#121

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 13:59
von Udo | 1.267 Beiträge

Mir ist erinnerlich, dass ein Verwandter von mir, der in Stalingrad war und dort auch in Kriegsgefangenschaft ging, immer erzählte, dass sie zwar oft gehungert haben, aber die einfachen Muschkoten der RA genauso Kohldampf schoben wie sie selbst.
Er habe nur überlebt, weil er von Beruf Schuster war und für Lebensmittel die Stiefel der russischen Offiziere reparierte.
So von einem erzählt, der das hautnah erlebte und schon zig Jahre unter der Erde ist.


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#122

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 14:09
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

@Udo, richtig, aufgrund der verheerenden Wirkung des deutschen Vernichtungskrieges mit der Politik der Verbrannten Erde herrschten in der UdSSR auch noch lange nach dem Krieg schwere Hungersnöte und die Versorgung der Bevölkerung mit dem nötigsten war noch lange nicht gegeben.
Hier wird jedoch teilweise (rückwirkend) verlangt, daß Menschen, die selbst hungerten, ihren Gefangenen die gebogenen Südfrüchte und Puderzucker in den ***** blasen...

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#123

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 15:19
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #117
Zitat von Gert im Beitrag #112
Zitat von Duck im Beitrag #110
Zitat von Gert im Beitrag #103
Zitat von Rostocker im Beitrag #99
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #98
@ Gert

Bis zu 10 000 Kriegsgefangene starben in den Rheinwiesenlagern. Viele verhungerten. Die Amis weigerten sich sogar dort Zelte aus erbeuteten Wehrmachtsbestaenden fuer die Gefangenen zu errichten. Das war schon eine Sauerei was die dort machten und beschoenigen sollte man das nicht.


Ja,JA--Wanderer,eine Sauerei--Aber nun mal ne ganz naive Frage.Wie ging eigentlich das deutsche Kulturvolk mit den Mill.russischen Kriegsgefangenen um.? Man hört davon hier so selten was.Habe mal gehört,von denen haben hunderttausende nicht mehr ihre Heimat wieder gesehen.Wo sind die eigentlich geblieben.Waren doch in deutscher Kriegsgefangenschaft.



Ja, die russische Kriegsgefangenen wurden unmenschlich behandelt. Die Wehrmacht hat da wohl große Unterschiede zwischen den Gefangenen der westlichen Mächte und den Russen gemacht.
Aber Rostocker, wieviel der Gefangenen aus dem Kessel von Stalingrad kamen nicht mehr nach Hause ? Von 90.000 Soldaten bei der Gefangennahme haben ca. 6000 die Heimat wieder gesehen. Ist auch 'ne dramatisch schlechte Quote oder ?
Was mir vor allem aufstösst, der General Paulus, der die 6.Armee befehligte und die unmenschlichen Durchhaltebefehle gabe, die Tausenden auf beiden Seiten das Leben kostete, den hat Stalin in einer Villa gehätschelt und gepflegt und später in die DDR zurückgeschickt. Das ist doch sehr bemerkenswert, findest du nicht auch ?




Warum wohl Gert, doch nur aus Propagandazwecken, seht her hier steht ein geläuteter Generalfeldmarschal, der sein Unrecht eingesehen hat.




rot mark. Duck genau das wollte ich hören. Schütze Arsch, der mit erfrorenen Füßen und halbverhungert aus der russischen Steppe in die Gefangenenlager Workuta , Karaganda usw. marschierte, wo er in Kohlegruben oder in Steinbrüchen " Wiedergutmachung" leisten durfte. Wenn er nicht vorher verreckt ist, dann bis maximal 1955 also 12 Jahre seines Lebens wenn er die Arschkarte gezogen hatte.
Und dieser Verbrecher General Paulus ging mit einem unbeschreiblichen Stolz im Gesicht, im dicken Pelzmantel gut geschützt gegen die Kälte,, begleitet von russischen Offizieren, die mir wie sein Lakaien und Speichellecker vorkamen, in die Gefangenschaft. Später nach Rückkehr in die DDR belohnt mit einer Villa, Ordonnanzoffizier der KVP, der ihm jeden Wunsch erfüllen sollte, mit einem Auto aus westdeutscher Produktion ausgestattet. Also ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen müsste angesichts dieser Verlogenheit der russischen Propaganda in dieser Zeit.
Übrigens habe ich davon gehört, das sämtliche gefangen genommen Generäle aus dem Stalingradkessel lebend zurückkamen. Toller Arbeiter und Bauernstaat, der sich mit den schlimmsten Figuren der Gegenseite gemein machte gleichzeitig die Arbeiter und Bauern die per Wehrpflicht in diesen Krieg gezwungen wurden, jämmerlich verrecken liessen in den sibirischen Lagern.




