#1

Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 17:13
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert.
Sicher ist die immer schneller werdende Entwicklung der Technik auch von Vorteil. Nur: braucht man das alles wirklich?
Mal so ein Beispiel. Ein Smartphone ist grundsätzlich eine gute Sache. Man ist immer erreichbar. Man kann sich die verschiedensten Sachen raussuchen und muss sich nicht näher selbst damit beschäftigen. Früher musste man im Kopf oder mit den Rechenschieber rechnen. Beim Smartphone gibt man Zahlen ein und bekommt das Ergebnis prompt. Früher musste man Gaststätten in einem bestimmten Umkreis per pedes erkunden, heute reicht ein klick auf das Smartphone.
Allerdings werden die Gehirnwindungen doch sehr geschont. Irgendeiner hat den Begriff der "digitalen Demenz" geprägt. Das sehe ich auch so.

Liebe wochenendliche Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#2

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 17:16
von S51 | 3.733 Beiträge

Es gibt noch einen Unterschied zu damals.
Seinerzeit lag ein bestimmter Reiz darin zu meckern. Weil das erstens was bewirken konnte und zweitens, nun ja, nicht so gern gesehen war.
Heute ist es egal und bewirken tut es schon gar nichts.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 17:44
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #1
...in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert. ...
Ist das nicht eher ein Unterschied zwischen damals und heute?
Zu Zeiten der Wende hat mich (in Österreich) eMail noch kaum interessiert, heute ist es mein größter Segen und Fluch zugleich.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#4

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 17:49
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #3
Zitat von Ecki im Beitrag #1
...in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert. ...
Ist das nicht eher ein Unterschied zwischen damals und heute?
Zu Zeiten der Wende hat mich (in Österreich) eMail noch kaum interessiert, heute ist es mein größter Segen und Fluch zugleich.

cheers matloh


Zu Zeiten der Wende war das Internet bereits omnipräsent ......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#5

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 17:52
von jecki09 | 422 Beiträge

Ich bin da eher rückständig ---- geblieben.

Meine Frau und ich teilen uns e i n Händy. Wer mit dem Auto weiter unterwegs ist, der hat es - für Notfallanrufe - mit. Das reicht. Zu hause habe ich Internet.

Punkt -- Ende -- Aus

Damit lebe ich relativ ruhig. PS Armbanduhr habe ich (meistens) auch abgelegt. Im Auto ist eine Uhr, sofern ich das Handy habe, habe ich eine Uhr, auf Arbeitsagt mein Telefon wie spät es ist, in meiner Wohnung sind Uhren .....


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#6

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 18:37
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #1
Meine Lieben,

in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert.
Sicher ist die immer schneller werdende Entwicklung der Technik auch von Vorteil. Nur: braucht man das alles wirklich?
Mal so ein Beispiel. Ein Smartphone ist grundsätzlich eine gute Sache. Man ist immer erreichbar. Man kann sich die verschiedensten Sachen raussuchen und muss sich nicht näher selbst damit beschäftigen. Früher musste man im Kopf oder mit den Rechenschieber rechnen. Beim Smartphone gibt man Zahlen ein und bekommt das Ergebnis prompt. Früher musste man Gaststätten in einem bestimmten Umkreis per pedes erkunden, heute reicht ein klick auf das Smartphone.
Allerdings werden die Gehirnwindungen doch sehr geschont. Irgendeiner hat den Begriff der "digitalen Demenz" geprägt. Das sehe ich auch so.

Liebe wochenendliche Grüße

Ecki


Hallo Ecki,

Ich bin heute noch an bestimmten Informationen interessiert, wie schnell verkalken unsere Gehirnwindungen, wenn das Gehirn nichts zu tun bekommt. Deshalb sitz ich ja hier im Forum um mein Horizont zu erweitern. Trotz Computertechnik vieles habe ich doch für mich bewahrt Überschlagsrechnung und Skizze. Viele mathematische Formeln habe ich als Konstrukteur immer present im Kopf.
Als Student hatten wir einen Dozenten, der uns auch ein paar mathematische "Tricks" mit auf den Weg gab, für die Praxis immer noch brauchbar! Was nutzt es mir wenn die Rechentechnik 1000 Stellen hinter dem Komma berechnet aber die Dimensionen falsch sind?
Sicher auf einige Infos kann ich getrost verzichten, es gibt genügend Werbespam und Propaganda der wirklich nicht intressiert. Möglicherweise liegt die Schwierigkeit heute darin, aus der Anzahl von Informationen die wirlich wichtigen zu verwenden. Das Gute, unser Gehirn ist bis ins hohe Alter immer noch lernfähig auch wenn der Groschen in Zeitlupentempo fällt.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#7

