#81

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 25.02.2013 20:09
von Gelöschtes Mitglied
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Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


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#82

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 25.02.2013 22:21
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #83
Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


Dass könnte psychisch bedingt sein. Die erste Variante prägt den Geschmack. Deshalb bevorzugen ja auch die Meisten die heimische, sozusagen mit der Muttermilch eingesoge Küche und gehen nicht bei einem Ortswechsel mit fliegenden Fahnen zum kulinarischen Gegner über, sondern suchen sich nur ganz ausgewählte Gerichte raus.
Geht mir bei Schlagern immer so. Das, was ich in der Jugendzeit gehört habe, klingt fast immer besser als das Jahrzehnte später Nachgemachte.



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#83

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 25.02.2013 23:38
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wir bekamen früher von der Küste (meine Tante), leckere Lungwürste geliefert. Diese großen Ringe hat meine Mutter dann in der Pfanne gebraten. Dazu gab es Kartoffeln und Sauerkraut aus Sohland. Der Wahnsinn!

Heute schmecken die mir auch noch, nur leider hier in Brandenburg nicht zu bekommen.

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#84

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 26.02.2013 09:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #84
Zitat von Vierkrug im Beitrag #83
Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


Dass könnte psychisch bedingt sein. Die erste Variante prägt den Geschmack. Deshalb bevorzugen ja auch die Meisten die heimische, sozusagen mit der Muttermilch eingesoge Küche und gehen nicht bei einem Ortswechsel mit fliegenden Fahnen zum kulinarischen Gegner über, sondern suchen sich nur ganz ausgewählte Gerichte raus.
Geht mir bei Schlagern immer so. Das, was ich in der Jugendzeit gehört habe, klingt fast immer besser als das Jahrzehnte später Nachgemachte.


Deinen Ausführungen kann ich ohne weiteres zustimmen. Habe darüber weiter nachgedacht und es ist wie bei einem Familienstammbaum.

Oma - ukrainische/russische + ostpreussische Küche (ebenfalls Großvater)
Mutter - ostpreussische + norddeutsche Küche
Vater - oberschlesische + norddeutsche Küche
Frau - thüringische Küche

Ein Mix aus den vorbenannten Küchen dazu dann noch die Ergänzungen aus der Lausitzer Küche widerspiegelt sich in unserer heutigen Küche.
Die sogenannten "Arme-Leute-Gerichte", die von den Großmüttern und der Mutter mit viel Phantasie und Liebe zubereitet wurden, schmeckten einem dabei immer besonders gut.
Wenn ich heute in Hamburg mir ein Gericht nach Mutters Art bestelle, dann muß ich schon einige Euronen dafür auf den Tisch blättern. Aber man bekommt auch ein reichlich angerichtetes Bauernfrühstück oder Sauerfleisch mit Bratkartoffeln in der Dorfgastsstätte schon ab 5,50 - 6,50 Euro.

Aber wie heißt es auch so schön, zu Hause schmeckt es immer am besten.

Vierkrug


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#85

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 26.02.2013 09:52
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #86
Zitat von DoreHolm im Beitrag #84
Zitat von Vierkrug im Beitrag #83
Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


Dass könnte psychisch bedingt sein. Die erste Variante prägt den Geschmack. Deshalb bevorzugen ja auch die Meisten die heimische, sozusagen mit der Muttermilch eingesoge Küche und gehen nicht bei einem Ortswechsel mit fliegenden Fahnen zum kulinarischen Gegner über, sondern suchen sich nur ganz ausgewählte Gerichte raus.
Geht mir bei Schlagern immer so. Das, was ich in der Jugendzeit gehört habe, klingt fast immer besser als das Jahrzehnte später Nachgemachte.


Deinen Ausführungen kann ich ohne weiteres zustimmen. Habe darüber weiter nachgedacht und es ist wie bei einem Familienstammbaum.

