#41

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von suentaler im Beitrag #37
Schade dass das Video privat ist und bei mir nicht läuft.



Danke Dieter, wuerd ich gerne sehen den Film. laeuft bei mir leider auch nicht. Steht private film. Trotzdem vielen Dank. Gesagt wurde so einiges damals. Ich habe wie gesagt aus Schwanheide und aus Buechen einen Zeugen ausfindig machen koennen, ist schon was nach so langer Zeit. Diese konnten sich sofort ganz genau an den Fall erinnern an dem Holzhuette.
Ja, Zollhuette, BGS Huette. Was auch immer. Verwirrt? wirklich komisch, es gibt einen Unterschied zwischen verwirrt und bewusstlos, die Krankenakten sprechen fuer sich, und auch, dass den NVA Leuten gesagt wurde, dass ich besoffen war. Hatte keinen Tropfen getrunken. Auch Krankenakte. Das war ich. Und ich bedanke mich fuer den Bericht dazu von Dir. Wenigstens sind wir an der richtigen Stelle. Das war in dieser Nacht vom 7. auf den 8. und es hat geschneit. Weisse Flocken, die habe ich noch erkannt in meiner 'Verwirrtheit'.
Noch jemand, der mehr und besser weiss, Bild war dabei! Zumindest weiss Berlin wo er die Fotos nun fuenfundzwanzig Jahre spaeter machen soll. Haette ich doch einen Filmteam mitnehmen sollen.
Das war meine Flucht, beschrieben von dem Ausgang eines Bremer Vororts aus. Ich musst sehr verwirrt gewesen sein, so weit zu kommen an die Grenze. Diese Flucht wurde grundsaetzlich amtlich geheimgehalten, aus gutem Grund. Und nun Popcorn und Skyfall oder sonstigen Dreck reinziehen. Es lohnt sich wirklich nicht hier zu schreiben. Ich bin hier weit weg von dem deutschen Gezeter um Recht und Unrecht in DDR und BRD, und ich muss sagen, diese fehlt mir nicht. Ich habe nur gut gemeint, weil ich mich Deutschland, in dem mein Schicksal abspielte noch zugehoerig fuehle. Luegen zur Geschichte und vor allem zu meiner muss ich nicht. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, das predige ich konstant, stosse wie hier auf taube Ohren.
Ich muss es mir nicht mehr antun. Habe ich mir schon oft gesagt hier, aber ich muss, wie damals, den Tatsachen schauen ins Auge schauen. Die Wahrheit sollte damals nicht erzaehlt werden und diese ist auch heute unwichtig.
Larissa
Na, wiederleg doch der Film von Eisenacher, wie bewaldet es dort war.


zuletzt bearbeitet 13.03.2013 16:32 | nach oben springen

#42

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:32
von Schlutup | 4.103 Beiträge

moin moin!

hier mal die tagesschau vom 06-03-1988 mit dem Wetter vom 07-03-1988.

gruß schlutup

http://www.youtube.com/watch?v=V_9r4GJCec8



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#43

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:34
von Schlutup | 4.103 Beiträge
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#44

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:34
von Kimble | 397 Beiträge

Kritik und Anmerkungen sind doch - sofern höflich vorgetragen - völlig normal.
Wem was nicht paßt, der kann es doch ganz einfach ignorieren oder es als Roman lesen.

Die Zweifler wird es immer geben. Erst recht wenn man solche Extrem- Berichte liest.
Die Zweifel kommen auch daher, dass Larissa's Geschichte nicht zum Klischee eines Agenten passen will.

Agenten machen auch unter Stress kaum Fehler.
Agenten können Autos kurzschließen.
Agenten hüpfen während der Fahrt auf Zugdächern herum.
Agenten können Verfolger immer Abschütteln.
Agenten können Hals über Kopf Fluchten.
Agenten haben immer einen Anlaufpunkt für den Notfall.
Agenten werden bei Gefahr immer raußgeholt.



Vielen Dank Larissa für deinen sehr interessanten Bericht!
Also besonders der zweite längere Text hat mir sehr gefallen.

