#1161

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:23
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #1160
Spaß an:

Für Kassenpatienten gibt es um die Weihnachtszeit Schierker Feuerstein auf Rezept.

Spaß aus.

Wäre doch eine gute Idee für den neuen Gesundheitsminister H. Gröhe (CDU), oder...?

VG Klaus


KEIN Spass:
!!!!!das wäre die Marktlücke!!!!

gruß h.


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#1162

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:25
von Gelöschtes Mitglied
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Okay, ich habe noch 3 Tage Sprechstunde in diesem Jahr, ich fange morgen mal an...

..mit den Kassenrezepten, meine ich...

VG Klaus


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#1163

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:26
von Vogtländer (gelöscht)
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Und bringt Arbeitsplätze!


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#1164

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:27
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #1161
Wenn ich so darüber nachdenke, hat meine Oma sehr selten Alkohol getrunken. Mal ein Schnäpschen. Aber Heiligabend und Silvester gab es immer selbst gemachten Glühwein. Und dann immer einen riesigen Topf. Auf den Rand der Kochmaschine geschoben, blieb er auch noch lange heiß ohne zu köcheln. Neben Tannenduft und anderen leckeren Düften von den verschiedenen Leckereien von Stolle bis Pfefferkuchen und Plätzchen ein alles überlagernder wohliger Duft. Nicht zu vergleichen mit den Schwaden, die einem auf den Weihnachtsmärkten entgegenschlagen.

LG von der grenzgaengerin


hallo ggn.schon viele Jahre machen wir uns dieses Getränk selbst, schmeckt besser wie auf dem "Weihnachtsmarkt" der heute auch nur noch aus Kommerz besteht, mich zieht es da nicht mehr hin.
gruß h.


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#1165

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:27
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #1164
Okay, ich habe noch 3 Tage Sprechstunde in diesem Jahr, ich fange morgen mal an...

..mit den Kassenrezepten, meine ich...

VG Klaus


wenns nicht hilft...da jibbt dett doch "Mord und Dotschlach"bei Dir inne Jejend oder?

Vorher natuerlich Gruenkohl und Knacker???

Gruss BO


zuletzt bearbeitet 16.12.2013 19:27 | nach oben springen

#1166

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:28
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #1165
Und bringt Arbeitsplätze!


und Aufschwung, aber wir haben ja schon soviel Aufschwung, da bekommt man richtig Angst wenn es mal wieder Abschwinkt...

h.


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#1167

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #1167
Zitat von Hufklaus im Beitrag #1164
Okay, ich habe noch 3 Tage Sprechstunde in diesem Jahr, ich fange morgen mal an...

..mit den Kassenrezepten, meine ich...

VG Klaus


wenns nicht hilft...da jibbt dett doch "Mord und Dotschlach"bei Dir inne Jejend oder?

Vorher natuerlich Gruenkohl und Knacker???

Gruss BO


Hallo BO, davon müßte man ausgehen...

VG Klaus


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#1168

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:34
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #1166


hallo ggn.schon viele Jahre machen wir uns dieses Getränk selbst, schmeckt besser wie auf dem "Weihnachtsmarkt" der heute auch nur noch aus Kommerz besteht, mich zieht es da nicht mehr hin.
gruß h.



Na dann rück mal Dein Rezept raus.

LG von der grenzgaengerin


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#1169

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.12.2013 19:48
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #1170
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #1166


hallo ggn.schon viele Jahre machen wir uns dieses Getränk selbst, schmeckt besser wie auf dem "Weihnachtsmarkt" der heute auch nur noch aus Kommerz besteht, mich zieht es da nicht mehr hin.
gruß h.



Na dann rück mal Dein Rezept raus.

LG von der grenzgaengerin



hätte das Rezept noch Zeit bis morgen?? Ich würd`mir dann Moregen die "Arbeit" machen und es einstellen. Habe jetzt leider keine Zeit mehr und bin raus.
dann Allen noch viel Spass und einen Gruß vom h.


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1170

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 17.12.2013 15:37
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Ohne jetzt in nostalgische Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste zu versinken sage ich einfach: früher war nicht alles besser aber anders!

Bis Anfang der siebziger Jahre wurde Weihnachten traditionell bei meinen Großeltern Mütterlicherseits gefeiert.

Als einziger Enkel reiste ich als Schüler unmittelbar nach der letzten Schulstunde zu meinen Großeltern. sie wohnten in einer anderen Stadt.
So konnte ich meine Großmutter tatkräftig bei den Vorbereitungen des Festes "unterstützen".

