#281

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 10:37
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Schreiberer im Beitrag #265
Zitat von Polter im Beitrag #186
Zitat von Schreiberer im Beitrag #185
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #1
8 Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung oder errichteten die Sowjets eine neue brutale Diktatur auf den Truemmern der Alten? Massenvergewaltigungen, tausende von deutschen Maennern, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter in die Sowjetunion verschleppt oder zu Tode gequaelt und verhungern gelassen in Lagern und Gefaengnissen die die Sowjets von den Nazis uebernahmen. Verhalten sich so "Befreier"?




[/b]Hallo heißes Thema und ich denke Du hast nichts falsches geschrieben. Meine Oma kam aus Ostpreussen und wenn sie das Wort Russen hörte , wurde sie ganz ruhig . Ich weiß auch warum....

Mfg der Schreiberer







Warum war sie ganz ruhig?
Vielleicht, weil sie der Goebbels-Propaganda glaubte ? Oder weil sie die Wahrheit kannte ?
Wenn ich mich an die Gespräche meiner Eltern und Großeltern erinnere, dann fragten die sich früher oder später in allen Gesprächen: Wer soll das mal alles bezahlen?

[b]Polter das nehme ich sehr persönlich und finde es eine absolute Frechheit von Dir, solch einen Mist zu schreiben. Meine Großeltern waren keine Nazis und ich bin auch keiner !!!!


Was ist das für eine Frechheit in den Fragestellungen?

Habe ich behauptet, daß Deine Großeltern oder Du Nazis waren bzw. sind? Vorsorglich entschuldige ich mich natürlich in aller Form!
Nicht alle Deutschen waren Nazis, die der Goebbel Propaganda geglaubt haben.
Nicht alle Deutschen, die Angst vor Rache und Vergeltung hatten, waren Nazis.
Nicht alle Deutschen, die in den Krieg gezogen sind, waren Nazis.

So ist der 8.Mai 45 nicht nur ein Tag der Befreiung! Ich persönlich begreife diesen Tag der deutschen Geschichte als ein Tag des Triumpfes und als ein Tag der Tragik.


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#282

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 22:22
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #280
[...]
Ereignishintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg [...]
[...] ganz Unschuldig waren die Nachbarstaaten vor Ausbruch des 2 Weltkrieges wohl auch nicht . ratata

Ratata,

diese letzte Phase (Stunden, Tage, Wochen, Monate) vor dem 1. September 1939 wurden im Geschichtsunterricht regelrecht ausgeklammert. Der Kriegsausbruch wurde auf wenige Stichpunkte begrenzt behandelt ohne dabei auf die Gesamtzusammenhänge und verschiedenen nationalen Interessen einzugehen. Die heutigen Diskussionen lassen darauf schliessen, daß das nicht nur in meiner Schule so war. Bis dato ist es schwierig, umfassende, unabhängige, neutrale Informationen zu diesem wichtigen Zeitabschnitt zu erhalten.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#283

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 22:32
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #277
#272 erkläre mir bitte wieso deutschland keinen friedensvertrag haben soll. die ddr hatte einen mit der udssr 1955 und die brd mit den westallirten .1990 bekammen die damals zwei deutschen staaten in den 2+4 vertrag die volle suverenität zurück sprich den sogenannten friedensvertrag sollte ich mich irren bitte ich mich zu berichtien. frank


Der sog. 2 plus 4 Vertrag ist kein Friedensvertrag. Auch gibt es sonst kein Dokument das als Friedenvertrag auch nur annaehrend dienen koennte. Warum nicht? Da die sogenannte Bundesrepublik keine Kriegspartei war.


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#284

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 22:35
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #282
Zitat von ratata im Beitrag #280
[...]
Ereignishintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg [...]
[...] ganz Unschuldig waren die Nachbarstaaten vor Ausbruch des 2 Weltkrieges wohl auch nicht . ratata

Ratata,

diese letzte Phase (Stunden, Tage, Wochen, Monate) vor dem 1. September 1939 wurden im Geschichtsunterricht regelrecht ausgeklammert. Der Kriegsausbruch wurde auf wenige Stichpunkte begrenzt behandelt ohne dabei auf die Gesamtzusammenhänge und verschiedenen nationalen Interessen einzugehen. Die heutigen Diskussionen lassen darauf schliessen, daß das nicht nur in meiner Schule so war. Bis dato ist es schwierig, umfassende, unabhängige, neutrale Informationen zu diesem wichtigen Zeitabschnitt zu erhalten.

