#2741

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 01:03
von Moskwitschka (gelöscht)
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Gestern war es endlich soweit - Der Fehlkauf einer tiefgefrorenen Ente hat ein glückliches Ende gefunden

Am Sonntag Abend wurde sie aus dem häuslichen Kühlhaus geholt, am Montag mit Hackfleisch gefüllt und in die heiße Röhre geschoben - mit einem Ziel - einem thailändischen Entenfleischsalat.

Montag gab es die Keulen mit Salzkartoffeln und herzhaftem Rotkohl.

Dienstag den "Hackbraten" mit Entengeschmack mit schwäbischen Knöpflen und reichlich Soße.

Und gestern - am Mittwoch - meinen heiß geliebten Entenfleischsalat.

Die Ente hatte ein Gewicht von ca. 3.200 g. Und alles was an ihr dran war, nachdem die Keulen einschließlich Oberteil genussvoll verspeist wurden, in kleine Würfel geschnitten. Den überwiegenden Teil machte die Entenbrust aus. Danach habe ich von 2 Stengeln Zitronengras die äußere "Haut" entfernt und das untere Drittel sehr fein geschniitten und anschließend gewiegt. Zitronengras ist sehr hart und sollte so so klein wie möglich dem Entenfleisch zugefügt werden. Danach folgten die Blätter von 6 Stengeln Koriander - ebenso gewiegt. Zusätzliche Schärfe haben 3 kleine Thai - Chilischoten gebracht, die in feine Ringe geschnitten wurden. Da ich nicht wußte, wie scharf meine Gäste eingestellt sind, habe ich die Kerne voerher entfernt. Ein absolutes muß ist eine Frühlingszwiebel oder zwei, je nach Größe, die auch fein in schräge Ringe geschnitten wurden. Zwei Eßlöffel Sojasoße und 2 Eßlöffel Limettensaft und der Salat ist fast fertig. Am Ende nur nach Geschmack mit Salz abschmecken.

Das ganze reicht für 4 - 5 Personen als Vorspeise, wenn man denn Entenfleischsalat, nach dem er mindesten 1 Stunde durchgezogen ist, auf einem Bett von in Streifen geschnitten Salatherzen, abgescmeckt mit Öl, Limettensaft, Salz und Pfeffer und frischem Baguette serviert.

Für mich war es , der das selbst zubereitete selten perfekt ist, gelungen. Und wenn ich das nächste Mal wieder eine Ente im ganzen Stück in die Röhre schiebe, dann esse ich den Entenfleichsalat ganz alleine auf. Weder der Pusteblume, noch ganz lieben Gästen, werde ich was abgeben.

LG von Moskwitschka


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zuletzt bearbeitet 11.12.2014 01:05 | nach oben springen

#2742

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 01:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #2741
Gestern war es endlich soweit - Der Fehlkauf einer tiefgefrorenen Ente hat ein glückliches Ende gefunden

Am Sonntag Abend wurde sie aus dem häuslichen Kühlhaus geholt, am Montag mit Hackfleisch gefüllt und in die heiße Röhre geschoben - mit einem Ziel - einem thailändischen Entenfleischsalat.

Montag gab es die Keulen mit Salzkartoffeln und herzhaftem Rotkohl.

Dienstag den "Hackbraten" mit Entengeschmack mit schwäbischen Knöpflen und reichlich Soße.

Und gestern - am Mittwoch - meinen heiß geliebten Entenfleischsalat.

