#321

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:50
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

nämlich das Nichtvorhandensein von Wettbewerb. Wettbewerb kreiert neue Ideen, neu Verfahren, neue Erfindungen usw. @ Gert

Mensch Gert wir hatten sogar einen "Sozialistischen Wettbewerb"


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#322

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:55
von ddr-bürger (gelöscht)
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@grenzverletzerin

Danke, leider schläft das auch langsam ein. Es ist eine Art resignation. Ich weiß das es keine Alternative im Moment gibt, da die Zeichen noch alle in die Richtung Kapitalismus weisen.
Meine Ost- West Gedanken (ich weiß Reihung stimmt nicht) sind eher negativ. Es geht nicht um "Faulenzer" in der Gesellschaft, allein die Bezeichnung vom FDP-Prinz vom ausruhen in der "sozialen Hängematte" sind eine Frechheit und die Mär "vom Tellerwäscher zum Millionär", schön das noch welche daran glauben.
Zynismus an: Auch ich wünsche mir eine stärkere Krise, damit manchen die Augen geöffnet werden, Zynismus aus.


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zuletzt bearbeitet 29.03.2013 13:55 | nach oben springen

#323

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 14:02
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #316


Den Pessimismus muss man schon aushalten, wenn es einem besser geht Und sich vielleicht auch in dieser Position Gedanken machen über die, die aus unterschiedlichsten Gründen abgehängt werden.

Und ich kenne keinen SGB II Empfänger der öffentlich jammert. Es sind eher die "Leistungsträger" die Angst um ihren Stand haben. Sei es weil ihnen bewusst ist, wie schnell es gehen, dass es einen selbst trifft oder weil sich nicht bereit sind, mehr für die anderen aufzubringen. Wofür dem "Leistungsträger" immer tiefer in die Tasche gegriffen wird, wird still schweigend hingenommen.

LG von der grenzgaengerin




Rot: Wie jetzt? Wen meinst du? Das SGB versteht unter Leistungsträger folgendes:
§ 12 SGB I Leistungsträger



Zuständig für die Sozialleistungen sind die in den §§ 18 bis 29 genannten Körperschaften, Anstalten und Behörden (Leistungsträger). Die Abgrenzung ihrer Zuständigkeit ergibt sich aus den besonderen Teilen dieses Gesetzbuchs.


Intellektuelle spielen Telecaster
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#324

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 14:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #323
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #316


Den Pessimismus muss man schon aushalten, wenn es einem besser geht Und sich vielleicht auch in dieser Position Gedanken machen über die, die aus unterschiedlichsten Gründen abgehängt werden.

Und ich kenne keinen SGB II Empfänger der öffentlich jammert. Es sind eher die "Leistungsträger" die Angst um ihren Stand haben. Sei es weil ihnen bewusst ist, wie schnell es gehen, dass es einen selbst trifft oder weil sich nicht bereit sind, mehr für die anderen aufzubringen. Wofür dem "Leistungsträger" immer tiefer in die Tasche gegriffen wird, wird still schweigend hingenommen.

LG von der grenzgaengerin




Rot: Wie jetzt? Wen meinst du? Das SGB versteht unter Leistungsträger folgendes:
§ 12 SGB I Leistungsträger



Zuständig für die Sozialleistungen sind die in den §§ 18 bis 29 genannten Körperschaften, Anstalten und Behörden (Leistungsträger). Die Abgrenzung ihrer Zuständigkeit ergibt sich aus den besonderen Teilen dieses Gesetzbuchs.


Hallo schuddelkind,

wenn man es falsch verstehen will, dann soll es so sein.

Daher für alle die, an denen die Diskussion darüber vorbeigegangen ist:

"Die Debatte um die sogenannten Leistungsträger der Gesellschaft offenbart eine verblüffende Unkenntnis bzw. ein naives Scheinwissen, nun ja, auch von Politikern als Leistungsträgern, über moderne gesellschaftliche Verhältnisse.