Ja Gert--die Bundeswehr soll ja in den Anfangsjahren auch so ein paar Nazigeneräle weiter beschäftigt haben.Da hättest Dir zu Kotzen doch die doppelte Portion geben lassen sollen.Auf die demokratische Propaganda dieser Zeit.



richtig Rostocker die doppelte Portion, für die Generalstabsoffiziere der eh. Wehrmacht in der Nationalen Volksarmee gleich mit, dann hätte ich alle Probleme in D abgedeckt. Stell dir vor, mein Hauptfeldwebel 1963 (Spiess) hatte Kriegserfahrung in Russland ! War als Uffz. 1945 ausgeschieden und 56 gleich in die nächste Uniform gehüpft die man ihm hinhielt. Ich war damals ziemlich irritiert, dass mich ehemalige Nazisoldaten wieder anbrüllen durften Dass nur als Anmerkung zum Recyclingprozess Ehemaliger.


.
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#124

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 15:29
von erkoe | 301 Beiträge

Hallo ins Forum,

ob "Rot" oder "Braun"... Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, warum ein deutscher Staatsbürger immer noch mit seiner Gesinnung hadert? Geschichte hin oder her, ich möchte mal die Frage nach dem "Nationalstolz" aufwerfen. Warum haftet dem Deutschen immer das 3. Reich an? Ich bin Baujahr 1967 und hatte weder mit SA, noch SS was zu tun, mit dem WW2 gleich gar nix.

Aus diesem Grund hat der 8. Mai für mich keine Bewandtnis. Wie ich lernen musste, waren unsere Befreier auch nicht besser als der Ösi-Gefreite.
(Russenkaserne Garnision Zeitz, ca. 10.000 Mann, da gab's auch zu Friedenszeiten ordentlich auf die Mütze)

Bin gespannt...

VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#125

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 16:05
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das ist so etwas wie die Erbsünde bei den Katholiken. Den schwarzen Peter erbt man einfach. Die Erlösung gibt es nur durch masochistisches Gutmenschentum. U-Boote spenden für strukturschwache Küstenregionen, Goldman-Sachs retten, Menschenopfer für anderer Länder Öl usw. , sind alles Dinge, die dazu beitragen können, erlöst zu werden. So in 1000Jahren oder so.

Wenn die Umdeutung der Geschichte und die Neuinterpretation so weiter geht, wird die Zeit kommen und auch die BRD wird ihren Platz in der Geschichte als würdiger Vertreter und Mitglied der Antihitlerkoalition finden. EX-Kanzler Schröder soll ja schon den D-Day mitgefeiert haben.


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#126

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 16:10
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #125
Das ist so etwas wie die Erbsünde bei den Katholiken. Den schwarzen Peter erbt man einfach. Die Erlösung gibt es nur durch masochistisches Gutmenschentum. U-Boote spenden für strukturschwache Küstenregionen, Goldman-Sachs retten, Menschenopfer für anderer Länder Öl usw. , sind alles Dinge, die dazu beitragen können, erlöst zu werden. So in 1000Jahren oder so.

Wenn die Umdeutung der Geschichte und die Neuinterpretation so weiter geht, wird die Zeit kommen und auch die BRD wird ihren Platz in der Geschichte als würdiger Vertreter und Mitglied der Antihitlerkoalition finden. EX-Kanzler Schröder soll ja schon den D-Day mitgefeiert haben.


Immerhin gab es ja mal 40 Jahre lang gute Deutsche, war schon eine gewisse Statusverbesserung, jetzt sind wir wieder gemeinschaftlich die bösen.


zuletzt bearbeitet 09.01.2013 16:19 | nach oben springen

#127

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 17:54
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Damals87 im Beitrag #122
Hallo,

@Udo, richtig, aufgrund der verheerenden Wirkung des deutschen Vernichtungskrieges mit der Politik der Verbrannten Erde herrschten in der UdSSR auch noch lange nach dem Krieg schwere Hungersnöte und die Versorgung der Bevölkerung mit dem nötigsten war noch lange nicht gegeben.
Hier wird jedoch teilweise (rückwirkend) verlangt, daß Menschen, die selbst hungerten, ihren Gefangenen die gebogenen Südfrüchte und Puderzucker in den ***** blasen...

