#41

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2009 09:47
von manudave (gelöscht)
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Fritz Strelitz, stellvertrender Verteidigungsminister und IM "Birnbaum" wurde auch vom GMS bewertet, u.a:

"Natürlich nutzt er jede sich bietende Gelegenheit, um sich auch persönlche Vorteile zu verschaffen. Er uns seine Familie
tragen fast ausschließlich Produkte der kapitalistischen Produktion. Das gilt auch für die Wohnung."


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#42

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2009 10:00
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hab den Beitrag von manudave mit großem Interesse gelesen, die Details waren mir bisher nicht in dieser konkreten Form bekannt.
Es ist einfach nur erschütternd! Auch die Tatsache, das dies der geistige Ursprung hochintilligenter Menschen war, deren Bildungsniveau und IQ eigentlich ein derart menschenverachtendes, perfides Handeln nicht hätte zulassen dürfen!

Aber auch hier hat sich nach der Wende die alte These wieder bewahrheitet: Die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen...!

Kommen mir unweigerlich Erinnerungen und Parallelen zu dem Film: "Die Mörder sind unter uns"!

Und man verspürt es auch heute noch 20 Jahre nach der Wende in vielen Bereichen, die Diskriminierung von Mitmenschen, Nachbarn, Kollegen nach diesem Muster! Die da hinterstecken, findet man in seinen Vorwendeerinnerungen zumindest schnell dort, wo schon immer der Verdacht war, das sie die kleinen und großen Schmeißfliegen des MfS (IM usw.)waren, wieder. Und wen wundert`s: Sie sitzen heute in vielen Schaltstellen des öffentlichen Lebens, in Firmen und überall und treiben unter den Augen der deutschen Nachwendepolitik- und Justitz ihr Spielchen ungestört weiter!

Auch da fällt mir da immer wieder die eine Passage aus einem literarischen Werk ein: "...denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht...!"

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#43

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2009 10:12
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von josy95
Auch die Tatsache, das dies der geistige Ursprung hochintilligenter Menschen war, deren Bildungsniveau und IQ eigentlich ein derart menschenverachtendes, perfides Handeln nicht hätte zulassen dürfen!

Josef Mengele hatte auch einen sehr hohen IQ, und ein sehr hohes Bildungsniveau. Auch Goebbels. Man kann damit - glaub' ich - keine Schluesse auf die Menschlichkeit desjenigen ziehen.
-Th


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#44

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2009 12:16
von manudave (gelöscht)
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Deshalb werden ja z.B. die Mauerschützen- bzw. Politprozesse gern mit den Nürnberger Prozessen verglichen.

Gar nicht so abwegig.


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#45

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2009 13:24
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hallo CaptnDelta und alle anderen,

hab ich mich vielleicht etwas ungeschckt ausgedrückt. Den Bezug zum Einzelnen und dessen Menschlichkeit direkt herzustellen ist m. Ea. wirklich nicht so einfach. Oft ist ja zu beobachten gewesen, das die grausamsten Menschen anderseits nicht nur das Bild eines lieben, fürsorglichen, hilfsbereiten und "braven" Familienvaters, Nachbarn, Kollegen und Bekannten nach Außen abgegeben haben/ abgeben. Aber ich denke mal, je höher der IQ eines Menschen ist, desto mehr kann und muß der die Tragweite seines Handelns überblicken können, einschl. "Spätfolgen". Leider ist jedoch bei hochintilligenten Menschen oft ein psychisches Problem wie Paranoidität oder das Unfehlbarkeitssyndrom ect. zu beobachten. Andersherum haben gerade Diktaturen immer gern auf Menschen mit niedrigen IQ als willfähige Handlanger und Vollstrecker zurückgegriffen. Dieser Typ Mensch ist wesentlich leichter zu leiten und zu lenken, weil er so gut wie keine unbequemen Fragen stellt und über sein Handeln wenig oder gar nicht nachdenkt (nachdenken kann), so traurig das auch klingen mag.
Beste Beispiel sind doch die direkt an der Basis tätigen "Vollstrecker" in den KZ´s, sowjetischen Arbeitslagern und anderswo gewesen. Zur Not wird noch Alkohol oder ähnliches "gereicht", damit die Hemmschwelle noch weiter sinkt. Außerdem tut da auch der s. g. Verrohungseffekt seine Wirkung. Anders kann man sich auch derart sadistisches Treiben und Tun kaum erklären.
Der Film "Schindlers Liste" stellt das ja in schockierender Form da. Was man jedoch in keinem Film darstellen kann,ist die brutale Realität dessen, was sich dort tagtäglich für Grauen abgespielt hat!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 25.06.2009 13:30 | nach oben springen

#46

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2009 22:15
von manudave (gelöscht)
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Der DDR-Geheimdienst unterhielt während des kalten Krieges ein ausgedehntes Spionagenetz in Schweden. Erstmals bestätigte jetzt die schwedische Sicherheitspolizei SÄPO, dass die Stasi insgesamt 50 Agenten in dem skandinavischen Land führte. Obwohl die SÄPO die Spione identifizieren konnte, sind deren Namen bis heute offiziell nicht bekannt.

