#21

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 12:10
von Alfred | 6.848 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #20
Na Schnatti , du zählst auch zu denen ,welche alles mit offenen Augen sehen , Stell dir mal vor , wie viele hier im Forum ihre Privilegien durch die Einheit Deutschlands verloren haben .




Wer und welche ?


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 12:33
von 80er | 571 Beiträge

Aller Stolz ist defensiv,
der Verteidiger der Stelle, die leer ist.

Carl Ludwig von Knebel
deutscher Lyriker und Übersetzer


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#23

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 13:26
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #22
Aller Stolz ist defensiv,
der Verteidiger der Stelle, die leer ist.

Carl Ludwig von Knebel
deutscher Lyriker und Übersetzer


Hallo 80er,

schöner Satz. Nuja, das Knebelchen war ja durchaus ein kluger Kopf. Aber er ist auch schon ein Weilchen Tod. Ich erinnere nur kurz dran, dass er aus einer Zeit und einem Umfeld (Weimarer Klassik, Goethe, Aufklärung) stammt, in dem der Stolz vor allem ein vom Stand diktiertes Markenzeichen war. Die Auseinandersetzung mit dem Adel, dessen Standesstolz angesichts des sich entwickelnden Bürgertums tatsächlich eine nutzlose, leere Hülle geworden war, solange er, der Adel, selbst nicht mehr zur Leistung im Sinne des Fortschritts der Menschen beitragen konnte, war eines der Kennzeichen dieser Epoche und dieser Denkrichtungen.

Hier geht es um den Stolz auf Leistungen von Bürgertum und Proletariat (im weitesten Sinne, aber bezogen auf die Individuen). Das ist etwas anderes als bloßer Standesstolz. Aber, und da ist eben eine Falle, die von mir schon als Zwillingsgeschwister bezeichneten Stolz und Trotz lassen sich schnell verwechseln. Mancher, der glaubt stolz zu sein, ist tatsächlich nur trotzig. und dann würde ich den Spruch von Knebel durchaus als anwendbar ansehen. Aber - wie will man das beim einzelnen erkennen und abgrenzen? Durch ein paar Beiträge im Forum? Da muss man denjenigen schon besser kennen, würde ich sagen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 14:20
von 80er | 571 Beiträge

@Rainman2

Gut, einen noch:

Der sittliche Mensch hat Würde, aber keinen Stolz;
der gewöhnliche hat Stolz, aber keine Würde.

Konfuzius

PS: Manche Aussagen sind dennoch zeitlos


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 14:58
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, das man auf dem Sterbebett ruhigen Gewissens sagen kann: Ich bin Zeit meines Lebens, ein Mensch geblieben.


Feliks D., passport, Gert und vogtlaenderjoe haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:08
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #24
@Rainman2

Gut, einen noch:

Der sittliche Mensch hat Würde, aber keinen Stolz;
der gewöhnliche hat Stolz, aber keine Würde.

Konfuzius

PS: Manche Aussagen sind dennoch zeitlos


Heiliger Himmel, Konfuzius. Wenn ich jetzt nichts von Buddha finde, bin ich aufgeschmissen?! ... Nüscht zu finden auf die Schnelle. Das Internet ist auch nicht mehr das, was es war. Also aus eigenem Kopf.

Ich unterstelle, dass Konfuzius hier von einem Stolz spricht, der in der katholischen Lehre der Todsünde "Superbia" entspricht, die den hochmütigen, selbstüberhebenden Stolz meint. In diesem Sinne schließen sich Stolz und Würde aus, denn sich selbst über andere zu stellen und darin Befriedigung oder Hochgefühl zu finden, ist wirklich würdelos. Aber, ist die Befriedigung oder das Hochgefühl zu einer Leistung dem gleichzusetzen? Jetzt käme die berechtigte Frage: und worin bestand die Leistung, in der DDR gelebt zu haben? Das müssten die beantworten, die stolz waren oder sind, DDR-Bürger gewesen zu sein. Ich empfinde ein Hochgefühl, ich nenne es mal so, wenn ich an die Leistungen der Menschen denke, in deren Umfeld ich gelebt habe, aufgewachsen bin. Dieses Hochgefühl würde ich als Stolz bezeichnen, es ist aber ein Stolz, der die Überhebung über andere Menschen ausschließen sollte. Oder?