Grüße aus Hessen


Ganz so einfach war es nun wiederum auch nicht......
Da die Deutschen von der SU als 'POW' angesehen wurden, sind sie entsprechend der Haager Landkriegsordnung nicht schlechter zu behandeln wie die eigene Zivilbevölkerung ......
Soweit die Theorie.

"Praktischerweise" befanden sich in der SU eine Vielzahl von intakten Straflagern in denen die gefangenen deutschen Armeeangehörigen ohne Probleme zusätzlich zur eigenen Bevölkerung, welche sich in anderen Lagern zur Umerziehung befand, untergebracht werden konnten.
Meist waren es "spezielle" Lager in den einzelnen Lagerkomplexen wie im WorkutLag, DALSTROI (Magadan/Kolyma), KarLag(Karaganda), NorilLag, IwdelLag, usw. usf. .......
Als Anhang eine Anordnung des NKDW, № 00943 "Über ... Verpflegungsnormen und Sachleistungen für Häftlinge in Arbeits- und Erziehungslagern sowie Arbeits- und Erziehungskolonien", an der sich die Verpflegungssätze für die Kriegsgefangenen orientierte .......hier klicken
Mit Ausnahme der Hungerjahre 1942/43 in denen die Rationen drastisch gekürzt wurden, gab es weitgehendst; von Korruption und Veruntreuung beim Wachpersonal abgesehen, in der Regel diese Verpflegungssätze.
Die Deutschen erhielten genau die gleichen Lebensmittelrationen wie die in den Lagern weilenden Teile der Zivilbevölkerung,
600 Gramm Brot, 100 Gramm Makkaroni und 920 Gramm Kartoffeln bzw. Gemüse war die Regelverpflegungsnorm für die nicht arbeitenden Häftlinge, Auf 300 Gramm, 35 Gramm und 600 Gramm abgesenkt wurde diese Norm im Zeitraum '42/'43 (Siehe dazu auch Wolfgang Ruge, 'Gelobtes Land. Meine Jahre in Stalins Sowjetunion' und 'Schwarzes Eis' von Sergej Lochthofen)

Kaum bekannt ist das in Kriegszeiten ca. 120.000 Deutschstämmige welche aus der Wolgaregion im Sommer 1941 nach Kasachstan umgesiedelt wurden, im Januar 1942 lt. Verordnung Nr.: 1123cc von Stalin in sogenannte 'Arbeitskolonnen' mobilisiert, wurden. Das heißt im Klartext das sie zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. In einer weiteren Verordnung dazu wird angewiesen das die in Arbeitskolonnen organisierten Deutschstämmigen in die NKWD-Lager der UdSSR verwiesen (werden)… siehe hier

Von einem Land das so mit seiner Bevölkerung umging zu "erwarten" das es Kriegsgefangene zuvorkommend behandelt und sie besser stellt als die eigene Bevölkerung der denkt völlig weltfremd und in Kategorien welche sich jenseits der Realität der damaligen Zeit befinden.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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zuletzt bearbeitet 09.01.2013 18:20 | nach oben springen

#128

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 18:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo


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#129

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 19:54
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #108
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #80
Ich werde das Thema mal zum Anlaß nehem, meinen Vater und meine Mutter fragen, ob sie der Meinung sind, befreit worden zu sein. Gut, sie waren 1945 erst 11 Jahre alt, ich weiß nicht, ob man da über solch eine Frage nachdenkt. Da bin ich mal selber gespannt..........


Dann frag lieber deine Großeltern, falls sie noch leben sollten.


Duck, geht nicht, die sind alle in Wallhalla.........!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#130

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 19:59
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,

mein Vater fühlte sich nicht unbedingt befreit weil er danach für einige Jahre in Kriegsgefangenschaft war, aber er war doch froh, dass der Krieg zu Ende war.