Folgt man aktuellen Diskussionen, definieren sich Leistungsträger als die positive Kehrseite „unproduktiver Massen“ der Gesellschaft, als Kehrseite etwa zu Arbeitslosen (oft ausländischer Herkunft), Hartz IV-Empfängern, Lernunwilligen oder -unfähigen, Schulabbrechern. Ob (arabische) Obst- und Gemüsehändler zu den Leistungsträgern der Gesellschaft gehören, ist, gemäß einem Votum des Politikers Thilo Sarazzin, zumindest zweifelhaft. Auch fragwürdig in diesem Sinne ist der Status von Personen im Niedriglohnsektor, so paradigmatisch von Angestellten im Friseurhandwerk, aber etwa auch von sogenannten 1-Euro Jobbern oder Lohn-Aufstockern. Auf der sicheren, achtenswerten Seite dieser Unterscheidung mögen sich allenfalls etwa Ingenieure, Handwerker, Mediziner, Wissenschaftler, Informatiker, Manager – wohl auch Politiker befinden. Dies obgleich die zunehmende Anzahl prekär Beschäftigter, schließlich über Wählerstimmen verfügend, widerwillig von der Politik als Leistungsträger immerhin etikettiert wird."

Zum weiterlesen der link zum Artikel:

http://www.freitag.de/autoren/joerg-raew...t-nicht-leisten

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 29.03.2013 14:21 | nach oben springen

#325

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 14:44
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #316
Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



Den Pessimismus muss man schon aushalten, wenn es einem besser geht Und sich vielleicht auch in dieser Position Gedanken machen über die, die aus unterschiedlichsten Gründen abgehängt werden.

Und ich kenne keinen SGB II Empfänger der öffentlich jammert. Es sind eher die "Leistungsträger" die Angst um ihren Stand haben. Sei es weil ihnen bewusst ist, wie schnell es gehen, dass es einen selbst trifft oder weil sich nicht bereit sind, mehr für die anderen aufzubringen. Wofür dem "Leistungsträger" immer tiefer in die Tasche gegriffen wird, wird still schweigend hingenommen.
LG von der grenzgaengerin




Okay, den Begriff Leistungsträger haben wir geklärt. Allerdings kapier ich den Widerspruch in deinem Post nicht. Den Leistungsträgern wird immer mehr in die Tasche gegriffen, aber gleichzeitig sind sie nicht bereit, mehr für andere aufzubringen?


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zuletzt bearbeitet 29.03.2013 14:47 | nach oben springen

#326

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 14:54
von damals wars | 12.113 Beiträge

Leistungsträger sind Kinderreiche, die mit Hartz IV ihre Kinder großziehen.

Da sind mitunter wahre Wunder erforderlich.

Und wehe, sie verpassen einen Termin. Geld weg. Kindergartenplatz weg, Wohnung weg.
Und alles ganz rechtmäßig.
Dank der Termine ist ein Mitdenken der Mitarbeiter nicht erforderlich.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#327

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:06
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #319
Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



@GKUS64 du hast für meine Begriffe das sehr schön und zutreffend beschrieben.Den Kernsatz deiner Aussage habe ich mal rot mark.
Mein Leben ist so verlaufen. Ich habe angefangen mit 50 Ostmark in der Tasche und einer vom Stacheldraht zerrissenen Hose.
Entgegen der landläufigen Meinung damals, uns Flüchtlingen schmeisst der Staat das Geld in den Rachen ( eine Diskussion fast wie heute, Hauptmotor der Neidfaktor, in D besonders ausgeprägt verbreitet )habe ich einmalig von diesem Staat 150 DM geschenkt bekommen. Danach Ärmel hochgekrempelt, hart gearbeitet und nach Vorne geblickt. Da waren über die 45 Jahre auch berufliche Krisen (1 AG hat sich selbst filetiert und aufgelöst ), gesundheitlich mit 38 Jahren eine lebensbedrohende Krankheit überstanden usw. Ich habe aber nie gejammert aber immer nach neuen Wegen gesucht, wo es weitergeht. Heute ernte ich die Früchte, es geht mir und meiner Frau materiell sehr gut. Ich bin frei, ich brauche niemanden anbetteln usw.
Ich hatte mal einen Chef, der sagte folgendes : "Nichts ist innovativer als eine Krise, ich wünsche mir die Dauerkrise". An diesem Satz ist etwas Wahres, anders gesagt Zufriedenheit macht satt und träge. Dies ist vielleicht auch ein Grund für das Scheitern der DDR Wirtschaft und letztendlich der Politik, nämlich das Nichtvorhandensein von Wettbewerb. Wettbewerb kreiert neue Ideen, neu Verfahren, neue Erfindungen usw. Das ist nicht zu ersetzen durch die Neuererbewegung und ähnlichen Blödsinn, den die SED da verzapfte.