Ari



Natuerlich werden die deutschen Opfer polnischer Gewalt nicht mehr erwaehnt. Die Vergangenheitsbewaeltigung ist mehr als einseitig entstellt zu ungunsten der Deutschen.


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#285

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 22:41
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #283
Zitat von schulzi im Beitrag #277
#272 erkläre mir bitte wieso deutschland keinen friedensvertrag haben soll. die ddr hatte einen mit der udssr 1955 und die brd mit den westallirten .1990 bekammen die damals zwei deutschen staaten in den 2+4 vertrag die volle suverenität zurück sprich den sogenannten friedensvertrag sollte ich mich irren bitte ich mich zu berichtien. frank


Der sog. 2 plus 4 Vertrag ist kein Friedensvertrag. Auch gibt es sonst kein Dokument das als Friedenvertrag auch nur annaehrend dienen koennte. Warum nicht? Da die sogenannte Bundesrepublik keine Kriegspartei war.


Die Annahme des Zwei-plus-Vier-Vertrages war Voraussetzung der Vier Mächte zu deren Zustimmung zur deutschen vollständigen[26] Souveränität, da ein Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg nicht abgeschlossen wurde und auch seither „weder geplant ist noch Sinn machte“.[27] Denn ein Friedensvertrag ist völkerrechtlich nicht die einzige Möglichkeit der Kriegsbeendigung. Diese kann auch durch einseitige Erklärungen,[28] gestufte Teilregelungen oder schlicht durch faktische Wiederaufnahme der friedlichen Beziehungen erfolgen.[29] Das bestehende Einverständnis findet sich im übertragenen Sinne in der Sprachregelung anstatt eines Friedensvertrages wieder; diese wurde auch getroffen, um „u. a. eventuell noch nicht erledigte[n] Reparationsforderungen einzelner Drittstaaten“[30] nicht nachkommen zu müssen. Es „hätte zwangsläufig alle früheren Kriegsgegner des Deutschen Reiches als potentielle Vertragspartner auf den Plan gerufen […]“,[30] woran aber „[w]eder die Vier Mächte noch die beiden deutschen Staaten […] ein Interesse [haben konnten]“.[30] Diese Frage „kann materiell als erledigt betrachtet werden, nachdem bereits 1953 Polen und die Sowjetunion ihren Verzicht erklärt haben.“[27] Bei der Londoner Schuldenkonferenz war festgelegt worden, dass alle Reparationsforderungen nach einem Friedensvertrag ausgehandelt würden. Zudem war besonders für die Bundesrepublik der Begriff des Friedensvertrages seit dem Versailler Vertrag negativ besetzt und war nicht zuletzt auch angesichts der Zeit, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen war – er sei „vielfach als ‚anachronistisch‘ empfunden“ worden[31] –, und der veränderten politischen Realität nicht angemessen.
„Die Siegermächte haben einseitig Reparationen entnommen, die insgesamt gesehen ein Mehrfaches des von der Potsdamer Konferenz ursprünglich in Aussicht genommenen Gesamtumfangs ausmachen. […] Die Bundesregierung hat den Zwei-plus-Vier-Vertrag in dem Verständnis abgeschlossen, dass damit auch die Reparationsfrage endgültig erledigt ist. Der Vertrag sieht keine weiteren Reparationen vor.“[32]