Die Ente hatte ein Gewicht von ca. 3.200 g. Und alles was an ihr dran war, nachdem die Keulen einschließlich Oberteil genussvoll verspeist wurden, in kleine Würfel geschnitten. Den überwiegenden Teil machte die Entenbrust aus. Danach habe ich von 2 Stengeln Zitronengras die äußere "Haut" entfernt und das untere Drittel sehr fein geschniitten und anschließend gewiegt. Zitronengras ist sehr hart und sollte so so klein wie möglich dem Entenfleisch zugefügt werden. Danach folgten die Blätter von 6 Stengeln Koriander - ebenso gewiegt. Zusätzliche Schärfe haben 3 kleine Thai - Chilischoten gebracht, die in feine Ringe geschnitten wurden. Da ich nicht wußte, wie scharf meine Gäste eingestellt sind, habe ich die Kerne voerher entfernt. Ein absolutes muß ist eine Frühlingszwiebel oder zwei, je nach Größe, die auch fein in schräge Ringe geschnitten wurden. Zwei Eßlöffel Sojasoße und 2 Eßlöffel Limettensaft und der Salat ist fast fertig. Am Ende nur nach Geschmack mit Salz abschmecken.

Das ganze reicht für 4 - 5 Personen als Vorspeise, wenn man denn Entenfleischsalat, nach dem er mindesten 1 Stunde durchgezogen ist, auf einem Bett von in Streifen geschnitten Salatherzen, abgescmeckt mit Öl, Limettensaft, Salz und Pfeffer und frischem Baguette serviert.

Für mich war es , der das selbst zubereitete selten perfekt ist, gelungen. Und wenn ich das nächste Mal wieder eine Ente im ganzen Stück in die Röhre schiebe, dann esse ich den Entenfleichsalat ganz alleine auf. Weder der Pusteblume, noch ganz lieben Gästen, werde ich was abgeben.

LG von Moskwitschka



Na,Wer waren wohl die Gäste,denen es so gut geschmeckt hat?
Mach weiter so und mir den Mund wässrig.
LG. Rei


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#2743

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 01:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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@rei Und weißte was es vorher zum Kaffee gab? Mohnstriezel vom Dresdner Weihnachtsmarkt Und wenn es in Berlin Mohnstriezel vom Eckart gibt, dann ist einer ganz bestimmt dabei.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 11.12.2014 01:20 | nach oben springen

#2744

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 02:13
von der glatte | 1.356 Beiträge

Was ist wohl mit Mohnstriezel gemeint? Ich hoffe Du meinst nicht einen Mohnstollen, denn das gibt es auch.

Ich meine nur wegen Dresden und Striezelmarkt? Schmecken aber beide, wer Mohn liebt. Nur den Mohnstollen gibt es nur in dieser Jahreszeit.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2745

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 02:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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@der glatte Der Mohnstriezel von Eckert aus Dresden ist wie die Currywurst von Konnopke in Berlin


http://www.baeckerei-cafe-eckert.de/html...t_christst.html

Saftig, mehr Mohn als Teig und einmal ordentlich durchgefroren ( heut zu Tage eingewickelt in Zeitungspapier auf dem Balkon ) - ein Genuß. Wenn man Mohn mag.

Der kleine, aber nicht unwichtige Unterschied zum Mohnstollen ist

1. Die Form

2.Die Sreuseln

3.Der Zuckerguß

4.Die Liebe der Dresdner Bäcker, die sie in ihre Striezel "reinkneten"

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 11.12.2014 02:35 | nach oben springen

#2746

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 14:35
von der glatte | 1.356 Beiträge

Na das gibt doch fünf Sternchen und ein Bienchen noch dazu.

Gut erklärt und alles richtig!

Also ich ziehe momentan den Mohnstollen vor, weil es die Mohnstriezel ja das ganze Jahr gibt. Man muss nur wissen wo.

Meist gehe ich zum Einkauf für Gebäck in die Randgebiete der Stadt oder auf das Land. Naja, man kennt eben so seine Favoriten, aber es werden immer weniger. Orientiere Dich doch einmal nach den ehemaligen Königlich- Sächsischen Hoflieferanten, da gibt es immer noch einige. Und man kann auch guten Käse für die Pusteblume finden.