Hallo Gert
Danke für deinen Beitrag . Auch ich habe nach meiner Flucht 150 DM vom Staat hier bekommen . Habe vom ersten Tag im Westen bis zu meiner Rente
immer gearbeitet und nicht nur 8 Stunden sondern 12 und mehr Stunden . Und habe auch viel Sonntags arbeiten müssen . Das ewige Gejammere von bestimmten Usern das hängt einen schon zum Halse raus .


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#328

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:23
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Akif Pirincci
Die Mittelschichtillusion

Heinz kenne ich schon seit einiger Zeit. Er ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder, eine schöne Frau und ein Eigenheim. Und er gehört der Mittelschicht an. Die Mittelschicht ist der Fetisch des Deutschen, eigentlich dreht sich hierzulande alles um die Mittelschicht. Obgleich sich irgendwelche mittelschichtigen schreibenden Doofs an Armenberichten oder Trillionen von Managergehältern oder prekären Arbeitsverhältnissen oberahnunghabend und delirierend abarbeiten, ist und bleibt in Wahrheit stets die Mittelschicht das Ideal, weil es sich bei ihr um das Ideal sowohl der Wächter des öffentlichen Diskurses als auch das des sogenannten kleinen Mannes handelt. Zu ihr strebt alles, zu ihr drängt alles und nach ihr verlangt alles. Das Ganze nimmt schon so groteske Züge an, daß in keinem deutschen Film oder Buch ein anderes Ambiente mehr vorkommt. RTL macht auf superlustig mit “Die Geissens” und das Staatsfernsehen auf superbetroffen mit Dokus über Leiharbeiter. Aber das ist alles nur Show. Wenn die Fernseher abgeschaltet sind und die Radaktionsbüros verlassen, dann wird wieder von der Zugehörigkeit zu der Mittelschicht geträumt.
Hier geht es weiter:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...schichtillusion

Der ideale Staat:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_1

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_2

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_3

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_4

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...rfuellten_leben

Um uns selber, müssen wir uns selber kümmern.

Ist zwar für Gutmenschen recht böse , aber mal nachdenkenswert.


zuletzt bearbeitet 29.03.2013 15:25 | nach oben springen

#329

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:32
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #326
Leistungsträger sind Kinderreiche, die mit Hartz IV ihre Kinder großziehen.

Da sind mitunter wahre Wunder erforderlich.

Und wehe, sie verpassen einen Termin. Geld weg. Kindergartenplatz weg, Wohnung weg.
Und alles ganz rechtmäßig.
Dank der Termine ist ein Mitdenken der Mitarbeiter nicht erforderlich.

rot
Ich versteh nicht ganz die Logik dieses Satzes. Nach meinem Verständnis sind Hartz IV Empfänger nicht berufstätig. Sie haben also alle Zeit der Welt, um hin und wieder den Aufforderungen der Agentur folge zu leisten, sich dort persönlich vorzustellen. Zu Besprechen gibt es dort doch allerhand, vor allen Dingen wie es mit den Bemühungen sprich Bewerbungen um Arbeitsstellen aussieht. Es gibt aus meiner Sicht also gar keinen Grund verspätet oder gar nicht dort zu erscheinen. Und wenn man krank ist, so genügt sicher ein Telefonanruf um den Termin zu verschieben.
Ich als Steuerzahler und Mitfinanzier der Leistungsempfänger, man kann auch sagen der Empfänger des geschenkten Geldes, lege schon wert darauf, dass diese Menschen bestimmte Regeln einhalten.
grün wen meinst du denn damit ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#330