Meine Oma, geboren 1907; die "Jüngste" von meinen Großeltern, alle anderen waren 19. Jahrhundert, hatte irgendwie durch die Hungerjahre während zweier Weltkriege und der Zeit danach die Befürchtung das unmittelbar nach Weihnachten wieder eine Hungerkatastrophe ausbrechen würde.
Also wurde vorgesorgt!
Dank reichlicher Westpakete waren unter anderem die Zutaten; außer Mehl und Butter natürlich; für die Stollenbäckerei eingetroffen.
Da Oma nicht in Sachsen wohnte und in ihrem Wohnort das 'Abbacken' der Stollen beim jeweiligem Bäcker des Vertrauens unbekannt war, mußten wir selber ran. Zum Glück besaßen meine Großeltern einen Herd mit Backröhre.

Nachdem alle Zutaten herangetragen waren begann das große backen und kochen. Dazu muß unbedingt erwähnt werden das einzelne Vorlieben der Familienmitglieder peinlich genau Beachtung fanden.

Als erstes wurde ein Eierlikör und ein Kakaolikör selbst hergestellt. Natürlich "Kindgerecht", ich wollte schließlich auch davon etwas haben .....
Nur einmal vertat sich meine Oma und kippte statt eines winzigen Schlucks Wodkas eine ziemliche Menge Primasprit an die Ausgangsmasse. Die Folgen waren bei Oma und Enkel ziemlich verheerend ......

Nicht besonders toll war die Zubereitung von Grünkohl da die Stauden frisch vom Acker erstmal in reichlich kaltem Wasser gewaschen werden mußten.

Nun aber zum Essen

Heiligabend gab es für den "Rest" der Familie am Mittag irgendetwas, was ist mir entfallen ist aber für Oma und meinen Vater, also ihren Schwiegersohn, gab es Karpfen. Einfach weil beide ihn gerne aßen, aber der Rest der Familie bereits beim Wort 'Karpfen' die Zähne bläkte ....

Nachmittags Stolle und anderen Kuchen.

Danach kam die Bescherung.
Weihnachtsbaum zu schmücken war Aufgabe vom Opa.
Nach dem Motto aus Zwei mach Einen wurde am 24. früh auf dem Balkon gesägt, gebohrt, gehämmert bis ein anständiger Baum aus zwei "Krücken" entstanden war.
Geschmückt wurden ER mit altem Christbaumschmuck aus "Friedenszeiten" (also aus der Zeit vor 1939 .....), ständig war zu wenig Lametta da und Enkel wurde kurz vor 12 Uhr losgeschickt noch welches zu kaufen .......

Der Baum stand im Wohnzimmer und dies war bis zur Bescherung gesperrt.
Wir hielten uns in dieser Zeit in der Wohnküche auf .......
Es hat auch keiner gedrängelt wann ist nun endlich Bescherung oder so ....
Dank dunkler Kanäle konnte ich des Lesens mächtig die Zeit damit überbrücken in solchen Illustrierten wie "Stern" zu blättern .....
Wie gesagt in den Endfünfzigern, Mittsechzigern ....

Bescherung mit dem obligatorischem Absingen mindestens eines Weihnachtsliedes ......
Geschenke waren mehr praktischer Natur, wenn ich mal von meinem Stabilbaukasten oder den Baukästen mit den Sandsteinen absehe "Ankersteinbaukasten" (Leider wurden mir diese Kästen viel später aus dem Keller geklaut ....)
Oder eine Modellbahn, Spurbreite weiß ich nicht mehr, allerdings war sie recht "groß" und wer spielte damit am 24. Abends? Klar doch Opa und Vater, Sohnematz und Enkel durfte nur zusehen ....

Zum Abendessen am 24. gab es außer Kartoffelsalat und Wiener noch Bregenwurst (hier die Variante welche der Weißwurst ähnlich ist ....)
Bis ich wußte was ein Bestandteil der Wurst ist habe ich sie als Kind gerne gegessen .....
Heringssalat und Heringshäckerle rundeten das Abendessen ab.

Übrigens brannte der Baum nie ab obwohl immer "echte" Kerzen benutzt wurden, bis Heute ....

Am ersten Feiertag gab es den obligatorischen Geflügelbraten, wobei nach einem einmaligen Desaster, die Gans bestand hauptsächlich aus Fett, es immer zwei Enten gab ....., bei Fünf Personen ......
Dazu Klöße wer sie mag, Kartoffeln und Grünkohl und Rotkohl.
Vorneweg natürlich eine Suppe und danach ein Dessert.
Nachmittags kam die andere Oma zu Besuch und es gab Kuchen, Stolle, Torte ohne Ende ....