Naja, ist verdammt dünn gegen Konfuzius, aber ich hatte nur 4 Stunden Schlaf und muss nebenher noch Kundenprobleme lösen und ein Angebot mit technischer Spezifikation schreiben. Ich bin gerade in einem Hochgefühl, dass ich das noch unter einen Hut kriege. Aber Konfuzius, Mann 80er, Du hast eine schwere Artillerie!

ciao Rainman


PS: Ha, einer ist mir noch eingefallen! Welches Originalwort verwendet eigentlich Konfuzius und welche Übersetzungsmöglichkeiten gibt es da? Wir wollen doch kein Missverständnis eines Übersetzungsfehlers wegen. Oder, 80er? Das will bestimmt keiner. Uuuh, das war knapp ...


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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zuletzt bearbeitet 22.02.2013 15:09 | nach oben springen

#27

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:10
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Eisenacher im Beitrag #25
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, das man auf dem Sterbebett ruhigen Gewissens sagen kann: Ich bin Zeit meines Lebens, ein Mensch geblieben.


Hallo Eisenacher,

was wäre denn die Alternative? Unmensch? Oder anders, was ist mit denen, die nicht sagen können, dass sie Zeit ihres Lebens Mensch geblieben sind? Oder noch anders: was heisst Mensch sein?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 22.02.2013 15:13 | nach oben springen

#28

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:38
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #27
Zitat von Eisenacher im Beitrag #25
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, das man auf dem Sterbebett ruhigen Gewissens sagen kann: Ich bin Zeit meines Lebens, ein Mensch geblieben.


Hallo Eisenacher,

was wäre denn die Alternative? Unmensch? Oder anders, was ist mit denen, die nicht sagen können, dass sie Zeit ihres Lebens Mensch geblieben sind? Oder noch anders: was heisst Mensch sein?

LG von der grenzgaengerin



Menschen , das sind die Leute mit einem Gewissen, einer Moral , ethischen Grundsätzen, das sind solche, die auch ihre Feinde achten und versuchen zu verstehen und nicht all zu viele Leichen im Keller liegen haben.


zuletzt bearbeitet 22.02.2013 15:52 | nach oben springen

#29

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:49
von 80er | 571 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #26

PS: Ha, einer ist mir noch eingefallen! Welches Originalwort verwendet eigentlich Konfuzius und welche Übersetzungsmöglichkeiten gibt es da? Wir wollen doch kein Missverständnis eines Übersetzungsfehlers wegen. Oder, 80er? Das will bestimmt keiner. Uuuh, das war knapp ...

Es liegt mir fern, mit Dir einen Dialog über Interpretationen eines Wortes zu eröffnen,
nicht zuletzt, weil ich die verbale Steinigung der Mitschreiber fürchte.

Dennoch, es ehrt Dich, eigene Erklärungsversuche für leicht daher kommende einfache
Wahrheiten zu suchen.

Je älter die Texte und je weiter aus dem eigenen Kulturkreis entfernt, desto berechtigter die Fragestellung
nach der Freiheit, die sich der Übersetzer evtl. beim Übertragen genommen hat.


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 16:23
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #29
... Es liegt mir fern, mit Dir einen Dialog über Interpretationen eines Wortes zu eröffnen,
nicht zuletzt, weil ich die verbale Steinigung der Mitschreiber fürchte. ...

Ach ich denke, ein paar werden schon amüsiert mitlesen oder schon mitgelesen haben. Es ist doch auch mal interessant, sich des Inhalts eines abstrakten Begriffs klar zu werden. Wenn unser kleiner Schlagabtausch zum Nachdenken angeregt hat, gut - wenn nicht, hat er mir auf jeden Fall Spaß gemacht. Danke!

Bis neulich im Forum!
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#31

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 16:54
von schulzi | 1.759 Beiträge

# 12 raimann ich danke dir besser hätte ich es auch nicht schreiben können. danke frank


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 17:00
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #28
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #27
Zitat von Eisenacher im Beitrag #25
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, das man auf dem Sterbebett ruhigen Gewissens sagen kann: Ich bin Zeit meines Lebens, ein Mensch geblieben.


Hallo Eisenacher,

was wäre denn die Alternative? Unmensch? Oder anders, was ist mit denen, die nicht sagen können, dass sie Zeit ihres Lebens Mensch geblieben sind? Oder noch anders: was heisst Mensch sein?