Oma - ukrainische/russische + ostpreussische Küche (ebenfalls Großvater)
Mutter - ostpreussische + norddeutsche Küche
Vater - oberschlesische + norddeutsche Küche
Frau - thüringische Küche

Ein Mix aus den vorbenannten Küchen dazu dann noch die Ergänzungen aus der Lausitzer Küche widerspiegelt sich in unserer heutigen Küche.
Die sogenannten "Arme-Leute-Gerichte", die von den Großmüttern und der Mutter mit viel Phantasie und Liebe zubereitet wurden, schmeckten einem dabei immer besonders gut.
Wenn ich heute in Hamburg mir ein Gericht nach Mutters Art bestelle, dann muß ich schon einige Euronen dafür auf den Tisch blättern. Aber man bekommt auch ein reichlich angerichtetes Bauernfrühstück oder Sauerfleisch mit Bratkartoffeln in der Dorfgastsstätte schon ab 5,50 - 6,50 Euro.

Aber wie heißt es auch so schön, zu Hause schmeckt es immer am besten.
Vierkrug


Stimmt!
Und was hat Oma und Mutters immer gepredigt--Junge esse brav auf.damit du groß und stark wirst.


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#86

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 26.02.2013 10:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rostocker im Beitrag #87

Stimmt!
Und was hat Oma und Mutters immer gepredigt--Junge esse brav auf.damit du groß und stark wirst.


Ergänzend noch - und es morgen wieder schönes Wetter gibt.


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#87

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 26.02.2013 13:00
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Übrigens, was ich koche schmeckt sogar meiner Mutter


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#88

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 26.02.2013 13:37
von Udo | 1.267 Beiträge

Die Küchen meiner Großeltern waren völlig unterschiedlich. Mütterlicherseits aus Ostpreußen, dh. sehr sparsam, alles verdünnend, karge, aber keine schlechte Küche. Väterlicherseits aus der Prignitz, dh. sehr deftig und im Überfluss.

Logischerweise bin ich immer zu meiner Oma väterlicherseits zum Essen gefahren. Sie fragte mich immer am Vortag, was ich denn essen wolle und promt wurde es serviert.
Oma hatte durch den Kriegshunger für sich festgelegt, dass sie niiiieee wieder am Essen spart und nach Schnitzel, Schweinebraten, Kasseler, Taube, Kohlrolade, Huhn und Fisch (wohlgemerkt IN DER WOCHE, nicht Sonntags) habe ich am letzten Ferientag um einen Eintopf gebettelt, den ich bei meiner anderen Oma jeden Tag bekommen hätte.


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#89

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 11:40
von hardi24a | 331 Beiträge

Bitte mal einen Komplektetag einführen !!!


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#90

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 11:51
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von hardi24a im Beitrag #91
Bitte mal einen Komplektetag einführen !!!

was ist das denn?


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#91

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 12:02
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #92
Zitat von hardi24a im Beitrag #91
Bitte mal einen Komplektetag einführen !!!

was ist das denn?

Lutze, an diesen Tagen gab es Dinge, nach denen Du Dich auf Mutters Essen doppelt gefreut hast. Komplekte war das Zeug, das für den Ernstfall vorgehalten wurde und kurz vor dem Verfall wurde es den Muschkoten kredenzt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.02.2013 12:12 | nach oben springen

#92

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 13:01
von damals wars | 12.215 Beiträge

Atombrot und Wurst aus der Büchse.
Das Atombrot war widerlich.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#93

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 13:14
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #89
Übrigens, was ich koche schmeckt sogar meiner Mutter


Und was ich zusammenkoche, schmeckt nur mir, aber das ist ja die hHauptsache



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#94

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 13:43
von 94 | 10.792 Beiträge

In diesem fFall hatte der fForumspolit glaube ich schonemal den eEugen rRoth zitiert *breites_grins*

Achso, Ausgangsfrage war ja die nach der Lieblingsspeise, ist bei mir aber standortabhängig. Also da will ich auch mal, im Randbadischen isses ein Schäufele und in der Ehemaligen neben dem Jägerschnitzel mit den obligatorischen Tomatensosse-Spirellis auch noch besser, Leber nach Berlin(Hauptstadt-der-Deutschen-Demokratischen-Republik)er Art. Am liebsten löffle ich aber Eintöpfe und da ist der Rassolnik neuerdings ein Favorit und dabei, einen echten serbischen Bohneneintopf zumindest das Wasser zu reichen.
Achso, im Sommer in südlicheren Gefilden ist ein schöner Teller Tarator das höchste aller (Nahrungsaufnahme-)Gefühle.