Danach besuchten meine Eltern und ich ihre Jugendfreunde welche vor Ort wohnten.
Wieder gab es ein opulentes Abendessen und die Erwachsenen erzählten sich Geschichten aus ihre gemeinsamen Jugendzeit und der Sohn von Besuch und ich langweilten uns köstlich.
Bis auf ein Weihnachten, das muß Anfang der Sechziger gewesen sein, da lief nämlich am späten Abend der Film "Die Vögel". Wir saßen alle, ob Jugendlicher oder Erwachsener, mehr oder minder schockiert vor dem Fernseher.

Am zweiten Feiertag schwächelten wir bereits zum Frühstück, wußten wir doch was es zum Mittag gab ....
Da gab es entweder Hase oder Reh mit den entsprechenden Beilagen, außer meiner Mutter, sie bekam die Reste vom Geflügel .....

Hase wurde komplett gekauft in einem Wildgeschäft, da gab es auch die Rehteile, faszinierend für mich war das der Hase anschließend an die Kellertür genagelt wurde um ihn zu häuten.... und ich saß meinem Großvater faszinierend zuschauend auf dem Holzklotz.

Wild aß ich als Kind gerne und Heute auch noch.

Kuchenessen am Nachmittag.

Abendessen ebenfalls, schließlich mußte unter anderem der Schinken weg ....

Nachdem meine Großeltern einem Fernseher hatten, so ab 1958, wandelte sich der ganze Ablauf geringfügig.
Saßen wir am Heiligabend Nachmittags vorher ohne Radio in der Wohnküche durfte ich mir im Fernsehen irgendeinen Film ansehen.

Am ersten Feiertag schaute die gesamte Familie die Sendung "Zwischen Frühstück und Gänsebraten", wobei Oma und Schwiegersohn ständig in die Küche flitzen ..... , Ach so, wichtig ist natürlich das mein Vater am Heiligabend bereits die Enten vorgebraten hat ....
Vater saß auf einem Hocker vor dem Herd,beobachtete den Bratprozess des Geflügels und überwachte die Herstellung der Soße und wurde von seiner Lieblingsschwiegermutter mit den Getränken seiner Wahl versorgt .....

Während es in den fünfziger Jahren für die Erwachsenen am Abend mehr in Richtung Unterhaltung und Spiele (Kartenspiele + "geistige Getränke" wie Bowle") abdriftete, kam in den Sechzigern immer mehr der Fernseher in den Mittelpunkt.
Für mich selber nie wieder erreicht, eine absolut bescheuerte Fernsehsendung [heutige Sicht; wahrscheinlich "Stars in der Manege"] und Oma 'pellte' dazu die unvergleichlichen Westorangen ....., das Aroma und diese Atmosphäre einfach einzigartig und kaum wiederholbar

Fazit vom ganzen wir schon oben gesagt, früher war nicht alles besser aber zumindest anders ......

Und wie ist es Heute?
Am Heiligabend gibt traditionell zum Abendessen Kartoffelsalat und Wiener
Mittags eine "schnelle" Suppe

Am ersten Feiertag gibt es ein mehrgängiges Menü dessen Hauptpunkt die Gans ist (inzwischen habe ich 'gelernt' wie man eine Gans zubereitet ....)
Die Gans am ersten Feiertag ist ein "muß". Dazu stoßen dieses Jahr insgesamt sechs Personen was nun wieder zum hysterischem Aufschrei führte, besorg doch noch ein paar Gänsekeulen damit wir alle satt werden .... meine Oma lässt grüßen und die Frage wann ändert sich das evolutionäre Esseverhalten wird wahrscheinlich nie beantwortet werden.

Am zweiten Feiertag gibt es entweder Wild (Reh) oder wie dieses Jahr Kalb als Ragout plus dem Vorspeisen und Dessert drumherum ....

Im Gegensatz zu früher, Oma in der Küche der Rest der Familie vor dem Fernseher, ist das ganze heute mehr oder minder ein entspanntes Familienkochen, alle machen mit und maulen auch nicht wenn ich sie "zwinge" ein Kilo Rosenkohl in einzelne Blättchen zu zerlegen um sie anschließend zu blanchieren und mit Mandelsplittern in Butter geschwenkt , gewürzt zum Rehrücken, überbacken mit einer Kräuterkruste und mit Mohnschupfnudeln zu kredenzenden ..........

Wie immer, Tage in der Küche verbracht und innerhalb von Minuten ist alles verputzt.