Du läßt uns jedenfalls an deinen Erlebnissen etwas teilhaben.
Da könnten sich andere eine Scheibe von abschneiden.
Von KID zum Beispiel hätte ich gerne etwas mehr gelesen.
Aber der taucht ja nur auf, wenn er was bestimmtes braucht. So mein Eindruck.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
Damals87 und Batrachos haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.03.2013 16:44 | nach oben springen

#45

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Kimble im Beitrag #44
Kritik und Anmerkunken sind doch - sofern höflich vorgetragen - völlig normal.
Wem was nicht paßt, der kann es doch ganz einfach ignorieren oder es als Roman lesen.

Die Zweifler wird es immer geben. Erst recht wenn man solche Extrem- Berichte liest.
Die Zweifel kommen auch daher, dass Larissa's Geschichte nicht zum Klischee eines Agenten passen will.

Agenten machen auch unter Stress kaum Fehler.
Agenten können Autos kurzschließen.
Agenten hüpfen während der Fahrt auf Zugdächern herum.
Agenten können Verfolger immer Abschütteln.
Agenten können Hals über Kopf Fluchten.
Agenten haben immer einen Anlaufpunkt für den Notfall.
Agenten werden bei Gefahr immer raußgeholt.



Vielen Dank Larissa für deinen sehr interessanten Bericht!
Also besonders der zweite längere Text hat mir sehr gefallen.

Du läßt uns jedenfalls an deinen Erlebnissen etwas teilhaben.
Da könnten sich andere eine Scheibe von abschneiden.
Von KID zum Beispiel hätte ich gerne etwas mehr gelesen.
Aber der taucht ja nur auf, wenn er was bestimmtes braucht. So mein Eindruck.




Vielen Dank Kimble, die Menschen koennen nicht hinnehmen was nicht sein darf. Wie damals die Propaganda war auf beiden Seiten und wie sehr manche Dinge hochgeschaukelt wurden und auch unter den Tischen gekehrt worden sind. Das ist richtig, zum Klischee eines Agenten passt das alles nicht und schon nicht zu Herrn Bond. KID koennte viel mehr erzaehlen, er ist ein verletzter Mann, der auch dann nicht davor zurueckschreckt Gegenworte zu haben, und zu Recht. Er wird aufgrund verschiedener Dinge sehr oft angegriffen. Ich fuehle mich nicht angegriffen Kimble, nur sehr muede immer zu rechtfertigen. Weiss, dass dort bewaldetes Gebiet war, sehr bewaldet und nun sieht man es auch in dem Film, und dass man auch sieht, dass es schneite bereits am 6.3. Es hat geschneit in dieser Nacht. Vielleicht kam mir das schlimmer vor in meinem Zustand aber egal. Ich denke ich muss mich nicht um Schneeflocken streiten nach fuenfundzwanzig Jahren. Ich sehe bestatigt wurde diese 'Angelegenheit' an der Huette wieder, wie von anderen Zeugen, das ist schon gut. Fuer mich ist wichtig, dass ich reden kann. Ich habe nach dem Prozess 1990 und Suizidgefahrdung sehr stark gut gefuehlt in Russland und spaeter in den USA, wo ich auch bis 2010 nicht geredet habe. Nun, ich habe mein Buch geschrieben, um fuer mich klare Tatsachen zu schaffen und vielleicht zu vergessen einige Narben, was mir nicht bis heute ganz gelingt. Es war fuer mich nicht ein extrembericht, sondern Tatsachen, die so passiert sind.
Vielen Dank nochmal. Larissa


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#46

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:57
von Lutze | 8.035 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #43
moin!

hier der film von dieter:

http://www.youtube.com/watch?v=Hq2sOzeNl...player_embedded

die Türme hätte man als Erinnerung stehen lassen können
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#47

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 17:13
von exDieter1945 | 228 Beiträge

Auf meiner alten Dienstkarte habe den Standort der Hütte eintragen. Die Hütte stand ca 15 Meter von Schlagbaum entfernt. Den Schlagbaum habe ich retten können. Ein Teil davon steht heute in der "Grenzanlage Leisterförde".

Ausschnitt aus Dienstkarte der Zolls

Schlagbaum Bröthen/Schwanheide ca. 1988

Grenzöffnung am Schlagbaum Bröthen/Schwanheide am 28. 6. 1990.