P.S. Heute beurteile ich die 'Qualität' eines kleinen Ristorante gern anhand eines Carpaccio di Manzo, der Grieche 'um die Ecke' dagegen wird mit seinem Taramos 'gebenchmarkt'. Einigemal wechselte ich nach der Vorspeise die Lokalität, schon wenn die Bedienung darauf 'besteht', alle Gerichte gleichzeitig zu notieren ... gaaaanz schlechtes Zeichen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 16:01 | nach oben springen

#95

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 15:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #94
Atombrot und Wurst aus der Büchse.
Das Atombrot war widerlich.


Aber das Schmalzfleisch in der Dose war lecker !!!


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#96

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 15:29
von exgakl | 7.238 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #97
Zitat von damals wars im Beitrag #94
Atombrot und Wurst aus der Büchse.
Das Atombrot war widerlich.


Aber das Schmalzfleisch in der Dose war lecker !!!


Daraus liesen sich auch prima Kerzen bauen


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#97

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 15:44
von Gelöschtes Mitglied
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Lieblingsgericht - nach wie vor Eisbein mit Sauerkraut, Kartoffeln und Erbsenpüree auf das noch ausgelassener magerer Speck und gebratene Zwiebeln kommen.

In südlichen Gefilden - Balkanregion, dann ein gutes Pljeskavica mit viel Aivar und roten Zwiebelringen.
In Südamerika - Rinderfilet und Spareribs - abweichend in Peru und Ecuador gegrilltes Meerschwein (siehe Foto)
Cuba - Nationalgericht Schwarze Bohnen süßsauer mit Zwiebelringen und geräuchertem Spanferkel
Russland - Beef Stroganoff ..........
Ich höre besser auf.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 15:57 | nach oben springen

#98

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 15:52
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #96
in der Ehemaligen neben dem Jägerschnitzel mit den obligatorischen Tomatensosse-Spirellis


Dieses Gericht ist aber doppelt belegt

Unser Hausmeister half uns mal beim Renovieren. Um ihm eine Freude zu machen fragte ich ihn, was er mal wieder gerne essen würde. "Jägerschnitzel mit Makaroni und Tomatensoße", war seine Antwort. Mein Mann, aus Rheinland stammend, nickte zustimmend. Ich stellte das Essen auf den Tisch und unser Hausmeister freute sich diebisch. Meinem Mann entglitten die Gesichtszüge. Er hatte mit einem einem Schweinesteak mit Pilzen gerechnet.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 16:00 | nach oben springen

#99

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 16:12
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Was ich eigentlich vermisse und das müßte ich mir wieder mal machen: In dem flachen Grill mit den Heißwendeln von oben noch aus DDR-Zeiten (habe ihn noch da) haben wir getostetes Toast, mit Bierschinken belegt, dann mit Meerrettich bestrichen, Gewürtsgurkenscheiben drauf gelegt, dann Käsescheiben und überbacken.
Zu den Brigadefeten trafen wir uns bei einbem Kollegen auf dem Dorf. Dort wurde Kebabcheta (oder wie sich das schreibt) gegrillt. Das waren sehr gut gewürzte Gehacktesröllchen.



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#100

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 27.02.2013 16:20
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #101
Was ich eigentlich vermisse und das müßte ich mir wieder mal machen: In dem flachen Grill mit den Heißwendeln von oben noch aus DDR-Zeiten (habe ihn noch da) haben wir getostetes Toast, mit Bierschinken belegt, dann mit Meerrettich bestrichen, Gewürtsgurkenscheiben drauf gelegt, dann Käsescheiben und überbacken.
Zu den Brigadefeten trafen wir uns bei einbem Kollegen auf dem Dorf. Dort wurde Kebabcheta (oder wie sich das schreibt) gegrillt. Das waren sehr gut gewürzte Gehacktesröllchen.


Du meinst bestimmt Chevapchichi...aber...es gibt ja auch für Gehacktes.-Gerichte eine Menge Bezeichnungen. Als ich das 1. Mal in München war und eine Freundin, welche ein Bistro besitzt mich fragte: Magst ein Fleischpflanzerl und ein Haferl Kaffee...da war mir klar...ich bin im *Ausland*.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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