#21

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 21:11
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Wie entsteht Lohn? Angebot und Nachfrage in einer reinen Marktwirtschft oder durch staatliche Vereinbarungen. Der Unternehmer wird nie mehr zahlen als unbedingt nötig, Da jede Lohnzahlung seinen Gewinn schmälert. Um konkurenzfähig zu bleiben , bleibt nur die Möglichkeit entweder die Arbeitsproduktivität zu erhöhen oder die Lohnkosten niedrig zu halten. Mal so als Denkanreiz für Nichtunternehmer.


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#22

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 21:20
von Fritze (gelöscht)
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Komisch , die Kapitalismusdefinition haben die Meisten von uns ,doch x-mal studiert,aber nach Jahren und bei der praktischen Anwendung haperts dann.
Der Profit ist nun mal das Ziel .Und eine soziale Marktwirtschaft hats nie und wirds auch nie geben !


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#23

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 21:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #20
Ein Tariflohn OST 23 Jahre nach der Wiedervereinigung ist eine Schande für dieses Land, die Politiker und die Gewerkschaften!!!
Da ist was dran,ich stimme dir uneingeschtränkt zu!


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#24

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 21:47
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Eine soziale Marktwirtschaft hat es gegeben, so ca. bis 1995 in der BRD(West). Durch offene Grenzen zu Billiglohnländern und durch ein Überangebot an Arbeitnehmern, konnte von Unternehmen wirkungsvoll das Lohnniveau gesenkt werden. Auch ein Unternehmer ist Opfer dieser Entwicklung. Wenn Du nicht mitspielst, kommt die Insolvenz. Die Gewinner sind die Großkonzerne die weltweit operieren.


zuletzt bearbeitet 18.12.2012 21:47 | nach oben springen

#25

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 21:53
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #24
Eine soziale Marktwirtschaft hat es gegeben, so ca. bis 1995 in der BRD(West). Durch offene Grenzen zu Billiglohnländern und durch ein Überangebot an Arbeitnehmern, konnte von Unternehmen wirkungsvoll das Lohnniveau gesenkt werden. Auch ein Unternehmer ist Opfer dieser Entwicklung. Wenn Du nicht mitspielst, kommt die Insolvenz. Die Gewinner sind die Großkonzerne die weltweit operieren.


Eisenacher,meintest Du 1965 ? Bis 95 auf keinen Fall.Schon 1991 hab ich dies am eigenen Laib gespürt.Wir waren doch die "neuen" Türken.
Sogar die Jungs vom Bosperus haben uns als Kulis beschimpft.In den 80 Jahren ging es dem einfachen Arbeitnehmer verhältnismässig gut ,aber nicht weil ihre Arbeitnehmer ihre menschliche Seite gezeigt hätten.


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#26

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 22:19
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Jeder hat seine eigene Lebenserfahrung. Als Hilfsarbeiter auf dem Bau gab es 1991 im Frankfurter Raum 15-23DM auf die Kralle. Das war sozial. Ich habe damals, selbst meinen polnischen Schwarzarbeitern 10-20DM die Stunde bezahlt.


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#27

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 18.12.2012 23:38
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #24
Eine soziale Marktwirtschaft hat es gegeben, so ca. bis 1995 in der BRD(West). Durch offene Grenzen zu Billiglohnländern und durch ein Überangebot an Arbeitnehmern, konnte von Unternehmen wirkungsvoll das Lohnniveau gesenkt werden. Auch ein Unternehmer ist Opfer dieser Entwicklung. Wenn Du nicht mitspielst, kommt die Insolvenz. Die Gewinner sind die Großkonzerne die weltweit operieren.


Vielleicht sollte man aber auch mal die Kosten der Wiedervereinigung miteinbeziehen. Siehe da: http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-ei...r-einheit?p=all


Intellektuelle spielen Telecaster
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#28

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 19.12.2012 16:55
von PF75 | 3.292 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #21
Wie entsteht Lohn? Angebot und Nachfrage in einer reinen Marktwirtschft oder durch staatliche Vereinbarungen. Der Unternehmer wird nie mehr zahlen als unbedingt nötig, Da jede Lohnzahlung seinen Gewinn schmälert. Um konkurenzfähig zu bleiben , bleibt nur die Möglichkeit entweder die Arbeitsproduktivität zu erhöhen oder die Lohnkosten niedrig zu halten. Mal so als Denkanreiz für Nichtunternehmer.


warum bleiben dann aber die teuren "Westfirmen" auf dem Markt und die "billigen Ostfirmen "bleiben auf der Strecke ?
Ein bekannter hat mir erzählt als seine Firma im Westen gearbeitet hatte kam man mit gleichartigen Westfirmen zusammen und deren Leute haben sich halbtot gelacht als sie hörten was die "Ossis"leisten mußten.(für weniger Geld)


zuletzt bearbeitet 19.12.2012 16:56 | nach oben springen

#29

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 19.12.2012 17:33
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

zur Problematik "Der Ossi als Problembär der Nation" muss man als gelernter Ossi einen festen Standpunkt haben. Meiner ist folgender: Der gelernte Ossi hat ja viel mehr mitgemacht und dadurch ein viel größeres Erfahrungsfeld als der gelernte Wessi. Da, wo der gelernte Wessi mangels erfahrungsbedingter eingeschränkter Weltsicht keinen Durchblick mehr hat, ist dem gelernten Ossi die Sache klar. Deshalb ist der gelernte Ossi dem gelernten Wessi ziemlich überlegen. Oder sagen's wir mal so: Beim unseligen Adolf war der Russe ja der Problembär der Nation. Wie das mit dem unseligen Adolf und dem Problembär ausgegangen ist dürfte hinlänglich bekannt sein.

