#141

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 10:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #119
..... und überhaupt die DDR war das bessere Deutschland dort wurde alles richtig gemacht, die Westdeutschen hatten den Krieg verloren, hatten überall nur Nazis herumlaufen, hatten von nichts ne Ahnung.Und wenn sie ( die DDR ) nicht gestorben ist, lebt sie noch heute.
Dummerweise ist sie aber "gestorben", warum nur bei solch grandiosen Leistungen?


Gert, Du bist hier unsachlich.
Von all dem, was Du hier schreibst hat Waldpaul nichts behauptet.

Er hat lediglich festgestellt, dass die DEFA bei der Ausstattung von Filmen, deren Handlungen in der Vergangenheit spielen, stets auf korrekte Ausstattung geachtet hat.

Vielleicht kannst Du ja Dein Feindbild gegenüber jedem, der der DDR was positives abgewinnen kann doch noch zurückschrauben.

andy


@andy
Woher weisst du, dass die DDR mein Feindbild ist, woher kennst du mein Befinden? Ich habe kein Wort davon geschrieben. Mir geht es nur langsam auf den S..., das hier ne ganze Menge Foristen diesen maroden, untergegangenen Staat in ein Bild verklären, das überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte und hat. Es kommt mir fast so vor, wie nach dem ersten Weltkrieg mit der Dolchstosslegende. Damals waren Sozialisten, Juden und was weiss ich noch für Typen schuld an der Kapitulation, denn eigentlich hatte man den Krieg ja gewonnen. Nach 89 kristallisiert sich immer mehr heraus, eigentlich war es ja ganz nett in der DDR und die ganzen Schwierigkeiten hat uns nur der Westen eingebrockt. Wir im Westen haben nichts aber auch gar nichts zum Einreissen der Mauern getan, das haben die Ostdeutschen ganz alleine getan. Wenn den Ostdeutschen nun die Mauersteine auf die Füße fallen, so müssen sie die Ursache für die Schmerzen bei sich ganz alleine suchen. So einfach ist das.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#142

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 10:29
von Gert | 12.354 Beiträge

zurück zum Thema

Was mir in dem 3.Teil auffiel, war die immer wieder hervortretende Aversion gegen die Juden. Das kam in den Dialogen der polnischen Partisanen vor. Existierte in Polen ein solcher Antisemitismus ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#143

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 10:31
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #142
zurück zum Thema

Was mir in dem 3.Teil auffiel, war die immer wieder hervortretende Aversion gegen die Juden. Das kam in den Dialogen der polnischen Partisanen vor. Existierte in Polen ein solcher Antisemitismus ?




Ja.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#145

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 10:55
von Weichmolch (gelöscht)
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Mir persönlich war der letzte Teil mit den Einzelanekdoten im schnellem Schnitt überfrachtet. 50 Sekunde für dargestellte, wahrhaftige Geschehnisse, die in sich betrachtet das Potential abendfüllender Filme haben, erscheint mir zu schnell.

Beispiel: Die (nichtgezeigte) Erschießung der hilfswilligen russischen Krankenschwester. Verurteilt als Verräterin? Von wem, wann und warum? Ihr persönliches Unglück, identisch mit dem Hunderttausender Russen, Belorussen und Ukrainern, wird nur gewesen sein, hinter den Linien des Überlebens wegen in ihrem Beruf weiter zu arbeiten.

Der Umgang der Sowjetunion mit denen, die in Gefangenschaft gerieten oder als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, ist kein Ruhmesblatt.

Die Handlungen genauso wie die Strukturen der unterschiedlichen Partisanenverbände und -gruppierungen ist heute noch Gegenstand intensiver Forschung von Historikern. Einen Vorgeschmack auf kommende Darstellungen bekam ich letztes Jahr in Brest.

Das Ziel des Filmes, einen Disput anzuregen und sich u.U. selbst zu hinterfragen, halte ich für erreicht.

Weichmolch


Schuddelkind, DoreHolm, Eisenacher und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.03.2013 10:56 | nach oben springen

#146

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 11:35
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #142
zurück zum Thema

Was mir in dem 3.Teil auffiel, war die immer wieder hervortretende Aversion gegen die Juden. Das kam in den Dialogen der polnischen Partisanen vor. Existierte in Polen ein solcher Antisemitismus ?