Kennst Du eine echte Dresdner Sahnetorte? Oder den Eierlikör aus Sachsen, selbst gemacht?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2747

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 14:43
von bingernhier | 246 Beiträge

Was Mohn und guten Käse angeht, das besorge ich mir in Polen auf dem Markt.
Die Mohnhörnchen schmecken noch wie damals in unseren Backstuben so leicht süßlich... leeeeeeeeecker.
Der Käse hat so einen Geschmack den ich hier nach langen Suchen, noch nicht bekommen habe.
Da kann ich den Schimmelkäse wärmstens empfehlen.

L.G. bingernhier


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#2748

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 15:33
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von der glatte im Beitrag #2746
Na das gibt doch fünf Sternchen und ein Bienchen noch dazu.

Gut erklärt und alles richtig!

Also ich ziehe momentan den Mohnstollen vor, weil es die Mohnstriezel ja das ganze Jahr gibt. Man muss nur wissen wo.

Meist gehe ich zum Einkauf für Gebäck in die Randgebiete der Stadt oder auf das Land. Naja, man kennt eben so seine Favoriten, aber es werden immer weniger. Orientiere Dich doch einmal nach den ehemaligen Königlich- Sächsischen Hoflieferanten, da gibt es immer noch einige. Und man kann auch guten Käse für die Pusteblume finden.

Kennst Du eine echte Dresdner Sahnetorte? Oder den Eierlikör aus Sachsen, selbst gemacht?

Gruß Reiner


Meine angehende Schwiegertochter kann einen sehr guten Sahnekuchen backen und der ist dann auch sehr schnell verspeist.

Ich bevorzuge auch den Mohnstollen gegenüber dem Mohnstriezel. Mein Favorit ist dabei der Mohnstollen aus dem Cafe Hartmann in Freiberg, den ich mir dann am Sonntag auf dem Rückweg von Seiffen noch einpacken lasse, wie auch den Mandelstollen, der sehr mächtig ist.
Damit dürften dann die Weihnachtsbackwaren auch gesichert sein. Den Dresdner Stollen hat mein Sohn schon in der Dresdner Neustadt beim Bäcker seines Vertrauens besorgt.
Weihnachten in "Süddänemark" mit sächsischen Backspezialitäten, das ist doch etwas. Jetzt muß ich aber am Grünkohl weiterwerkeln, denn den muß ich morgen nach Dresden mitnehmen - ein Teil davon geht dann nach Proschwitz (Meißen) zu meinem Bruder.

Vierkrug


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#2749

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 16:50
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #2748
Zitat von der glatte im Beitrag #2746
Na das gibt doch fünf Sternchen und ein Bienchen noch dazu.

Gut erklärt und alles richtig!

Also ich ziehe momentan den Mohnstollen vor, weil es die Mohnstriezel ja das ganze Jahr gibt. Man muss nur wissen wo.

Meist gehe ich zum Einkauf für Gebäck in die Randgebiete der Stadt oder auf das Land. Naja, man kennt eben so seine Favoriten, aber es werden immer weniger. Orientiere Dich doch einmal nach den ehemaligen Königlich- Sächsischen Hoflieferanten, da gibt es immer noch einige. Und man kann auch guten Käse für die Pusteblume finden.

Kennst Du eine echte Dresdner Sahnetorte? Oder den Eierlikör aus Sachsen, selbst gemacht?

Gruß Reiner


Meine angehende Schwiegertochter kann einen sehr guten Sahnekuchen backen und der ist dann auch sehr schnell verspeist.

Ich bevorzuge auch den Mohnstollen gegenüber dem Mohnstriezel. Mein Favorit ist dabei der Mohnstollen aus dem Cafe Hartmann in Freiberg, den ich mir dann am Sonntag auf dem Rückweg von Seiffen noch einpacken lasse, wie auch den Mandelstollen, der sehr mächtig ist.
Damit dürften dann die Weihnachtsbackwaren auch gesichert sein. Den Dresdner Stollen hat mein Sohn schon in der Dresdner Neustadt beim Bäcker seines Vertrauens besorgt.
Weihnachten in "Süddänemark" mit sächsischen Backspezialitäten, das ist doch etwas. Jetzt muß ich aber am Grünkohl weiterwerkeln, denn den muß ich morgen nach Dresden mitnehmen - ein Teil davon geht dann nach Proschwitz (Meißen) zu meinem Bruder.