Am 15. März 1991 wurde die Nachkriegsordnung mit abschließender Gültigkeit beseitigt. „Für den ‚2+4‘-Prozess [konnte] nur das Wiedervereinigungsmodell der Teilordnungslehre, aufbauend auf der rechtlichen Gleichordnung von Bundesrepublik und DDR, in Betracht kommen […]. Dies schließt die rechtliche Identität des vereinten Deutschlands mit der (alten) Bundesrepublik Deutschland und mit dem Deutschen Reich nicht aus […].“[33] Die Forderung nach einem Friedensvertrag ist daher im besten Wortsinn „historisch überholt“; die Vielzahl erheblich stärkerer völkerrechtlicher Vertragsbindungen sichert, dass die Mitgliedstaaten in Frieden zueinander stehen, wie z. B. innerhalb der NATO oder in der EU. „Außerdem wird sowohl im amtlichen Titel des Vertrages als auch in Absatz 12 der Präambel der ‚abschließende‘ Charakter des Vertrages in bezug auf Deutschland betont. […] Der Zwei-plus-vier-Vertrag ersetzt damit kraft seines auf mehr als Frieden gerichteten Inhalts jeden Friedensvertrag mit den Kriegsgegnern.“[27]


„Die mir nicht unwillkommene Debatte nutzte ich dazu, das stillschweigende Einverständnis der Vier, es werde keinen Friedensvertrag und keine friedensvertragsähnliche Regelung mehr geben, offenkundig zu machen: »Die Bundesregierung schließt sich der Erklärung der vier Mächte an und stellt dazu fest, daß die in der Erklärung der vier Mächte erwähnten Ereignisse und Umstände nicht eintreten werden, nämlich daß ein Friedensvertrag oder eine friedensvertragsähnliche Regelung nicht beabsichtigt sind.«
Für das Protokoll erklärte der französische Außenminister, der den Vorsitz führte: »Ich stelle Konsens fest.« Damit war einvernehmlich niedergelegt, daß weder das Potsdamer Abkommen noch die Pariser Verträge der alten Bundesrepublik mit den drei Westmächten in Zukunft als Grundlage für die Forderung nach einem Friedensvertrag dienen konnten. Die Forderung nach einem Friedensvertrag konnte also definitiv nicht mehr erhoben werden – damit war uns auch die Sorge vor unübersehbaren Reparationsforderungen von den Schultern genommen. Es wurde besiegelt, was Dieter Kastrup auf Beamtenebene[34] schon durchgesetzt hatte.“

– Hans-Dietrich Genscher, Bundesminister des Auswärtigen a.D.: Erinnerungen. Siedler, Berlin 1995, S. 846

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag wird heute als „Meisterwerk der Diplomatie“ gewürdigt und ist 2011 von der UNESCO in das Programm „Memory of the World“ aufgenommen worden. Er zählt damit zum Weltdokumentenerbe.[35] Ein Faksimile befindet sich im Genscher-Haus in Halle (Saale).


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#286

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 22:48
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ari@D187 im Beitrag #282
Zitat von ratata im Beitrag #280
[...]
Ereignishintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg [...]
[...] ganz Unschuldig waren die Nachbarstaaten vor Ausbruch des 2 Weltkrieges wohl auch nicht . ratata

Ratata,

diese letzte Phase (Stunden, Tage, Wochen, Monate) vor dem 1. September 1939 wurden im Geschichtsunterricht regelrecht ausgeklammert. Der Kriegsausbruch wurde auf wenige Stichpunkte begrenzt behandelt ohne dabei auf die Gesamtzusammenhänge und verschiedenen nationalen Interessen einzugehen. Die heutigen Diskussionen lassen darauf schliessen, daß das nicht nur in meiner Schule so war. Bis dato ist es schwierig, umfassende, unabhängige, neutrale Informationen zu diesem wichtigen Zeitabschnitt zu erhalten.

Ari


Aber es gehört doch dazu , wir Deutsche wurden , werden doch noch durch die Schandtaten der Nazis , alle über einen Kamm geschert .
Das was der deutschen Bevölkerung vor dem 2 Weltkrieg in den abgetrennten Gebieten nach 1918 an leid zu getan wurde , darüber Totschweigen in den Geschichtsbüchern , auch was nach dem Krieg geschehen ist , keine Aufarbeitung , Zeitzeugen sind vertorben oder es gibt nur noch wenige . mfg Ratata
Sogar bei Google verschwinden schon entsprechende Seiten


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#287

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 22:57
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #282
Zitat von ratata im Beitrag #280
[...]
Ereignishintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg [...]
[...] ganz Unschuldig waren die Nachbarstaaten vor Ausbruch des 2 Weltkrieges wohl auch nicht . ratata