Im zweiten Teil der Doku zu dem Film sind sie auf dieses Thema eingegangen. Es war wohl in der Tat so, dass in der polnischen Heimatarmee(AK) Antisemitismus stark verbreitet war. Wie in ganz Osteuropa eigentlich auch. Die gezeigten Partisanen im Film waren von der AK. Es gab aber unterschiedliche Partisanenverbände in Polen. Diesen starken Antisemitismus hätte ich aber auch nicht vermutet.


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 21.03.2013 11:57 | nach oben springen

#147

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 11:39
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #132
Würdet ihr die Hauptdarsteller eigentlich als "Nationalsozialisten" bezeichnen?
Wen - auch von den Nebenrollen (außer den SS-Männern) könnte man als solchen klassifizieren?


Eindeutig JA! Das wird in dem Film doch ziemlich deutlich. Und so war ja auch die Wirklichkeit. Wer nicht Kommunist, Kirchenmann oder sonstwie Gegner des NS-Regiemes war, war mehr oder weniger Nationalsozialist.


Intellektuelle spielen Telecaster
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#148

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 11:44
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #141
Zitat von andy im Beitrag #119
..... und überhaupt die DDR war das bessere Deutschland dort wurde alles richtig gemacht, die Westdeutschen hatten den Krieg verloren, hatten überall nur Nazis herumlaufen, hatten von nichts ne Ahnung.Und wenn sie ( die DDR ) nicht gestorben ist, lebt sie noch heute.
Dummerweise ist sie aber "gestorben", warum nur bei solch grandiosen Leistungen?


Gert, Du bist hier unsachlich.
Von all dem, was Du hier schreibst hat Waldpaul nichts behauptet.

Er hat lediglich festgestellt, dass die DEFA bei der Ausstattung von Filmen, deren Handlungen in der Vergangenheit spielen, stets auf korrekte Ausstattung geachtet hat.

Vielleicht kannst Du ja Dein Feindbild gegenüber jedem, der der DDR was positives abgewinnen kann doch noch zurückschrauben.

andy


@andy
Woher weisst du, dass die DDR mein Feindbild ist, woher kennst du mein Befinden? Ich habe kein Wort davon geschrieben. Mir geht es nur langsam auf den S..., das hier ne ganze Menge Foristen diesen maroden, untergegangenen Staat in ein Bild verklären, das überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte und hat. Es kommt mir fast so vor, wie nach dem ersten Weltkrieg mit der Dolchstosslegende. Damals waren Sozialisten, Juden und was weiss ich noch für Typen schuld an der Kapitulation, denn eigentlich hatte man den Krieg ja gewonnen. Nach 89 kristallisiert sich immer mehr heraus, eigentlich war es ja ganz nett in der DDR und die ganzen Schwierigkeiten hat uns nur der Westen eingebrockt. Wir im Westen haben nichts aber auch gar nichts zum Einreissen der Mauern getan, das haben die Ostdeutschen ganz alleine getan. Wenn den Ostdeutschen nun die Mauersteine auf die Füße fallen, so müssen sie die Ursache für die Schmerzen bei sich ganz alleine suchen. So einfach ist das.



Rot: Du sicher nicht, zumindest nicht direkt und bewußt. Deine Politiker haben sehr wohl mitgeholfen, daß es so gekommen ist wie es ist.
Wenn der DDR irgendwie an den Karren gefahren werden konnte, haben sie es gemacht. War natürlich immer ein gewisser Spagat zwischen Geschäftsinteressen von Unternehmen und den politischen Langzeitzielen. Stichpunkte dazu könnte jeder wohl nennen (Hallstein-Doktrin, Boykotte in allen Gesellschaftsbereichen, Medienpropaganda u.s.w.)



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#149

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 11:57
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Interessant bei den Film war im 3.Teil auch die Szene zum Schluß.Als einer der Freunde das Zimmer betrat und der Sturmbahnführer wieder in Amt und Würden da saß.Und er den alliierten Offizier drauf hinwies--wer da sitzt.Und keine Antwort erhielt.Das würde doch etwas zum Nachdenken anregen.


PF75 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#150

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 12:05
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #130

Noch irgendwelche Fragen zur tarantionesken Umsetzung der Story a la Hollywood?