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 19:08
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #4
Zitat von matloh im Beitrag #3
Zitat von Ecki im Beitrag #1
...in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert. ...
Ist das nicht eher ein Unterschied zwischen damals und heute?
Zu Zeiten der Wende hat mich (in Österreich) eMail noch kaum interessiert, heute ist es mein größter Segen und Fluch zugleich.
Zu Zeiten der Wende war das Internet bereits omnipräsent ......
Tatsächlich?
Naja, Österreich war ja immer ein wenig rückständig. Zum Zeitpunkt der Wende haben zwar Wissenschaftler das Internet genutzt, aber der breiten Bevölkerung war Internet kaum ein Begriff. Außer im akademischen Bereich hat kaum jemand "finger", "telnet", "ftp", "archie", "irc" etc. verwendet - das WWW, so wie wir es heute kennen, war ja noch nicht erfunden, daher gab es auch keine Webbrowser. Selbst "gopher" war glaub ich noch nicht entwickelt.
Was es natürlich schon gab, waren BBS (z.B. Fidonet) oder Compuserve (das 1989 nach Europa kam); Beides sind Vorläufer des Internets. Für mich war das aber aufgrund der hohen Kosten für Telefonie unerschwinglich.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#8

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 20:14
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #6
[Trotz Computertechnik vieles habe ich doch für mich bewahrt Überschlagsrechnung und Skizze. Viele mathematische Formeln habe ich als Konstrukteur immer present im Kopf.
Mein lieber utkieker,

nun, ich will es nicht verhehlen, dass ich beruflich relativ viel mit Mathematik zu tun habe, ingenieurmäßig. Und, aber bitte nicht weitersagen, mein wichtigstes Fundament zur Berechnung von Winkelfunktionen, Logarithmen, Flächen- und Rauminhalten usw. usf. ist mein Tafelwerk der EOS der DDR aus den 1970-iger Jahren der DDR.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


furry, Diskus303 und utkieker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 25.01.2013 20:36
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #8
Zitat von utkieker im Beitrag #6
[Trotz Computertechnik vieles habe ich doch für mich bewahrt Überschlagsrechnung und Skizze. Viele mathematische Formeln habe ich als Konstrukteur immer present im Kopf.
Mein lieber utkieker,

nun, ich will es nicht verhehlen, dass ich beruflich relativ viel mit Mathematik zu tun habe, ingenieurmäßig. Und, aber bitte nicht weitersagen, mein wichtigstes Fundament zur Berechnung von Winkelfunktionen, Logarithmen, Flächen- und Rauminhalten usw. usf. ist mein Tafelwerk der EOS der DDR aus den 1970-iger Jahren der DDR.

Liebe Grüße

Ecki



Die gute alte Fünfstellige Logarithmentafel von Küstner für dezimalgeteilten Altgrad von 1971 habe ich heute noch und benutze sie auch gelegentlich, wenn ich spezielle Formel oder auch die verschiedensten physikalisch-technischen Tabellen benötige. Hat damals 4,80 Mark gekostet. Gerade beim stöchiometrischen Rechnen in der Chemie habe ich viel und sehr schnell mit den Logarithmen gearbeitet. Ansonsten, wenn es nicht auf die Tausendstel ankam, mit dem Rechenschieber. Habe ich auch noch, den Größeren für den Schreibtisch und den Kleineren für die Kitteltasche.