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:32
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #327
Zitat von Gert im Beitrag #319
Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



@GKUS64 du hast für meine Begriffe das sehr schön und zutreffend beschrieben.Den Kernsatz deiner Aussage habe ich mal rot mark.
Mein Leben ist so verlaufen. Ich habe angefangen mit 50 Ostmark in der Tasche und einer vom Stacheldraht zerrissenen Hose.
Entgegen der landläufigen Meinung damals, uns Flüchtlingen schmeisst der Staat das Geld in den Rachen ( eine Diskussion fast wie heute, Hauptmotor der Neidfaktor, in D besonders ausgeprägt verbreitet )habe ich einmalig von diesem Staat 150 DM geschenkt bekommen. Danach Ärmel hochgekrempelt, hart gearbeitet und nach Vorne geblickt. Da waren über die 45 Jahre auch berufliche Krisen (1 AG hat sich selbst filetiert und aufgelöst ), gesundheitlich mit 38 Jahren eine lebensbedrohende Krankheit überstanden usw. Ich habe aber nie gejammert aber immer nach neuen Wegen gesucht, wo es weitergeht. Heute ernte ich die Früchte, es geht mir und meiner Frau materiell sehr gut. Ich bin frei, ich brauche niemanden anbetteln usw.
Ich hatte mal einen Chef, der sagte folgendes : "Nichts ist innovativer als eine Krise, ich wünsche mir die Dauerkrise". An diesem Satz ist etwas Wahres, anders gesagt Zufriedenheit macht satt und träge. Dies ist vielleicht auch ein Grund für das Scheitern der DDR Wirtschaft und letztendlich der Politik, nämlich das Nichtvorhandensein von Wettbewerb. Wettbewerb kreiert neue Ideen, neu Verfahren, neue Erfindungen usw. Das ist nicht zu ersetzen durch die Neuererbewegung und ähnlichen Blödsinn, den die SED da verzapfte.




Hallo Gert
Danke für deinen Beitrag . Auch ich habe nach meiner Flucht 150 DM vom Staat hier bekommen . Habe vom ersten Tag im Westen bis zu meiner Rente
immer gearbeitet und nicht nur 8 Stunden sondern 12 und mehr Stunden . Und habe auch viel Sonntags arbeiten müssen . Das ewige Gejammere von bestimmten Usern das hängt einen schon zum Halse raus .


Ich glaube mit diesen Argumenten,kann wohl jeder aufwahrten-der im Arbeitsleben stand oder noch steht.Könnte nun auch meine Zeit aus dem Schiffbau hier auf zählen oder von der Bahn.Von Jahren,wo man nur jede 2 Woche nach Hause kam.Aber man kann schon sagen,diese ewige Schönrederei von einer Gesellschaft mit zunehmender Armut von einigen Usern.Kann einen zum Hals raus hängen.


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#331

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:35
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #330
Zitat von linamax im Beitrag #327
Zitat von Gert im Beitrag #319
Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