Wobei Hollywood nicht gleich Hollywood ist, auch in Hollywood gab es bei Kriegsfilmen einen Wandel. Vergleicht man, wie "heute" in Hollywood-Kriegsfilmen der Krieg als solcher dargestellt wird, mit der Darstellung der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre, dann sind größere Unterschiede zu erkennen. Zum Beispiel der Film "Der Soldat James Ryan" oder "Band of Brothers" verglichen mit dem Film "Der längste Tag", hier insbesondere die Landungsszenen. In "Der längste Tag" wird der Krieg nur gefiltert gezeigt, erscheint eher als ein Abenteuer, fast als ein Spaziergang mit humoresken Elementen, eine andere Begleitmusik. In den neueren Hollywood-Filmen wird der Krieg brutaler dargestellt, da fehlen auch weitgehend die humoresken Elemente. Ob man das jetzt als "tarantioneske Umsetzung" bezeichnen kann, sei dahingestellt. Aber meiner Meinung nach wird der Krieg als solcher heute realistischer dargestellt. Auch bei der Darstellung der Kriegsgeschehnisse 1944 in den Niederlanden gibt es zwischen "Die Brücke von Arnheim" und "Band of Brothers" erhebliche Unterschiede.


zuletzt bearbeitet 21.03.2013 12:11 | nach oben springen

#151

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 12:10
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Weichmolch im Beitrag #145
Beispiel: Die (nichtgezeigte) Erschießung der hilfswilligen russischen Krankenschwester. Verurteilt als Verräterin? Von wem, wann und warum? Ihr persönliches Unglück, identisch mit dem Hunderttausender Russen, Belorussen und Ukrainern, wird nur gewesen sein, hinter den Linien des Überlebens wegen in ihrem Beruf weiter zu arbeiten.

Weichmolch


Das ist dem Format geschuldet: Die Ereignisse sind so dargestellt, wie sie die fünf Protagonisten heute schildern würden und das in bewegte Bilder umgesetzt. Nichts geht über den eigenen Horizont heraus. Die Nebenfiguren sind deshalb auch recht plakativ: sie sind so dargestellt, wie sie die Protagonisten subjektiv erlebt haben. Das gilt zum Beispiel für den Feldweibel der Bewährungseinheit: Die körperliche Nähe, die er zu seinen Untergebenen bei der Befehlsgebung gehabt, widersprecht jeglicher Dienstanweisung. Des hat ihm den Messerstich eingebracht. Der Standartenführer, der im Gefängnis Häftlinge aufsucht , ohne dass es einen dienstlichen Grund dazu gibt usw.usw. Der Spruch: "Haben Sie etwa gemeint, wir hätten Sie vergessen?" aus dem Munde von Nazischergen vor dem Weg zur Hinrichtung der Gefängnisinsassen ist ein "Klassiker" und kommt in jedem Film vor, der mit Nazis zu tun hat; auch hier natürlich absolut unerlässlich
Alles in allem aber ein guter Film, weil er spannend war, historisch bringt er aber nichts, muss er auch nicht: Aber er löst beim Zuseher Fragen aus, und das ist eigentlich mehr, als wenn Antworten kommen, auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat.
Theo


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#152

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 12:30
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Bei der AK(Heimatarmee) gab es auch Juden. Das waren Juden, die sich als polnische Patrioten fühlten.
In den Wäldern herrschte ein einziges Chaos. Da gab es die kommunistischen Partisanen und dann die AK. Das auch noch alles, in vielen unterschiedlichen Formationen. Dazu kamen Gruppen von Polen und auch Juden die sich in den Wäldern versteckten. Jeder braucht etwas zu essen und so kamen die der Reihe nach zu den Bauern und holten sich , was sie brauchten. Mit oder ohne Gewalt, gegen Bezahlung und auch ohne. Die haben sich sogar teilweise untereinander bekämpft. Da gab es auch einen Befehl vom Kommando der AK, Banditen zu liquidieren. Da wurden dann auch mal ein paar Juden abgeknallt , denn die hatten ja in der Regel kein Kleingeld parat, um sich ihre Lebensmittel beim Bauern zu kaufen.
Der teilweise Antisemitismus resultierte aus der Tatsache , das ein Teil der Juden mit den Sowjets beim Einmarsch 1939 nach Polen kollaboriert hat.
Als die Sowjets dann nach Polen 1944 einmarschierten, kamen viele Juden die sich nach SU abgesetzt hatten, als NKWD-Funktionäre zurück und haben dann, unter den Kämpfern der AK die Nacht der langen Messer veranstaltet.
Also eine sehr umfangreiche Problematik und wie es so mit Geschichte ist. Da kann sich jeder propagandistisch heraussuchen , was ihm gerade ins Programm passt.