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#10

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 26.01.2013 07:18
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Man könnte das auch "Reizüberflutung" nennen siehe die unzähligen Informationen die tägtäglich auf den Alltagsmenschen einprasseln kann er eigentlich garnicht mehr verarbeiten. Ein Freund zu DDR-Zeiten, er war Ingenieur in Lubmin und wir spielte öfters Karten am Wochemende zusammen meinte immer"er konzentriere sich auf ne bestimmte Sache und schiebe erstmal alles Andere weg, damit es nicht störe".

Ich dachte immer, hat der ne Meise, der muss sich doch auch mal mit allem Anderen beschäftigen aber er kam zurecht so mit seiner Denke, war auch ein sehr kluger Kopf. Er arbeitete also Schritt für Schritt was Bestimmtes ab...sinngemäß lies nicht zuviel anderen Mist an sich heran. Sollten wir vielleicht auch mal versuchen.

Ich sage euch Leute, Watte in die Ohren, Forum an und los gehts, da kann die Frau oder Freundin noch so laut schreien, ihr konzentriert euch auf das Eine hier und nichts Anderes mehr, der Angelo wird es euch danken...ne uns natürlich.

Lebensläufer


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#11

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 26.01.2013 13:59
von Fritze (gelöscht)
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Könnte klappen ! So ganz ohne Reize von Draussen ,geht alles ruhiger .


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#12

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 26.01.2013 17:37
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #1
Meine Lieben,

in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert.
Sicher ist die immer schneller werdende Entwicklung der Technik auch von Vorteil. Nur: braucht man das alles wirklich?
Mal so ein Beispiel. Ein Smartphone ist grundsätzlich eine gute Sache. Man ist immer erreichbar. Man kann sich die verschiedensten Sachen raussuchen und muss sich nicht näher selbst damit beschäftigen. Früher musste man im Kopf oder mit den Rechenschieber rechnen. Beim Smartphone gibt man Zahlen ein und bekommt das Ergebnis prompt. Früher musste man Gaststätten in einem bestimmten Umkreis per pedes erkunden, heute reicht ein klick auf das Smartphone.
Allerdings werden die Gehirnwindungen doch sehr geschont. Irgendeiner hat den Begriff der "digitalen Demenz" geprägt. Das sehe ich auch so.

Liebe wochenendliche Grüße

Ecki



in welchen händen wird diese ,ohne zweifel hervorragende 'errungenschaft' der menschheit , zum vor - oder nachteil gereicht ??
meiner meinung nach wird diese sparte so intensiv 'beharkt' und optimiert da sich dort 'immense gelder' und profit raus holen lässt , wie sonst nur im millitärischen bereich !!! wahrscheinlich ist dann 'werbung' und damit für mich: 'verdummung' der gesellschaft ein ziel von ca 500 monopolgesellschaften dieser welt !!!



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#13

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 27.01.2013 14:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #1
Meine Lieben,

in der DDR war ich bestrebt Informationen zu erhalten, nun bin ich voll damit beschäftigt, Informationen abzuwehren. Nicht alles was machbar ist ist auch erstrebenswert.
Sicher ist die immer schneller werdende Entwicklung der Technik auch von Vorteil. Nur: braucht man das alles wirklich?
Mal so ein Beispiel. Ein Smartphone ist grundsätzlich eine gute Sache. Man ist immer erreichbar. Man kann sich die verschiedensten Sachen raussuchen und muss sich nicht näher selbst damit beschäftigen. Früher musste man im Kopf oder mit den Rechenschieber rechnen. Beim Smartphone gibt man Zahlen ein und bekommt das Ergebnis prompt. Früher musste man Gaststätten in einem bestimmten Umkreis per pedes erkunden, heute reicht ein klick auf das Smartphone.
Allerdings werden die Gehirnwindungen doch sehr geschont. Irgendeiner hat den Begriff der "digitalen Demenz" geprägt. Das sehe ich auch so.