@GKUS64 du hast für meine Begriffe das sehr schön und zutreffend beschrieben.Den Kernsatz deiner Aussage habe ich mal rot mark.
Mein Leben ist so verlaufen. Ich habe angefangen mit 50 Ostmark in der Tasche und einer vom Stacheldraht zerrissenen Hose.
Entgegen der landläufigen Meinung damals, uns Flüchtlingen schmeisst der Staat das Geld in den Rachen ( eine Diskussion fast wie heute, Hauptmotor der Neidfaktor, in D besonders ausgeprägt verbreitet )habe ich einmalig von diesem Staat 150 DM geschenkt bekommen. Danach Ärmel hochgekrempelt, hart gearbeitet und nach Vorne geblickt. Da waren über die 45 Jahre auch berufliche Krisen (1 AG hat sich selbst filetiert und aufgelöst ), gesundheitlich mit 38 Jahren eine lebensbedrohende Krankheit überstanden usw. Ich habe aber nie gejammert aber immer nach neuen Wegen gesucht, wo es weitergeht. Heute ernte ich die Früchte, es geht mir und meiner Frau materiell sehr gut. Ich bin frei, ich brauche niemanden anbetteln usw.
Ich hatte mal einen Chef, der sagte folgendes : "Nichts ist innovativer als eine Krise, ich wünsche mir die Dauerkrise". An diesem Satz ist etwas Wahres, anders gesagt Zufriedenheit macht satt und träge. Dies ist vielleicht auch ein Grund für das Scheitern der DDR Wirtschaft und letztendlich der Politik, nämlich das Nichtvorhandensein von Wettbewerb. Wettbewerb kreiert neue Ideen, neu Verfahren, neue Erfindungen usw. Das ist nicht zu ersetzen durch die Neuererbewegung und ähnlichen Blödsinn, den die SED da verzapfte.




Hallo Gert
Danke für deinen Beitrag . Auch ich habe nach meiner Flucht 150 DM vom Staat hier bekommen . Habe vom ersten Tag im Westen bis zu meiner Rente
immer gearbeitet und nicht nur 8 Stunden sondern 12 und mehr Stunden . Und habe auch viel Sonntags arbeiten müssen . Das ewige Gejammere von bestimmten Usern das hängt einen schon zum Halse raus .


Ich glaube mit diesen Argumenten,kann wohl jeder aufwahrten-der im Arbeitsleben stand oder noch steht.Könnte nun auch meine Zeit aus dem Schiffbau hier auf zählen oder von der Bahn.Von Jahren,wo man nur jede 2 Woche nach Hause kam.Aber man kann schon sagen,diese ewige Schönrederei von einer Gesellschaft mit zunehmender Armut von einigen Usern.Kann einen zum Hals raus hängen.


Rostocker, das kann man auch mit umgekehrten Vorzeichen sagen, was einem zum Halse raushängt. Immer eine Frage des Standpunktes.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#332

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:41
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #329
Zitat von damals wars im Beitrag #326
Leistungsträger sind Kinderreiche, die mit Hartz IV ihre Kinder großziehen.

Da sind mitunter wahre Wunder erforderlich.

Und wehe, sie verpassen einen Termin. Geld weg. Kindergartenplatz weg, Wohnung weg.
Und alles ganz rechtmäßig.
Dank der Termine ist ein Mitdenken der Mitarbeiter nicht erforderlich.

rot
Ich versteh nicht ganz die Logik dieses Satzes. Nach meinem Verständnis sind Hartz IV Empfänger nicht berufstätig. Sie haben also alle Zeit der Welt, um hin und wieder den Aufforderungen der Agentur folge zu leisten, sich dort persönlich vorzustellen. Zu Besprechen gibt es dort doch allerhand, vor allen Dingen wie es mit den Bemühungen sprich Bewerbungen um Arbeitsstellen aussieht. Es gibt aus meiner Sicht also gar keinen Grund verspätet oder gar nicht dort zu erscheinen. Und wenn man krank ist, so genügt sicher ein Telefonanruf um den Termin zu verschieben.
Ich als Steuerzahler und Mitfinanzier der Leistungsempfänger, man kann auch sagen der Empfänger des geschenkten Geldes, lege schon wert darauf, dass diese Menschen bestimmte Regeln einhalten.
grün wen meinst du denn damit ?




Gert es ist schon traurig genug,das es in diesen Land überhaupt Hartz 4 Empfänger gibt.Und ich könnte Dir auf anhieb Dutzende bringen,die lieber Arbeiten gehen würden.Ich empfehle Dir mal,gehe mal auf dem Amt--und erkläre den Hartz 4 Empfänger mal was vom geschenkten Geld.Was er von Dir als Steuerzahler geschenkt bekommt.