So sieht es heute dort aus

Grenzanlage Leisterförde


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#48

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 17:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von exDieter1945 im Beitrag #47
Auf meiner alten Dienstkarte habe den Standort der Hütte eintragen. Die Hütte stand ca 15 Meter von Schlagbaum entfernt. Den Schlagbaum habe ich retten können. Ein Teil davon steht heute in der "Grenzanlage Leisterförde".

Ausschnitt aus Dienstkarte der Zolls

Schlagbaum Bröthen/Schwanheide ca. 1988






Die ersten beiden Bilder, vielen Dank dafuer, das ist die Stelle, vor dem Grenzturm gerade zur Ecke, die nicht ganz auf dem Bild ist. Und das ist der Schlagbaum. Mit Sicherheit, es gab da nur einen. Ob ich den mal wiedersehen koennte oder will. Werde in mich gehen. Gehe davon aus, Terrain nicht gut bekannt, und nachts und Schlechtwetter, und seit morgens unterwegs. Es war gegen 4.00 Uhr als sie fanden, aufgrund der Anrufe von einer Frau Lemke. Vielen vielen Dank. Larissa
PN bitte lesen


zuletzt bearbeitet 13.03.2013 17:24 | nach oben springen

#49

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 17:39
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hallo,

ja, genau die Ecke meine ich, kenne ich.

Zwischen den Punkten 33 und 31 soll die Schleuse gewesen sein und genau das beschreibt Larissa ja.

Und bitte, ich möchte niemanden angreifen, es soll sich niemand rechtfertigen. Passt schon.

Aber es muss erlaubt sein, nachzufragen, wenn man die Gegend genau kennt und man etwas komisch findet. Und ich bin der Meinung, dass die Nachfrage sachlich und nicht beleidigend gestellt wurde.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 13.03.2013 17:52 | nach oben springen

#50

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 17:49
von exDieter1945 | 228 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #49
Hallo,

ja, genau die Ecke meine ich, kenne ich.

Zwischen den Punkten 33 und 31 soll die Schleuse gewesen sein und genau das beschreibt Larissa ja.

Und bitte, ich möchte niemanden angreifen, es soll sich niemand rechtfertigen. Passt schon.

Mfg Berlin


Dass dort geschleust wurde hatte mir vor ein paar Jahren ein ehem. Politoffizier der Grenzkompanie erzählt. Bestätigt wurde es mir Ende 2012 durch einen IM, der in diesem Abschnitt häufig geschleust wurde. Es wurde auch am Tag geschleust. Die Grenztruppe wurde abgezogen und durch Kräfte der Stasi in Uniformen der Grenztruppen ersetzt.
Gruß Dieter


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#51

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 18:04
von utkieker | 2.922 Beiträge

Das körperliche "Versagen" bei Larissa, scheint mir eine typische Form von "Hungerast" zu sein http://de.wikipedia.org/wiki/Mann_mit_dem_Hammer und ich denke, daß diese Symptome auch noch durch Medikamenteneinnahme und der naßkalten, windigen Witterung verstärkt wurde.
Wenn ich die Karte von Dieter richtig interpretiere lag die DDR auf Grund des unorthodoxen Grenzverlaufs im Süden. Dumm gelaufen für Larissa und dennoch Glück im Unglück.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#52

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 18:17
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von exDieter1945 im Beitrag #50
Zitat von berlin3321 im Beitrag #49
Hallo,

ja, genau die Ecke meine ich, kenne ich.

Zwischen den Punkten 33 und 31 soll die Schleuse gewesen sein und genau das beschreibt Larissa ja.

Und bitte, ich möchte niemanden angreifen, es soll sich niemand rechtfertigen. Passt schon.

Mfg Berlin


Dass dort geschleust wurde hatte mir vor ein paar Jahren ein ehem. Politoffizier der Grenzkompanie erzählt. Bestätigt wurde es mir Ende 2012 durch einen IM, der in diesem Abschnitt häufig geschleust wurde. Es wurde auch am Tag geschleust. Die Grenztruppe wurde abgezogen und durch Kräfte der Stasi in Uniformen der Grenztruppen ersetzt.
Gruß Dieter




Punkt 31--Dort war damals die Trennungslinie zwischen den 2 Regimentern und der Punkt 04 schwarz--war der letzte BT11 vom GR6.Habe da so einige Stunden drauf abgesessen.


