#81

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 25.09.2014 22:05
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Antifaschismus-antifaschistische-Erziehung-in-der-DDR-ein-Erfolgsmodel?



Kurz und knapp mein Senf, ohne den ganzen Thread gelesen zu haben.

NEIN, kein Erfolgsmodell, zumindest nicht so früh nach 50 Jahren DDR.

Wenn es dies wäre, hätten wir Null Nazis/Neonazis, etc. pp. im Osten.
Mit probagandistischer Dauerberieselung bringt man junge Menschen nicht zum Denken, man stösst sie ab.
Dieser Prozess, ist ein Prozess über Jahrzehnte und Generationen und die Erziehung im Elternhaus, ein elementarer Bestandteil, ohne die Vermittelung von Werten im Elternhaus geht garnichts.
Da mein Eindruck ist, dass man im Westen Deutschlands nicht mehr oder weniger antifaschistisch ist als im Osten, darum ist mein subjektiver Eindruck, die ganze Berieselung war zwar nicht ganz umsonst, aber übertrieben und wird heute zu übertrieben als Errungenschaft hervorgehoben.
Diese Übertreibungen damals, waren meiner Ansicht nach mit dafür ursächlich, dass sich im Osten überhaupt so starke Gruppen des rechten Spektrums bilden konnten.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#82

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 25.09.2014 22:15
von Hapedi | 1.884 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #81

Zitat
Antifaschismus-antifaschistische-Erziehung-in-der-DDR-ein-Erfolgsmodel?


Kurz und knapp mein Senf, ohne den ganzen Thread gelesen zu haben.

NEIN, kein Erfolgsmodell, zumindest nicht so früh nach 50 Jahren DDR.

Wenn es dies wäre, hätten wir Null Nazis/Neonazis, etc. pp. im Osten.
Mit probagandistischer Dauerberieselung bringt man junge Menschen nicht zum Denken, man stösst sie ab.
Dieser Prozess, ist ein Prozess über Jahrzehnte und Generationen und die Erziehung im Elternhaus, ein elementarer Bestandteil, ohne die Vermittelung von Werten im Elternhaus geht garnichts.
Da mein Eindruck ist, dass man im Westen Deutschlands nicht mehr oder weniger antifaschistisch ist als im Osten, darum ist mein subjektiver Eindruck, die ganze Berieselung war zwar nicht ganz umsonst, aber übertrieben und wird heute zu übertrieben als Errungenschaft hervorgehoben.
Diese Übertreibungen damals, waren meiner Ansicht nach mit dafür ursächlich, dass sich im Osten überhaupt so starke Gruppen des rechten Spektrums bilden konnten.




Und genau so sehe ich die Ablehnende Haltung damals gegenüber den Russen in der Bevölkerung . Die Leute kamen sich so blöt vor das jede Arbeitsmethode und alle Verbesserungsvorschläge einen Russischen Namen haben mußten Das hieß der Russe war der Liebe Gott und der der sich Gedanken machte der Idiot

gruß Hapedi






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zuletzt bearbeitet 25.09.2014 22:20 | nach oben springen

#83

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 25.09.2014 22:15
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #81

Zitat
Antifaschismus-antifaschistische-Erziehung-in-der-DDR-ein-Erfolgsmodel?


Kurz und knapp mein Senf, ohne den ganzen Thread gelesen zu haben.

NEIN, kein Erfolgsmodell, zumindest nicht so früh nach 50 Jahren DDR.


Wenn es dies wäre, hätten wir Null Nazis/Neonazis, etc. pp. im Osten.
Mit probagandistischer Dauerberieselung bringt man junge Menschen nicht zum Denken, man stösst sie ab.
Dieser Prozess, ist ein Prozess über Jahrzehnte und Generationen und die Erziehung im Elternhaus, ein elementarer Bestandteil, ohne die Vermittelung von Werten im Elternhaus geht garnichts.
Da mein Eindruck ist, dass man im Westen Deutschlands nicht mehr oder weniger antifaschistisch ist als im Osten, darum ist mein subjektiver Eindruck, die ganze Berieselung war zwar nicht ganz umsonst, aber übertrieben und wird heute zu übertrieben als Errungenschaft hervorgehoben.
Diese Übertreibungen damals, waren meiner Ansicht nach mit dafür ursächlich, dass sich im Osten überhaupt so starke Gruppen des rechten Spektrums bilden konnten.