In sofern war es vielleicht doch irgendwie eine Befreiung

MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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zuletzt bearbeitet 09.01.2013 20:00 | nach oben springen

#131

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 20:05
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#132

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 20:28
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von erkoe im Beitrag #124
Hallo ins Forum,

ob "Rot" oder "Braun"... Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, warum ein deutscher Staatsbürger immer noch mit seiner Gesinnung hadert? Geschichte hin oder her, ich möchte mal die Frage nach dem "Nationalstolz" aufwerfen. Warum haftet dem Deutschen immer das 3. Reich an? Ich bin Baujahr 1967 und hatte weder mit SA, noch SS was zu tun, mit dem WW2 gleich gar nix.

Aus diesem Grund hat der 8. Mai für mich keine Bewandtnis. Wie ich lernen musste, waren unsere Befreier auch nicht besser als der Ösi-Gefreite.
(Russenkaserne Garnision Zeitz, ca. 10.000 Mann, da gab's auch zu Friedenszeiten ordentlich auf die Mütze)

Bin gespannt...

VG
Erik


Hallo Erik,
wir sind ein Jahrgang, also will ich mal antworten. Es stimmt, unsere Generation hat mit dem 3.Reich nix am Hut. Allerdings passiert es einem immer wieder, wenn man im europäischen Ausland unterwegs ist, das man als Deutscher kollektiv zu den Nazis gerechnet wird. Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich 1996 in England erlebt habe. Wir sind in einen Pub gelatscht, um ein Bierchen zu trinken. Zu der Zeit gab es in England ein Lager( Biersorte), welches "Spifire" hieß. Werbung für das Bier sah so aus, dass im ganzen Pub so eine Art Mobiles hing, wo eine Spitfire eine ME 109 abschießt. Fand ich schon sehr skuriel, aber es kam noch besser, als ich hörte, was am Nebentisch über uns gesagt wurde.................
Wenn man auf der anderen Seite mal in Auschwitz war, weiß man, woher der Hass kommt. Ich denke schon, dass wir eine Verpflichtung haben, dass sowas nie wieder geschieht. Auf der anderen Seite seh ich es nicht ein, für etwas zu "büßen", wo ich noch Quark im Schaufenster war. Demnächst fordert noch jemand Wiedergutmachung für das entstandene Unrecht in der Zeit der Kreuzzüge.................


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#133

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 21:09
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #99


Ja,JA--Wanderer,eine Sauerei--Aber nun mal ne ganz naive Frage.Wie ging eigentlich das deutsche Kulturvolk mit den Mill.russischen Kriegsgefangenen um.? Man hört davon hier so selten was.Habe mal gehört,von denen haben hunderttausende nicht mehr ihre Heimat wieder gesehen.Wo sind die eigentlich geblieben.Waren doch in deutscher Kriegsgefangenschaft.



Genaue Zahlen was sowjetische Kriegsgefange, bzw die die in deutscher Gefangenschaft umkamen, gibt es leider nicht. Die Sowjets sprechen immer von "Millionen von Soldaten" die im Krieg gegen Deutschland umkamen. Tatsache ist das viele russische Soldaten von ihren eigenen Offizieren erschossen wurden. Bestens dargestellt in dem Film Enemy at the Gates. Auch hatten viele russische Soldaten keine Waffen, wurden aber trotzdem von den Politoffizieren unter Androhung des Erschiessens nach vorne gepeitscht.Ist es denn wirklich verwunderlich das die soviel Leute verloren haben?