LG von der grenzgaengerin



Menschen , das sind die Leute mit einem Gewissen, einer Moral , ethischen Grundsätzen, das sind solche, die auch ihre Feinde achten und versuchen zu verstehen und nicht all zu viele Leichen im Keller liegen haben.



grün: Nun gleiten wir in tiefgründigste philosophische Betrachtungen ab. Unkompliziert würde ich als "Mensch" bezeichnen, wer mit anderen Menschen so umgeht, wie er denn selbst wünschte, wie mit ihm umgegangen wird, ohne sich dabei aber zu verbiegen, zu heucheln oder sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen.



schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 21:12
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #8
Zitat von glasi im Beitrag #3
In der Zeit zwischen Herbst 1989 und Sommer 1990 hatte ich denn Eindruck als könnte es denn Ostdeutschen nicht schnell genug gehen mit der Wiedervereinigung. Von Stolz ein Bürger der DDR zu sein, keine Spur. So habe ich es wahrgenommen. Bei denn Montagsdemos nach der Grenzöffnung hieß es doch.; DEUTSCHLAND EINIG VATERLAND. Bei denn Nachbarn meiner Verwanten in Wilthen wehte eine alte DDR Fahne. Nur Hammer und Zirkel war rausgeschnitten. So war mein Eindruck nach der Wende. Ein Umdenken kamm doch erst als mann merkte Kapitalismus ist kein Zuckerschlecken.


Richtig! Wie die Lemminge sind sie dem goldenen Kalb hinterher, ohne jede Selbstachtung.

Was mich betrifft bin ich wohl eher weniger stolz darauf ein Bürger der DDR gewesen zu sein, was ja auch Zufall war, als vielmehr darauf, dass ich mich für das dort herrschende Staats- und Gesellschaftssystem engagiert habe. Dass ich meinen Weg gegangen bin, trotz aller Hürden und privaten Einschnitte, mich beteiligt und dafür eingesetzt habe, als andere schon das Handtuch geworfen hatten und unser Land verließen.

Genauso stolz kann ich auf meinen Weg nach 1990 sein, der Anfangs trotz Starthilfe eines ehem. Genossen nicht leicht war und ohne privat absolviertes Fernstudium zur Bildungsanerkennung nicht möglich gewesen wäre. Da bin ich auch stolz auf meine Familie, die gerade in dieser, auch für sie, schwersten Zeit immer zu mir stand und kein einziges anklagendes Wort fand.

Das sind Dinge auf die ich als ehemaliger Bürger der DDR stolz sein kann, bzw. stolz bin. Eine Staatsbürgerschaft, gleicher welcher Art, zähle ich nicht dazu!

Du warst nicht stolz Bürger der DDR zu sein Felix??? Jetzt bin ich doch etwas überrascht. Was mich nicht überrascht ist das mit der Sarthilfe eines ehem Genossen..



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#34

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 22:09
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #21
Zitat von ratata im Beitrag #20
Na Schnatti , du zählst auch zu denen ,welche alles mit offenen Augen sehen , Stell dir mal vor , wie viele hier im Forum ihre Privilegien durch die Einheit Deutschlands verloren haben .




Wer und welche ?


z.B die Stasi, ist tot, mausetot Alfred


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#35

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 22:41
von Gelöschtes Mitglied
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Gert , hat es zweck darauf zu antworten ?????, "Sie fühlen sich schon angesprochen "". ratata


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#36

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 23:14
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #34
Zitat von Alfred im Beitrag #21
Zitat von ratata im Beitrag #20
Na Schnatti , du zählst auch zu denen ,welche alles mit offenen Augen sehen , Stell dir mal vor , wie viele hier im Forum ihre Privilegien durch die Einheit Deutschlands verloren haben .




Wer und welche ?


z.B die Stasi, ist tot, mausetot Alfred


rot: Klar ist die Stasi tot. Die SED ist tot, die DDR auch und alle Organisationen und Vereine, die es mangels Interessenten oder Namensänderungen nicht mehr gibt. Aber die Menschen daraus leben und deren Erinnerung ist nicht tot und wer von denen was konnte, fachlich und noch nicht zu alt war, hat auch heute in vielen Fällen sein gutes Auskommen, manchmal sogar besser als zu DDR-Zeiten, ohne den Hals um 180° gewendet zu haben und darin sind auch MfS-Mitarbeiter zu finden. Klar, das passt manchen nicht. Ging mir auch so, das ein ehemaliger Kollege nicht verstand, daß ich rote Socke mit neutralem Firmenwagen durch die Gegend fuhr und mich auf Messen durchfraß und ein vergleichweise gutes Gehalt hatte, er aber in die Sozialhilfe abgedriftet ist. Welche der damaligen "Erstürmer" der Stasi-Zentralen würde das heute noch mal so tun und wen von denen geht es besser als zu DDR-Zeiten ?