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#53

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 18:30
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von utkieker im Beitrag #51
Das körperliche "Versagen" bei Larissa, scheint mir eine typische Form von "Hungerast" zu sein http://de.wikipedia.org/wiki/Mann_mit_dem_Hammer und ich denke, daß diese Symptome auch noch durch Medikamenteneinnahme und der naßkalten, windigen Witterung verstärkt wurde.
Wenn ich die Karte von Dieter richtig interpretiere lag die DDR auf Grund des unorthodoxen Grenzverlaufs im Süden. Dumm gelaufen für Larissa und dennoch Glück im Unglück.

Gruß Hartmut!


Man kann es sich nicht vorstellen. Nur ein bisschen weiter, und ich haette es geschafft, aber es ging nicht weiter, ich konnte nicht mehr. Ich habe gedacht wirklich ich sterbe und deshalb wollte ich nicht sterben auf dem freien Feld, und bin in diese Huette so wie ich beschrieb, genau so. Ich soll gebebt haben auf dieser Pritsche, und der ganze Koerper schuettelte. Kopfschmerzen hatte ich und Blut kam vom Oberschenkel in die schwarze nasse Hose, der ganze Kleidung und Koerper war durchnasst von dem Fall in dem Fluesschen vorher. Medikamente waren nur ein paar Schmerztabletten, vielleicht drei und mein Blutdruckmedikament, in ca. vier cm Wasser, aber die Fluessigkeit fehlte im Koerper. Ja Hartmut ich hatte Glueck gehabt und das war sicher so ein Hammer.
Einer fragte nach besser gewesen wenn ich gestorben waere? Ich war und bin ein sehr lebensfaehiger Mensch, spaeter habe ich diese Gedanken bekommen, nach dem Prozess. Russische Psychologie hat mich aus dem Loch geholt dann. Damals aber wollte ich nicht sterben. Es geht mir sehr gut hier, bis auf das medizinische Problem, das ich hoffe wird hier geloest werden.
Gruesse Dich, Larissa


zuletzt bearbeitet 13.03.2013 18:34 | nach oben springen

#54

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 20:06
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hallo,

ja, tagsüber haben unsere Freunde auch erzählt. Die wohnten in der Waldstr. Es fuhr meist frühmorgens im Dunkeln ein Wartburg (oder Lada, bzw. was Größeres) in die Garage, besetzt mit 2, 3 Mann. Danach wurde um die Garage geharkt. Oder der Wagen kam Nachmittags.

Im Dunkeln fuhr der dann weg, häufig mit mehr oder auch mal mit weniger Insassen.

Den Turm 06, den kenne ich auch vom sehen, der Stand, wie ich es ja schrieb, rechts, näher zur Bahn, wenn man Richtung Schwanheide sieht.

Mfg Berlin

Edit: Hier der Thread Schwanheide von mir.

Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 13.03.2013 20:49 | nach oben springen

#55

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 22:19
von Schlutup | 4.103 Beiträge

Zitat von exDieter1945 im Beitrag #47
Auf meiner alten Dienstkarte habe den Standort der Hütte eintragen. Die Hütte stand ca 15 Meter von Schlagbaum entfernt. Den Schlagbaum habe ich retten können. Ein Teil davon steht heute in der "Grenzanlage Leisterförde".

Ausschnitt aus Dienstkarte der Zolls




MOIN MOIN DIETER!

Kannst du mal die Karte erklären. Sind die Grünen Nummern Meldepunkte vom Zoll? Die anderen BT und GS

gruß schlutup



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#56

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.03.2013 15:32
von zweedi04 | 375 Beiträge

Zitat von exDieter1945 im Beitrag #50
Zitat von berlin3321 im Beitrag #49
Hallo,

ja, genau die Ecke meine ich, kenne ich.

Zwischen den Punkten 33 und 31 soll die Schleuse gewesen sein und genau das beschreibt Larissa ja.

Und bitte, ich möchte niemanden angreifen, es soll sich niemand rechtfertigen. Passt schon.