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#333

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:50
von Barbara (gelöscht)
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„West-Ost-Gedanken“ - lieber GKUS64, was hast du uns da einen schönen Thread aufgemacht!
Und unsere Gedanken gehen ja weit über 1989 hinaus und das ist auch richtig so!

Ich habe gerade alles nochmal durchgelesen. Es werden so viele Aspekte unserer geteilten und gemeinsamen Vergangenheit angesprochen und unserer gemeinsamen Gegenwart!

Denn das ist sie ja, die Gegenwart – unsere Gemeinsame, mit all den unterschiedlichen Sichtweisen, Einschätzungen, der Kritik, des Engagements und der sehr unterschiedlichen Wahrnehmung unserer Realität.

Alle diese Aspekte lösen so viele Gedanken bei mir aus – und Gefühle!
Bei Letzterem muss man vorsichtig sein, denn wir befinden uns ja mit unserem Diskurs „nur“ im Internet, sind beschränkt auf das schriftliche Wort, dabei wissen wir ja alle, dass Kommunikation zu einem ganz hohen Anteil non-verbal „geschieht“. Die Wahrnehmung des Anderen ist hier also stark eingeschränkt, deshalb wirken manche „Dialoge“ hier oft sehr scharf. Das rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis, wenn ich unsere Beiträge lese.

Ich versuche möglichst viele Quellen, Texte, Filme usw. zu lesen, die hier dankenswerterweise zu jedem Thema angefügt werden, alles hochinteressant und ich habe meinen Horizont schon um einiges erweitert. Das gilt es allerdings zwischendurch auch zu verarbeiten.

Und: der Abgleich mit dem eigenen Erleben, dem eigenen „Fühlen“, im Hinblick auf Geschichte, auf Wirklichkeit und letztlich auf eigene Identität. Das Persönliche Bild – so habe ich dich verstanden.

Und darum möchte ich einige Aspekte aus diesem Thread wieder ganz persönlich aufgreifen, vielleicht ist es ja interessant.

Ich habe mich nie als „Kind eines kapitalistischen Gesellschaftssystems“ empfunden, damals nicht und heute auch nicht. Der Systemabgleich Sozialismus/Kapitalismus fand immer nur auf intellektueller (theoretischer) Ebene statt und auf politisch/medialer – hier wurden diese Begriffe anständig instrumentalisiert, je nachdem, welche Couleur die Regierung hatte. Das hatte aber nichts mit der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung zu tun.

Ebenso bin ich nicht mit einem „definierten Feindbild DDR“ aufgewachsen. Wie meine Sicht darauf war habe ich ja schon an der ein oder anderen Stelle versucht darzustellen.

Meine persönliche Geschichte aufgrund meines Elternhauses war eher durch schwierige Startbedingungen geprägt und dennoch waren meine Grundbedürfnisse befriedigt und – ich hatte uneingeschränkten Zugang zu Bildung, zu Berufswahl, zu allen Entscheidungen, die für ein eigenständiges Leben nötig sind. Ich habe mich aber nie als Teil einer unterprivilegierten Gesellschaftsschicht gefühlt. (An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir mal einen reichen Onkel gewünscht, der tauchte aber nie auf :-)

Ich weiß heute, dass ich in einem Kontext von Solidarität, Nachbarschaftlichkeit, später im Studentenleben mit dem Gefühl „Arrrrrrtisten-alles teilen“ aufgewachsen bin, das hat mich geprägt bis heute – der Begriff „Kapitalismus“ war dabei überhaupt nicht relevant.

Ich habe mich aber nicht „Deutsch“ gefühlt (das habe ich erst heraus gefunden, seit ich im Forum bin!), hatte lediglich einen „behördlichen Zugang“ zu „staatlicher Identität“. Das geht mir interessanterweise heute anders und ich überlege, ob das etwas mit der Wende zu tun hat.....