Liebe wochenendliche Grüße

Ecki



Ja Ecki, da schicke ich Dir mal den technisch hoch gerüsteten Neuzeitangler zum Vergleich.
Der erkundet seine Gewässer heutzutage mit dem Echolot, das wiederum Fischalarm sendet, so daß der Grätenjäger nun bloß noch seine Angel dort runterzulassen braucht, wo die Fische eben gerade stehen.
Nix mehr mit Gewässer studieren, Scharkanten per Lotblei auskundschaften, raschelnde Schilfhalme und Bläschen von gründelnden Karpfen an der angelegten Futterstelle feststellen....alles nur noch Technik und Bequemlichkeit.
Der Bißanzeiger ist in der Rolle integriert, so daß der abziehende Fisch sofort einen Piepton erzeugt, der den im Zelt schlafenden (!) Angler weckt.
Das Erlebnis nachts oder sonstwann einfach nur bewußt die Natur zu genießen und mit Spannung Bisse zu erwarten, die die ganze Aufmerksamkeit erfordern geht verloren und die Wachsamkeit verkümmert, ein fragwürdiger Trend.
Die Seen sind voll mit Motorbooten, Wobbler werden mit dem Boot geschleppt, der Sport (ha-ha)angler bewegt nur noch das Steuer um den ganzen Teich abzusuchen, was vormals einige Kilometer Fußwanderung oder eben abrudern des Sees bedingte.
Selbst kohlebetriebene Taschenwärmer werden in den Katalogen angeboten, alles um des Komforts willen.
Ich will nun nicht alles verteufeln, aber der Trägheit sind keine Grenzen mehr gesetzt und so erklärt sich auch die Volkskrankheit Übergewicht.
Bezogen auf das Angeln sind Knicklichter (Posenstandort bei Nacht immer sichtbar) wirklich revolutionäre Erfindungen, die tatsächlich auch nützlich sind und elektrische Bißanzeiger hat es auch in der DDR schon gegeben, hier möchte ich aber wirklich die Grenze ziehen, um den Flossenwild auch noch eine Chance zu geben.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 27.01.2013 15:19
von Fritze (gelöscht)
avatar

dazu auch eine kleine selbsterlebte Geschichte .ich war nun keiner , der gleich als es möglich war drahtlos verbunden zu sein ,sich ein Handy angeschafft hat . Eines Tages im Frühling (kann so 2000)gewesen sein ,wolte ich den Forellen mit der Spinnrute nachstellen.Es war der erste Besuch am Fischwasser nach der Schonzeit. Als ich meine Sachen packte und mich anzog ,so Weste und Hüftstiefel fragte mich meine Frau ,ob ich mein Handy mitnähme . Ich antwortete mit nein ,was soll ich damit am Wasser .Da kannst Du anrufen wenn du reingefallen bist ,war ihre schnippische Antwort .
Sie steckte es in eine Plastetüte und mir in die Angelweste.
Am Wasser steckte ich mein Angelgerät zusammen und warf aus .Hatte auch einen neuen ,mir bis dato unbekannten Spinner angeknüpft.
Was soll ich sagen ? Schon der erste Wurf ,kapitaler Hänger . Da half kein Ziehen ,Schnipsen und Zerren ! Abreissen wollte ich den neuen Spinner auf keinen Fall ! Also vorsichtig ins Wasser und hingewatet ! Ging ganz gut ,trotz der scharfen Strömung .Wasser wurde zum Hindernis auch flacher und mein Spinner war lose.Doch nun zurück ! Kein Problem ,hin gings doch auch ! Ja denkste ,bisschen unterschätzt das Ganze !
Zu schnell und zu ungeduldig und schon lag ich im Bach ,pitschnass .Aufgerappelt und schnell raus .
Gleich fiel mir das Handy und der Spruch von meiner Holden ein. Handy war zwar in der Tüte und man sah nix .Ich Akku raus und gepustet .Nur ein winziger Wassertropfen war zu sehen und selbiger wurde gleich von mir und der Sonne getrocknet.
Dann mit den nassen Klamotten und den vollen Stiefeln ca 1km nach Hause ! So nasse Watstiefel kriegt man eventuell noch aus ,aber nicht wieder an.!
Als ich mit dem Blei an den Füssen im Galoppschritt zu Hause ankam ,gleich Handy mit dem Fön nochmal nachgepustet.
Dann gab ich dem Teil noch 24 h zum ausruhen. Am nächsten Tag ,Handy an und geht .Display zeigt alles an .Doch zu früh gefreut,denn es pipste plötzlich so komisch und dann erschien auf dem Display "Wrong Software"und damit verabschiedete es sich . Total im A........
Ich habe nie wieder ein Handy mit an den Bach oder Fluss genommen .


zuletzt bearbeitet 27.01.2013 15:21 | nach oben springen

#15

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 27.01.2013 18:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #5
Ich bin da eher rückständig ---- geblieben.