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#134

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 21:24
von Gelöschtes Mitglied
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ja Schuddelkind, so denken die Englaender heute noch, und sie dachten so auch vor dem Krieg. Ihnen waren die Deutschen nicht geheuer, wurden in der Kriegspropaganda auch als Ungeheuer dargestellt, das weiss ich von meiner englischen Mutter. Meine englische Grossmutter hasste meinen deutschen Vater so sehr, und nannte ihn nur 'der Nazi'. Dieser Befremdung und dieser Hass der Voelker, zieht sich weiter bis heute in die europaeischen Union. Siehe Griechenland. Die Hand aufhalten aber die Deutschen Nazis nennen. Und wer wehrt sich dagegen. Wer? ganz leise und kurz vielleicht mal. So lange Deutsche nicht aufstehen und sagen, bis hierher und nicht weiter, solange wird das weitergehen. Die Deutschen Politiker haben gekuscht ueber all die Jahre. Auf der einen Seite hatten sie bis 1992 kaum etwas wirklich zu sagen, wurden immer gemassregelt, auf der anderen Seite mussten sie mit der Schmach leben, und wurden immer wieder auf die schlimmsten Greueltaten aller Zeiten hingewiesen, die sie verursacht hatten. Ich habe in meinem Buch erwaehnt, die schwer sich auch andere Staaten in den Kolonien, besonders in Indien, (Englaender) auf eigenem Grund und Boden (Amerikaner) in China, in Afrika bei der Sklavengewinnung etc etc. sich benommen haben. Das will keiner hoeren. Es heisst, das ist Geschichte. Es ist ein Phaenomen, dass den Deutschen aufgeladen wurde und es scheint, dass der Deutsche diesen Rucksack weiter tragen muss. Die Englaender und auch die Amerikaner haben kaum Ahnung von der englischen Sprache, weitaus mehr als das Fussvolk hat ein Jargon, das schreit zum Himmel. Das Volk der Deutschen ist stark, ist diszipliniert, ist fleissig und intelligent. Sie sprechen sogar die Deutsche Sprache, bis auf die Bayern (finde ich). Ein alter Jude mit eingestanzter deutscher Nummer am Arm sagte mir in London vor vielen vielen Jahren: "Die Deutschen, die haben ihre Prioritaeten, schaue Dir dieses vom Adel verkaufte England an, alles ist wichtig, Kleinkram und Glitter, auf jeden Mist stuerzen sie sich und salutieren ihre Union Jack. Deutschland ist weiter bereits als alle anderen, ist auferstanden durch Fleiss und Arbeit, ist ein sauberes Land mit einem hohen Lebensstandard." Das aus dem Mund eines KZ Haeftlings. Mein britischer Cousin, der Ende der siebziger Jahre uns in Deutschland besuchte war ausser sich: "Was ist hier los? Das kann nicht angehen, sage er immer wieder. Die Deutschen haben den Krieg verloren, ich kann nicht glauben was ich hier sehe, die grossen Geschaefte, alles." Ich denke, das spricht fuer sich. Im letzten Jahr konnteich einige Armutszustaende in meiner ehemaligen Heimat betrachten. Ich bin ein Dinosaurier, und es hat sich nichts, aber auch nichts in unserem Ort geaendert. Es war eine Reise zurueck in die Zeit, wo die Haeuser aus dem 18. Jahrhundert geflickt und uebergetuencht werden. Ob es Englaender, die besonders, aber auch Hollaender und Franzosen sind, die die Deutschen schmaehen, es hat nur einen Grund. Neid um das was Deutschland ist und was nach dem Krieg geschaffen wurde. Sicher ist auch ein wenig die Grundhaltung und die deutsche Mentalitaet weiter ausschlaggebend. Meine Grossmutter sagte alle Deutschen waeren kleine Hitlers und liess sich auch spaeter nicht davon abbringen. Und alle sind Sieger und alle halten sich weiterhin an dieser Siegerpose fest als wenn es nichts anders im Leben gibt. Damit werden sie dumm gehalten, auch wenn das Erkennen laengst Einzug gehalten hat, zu was die Deutschen und die Deutsche Wirtschaft faehig ist. Neid und Missgunst. Ich weiss, dass es so ist, weil ich damit aufgewachsen bin. Schade nur fuer die Deutschen, dass nicht langst aufgeraumt wurde, aber die deutsche Politiker haben keine Eier.


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#135

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 21:35
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Stimmt Larissa, so ist das! Der dt. Riese soll unter Kontrolle gehalten werden und darf nun mit der Eurokrise wieder Zahlmeister spielen, wie schon die vielen Jahrzehnte vorher.


zuletzt bearbeitet 09.01.2013 21:35 | nach oben springen

#136

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 21:46
von Ex-Huf (gelöscht)
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Ungeachtet der zweifellosen Tragödien, die der deutsche Nationalsozialismus in der Welt verursacht hat, und wofür das deutsche Volk über 40 Jahre auch gegenüber ("trittbrettfahrenden") Staaten gebüßt hat, sei es auch einmal an der Zeit, daran deutlich zu erinnern, dass das deutsche Volk in Frieden und Freiheit wieder zu einander gefunden hat. Und heute in friedlicher Eintracht mit seinen Nachbarn lebt.
Außerdem leistet D einen erheblichen Friedensbeitrag an vielen Orten der Welt.