Du hast den Bonzen der DDR soeben eine große Freude bereitet,-
real gab es die DDR gerade mal 40 Jahre ,- dann war Schluss mit Lug und Trug....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#84

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 25.09.2014 22:29
von Gelöschtes Mitglied
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Das schlimme an der DDR-Erziehung ist das gewesen, alles schön übertreiben und den Buhmann überall suchen , nur nicht im eigenen Staat! Nach der Wende sind die Ersten,die mehr als rechts standen, viele junge Leute von SED Genossen gewesen sind! Wo man gedacht hat, mensch die sind doch ganz anders erzogen! Aber sie wurden unter Druck gesetzt vom Elternhaus und dann brach alles zusammen und da machten sie gleich mal in die andere Richtung los! Kenne da einige, die heute damit nichts mehr am Hut haben, aber eben damals zur Wendezeit! Gibt einen doch zu denken! Oder? Ja, wer einseitig ist, bekommt seine Rechnung! Gut ein anderes Thema!
Grüsse steffen52


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#85

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.09.2014 00:11
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #83
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #81

Zitat
Antifaschismus-antifaschistische-Erziehung-in-der-DDR-ein-Erfolgsmodel?


Kurz und knapp mein Senf, ohne den ganzen Thread gelesen zu haben.

NEIN, kein Erfolgsmodell, zumindest nicht so früh nach 50 Jahren DDR.


Wenn es dies wäre, hätten wir Null Nazis/Neonazis, etc. pp. im Osten.
Mit probagandistischer Dauerberieselung bringt man junge Menschen nicht zum Denken, man stösst sie ab.
Dieser Prozess, ist ein Prozess über Jahrzehnte und Generationen und die Erziehung im Elternhaus, ein elementarer Bestandteil, ohne die Vermittelung von Werten im Elternhaus geht garnichts.
Da mein Eindruck ist, dass man im Westen Deutschlands nicht mehr oder weniger antifaschistisch ist als im Osten, darum ist mein subjektiver Eindruck, die ganze Berieselung war zwar nicht ganz umsonst, aber übertrieben und wird heute zu übertrieben als Errungenschaft hervorgehoben.
Diese Übertreibungen damals, waren meiner Ansicht nach mit dafür ursächlich, dass sich im Osten überhaupt so starke Gruppen des rechten Spektrums bilden konnten.





Du hast den Bonzen der DDR soeben eine große Freude bereitet,-
real gab es die DDR gerade mal 40 Jahre ,- dann war Schluss mit Lug und Trug....




Dauerberieselung in Mathe hat bei mir eben auch nicht geholfen.


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verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
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#86

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.09.2014 00:22
von damals wars | 12.177 Beiträge

Das Buch Führer Ex machte auf ein Problem aufmerksam, mit dem man so sicher nicht gerechnet hat.
Durch die lange Haftzeit der verurteilten Nazis standen die im Knast an der Spitze der Hierarchie, und hatten entsprechenden Einfluss auf die "junge Knastgeneration".


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#87

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.09.2014 01:17
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Und genau so sehe ich die Ablehnende Haltung damals gegenüber den Russen in der Bevölkerung . Die Leute kamen sich so blöt vor das jede Arbeitsmethode und alle Verbesserungsvorschläge einen Russischen Namen haben mußten Das hieß der Russe war der Liebe Gott und der der sich Gedanken machte der Idiot

gruß Hapedi



Nun bei mir ist diese Ablehnung nicht da, dass hat aber mit meinen Lebensumständen zutun, da gabs von Kind an und bis heute, ständigen Kontakt mit Menschen aus der ehemaligen SU.
Aber eben nur die Menschen, die Politik hat mich nie interessiert und die war ganz gewiss, wie wir heute wissen, nicht grenzenlos immer die Gute.

Ich weis aber sehr gut was Du meinst, gerade in Naumburg,, wo ich wohnte, waren die "Freunde" ja ständig sehr zahlreich präsent.
Auch kenne ich die Sprüche aus der Schule, Geschichtesunterricht, Stabü, Später in der Ausbildung oder dann bei der Truppe in der Ausbildung.
Das nervte auch mich, vorallem weil es politisiert war und mich damals als jungen Menschen nicht die Bohne interessierte.
Von den Lügen die man uns auftischte, um uns politisch zur SU zugeneigt zu formen, will ich garnicht reden, dass kennen wir alle.
Zum Glück gabs diese politische Ausrichtung in meinem Elternhaus nicht, hier zählte der Russe als Mensch, als Kumpel, und als solche gabs zahlreiche Kontakte, unaufgezwungene deutsch-sowjetische Freundschaft, die sich dann noch ausserhalb des Elternhauses bei mir fortsetzte, beruflich wie auch privat und bis heute fortsetzt.