Vierkrug



So eine Schwiegertochter ist Gold wert!

Na dann viel Spass in Proschwitz, grüß mir meine geliebten Weinberge. Und lasse noch einige Schlückchen vom Wein im Keller.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 11.12.2014 16:51 | nach oben springen

#2750

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 19:09
von Regina | 643 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #2729
Bei uns gibt es morgen ein frühes Mittagessen, weil die Pusteblume arbeiten muss - Kartoffelpuffer mit Lachs, selbst gemachten Sahnemeerrettich, Guacamole und Rapunzelsalat mit zerlassenen Speckwürfelchen.

LG von der Moskwitschka

Wir Thüringer essen gern Kartoffelpuffer mit Zucker und Apfelmus



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#2751

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 19:43
von Gelöschtes Mitglied
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Meine liebe alte Oma, die aus Schlesien stammte, hat in ihren Kartoffelpufferteig noch geriebene Zwiebeln, nicht all zu viel, hineingegeben, das dann als KP abgebacken und mit Zucker und Apfelmus angerichtet... Lecker...

VG Klaus


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2752

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 19:56
von Regina | 643 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #2751
Meine liebe alte Oma, die aus Schlesien stammte, hat in ihren Kartoffelpufferteig noch geriebene Zwiebeln, nicht all zu viel, hineingegeben, das dann als KP abgebacken und mit Zucker und Apfelmus angerichtet... Lecker...

VG Klaus

OT OT
Hast du mal Interesse an alte schles. Zeitungen?
thomas



zuletzt bearbeitet 11.12.2014 19:57 | nach oben springen

#2753

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 20:32
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #2751
Meine liebe alte Oma, die aus Schlesien stammte, hat in ihren Kartoffelpufferteig noch geriebene Zwiebeln, nicht all zu viel, hineingegeben, das dann als KP abgebacken und mit Zucker und Apfelmus angerichtet... Lecker...

VG Klaus


So kenne ich die KP auch und so werden sie auch heute noch zubereitet.
Am Heiligabend gibt es dann auch Schlesische Bratwürste mit Kartoffelsalat - Tradition in der Familie. Habe sie heute schon beim Fleischer vorbestellt.

Vierkrug


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#2754

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 22:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #2753
Zitat von Hufklaus im Beitrag #2751
Meine liebe alte Oma, die aus Schlesien stammte, hat in ihren Kartoffelpufferteig noch geriebene Zwiebeln, nicht all zu viel, hineingegeben, das dann als KP abgebacken und mit Zucker und Apfelmus angerichtet... Lecker...

VG Klaus


So kenne ich die KP auch und so werden sie auch heute noch zubereitet.
Am Heiligabend gibt es dann auch Schlesische Bratwürste mit Kartoffelsalat - Tradition in der Familie. Habe sie heute schon beim Fleischer vorbestellt.

Vierkrug

Ich habe kurz gezuckt, als ich "KP" gelesen habe: Kommunistische Partei? Unser Rainman? Wer oder was war gemeint? Bis sich dann die Erkenntnis durchsetzte, dass damit "Kartoffelpuffer" abgekürzt wurden.

Jaja, der AKüFi des Ostens....

Zur Ehrenrettung der Moskauerin muss ich sagen, dass ich nicht der "Süße", sondern der "Salzige" Typ bin. Das hat jetzt nichts mit Eingeschaften zu tun, sondern skizziert die vorherrschende Geschmacksrichtung: Von wenigen und seltenen Ausnahmen abgesehen sind Kompott, Pudding, Eis, Kuchen, Dessert, Schokolade & Co. nichts für mich. Gleiches gilt auch für Obst in Hauptmahlzeiten: Am Montag gab es Rotkohl - ohne Apfel. Ich hätte mich reinlegen können, so gut hat der geschmeckt. Zum Leidwesen der Moskauerin: Nicht, dass sie mir meinen Genuss nicht gegönnt hätte, aber den Apfel hat sie vermisst. Und natürlich erstreckt sich meine Vorliebe auch auf die "KP": Frisch aus der Pfanne, etwas Salz und Pfeffer drauf und ich bin zufrieden. Sie mag sie ja durchaus auch mit Apfelmus, aber da der ja erst nach dem Braten dazu kommt, ist das kein Problem - dann trennen sich unsere Wege halt in diesem Moment.