Mfg Berlin


Dass dort geschleust wurde hatte mir vor ein paar Jahren ein ehem. Politoffizier der Grenzkompanie erzählt. Bestätigt wurde es mir Ende 2012 durch einen IM, der in diesem Abschnitt häufig geschleust wurde. Es wurde auch am Tag geschleust. Die Grenztruppe wurde abgezogen und durch Kräfte der Stasi in Uniformen der Grenztruppen ersetzt.
Gruß Dieter




Da habe ich auch noch gleich eine Frage an Dieter. War dort zwischen dem Punkt 31 und 33 wirklich ein Tunnel???
Bis 1983 war dort noch kein Tunnel. Geschleust wurde aber im Abschnitt Bahnlinie zur Trennlinie zum GR6 (also nördlich der Bahnlinie) schon. Nur wurde der Weg entlang der Bahnlinie vom BT 11 aus genutzt um nach vorne an die Grenzlinie zu kommen. Die Posten vom BT11 wurden abgezogen und durch Leute von Schneewittchen (MfS) ersetzt.

Hallo Larissa, wenn du damals bei klarem Verstand und nicht so erschöpft gewesen währst, dann hättest du es dort sicherlich geschafft. Der Abschnitt war gut geeignet für Schleusungen weil entlang der Bahnlinie ja kein Grenzzaun war.


Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"
zuletzt bearbeitet 14.03.2013 15:37 | nach oben springen

#57

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.03.2013 15:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von zweedi04 im Beitrag #56
Zitat von exDieter1945 im Beitrag #50
Zitat von berlin3321 im Beitrag #49
Hallo,

ja, genau die Ecke meine ich, kenne ich.

Zwischen den Punkten 33 und 31 soll die Schleuse gewesen sein und genau das beschreibt Larissa ja.

Und bitte, ich möchte niemanden angreifen, es soll sich niemand rechtfertigen. Passt schon.

Mfg Berlin


Dass dort geschleust wurde hatte mir vor ein paar Jahren ein ehem. Politoffizier der Grenzkompanie erzählt. Bestätigt wurde es mir Ende 2012 durch einen IM, der in diesem Abschnitt häufig geschleust wurde. Es wurde auch am Tag geschleust. Die Grenztruppe wurde abgezogen und durch Kräfte der Stasi in Uniformen der Grenztruppen ersetzt.
Gruß Dieter




Da habe ich auch noch gleich eine Frage an Dieter. War dort zwischen dem Punkt 31 und 33 wirklich ein Tunnel???
Bis 1983 war dort noch kein Tunnel. Geschleust wurde aber im Abschnitt Bahnlinie zur Trennlinie zum GR6 (also nördlich der Bahnlinie) schon. Nur wurde der Weg entlang der Bahnlinie vom BT 11 aus genutzt um nach vorne an die Grenzlinie zu kommen. Die Posten vom BT11 wurden abgezogen und durch Leute von Schneewittchen (MfS) ersetzt.

Hallo Larissa, wenn du damals bei klarem Verstand und nicht so erschöpft gewesen währst, dann hättest du es dort sicherlich geschafft. Der Abschnitt war gut geeignet für Schleusungen weil entlang der Bahnlinie ja kein Grenzzaun war.



Genau Zweedi04, noerdlich der Bahnlinie. Ja, haette der Hund nicht.......... ich habe es wenigstens 'fast' geschafft, aber fast gilt nicht - dann schaffte 'Mann' mich wieder Richtung Westen, away from the border....... Vielen Dank. Gruesse, Larissa


zuletzt bearbeitet 14.03.2013 16:02 | nach oben springen

#58

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.03.2013 16:50
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von zweedi04 im Beitrag #56


Da habe ich auch noch gleich eine Frage an Dieter. War dort zwischen dem Punkt 31 und 33 wirklich ein Tunnel???
Bis 1983 war dort noch kein Tunnel. Geschleust wurde aber im Abschnitt Bahnlinie zur Trennlinie zum GR6 (also nördlich der Bahnlinie) schon. Nur wurde der Weg entlang der Bahnlinie vom BT 11 aus genutzt um nach vorne an die Grenzlinie zu kommen. Die Posten vom BT11 wurden abgezogen und durch Leute von Schneewittchen (MfS) ersetzt.






Hier ist ein Foto mit Blick vom B-Turm auf die Gleise/Zaun und Richtung Westen.

http://www.panoramio.com/photo/22259188


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#59

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.03.2013 20:55
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hallo,

ich bin jetzt zu faul, dass noch mal einzustellen, zu zitieren, aber Larissa schrieb was von: Ich bin nicht an der richtigen Stelle, ca. 1 km.