Bereits in den Jahren 1993 bis 1995 hatten schwedische Geheimdienstler demnach die Identität der 50 Stasi-Spione aufgeklärt. In der Folge kam es zu mehreren Ermittlungsverfahren, die zum Teil in Anklagen mündeten. Da jedoch jeweils die Verjährungsfrist von fünf Jahren überschritten war, wurde kein Agent vor Gericht gestellt.

SÄPO-Sprecher Anders Thornberg schloss in der BBC eine Veröffentlichung der Liste mit den Stasi-Spionen aus. "Die Fälle sind abgeschlossen, wir werden die Namen nicht offenbaren", sagte er.

Der auf Geheimdienstthemen spezialisierte Internetdienst Axis verweist derweil auf die Recherchen eines schwedischen Journalisten, wonach der SÄPO sogar eine Liste mit den Namen von insgesamt 900 Personen vorliegen soll, die ins Visier der Stasi geraten waren. Diese Liste umfasse sowohl Agenten als auch Personen, die die Stasi anwerben wollte. Mindestens einer der bislang nur mit Decknamen bekannten Agenten habe dem Journalisten zufolge Zugang zu hoch geheimen militärischen Unterlagen der schwedischen Regierung gehabt.

Schweden war während des Kalten Krieges ein neutrales Land und gehörte nicht der Nato an. Wegen seiner geostrategischen Lage war es aber ein bevorzugtes Zielobjekt östlicher und westlicher Geheimdienste. Der DDR-Geheimdienst nutzte Schweden vor allem als Transitland bei der Beschaffung westlicher Hoch- und Rüstungstechnologie. Daran waren auch mehrere schwedische Firmen und Geschäftsleute beteiligt. Unklar ist bis heute, in welchem Ausmaß die Stasi politische Spionage in Schweden betrieb. Auch gibt es Hinweise auf eine mögliche Verwicklung der Stasi in mehrere mysteriöse Todesfälle schwedischer Ingenieure, einer Journalistin und eines Regierungsbeamten in den siebziger und achtziger Jahren.


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#47

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.06.2009 17:47
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hallo manudave,du meinst bestimmt Fritz Streletz



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#48

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.06.2009 19:28
von manudave (gelöscht)
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Erbsenzähler


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#49

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.06.2009 23:04
von Augenzeuge (gelöscht)
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Und gerade Streletz war es, der mit Mielke zusammmen militärische Gewalt sicher durchgeführt hätte. Er macht in seinen späteren Statements auch keinen Hehl daraus. Streletz muss ja wohl einen Tag nach dem Mauerfall mit dem Gedanken gespielt haben, das er mit der NVA die Grenze wieder dicht macht. Erst die Nachfrage eines Generals soll ihn wohl erst zum Nachdenken gebracht haben. Für die in Leipzig dann Inhaftierten sollen ja große Lager geplant worden seien.
Weiß da jemand mehr darüber?


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#50

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.06.2009 23:27
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Sicher wird man Internierungslager geplant haben,wie in Form von Stadion,s wie in Chile.Wohin sollten sie denn so viel anders Denkende sperren.


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#51

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 11:21
von Augenzeuge (gelöscht)
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Danke, manudave!!
Weil es nicht vergessen werden darf und weil viele es aufgrund des langen Artikels doch nicht lesen- habe ich nochmal wichtige Aussagen herausgestellt.

Gruß, Augenzeuge

Zitat von manudave

Fast 86000 Bürger der DDR hätte es getroffen.

In X + 24 Stunden sollten geeignete und konspirativ aufgeklärte Objekte mit Stacheldraht und Wachtürmen umgeben und das ganze Land mit Isolierungslagern überzogen werden.

Mit deutscher Gründlichkeit wurden über die festzunehmenden Personen Formblätter mit Name, Adresse, Foto, Hinweisen auf Verbindungen zu anderen Personen etc.-- angelegt und stets aktuell gehalten.

Im Klartext: Die Isolierungslager waren - wenn möglich - als Zwangsarbeitslager konzipiert.