Ratata,

diese letzte Phase (Stunden, Tage, Wochen, Monate) vor dem 1. September 1939 wurden im Geschichtsunterricht regelrecht ausgeklammert. Der Kriegsausbruch wurde auf wenige Stichpunkte begrenzt behandelt ohne dabei auf die Gesamtzusammenhänge und verschiedenen nationalen Interessen einzugehen. Die heutigen Diskussionen lassen darauf schliessen, daß das nicht nur in meiner Schule so war. Bis dato ist es schwierig, umfassende, unabhängige, neutrale Informationen zu diesem wichtigen Zeitabschnitt zu erhalten.

Ari



Hier mal etwas genauer : http://scidok.sulb.uni-saarland.de/vollt...sche_Greuel.pdf


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#288

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 00:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #287
Zitat von Ari@D187 im Beitrag #282
[quote=ratata|p225964][...]
Ereignishintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg [...]
[...] ganz Unschuldig waren die Nachbarstaaten vor Ausbruch des 2 Weltkrieges wohl auch nicht . ratata

Ratata,

diese letzte Phase (Stunden, Tage, Wochen, Monate) vor dem 1. September 1939 wurden im Geschichtsunterricht regelrecht ausgeklammert. Der Kriegsausbruch wurde auf wenige Stichpunkte begrenzt behandelt ohne dabei auf die Gesamtzusammenhänge und verschiedenen nationalen Interessen einzugehen. Die heutigen Diskussionen lassen darauf schliessen, daß das nicht nur in meiner Schule so war. Bis dato ist es schwierig, umfassende, unabhängige, neutrale Informationen zu diesem wichtigen Zeitabschnitt zu erhalten.Ari




Den Siegern bleibt es ueberlassen und diese schlachten die Geschichte der deutschen Ungeheuerlichkeiten heute noch bis ins feinste Detail aus.
Die einseitige Aufarbeitung ergaenzte das Ganze auf beiden Seiten.
Wir haben darueber diskutiert, dass die Deutschen weiterhin als 'Nazis' beschimpft werden in einer Zeit, da die wirtschaftlichen Probleme erheblich sind und Deutschland das einzige Land ist, welches in der Lage ist, die EU aufrechterhalten.
Die Sieger, Russland, USA, Frankreich und England, feierten nicht damals und nicht heute den 8./9. Mai als Tag der Befreiung Deutschlands, in keinster Weise.
Diese feiern ihre Veteranen, und damit ihre Helden, und sie Gedenken ihrer Toten dieses Krieges. Aber in der Hauptsache, feiern diese ihren Sieg ueber 'die Deutschen' ob die Deutschen dies glauben wollen oder nicht. Sowohl die Amerikaner, als auch der Franzosen und Englaender sind schnell bei dem Wort Nazi, wenn es um Deutsche geht. Mehr denn je. Das starke Deutschland von heute jagt ihnen Angst ein.
Wie SK sagte, unwichtig wie es dazu kommen konnte, die Geschichte ist verfaelscht, es gibt keine Nachsicht, obwohl jeder andere Niedergang der grossen Imperien geschichtlich genau zu Buche steht und es dafuer weitreichende und ehrliche Erklaerungen gibt.
Millionen haben an Hitler geglaubt. Millionen wurden betrogen und haben die Schmach auf sich nehmen muessen, und die Folgen waren fuer die Menschen im Mai 1945 noch nicht mal fassbar in einer Hoelle auf Erden. An diesem Tag lag Deutschland am Boden. Soehne und Ehemanner noch in der Fremde. Es gab keine strahlenden Gesichter, kein Aufatmen oder ein Gefuehl der Befreiung. An diesem Tag der Unterzeichnung war nichts gewiss. Die Menschen waren verzweifelt, Kinder vor allem starben an Unterernaehrung. Die Sonne schien, aber nicht im Mai 1945 auf die Deutschen, die im physischen und seelischen Bereich litten.

In Deutschland war es fuer 90% der Bevoelkerung auf lange Sicht hinaus keine Befreiung an diesem Tag, als Kriegsgewinnler sofort uebergingen sie auszunehmen. Diese Menschen hatten kaum noch Kraft zu denken, geschweige denn an das Wort Befreiung.