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#37

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 23:31
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Ich bin Stolz, beide deutsche Staaten kennengelernt zu haben und jetzt in einem Land zu leben, wo ich einfach von A nach B fahren kann, ohne eine nervige Grenze zu überwinden oder ein Visum zu beantragen und mich einfach mit Leuten unterhalten zu können, die in dem gleichen Land leben wie ich !


Intellektuelle spielen Telecaster
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#38

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 22.02.2013 23:40
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #34
Zitat von Alfred im Beitrag #21
Zitat von ratata im Beitrag #20
Na Schnatti , du zählst auch zu denen ,welche alles mit offenen Augen sehen , Stell dir mal vor , wie viele hier im Forum ihre Privilegien durch die Einheit Deutschlands verloren haben .




Wer und welche ?[/rot]


]z.B die Stasi, ist tot, mausetot [/rot]Alfred


rot: Klar ist die Stasi tot. Die SED ist tot, die DDR auch und alle Organisationen und Vereine, die es mangels Interessenten oder Namensänderungen nicht mehr gibt. Aber die Menschen daraus leben und deren Erinnerung ist nicht tot und wer von denen was konnte, fachlich und noch nicht zu alt war, hat auch heute in vielen Fällen sein gutes Auskommen, manchmal sogar besser als zu DDR-Zeiten, ohne den Hals um 180° gewendet zu haben und darin sind auch MfS-Mitarbeiter zu finden. Klar, das passt manchen nicht. Ging mir auch so, das ein ehemaliger Kollege nicht verstand, daß ich rote Socke mit neutralem Firmenwagen durch die Gegend fuhr und mich auf Messen durchfraß und ein vergleichweise gutes Gehalt hatte, er aber in die Sozialhilfe abgedriftet ist. Welche der damaligen "Erstürmer" der Stasi-Zentralen würde das heute noch mal so tun und wen von denen geht es besser als zu DDR-Zeiten ?



na, gottseidank oder wem auch immer sei dank und es ist gut dass sie tot sind. DoreHolm musst dich aber nicht mit Toten solidarisieren, dich habe ich nicht für tot erklärt. es ist gut dass du lebst und so soll es auch sein.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#39

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 08:55
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Gert,

es tut mir leid, Dir das schreiben zu müssen, aber du bist einwenig deutschlandblind . Die Hinterlassenschaft des MfS entwickelt sich langsam zur 5. Macht in Staate. Da werden die vermeintlichen Stasiakten von den von wem auch immer gessteuerten Medien, einerseits zur Diskreditisierung von ungeliebten Politikern eingesetzt, anderseits gibt es ein großes Schweigegelübde eben dieser Medien, wenn es um die Vergangenheit bzw. Wirken anderer Politiker geht, die maßgeblich die Politik der letzten 24 Jahren bestimmten. Dem Bürger in Ost und West stinkt das mächtig. Dabei spielt es keine Rolle wie besagte Akten entstanden sind, auch nicht das es Ostdeutsche sind, die das zu verantworten haben, sondern wie HEUTE bundesdeutsche Politiker und Medien damit umgehen.

LG von der grenzgaengerin


schulzi, DoreHolm, PF75 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2013 09:01 | nach oben springen

#40

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 19:43
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein bin ich auf gar keinen Fall. Es ist genauso von meinen Standpunkt betrachtet wie@ Ratata es beschreibt. Wie viele, nicht nur hier im Forum mussten ihre Macht und damit auch ihr gutes Leben aufgeben. Die damals" Älteren" haben vielleicht noch ganz gut die Kurve bekommen, ich meinte zur Wendezeit(Vorruhestand, Rente). Die so genannten Verlierer des kommunistischen Systems sind diejenigen die den Absprung nicht geschafft haben und heute noch für einige Jahre der Arbeit nachgehen müssen(ich hoffe für wenig Lohn, wie ich es gehabt habe), mir tut nur das werktätige Volk leid in der ehemaligen DDR die durch ihre „normale“ Schulbildung keine Anforderungen an den Arbeitgeber stellen können und somit auf die Gutmüdigkeit der Tarifparteien angewiesen sind, sofern der Arbeitgeber (noch) dem AGV angeschlossen ist .

Auf was soll man auch stolz sein wie so ein Unrechtsstaat, DDR. Wie ich in einem Beitrag gelesen habe war die Ausbildung in der DDR kostenlos. Ich kann mich nicht erinnern das ich mich bis jetzt an der Ausbildung meines Sohnes finanziell beteiligen musste. Es war ja nun auch nicht in der DDR der Durchschnitt, dass jeder zweite studiert hat.
Harra 318


Kimble, Gert, Pit 59 und vogtlaenderjoe haben sich für diesen Beitrag bedankt
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