Die Ergänzung mit Lachs ist OK, Meerettich und Guacamole sind - obwohl selbst gemacht - nicht so mein Ding. Aber das ist ja das Schöne an diesen Dingern: Sie sind Basis - und jede(r) macht danach daraus, was bevorzugt wird.


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#2755

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 23:11
von Gelöschtes Mitglied
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Ich bin gerade zusammengestaucht worden:

"Kartoffelpuffer werden gebacken - und nicht gebraten !!"

Sorry für diese sprachlich schluderige Schlampigkeit


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#2756

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 23:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Nicht nur schlesische Großmütter reiben eine Zwiebel an die Kartoffelpuffermasse - auch sächsische. Und so halte ich es auch seit Jahrzehnten. Ebenso darf bei meinen Puffern auch nicht ein Hauch Muskat fehlen.

@der glatte Du hast mit Deiner Frage nach dem Eierlikör ganz andere Erinnerungen geweckt. Den selbstgemachten Eierlikör gab es auch bei meiner sächsischen Großmutter aus dem Erzgebirge zu Weihnachten - aber nur dann. Was es aber auch Weihnachten immer gab, was aber bei ihr mit zunehmenden Alter immer weniger wurde - das Neunerlei. Ich überlege jetzt schon die ganze Zeit, wie ich es am Heiligabend umsetzen könnte. Noch habe ich ja ein paar Tage Zeit.

Aber vielleicht können mir die Sachsen aus dem Erzgebirge ein paar Tipps geben, wie sie diese Tradition heute umsetzen. Oder pflegt ihr sie nicht mehr?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 11.12.2014 23:15 | nach oben springen

#2757

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 23:31
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #2756
Nicht nur schlesische Großmütter reiben eine Zwiebel an die Kartoffelpuffermasse - auch sächsische. Und so halte ich es auch seit Jahrzehnten. Ebenso darf bei meinen Puffern auch nicht ein Hauch Muskat fehlen.

@der glatte Du hast mit Deiner Frage nach dem Eierlikör ganz andere Erinnerungen geweckt. Den selbstgemachten Eierlikör gab es auch bei meiner sächsischen Großmutter aus dem Erzgebirge zu Weihnachten - aber nur dann. Was es aber auch Weihnachten immer gab, was aber bei ihr mit zunehmenden Alter immer weniger wurde - das Neunerlei. Ich überlege jetzt schon die ganze Zeit, wie ich es am Heiligabend umsetzen könnte. Noch habe ich ja ein paar Tage Zeit.

Aber vielleicht können mir die Sachsen aus dem Erzgebirge ein paar Tipps geben, wie sie diese Tradition heute umsetzen. Oder pflegt ihr sie nicht mehr?

LG von der Moskwitschka




Ja, nicht nur in den Familien im Erzgebirge, auch im Elbtal und Umgebung gibt es noch diese Tradition. Die ist schön und hält sich auch in der heranwachsenden Generation. Jede Familie macht es allerdings immer etwas anders aber die neun Dinge müssen es schon sein.

Oh ja, der Eierlikör, ein Göttertrank, wenn selbst gemacht. Ich konnte das Rezept von Oma übernehmen und habe es noch in ihrer Fraktur-Schreibschrift mit Bleistift. Frauchen und ich haben es dann gemeinsam entziffert und schon oft ausprobiert.
Pfui Teufel, schmeckt das Zeug gut!

Oma hatte meist solch eine kleine Flasche hinter dem Bett stehen.