Vielleicht den Ton wegmachen, der passt nicht sehr gut zur Situation finde ich. Dieser Videoclip spricht Baende.Versucht man, sich einmal nur in die Lage dieser Menschen zu versetzen, eruebrigt sich diese Frage.

http://www.youtube.com/watch?v=pevSHUbttKA


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.01.2013 00:40 | nach oben springen

#289

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 21:48
von dbeugue | 29 Beiträge

Larissa,

Ich bin französin, lebe in Berlin. Ich habe nicht das Gefühl , es gibt die böse und die Guten..
Ich habe viele alte LEute gehört, die über den Krieg mit mir geredet haben. Franzosen oder deutschen , das war das gleiche : nur die normale Leute bzw die Bevölkerung hat darunter gelitten, von beiden Seiten.

Man nennt es Krieg verbrecher.. oder einfach Krieg !

Wenn die politische´und strategische Ziele den Krieg benützt haben, das ist allen klar oder ?

Ich kenne , in beiden Ländern , Leute die darunter gelitten haben..

Und wenn viele französen sagen laut, dass sie in der " Resistance" waren, ist es quatsch ... Viele waren als " collaborateurs" von den Nazis benutzt, und haben ihre ARbeit sehr gut gemacht, viel besser als was die Nazis von ihnen verlangt haben..

So ist der Krieg..

Wir feiern noch den 8. Mai in Frankreich, das ist für mich kein Tag der Sieg sondern ein TAg der Errinerung, was schlimm in dem Mensch steht, so sehe ich es aus ..

Grüß dich


seaman und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.01.2013 22:12 | nach oben springen

#290

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 21:59
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von dbeugue im Beitrag #289
Larissa,

Ich bin französin, lebe in Berlin. Ich habe nicht das Gefühl , es gibt die böse und die Guten..
Ich habe viele alte LEute gehört, die über den Krieg mit mir geredet haben. Franzosen oder deutschen , das war das gleiche : nur die normale Leute bzw die Bevölkerung hat darunter gelitten, von beiden Seiten.

Man nennt es Krieg verbrechen..

Wenn die politische´und strategische Ziele den Krieg benützen haben, das ist allen klar oder ?

Ich kenne , in beiden Ländern , Leute die darunter gelitten haben..

Und wenn viele französen sagen laut, dass sie in der " Resistance" waren, ist es quatsch ... Viele waren als " collaborateurs" von den Nazis benutzt, und haben ihre ARbeit sehr gut gemacht, viel besser als was die Nazis von ihnen verlangt haben..

So ist der Krieg..

Wir feiern noch den 8. Mai in Frankreich, das ist für mich kein Tag der Sieg sondern ein TAg der Errinerung, was schlimm in dem Mensch steht, so sehe ich es aus ..

Grüß dich




Als ich durch Frankreich gereist bin, hatte ich den Eindruck das der Sieg Frankreichs über Deutschland im I.Weltkrieg ein weit aus höheren Stellenwert hat als die Allianz im II. Weltkrieg. Wo sich Frankreich ja eigentlich nicht wirklich als Sieger sehen konnte.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#291

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 22:03
von dbeugue | 29 Beiträge

[/quote]

Als ich durch Frankreich gereist bin, hatte ich den Eindruck das der Sieg Frankreichs über Deutschland im I.Weltkrieg ein weit aus höheren Stellenwert hat als die Allianz im II. Weltkrieg. Wo sich Frankreich ja eigentlich nicht wirklich als Sieger sehen konnte.[/quote]


Unsere gemeinsame Probleme sind nicht neue, aber jetzt endlich haben wir Strassbourg und die alsace....

Sorry....

Wenn wir die Humour teilen können, ist alles gut oder ????


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#292

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 22:48
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ätsch, wir haben auch Strasburg.

siehe da: http://de.wikipedia.org/wiki/Strasburg_%28Uckermark%29


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
dbeugue hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#293

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 23:31
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von dbeugue im Beitrag #291
... Unsere gemeinsame Probleme sind nicht neue, aber jetzt endlich haben wir Strassbourg und die alsace....

Sorry....