Ich denke mal so wie es meiner Großmutter damals Freude Bereitet hat uns unsere kulinarischen Wünsche zu erfüllen so bereitet es mir heute Freude für diese Tage ein/zwei Menüs für den ersten und zweiten Tag zusammenzustellen und es auch zu realisieren .... (bei bestimmten Lebensmitteln scheint es ein Lieferproblem zu geben ....)

Ja es war damals anders, nicht unbedingt besser aber die 'Haushaltsvorstände' realisierten das Unmögliche, sie verstanden es Jahr für Jahr dieses Fest als einen Höhepunkt in unserem Leben erscheinen zu lassen .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Hans und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1171

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 17.12.2013 16:08
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde....
Hi, Nostalgiker---Hast mich auf eine Idee gebracht!
Rosenkohl in einzelne Blättchen zu zerlegen um sie anschließend zu blanchieren und mit Mandelsplittern in Butter geschwenkt , gewürzt zum Rehrücken, überbacken mit einer Kräuterkruste
Wird ausgeführt-da Rosenkohl von allen Essensbeteiligten gern gegessen wird. Danke! (Bloß ohne Reh -aber mit Hase)
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#1172

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 17.12.2013 18:09
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

hallo in die Runde, die Zutaten:
- 1l trockener Rotwein, es muß sehr trockener sein,
ich bevorzuge Lauffener Katzenbeisser, es geht aber auch ganz billiger,
sogar der aus der Pappe
- 2St. Sternanis
- 1Stange Zimt
- 4 Nelken
- 3 Pimentkörner nur wer es mag,(probieren!)es kommt
auf die Menge an, zuviel schmeckt nicht
- 1/2 Apfelsine/Orange
- Rohrzucker
- ein paar Spritzer Zitrone oder Limette
- wer es mag, Amaretto bereithalten(ich mag`s eher klassisch, ohne)

Zubereitung:
Die halbe Apfelsine/Orange in einen großen Topf ausdrücken/quetschen, die Schale in Scheiben schneiden und dazu geben, den Rotwein
und alle anderen Gewürze dazu aber erst mal nur 3 Eßlöffel Rohrzucker hinein.

Das Ganze bei geringer Hitze 25-30 min. köcheln/eher ziehen lassen!
Dann probieren, bei Bedarf nachsüssen mit Rohrzucker, vielleicht mit den Zitronen/Limetten-spritzern etwas Frische/Säure hineinbringen.

Ich bevorzuge den Glühwein nicht allzu süss, aber so heiß wie es nur geht....
Wer es mag, kann den Amaretto nach Belieben mit einsetzen.

Viel Spass beim "Nachbauen" und Guten Appetit
Gruß h.


Lutze und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.12.2013 18:28 | nach oben springen

#1173

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 18.12.2013 00:59
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ja, ja, das üppige Essen an den Feiertagen. Da sollte man sich schon mit einer guten Medizin eindecken. Ich stelle dazu schon im Herbst einige "Tropfen" zur guten Verdauung bereit, welche dann bei Bedarf von mir persönlich verabreicht werden. Da ist dann für alle Sünden etwas dabei und das Zeug hilft gegen fast alle Zipperlein, auch gegen Liebeskummer und Heimweh. In meinen ERSTE HILFE-SCHRANK stehen zum Beispiel in ausreichender Menge:

Absinth aus Tschechien

Rum aus Tschechien

Fernet Stock aus Tschechien

Unicum aus Ungarn

Boonekamp Hochprozentig

Eskalony´sche Tropfen

und mein Liebling, der echte Aromatique

Das sollte für den Anfang genügen. ;-))
Da wir gerade beim Kräuterschnaps sind, es gab in den 80er Jahren einen Kräuterschnaps der nannte sich "Kruiden-Shipper", kennt den noch einer?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#1174

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 02:19
von der glatte | 1.356 Beiträge

Na was ist den hier los? Sind denn alle mit den Vorbereitungen für das Große Weihnachtsfressen beschäftigt???

Mir fiel heute ein, dass ich als Kind und dann auch noch später, sehr gerne ein einfaches "Fischbrötchen" gegessen habe. Diese gab es bei uns fast immer im Gemüseladen der auch Fisch anbot. Die Fischbrötchen lagen meist auf einem großen Teller der mit einem Glasdeckel abgedeckt war. Diese Brötchen waren eher Semmeln, so in der Form und Art eines "KONSUM-Brötchen". Tut mir Leid, aber wie beschreibt man ein KONSUM-Brötchen für Leute aus der Gegend westlich der Elbe? Ist sicher nicht einfach.