Um den Faden wieder zum Thema zu bekommen, Antifaschismus wurde mir zu Hause nicht direkt vermittelt, vermittelt wurde mir der Sinn für Gerechtigkeit, der Sinn Konflikte bis zu einem gewissen Punkt friedlich zu lösen.
Alle männlichen Verwandten meiner Eltern sind im Krieg geblieben, ich kannte nur meine Omas.
Ich weis wie meine Omas auch noch im hohen Alter unter dem Krieg und dem Verlust von Ehemann und Söhnen litten.
Allein daraus hat sich eine Ablehnung entwickelt, die Fragen nach dem Sinn von Krieg und Zerstörung.

Ich muss allerdings zugeben, dass mit zunehmenden Alter und mit der politischen Entwicklung in der Welt und in unserem Land, bei mir einen Art Radikalisierung der Gedanken stattfindet.
Ich bin heute nicht mehr wild darauf alles friedlich lösen zu müssen, scheinbar ist die Erkenntnis gereift, dass dies nur ein frommer Wunsch ist.
Den Faschismus lehne ich ab, auch lehne ich die Nazis ab und alles was in die Richtung läuft und lief, dennoch vertrete ich Positionen, die man als rechtskonservativ und auch national denkend einordnen kann.
In jeden Fall aber beinhalten sie friedliche und freundschaftliche Nachbarschaft zu den Staaten die uns ebenso zugeneigt sind.
Sind sie es nicht, sind mir auch keine Waffen fremd, manche verstehn nur diese Sprache, dass hab ich mit dem Altern gelernt und auch die Geschichte mit dem IS zeigt uns, dass Worte und Diplomatie ihre Grenzen haben.

Nicht zu vergessen der Sozialismus, der Versuch der besseren Gesellschaft, den ich noch heute für richtig halte, obgleich er kein Erfolg hatte und vielleicht/vermutlich nie einen haben wird, der "gemeine Mensch" ist dafür unfähig.
Ich halte mich eigentlich für einen Nationalsozialisten, jedoch ist man in unserer Gesellschaft längst nicht mehr fähig einen Nationalsozialisten so zu sehen wie er ist, national und Sozialist, daraus besteht das Wort und das Wort hat als solche nichts mit denen zutun die es missbraucht haben, denn die waren weder Nationalisten, noch Sozialisten, sie waren Faschisten/Verbrecher, und die diese noch bis heute verehren sind hirnlose Vollidioten die nichts begriffen haben und nie begreifen werden und sich intellektuell in eine Reihe mit denen stellen können, die jeden rechtskonservativ Denkenden als Nazi oder Faschisten betiteln.
Leider gibts in unserer Gesellschaft zuviele Menschen die dort die Trennung nicht finden und rechtskonservative nationale Positionen mit Naziverherrlichung gleichsetzen, aber um die kümmer ich mich einen feuchten, die dürfen weiter dumm sterben und dürfen gern weiter unsere Gesellschaft mit ihrem grünliberalem Geschwätz vergiften, solange bis sie ihre Richter finden.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#88

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.09.2014 01:28
von Gelöschtes Mitglied
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Du meinst den Film "Führer Ex" der auf dem Buch von Ingo Hasselbach basiert - Die Abrechnung.

Aber es war nicht nur die alte Garde im Knast, es war auch die DDR die diese Entwicklung begünstigt hat.


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#89

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.09.2014 08:17
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo @LO-Wahnsinn ,

Ich danke Dir für Deinen Beitrag (#87). Ich denke, dass unsere Meinungen über das aktuelle Geschehen durchaus weit auseinandergehen können und wir werden uns da auch im Streit begegnen. Umso schöner finde ich es, dass Du hier Deine Geschichte mit dieser Offenheit und Kraft darlegst. Interessant daran ist für mich unsere Gemeinsamkeit, dass wir in unseren Elternhäusern nicht mit Ressentiments gegenüber den "Russen" aufwuchsen. Sicher, bei mir ließ sich das auf einen Zufall in der Geschichte meiner Familie zurückführen. Ich möchte daher anderen die Berechtigung ihrer oder der Ressentiments ihrer Eltern/Großeltern nicht an Abrede stellen.