Wenn wir die Humour teilen können, ist alles gut oder ????

Ja, und für uns gab's die "politische Resterampe - das Saarland". )*
Schönen Dank auch.

Ansonsten: Ja, den Humor müssen wir teilen, sonst hätten wir Deutschen keínen ;-)

ciao Rainman

)* siehe Dietmar Wischmeyer in Heute show History vom 10.02.2012


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


dbeugue hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#294

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 16.01.2013 23:39
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von dbeugue im Beitrag #289
Larissa,
Ich bin französin, lebe in Berlin. Ich habe nicht das Gefühl , es gibt die böse und die Guten..
Ich habe viele alte LEute gehört, die über den Krieg mit mir geredet haben. Franzosen oder deutschen , das war das gleiche : nur die normale Leute bzw die Bevölkerung hat darunter gelitten, von beiden Seiten.

Man nennt es Krieg verbrecher.. oder einfach Krieg !
Wenn die politische´und strategische Ziele den Krieg benützt haben, das ist allen klar oder ?
Ich kenne , in beiden Ländern , Leute die darunter gelitten haben..
Und wenn viele französen sagen laut, dass sie in der " Resistance" waren, ist es quatsch ... Viele waren als " collaborateurs" von den Nazis benutzt, und haben ihre ARbeit sehr gut gemacht, viel besser als was die Nazis von ihnen verlangt haben..
So ist der Krieg..

Wir feiern noch den 8. Mai in Frankreich, das ist für mich kein Tag der Sieg sondern ein TAg der Errinerung, was schlimm in dem Mensch steht, so sehe ich es aus ..
Grüß dich



Schoen debeugue, dass Du bist hier.
Bonjour, ich gruesse Dich.
Ich stimme mit Dir in fast allen Punkten uberein.
Politische und strategische Ziele sind es, wie es sind die heutigen Ziele in den Kriegen, die heute vom Zaun gebrochen werden und wobei versucht wird, im Namen von Frieden und angebliche Befreiung diese zu rechtfertigen. Allerdings ist durch die Jahrhunderte mit Bestimmtheit auch die Religion ein wesentlicher Ausgangspunkt von Kriegen gewesen.
Was Du sagst ueber die Resistance ist richtig. Es hat diese Kaempfer gegen die Nazibesetzer gegeben, allerdings auch viele Nazi-Kollaborateure, die sich dann zur Resistance zugehoerig meldeten spaeter. Dies ist nicht anders zu sehen als die, die sofort die braune Uniform ausgezogen haben und beteuerten, keine Nazis zu sein nach dem Krieg. Wer will entscheiden dann in gut und Boese. Vefuehrte und wie Du so richtig sagst, zeigt, wie schlimm es um diese Menschheit war. Wichtig was Du sagtest war, ‘von beiden Seiten’. Nicht nur in Deutschland sehen viele das nicht so, weil sie einseitig belehrt worden sind im Verlaufe der letzten fast 70 Jahre. Als Englaenderin und auf meinem Weg zwischen den Welten habe ich stets ein ganz ureigenes Empfinden gehabt, alles von beiden Seiten zu sehen, auch wenn ich schon lange Jahre meine Lebenseinstellung habe.

Ich beende den Tag mit dem was unsere franzosische Freundin schrieb:

Wir feiern noch den 8. Mai in Frankreich, das ist für mich kein Tag der Sieg sondern ein TAg der Errinerung, was schlimm in dem Mensch steht, so sehe ich es aus ..


seaman und dbeugue haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#295

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 17.01.2013 19:16
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #293


Wenn wir die Humour teilen können, ist alles gut oder ????

Ja, und für uns gab's die "politische Resterampe - das Saarland". )*
Schönen Dank auch.

Ansonsten: Ja, den Humor müssen wir teilen, sonst hätten wir Deutschen keínen ;-)

ciao Rainman

)* siehe Dietmar Wischmeyer in Heute show History vom 10.02.2012

Na ja, haette das Saarland damals nicht fuer Deutschland abgestimmt, dann haettet Ihr in der DDR die ganzen Jahre einen Franzosen als Staatsratsvorsitzenden gehabt.