Gruß Reiner


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#2758

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 23:37
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #2754
Zitat von Vierkrug im Beitrag #2753
Zitat von Hufklaus im Beitrag #2751
Meine liebe alte Oma, die aus Schlesien stammte, hat in ihren Kartoffelpufferteig noch geriebene Zwiebeln, nicht all zu viel, hineingegeben, das dann als KP abgebacken und mit Zucker und Apfelmus angerichtet... Lecker...

VG Klaus


So kenne ich die KP auch und so werden sie auch heute noch zubereitet.
Am Heiligabend gibt es dann auch Schlesische Bratwürste mit Kartoffelsalat - Tradition in der Familie. Habe sie heute schon beim Fleischer vorbestellt.

Vierkrug

Ich habe kurz gezuckt, als ich "KP" gelesen habe: Kommunistische Partei? Unser Rainman? Wer oder was war gemeint? Bis sich dann die Erkenntnis durchsetzte, dass damit "Kartoffelpuffer" abgekürzt wurden.

Jaja, der AKüFi des Ostens....

Zur Ehrenrettung der Moskauerin muss ich sagen, dass ich nicht der "Süße", sondern der "Salzige" Typ bin. Das hat jetzt nichts mit Eingeschaften zu tun, sondern skizziert die vorherrschende Geschmacksrichtung: Von wenigen und seltenen Ausnahmen abgesehen sind Kompott, Pudding, Eis, Kuchen, Dessert, Schokolade & Co. nichts für mich. Gleiches gilt auch für Obst in Hauptmahlzeiten: Am Montag gab es Rotkohl - ohne Apfel. Ich hätte mich reinlegen können, so gut hat der geschmeckt. Zum Leidwesen der Moskauerin: Nicht, dass sie mir meinen Genuss nicht gegönnt hätte, aber den Apfel hat sie vermisst. Und natürlich erstreckt sich meine Vorliebe auch auf die "KP": Frisch aus der Pfanne, etwas Salz und Pfeffer drauf und ich bin zufrieden. Sie mag sie ja durchaus auch mit Apfelmus, aber da der ja erst nach dem Braten dazu kommt, ist das kein Problem - dann trennen sich unsere Wege halt in diesem Moment.

Die Ergänzung mit Lachs ist OK, Meerettich und Guacamole sind - obwohl selbst gemacht - nicht so mein Ding. Aber das ist ja das Schöne an diesen Dingern: Sie sind Basis - und jede(r) macht danach daraus, was bevorzugt wird.






@Dandelion

Da wir gerade bei den typischen Abkürzungen sind, habe ich einmal eine Denkaufgabe für Dich.

Was könnte wohl "MFTW" heißen? Kleine Hilfe, ist ein leicht prozentiges Getränk.

Oder kennst Du "Rührt Euch"? Ist eine schöne Ei-nmalige Sache und kann unterschiedlich hergestellt werden.

Na dann viel Spass beim Raten

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2759

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 23:48
von Gelöschtes Mitglied
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MFTW? Multi-funktionale Tauschware? Ich mein - Alkohol war schon immer ein beliebtes Tauschobjekt, aber so richtig scheint es mir nicht zu treffen. Und auch google ist nicht hilfreich: "Mexico For The Win" passt nun rein gar nicht und das schweinische Ausgeschriebene will ich erst gar nicht erwähnen.

Ich passe - und das gilt auch für "Rührt Euch": Der Hinweis auf irgendetwas mit Ei steht zwar da, ist aber wohl auch nicht zielführend genug. Zuckerei à la Werner vielleicht?

Ich kapituliere


zuletzt bearbeitet 11.12.2014 23:49 | nach oben springen

#2760

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.12.2014 23:55
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mir fällt bei TW und leicht alkoholisch - nur twalmgetränk (pflanzlich und leicht betäubend) ein und komme dann ganz schnell auf den Almdudler Aber das kann es ja auch nicht sein, zumal mir das MF dabei fehlt. Ich gebe auch auf

LG von der Moskwitshka


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