Ich erinnere mich da an eine Parteiversammlung, die wir anlässlich des Tages der Befreiung gemacht hatten. Eine unserer Küchenfrauen war bei Kriegsende ein Kind gewesen. Nachdem der offizielle Teil der Versammlung zu ende war und wir schon etwas getrunken hatten, taute sie auf und erzählte ihre Nachkriegsgeschichten, die vom nächtlichen Wecken durch "die Russen" beherrscht waren: "Und dann immer die ollen Usbeker, aber wir hatten Glück, meistens wollten sie nur Schnaps." Einer unserer jungen Leutnants (naja, da war ich ja selber noch einer) fragte hinterher bei mir: "Sag mal, kann die das einfach so erzählen, so als Genossin?" Ich zuckte mit den Achseln: "Naja, wenn sie es so erlebt hat." Aber ein Stückchen ratlos war ich da schon zunächst.

Ansonsten, da ja hier auch schon die Frage nach dem häuslichen Antifaschismus aufkam: Meine Großeltern waren alte Sozialdemokraten. Widerstandskämpfer waren sie nicht - Opa erkrankte zunehmend an den Spätfolgen des Untergags des Kriegsschiffes, auf dem er im I. WK gedient hatte, und Oma hatte alle Hände voll zu tun mit 3 Töchtern und einem kranken Mann. Meine älteste Tante war beim BdM. Sie wollte Schauspielerin werden. Oma erzählte immer, dass sie in ihrer Wohnung immer hören konnte, wenn Margot den Wochenspruch beim Appell auf dem Schulhof sprach. Als Mutter war sie eher stolz auf die kräftige Stimme ihrer Tochter, als dass sie die Inhalte kritisiert hätte. Später erzählte sie mir von denen, die aufgrund politischer Witze oder kritischer Bemerkungen plötzlich verschwunden waren und erzählte mir von den Bombennächten, aber gerade von denen, wie ich heute weiß, nicht mal einen Bruchteil des eigentlichen Grauens. Für sie war Faschismus gleich Krieg und Krieg war das Schlimmste. Mein biologischer Vater kam als Jugendlicher mit den Flüchtlingstrecks aus dem Osten. Mein Stiefvater war Sanitätsunteroffizier, kam mit einem der letzten Züge aus dem Kaukasus raus, wurde 1945 von den Alliierten gefangen genommen und kam in eines der Gefangenenlager auf den Rheinwiesen bei Remagen. Gerade seine Kriegserlebnisse ließen ihn später zum Lehrer für Marxismus-Leninismus werden.

Na denne, bis neulich!
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


LO-Wahnsinn und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.09.2014 08:19 | nach oben springen

#90

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 27.09.2014 19:43
von Schakal | 271 Beiträge

Naja vielleicht habe ich im Geschichtsunterricht auch nur nicht richtig aufgepasst. Von bspw. Katyn, Vergewaltigungen durch Rotarmisten , ganz besonderer (wahrscheinlich begründeter) Angst deutscher Landser vor sowjetischer Gefangenschaft u.v.m., glaube ich mich allerdings nicht zu erinnern in der Schule gehört zu haben.
Wenn man mir schon die Geschichte lehrt, dann bitte auch die ganze und wahre Geschichte, auch wenn sie nicht zur befohlenen Ideologie passt.


--- Ex oriente lux.---
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.09.2014 19:44 | nach oben springen

#91

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 13:02
von Georg | 1.024 Beiträge

Zitat von Schakal im Beitrag #90
Naja vielleicht habe ich im Geschichtsunterricht auch nur nicht richtig aufgepasst. Von bspw. Katyn, Vergewaltigungen durch Rotarmisten , ganz besonderer (wahrscheinlich begründeter) Angst deutscher Landser vor sowjetischer Gefangenschaft u.v.m., glaube ich mich allerdings nicht zu erinnern in der Schule gehört zu haben.
Wenn man mir schon die Geschichte lehrt, dann bitte auch die ganze und wahre Geschichte, auch wenn sie nicht zur befohlenen Ideologie passt.