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zuletzt bearbeitet 17.01.2013 19:16 | nach oben springen

#296

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 17.01.2013 20:29
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #295
... Na ja, haette das Saarland damals nicht fuer Deutschland abgestimmt, dann haettet Ihr in der DDR die ganzen Jahre einen Franzosen als Staatsratsvorsitzenden gehabt.


Ja, und der Hintertreppenwitz der Geschichte wäre gewesen, dass er sich als Diktator länger in Berlin gehalten hätte, als Napoleon!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#297

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 17.01.2013 21:54
von dbeugue | 29 Beiträge

[quote=Wanderer zwischen 2 Welten|p226564][quote=Rainman2|p226427]

)* siehe Dietmar Wischmeyer in Heute show History vom 10.02.2012

[/quote

Ya , Mireille Mathieu ist öfter in Deutschland als in Frankreich, Depardieu in Russland , Yeessssss ich kaaaaannnnnnn zurück ......

Upsala ....


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#298

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 17.01.2013 21:55
von Gelöschtes Mitglied
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Möchte jemand mit uns oder mit mir hier Geschichtsunterricht betreiben , ich kenne und weiß was Im krieg geschehen ist .Erfahren von Betroffenen , von kindheitsan hieß es nur immer Faschisten , Kapitalisten . ich habe die Kz in der DDR aufgesucht, um mir ein Bild über das größte Verbrechen an die Mencheit, zu machen . Das verschiedene lager wieder zur Inhaftierung und Vernichtung von Menschen nach Kriegsende genutzt wurden , erfuhren wir von Betroffenen.
Auch erfuhr ich erst von der Verwandschaft , die nach der Gefangennahme durch die Russen, wie mit von russischen Verwundeten in den Lazaretten der ROTEN Armee umgegangen wurde
. Einer der Verwanden mußte noch lebenden Soldaten die Bekleidung ausziehen und dann wurden die noch lebenden Soldaten in die Massengräber gelegt . Für die Generäle der roten Armee war auch nur der Sieg maßgebend . Wie wurden denn die in deutscher Gefangenschaft und später befreiten Soldaten in ihrer russischen Heimat empfangen , Es wurden aufnahmen gezeigt mit Plakaten . wo draufstand ,Willkommen ihr Verräter.
Aber dieses wurde uns nicht erzählt .hier in der DDR.
Für uns gab es nur die den großen Bruder , die heißgeliebte Freundschaft mit der UDSSR.
Endtäuscht war ich ,als ich bei Unterhaltungen mit ehemaligen Arbeitskollegen die 1992 in die BRD aus Kasachstan hierher umsiedelten
erfuhr , solche Affentanz gab es dort nicht. Die gleichaltrigen Kollegen ,waren doch garnicht an die DDR interessiert , alles was man uns hier vorzwitscherte, war diesen Leuten nicht bekannt.
Diese Losungen und die ganze Bassow -Methoden und was es noch alles gab , war denen nicht im geringsten bekannt . !982 war ich für 2 Wochen zur Weiterbildung in die Ukraine , diese Tage haben mir ausgereicht , um zu erleben , wie die ärmlichen Lebensverhältnisse der Bürger dort waren . Mfg ratata


Wanderer zwischen 2 Welten hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.01.2013 21:59 | nach oben springen

#299

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 18.01.2013 21:35
von Gelöschtes Mitglied
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So reicht das Kaugummi bald nicht mehr aus, und das was vorhanden ist, schmeckt fade und haengt langsam zum Hals heraus.
Kommen einige kurz auf einen gemeinsamen Nenner, und faegt an dem anderen zuzuhoeren und ein wenig Objektivitaet mit hineinzuschmeissen.......... holla ho! da geht es sofort wieder von vorne los…. erst von der einen, dann von der anderen Seite. So bleibt das Feuer am Leben. Ist ja auch kalt geworden in Deutschland. Gut, dass wir ALLE hier sind, damit dieses Feuer gleichmaessig abbrennen kann.


zuletzt bearbeitet 18.01.2013 21:36 | nach oben springen

#300

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 18.01.2013 22:31
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ja, schon erstaunlich, das jemand von Jahrgang 1950 den Krieg noch erlebt hat.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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