Liebe weihnachtliche Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


zuletzt bearbeitet 19.12.2012 17:34 | nach oben springen

#30

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 19.12.2012 18:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #26
Jeder hat seine eigene Lebenserfahrung. Als Hilfsarbeiter auf dem Bau gab es 1991 im Frankfurter Raum 15-23DM auf die Kralle. Das war sozial. Ich habe damals, selbst meinen polnischen Schwarzarbeitern 10-20DM die Stunde bezahlt.



@Eisenacher einen sozialen Lohn hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben. Den hatten wir auch nicht in den Jahren vor der Wende. Löhne bilden sich nach den gleichen Marktgesetzen, wie Preise, nämlich nach Angebot und Nachfrage. Was bei Waren höhere Preise gerechtfertigt, sind bei Menschen die Fertigkeiten und Kenntnisse, also Ausbildung. Je geringer die Anzahl der Leute mit besonderen Fähigkeiten, desto höher die Löhne. Je geringer die berufliche Bildung, desto niedriger die Löhne. Nicht unwesentlich ist auch die schon in 80er Jahren des vor. Jahrhunderts einsetzende Globalisierung, das heisst der Export von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer in Asien z. B. China oder Bangladesh und Afrika. Da konkurrieren deutsche Arbeitnehmer mit sehr viel billigeren Arbeitskräften in den gen. Ländern. Wie diese Konkurrenz ausgeht braucht man nicht weiter zu beschreiben. Heut las ich allerdings eine Nachricht, die dieses Problem betrifft und die hoffen lässt. Tausende Betriebe haben ihre ausländischen Dependancen still und heimlich aufgelöst und die Arbeitsplätze zurückverlagert nach D. Die Gründe sind Unzuverlässigkeit, schlechte Qualität ,also alles die Tugenden, die dem made in Germany entgegenstehen. Diese guten Gründe des made in Germany wiegen den Kostennachteil bei weitem auf. Nicht umsonst sind wir trotz im Weltmassstab hoher Löhne Exportweltmeister. Die Kunden wollen Qualität und Zuverlässigkeit und dafür zahlen sie. Sie, die Unternehmer wollten nicht, dass dieser Trend der Rückverlagerung in der Zeitung steht. Grund : Man könnte ihnen das als Managementfehler ankreiden.
Wie das geht, wenn sich die Politik mit der Lohnpolitik befasst und sich durch rigide Enteignungsmassnahmen zum Unternehmer aufschwingt, wenn sie obendrein dann noch die Rolle der Gewerkschaft übernimmt das hat man an einem Beispiel in Zentraleuropa sehr gut sehen können. Es ging nämlich nicht, der Karren ist mit Höchstgeschwindigkeit vor die Wand gefahren und dabei in tausend Teile zersprungen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#31

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 19.12.2012 19:30
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Ach watt?
Alles in Allem...gequirlte Kacke!
"Deppen und Schlaumeier" jibbt dett ueberall,ejal ob aus den ehemaligen "alten Laenderein oder den neuen Kolonien"...
Allerdings p.o.p.....die nicht frigiden Weibers in den neuen Kolonien immer noch "besser"....

"Dumm f...eben juutoder watt?

siehste schon wieder sone Auesserung

Naja warten wir mal uff die naechste Attacke;-))

Der "Schreiberin" einen kleinen Rat,einfach mal richtich arbeiten jehn!(Natuerlich nur meine bescheidene Meinung)
Achso,die kam aus Engeland,na dann fahr mal mitten Bus,von Heathrow nach Heathrow...denn wesse ooch Bescheid!
Wenns jeht die letzte Runde inne Nacht!

Poeh..
Gruessli BO


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#32

RE: Der Ossi als Problembär der Nation

in Themen vom Tage 20.12.2012 21:10
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Hab´s mal grob überschlagen. Mich hat meine Firma (West) um ca. 15.000,-€ besch....en, ohne die Auswirkung durch niedrigere Rente zu berücksichtigen. Innerhalb des Konzerns aus Strukturgründen von Tochter Thüringen der Tochter in Rhld.-Pfz. zugeschlagen. Das war 1993. Nach vier Jahren im techn. Bereich hätte ich ca. 700,-DM mehr bekommen müssen. Eingestuft wie Anfänger, dazu eine ganze Gehaltsgruppe niedriger. Erst Ende der 90er angehoben. Neueinstellung ohne branchenspezifische Vorbildung aus den Altbundesländern mit ca. 1.000,-DM mehr eingestellt. Nach drei Jahren wieder rausgeschmissen, weil ihn kein Kunde mehr sehen konnte. Dgl. einen schon länger angestellten Techniker, der auch den alten, höheren Alt-BRD-Tarif hatte, sich aber beim Kunden lieber bei den Frauen rumgetrieben hat und wegen Anbaggern der Chefsekretärin dort Hausverbot hatte. Habe diese und noch zwei andere alle überlebt. Warum wohl ? Und dann sagt mir der ehem. GF noch, ich mußte doch froh sein, daß man mich übernommen hat. Später habe ich erfahren, daß der selbst aus dem Osten (Thüringen) stammt und wohl in den 50ern rübergemacht ist. Mir hat man beim Geld gezeigt, wo ich herkam.



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