Wann wurde z.B. Katyn - die " Wahrheit " - bekannt?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#92

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 13:19
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #91
Zitat von Schakal im Beitrag #90
Naja vielleicht habe ich im Geschichtsunterricht auch nur nicht richtig aufgepasst. Von bspw. Katyn, Vergewaltigungen durch Rotarmisten , ganz besonderer (wahrscheinlich begründeter) Angst deutscher Landser vor sowjetischer Gefangenschaft u.v.m., glaube ich mich allerdings nicht zu erinnern in der Schule gehört zu haben.
Wenn man mir schon die Geschichte lehrt, dann bitte auch die ganze und wahre Geschichte, auch wenn sie nicht zur befohlenen Ideologie passt.


Wann wurde z.B. Katyn - die " Wahrheit " - bekannt?




Im Rahmen der Öffnung russischer Archive in der Periode der Perestroika


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#93

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 13:48
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Schakal im Beitrag #90
Naja vielleicht habe ich im Geschichtsunterricht auch nur nicht richtig aufgepasst. Von bspw. Katyn, ...

Wird wohl eher Stabü gewesen sein, wo Du gepennt hast? Im Schulfernsehn gabs in der 7.Klasse 'Die Glocken von Chatyn'.
Und achso, Chatyn war ein Dorf in Weißrussland.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 28.09.2014 13:48 | nach oben springen

#94

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 15:38
von Georg | 1.024 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #92
Zitat von Georg im Beitrag #91
Zitat von Schakal im Beitrag #90
Naja vielleicht habe ich im Geschichtsunterricht auch nur nicht richtig aufgepasst. Von bspw. Katyn, Vergewaltigungen durch Rotarmisten , ganz besonderer (wahrscheinlich begründeter) Angst deutscher Landser vor sowjetischer Gefangenschaft u.v.m., glaube ich mich allerdings nicht zu erinnern in der Schule gehört zu haben.
Wenn man mir schon die Geschichte lehrt, dann bitte auch die ganze und wahre Geschichte, auch wenn sie nicht zur befohlenen Ideologie passt.


Wann wurde z.B. Katyn - die " Wahrheit " - bekannt?




Im Rahmen der Öffnung russischer Archive in der Periode der Perestroika



Es geht ja um den Geschichtsunterricht ! Also, ab welchem Jahr wäre das " Massaker von Katyn " konkret in der DDR seriöser Unterrichtsstoff gewesen?
( Was hat dies eigentlich mit Antifaschismus/ antifaschistische Erziehung zu tun ? Eher doch wohl Antikommunismus im Nachtritt ! ! Wann wurden die Vergewaltigungen durch Soldaten der Roten Armee öffentlich ?
Nachilfe hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Ge...eiten_Weltkrieg
Die Quellen haben eine Zeitangabe z.B. - wann hätte auch dieses traurige Kapitel Eingang in die Schulbücher der DDR finden können ? So lange hat die DDR noch existiert - nun ja - weiter so im Text )


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#95

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 17:26
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #81

Zitat
Antifaschismus-antifaschistische-Erziehung-in-der-DDR-ein-Erfolgsmodel?


Kurz und knapp mein Senf, ohne den ganzen Thread gelesen zu haben.

NEIN, kein Erfolgsmodell, zumindest nicht so früh nach 50 Jahren DDR.

Wenn es dies wäre, hätten wir Null Nazis/Neonazis, etc. pp. im Osten.
Mit probagandistischer Dauerberieselung bringt man junge Menschen nicht zum Denken, man stösst sie ab.
Dieser Prozess, ist ein Prozess über Jahrzehnte und Generationen und die Erziehung im Elternhaus, ein elementarer Bestandteil, ohne die Vermittelung von Werten im Elternhaus geht garnichts.
Da mein Eindruck ist, dass man im Westen Deutschlands nicht mehr oder weniger antifaschistisch ist als im Osten, darum ist mein subjektiver Eindruck, die ganze Berieselung war zwar nicht ganz umsonst, aber übertrieben und wird heute zu übertrieben als Errungenschaft hervorgehoben.
Diese Übertreibungen damals, waren meiner Ansicht nach mit dafür ursächlich, dass sich im Osten überhaupt so starke Gruppen des rechten Spektrums bilden konnten.