Die Verhaftung missliebiger Bürger und ihre Überstellung in gesonderte Lager ist für Diktaturen charakteristisch und stellt, zumal in der Geschichte des 20. Jahrhunderts, kein Novum dar. Zum Einen dürften die Planungen des MfS Entsprechungen im sowjetischen Gulag-System finden.

Geradezu erschreckend ist jedoch die Ähnlichkeit des Vorbeugekomplexes mit analogen Aktivitäten des Nazi-Regimes.
Insofern befand sich das MfS mit dem Vorbeugekomplex in schlimmster deutscher Tradition. Neuartig war allerdings die bürokratische Perfektion und Akribie, welche die Eventualplanungen des SED-Regimes kennzeichneten.

Die Kreisdienststelle Rudolstadt im Bezirk Gera legte noch am 27. Oktober 1989 Auskunftsberichte zum Vorbeugekomplex an.Die Kreisdienststelle Eberswalde im Bezirk Frankfurt/Oder erstellte sogar noch nach dem Fall der Mauer zwischen dem 10. und 13. November 1989 Listen, in denen die dortigen Aktivisten der Opposition für den Vorbeugekomplex erfasst waren.



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#52

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 11:43
von turtle | 6.961 Beiträge

Ein erschreckendes Szenarium!


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#53

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 13:27
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Gorbi wäre bestimmt nicht begeistert gewesen,wie lange hätte die Stasi dieses Trauerspiel durchziehen können,wäre
es womöglich zum Bürgerkrieg gekommen,hätten Soldaten auf die eigenen Landsleute geschossen ?

Ein Wunder das kein Schuss fiel,ein Fünkchen und es hätte den grossen Knall gegeben.

Die Ruhe und Besonnenheit der Leute damals-man kann es nicht oft genug sagen:Einzigartig



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#54

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 14:32
von skbw | 216 Beiträge

Ich bin einfach nur schockiert.


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#55

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 15:53
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Augenzeuge und manudave,
danke Euch für solche gute Beiträge. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Das alles mal so werden sollte ist schon erschreckend. Obwohl ich ja Staatsdiener war, hätte es mich ja auch treffen können. Es war ja keiner davon verschont. Einfach
erschreckend was hätte alles kommen können.
Auch die Frage von Zermatt: Hätten Soldaten auf eigene Landsleute geschossen?????-stelle ich mir gerade vor und versuche es auch zu beantworten.
Im Grenzdienst hätte ich jeden versuchten Grenzdurchbruch verhindert, egal wie, auch unter Anwendung der Schußwaffe. So ehrlich muß ich sein, weil ich von der Sache überzeugt war und eigentlich war ja die Grenze so aufgebaut das man westwärts nicht kam. Vertrat ja auch die Meinung, wer die DDR verlassen will, der soll es über ein Ausreise-Antrag machen.
Vor der Wende hätte ich sämtliche Befehle ausgeführt, da gab es kein Wenn und Aber. Wie ich damit dann fertig geworden wäre, das kann ich Euch auch nicht sagen.Hätte bestimmt allein damit gestanden, dieses zu verkraften.
Hatte in meinen Grenzdienst ein versuchten Grenzdurchbruch gehabt. Belobigt bin ich geworden, das Grenzerei und eine Geldprämie bekommen, aber was wurde aus dem Menschen????
Es gab Führungskräfte die sagten, Bei mir im Grenzdienst passiert nichts und bei Dir will einer rüber.Mich hatte keiner gefragt, wie es mir geht. Klar war ja mein Auftrag die Grenzen zu schützen.
Umso erschreckender ist es solche Sachen zu lesen, Stasi-Gefängnisse zu besuchen
Eine Frage stelle ich mir gerade selbst, mußten erst so viele Jahre vergehen und ich erst Mitglied in diesen Forum werden, damit man sich mit dem Erlebten gegenüber anderer auseinander setzen kann. Gruß Jens


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#56

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 17:19
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

ich denke mal,bei entsprechender vorbereitung wäre es in der ddr 1989/90 auch anders gekommen.a b e r es hat keiner entsprechende befehle erteilt.aus heutiger sicht sage ich auch gott sei dank(obwohl ich nicht gläubig bin)

zumindestens bie oktober 1989 waren große teile der nva noch zu der extremlösung bereit.wie so etwas in diktaturen aussehen kann haben wir in china,thailand oder
grade im iran gesehen