Auf dem Brötchen war keine Butter, sondern es lagen dort zwei dicke, sauer eingelegte Heringsfilets. Darauf zwei dicke Scheiben Gewürzgurke oder Salzgurke und darauf noch eine große Portion Zwiebelringe. Oft noch zusätzlich etwas frisches Sauerkraut. Oh, wie haben diese Teile geschmeckt!
Fischbrötchen gehörten bei uns in der Familie zum Mitternachts-Schmaus an Silvester. Was dann übrig blieb vertrieb den Silvester-Kater am Neujahrsmorgen.

Heute bin ich solch einem Fischbrötchen in unserer Gegend noch nie in einem Geschäft begegnet. An der Küste ab und zu, aber meist ist dann ein Rollmops aufgewickelt auf der Semmel.

Na ja, man kann sich diese Teile aber auch selbst herstellen, die Zutaten gibt es ja, nur mit dem KONSUM-Brötchen sieht es da wohl nicht so gut aus.

Also, Verkündet und Beschlossen, am Silvesterabend gibt es wieder ab sofort diesen schönen schmackhaften Brauch in unserer Familie!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#1175

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 10:31
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde.....
Hi, Reiner- Mein Lieblingsbäcker hat öfters mal ein Schild vor dem Laden . Aufschrift : Bei mir bekommen Sie noch echte Ost-Schrippen - OHNE LUFT !
Beschreibt doch den Unterschied ganz gut. ( Nur das "Gummiartige" der Konsumbrötchen-also das bekommt er einfach nicht mehr hin.)
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#1176

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 10:40
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Bei uns bekannt als "Rollmops-Brötchen - einfach lecker !

H.



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#1177

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 10:53
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1177
Morgen, Gemeinde.....
Hi, Reiner- Mein Lieblingsbäcker hat öfters mal ein Schild vor dem Laden . Aufschrift : Bei mir bekommen Sie noch echte Ost-Schrippen - OHNE LUFT !
Beschreibt doch den Unterschied ganz gut. ( Nur das "Gummiartige" der Konsumbrötchen-also das bekommt er einfach nicht mehr hin.)
73 Hans


ja so einen Bäcker haben wir hier auch, da isst man ein Brötchen und man ist satt, sie schmecken auch richtig nach Hefe, man kann diese Brötchen auch ohne weiteres aufbacken ohne das sie austrocknen oder immer krossiger werden.
Dieser Bäcker bäckt aus dem selben Teig Bagettes, welche auch ganz super sind.

gruß h.


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#1178

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 11:22
von Moskwitschka (gelöscht)
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Na wenn dein Bäcker das in Höhenschönhausen macht, kann ich das noch verstehen @Hans Mir ist das mal vor Jahren in Tempelhof passiert. Ich musste erst mal überlegen, wo die ehemalige Grenze verlief und dann bin ich rein in den Laden. Also mit Ost - Schrippe hatte das nichts zu tun. Sie waren nur kleiner. Nach dem ich sie auch noch im Laden probiert hatte, und gerade loslegen wollte, hat mein Sohn mich schnell aus dem Laden gezogen. Der hatte nämlich schon den grimmigen Blick der Verkäuferin gesehen, die unser Getuschel und Testessen skeptisch beobachtete.

Also - Augenauf beim Schrippenkauf. Wo Ost drauf steht, muss nicht immer Ost drin sein.

LG von der grenzgaengein


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1179

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 11:30
von Vogtländer (gelöscht)
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Bei meinem Bäcker in Köpenick gibts Sonntags sogar noch (oder schon wieder?) die Wartegemeinschaft.Die Doppelten mußman sich bis spätesten 09h30 geholt haben,danach ists Glückssache.Und nee,zuwenigbacken die nicht davon.Verdammt,ich vermisse die Doppelten hier in NRW.


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.12.2013 11:32 | nach oben springen

#1180

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 22.12.2013 11:34
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde.......
Das ist zweifelsfrei richtig, GG. Und - Bei dieser Backstube steht es nicht nur auf der Reklametafel- es entspricht auch der Realität. Besonders erfreulich an der Sache ist, das der "Jungmeister", welcher die Bäckerei anfang des Jahres übernommen hat, den "Backstiel" fortsetzt. Nicht nur bei Schrippen, auch bei dem anderen, wohlschmeckenden Gebäck. Übrigens hat er mir zugesichert, nächstes Jahr Stollen abzubacken- wie es sich gehört-rein in den Ofen,wenn das Brot raus ist. Freu mich jetzt schon drauf- ein paar andere Kunden auch.
Ja-und "Wartegemeinschaft" - Samstags frühs - nur mit Schlange.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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