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#153

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 12:46
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #141


Vielleicht kannst Du ja Dein Feindbild gegenüber jedem, der der DDR was positives abgewinnen kann doch noch zurückschrauben.

andy


@andy
Woher weisst du, dass die DDR mein Feindbild ist, woher kennst du mein Befinden? Ich habe kein Wort davon geschrieben.

[/quote]


@Gert

Abgesehen davon, dass ich Dir im o.g. Beitrag überhaupt kein Feindbild gegenüber der DDR vorgeworfen habe, hast Du dieses in diesem Forum schon mehrfach überzeugend zum Ausdruck gebracht.
In meiner relativ kurzen Zeit der Zugehörigkeit zu diesem Forum gewann ich den Eindruck, dass bei Dir allein schon die Nennung der Staatsbezeichnung DDR oder irgend etwas damit zusammenhängendes Reflexe auslöst, die dann zu solchen Antworten wie eben Deiner (#111) auf Waldpauls Post (# 110) führen.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
EK87II hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.03.2013 12:47 | nach oben springen

#154

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 13:20
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #147
Zitat von Barbara im Beitrag #132
Würdet ihr die Hauptdarsteller eigentlich als "Nationalsozialisten" bezeichnen?
Wen - auch von den Nebenrollen (außer den SS-Männern) könnte man als solchen klassifizieren?


Eindeutig JA! Das wird in dem Film doch ziemlich deutlich. Und so war ja auch die Wirklichkeit. Wer nicht Kommunist, Kirchenmann oder sonstwie Gegner des NS-Regiemes war, war mehr oder weniger Nationalsozialist.


Also da bin ich anderer Meinung, Victor war mit Sicherheit kein Nazi, Friedhelm auch nicht, er hat sich während des Krieges zu einen stumpfsinnigen Befehlsempfänger entwickelt, Wilhelm war Offizier aber war er deswegen ein Nazi? Die Krankenschwester war auch kein Nazi und die Tänzerin/Sängerin hat versucht indem sie eine Liasion mit einen Nazi/SS-Bonzen eingeht persönliche Vorteile für sich zu erreichen was ja letztendlich nach hinten los ging auch Sie war kein Nazi. Jugendliche Mitläufer ja aber Nazi? Ich würde sagen nein.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#155

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 13:35
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #154
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #147
Zitat von Barbara im Beitrag #132
Würdet ihr die Hauptdarsteller eigentlich als "Nationalsozialisten" bezeichnen?
Wen - auch von den Nebenrollen (außer den SS-Männern) könnte man als solchen klassifizieren?


Eindeutig JA! Das wird in dem Film doch ziemlich deutlich. Und so war ja auch die Wirklichkeit. Wer nicht Kommunist, Kirchenmann oder sonstwie Gegner des NS-Regiemes war, war mehr oder weniger Nationalsozialist.


Also da bin ich anderer Meinung, Victor war mit Sicherheit kein Nazi, Friedhelm auch nicht, er hat sich während des Krieges zu einen stumpfsinnigen Befehlsempfänger entwickelt, Wilhelm war Offizier aber war er deswegen ein Nazi? Die Krankenschwester war auch kein Nazi und die Tänzerin/Sängerin hat versucht indem sie eine Liasion mit einen Nazi/SS-Bonzen eingeht persönliche Vorteile für sich zu erreichen was ja letztendlich nach hinten los ging auch Sie war kein Nazi. Jugendliche Mitläufer ja aber Nazi? Ich würde sagen nein.


Hat nicht die große Masse der Mitläufer den Fortbestand des Systems gesichert und mitgetragen?