Die Genossen waren auf mich bzw. den BGS aufmerksam geworden aber sie kamen (dann) zu spät.

Wenn der Schleuserpunkt die Bahntrasse gewesen wäre, da war sie ja fast, als sie in den Bach gefallen ist, sie ist dann aber nördlich zum Schleuserpunkt abgebogen. Also in Richtung Punkt 31- 33.

Ich kann mich übrigens überhaupt nicht mehr an die Holzhütte erinnern. Auch nicht, dass es zu dem Bahnübergang auf dem Kolonnenweg erst rechts rum ging, naja, ist eben 24 Jahre her.

Der Bahnübergang ist übrigens auf dem 2. Bild drauf, mit der UHU Säule.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#60

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.03.2013 22:05
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von berlin3321 im Beitrag #59
Hallo,

ich bin jetzt zu faul, dass noch mal einzustellen, zu zitieren, aber Larissa schrieb was von: Ich bin nicht an der richtigen Stelle, ca. 1 km.

Die Genossen waren auf mich bzw. den BGS aufmerksam geworden aber sie kamen (dann) zu spät.

Wenn der Schleuserpunkt die Bahntrasse gewesen wäre, da war sie ja fast, als sie in den Bach gefallen ist, sie ist dann aber nördlich zum Schleuserpunkt abgebogen. Also in Richtung Punkt 31- 33.

Ich kann mich übrigens überhaupt nicht mehr an die Holzhütte erinnern. Auch nicht, dass es zu dem Bahnübergang auf dem Kolonnenweg erst rechts rum ging, naja, ist eben 24 Jahre her.

Der Bahnübergang ist übrigens auf dem 2. Bild drauf, mit der UHU Säule.

Mfg Berlin


Ich bin auch sehr muede, hier ist es bereits nach Mitternacht, ach was, gleich 1.00 Uhr und es gibt ein Problem wenn ich gleich noch am Computer sitze saget mein Herr und Gebieter. Ich vermutete 1 km. Njet, wo ich am Bach gefallen bin, das war noch in einem Waldstueck, dessen bin ich mir sicher, sogar 100%ig. Als ich lag im Wasser kam Licht vom Turm und durchleuchtete die Baeume. Es schien mir sehr weit weg noch. Das war vor dem Schlagbaum. Ich war sogar damit naeher an dem Turm als ich dachte, bin dann aber noerdlich, das heisst nordwestlich weg, eben zum Schlagbaum und zur Huette. Denke ich. Nur ich glaube, wir denken aus verschiedenen Richtungen zeitweise, kann das sein? Die Genossen die mit Fahrzeugen kamen, kamen vom Turm, wurden auf den Tamtam aufmerksam: auf das Licht vom BGS Fahrzeug, Ambulanz etc. das war laengst nach Mitternacht, zwischen 2 und 3 Uhr, sogar 4.00 vielleicht. Die sind gekommen, um zu sehen was los war. Meinige waren es nicht, aber die Genossen ahnten etwas nicht stimmte um diese Nachtzeit.
Ich kann mich sehr gut noch an die Holzhuette erinnern. Sehr genau sogar. Breitseite Richtung Turm. Tuer rechts; Diese war verschlossen. Links davon, etwas hoeher, kleines Fenster. Das, was ich zerschlagen habe mit einem Felsenstein. Dieser plumpste mitsamt Glas beim vierten Schlag in die Huette hinein und ich hinterher, auf der Fundamentkante stehend, weil ich sonst nicht hoch kam. Das Glas war ziemlich dick. Ich hatte versucht vorher mit der Faust einzuschlagen, schaffte es nicht. Links genau unter dem Fenster an der Holzwand eine Pritsche, auf der anderen Seite neben der Tuer eine Gasbombe oder aehnliches. Bin nicht sicher, ob da auch unter dem Fenster ein kleiner Tisch stand und auch ein Stuhl. Ein Fenster mit Ausblick zum Turm. Betonfundament, daran habe ich mir eine dicke Beule geholt beim herumkriechen im Dunkeln als ich den Felsenstein suchte. Ich will aber die Karte von Dieter nochmal mit meiner Aufzeichnung vergleichen. Und eine Begehung machen werde ich in jedem Fall. PN. Dann werden sich die Diskrepanzen lichten koennen. 25 Jahre sind eine lange Zeit. Gruss, Larissa


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