@Larissa, auch wenn ich mir den Zorn des gesamten Forums aufhalse, Deine teilweise in der Diskussion gewählte wiederholt angewendete Fäkalsprache veranlasst mich wirklich, über Deine selbsterkorene Rolle als wahrhaftige Kämpferin für sonstwas nachzudenken!

Hier wurden schon User für weitaus weniger angewendete Ausdrücke gesperrt, aber vermutlich stimmt Deine hier geäußerte Grundhaltung als gelernte "Doppelagentin".

Ex-Huf


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#137

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 21:51
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@Huf, ich weiss zwar nicht was du in Larissa's Beitrag meinst, aber "Eier haben" gehört heute zum normalen Sprachgebrauch.


zuletzt bearbeitet 09.01.2013 21:51 | nach oben springen

#138

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 22:19
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Larissa, ich kann Dir da voll zustimmen. Wichtig ist, daß das deutsche Volk seine Lektion gelernt hat und alles tut, damit sich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten verantwortet, nie wieder widerholen kann. Da haben sich die durch D überfallen Ländern viel schwerer getan, sich mit eigenen Kollaborateuren auseinanderzusetzen, durch die eigene Landsleute, insbes. Juden, nur zu bereitwillig an´s Messer geliefert wurden. Gleichstellung unserer Bürger, die 1945 noch Kinder oder gar nicht geboren waren, durch das Ausland mit den Nazis muß durch unsere Politiker ganz energisch und klar begegnet werden. Wir könnten auch auf die Franzosen böse sein, weil Napoleons Truppen auch hier gehaust, geplündert, vergewaltigt und auch gemordet hatten. Aber die Franzosen sind auch noch stolz auf ihn. Oder die Briten mit ihrer Unterdrückung in den Kolonien, z.B. Niederschlages des Burenaufstandes in SA, Boxeraufstand in China oder Grausamkeiten in Indien und anderswo. Da können sich wohl wirklich alle Völker an die eigene Nase fassen, die haben alle ihre Leichen im Keller und da lenkt es sich schön davon ab, auf einen gemeinsamen Buhmann zeigen zu können. Ich will hier nichts relativieren, Nazi-Deutschland hat hier alles übertroffen. Es liegt natürlich auch an unseren Landsleuten selbst, wie wir durch das Ausland gesehen werden, je nachdem wie wir uns selbst im Ausland verhalten. Laute Engländer, aufdringliche Holländer, rücksichtslose Russen und überhebliche Deutsche sind so Stereotypen.
ExHuf, die Wortwahl von Larissa würde ich nicht auf die Goldwage legen. Sie hat lange Zeit in einem Milieu gearbeitet, in dem feine Umgangsformen nicht immer angebracht waren. Sie sagt es etwas drastisch, aber nicht primitiv-vulgär und als Mann müßtest Du das aushalten können. Warst doch auch mal bei der Fahne.



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#139

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ex-Huf im Beitrag #136


Hier wurden schon User für weitaus weniger angewendete Ausdrücke gesperrt, aber vermutlich stimmt Deine hier geäußerte Grundhaltung als gelernte "Doppelagentin".
Ex-Huf


@ex-Huf Es steht Dir nicht zu, irgend einen Agenten, Doppel oder nicht, in den Schmutz zu ziehen mit dieser aeusserst respektlosen Aussage einer 'Grundhaltung'. Das abwinkende Maennchen zeigt Deine Arroganz.

Zunachst, die friedliche Eintracht existiert nicht, ist eine Farce. Wir sind am Rande einer gewaltigen Explosion und koennen es nicht mehr aufhalten, dass ein Staat nach dem anderen in islamische Gottesstaaten verwandelt werden, und daran ist Deutschland beteiligt, gezwungenermassen. Und der Friedensbeitrag ist gelinde gesagt absolut nicht vorhanden. Friedensbeitraege und Friedensmissionen sind andere Namen fuer politische Fehlleistungen und Kriegshandlungen in denen Deutsche Soldaten hinein geschoben worden sind.