Intellektuelle spielen Telecaster
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#156

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 13:38
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Wer war Nazi? Vermutlich alle mit Ausnahme des Vorstehers des Entnazifizierungsamtes Regierungsrat(?) Dom, (der seine SS Mitgliedschaft als Sturmbannführer erfolgreich vertuschen konnte...
http://www.verfassungen.de/de/bw/wuertt-...ngsgesetz46.htm
Ich befrüchte die Frage, wer Nazi war, ist schwer zu beantworten und viele waren froh, dass der Kalte Krieg und 1951 das Entnazifizierungsschlussgesetz kam. Ich stelle mir bei dieser Gelegenheit vor, wie das wäre, wenn jemand auf die Idee käme, ein BStU Schlussgesetz zu fordern: Akten wegschliessen und Deutschland als entstasifiziert zu erklären. Im Kalten Krieg ging das ganz einfach: Per Gesetz gab es ab 1951 keine Nazis mehr in der BRD.
Theo


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#157

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 13:43
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #155
Zitat von Duck im Beitrag #154
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #147
Zitat von Barbara im Beitrag #132
Würdet ihr die Hauptdarsteller eigentlich als "Nationalsozialisten" bezeichnen?
Wen - auch von den Nebenrollen (außer den SS-Männern) könnte man als solchen klassifizieren?


Eindeutig JA! Das wird in dem Film doch ziemlich deutlich. Und so war ja auch die Wirklichkeit. Wer nicht Kommunist, Kirchenmann oder sonstwie Gegner des NS-Regiemes war, war mehr oder weniger Nationalsozialist.


Also da bin ich anderer Meinung, Victor war mit Sicherheit kein Nazi, Friedhelm auch nicht, er hat sich während des Krieges zu einen stumpfsinnigen Befehlsempfänger entwickelt, Wilhelm war Offizier aber war er deswegen ein Nazi? Die Krankenschwester war auch kein Nazi und die Tänzerin/Sängerin hat versucht indem sie eine Liasion mit einen Nazi/SS-Bonzen eingeht persönliche Vorteile für sich zu erreichen was ja letztendlich nach hinten los ging auch Sie war kein Nazi. Jugendliche Mitläufer ja aber Nazi? Ich würde sagen nein.


Hat nicht die große Masse der Mitläufer den Fortbestand des Systems gesichert und mitgetragen?

Das stimmt schon aber Mitläufertum und überzeugter Nazi, sind für mich zwei paar Stiefel Schuddel.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#158

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 13:50
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Duck im Beitrag #157

Das stimmt schon aber Mitläufertum und überzeugter Nazi, sind für mich zwei paar Stiefel Schuddel.


Wie definiert man dann Mitläufer? Der Mann oder die Frau, die mit geballter Faust in der Tasche versucht haben ihre Familie zu schützen? Oder die sich so angepasst haben, dass man sie nicht von den Nationalsozialisten unterscheiden konnten?

LG von der grenzgangerin


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#159

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 14:00
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #142
zurück zum Thema
Was mir in dem 3.Teil auffiel, war die immer wieder hervortretende Aversion gegen die Juden. Das kam in den Dialogen der polnischen Partisanen vor. Existierte in Polen ein solcher Antisemitismus ?




Leider ja, auch noch 1946!

http://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom_von_Kielce

deshalb 1947

http://de.wikipedia.org/wiki/Krimmler_Tauernhaus

http://www.alpinepeacecrossing.org/?view=waitzbauer

Gruß



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#160

RE: Unsere Mütter,unsere Väter

in Themen vom Tage 21.03.2013 14:03
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Die Niederlage des WK1. Wirtschaftskrise, hohe Arbeitslosigkeit, Hunger, Inflation. Schandvertrag von Versailles, Strassenkämpfe usw. Dann kommt der Erlöser ins Spiel. Kraft durch Freude. Ende der Arbeitslosigkeit. Wirtschaftsaufschwung in ungeahntem Ausmaß. Einfamilienhaus für einfache Arbeiter. Müttergenesungswerk. Schiffsreisen für Proletarier. Nationaler Sozialismus pur. Volkswagen für Arbeiter. Brechung der Zinsknechtschaft. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Rückkehr des Nationalstolzes usw. Blühende Landschaften innerhalb von ein paar Jahren
Wer wollte da nein sagen??


zuletzt bearbeitet 21.03.2013 14:05 | nach oben springen



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