zuletzt bearbeitet 27.06.2009 17:26 | nach oben springen

#57

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 18:31
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Jens,
Ich finde es sehr gut das Du heute ehrlich und offen schreibst wie Du damals als Grenzer reagiert hättest! Nun inzwischen ist einige Zeit vergangen. Dank dieses Forums hast Du auch andere Einblicke was die DDR betraf gewinnen können.Heute fragst Du was aus dem Menschen geworden ist? Das sagt doch schon viel dass Du nicht mehr der Jens von damals bist! Du bist kritischer, offener,
geworden was Deine DDR Vergangenheit anbelangt!Mit dem Wissen von Heute so glaube ich, wäre Deine Einstellung speziell als Grenzsoldat eine andere gewesen,Du hättest nicht geschossen! Ich freue mich Dich in Helmstedt zu sehen,und mit Dir zusammen ein Bier zu trinken. Wie sich die Zeiten geändert haben,Du der überzeugte Grenzer und ich der Grenzbrecher trinken ein Bier zusammen, reden,und akzeptieren uns.Gruß Peter (Turtle)


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#58

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.06.2009 20:42
von AJ72 (gelöscht)
avatar

da ich gerade mein Archiv sortiere, fange ich mal langsam an und werde hier pdf hochladen, da sie teilweise sehr umfangreich sind macht es Sinn, da das reinkopieren glaube ich das Forum sprengen würde


Dateianlage:
zuletzt bearbeitet 29.06.2009 16:41 | nach oben springen

#59

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.07.2009 08:49
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Bunkerkommandant
In Antwort auf:
Der Mann der am Anfang spricht war teilweise fuer die Sicherheit der Familie-Honecker in Wandlitz zustaendig


Es handelt sich hierbei um Bernd Prückner von der HA Personenschutz des MfS, der mit seiner Abteilung bis 1989 für die Sicherheit der Familie Honecker verantwortlich war. Er selbst war für Honecker persönlich verantwortlich, sein Leibwächter, wenn man so will.

Wir lesen uns,
Thomas.


kleine richtigstellung : herr brückner war mit seinem kommando, er selbst war kommandoleiter, für die sicherheit von e. honecker verantwortlich. die gesamte abteilung VII der ha ps war für die nahabsicherung des pb und seiner ausländischen gäste zuständig.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#60

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.07.2009 11:41
von dein1945 (gelöscht)
avatar

zumindestens bie oktober 1989 waren große teile der nva noch zu der extremlösung bereit.wie so etwas in diktaturen aussehen kann haben wir in china,thailand oder
grade im iran gesehen


Hallo pitti,

wie groß waren denn die Teile der NVA ? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen und will es auch nicht, daß es zu Vorkommnissen wie in China gekommen wäre, auch wenn es Krenz gern so gesehen hätte. Die meisten DDR Bürger und dazu zähle ich auch die vielen NVA Angehörigen, doch zumeist Wehrpflichtige, konnten doch die politische Entwicklung in den anderen Ostblockstaaten verfolgen. Keiner konnte doch so blind sind sein, um nicht mitzukriegen, was in der UDSSR, Polen, Ungarn usw. vorsich ging. Bei mir selbst war zu der Zeit angesagt, 19.00 Heute, 19.30 Aktuelle Kamera und 20.00 Tagesschau, ich habe in dieser Zeit sogar auf meine geliebte Abendschau vom SFB verzichtet. Wie ich heute aus vielen Gesprächen mit ehemaligen DDR Bürgern weis ging es da nicht anders zu. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen und will es auch nicht, daß sich die grosse Masse bereit gefunden hätte auf die eigenen Landsleute zu schiessen. Nur alleine bei diesem Gedanken laufen mir heute noch Schauer den Rücken runter. Einige können mit diesem Gedanken gespielt haben, aber sicher nicht die Masse. Denn selbst die Führung konnte es doch nicht mehr verheimlichen, sie waren politisch gescheitert, finanziel erst recht ! Wäre es trotz allem so gekommen, wären einige von ihnen heute nicht mehr unter uns, siehe Rumänien ! Krenz hätte nicht den humanen Strafvollzug in Berlin erleben dürfen ( mit ständigem Ausgang, als Strumpfvertreter und weiterhin sich lobend über die DDR auszulassen ), er wäre sicherlich auf irgend einem Friedhof verscharrt worden. Dies sind teilweise Gedankenspiele, aber sie sollen gerade diejenigen anregen einmal über alles Nachzudenken, die vielleicht heute noch der Meinung sind, die DDR war der bessere deutsche Staat. Dies soll auch dazu beitragen, die Geschichte beider deutschen Staaten aufzuarbeiten. Am besten noch der Satz von Mielke " ich liebe euch doch alle", und warum hat er vorher Liebe mit Hass verwechselt, nicht nur gegen uns im Westen, aber hauptsächlich auch gegenüber seinen eigenen Landsleuten.

Gruß aus Berlin


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