Der propagierte Antifaschismus in der DDR war nie ein "Erfolgsmodel" sondern er diente zur Legitimation der Macht der SED.
Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkleit waren unterschwellig immer vorhanden, ohne das grundsätzlich dagegen angegangen wurde.
Denn so etwas konnte es im ersten Arbeiter und Bauernstaat nicht geben.
Vertragsarbeiter , ausländische Studenten usw. wurden in Ghettos gehalten und ein Austausch mit der Bevölkerung war ohne Kontrolle unerwünscht.
Nazis wurden von den Behörden lediglich als Rowdys bezeichnet.
Das Resultat konnte in den FNL nach 1989 bestaunt werden und hält selbst heute noch Menschen davon ab sich in den Ländern der ehemaligen DDR nieder zulassen oder ihren Urlaub zu verbringen.
Hier für alle DDR Fans bischen was über das "Erfolgsmodel" zum angucken:

http://www.antifa-nazis-ddr.de/n/ddr-naz...-und-fakten.php


zuletzt bearbeitet 28.09.2014 17:39 | nach oben springen

#96

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 18:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Eh , Peter
Das falsche Futter gegessen heute ? Zuviel Entengrütze ?
Dein Schlagwortfetischismus ist heute mal wieder ausgeprägt.
GETTO ? Was war das gleich ?
Oder hast Du zuviel in dem von dir eingetellten Link gelesen ?
Manchmal machst Du es einem einfach schwer, deine Meinung zu verstehen. Selbst wenn man deinen Stiel kennt.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#97

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 18:45
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Hans , hat nun endlich einer das "Stöckchen aufgehoben"


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#98

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 18:48
von Hans | 2.166 Beiträge

Ach weste - manchmal versuch ich unsere Ente zu verstehen. Auch wenns schwer ist. Und manchmal frag ich auch mal blöd.
Manchmal bekomm ich auch ne Antwort, sogar die "Erhoffte".
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#99

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 19:00
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

....nee nee Hans,

wo konnten denn DDR Bürger Menschen anderer Rassen und Religionen kennenlernen? Wo haben denn Ausländer in der DDR gewohnt?
Wie konnte Toleranz gegenüber anderen Menschen geübt werden? Fidschi, Cuppi und Kanacke waren doch geläufige Begriffe,kannte doch jeder DDRler.
Der Antifaschismus wurde mir zum Beispiel teilnahmslos eingetrichtert und mich wundert es heute keinen Deut , das sich heute zutage im Osten Deutschlands sich die Nazis auf die Füße steigen. Meiner Meinung nach ein Ergebniss des vermeintlichen DDR "Erfolgsmodel".
Stefan Wolle hat sich auch damit eingehend beschäftigt und ist als Lektüre für alle DDR Fans zu empfehlen.
Ein guter Bekannter von mir ist Allgemeinarzt , verheiratet , zwei Kinder würde gerne in Sachsen oder Thüringen eine Praxis übernehmen.
Er wagt es nicht , weil er Kolumbianer ist.Der hat Angst.Den seine Ansicht solltest Du mal hören.


zuletzt bearbeitet 28.09.2014 19:01 | nach oben springen

#100

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 19:07
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #99
....nee nee Hans,

wo konnten denn DDR Bürger Menschen anderer Rassen und Religionen kennenlernen? Wo haben denn Ausländer in der DDR gewohnt?
Wie konnte Toleranz gegenüber anderen Menschen geübt werden? Fidschi, Cuppi und Kanacke waren doch geläufige Begriffe,kannte doch jeder DDRler.
Der Antifaschismus wurde mir zum Beispiel teilnahmslos eingetrichtert und mich wundert es heute keinen Deut , das sich heute zutage im Osten Deutschlands sich die Nazis auf die Füße steigen. Meiner Meinung nach ein Ergebniss des vermeintlichen DDR "Erfolgsmodel".
Stefan Wolle hat sich auch damit eingehend beschäftigt und ist als Lektüre für alle DDR Fans zu empfehlen.
Ein guter Bekannter von mir ist Allgemeinarzt , verheiratet , zwei Kinder würde gerne in Sachsen oder Thüringen eine Praxis übernehmen.
Er wagt es nicht , weil er Kolumbianer ist.Der hat Angst.Den seine Ansicht solltest Du mal hören.



Ähmm, was haben jetzt Ausländer mit Antifaschismus zu tun? Kleiner Denkanstoß......die Juden waren Deutsche, also keine Ausländer, wurden aber auf Grund ihrer "Rasse" verfolgt......


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