Ich teile überwiegend, was hier über die gesellschaftspolitischen Fehlentwicklungen hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und allen kritik-würdigen Phänomenen aufgezählt wird. Ich halte aber die Begrifflichkeit „Kapitalismus“ als deren Ursache für viel zu begrenzt. Denn damit stellt man eine vermeintlich klare Front (die es m.E. nicht gibt) auf, und „klare Fronten“ müssen sich nicht bewegen, sondern können sich „eingraben“ und ihre argumentative Munition verschießen, immer und immer wieder, bis keiner mehr weiß worum es geht, dabei schreitet die Geschichte unbeirrbar voran....

Ich möchte gerne etwas von Dandelion von weiter oben formulieren, er sagte sinngem. im Hinblick auf die alte BRD:
„Es gab (bzgl. der sozialen Fragen) ein gesellschaftliches Wollen..........“
Das ist genau das, was ich am meisten heute vermisse. Das bekommen Politiker nicht formuliert und kommuniziert. Aber es ist auch nicht alleine ihre Aufgabe, sondern das der Gesamt-Gesellschaft - deren Teil ich wiederum bin. Mein Credo ist ja, dass Veränderung immer im Persönlichen anfängt.

Wo und an welcher Stelle mache ich meine Werte klar? Wem gegenüber? Ist mein persönliches Engagement ausreichend? Fragen, die ich mir selbst stelle....
Können wir zum Beispiel hier „Gesellschaftliches Wollen“ formulieren? Etwas, womit ich/wir uns „staatlicherseits“ identifizieren können?
(Ich bin übrigens zu dem Schluss gekommen, dass diese Thematik gar nichts mehr mit Ost-West zu tun hat.)

Freiheit:
Ist mein höchster Wert! Unabhängig von Materiellem, unabhängig von Akzeptanz durch andere (immer, sie müssen nicht deckungsgleich sein mit denen anderer. Aber ich möchte sie offen äußern dürfen und das tat ich immer, z.T. mit einigen persönlichen Konsequenzen. Es gibt für mich ein „persönliches Territorium“ wo nur ich das Sagen habe. Dasselbe respektiere ich für jeden anderen Menschen.
Hierzu muss ich allerdings sagen: ich habe noch nie in einer Gesellschaft gelebt, indem ich das oben Gesagte mit wirklich existenziellen Konsequenzen beweisen musste. Die „Nagelprobe“ ist meinem „frei-denkenden-wollenden-Geist“ bisher erspart geblieben.

Weil Ostern ist:
Unsere „ideologischen“ Diskurse, unser fleißiger „Ost-West-Abgleich“, der bewusste Umgang mit unserer Geschichte: was kann jeder von uns - vor diesem ganzen Hintergrund - ganz persönlich dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft eine gerechtere, eine lebenswertere, eine in jeder Hinsicht „klügere“ wird? Ich habe für mich persönlich schon die ein oder andere Idee :-)

Ich wünsche euch allen ganz schöne Ostern mit euren lieben Menschen!
Barbara


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#334

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:55
von Barbara (gelöscht)
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... da war etwas abgeschnitten, deshalb dieser Absatz: nochmal vollständig:


Freiheit:
Ist mein höchster Wert! Unabhängig von Materiellem, unabhängig von Akzeptanz durch andere (Hierzu muss ich allerdings sagen: ich habe noch nie in einer Gesellschaft gelebt, indem ich das oben Gesagte wirklich existenziell beweisen musste. Die „Nagelprobe“ ist meinem „frei-denkenden-wollenden-Geist“ bisher erspart geblieben.


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#335

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 15:55
von Barbara (gelöscht)
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Freiheit:
Ist mein höchster Wert! Unabhängig von Materiellem, unabhängig von Akzeptanz durch andere (Hierzu muss ich allerdings sagen: ich habe noch nie in einer Gesellschaft gelebt, indem ich das oben Gesagte wirklich existenziell beweisen musste. Die „Nagelprobe“ ist meinem „frei-denkenden-wollenden-Geist“ bisher erspart geblieben.