Mich musst Du nicht respektieren, aber nur eines nicht, greife nicht mein Leben an. Das steht Dir nicht zu. Du hast keine Ahnung.
Ein Schimpfwort oder zwei wird die richtigen Maenner hier nicht blass werden lassen. Mein Leben als "selbsterkorene Rolle" zu benennen, steht Dir ebenfalls nicht zu. Ich wuerde mir nie anmassen, ueber anderer Leute Leben zu reden, ob sie sind Prostituierte oder Goetter in Weiss. Du weisst nichts. Auch nicht bezeichnest Du mich als gelernte Doppenagentin in Anfuehrungsstrichen. Ich mag ein anderes Jargon haben als Du mein Gudster, aber das wuerde ich mir nie anmassen.
Es soll auch keine Entschuldigung sein, ich habe stets fast nur mit Maennern zu tun gehabt in diesem Leben, da bleibt einiges haengen. Und, Deine Art der Anfuehrungszeichen ist ein Ausdruck Deiner Grundhaltung mir gegenueber, das eben wenig angebracht ist. Du nimmst ein Wort zum Anlass mal zuzuschlagen auf andere Dinge.
Ich uebersetze nach wie vor seit meiner Kindheit aus dem englischen und da heisst es, the guys have no balls. Das ist vollig normal das zu sagen. Diese heissen ja dort balls und ist normale Umgangssprache. Das ist kein Strassensprache, sondern wird Mann/Frau ueberall hoeren und auch sagen, in hoechsten Kreisen des Adels. Baelle kann ich aber nicht sagen im Deutschland.
Ich lese gerade, DoreHolm ist mir zuvor gekommen. Er hat Recht mit dem Umgang mit Maennern. Aber es waere passiert vielleicht, wenn Du so viel mit nur Frauen zusammen gewesen waerst, wie ich mein lebenlang mit Mannern, und zwar "beruflich in meiner selbsterkorene Rolle und in der GDT" dann wuerdest Du wahrscheinlich einen BH tragen. Bei mir ist einiges eben haengengeblieben in der Sprache, aber ich gebe Dir Recht, noch ist nicht Ostern.
Es steht Dir frei meine Sperre zu verlangen.


zuletzt bearbeitet 09.01.2013 23:05 | nach oben springen

#140

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:08
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #138
Larissa, ich kann Dir da voll zustimmen. Wichtig ist, daß das deutsche Volk seine Lektion gelernt hat und alles tut, damit sich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten verantwortet, nie wieder widerholen kann. Da haben sich die durch D überfallen Ländern viel schwerer getan, sich mit eigenen Kollaborateuren auseinanderzusetzen, durch die eigene Landsleute, insbes. Juden, nur zu bereitwillig an´s Messer geliefert wurden. Gleichstellung unserer Bürger, die 1945 noch Kinder oder gar nicht geboren waren, durch das Ausland mit den Nazis muß durch unsere Politiker ganz energisch und klar begegnet werden. Wir könnten auch auf die Franzosen böse sein, weil Napoleons Truppen auch hier gehaust, geplündert, vergewaltigt und auch gemordet hatten. Aber die Franzosen sind auch noch stolz auf ihn. Oder die Briten mit ihrer Unterdrückung in den Kolonien, z.B. Niederschlages des Burenaufstandes in SA, Boxeraufstand in China oder Grausamkeiten in Indien und anderswo. Da können sich wohl wirklich alle Völker an die eigene Nase fassen, die haben alle ihre Leichen im Keller und da lenkt es sich schön davon ab, auf einen gemeinsamen Buhmann zeigen zu können. Ich will hier nichts relativieren, Nazi-Deutschland hat hier alles übertroffen. Es liegt natürlich auch an unseren Landsleuten selbst, wie wir durch das Ausland gesehen werden, je nachdem wie wir uns selbst im Ausland verhalten. Laute Engländer, aufdringliche Holländer, rücksichtslose Russen und überhebliche Deutsche sind so Stereotypen.
ExHuf, die Wortwahl von Larissa würde ich nicht auf die Goldwage legen. Sie hat lange Zeit in einem Milieu gearbeitet, in dem feine Umgangsformen nicht immer angebracht waren. Sie sagt es etwas drastisch, aber nicht primitiv-vulgär und als Mann müßtest Du das aushalten können. Warst doch auch mal bei der Fahne.



OH Mann wat bis du fürn Schleimer, dat hältst ja im Kopp nit aus ?


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