Meine Frau und ich teilen uns e i n Händy. Wer mit dem Auto weiter unterwegs ist, der hat es - für Notfallanrufe - mit. Das reicht. Zu hause habe ich Internet.

Punkt -- Ende -- Aus

Damit lebe ich relativ ruhig. PS Armbanduhr habe ich (meistens) auch abgelegt. Im Auto ist eine Uhr, sofern ich das Handy habe, habe ich eine Uhr, auf Arbeitsagt mein Telefon wie spät es ist, in meiner Wohnung sind Uhren .....


Ich frage mich immer wieder, was heute anders wäre, wenn wir alle mit der Technik von heute per Zeitmaschine zurück in die DDR reisen würden.
Gäbe es noch Stammtische, den wöchentlichen Frühschoppen in der Bahnhofskneipe, das dichte Bahnnetz, die regelmäßig besuchten Vereinsversammlungen ?
Würden wir uns noch mit dem Stadtplan zurück ins Hotel finden, wenn uns der Bus auf dem Tagestrip irgendwo aussetzen würde ?
Hätten wir noch die Geduld, ein dickes Buch mit komplizierter Handlung und großen Personenkreis zu Ende zu lesen ?
All das und noch viel mehr fällt wohl vielen von uns schwerer als früher und das hat wohl nur ausnahmsweise mit dem Alter zu tun.
Deine "Rückständigkeit" finde ich eher fortschrittlich, es kann nicht schaden, die Technikversklavung auf das Notwendigste zu reduzieren.



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#16

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 27.01.2013 20:02
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Die moderne Technik, insbes. Internet, Google u.s.w. sind eine ungemeine Erleichterung. Trotzdem verlasse ich mich nicht blind darauf. Alles, was Google oder Wki ausspuckt, ist ja mal durch Menschen eingegeben worden und die sind nunmal fehlbar bzw. haben subjektive Meinungen. Beim Navi denke ich immer mit. Benötigen tue ich es nur in unbekanntem Terrain, Innenstädten, für konkrete Adressen oder zum Ersehen der Koordinaten, der geograph. Höhe u. dergleichen. Auch mal, wo bestimmte Örtlichkeiten zu finden sind (Tankstellen z.B.). Ansonsten plane ich große Touren, z.B. Urlaub im Ausland, immer mit Atlas. Den habe ich auch bei mir und meine Frau insbes. in abgelegenen Gegenden auf dem Schoß. Ich kann dann immer mit dem Finger kurz zeigen, wo wir hin wollen. Wie abhängig man sein kann, erfuhr ich mal bei einem westdeutschen Kollegen, der mir damals stolz seine neueste technische Errungenschaft in seinem Firmenauto zeigte, eines der ersten Navis. Als er mal in die Situation kam, hier von EF mit einem Leihwagen zurück nach PS zu fahren, geriet er in Panik. "Wie soll ich denn nach PS kommen. Der hat ja kein Navi !". Oh Gott, dachte ich, sowas Abhängiges. Du fährst hier auf die Autobahn Richtung F/M drauf und dort wirst Du Dich doch wohl hoffentlich wieder auch ohne Navi auskennen. Wir fanden eine andere Lösung. Ich fuhr am Folgetag selbst darunter, mit ihm, ohne Navi.
Was den Taschenrechner betrifft, fasse ich beim Addieren absichtlich mehrere Positionen im Kopf zusammen, bevor ich sie eingebe.