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#336

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 16:03
von Barbara (gelöscht)
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ich werde diesen Absatz jetzt schreiben, denn er wird durch kopieren nicht vollständig übernommen:


Freiheit ist meine höchster Wert, unabhängig von Materiellem und Akzeptanz durch Andere (< das schließt "geliebt werden wollen" ein). Die für mich gesetzten ethischen (Lebens-)Schlussfolgerungen gelten für mich immer, sie müssen nicht deckungsgleich sein mit denen anderer. Aber ich möchte sie offen äußern können, und das tat ich immer, mit einigen persönlichen Konsequenzen. Es gibt für mich ein "persönliches Territorium" wo nur ich das sagen habe. Dasselbe respektiere ich für jeden anderen Menschen. Hierzu muss ich allerdings sagen, ich habe noch nie in einer Gesellschaft gelebt, in der ich das oben Gesagte wirklich existenziell beweisen musste.
Die Nagelprobe ist meinem "frei denkenden wollenden Geist" bisher erspart geblieben.


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#337

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 16:17
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

@Barbara Was hältst Du von dem neuen Staatsmodell? Da hat sich mal ein integrierter Deutschtürke Gedanken gemacht.
Der Staat kann jedoch schon logischerweise nicht sozial sein, weil er ja, bevor er “sozial” agiert, dafür jemandem anderen erst etwas wegnehmen muss, ergo asozial agiert. Man kann aber nicht asozial und sozial in einem sein und die Sache einfachheitshalber sozial benennen. Das ist paradox.
Der ideale Staat:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_1

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_2

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_3

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...alstaat_folge_4


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#338

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 16:34
von Barbara (gelöscht)
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Danke Eisenacher, ich werde das in Ruhe lesen - bin gespannt!
Nur vorab schonmal eine These (hat garantiert schonmal jemand besser formuliert als ich):
die "Qualität" von Staat misst sich daran, wie es dessen "schwächsten" Bürgern geht
Also - die "Übereinkunft Staat" muss sich genau daran messen lassen.............


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#339

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 16:44
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #333


Ich möchte gerne etwas von Dandelion von weiter oben formulieren, er sagte sinngem. im Hinblick auf die alte BRD:
„Es gab (bzgl. der sozialen Fragen) ein gesellschaftliches Wollen..........“
Das ist genau das, was ich am meisten heute vermisse. Das bekommen Politiker nicht formuliert und kommuniziert. Aber es ist auch nicht alleine ihre Aufgabe, sondern das der Gesamt-Gesellschaft - deren Teil ich wiederum bin. Mein Credo ist ja, dass Veränderung immer im Persönlichen anfängt.




Liebe Barbara,

schön Dich zu lesen.

Ich möchte nur obiges Zitat aufgreifen. Was unsere Politiker nicht vermögen, sind Ziele zu definieren und sie konsequent zu verfolgen. Dabei gehören doch Zielvereinbarungen im Berufsleben der meisten schon zum Alltag. Sogar im Sport sind während der Olympischen Spiele in London entsprechende Zielvereinbarungen publik geworden Man mag zu Zielvereinbarungen stehen wie man will, aber die Leistungsbereitschaft und der Leistungswillen der Menschen in unserem Land ist ungebrochen.

Diesbezüglich hinkt man in der Politik hinterher. Aktuell wird nur "zielgruppenoientiert" reagiert und regiert. Dabei entstehen "Abfallprodukte" (ein schlimmes Wort für Werte und Ideale), die dann ein gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. Der eine nimmt den Brocken auf, der andere geht ihm aus dem Weg. Ich denke, das hängt auch davon ab, wie weit man sich als einzelner dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt oder sein Wohl über das Gemeinwohl stellt.

Und bevor ich hier zerrissen werde, höre ich lieber auf und trinke ein Glas Rotkäppchen.

LG von der grenzgaengerin


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#340

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 16:49
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

@Barbara Super das Du das alles lesen möchtest. Wenn dann noch Zeit über bleibt, dann noch diesen Artikel
Wie “Sound of Music” vom grünen Panikorchechster übertönt wurde
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...bertoent_wurde/

Integration kann gelingen, der Akif beweist es.


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