Westberlin" verlangt, aber nicht bekommen haben.
Theo


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#10

RE: Ausreiseantrag

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.04.2013 21:10
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #6
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #4
Zitat von Lutze im Beitrag #3
ich konnte hier im Forum lesen,dass es in den 60ziger Jahren
nicht bekannt war,einen Ausreiseantrag zu stellen
Lutze


Habe mir einige Statistiken angeschaut...es taucht immer der Zeitraum ab 61 auf...aber du weißt ja wie das mit Statistiken so ist. Interessant wäre auch...wer und wann war der 1. war und mit welcher Begründung.

schön wäre schon zu erfahren,wer in den 60ziger Jahren mit einen gestellten
Ausreiseantrag in den Westen konnte
Lutze


Ich habe die DDR in den 60ern ohne Ausreiseantrag verlassen. Habe zu dieser Zeit ( bis 1965 ) auch nichts von einer solchen Möglichkeit gehört. Später im Westen habe ich davon gehört, dass wegen RF verurteilte DDR Bürger (auf Wunsch ?? weiss nicht ) nach Haftverbüssung in die Bundesrepublik abgeschoben wurden.
Ausreiseanträge offizieller Art gab es wohl erst nach den Helsinkiverträgen in den 70er Jahren.


.
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