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#17

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 28.01.2013 04:59
von furry | 3.580 Beiträge

Frage sich doch mal jeder, bin ich noch in der Lage mit Tinte und Feder fehlerlos, ohne Streichungen und Radierungen, einen etwas anspruchsvolleren Text zu Papier zu bringen?
Ganz ehrlich, ich hätte da so meine Schwierigkeiten. Zu sehr hat man sich doch schon mit diesem mal als Rechenknecht gedachten Apparat verbrüdert. Bleibt eigentlich nur, die bestehende Abhängigkeit nicht weiter ausufern zulassen und einmal mehr die vor langer Zeit erlernten Fähigkeiten wieder zu trainieren.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#18

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 28.01.2013 06:49
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Mal was für die Schüler hier im Forum, für uns junge Menschen, so bissel was zum Kopfanstrengen.Steht bestimmt nicht in Wiki oder Googl oder in den kleinen Dingern da, wo man immer mit dem Finger so drüberschuppt.

In der DDR war der Antifaschist ein Guter und der Nazi ein Böser. Das war Gesetz, wurde so gelehrt in der Schule Wie war das eigentlich in der BRD? Wisst ihr es? Ich denke, ich weiß es,gebe schonmal eine leichte Lösung vor. Also der Antifaschist war ein" Gubö," soll heißen, der musste ja auch mal einen erschiesen, im Sinne der Sache.Das war also gut, er tötete den Nazi. Nun war aber seine Sache böse, sprich böse im Sinne des System der BRD, denn beliebt war er ja nicht, wollte den Sozialismus mit Gewalt durchsetzen und das war nicht so der BRD ihr Ding. Also ein "Gutböser"

Jetzt zum Nazi, war der jetzt ein "Bögu" siehe böse weil er die Juden vernichtete und gut, weil er gegen die Bolschewiken kämpfte siehe weiter, das waren ja Kommunisten, vom System der BRD aber unerwünscht merke dazu auch Gegner im Kalten Krieg. Könnte das so hinkommen, wie ist eure Sicht der Sache? Bissel verwirrend was?

Lebensläufer


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#19

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 28.01.2013 08:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #9
Zitat von Ecki im Beitrag #8
Zitat von utkieker im Beitrag #6
[Trotz Computertechnik vieles habe ich doch für mich bewahrt Überschlagsrechnung und Skizze. Viele mathematische Formeln habe ich als Konstrukteur immer present im Kopf.
Mein lieber utkieker,

nun, ich will es nicht verhehlen, dass ich beruflich relativ viel mit Mathematik zu tun habe, ingenieurmäßig. Und, aber bitte nicht weitersagen, mein wichtigstes Fundament zur Berechnung von Winkelfunktionen, Logarithmen, Flächen- und Rauminhalten usw. usf. ist mein Tafelwerk der EOS der DDR aus den 1970-iger Jahren der DDR.

Liebe Grüße

Ecki



Die gute alte Fünfstellige Logarithmentafel von Küstner für dezimalgeteilten Altgrad von 1971 habe ich heute noch und benutze sie auch gelegentlich, wenn ich spezielle Formel oder auch die verschiedensten physikalisch-technischen Tabellen benötige. Hat damals 4,80 Mark gekostet. Gerade beim stöchiometrischen Rechnen in der Chemie habe ich viel und sehr schnell mit den Logarithmen gearbeitet. Ansonsten, wenn es nicht auf die Tausendstel ankam, mit dem Rechenschieber. Habe ich auch noch, den Größeren für den Schreibtisch und den Kleineren für die Kitteltasche.


Die fünfstellige Logarithmentafel von Küstner steht auch noch in meiner "Fachbuchbibliothek", wie auch andere Tafel-und Formelwerke. Auch die zweibändige Ausgabe "Fachwissen des Ingenieur" vom Verlag Volk und Wissen.
Frage heute mal einen Abiturienten, ob er noch das Interpolieren von Logarithmen mittels Tafel beherrscht !!! In Nürnberg und Würzburg, wo ja das berühmte bayrische Abitur abgelegt wird, hat man mich nur dumm angeschaut,

Vierkrug


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#20

RE: Ein wichtiger Unterschied zwischen der DDR und der BRD

in Leben in der DDR 28.01.2013 09:24
von furry | 3.580 Beiträge

Neben der Logarithmentafel stehen in meinem Schrank noch von Franz von Krbek "Geometrische Plaudereien" und "Formen und Formeln".
Sind diese Bücher bekannt?
www.amazon.de/Geometrische-Plaudereien-F...k/dp/B0000BS4TQ


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 28.01.2013 09:27 | nach oben springen


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